Ausgabe 
7.9.1904 Erstes Blatt
 
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Wrogclegenljeit tottrb in einer Verhandlung vor dem Ehrcnrcrt durch Zurücknahme der Beleidigungen ausgleickAweise erledigt._______

Handel und Verkehr. Dslkswittschast.

Die Ge st a ltung der Ko hl e n Pr eise. DerK.-Z." wird goschrveden: Von feiten der Händler sucht inan seit einiger Zeit die deutliche Zurückhaltung des Winterkonsums mit dem Hiwveis auf^ kommende höhere'Kohlenpreise zu stimuliere. Ein solches Manöver, kann nicht scharf genug zurückgewiesen werden.

der die jetzige Biarktlage des Nuhrkohlenahlsatzes kennt, Ard es geradezu als frivol bezeichnen müssen, dem nachlassenden Konsum mit solch fragwürdigen Ermunterungen zu Hilfe zu kommen. Die Verhältnisse scheinen vielmehr eine Kohlenpreis- ermamgung zu rechtfertigen. Auch dieArbeitsmarkt-Korr." tritt für die Ermäßigung der Kohlenpreise ein, glaubt aber ni£y « toen baldigen Eintritt seitens des Kohlensyndikats, vor April I = «JL011 oine Aenderung der Preise nicht zu denken, meint mes Blatt.

_ Märtte.

(th.) Gießen Sept. Ter gestrige Vormarkt, an wel-

£ ^f^Eßlrch Milchvieh in guter Qualität gehandelt Nnrd, zergte schon, daß dre von den Interessenten verhängte Sperre iii>erbeTrt(35^&eTier Markt seine Wirkung äußerte. Trotzdem das am Güterdahnhof ausgeladene Vieh, welches beim Vormarkt schon m andere Hande übergeht, weniger zahlreich war als sonst, war nur sehr schwer unterzubringen, da der größere Teil der Kimdfchaft au^eblieben war. Der heutige Vorrat an Großvieh M dem Markt belief fick auf etwa 700 Stück, wozu ca. 100 Kawcr tonert Der Handel war sehr flau. Die Kundschaft vom Rhem fehlte diesmal «anz am Markt. Auch der Airf-

-^"lchmch aus Oberhessen war erheblich schwächer als sonst. Nur ein Teil -der Knndsckmft und zwar aus der Provinz deckte sich mit Ware, welche bei der Flaue in Milchvieh 'recht billig zu haben war, sodaß die Verkäufer nichts dabei profitierten, ^er Handel in fetten Rindern und fetten Kühen war zwar lebhaft, aber auch hier brachte das Fehlen der auswärtigen Reflek- em Weichen der Preise fertig; wenn dies n ur unerheblich - daran, daß die starke Einquartierung

. der Provinz einen gesteigerten Fleischkonsum gezeitigt hat. Beim Markt in Fettvieh wurde alles verkauft. Ter Kälber- l^ndel war trotz des flehten Vorrats ebenfalls sehr flau. Die Preise für Silber schlugen gegen die der letzten Märkte erheblich ab. . Erheblich überftändig blieben nur Milchkühe, iind zwar be­sonders bessere Tiere. Bezahlt wurden für .Kühe ftischmelkend und sagende pro Stück 1. Qual. 400450 Mk., 2. Qual. 325375 Mark, 3. Qual. 240275 Mk. Abmelkkühe waren unverkäuflich. Gehandelt wurden pro Zentner Schlachtgewicht: Fette Rinder s-Qual. W70 Mk., 2. Qual. 6466 Mk., fette Kühe 1. Qual. 6466 Mk., 2 Qual. 6162 Mk. Kälber 1. Qual, (über 50 Pfmck wiegend) 7074 Mk., 2. Qual, (zwischen 4050 Pfd. schlver) 6567 Mk., 3. Qual, (leichtere Tiere) 5661 Mk.

