Gerichtssaal.
norden war. Als besonders erschwerend kam in Betracht, daß nach Aussage mehrerer Zeugen Grimm sein Opfer vor Begehen
' 2296
196.50
215.75
132.00
184.25
186.10
. 101.70
. 89.45
. 101.55
. 89.60
. 100.25
100 90
196.60
215.50
132.60
184.30
Reicheanleihe do.
Koneole . do . .
Heesen
nach eingehender Beratung die Schlußkapitel b e 8 Etats, die sämtlich nach den Anträgen des Finanzaus- chusses genehmigt wurden. Am Schluß entspann sich eine teilweise sehr erregte Debatte über die Kammerbericht- erstattung in den verschiedenen Zeitungen, wobei besonders der Abg. Köhler in den st ä r k st e n Ausdrücken sich ereiferte.
Berlin, 8. März. Vor dem Landgericht II ist auf den
jahre 1904/05 benötigten:
Drucksachen Briefumschläge Aktendeckel
Schreib- und Zeichenmaterialien und des Schreibpapiers
Oest. Kredit . .
Deutsche Bank Darmstädter Bank Bochumer Guß .
S1/, % Oberheesen .
4% Oeeterr. Goldrente
W/o 3'/, 3V,o/c 3Vn 3*/t0/n
: ruF Pistolen gefordert. Der Zweikampf, der in der Dresdener Heide auSgefochten wurde, verlief unblutig. Huppfeld ist inzwischen wegen dieser Skandalaffäre aus dem Heere geschieden Freiherr v. Ompteda wird sich nun wegen Herausforderung zum Zweikampfe vor Gericht zu verantworten haben; die Verhandlung wird voraussichtlich schon in nächster Zeck vor bet Strafkammer in Dresden stattfinden, da der angeschuldigte Offizier, der seinerzeit wegen Schwerhörigkeit aus dem Heeres- nerbanbe ausgeschieden ist, nicht mehr der Milltärgerichts- IKictdt untersteht, v. Ompteda ist mit seinen beiden Kindern Mitte Januar d. I. zu dauerndem Aufenthalte von Dresden nach der Villa Jünichen, genannt Klammschlößchen, in Tirol übergesiedelt; gegen seine aus Südfrankreich stammende Gattin Wie Florence geb. Motard hat er inzwischen die Ehe- schsldungsklage beim Landgericht in Dresden eingereicht.
• Der vom Gerichtshof freigesprochene Prinz -'Urenberg ist nach der Privatirrenanstalt Ahrweiler über- • [führt worden. Kurz nach Beendigung des Prozeßes vor dem Kriegsgericht ist Prinz Arenberg nochmals in Berlin von dem KueiSphysikuS untersucht worden, der amtlich beglaubigte, daß bcc Prinz als .gemeingefährlich" in einer Irrenanstalt Hluutcrzubringen sei. Auf Grund dieses Zeugnisses wurde der ■flwmfe noch am Freitag abend unter Begleitung eines Arztes, eines Kriminalbeamten und zweier Krankenwärter nach der Anütalt Herz berge gebracht, wie wir schon meldeten. Dort ivlnr bereits von dem Vormund des Prinzen eine amtliche Belcheinigung des Gemeindevorstandes von Ahrweiler deponiert iDo.i-ben, die dahin ging, daß die in Ahrweiler befindliche Puvatirrenanstalt jede Gewähr für die Sicherheit des zu nuernierenden Geisteskranken biete, und daß der Gemeinde- ■uocftanb ferner die Garantie übernehme, daß dec Prinz ohne die behördliche Erlaubnis seitens deS Regierungspräsidenten in Koblenz aus der Anstalt nicht entlassen werden würde. Hierdurch war den gesetzlichen Vorschriften genügt, so daß dec Kranke nicht in Herzberge festgehalten werden konnte, zu- m»l seine Verwandten, beziehungsweise der Vormund sich verpflichteten, für alle in der Anstalt Ahrwecker entstehenden floaten aufkommen zu wollen. Der Prinz wurde daher unter sicherer Bedeckung nach Ahrweiler gebracht.
* Durch eine ungeheure Ueberschwemmung ins zahlreiche blühende Städte im Tal des SuSquehanna- z-l ufse (Pennsylvania) gefährdet. Die Ueberschwc^mungen inb die Folge des plötzlich eingetretenen Schme^rns des Lises infolge TauwetterS. 11 Personen sind bereits ertrunken, viele werden vermißt. In Harrisburg sind 200 z-amilien obdachlos. 1000 Personen haben Zuflucht in öffentlichen Gebäuden suchen müssen. Die Erwerbstätigkeit in dem ganzen Ueberschwemmungsgebiet ist ernstlich bedroht.
