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8.3.1904 Erstes Blatt
 
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? Polizei gibt folgend » den Seilen ein wchye vrertem Monogramm S?. anNgrimen, rot ytr:: edn der deiden Seiten:^ ehallen und ruht ans m- n Crnament. Oben b# lechartiae Goldöse. Ai Dj die Befürchtung, die M t un Mblikum eine nm: -ächte aller Art tauchen e zu finden, überall sreht r s Frücht von der Verhaiw das sosort dementiert m:: iMß verhört wurde, b Mensteinsche Gefchast, .- ihtet. Defonomierat ~®- L^undMetgM L^'ö'L

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ttischem und russischem Militär zu einem Zu­sammenstöße in der Nähe von Kangge, wobei etwa 80 Russen getötet sein sollen. Tie Russen seien über den Jalu zurückgetrieben.

Aus Tokio verlautet gerüchtweise, daß zwischen Frank­reich, Korea und Japan Differenzen entstanden seien wegen des Baues der Wiju-Eisend ahn. Die Franzosen sollen gegen die Erbauung der Bahn durch japanische Ingenieure Protest erhoben haben, da die koreanische Regierung den Dau der Bahn durch französische Ingenieure hatte aus­führen lassen wollen.

China erteilte den für Mukden und Dntung ernann­ten amerikanischen Konsuln das Exequatur. Da aber beide Orte von Russen besetzt seien und zurzeit kein Handel mit den Vereinigten Staaten bestehe, liege dem Staatsdepartement nichts daran, auf der Einführung bestehen. Die Konsuln treffen am 7. März in Schanghai ein und warten die weitere Entwicklung der Dinge ab.

In Kairo spricht man von einem ernsten Zwi­schenfall zwischen dem russischen Agenten Maximow und der egyptischen Regierung in der Frage der Kohlenversorgung des russischen Geschwaders im Suezkanal und Roten Meere.

Der Zar erteilte dem Prinzen Nikolaus von Griechenland die nachgesuchte Erlaubnis, an dem Krieg in Ostasien teilzunehmen.

Der Gemeinderat von Paris beschloß eine Shmpatbie- adresse an die Stadtverwaltung von Petersburg, in der die Wünsche für das Wohlergehen Rußlands, seiner Armee und Marine ausgedrückt werden. Sodann wurden einstimmig, mit 69 Stimmen, die Sozialisten nahmen teil, 20000 Fr. für verwundete Russen und Japaner bewilligt.

Politische Taqes schau.

Au8 dem Reichstage.

Unser Berliner parlamentarischer Mitarbeiter schreibt unterm 7. März:

