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Die heutige Kummer umfaßt 10 Seiten
Volitische Tagesschau.
Zur hessischen Wahlreform.
Von unserem Darmstädter Redaktions-Bureau erhalten wir folgende Meldung vom 7. d. M.:
Der Sonderausschuß für die Wahlrechtsoorlage war heute von 10 Uhr vormittags mit einer Mittagspause bis -um Abend beisammen, um den vom Abg. v. B r e n t a n o angefertigten Schlußbericht zu genehmigen. Es mußten aber dabei gleichzeitig noch verschiedene übrig gebliebene Differenzpunkte mit erledigt werden, und deshalb wurde noch eine längere Nachmittagssihung notig. In dieser drehte es sich bauptsächlich wieder um die o b e r- hessischeWahlkreiseinteilung. In diesem, vornehmlich zwischen Abg. Dr. G u t s l e i s ch und Köhler-Hirschel ge- 'ährten Kampf kam schließlich eine Verständigung dahin zum Abschluß, daß sich der Erstere mit der Zuteilung der Gemeinde Wieseck zum Wahlkreis Gießen einver' standen erklärte rmd die beiden Letztgenannten darauf der Wahlkreiseinteilung fürOberhessen zustimmten- Alsdann erfolgte die entgiltige Genehmigung des A u s s ch u ß b e r i ch t s. Der Ausschuß hätte übrigens seine müh- same Aufgabe unbedingt heute erledigt, auch wenn die Beratung über die Vorlage den Wünschen der 23 ländlichen Abgeordneten gemäß bis Herbst vertagt worden wäre.
des Grafen Götzen, General v. Siebert, das fast als Kränkung empfinden mußte. Wurde es doch beinahe so dargestellt, als habe Herr v. Siebert mit auffallend geringem Erfolge amtiert. Jetzt verlautet nun auf das bestimmteste, Graf Götzen trage sich mit Rücktrittsgedanken, und es sei nicht unwahrscheinlich, daß er an Stelle Dr. Stübels zum Leiter der Kolonialabteilung bemfen werde Letzteres wird abzuwarten sein. Was aber "die Gouverneurschaft des Grafen Götzen anlcmgt, so bedeutet sie keine neue Aera in der Entwicklung Ostafrikas, wenn sie auch andererseits zu Bemängelungen keinen Anlaß bietet Graf Götzen mag mit der Zeit empfunden haben, daß es angenehmer ist, als Forschungsreisender den dunklen Erdteil zu durchqueren als in der Eigenschaft eines leitenden Verwaltungsbeamten gegen immer neue Schwierigkeiten und vielfach ohne Erfolg anzukämpfen. Im Interesse der Kolonie liegt der häufige Gouverneurwechsel natürlich nicht. Eine durchgreifende Aen- derung in der Organisation der gesamten kolonialen Verwaltung erscheint geboten.
Aus bem Reichstage.
Unser Berliner parlamentarischer Mitarbeiter schreibt imterm 7. Juni:
Im hohen Hause am Königsplatz, in dem die Gesetzgebungsarbeit von neuem begonnen hat, gab es zwei Ueberraschungen. Zunächst in der Wandelhalle. Dort prangte ein in gewaltigen Dimensionen gehaltenes Gemälde: „Graf Bülow spricht im Reichstag." Zum Entwurf hat der Künstler eine Episode aus der ersten Zeit der Kanzlerschaft des Grafen Bülow benutzt. Unter den Hörern im Parkett gewahrt man u. a. die verstorbenen Abgg. Rickert, Dw. Sieber und v. Sevetzow. Auch der ehemalige erste Vizepräsident des Reichstags, Dr. v. Frege, ist, allerdings verzeichnet, zu schauen. Künstlerisch ist das Gemälde überhaupt nicht einwandsfrei, historisch interessant bleibt es jedenfalls, nicht zuletzt für den Grafen Bülow, wenn dereinst auch er zu den „Gewesenen" zählen wird. Die Frage, ob das Gemälde im Kcmzlerpalais seinen Platz finden soll, wurde im Kreise der betrachtenden Abgeordneten zwar gestellt, fand aber keine verläßliche Beantwortung. Das Gemälde ist ein Werk des in weitesten Kreisen unbekannten Malers Walkenberger.