(fU) Gießen, 7. Sept. Unser heuttger Pferdemarkt Atte einen Vorrat von etwas mehr als 200 Tieren, meistens ffWeren Arbettsschlages. Tas Geschäft machte sich im allgemeinen ziemlich gut, wenn dies auch äußerlich weniger wahrnehmbar ijü .Tre Prämiierung hatte folgendes Ergebnis: 1. Reit- ^^5-0e: Wilh. Ang. .Tietz-Nieder-Weisel 1. Preis, Georg Kon­rad Straßheimer-Griedel 2. Preis. 2. Wagenpferde, paar- weise: Gebr. Leopold-Nidda 2. Preis, S. Michel-Gießen 3. Pr.

erste Preis kam nickt zur Vergebung. 3. Schwere Ar­beitspferde, paarweise: S. Michel-Gießen 1. Pr., S. Kaufmann-Nieder-Wei'sel 2. Pr., A. Frensdorf-Gießen 3. Pr. E;. ferchte Arbeitspferde, paarweise: A. Frensdorf- Gießen 1. Pr. Seligmann Salomon-Wetzlar 2. Pr., S. Michel- - fex3,/K 5- Schwere Arbeitspferde, einzeln: Z' Michel-Gießen 2. Pr., S. Kmiftnann-Nieder-Weisel 3. Pr., 21. Frensdorf-Gießen 4. Pr. 6. Leichte Arbe itspferde, LT HcLeBrüg-Lich 1. Pr., O. Rülf-Holzhausen 2. Pr., A. Fven^orf-Gießen 3. Pr. 7. Arbeitspferde, einzeln nur nn Besitz der Mitglieder des Landes-Pferdezuchtvereins und i^er Landwiickschaftllchen Vereine): .Karl Geller-Lollar 1. Preis, ;3ttbW ^°lk HI.-Allendorf a. d. L. 2. Pr., PH. Müller-Ober- ^vörgern 3. Pr. 8.<Ärb eitspferde, paarweise (nur im

??H^Eder des Landes-Pferdezuchtvereius und der landwirtschaftlichen Vereine): Wilh. Aug. Tietz-Nieder-Weisel £7 Konrad Straßheimer-Griedel 2. Pr., Winzel Haffer- ^Nieder-Weiiel 3. Pr 3jährige Fohlen: Fried. Fenchel- brch- Heinz-Nieder-Weisel 2. Pr., Hrch 'Geiß Il.-Wiudhausen 3. Pr., PH. Mütter-Ober-Hörgern 4. Pr., '^ul. Philippi-Wohnbach 5. Pr., Karl Schneider-Berstadt 6. Pr.

Fohlen: Veinr. Walther-Reichelsheim 1. Pr., Friedr. Fenchel-Griedel 2. Pr., Karl Waitz-Dorf-Güll 4. Pr., H. Becker- Muschenheim 5. Pr., Karl Hofmann-Wetterfeld 6.. Pr. Zucht­ruten: Straßheimer-Griedel 1. Pr., Gg. Biel I.-Nieder-Weisel 2. Pr., Anton Nern VII.-Langgöns 3. Pr., K. Häuser XX.-Nieder- Weisel 4. Pr., Straßheimer-Griedel 5. Nr., Jul. Philippi-Wohn­bach 6. Pr., Konrad Waitz-Torf-Güll 7. Pr., Ludw. KeUer-Großen- Linden 8. Pr., H. W. Müller-Griedel 9. Pr., H. Harnak-Kirch- ceöns 10. Pr. . Ehrenpreise erhielten für Reitpferde im Vrivatbesitz: Büttner und Damm-Gießen, Oberleutnant Schröder- V-ießen. .Ehrenpreise für im Privatbesitz befindliche Ge- ipaune erhietten: 1. Georg Dichter, Ehrenpreis für ein vis-ä-vis Nau lackiert, gelben Untergestell, braun ausgeschlagen, Pferde

Bekanntmachung.