Tas schier Unmögliche soll Ereignis werden. Aus Ge­sprächen, die heute in den Foyers des Reichstags zirku­lierten, ist zu entnehmen, daß der Etat mit Hilfe von Abendsitzunaen bis zum Beginn der Osterferien fertig gestellt werden soll. Ein heroischer Entschluß! Er läßt erkennen, daß die Volksvertretung sich auf ihren eigentlichen Beruf besinnt, der nicht mit dem eines Reichs- Debattierklubs zusammenfällt. Herrn Bebel frei­lich wird es nicht leicht, seiner Gepflogenheit, lange Reden zu halten, zu entsagen. Seine heutige Replik gegen den preußischen Kriegsminister v. Einem war wieder in einen ziemlich weiten Rahmen gespannt. Er wollte bei dieser Gelegenheit der Regierung und den bürgerlichen Parteien klar machen, wie die politischen Verhältnisse in Teutsch- land liegen, daß die Sozialdemokratie eine Macht sei mit der man nicht spielen, die man nicht malträtieren dürfe. TerDiktator" sorgte aber auch für Kurzweil. Er flocht einige Späßchen ein, die das Auditorium haß ergötzten. Terherrschenden" Klasse, den bürgerlichen Parteien, er­öffnete er, daß sie an ihrerBorniertheit" zu Grunde gehen würden. Tenn wo hätte es je eine herrschende Klasse gegeben, die Vernunft anaenommen hätte? Stür­mische Heiterkeit. Auf dem Dresdener Parteitag sei keineswegs geschimpft worden, man habe sich nur mit allem Freimut die Wahrheit gesagt. Erneutes Ge­lächter. ES ist eben nirgends so prächtig bestellt, wie in derPartei Bebel". Tie Abgg. v. Riepenhausen (kons.) und Liebermann v. Sonnenbura lAntis.) konsta­tierten, daß die heutige Rede des Sozralistenführers an dem parlamentarischen Siege des preußischen Kriegs­ministers nichts geändert habe. Ter derbe Humor des Abg. v. Liebermann er bezeichnete u. a. die Sozial­demokraten alsG i f t b l ü t e" d e r N a t i o n er­hielt das Haus anfangs in Stimmung. Später aber wurde dieser Redner streng sachlich und langweilig. Wenn der Abg. Dasbach (Ztr.), der die heutige Debatte eröffnet und die Tuellfrage angeschnitten hatte, glaubte, da­durch eine längere Ausführung des preußischen Kriegs- Ministers provozieren zu können, so erfuhr er eine Ätt- täuschung. General v. Einem beschränkte sich auf die Bemerkung, daß er auf dem Standpunkt der Kabinetts­ordre vom 1. Januar 1897 stehe. Umso ausführlicher be­schäftigte sich der Minister mit der Rede des Abg. Bebel, mit dem die Klinge zu kreuzen, Herrn v. Einem offenbar Freude macht. Er ironisierte die Erklärungen Bebels über die Stellung der Sozialdemokraten zum Kriege und gedachte spöttisch derDisziplin" auf dem Dresdener Parteitag und der sozialdemokratischen U eb er-Jn telli g en z". Je länger der Minister sprach um so wirksamer wurde seine Abwehr. Die Mannen Bebels fühlten sich höchst unbehaglich und suchten den Redner durch höhnische Zwischenrufe zu verwirren. Sie gaben ihm aber dadurck nur Gelegenheit, seine Geistes­gegenwart zu zeigen, sooaß ihm noch lebhafterer Beifall zuteil wurde, als letzthin. Als sicherer Debatter zeigte sich schließlich! wiederum der bayrische Militärbevollmächtigte v. Gndreß, der die Bemühungen des bayrischen Kriegs­ministers um Beseitigung der Soldatenmißhandlungen kennzeichnete. Tie Generale v. H a h n k e und v. Ke s s e l, beide bekanntlich aus der Umgebung des Kaisers, beglück­wünschten in der Hofloge den preußischen Kriegsrmnister zu seinem neuen rednerischen Erfolge.

Ausländer an deutschen Hochschulen.

Jüngst ist die Frage wieder in den Vordergrund ge­rückt, ob es nicht zweckmäßig sei, das Ueberwuchcrn des Ausländertums an den deutschen Hochschulen etwas zu b e s chr ä n ke n. Zu diesem Zwecke wird der Vor­

schlag gemacht, sämtliche Ausländer, die eine deutsche Hoch­schule besuchen wollen, einer obligatorischen Auf­nahmeprüfung zu unterziehen, in der der Prüfling dasselbe Maß von Kenntnissen nachzuweisen hat,, das von dem inländischen Hochschulbesncher verlangt wird. Die Forderung hat gewiß vieles für sich; aber ihre Erfüllung würde nicht genügen, da es trotzdem den Ausländern mög­lich sein würde, zwar nicht als vollberechtigte Studierende, wohl aber als sogenannte zuaelassene Hörer die Hochs­chulen zu besuchen. TieTisch Tagesztg." meint, man olle nicht den Ausländern den Besuch unserer Hoch- chulen überhaupt verlegen. Aber sie vertritt die Forder­ung, daß der inländische Steuerzahler für diese Aus­länder keine Zuschüsse zahlen solle. Tie Gebühren für ausländische Studierende bei der Immatrikulation, bei dem Vorlesungsbesuche usw. -müssen überall so er­höht werden, daß ein Zuschuß der Steuerzahler nicht mehr nötig ist. Tie Ausländer mögen unsere höhere Bildung mit genießen; aber das kann man vom deutschen Volke nicht verlangen, daß es noch besondere pekuniäre Opfer für die Herren bringt.

