Ausgabe 
8.2.1904 Drittes Blatt
 
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Air heutige Mmmer umfaßt 12 Seite«.

Zurzeit gehen unsere bezüglüben Bemühungen zu- vuhta, jene Bätterfen tat Inhalt unverdächtiger -Konservenbüchsen und -Gläser zur erurehrung zu

verendet.

Die geringste tödliche Dosis für ausgewachsene La- ninchen liegt also jedenfalls noch unter 6 Tausendstel eines Gramms der über den Wachsbohnen stehenden Flüssigkeit.

Bemerkenswert ist, daß die auf den Siedepunkt erhitzte Dohnenflüssigkeik ihre Giftigkeit einbüßt. So zeigte cm kräftiges Kaninchen, welches am 3L Januar einen ganzen Kubikzentimeter (gleich der WOfach, tödlu^n Dosis) der Dobnenflüssigkett nach ihrer Erhitzung auf den Siedepunkt

schirm.

Zugelaufen ist: 1 grau gesprenkeltes Huhn.

Gießen, den 30. Januar 1904.

Detr.: Die Kranken- und Jnvaliden-Versicheruug der KreiS-

Kirche u»d SchuLe.

München, 7. Febr. Gegen Sch ü l ermiß Han dl nn gen richtet sich ein Erlaß des bayerischen Kultusministeriums, der,, wie die .Münch. Neuest. Nachr.^ hören, in vertraulicher' Form an die Mittelschulen ergangen ist. ES wird darin den, Lehrern die Anwendung körperlicher Züchtigungen und der Gebrauch von Schimpfworten untersagt.

Omarurus beordert itte ein Gefecht bei

^Weitere BerichLurstattnug darf ich mir chveMetigst Vor­behalten."

Keer «ud Alotte.

Wien, 'B. Febr. Der Gewerbeschul-Kadett Schatz! erfand ein vollständig automatisch funk- tionie rendes Geschütz. Schatz! hat seine Erfindung dem NeichS-KriegSministerium angegeben.

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einer leicht getrübten, schwach sauer reagLerendeu, durch «."SKSM! L"L t' ,anUM^naÄ"en^e «eitere £

näckst Amtlich o-reius-cht, als bet bei der B-rteirng des ÄÄteM«, «elch« iWrfÄ'S We Äjaftai. Trog^d«

Gifwirkung wicht werter in Betracht g^ogen z- wetoM

^Lie Lmahme, daß ratr eine bet bemchtenWÄM das

^fqeiunbe3&l& doa »80, b-zw WM, 1680 Gramm LSrpetgewicht erhalten 2^Mw

nachmittags je eine d«r pUrtexten, gmq

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.,?]oIIe Cin ^umstitiicken ujk, rAtenftucke nach, J^Wuet streit en S ^°Hen und JW he Eozwl. 0 dem Streik lsmusgM hätten. We es lein Recht ^Klassenjustizsm tzabnlanten ihren men gebaut Ter e der Schmeitzberg. Je Cnmmitschauer 09t Otterngezüchts

- das Wort Gene. n$en ertveckt, aber io fürchterlich ge- -N in Crimmitschnl d?- Abg, Lehmann Er habe ferner die assen und niemals

Ac Maßnahmn sc der öffentlichen :hmgcn gegen 3t. >en, wenn sich da- - der Fabrikanten vor Urer eigenen schließt die titel Gehalt des Tr. David, Wurm titelGehalt !te Beratung über ntag 1 llhr.

SaU<un««tarischtS aus

Der Abg. Leh beantragt den Ausbau der Realschule tu ÄlsfeldM. etaer Oberrealschule.

Der Abq. Köhler beantragt: 1. die Erbauung eurer Aebenbahnliuie.von Ober-Hörgern ü^r Eber- stadt volzheim und Grüniugen nach Garden- teich' mta L die Verlegung des Haktep-unktes Gar-

feit mit schwacher, sogenannter vhystalogischer Kochsalz töfung nur 0,05 Kubitzeutimeter der Bohnen flüssigfeit; es starb nach 36 Stunden.