Das Polizeireglement vom 24. Februar 1882, wonach die Garten-- und Feldbesiher an den ihren Grundbesitz an öffentlichen Fahr- oder Fußwegen einfriedigenden Hecken im Saufe des Monats September die neuen Sprößlinge wiederholt zu be- fichnerden oder zurück zn binden haben, wird mit dem An­sagen wiederholt zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß Zuwider- Wandlungen aus Grund des Art. 31 des Feidstrafgesetzes mit Geld­strafe von 110 Mk. bestraft werden.

Gießen, den 3. September 1904. B7/9

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

Mecum.

Bekanntmachung.

Betreffend: Die Bildung der Schöffen- und Schwurgerichte.

Tie Urliste für die Schöffen und Geschworenen liegt eine Woche lang, und zwar von Donnerstag den 8. September 1904 bis Donnerstag den 15. September 1904, auf dem Miraermeisterei-Büreau zu jedermanns Einsicht offen. Innerhalb der Offen egungsfrist kann gegen die Richtigkeit oderVollständigkeit der Urliste schriftlich oder zu Protokoll des Bürgermeisters Einsprache erhoben werden.

Gießen, den 5. September 1904. B7/o

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

__Mecum.

Nrbeits - Vergebung.

Zur Wiederherstellung der Stadtmauer und des Diebs- tnirmes zu Grüningen sotten nachverzeichnete Arbeiten auf dem Submissionsweg vergeben werden:

1. Maurerarbeiten veranschlagt zu 510. Mk.

2. Dachdeckerarbeiten ,, 390.

3 Weibbinderarbeiten u 125.

Voranschlag und Bedingungen liegen auf Großh. Bürger- i ieiiterei Gröningen offen und sind Angebote bis zum 10. 5. Mts. daselbst einzureichen. Die Oeffnung der Offerten erfolgt ni vorgenanntem Termin in Gegenwart etwa erschienener Lewerber.

Gießen, den 2. September 1904. 7128

Herrmann, Kreisstraßenmeister.

dunkelbraun; 2. Tribus und Sundheim für ein vis-L-vis tnr Holz mit braunem Untertoogien hellgrauem Ausschlag, be­spannt mit Glanzrappen; 3. Aug. Schwan ein Kutschier-Phaetcm, blauer Oberwagen auf rotem Untergestell und blauer Tuchaus'- schlag. Pferd brauner Einspänner. Die Besparrmmg war mufter- gittig zusammengestellt und durchweg edles Pferdematerial. Die drei Vovgefi-chrten Wagen entstammen sämtlich der Wagenfabrik von Llug. Kilbinger. Maurermeister Abermcmn führte ein Break mit dunllen Füchsen bespannt vor und erhielt ebenfalls einen Ehrenpreis. . Währe?ck der Tauer des Marktes war Konzert und während der Vorführung der mit "Ehreupreffen bedachten Pferde und Gespanne spielte die Musik am Vorführungsplatz. Der Markt war vom Publikum diesmal sehr stark besucht._______

Aröeiieröeivegimg

Paris, 6.. Sept. .Hier eingelaufenen Telegrammen zu­folge sind die Dockarbeiter in La Rochelle mck die Stra­ßenbahnarbeiter in (Sette in den Anstand getreten, ebenso die S e e le n t e von Dünkirchen, wo Gendarmerie den Hafen be­wacht. Tie Dockarbeiter in Brest nehmen die Arbeit wieder auf. In Eette und Dünkirchen sind Ruhestörimqen vorgekommen,

Sport.

Pinscher-Ausstellung. Zu der vorgestrigen Nvttz über die Pinscher-Ausstellung auf Tertvrs Terrasse, die am Sonntag morgen eröffnet worden Fst, .ist noch zu bemerken, daß Herrn Äug. Schwan von hier 4 zweite und 2 Ehrenpreise zu- g et eilt wurdeu .Herr Puth erhielt außer einem 1. Preis auch einen Ehrenpreis.

Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst.