Nehme mit dem Heutigen meine Praxis wieder auf.
Zahnarzt Wilhelm Koch,
i SelterSweg 24.
4% Ungar. Goldrente . . 40/ Italien. Rente , . . 4%% Porta gieser » . .
30/ Portugiesen. . . . . 1% C. Türken . . .
Türkenlose ....
4% Grieoh. Monopol -Anl. 41l,% äussere Argentiner
von Herrn Professor Dr. H. Dlemar aus Marburg: Philipp der Großmütige bei der Eroberung von Landstuhl und dem Tode Sickiugens
Gäste sind willkommen. ________________________
Bei mehreren Frauen und Kindern zeigten sich erhebliche Vergiftungserscheinungen. Das Schadhaftwerden^des llirchenofenS hatte die Erkrankung mittelbar herbeigeführt.
• Lübeck, 7. März. In Großbarnitz sind drei Knaben beim Eislauf ertrunken, in Schwerin zwei Knaben.
• Wien, 7. März. Die akademische Malerin Her- mind Munsch hat sich durch einen Revolverschuß getötet.
• Bochnia, 7. März. Im hiesigen Postamte wurde rin Kassenmanko von 100 000 Kronen entdeckt.
* Aden, 7. März. Der Assistent eines politischen Agenten, Kapitän Warnford wurde durch Araber erschossen.
• New-York, 7. März. Hier stürzte daSDarl 1 ngt0n- Hotel ein. Bisher sind durch den Einsturz des Baues 21 Lpfer festgestellt.
• Der Eheroman des Schriftstellers. In der buellaffäre des bekannten Romanciers Georg Fr ei Herrn v. Ompteda gegen den Rittmeister Huppfeld vom 17. Ulanenregiment in Oschatz, die eine kriegsgerichtliche Verurteilung des Letzteren zu sechs Monaten Festungshaft im befolge hatte, legte der Gerichtsherr gegen das Urteil der 23. Division Berufung ein. Die Angelegenheit wird da- ber demnächst noch das Oberkriegsgericht zu beschäftigen laben. Huppfeld hatte, wie wir seinerzeit berichteten, als Hausfreund der Familie die Gattin OmptedaS entführt und sich in deren Begleitung nach der Schweiz geflüchtet. Hierauf wurde der Rittmeister von Freiherrn v. Ompteda zum Duell
101.00
57.60
57.20
119*60
41.10
42 80 |
30/0 Mexikaner . . 4</$n/ Chinesen . . Electric. Sob ackert . Nordd Lloyd . . Kreditaktien Diskonto-Kommandit. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Ber'iner Handelsges. Gestern Staatsbahn . Lombarden . . • Gottharibahn . . . Lanrahütte .... Bochum ..... Harpcner . .
Tendenz: ruhig.
. 25.90
. 84.90
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. 197.90 . 181.40 . 133.60 . 144.40 . 14910 . 134.00 . 13 50
194 00 . 217.50 . 185.50 . 187.25
WW-LalMz M -EqMmz.
Teile ergebenst mit, daß ich das seit 1882 am hiesigen Platze betriebene
Herren-Kkeider-Hckchaft nach Watz
(mit und ohne Stofflieferung) von Wallthorstraße 25 nach
Plockftratze 12, I.
verlegt habe. Für das mir seither bewiesene Vertrauen dankend halte' mich bei fernerem Bedarf bestens empfohlen. 2036
Georg Pfaff.
der Tat erkannte, auch schon vorher verfängliche Aeußerungen über den Nachtwächter getan hat, fo daß Vorfatz zur Tat naheliegt. Nachdem die Geschworenen ihren Wahrspruch auf schuldig unter Ausschluß mildernder Umstände abgegeben und der Staatsanwalt 8 Jahre Zuchthaus beantragt hatte, wurde Grimm zu 7 Jahren und 1 Monat Zuchthaus und 5 Jahren Ehrverlust verurteilt. Ä , ... .
Koblenz, 7. März. Das Kriegsgericht verurteilte den Unteroffizier Spohr vom 7. Ulanenregiment wegen Mißhandlung des Ulan? Müller, der dadurch das Gehör verlor, zu sechs W 0 ch e n M i t t e l a r r e st. Müller, der auf Veranlassung Spohrs die falsche Meldung erstattete, ein Pferd habe ihn gestoßen, wurde dieserhalb zu drei TagenMittelarresl verurteilt.