Die zweite Ueberraschung gab es im Sitzungssaal, als Graf Ballestr em des Todes des Großherzogs von Mecklenburg-Strelitz gedachte. Entgegen ihrer Gepflogenheit, bei Litten, die ein gekröntes Haupt betreffen, durch Verlassen des Saales zu demonstrieren, blieben die Sozialdemokraten in ihren Bänken und hörten die Worte des Präsidenten, gleich den bürgerlichen Abgeordneten, stehend an. Wie ist dieses Rätsel zu lösen? Davon, daß den Sozialdemokraten in Mecklen- burg-Strelitz eine besonders rnilde Behandlung zuteil wird, chat niemals etwas verlautet. Der verstorbene Großherzog war im Gegenteil auf das patriarchalische Prinzip eingeschworen.
Was die Sitzung selbst anlangt, so erfüllte sie die Erwartung nicht, das Gesetz zur Bekämpfung der Reblaus werde kurzer Hand verabschiedet werben. Vertreter der Weinbaubezirke Südwestdeutschlands versuchten, den Entwurf noch über die Kommissionsbeschlüsse hinaus im Interesse der Winzer auszugestalten. Insbesondere gab sich Abg. Gröber (Ztr.) erdenkliche Mühe, eine Erweiterung der Entschädigungspflicht der Sandesregierungen durchzusetzen.
Ein anderer Württemberger, Abg. Vogt-Hall (wirt- schaftl. Vor.) wollte die Entschadigungspflicht auf das Reich übertragen wissen, kam aber mit diesem Verlangen beim Staatssekretär Grafen Posadowsky schlecht an. Letzterer erklärte, daß ein Zustandekommen des Gesetzes bedingt sei durch Maßhalten auf feiten des Reichstages. Wohin käme man sonst? Herr Gröber könne z. B. ourch seine politischen Freunde im preußischen Landtage eine Entschädigung fordern auch für die ostelbischen Waldbesitzer, denen der Kiefernfpinner gewaltigen Schaden zufüge. Mit gutem Humor und gelungenem Wortspiel meinte Gröber, man dürfe doch von ihm, dem Zentrumsmann, nicht verlangen, daß er ein Gesetz gegen „Nonnen" in Anregung bringe. Das Ergebnis des mehrstündigen Wortgefechts war die Aufrechterhaltung des Kommissionsbeschlusses. Damit ist dem Scheitern des einen nicht zu unterschätzenden Fortschritt in der Bekämpfung der Reblaus verheißenden Gesetzentwurfs vorgebeugt.
Bei der folgenden zweiten Lesung der Münzgesetznovelle gab Staatssekretär Frhr. v. Stengel eine Erklärung ab, aus der zu entnehmen war. daß die Regierung nicht geneigt ist, in die von der Kommission beschlossene Einführung von Dreimarkstücken — an Stelle der Taler — zu willigen. Eher werde sie ein Scheitern der Münzgesetznovelle hinnehmen.
Nene Gonvernenrkrise?
Man schreibt uns aus Berlin, 7. Juni:
Der Gouverneur Deutsch-Ostafrikas, Graf Götzen, befindet sich seit annähernd drei Jahren auf diesem Posten. An seine Berufung wurden von einigen Seiten so weitgehende Erwartungen geknüpft, daß der Amtsvorgänger
Seeschlacht im Golf von Pelschili.
- Tschifu, 7. Juni. Man glaubt hier, daß eine See-, ' schlacht gestern abend im Golf von Petschili stattgefunden! ! hat. Dampfer berichten, daß sie heftiges Feuer hörten. ; Aehnliche Berichte kommen auch aus anderen Quellen.' 1 Die Bewohner an dem Hügel um Tschifu hörten eine Kanonade und sahen von der See her heftiges Aufflammen. In Talienwan erhält sich das unbestätigte Gerücht/ daß das (japanische) Schlachtschiff „Yaschima"' auf eine Mine aufgelaufen und gesunken sei.