Tas dritte Tier erhielt nach nochmaliger Verdünnung der schon verdünnten Flüssigkeit 0,005 Kubikzentimeter gleich 5 Mg. der Dohnenflüssigkeit; es war am 2. Februar noch gesund, erkrankte am 3. Februar und ist heute früh tot gefunden, also etwa 60 Stunden nach der Einspritzung

FroviuziLL-Kusschuß.

Gie ß eit, 6. Februar.

Mittwoch, den 3. l. M. vormittags 9 llhr fand unter dem Vorsitz des Herrn Provinzialdirektors Dr. Breidert eine öffentliche SLtzuug des Provinzial-Ausschusses der Provinz Oberhessen statt. Als ersten Puntt der Tages­ordnung verhandelte man über den Wirtscha ftsbetrieb des Karl Pölike zu Friedberg, hier Antrag auf Konzessions­entziehung. Der Proviu-ial-Atlsschuß erkannte zu Recht, daß dem Pölike die Konzession zum Betrieb einer Schank­wirtschaft zu entziehen fei unter Verurteilung des pp. Pölike in die Kosten des Verfahrens und zur Zahlung einer Verhandlungsgebühr von 10 Mark an die Provmzml- kasse. lieber die Beschwerde der Geschwister Agathe und Minna Körner zu Gießen gegen einen Beschluß der Stadtverordnetenversammlung zu Gießen konnte nicht ver­handelt werden, da mehrere Mitglieder des Profeuzml- Ausschusses bei der Stadtverordnetenversammlung m deo gleichen Angelegenheit uriigewirkt haben. Die für diese Verhandlung vorgesehene Zeit füllte eme

Sitzung aus. Sodann verhandelte man das Gejuch des Heinrich Schneider zu Rödgen um Erlaubnis zum betrieb Lner Gastwirtschaft. Der Sachd^h^t ist, folgender: Hch Schneider zu Rödgen, dem durch D-fchlutz des Krersaus- schusses vom 11. April 1891 die Erlaubnis zum betrieb einer Schantwirtsttmst in Rödgen erteilt worden ta, .be- absichttgt muunehr aus dieser seither betriebenra Skct» schäft noch, in eurem anderen Harste, rrumllch Bahnhof­straße zu Rödgen, eme Gastwuchchast zu ernchten. Im Falle, daß ihm die jetzt nachgesuchte Konzession er­teilt wird, will er die beuten Wirtschaften nebeneinander betreiben/ Ter Gemeinderat zu Rödgen hat die Bedürfnis- traae betaalick» dieses Gesuchs vernetat, und durch Beschluß jdes Kreisastsschusfes vom 26. Mai 1903 wurde das Gesuchs

aelegentl^ der gerichtlichen Ermittelmrgen ta der ^chscchlle in Verwahrung genommen war. ^re MuÄe war^^ Gummiring und Deckel versehen, derDe^ j-. I uäc

febetnben »gd ftstgehalt-L M-f bra &>1

«>tina8 flüssig kett M's der Büchse ausgesickert, und trotz I des Verschlusses entwichen Gasblasen aus dem ^xnern. Die Mehr und mehr neige ich mich der Dtsicht W, daß u^bftaete Büchse ließ also bereits erkmwem daßr ihr Zn- einem rtdn saprophyttsch^ das Wniir

batt einer mtt Gasbildung etahergehenden Zersetzung an- totan lebenden, im menschtahM mta ttenschen

hrimaefallen war. Die Büchse verbreitete erneu Urtaerllch X^^ aber vermehmngsunfähigem Baktemmn zu tun Än ButtersLtare-Geruch wie ihn cmch fee welches in pflanzlichen Substcmsen eta ubttau§

pimer aeiammelten Bohrrenreste aufwtesen. Dach südliches Gift zu erzeugen vermag, tote es der Ermeug- TL zeigt- siL haß te ff totulto»3" ta Mta StaMal, ta

erweich, im übri^aber woht waren anb m uni> W«rft, bildet. Mim werd wohl m der An-

etwas wercy, , -------nahmt nicht sehlgehen, daß die Kenne m Sporen- oder

Dauerform den Bohnen angchastet, das Kochen der Büchsen überstanden, dann in dem Inhalt sich vermehrt und das Gift dabei erzeugt haben.