— Der Erbschaftsstreitim belgischenKonrgs- hause. Die Verhandlungen in dem bekannten Erbstreitprozeß zwischen dem König und den Gläubigern der Prinzeffin Luise wurden am 7. d. M. fortgesetzt. Rechtsanwalt Janson beendigte sein Plaidoyer, in dem er die R i ch t e r b e s ch w 0 r t , den Koni g im N a m en des Königs zu verurteilen und Recht vor der Autorität walten zu lasten. Sam-Wien, der Anwalt des Königs, führte aus, die Töchter des Königs seien durch die Domänenschenkungen nicht benachteiligt, da das Schenknngs- gesetz dem Staat als Entschädigung die Zahlung einer Pension an die Königstöchter auferlege, und bemerkt weiter, daß die Heiratsverträge'zwischen Maria Luise unb Leopold, sowie der Prinzessin Stephanie mit dem Erzherzog Rudolph ued derjenigen des Grasen von Flandern ebenfalls au? diplomatischem Wege rechtskräftig zustande gekommen seien. Das Völkerrecht stehe über dem bürgerlichen Gesetzbuch, daher sei der in Wien abgeschlossene Heiratsver- trag zwischen der Königin und dem König rechtsgültig und somit die Gütertrennung vorhanden. Die Fortsetzung erfolgt am Mittwoch
Bekanntmachung.
Die Lieferung der für die städtischen Aemler un Rechnungs-
iöödirntlidit ürbrrfidit im Todksfüllk in brr Stabt ©ir^eu
9. Woche. Vom 21. bis 27. Februar 1904. Einwohnerzahl: angenommen zu 27 500 linkl. 1600 Mann Militär.
Sterblichkeitsziffer: 18,90
nach Abzug von 3 Ortsfremden: 13,23 n/rr.
Kinder
Frühhccker, reift bei rechtzeitiger Bestellung im Juli, verträgt mW seiner Schnellwüchsigkeit starke Dungung. Bei der letzten Enite waren 58 Morgen angebaut, hat bei 40 Pfund Aussaat 20 t .
Körner geliefert. . , .< - ,
Bei'der letzten Landesausstellung m Gießen, wo beide Hafer.
sorten ausgestellt waren, ist mir ein Ehrenpreis und die silberne Staatsmedaille zuerkannt worden. . . .
Beide Safersorten werden doppelt gereinigt abgegeben a 100 Kilo Mk. 16.— ab Hoi oder gegen Nachnahme zur Bahn bet
J. Schuch
bei Xlibbcu
Säcke werden mit Mk. 0.40 pro Stück berechnet zugegeben, ober nicht zurückgenommen. 1000
I. Saathafer, Juwel von Erfurt
reift mittelfrüh, wachst kurz aber stark in Stroh, verträgt dlL stärkste Düngung ohne zu lagern, liefert infolgedessen die höchsten Körnererträge. Bei der letzten (Srnte wurden aui einem plane trotz der großen Trockenheit im Vorsommer 2o,2o 2!tr. Korner pro Morgen geerntet
flemeingefüil.ii' hftwirte abqM (Segcnb un/ifyi. > er in einem ljiefa indem er datz Roxr ftxon MvnwJMt in ,t iW brzaWD. ad) Anzefahr, n n m -ifenden veranlag, iff n Mantel zu bW, « osten revidieren, vdl '1 cht wieder, Kirchhain spielte n k aß und trank hört s- Essen und Luartier se mitbrächten, ior^- । schnell etwatz W-’ Wiedersehen.
i in eine andere w .•»«ff«""! -ch i|t n ®torg ütz, übergegangen^ Dolksoerein am Siufer «ui* ien in no iti 9bem So«1« * „« d-? 58o"* i M -u-
,t zustande, und
25. d. M. die Hauptverhandlung gegen die Inhaberin einer Raturheilanstalt in Cbarlottenburg und Hermsdorf, Frl. Kube, wegen Kurpfuscherei aug-setzt worden. Mitangeklagt sind zwei Aerzte, Dr. Wolf Schlesinger und Dr. Ferdinand Kohlemann.
Würzburg,' 8. März. Die Werke des Professors Schell und des Dr. Müller sind von der Index-Kongregation nach einer nochmaligen Prüfung auf dem Index belassen worden.
London, 8. Mä'-z. „Daily Mail" meldet aus Pingyang: 2C00 Mann russische Kavallerie mit sieben Geschützen zogen sich nach W'ju zurück und zerstörten auf dem Marsche sämtliche Telegraphenleitungen.