Unberechtigter Pessimismus.

Man schreibt uns von besonderer Seite:

Ueber die H andels v ertr ag s verh andlun gen sind seit einiger Zeit pessimistische Meinungen ver­breitet. Es werden insbesondere Besorgnisse gehegt, ob ein Vertragsschluß mit Rußland und Oesterreich-Un­garn auf der Grundlage der deutschen Getreide- Mindestzölle überhaupt im Bereich der Möglichkeit liege. Mir erfahren hierzu an unterrichteter Stelle das Folgende:

Die Besorgnisse sind überflüssig. Daß solche Verhandlungen eine Reihe von Schwierigkeiten bieten, ist selbstverständlich; aber eS ist gar kein Grund vorhanden, am günstigen Ausgang zu zweifeln. Die Getreide-Mindest­zölle bilden keineswegs ein so ernstes Hindernis, wie dies vielfach angenommen wird. Wenn in Oesterreich-Ungarn Hoffnungen gehegt werden, daß Rußland hier gewisser­maßen Bresche schlage für Oesterreich-Ungarn, indem die russische Negierung die Ermäßigung der Getreidezölle bei Deutschlanddurchsetze", so möge man sich auf das Fallen­lassen dieses Gedankens einrichten. Die russische Regierung weiß, daß die Mindestsätzeunabänderlich sind, und wir glauben, daß sie sich mit dieser Tatsache bereits ab­gefunden hat. Es bleibt Raum genug zu anderen, wichtigen! Zugeständnissen auch auf landwirtschaftlichem Ge­biete. Daß der Krieg wesentliche Verzögerung der Ver­handlungen speziell mit Rußland herberführt, ist kaum zu befürchten. Größer ist vielleicht die Wahrscheinlichkeit des Sichhinziehens der Verhandlungen mit Oesterreich-Ungarn. Mutlosigkeit wird aber nur den Flaumachern im Auslande einen Dienst leisten, die aus leicht erkennbarer Absicht, zum Zweck der Erzielung möglichst günstiger Bedingungen, die deutsche Position als schwach und ratlos hinstellen möchten. Man unterstützt unsere Aktion, wenn man weniger Un­geduld, weniger Pessimismus an den Tag legt und mit Ruhe die Ergebnisse abwartet."

Deutsches Reich.

Berlin, 7. März. Ter Kaiser hörte heute inr kgl. Schlosse die Vorträge des Reichskanzlers, des Chefs des Zivilkabinetts, des Hausministers und des Finanz- Ministers.

Ein ernsthaft zu nehmendes französisches Blatt, das ,^Jvurnal des Tebats", bringt eine Mitteilung, die auf die Möglichkeit einer Begegnung Kaiser Wilhelms mit dem Präsidenten Loub et auf der bevorstehenden Seefahrt des Kaisers, vielleicht in N e a p e l, hinweist. Das Blatt bespricht die Sache sehr freundlich, und erwartet davon, falls die Begegnung wirklich stattfindet, eine För­derung des Weltfriedens. sTie Nachricht klingt kaum glaub­lich. Handelt es sich vielleicht um einen Fühler? Deutscher­seits würde man kaum abgeneigt sein, einem Wunsche der französischen Regierung, eine solche Begegnung herbeizw- führen, zu entsprechen.)

Der Aufwand in Deulsch-SüdwestafriLa.

TerKöln. Ztg." wird aus Swakopmund tele­graphiert: In Swakopmund herrscht Arbeitermangel, der die Neuformation der Truppen und die Le- bensmittelzufuhr erschwert. Die Eisenbahn fährt aufwärts mit überladenen Zügen, die fiir die ganze Sttecke vier Tage brauchen. Baldige militärische Operationen sind nicht vorauszusehen, da man die Ankunft der in Argenttnien gekauften Pferde abwarten will, die auch noch ausruhen und beschlagen werden müssen. Die Kriegführung ist schwierig und langwierig, weil der Gegner in den Bergen mit Wasserstellen starke Stellungen findet. Er hat vermutlifthi seine Hauptstärke in dem Gebiet von den Etjo- bergen bis Waterberg. Major v. Estorfs wartet daher, bis ein konzentrisches Vorgehen möglich ist. In dem zehn­stündigen Gefecht vom 25. Februar dürfte der Gegner sich verschossen haben.