Daß Bergiftungs fälle gleich den ta so erschütternder Weise jetzt in Darmstadt beobachteten nicht häufiger vor- kommeu würde sich einesteils aus einer verhälttrismaßtg aertaaen Verbreitung jener Bakterien, andemteils daraus erklären Lassen, daß die Lonserven in der Regel gekocht genossen toerbeu und daß man übelriechende Konserven 'wohl m den allermeisten Fällen vom Genuß ausschlteßt. Schließlich bemerke ich noch daß, tote nach Lage der Verhältnisse zu erwarten war, fee Untersuchung der Lerchen- teile bemerkenswerte Ergebnisse bisher nicht geliefert hat. Hm besonderen hat das Rückenmark der am 28. Januar obduzierten Leiche i-M Tierversuche giftige Eigenschaften mcht

benteich an der Strecke GießenGelnhausen und die Einrichtung einer Güterverladestelle daselbst.

Ter zweite Ausschuß äußert sich über fee Regierungs­vorlage, betreffend: Entwurf eines Gesetzes, das Be­erdigungswesen betreffend, emsümmig zustimmend. Zn qemeinschaftlick)er Beratung mit der Großh. Staats- regiäung wurde noch festgestelll, daß den im Gesetzentwurf vorgesehenen Entscheidungen des Kreisamts bez-rehunas- weise der Bürgermeister der Gemeinden, auf welche fee Städteordunng Anwendung findet, gegenüber der gesetzliche Instanzenweg offensteht. Innerhalb des Friedhofes soll im allgemeinen eine Friedhofsordnung ausgestellt werden, roeldie alle Fragen insbesondere fee Anlage von Arabern imd Familiengräbern behandelt; diese »«d vo«d« Ge­meindevertretung au §9c arbeit et und vom Großh. Kreis amt genehmigt. Die Zusmndigkett der Genehmigung von Fa- mllienbegräbnissen außerhalb des Frfedhoses liegt dem Großh. ^eisamt bezw. in Städten mit Städteordnung dem I Bürgermeister ob. ,

M.

führet in ber Hess, tzget zu Darmstadt kennung seiner tm eht.

. März beginnenden uadat wurden nach- Jtaufmonn Ludwig Tietz in Friedberg. !hiim. 4. taM I Odiwt . L

Bürgermeister N nq(er Karl August

EiIÄ lhmIelL i- * gusfelb. !* .

12. L-«d°>ilt K-»«d id 3* «L « , in Greve". 101 Ls 17. Trauere" o'A 18 Land« l.Aju S*

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. ,,n Dramas mg n j0 günstige < U.615 w* (Ml.* I.* it batauf

lt bcr äuZ e M- diese 9 ci'tellun9' ,n zioem's ^rhardt m slonats-

Bekanntmachung. I Tirrch fee bis jetzt ermittelten Tatsack)en ist die Dmahme, I

cyn der Reit vom 30. Januar brs 6. Februar 1904 daß es sich um ein sogenanntes akterien-Toxin < t ? I bandeln muß, wohl hmreuhend begründet. Bon dem

FSSSkÄS »ßä&tTÄS Ä kapsel; . eine schnelle Wirkung jedenfalls nicht entfaltet. Ein Men>

verloren: 2 Domenuhren, 1 golden« Manfchettenknops sch^einchen, welches am 29. Januar nrcht weniger als 38 mit 9 Sternen, 1 Manschettentnopf von Elfen- Kubikzentimeter eines Auszuges der im Ascheneimer ge- bein mit eingraviettem Zirkel und 1 Regen- funbenen Wachsbohnen durch die Schlundsonde in den 1 Magen eingeführt erhielt, zeigt erst heute, nach sreben Tagen, belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu «rächen. verendetes Tier. Dagegen erkrankten zwei weiße

Gießen, den 6. Februar 1904. Mctase, welchen am 2. Februar nachmittags die Bohnen-

Großherzogliches Polizeiamt Gieße». Substanz selbst zum Fressen gegeben war, innerhalb 24