London, 8. März. .Daily Chronicle" meldet auS Shanghai vom 6. b. Mts.: Ter russische Gesandte in Peking ' ermächtige telegraphisch den hiesigen russischen' Konsul, die Armierung des Kanonenboots M and schür" entfernen zu lassen, das die Japaner an der Iang'ftemündung festhielten. Tie Geschützverschluß- stücke und die Munition werden wahrscheinlich den Zollbehörden übergeben. Ter japanische Kreuzer „Akut'ushna" wird Schanghai nach der Tesarmierung des „Mandschurs" verlassen. — Tic „Times" meldet aus Tokio vom 7. d. M. Tas japanische Geschwader besetzte am 29. Februar Haijuentaw, auf e.uer Ellrot'.nsel, da die Russen nm 23. Februar verließen.- wurden nur Kvhhlenvorrate und Signalflaggen vorgefunden.
London, 8. März. Die „Times" meldet aus Tokio: Ein japanisches Geschwader hat die Insel Lar-
yun t au besetzt. , „ , , „ .
Paris, 8. März. Phiousan, der Hauptort Nord^ Koreas, ist von Kosaken besetzt worden. — Im Juni wird auch das Geschwader bc3 russischen M>mrrals M- renius, das in Cadix und Algier liegt, mit dem aus der Ostsee heraufrommenden Geschwader vereinigt, werden.
Wien 8. März. Bon diplomatischer Seite wird w richtet, daß die Kab'nette von P ari s , L o n d o n, Wjen , Rom und Berlin sich eingehend mit der Frage einep Vermittlung im ost asiatisch en K'r i e g e beschaf- tigen. Man will jedoch die erste große Land sch lacht ab wart en, da erst dann der Boden für ein Eingreifen genügend vorbereitet sein werde. Tie Vermittlung soll übrigens eine für beide kriegführenden Teile ehrenvolle Auseinandersetzung bezwecken. ,
Wien, 8. März. Wie tre „Polck. Korrefp." erfahrt, wurde in W l a d o w o der Sohn des angesehenen Gr^echep W a p k a von Komitatschsis ermordet. Das gleiche Schicksal traf in Sambowo den griech schen Notablen AntomuS Emanuel, weil er Geldzahlungen an das Komitee verweigert hatte. Zwei Exarchisten im Dorfe Titsche und ein« Sohn des einen sollen aus demselben Grunde von Komi- tatschis getötet worden sein.
New York, 8. März. Die „Associated Preß" meldet aus M o s k a u, es seien daselbst drei j a p a n i s ch e S P i o n e verhaftet worden, die sich als M ö n ch e v e r k l e i d e Tie Behörden glauben, auch ihrer Komplizen bald habhaft zu werden. , , ,, 3 ,
Newyork, 8. März. Ein furchtbares Lynch- v erb rechen ist jetzt nach zwei Jähren entdeckt worden. Im Jahre 1902 wurden bei Charleston drei Neger wegen angeblicher Ermordung einer weißenFrau,lebendig verbrannt. Der Ehemann der Frau hat jetzt auf beten Sterbebette bekannt, daß er selbst seine Frau ermordet habe und daß die verbrannten drei Neger unschuldig waren.
Telephonischer Kursbericht.
Franklnrt a. ü., 8. März.
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...brauchte er T W« selbst ent?6'1 7^ sw.' |].k *!'
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• wota bei ?
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unb3t- iroei Wc Robvn nb« Wilhelm Müst 'l5 "n hiesigen Bot, l"§ Rochusspstal % ^tunbe. Aus e^- °8er sich aus Leben!, -ladt war das Darmstadt sei der tz. hte diese Nachricht 1 hiesigen Polij!, °er Sonntagnacht k uch- Beim fischt und verhastkt ärz. Heute nachn-E n Handwerksmam, k Belbftmorb wurde p 's offener Slr°-!
Wie der.Jrks.^- l sür KunstgeftiLlk- ! Bonner KunslhüieM ille des nach cr zum Direktor)!! inffurt ernannt mim m den Posten 6a
R.-B. Darmstadt, 7. März. Die erste diesjährige Schwur- «ericktsperiode nahm heute unter dem Vorsitz des Landgerichtsrats tr. Haustädt ihren Anfang. Zur Verhandlung stand ein Fall dimerer Körperverletzung mit tätlichem Aus- i n n g. Ter Angeklagte, Taglohner Friedrich Grimm aus Ober- Itoben, hat in Heusenstamm, wo er beschäftigt war, dein Nachtwächter Karl Jakob, als dieser den auf der Straße liegenden Angeklagten in der Nacht zum 18. Januar dss. Js. aufforderte, nach •huife zu gehen, mit seinem Messer einen so schweren Stich in den topf beiqebracht, daß Jakob bald darauf verstarb. Grimm will )en Nachtwächter nicht erkannt, sondern in trunkenem Zustande "iiisach um sich gestochen haben, da er, was auch festgestellt wurde, •m-6 vor der Tat von jungen Burschen überfallen und geprügelt
4'!.% Oesterr. Silberrente 100.50
" ~ . 98.80
Harpener Bergbau . . 186.40
Tendenz: Ruhig.