Ausland.

London, 7. März. (Unterhaus.) Bei Vorlegung des Heeresbudgets erklärt Krieg sm inifber Arnold Forster, weitgehende Veränderungen seien nötig gewesen, um eine Armee zu erhalten, die den Anforderungen des Landes entspreche. Das Kriegsamt habe beschlossen, einen neuen Typ schwerer Feldgeschütze einzu­führen, auf die das Land stolz sein könne und Die in Europa gewiß unübertroffen seien. Die Regierung hoffe, wäh­rend des nächsten Finanzjahres 108 schwere und 18 leichte Feldgeschütze Herstellen lassen zu können, die nach Indien

154. Jahrgang

Erstes Blatt

Dienstag 8. März 1904

aus Tokio vont 7. ds. wird an

dcas Feuer auf den Hafen düe offene See hinaus.

Vchnlpratze 7.

Sbrefie für Tepefchen:

Anzeiger Gießen.

Fernkprechanlchluß Nr. bl.

.........., zuverlässigen Üseuter-Meldungen aus Soeul 'lassen sich die russischen r cuppen in Nordkorea viele Ausschreitungen zui schulden kommen. Am 4. März kam es zwischen k o r e a-

Nach einem Telegramm genommen, das russische Wladiwostok-Geschwader sei jetzt im der Nachbarschaft des Tumenflusses zur Deckung der Bewegung der Truppen von der Possiet-Bai nach dem Tumintal. Aus verläßlicher Quelle verlautet, die russischen Äufklärungspattouillen seien bis etwa Kjoengsoeng nach Deem Süden vorgedrungen. An den russischen Bewegungen im Nordost-Korea scheint jetzt eine wesentliche Truppen­macht beteiligt zu sein. Es wird geglaubt, die Russen sollten am Turnen eine starke Posttion besetzen und be-

fc-stigen.

Tas erfolglose Bombardement Wlat üwostoks durch die Japaner wird dahin kommentiert, daß Japan zur Er- ößfnung des Parlaments, von dem eine Verdoppel- i n g der Einkommensteuer gefordert werden soll, einen neuen Scheinerfolg nötig hatte, der in Tokio als großer Sieg gefeiert worden ist.

Ter deutsche DampferHafis" wartet im Hafen üdii Wladiwostok auf die Erlaubnis, eine große Anzahl an Bord befindlicher chinesischer Flüchtlinge aus der Hingegend nach Japan zu bringen.

Weiteres zur Kriegslage.

Nr. 57

Grschetvt täglich außer Sonntags.

Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit bem hessischen Landwirt die Giehener Familien- blätter viermal in der Woche beigelegt.

Fiotattonsdruck u. Ver­lag der Brüh l'schen lUuvers.-Buch-u. Stein­druckerei. 0t Lange. Redaktion, Expedition

Port Arthur: Im Rayon sind keine Verän- hrungen eingetreten. Tas Wetter ist gut.

TerNewyork Herold" meldet aus Tientsin: Es ist unmöglich, die Absichten der Russen zu er» r tat en. Sie entfernen aus Niutschwang alles, was transportfähig ist, Eisenbahn-Materialien usw. 5000 Mann russische Truppen sind in Inkai eingetroffen. Sie er­klärten, daß sie sofort wieder abgeschoben und durch andere ersetzt werden würden. Kangolin sowie verschiedene aridere größere Stationen werden von Maxim-Schnell- semer-Geschützen verteidigt. Auch sind daselbst Verschanz­urigen aufgeworfen. In anderen Küstenplätzen sind bisher ke ine russischen Soldaten gesehen worden. Tas Blatt be- stc'.tigt ferner die Meldung, daß sich am vergangenen Freitag Kosaken eines japanischen Tranzportzuges bscm ächtigten, wobei sie 100 Pferde und große Mengen Munition erbeuteten.