DoranSstchtNche Witterung in Hessen für Donnerstag den 8. September: Allmählich wieder aufhetterrrd, Temperattw wenig verändert.

Auch für die kommenden Tage, Freitag und Samstag, heiteres und trockenes Wetter in Aussicht, Temperatur langsam ansteigend. Näheres durch die Gießener Wetterkarte.

^Neueste Meldungen.

Originaldrahtmeldnngen des Gießener Anzeigers.

Berlin, 7. Sept. Von einer geheimnisvollen Affäre wird aus zuverlässiger süddeutscher Quelle folgendes berichtet: Es werden demnächst sensationelle Enthüllungen über eine Familien-Angelegenheit ähnlich der der Prin­zessin Luise von Ko bürg veröffentlicht werden. Es wird darin der volle Nachweis über die gesetzwidrige Unterbringung und Festhaltung der gemütskranken, keineswegs irrsinnigen Gattin eines hohen Staatsbeamten einer süddeutschen Residenzstadt erbracht werden. Mehrere hohe und höchstgeftellte Personen sollen in der Angelegenheit stark kompromittirt sein.

Charlottenbrunn, 7. Sept. Montag Nacht wurde in der Kolonie Bärengrund die 50jährige Frau Tauch in bestialischer Weise ermordet. Der Frau wurde der Unter­leib aufgeschlitzt. Das Meffer stak im Nackenwirbel fest. Der Mörder ist entkommen.

Magdeburg, 7. Sept. Der Ingenieur Reserve- teutnant Behne au§ Halberstadt erschoß in einem Gast­hause zu Burg seine Geliebte, eine 28jährige bildschöne Kellnerin aus Braunschweig. Nach einem mißglückten Selbstmordversuch wurde er verhaftet.

Quedlinburg,?. Sept. Streikende Bauarbeiter, erbittert gegen italienische Ersatzleute, erbrachen nach einer Tanzfestlichkeit den Schlafraum der Italiener in einem Gasthofe und miß handelten diese furchtbar mit Stuhl­beinen und Biergläsern. Zwei Italiener wurden ge­tötet, fünf verwundet. Em einheimischer Maurer wurde durch Dolchstiche verletzt.

Aachen, 7. Sept. (Amtlich.) Gestern abend 7 Uhr 15 Min. lief der Personenzug Nr. 400 von Richterich auf den vor dem Bahnhof Aachen-Temelerbend haltenden holländischen Güterzug Nr. 1331 auf, wobei der Schluß­bremser getötet wurde. Der Materialschaden ist erheblich. Beide Geleise waren etwa 7 Stunden gesperrt. Der Per­sonenverkehr wird durch Um steigen an der Unfallstelle aufrecht­erhalten. Die Untersuchung über die Ursache ist im Gange.

Dingelstädt, 7. Sept. Gestern nachmittag brach hier Großfeuer aus. Ein ganzes Stadtviertel steht in Flammen. Die katholische Kirche ist vollständig verloren. Die Feuerwehr konnte wegen Wassermangel und des herrschen­den Windes nicht erfolgreich vorgehen.

Neapel, 7. Sept. Im Laboratorium des Pyrotechnikers Orsini in Bari fand eine furchtbare Pulver-Explosion

statt, wober^das Laboratorium zerstört wurde. Orftni urrdl zwei seiner Söhne wurden getötet, seine Toä^er er­litt furchtbare Brandwunden.

Paris, 7. Sept. Die Angehörigen der Pvinzessrn Luise wurden von der französischen Regierung benachrichtigt^ daß die französischen Gerichte einem eventuellen Au lieferungsbegehran keine Folge leisten werden.

Dow Kriege.