lieber die heutige Börse läßt sich im allgemeinen recht wenig berichten. Von Anfang an herrschte vollständige Stagnation, welche, da auch an den westlichen Börsenplätzen jede Anregung fehlte, bis zum Schluß anhielt. Die kleinsten Schlüsse veranlaßten Kins- schwankungen, welche sich jedoch in engstem Rahmen bewegten. Die Haltii'ng war im allgemeinen eine gut behauptete, wovon am besten unser Kassaindustriemarkt Zeugnis ablegt.
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Prokurist erschwunden n,ar-1 »«* 'Lu«» l'6':
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Literarisches.
Margarete Böhme: Wenn der Frühling kommt. — Roman. — Verlag von F. Fontane u. Co. in Berlin. — Preis Mark 3. In diesem Werke erhalten wir einen Eindruck in die Kämpfe eines edlen Frauenherzens, das sich frei von jeder eigennützigen Regung weiß. Gefesselt an einen Mann, den sie nur aus Sorge ür ihre kranke Mutter und ihren leichtsinnigen Bruder geheiratet, und der geistig auf einem weit tieferen Niveau steht als sie, hält die Heldin der Erzählung es doch für ihre Pflicht, bei ihrem Manne auszuharren, solange eine Initiative zur Trennung nicht von ihm ausgeht. Tieser Ansicht folgend, weist sie den geliebten Mann, der es wagt, ihr seine Hilfe anzubieten, von sich, obgleich ihre Ehe innerlich längst zerrissen und die Rücksicht auf ihre Familie später nickft mehr maßgebend ist. Ihre Erlösung führt dann ein Unfall ihres Mannes herbei, und geläutert geht sie einem neuen Glück entgegen. Im Gegensatz zu dieser sympathischen Persönlichkeit steht em anderer, hypermoderner, weiblicher Charakter, der unser Interesse nicht minder wach hält. Tie Schilderungskunst der Verfasserin zeigt sich außer in der Gestaltung ihrer Charaktere in der plastischen Darstellung des rheinischen Volkslebens, das den Hintergrund zu den politischen Bestrebungen abgibt, deren sich der Gatte der Heldin bedient, um seinerseits eine Rolle in der Welt zu spielen. Tie Lektüre des Romans ist ungemein fesselnd und regt zum Nachdenken über die verschiedenartigsten Zeit- probleme an.
Handel und Verkehr. Uolkswittschasl.
Berliner Börse vom 7. März 1904.
(Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) Privat-DiskoiU 3 7. Prozent r, t
Anfang?- u. Schlußkurse.
ioU im Wege des Angebots vergeben werden.
Bedingungen und Angebotsformulare sind auf unserem Sekre- I tariatc erhältlich. Daselbst können auch die herzustellenden Druck- fachen sowie Qualitätsmuster für Aktendeckel unb Briefumschläge einigesehen werden. .,
Angebote mit Muster sind bis zum 20. März b. Js. emzurelchen.
Gießen, ben 7. März 1904. 2294
Großherzoguclu -'urgermeifterei Gießen.
Mecum.
Neueste Itlrlinuiani.
Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers.
R. B. Darmstadt, 8. März. (Eigener Draht- b er icht.) Die heutige Sitzung der 2. Kammer erledigte ©litrHIWt GesWIsmm.
Donnerstag den 10. März, abends S1/^ Uhr, im Hotel Schütz
ES starben an:
Zusammen: Erwachsene
im Lebensjahr: 2.—
vorn
-15. Jahr
Jnfliienza
1 1
—
—
Krebs
3 (2) 3 (2)
—
Schlagfluß
2 2
—
—
Herzfehler
1 (1) 1 (1)
—
—
Totschlag
1 —
1
Veriinglückung
1(1) -
1(1)
—
Atrophie
1 —
—
1
Summa: 10 (3) 7 (3)
2 (1) ’
1
Anm.: Tie in Klammern gesetzten Ziffern geben an
wie viel
der Todesfälle in der betteffenden Krankheit auf von auswärts nach
Gießen gebrachte Kranke kommen.