Hechler. !Stunden schwer. Die eine ist bereits unter Lähmungs-

erscheinungen und Atemnot verendet, die andere wird vor> Äeüeimrat iKajföy aussichllich heute noch etagehen. Ich eEre mir vorläufig

J fee v^hälltnismähig geringe Wirkung bet der Emführnng

üöeL dir Aergkstuugsaffarr. fix BohueuMssigkett in den Magen dadurch daß das Gtft

Tie Mtai'terialabteilung für öffenttiche Gesuudheits-1 nur 6ci strurer Reaktton wirkt. Man kann sich vorstellen pflege hat derTarmst. Ztg." den nachstehenden, bet^ ihr \ hei den mit der Bohnen-Substanz selbst

einaeaanqenen Bericht des Großh. Direktors des hygimmschw gefütterten Mäusen lange genug in dem sauer reagierenden Instituts der Landesuniverfttät, Geh. at Pro- Mageninhalt geblieben wäre, um in genügend« Menge

fcssvr Dr. Gasfky, zum Koeck der Berö -nr Der- ausgenommen zu werden, daß es dagegen, als Flüsstgkert

ftlgung gestellt. _ ________ . I eingeführt, schnell in ben alkalisch reagierenden Darmuchatt

Unter Berücksichtigung des Krankher^vcrlcmfs und her | und damtt unschädlich gemacht sei. LL diese Ber- Leichenbefunde mußte angenommen werden, daß tn dem ^tung zntrisft, das werden weitere, zum Dell bereits vechängnisvollen Bohnensalat eta Wft enthalten gewesen Versuche entscheiden müssen. llebrigens bermthe

ist wie es gelegentlich in Fleisch und Wurst durch eine wohl- ^jch zurzeit nm Beschaffung einiger Affen, da diche bekannte Batterien^, den von Professor Ermengbem ta der Wrkung des Gistes vom Magen aus melleichi Cent entdeckten «Baclllus botulinus" erzeugt toirb. Tre I ^gLnglicher stad als Kantachen, Meerschweinchen rmd Untersuchung wurde daher ta der Weise Mäuse. Auch cm fleischfressenden Tieren find noch Ver-

in einem Ai chenmmer gefundenen Reste des Bohnensalats, anzustelleu.

welche der Direktor des städttschen Krankeuhauses m Darm- Was die wichtige Frage nach dem das Gift erzeugenden stadt Herr Dr. Fischer, am 2& Lammr gelegentlich mriues I Mikroorganismus betrifft, so unterliegt es wohl tonem dortigen Aufenthalts mir überlassen hatte, auf Gs.ftwirkunglb^^ daß es sich nur nm einen bei Aus­geprüft wurden. Dabei stellte fich^h^s, daß feeft ^t ber atmosphärischen Luft wachsenden,

etaem leichten Rahmüberzuge bedeckten DohE^?.der Tat genantenanaeroben L eim handeln kann, eta für Mäuse und Meerschweinchen schr Schädliches, und Keim hätte sich sonst ta den Büchsen nicht entwickelt, zwar bei der Einbringung ta das Unt^bant-Zellgewebe «ta überdies stad fee ßutterfänre bildenden Batterien memes in fee Bauchhöhle wirksames Gift enthielten. Wissens sämttich «naöroben.

wm 29. Januar wurde nur dann neben zwei teeren I den Bohnen, die nur zur Untersuchung vorliegen,

Konservenbüchen eine noch uneröffnete, 1^ Kilo ffnbet sich Überwiegend eine Art von Bakterien, die mir

Mt Wachsbohnen gefüllte WeißbleckKuche N^sarA^llhe t>eidLchtig erscheint. toita aber abzuw^en sern, ob reKtn- &nrfi$fhuie l . ~ J,/T... s.c.xte Versuche zu be-

straßenwarte.

Das Grotzherzogliche Kreisaml Gießen ott die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden . des Kreises.