M-nw^rt, 6. Sept. Die Station D<rtüse W g^e-- tttumt

Petersburg, 7. Sept. General Knvopa.tkrn! meldet dem Kaiser unter dem 5. d. M.: Heute ging Viel! Armee erfolgreich nach Norden und dntKvg stich der gefa hrvorren Lafge, in der sie sich txv- durch befand, daß sie bei chrer geringen Frontausdehnung sowohl auf der Fvont als auch auf dem linteir Flügel vom Feinde bedroht wurde. Ten ganzen Tag über fanden besonders auf dem linken Flügel unbedeutendeNach- hutscharmützel statt. Unsere Verluste waren beute 100 Mann. Ein Telegramm des Generals Lia- punow an den Kaiser vom 5. d. M. meldet: Heute früh näherten sich zwei feindliche Kriegsschiffe Korssakow auf Sachalin auf ungefähr sieben Werst. Um 10 Uhr 20 Min. fuhren Mei Dampfkutter zu dem gesunkenen KreuzerNowik". Unsere Truppen eröffneten das Feuer gegen die 'Kuttep, worauf sie sich auf ihre Schüfe znrückzogen.

Paris, 7. Sept. Nach einer Pritvakdepefche erklärt sich die Langsamkeit der Umgehungsaktion Kurokis durch die enorMen Schwierigkeiten bei dem Transport feiner Artillerie sowie durch die Notwendigkeit^ für einzelne größere Anstrengungen nicht mehr fähige W- terlungen von Süden her Ersatz zu erwarten. Der geftrfge Tag verging mit vorbereitenden Aufstellungen östlich und. nöÄlich von Dentast

Petersburg, 7. Seftt. Vom Kriegsschauplatz sind in Moskau 17 Geistesgestörte eingetroffen, darunter ein Arzt. Die Zahl der Erkrankungen dieser Art in der mandschurischen Armee ist verhältnismäßig bedew- tend. Täglich kommen zwer bis drei Fälle vor In den nächsten Tagen wird ein Mobilifierungsbefehk erlassen werden, durch, den eine große Anzahl neuer Mannschaften unter die Fahne gerufen wird. In informierten Kreisen erklärt man, daß seit Beginn des Krieges 215000 Mann nach der Mandschzttm beordert wor­den sind. Darunter befindet sich aber noch nicht das erste Armeekorps, das überhaupt noch nicht aus dem Kriegsschau­platz eingetroffen ist Unter den neuen Verstärkungen, die demnächst abgehen, befinden sich auch das 4., 8. und 13. Armeekorps, im ganzen 123 000 Mann. Für Ende dieses Monats wird Kuropatkin 1100 Geschütze zur Verfügung haben, während er bis jetzt nur 600 hatte. Die japanische Artillerie war bisher ca. 50 Prozent stärker als die russische.

Telephonischer Kursbericht.

F'nnkturt a. M.. 7. September.

Reicheanleibe . , 102.10 3% Mexikaner .... 27.80

So/o do. ... 89.80 31/0/0 Konsole .... 102.10 3°/n do. ...... 89.85 BVgO/n Heesen .... 100.20 3H,-6 Oberbeesen . . .. 4% Oeaterr. Goldrente . . 101.90 4l/5% Oeaterr. Silberrente 100.30 4% Ungar. Goldrente . . 100.30 4% Italien. Rente , . . 104JJ0 4*/,-6 Portugiesen ... 62.20 8°/. Portugiesen. .... 61.40 1% C. Türken ....

Türkenlose......128.80

4% Grieoh. Monopol.-Anl. 48.00 4x/,% äussere Argentiner 44.50

4Vs9/o Chinesen . . » . 90.30 Electric. Sch ackert . . . TI 6.00 Nordd. Lloyd . . . . 104.30

Kreditaktien . . . < . 204*80 Diskonio-Kommandii. . . 191.70 Darmstädter Bank . < . 143.90 Dresdener Bank . . t _. 255,60 Berliner Handelsges. . 161.75

Oesterr. Staatabahn . . . IZ7L0 Lombarden . 18.80

Gottbardbahn . . ... , 189.50 Laurahütte ...... 253.70 Bochum ...... . 210.00 Harpener......218.75

Tendenz: fest.