Paris. 7. Juni. Ans Petersburg wird gemeldet, Einzel-. Hecken über das Seegefecht bei Port Arthur seien noch nicht eingettoffen. doch hoffe man bestimmt, daß die russische Flotte' Wladiwostok erreichen werde. Wie gerüchtweise verlautet, fei das" japanische Kriegsschiff „Syikishima" nicht auf eine Mine ausgelaufen, sondern von dem Port Arthurgeschwader in denGrundgebohrt worden, ebensozweijapa» ni, che Torpedoboote.
. ,, Offenbar handelt es sich hier um dasselbe japanische Schiffe dessen Name verschieden angegeben wird.
Gefechte.
Tokio, 7. Juni. Eine Abteilung der j ap an ischeck: Stteitrnacht, welche in Takuschan gelandet war, überraschte^ und schlug am Sonntag eine Ko s a ken a b t c i bin g' bei Kauchitun auf der Straße nach Kintschau, etwa’ sechs Meilen nordwestlich von Takuschan.
Petersburg, 7. Juni. Ein Telegramm des Generals Sacharow an den Generalstab vom 6. Juni besagt: In der Umgebung von Foenghwangtschoeng ist die Sage unverändert. Eine japanische Abteilung, die südlich von der Station Wafangou beim Dorfe Judsiatun Stellung eingenommen, räumte diese im Sause des 4. Juni und Zog sich zur Station Wafangou zurück und hierauf weiter nach Süden, wobei sie von der russischen Reiterei verfolgt wurde. Am 3. Juni griff japanische Infanterie eine russische Stteifwache in der Umgebung von Saimadsa an. Das Gefecht dauerte gegen anderthalb Stunden. Die Nüssen hatten zwei Tote und sechs Verwundete.
Weiteres vom Kriegsschauplätze.
T o k i o, 7. Juni. Admiral Togo meldet: Trotz rauher See nimmt die Säuberung der Talienwan bucht von Minen in befriedigender Weise ihren Fortgang.. Vom 3. bis 6. Juni wurden 41 Minen entdeckt und zur Explosion gebracht. Ein Chinese, der früher Lotse war, leistet uns jetzt nützliche Dienste, für flache Schiffe ist eine sichere Fahrstraße aufgefunden worden.
Söul, 7. Juni. Nach einem Telegramm des japani-, scheu Konsuls in Gensan sotten sich die Russen vom H a m - bueng in der Richtung auf Ping Yang zurückziehen. Der Konsul meldet weiter, daß Kosaken beit Ortsvorsteher von Koenwin durch Lanzenstiche getötet' haben, weil er es abgelehnt hätte, sie mit Verpfl^ung! zu versorgen.
Paris, 7. Juni. Mehrere Morgenblätter veröffentlichen Depeschen aus Petersburg, worin behauptet wird, Knropatkick habe nicht eine, sondern zwei Armeen. Die zweite komme von Wladiwostok und stehe längs der Küste. Sie solle i m R ü ck e n1 der Armee Kurokis Posten fassen. Die Japaner würden so zwischen zwei Feuer kommen. Die im Norden Koreas erschienenen Kosaken unter Rennenkamp seien nur die Vorhut, dieser Armee, die von General Lennewitz befehligt werde.
Ein Kriegskorrespondent erschossen.
Niutschwang, 7. Juni. 2lls der Kriegskorre-^ Pond ent des Londoner „Daily Telegraph" Etzel unb: der Korrespondent der „Daily Mail" Brindle, die in der letzten Zeit mit der Beobachtung der Bewegungen der Rau-i berbanden beschäftigt und in einer Dschunke von hier, weggefahren waren, sich auf der Höhe von Schwantaitze: bei Jnkou befanden, wurde nach ihnen von chinesichen Truppen geschossen. Etzel wurde getötet,. Brindle kam, wie man glaubt, unversehrt davon.
Deutsches Reich.
Berlin, 7. Juni. Der Kaiser unternahm heute einen Spazierritt und hätte später im fönigl. Schloß den Vortrag, des Stellvettreters des Chefs des Militärkabinets Oberstes v. Oertzen.