Wir beauftragen Sie, den Gemeindeeinnehmer anzu­weisen bezüglich ber bis Ende Dezember 1903 für die Kreis- straßenwatte vorlngsweise gezahlten Verträge zu den Kosten der Gemeindekrankenverstcherung, sowie derjenigen der In­validenversicherung mit der Kreiskasse abzurechnen und dre Vorlagen gegen Abgabe ber Cinttungen hierüber, zu welchen. yr. 77s ~rtY ckj- keinerlei Krank-

befonbere °°n ta S°°i-k°S° «W gteaulan« p b<. gXS

nützen find, m Empfang zu nehmen. I j. Erwärmung auf 90 Gr. E, das Gift zu

Wir sehen Ihrem Bericht, daß fee Abrechmmgen statt- ^J^en. Eta im Gauge befindlicher Versuch soll Auf­gefunden haben, bis spätestens 1. April 1904 entgegen. I schtuß darüber geben, ob nicht selbst eine 20 Minuten ein- Dr. Öreibert wirkende Erwärmung auf 70 Gr. C. ausreicht. Es scheint.

Nx. 33 Zweites Blatt. 154. Jahrgang Montag 8. Februar 1904

_ ZSSgSf @ Verantwortlich für den allgemeinen Tellr

Erschein «gN«. mst Ausnahme des Sonntags. Y AJMk ÄM P. Wittko; für den Anzeigenteil: H. Beck.

Di.Gletzene. ZamMevdlcitter- werden dem B ETO g | | i /U i I | O H M Rotationsdruck und Verlag der Brühl'fchen

^tazeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der 0 & N W V W V Unwersttätsdruckerei (Pietsch Erben). Gieß«,

^hessische Laudwirst' «scheint monatlich einmal. v B v My

General-Anzeiger, Amt;- und Anzeigeblatt flr den Kreis Sieben.

Preußisches Abgeordueteuhaus.

Berlin, 6. Februar.

Die zweite Beratung deS landwirtschaftliches Etats wird fottgesetzt. Beim Kapitel Tierärztliche Hochschulen und Veterinärwesen bittet Abgeordneter o. Savigny (Zentr.) die Besoldung der Kreistier- ärzte zu erhöhen. BerichterstatterAbg. 0. Arnim (kons.) teilt mit, daß die Regierung einen Gesetzentwurf über diese Frage angekündigt habe. Abg. v. Neumann (kons.) wünscht vom Minister Auskunft über den Inhalt des an- gekündigten Gesetzes. Abg. Lotichius (null.) wünscht mL- besondere Gehaltsaufbesserung fürDepattementstterärzte. Land- wirtschaftsminifter v. PobbielSki erflärt, baß ber neue Gesetzentwurf bas Staats Ministerium noch nicht passtett habe. Alle Wünsche ber Tierärzte würben sich aber beim besten Willen nicht erMen lassen. Abg. Faltin (Ztr.) fühtt Klage über zu rigorose Durchführung der Diehsperren. Abg. Neumann (tanp triti für Erhöhung der Gehätter ber Tierärzte ein. Ab. Fürbringer (naU.) forbett strenge Durchführung ber Grenzsperre zum Schutze der ostfriesischen Viehzucht. Abg. Dr. Hackenberg (natL) llagk über allzu rigorose Maßnahmen bei einer Viehseuche hn Wahlkreise Simmern. Minister v. Pobbielski rechtfertigt baS Vor­gehen ber Behörden. Im Anschluß hieran entfpmnt sich eine Debatte über die Viehseuche in Simmern. Abgeorb. Fürbringer (natL) bedauert, daß für die Schlacht- und Fleischbeschau nicht erhdyte Mittel eingesetzt find. DaS Kapitel Deterinärwesen wird bewilligt.

Es folgt daS Kapitel Förderung der Viehzucht Tttet Prämien bei Pferderennen. Der Titel wird bewilligt. Im Abgeordnetenhause soll ein Antrag eingebracht werden, in dem eine Abänderung des Gesetzes, betreffend die Be­steuerung der Warenhäuser, behufs eines wirksameren Schutzes des Mittelstandes verlangt wird. Der An­trag ist bis jetzt von einer größeren Anzahl ZentrmnS- Abgeordneten und dem antisemittschen Abg. Werner unter­zeichnet.