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goldene Taschenuhren empfiehlt in reichster und modernster Auswahl vom feinsten bis zum einfachsten Genre

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Juwelen, altes Gold und Silber, äusser Cours gesetzte Münzen werden in Zahlung genommen sowie auch zn den höchsten

Preisen angekauft.

«38

Bekanntmachung, Einquartierung betreffend.

Die Stadt Gießen wird am 20. unt> 21. September d. I. mit 170 Ofsizieren, 3500 Mann und 223 Pferden belegt. Dieselben solleir in geeigneten Quartteren bei Privaten und in Wirtschaften gegen entsprechende Bezahlung untergebracht werden. Wir beab- sichttgen hierbei vor allem die zur Zeit benutzten Quartiere auch an diesen Tagen wieder in Anspruch zu nehmen und setzen, wenn nichts Gegenteiliges mitgeteilt wird, das Einverständnis der Quar-- tiergeber voraris. Bezüglich der noch weiter unterzubringenden ungefähr 50 Offiziere, 1500 Mann und 150 Pferde werden weitere Anmeldungen bis spätestens 10. d. Mts. entgegengenommen.

Die Vergütung beträgt:

für einen Offizier ohne Verpflegung 2 Mark, für etwaiges Frühstück 50 Pfg.;

für einen Mann mit Verpflegung 2 Mk^

ohne Verpflegung 40 Pfg.;

für ein Pferd ohne Futter 30 Pfg.

Gießen, den 3. September 1904. B7/9

Großherzoalicke Büroermeifterei Gießen.

J.V.: Eurschmann.

Bekanntmachung.

Das gesamte zum Nachlaß der Heinr. Friedr. Reit Eheleute zu Großen-Brsseck gehörige Mobiliar, bestehend in Uhren aller Art, vollständiges Uhrmacherhandwerkzeug, Mö­bel, Betten, Weißzeug, Schmucksachen, Kleider, Küchen- und Hausgeräte pp. soll Donnerstag den 8. und ev. Freitag den 9. September 1904, von vormittags 9 Uhr ab, in Großen-Buseck öffentlich meistbietend gegen Barzahlung verkauft werden. 7192

Gießen, 6. September 1904.

7213

Von der Reise zurück

ScSiwaEm, Zahnarzt

Bahnhofstrasse 63.

Bekanntmachung.

Die erledigte Stelle eines Kreisftratzenwarts mit dem Sitz in Steinbach soll demnächst wieder besetzt werden.

Bewerber haben ihre Meldungen bei Kreisstraßenmeister Herrmann in Gießen bis längstens 17. September d. I. einzureichen, wobei Alter und seitherige Beschäftigung unter Beifügung etwaiger Zeugnisse anzugeben sind.

Gießen, den 6. September 1904. 37/

Der Kreis-AuSschuß des Kreffes Gießen.

I. V.: Dr. Wagner.

Arbeitsvergebnng.

Samstag den 10. September L I., nachm. 3 Uhr sollen nachverzeichnete Arbetten im Wege schriftlichen Angebots auf Großh. Bürgermeisterei Watzenborn - Steinberg in Mord gegeben werden:

Goffenpflasterung, veranschlagt zu 638,40 Mk.

Voranschlag und Bedingungen sind daselbst offen gelegt und können Angebote bis spätestens zu obengen. Termin ein- gereicht werden.

Watzenborn, am 6. September 1904.

Großh. Bürgermeisterei Watzenborn-Steinberg

Hirz. 72l6x

Ackerverpachtmrg.

Die 2 Pfavräcker in der Gemarkung Wieseck, Flur 19, Nr. 166 und 166a, 1863 qm und 581 qm Acker in dem Niederseld, am Wiesecker Weg nach Gießen hin, sollen auf 9 Jahre neu verpachtet werdem

Die Verpachtung soll stattfinden am Donnerstag deu 8. September d. F., nachmittags 5 Uhr an Ort und Stelle.

Gießen, 3. September 1904.

Evangelischer GesarM-Kirchenvorstarrd: Dr. Naumann.