— Aus Anlaß des Geburtstages der Kaiserin: Alexandra von Rußland, welche heute ihr 3 2. Leb enS* fahr vollendet, sand in der Kapelle der russischen Botschaft' ein großer Gottesdienst statt, an welchem der Botschafter, die! Herren der Botschaft, eine Abordnung des Offizierkorps des 2. Garde-Dragoner-Regiments Kaisettn Alexandra von Rußland und andere hochgestellte Personen teilnahmen.
— Den jetzigen Kaiserin an övern, die sich zum Teik in Mecklenburg an der Küste der Ostsee absvielen werden, mißt man insofern große Bedeutung bei, als das Zusammenwirken zwischen Heer und Marine eine eingehende praktische Erweiterung erfahren kann. Zu diesem Zwecke wird eine ehr stattliche Anzahl Offiziere, darunter auch bekannte Oene» ralstabs affigiere, an Bord der Linienschiffe, Kreuzer und Torpedoboote kommandiett werden. Der russisch-japanische Krieg dürfte wohl auch Anregungen von nicht zu unterschätzender Bedeutung geben.
Nv. 132
Orfftetnt tSgliH außer SonnlagL.
Dem Gießener Anzeiger werden Im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Siebener Familien» Hüllet viermal in der Woche be,gelegt.
Rotationsdruck u. Vev» lag der Brühl 'schen Univeft^Buch-u.Stetn- brudetei. ÖL Lange. tUbaflUm, Grvedutoa und Druckerei:
Schnlstratze 7.
Adreffe für Deveicheu: Anzeiger Gießen.
FerniprrchanichlußNr 61
Schnellbahn-Projekte.
Ein Berliner Mitarbeiter schreibt uns unterm 7. Juni: Seit längerer Zeit hatte man nichts mehr über die elek- ttischen Schnellbahnen gehört, deren Versuchsfahrten Berlin- Zossen von so staunenerregl'ndem Erfolge begleitet waren. Der jetzt erschienene Bericht der Studiengesellschaft für elektrische Schnellbahnen bringt aufs neue in Anregung, diese Bahnen in den Verkehr ein zu führen. Es scheint in der Tat, daß die Elekttizität gegen den Dampf Sieger geblieben ist. Die neuen besonders konstruierten Dampflokomotiven haben zwar ebenfalls bettächtliche Leistungen erzielt, die aber doch nicht annähernd an diejenigen des elektrischen Betriebs heranreichten und auch die Hoffnungen einer erheblichen Ersparnis im Vergleich zum letzteren nur mäßig erfüllten. In Bettacht kommt ferner die größere technische Zuverlässigkeit und Sicherheit der elektrischen Schnellbahn. Von den vorgeschlagenen Linien für die Einführung einer solchen in den Verkehr wird, wie wir hören, wahrscheinlich zuerst die Strecke Berlin-Potsdam in Angriff genommen werden. Die auf der „Stammbahn" gegenwärtig ungefähr 30 Minuten betragende Fahrzeit würde alsdann auf die Hälfte und noch weniger ermäßigt. Die Sttecke Berlin- Potsdam ist besonders geeignet durch die vorzügliche Beschaffenheit des Bahnkörpers und die geringe Anzahl von Kurven. _____________________________________________
Aer Krieg zwischen Japan und Außtand.
Port Arthur.
Ts ch i f u, 7. Juni. In vergangener Nacht machten die Japaner augenscheinlich einen entschlossenen Versuch, gegen Port Arthur von der Landseite her vorzu gehen. Eine Dschunke, welche an einem Punkt drei Meilen südlich davon lag und ihre Stette gestern morgen verließ, hörte eine Kanonade nordwärts von Port Arthur von 7 Uhr morgens bis 2 Uhr nachmittags, nach welcher Zeit das Schiff außer Hörweite kam. Es scheint, daß die Japaner gestern einen Angriff zu Land und zu Wasser auf Port Arthur geplant haben. Als die Russen dies bemerkt hatten, schickten sie ein Geschwader aus, um eine Schlacht zu liefern und zu verhindern, daß die japanischen Schiffe mit den Landstteitkrästen zusammenwirkten.