Nach einer Tepesche au§ Tokio begibt sich der ehe- tnralige japanische Minister Kaneko, begleitet von dem Bize- miäsiDenten der japanischen Staatsbank, nach Newyork, um ernte Anleihe abzuschließen. Nach einer Ndeldung aus soeul wurde der Gouverneur Kiljungsu, der zugleich Oeeiter der Hausierer gilbe ist, aus deren Kreisen die jüngsten 9 ombenattentate organisiert worden sind, d e g r a- kie r t und in ein Torf dritten Ranges geschickt.

Nach amerikanischen, also nicht sehr zuverlässigen

Air Krieg zwisälen Japan uvd Außland.

Wladiwostok.

Ter Rufs. Tel.-Ag. gingen folgende Mitteilungen zu: Wladiwostok: Tie vorige Nacht verlief ruhig, He Stimmung Der Bevölkerung und der Truppen ist un- cewöhnlich gehoben. In der ganzen Stadt wird eine Nazzia auf Japaner veranstaltet. Turch Mauer- o nschläge wird bekannt, daß die Polizei für jede Anzeige t on anwesenden Japanern eine Belohnung erteilt. Per­sonen, die Japaner bei sich verbergen, werden vor ein Kriegsgericht gestellt.

Turch die Beschießung von Wladiwostok wurde /irgends eine ernsthafte Beschädigung ange- riichtet. Bei dem Holzhäuschen eines Arbeiters, welches von dem Geschoß eines zwölfzölligen Geschützes durck- stlilagen wurde, wurde eine jVrau getötet. die Wohnung des Obersten Shukow drang ein Ge­such o ß ein und explodierte erst, nachdem es das Zim­mer durckchchlagen" hatte; die Schildwache, die unverletzt llieb, rief, ohne die Geistesgegenwart zu verlieren, man möge die Fahne aus dem Hause retten, was bann die Gattin des Regimentskommandeurs mit Soldaten ausführte. Ein Geschoß platzte im Hofe t erMarinekaserne, wodurch fünfMatrosen leicht t erwundet wurden, sonst aber niemand verletzt wurde. Feuer ist nirgends ausgebrochen. Tie russischen Batterien erwiderten nicht das feindlicne Feuer wegen der zu großen Entfernung und ferner aus dem Grunde, weil man dem Feinde nicht ohne Not die Lage derselben tierraten wollte. Es wird angenommen, daß das feindliche Geschwader au9 einem Panzerschiff, vier gepanzerten und zwei nicht ge-

jf»Ti».»*xrv gSpretOr

monatlich7bPs^oiettel»

GletzenerAMgerm General-Anzeiger 17

den poIÜ. und allgem.

Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Gietzen MAZ

V 1 *** -eigenteil: HanS Beck.

panzerten Kreuzern bestand.

Ein Telegramm des Admirals Alexejew in den Zaren aus Mukden vom 7. d. M. lautet: In Ergänzung meines Telegramms vom 6. März melde ich cl'.leruntertänigst, daß um 1 Uhr 25 Min. nachmittags von siieben feindlichen Schiffen fünf gegen die Forts ton Suwarow und Minnewitsch, gegen die Stadt und die tobe im Tale bes Flüßchens Ojasnewije bas Feuer ec-öffneten. Dasselbe dauerte bis 2i/4 Uhr, worauf das jupanische Geschwader südwärts zu dampfen begann und um 51/2 Uhr außer Sicht kam. Auf Batterien und Befestig- umgen keine Verluste. der Stadt ein Matrose ver­wundet, eine Frau getötet. Nach eben eingeaangener Meld­ung ist das feindliche Geschwader heute früh acht Uhr abermals in Sicht der Festung erschienen.

Nach einem Telegramm des Kommcindanten des Häsens ton Wladiwostok vom 7. März an Admiral Alexejew, rickstete d:as Bombardement des Hafens keine ernsten Verwüst­umgen an. Tie Festung erwiderte das Feuer des Feindes niicr,t. Heute mittag drang der Feind wieder in die Bai £ ufjonci ein, näherte sicv dem Orte, von wo er gestern eröffnete und fuhr bann auf