Tokio, 7. Juni. Neuere Meldungen von dem Pott Atthur blockierenden Geschwader besagen, das kürzlich durch einen japanischen Torpedo zerstörte Kanonenboot war vom Typ des „Gremschaschtschi", nicht vom Typ des „Giljak", wie zuerst gemeldet wurde. — Admiral Katocka unternahm Rekognoszierungen nach Sanschantaio und Ta- kutao.
London, 7. Juni. Der Sonderberichterstatter der „Times" an Bord des Dampfers „ömnun" drahtet unterm 6. Juni via Wei-hai-wei: Die Japaner haben ermittelt, daß die Küsten- Einfahrt vor Port Arthur von allen Hindernissen gesäubert ist. Doch istnichthinreiche ndKohle im Hafen vorhanden, um die Kriegsschiffe von großem Tiefgang in den Stand zu setzen, in See zu geben. Der Berichterstatter des „Daily Expreß" in Wei-hai-wei meldet, ein chinesischer Kaufmann, der aus Pott Arthur entkommen sei, sagte, daß Proviant und Munition dott überaus knapp wären.
Paris, 7. Juni. „Es ist geschehen!" Diese Motte telegraphiette nach Berichten aus Petersburg Kuropatkin gestern an den Zaren. Man glaubt, daß es sich dabei um die Erfüllung eines von Kuropatkin gegebenen wichttgen Ver- prechens handelt. Die Stimmung der Petersburger Militärkreise ist durchaus zuversichtlich, weil alle Bettchte aus Kuropatkins Hauptguattier darin übcreinstimmen, daß die wichtige Positton Siuven russischetteits mit größter Hartnäckigkeit verteidigt werden soll. Ein russischer Erfolg an biefent irategisch wichttgen Punkte wäre die Vorbedingung des Entsatzes von Pott Atthur. In Gras Keller und Baron Stnckelberg sehe Kuropatkin die Männer seines Vettrauens. Diese haben Mittel gefunden, sich mit General Stössel in Pott Atthur regelmäßig zu verständigen. Stössel sendtt befriedigende Meldungen, desgleichen General Lennewitz.
Petersburg, 7. Juni. Wie aus zuverlässiger Quelle ver- ichett wird, hat die Zögerung Kuropatkins mit dem Vormarsch auf Port Arthur hier ernste Besorgnis erweckt. Nach der letzten Sitzung des Kronrates befahl der Zar, Kuropatkin sofort zu benachrichtigen, daß er eine Abteilung zum Entsatz von Pott Arthur entsenden solle. Daraufhin erst mar- chiette Baron Stackelberg mit drei Divisionen ab. PortArthur oll mit Vorräten ausreichend verseh en sein. Ein großer Teil der Munition und Lebensmittel wurde aus Wladiwostok bezogen, welches trotzdem verproviantiett ist und jeder Belagerung Stand halten kann.
London, 7. Juni. Ein Teil des 2. japanischen Armeekorps hält die Landzugänge zu Port Arthur bei Talienwan für Landungen verfügbar. Gleichzeitig ist ein Regiment berittener Truppen über Kaiping hinausgegcurgen, um bahinter die Eisenbahn schleunigst wieder herzustellen.
— Das Abgeordnetenhaus hat in seiner heutigen Sitzung einen Antrag Oeser angenommen, die Erhöhung des Wohnungsgeld-Zuschusses an Beamte an die Budget-Kommission zu verweisen. Finanzminister Freiherr v. Rheinbaben sprach sich zu Gunsten einer Erhöhung des Wohnungsgeld-Zuschusses der unteren Staatsbeamten aus. Ein Antrag Faltin auf Vorlegung eines Gesetzes, durch welche die Rang- und Gehaltsverhältnisse der Land- und Amis- gerichts-Sekretäre mit denen der glcichattigen Verwaltungs- beamten gleichgestellt werden, wurde an die 15er-Kommissio«,
@rftc9 Blatt. 154* Jahrgang Mittwoch 8. Juni 1904
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