Ausgabe 
7.7.1904 Zweites Blatt
 
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Vermischte».

* Zweibrücken, 6. Juli. In Gersheim steckten zwei kleine Kinder eine Scheuer in Brand, wodurch fünf landwirtschaft­liche Gebäude und ein Wohnhaus eingeäschert wurden.

* A a ch e u, 6. Juli. Auf der GrubeAlsdorf", zum Efch- weiler Bergwerk gehörig, ist die Wurmkrankheit aus- gebrochen. Bon der über 30 000 Mann starken Belegschaft werden täglich 50 Bergleute ärztlich untersucht.

Dresden, 6. Juli. ,Der Sparkassenkassiereu Bartold in Coswig hat 18000 Mark unterschlagen. Er ist bereits verhaftet.

* Mannheim, 6. Juli. In einer Rechtsagentur und Inkassogeschäft wurden größere Unregel­mäßigkeiten aufgedeckt. Die Kriminalpolizei nahm Ver­anlassung, auch in anderen ähnlichen Instituten Revisionen vor- zunehmen, die zu vier Verhaftungen führten. Unter den Ver­hafteten befinden sich die Agenten und Rechtskonsulenten Grcching und Martin.

* M e tz, 6. Juli. Ter Leutnant Hübsch vom 4. bayerischen Infanterie-Regiment hat sich erschossen. Als Grund wird eine Tenunziation seitens eines Vizefeldwebels angegeben, der wegen Achtungsverletzung von Leutnant Hübsch gemeldet worden war und nun seinerseits verletzende Äußerungen über höhere Vorgesetzte zur Anzeige brachte.

VenrcvszMern auf die verschiedenen Universitäten, wobei wir des Vergleiches wegen überall zwischen Klammem zuerst die ent­sprechende Zahl des vorigen Winters, dann die vom Sommer vorigen Jahres und schließlich die vom Sommer 1894 beifüqen- Berlin 6096 (gegen 7503 5781 4025) : München 4946 (gegen 4609 4696 3744); Leidig 355 (gegen 5772 3605 2764); Bonn 2818 (gegen 2294 2491 1634); Freiburg 2029 (gegen 1331 1963 1477); Breslau 1800 (gegen 1771 1794 1280); Halle 1780 (gegen 1753 1741 1528); Heidelberg 1655 (gegen 1359 1671 1206); Göttingen 1581 (gegen 1370 1441 786); Tübingen gleichfalls 1581 (gegen 1387 1506 1210); Marburg 1421 (gegen 1154 1305 866); Würzburg 1322 (gegen 1283 1300 1292); Straßburg 1299 (gegen 1333 1121 913); Münster 1255 (gegen 1205 1211 426); Gießen 1093 (gegen 1071 1092 576); Jena 1024 (gegen 816 841 674): Königsberg 1018 (gegen 925 948 712); Kiel 1000 (gegen 758 1052 610); Erlangen 973 (gegen 982 937 1122); Greifswald 775 (gegen 687 798 824); Rostock 540 (gegen 519 520 436). Tie Entwicklung der einzelnen Fächer zeigt die nachfolgende Uebersicht, bei welcher wiederum des Vergleiches Ivegeu überall zwischen den Klammern erst die entsprechende Zahl des vorigen Sommers und dann die Zahl vom Sommer 1894 bei gefügt ist: Juristen 11 775 (gegen 11352 und 7540); Philologen und Historiker 804 (gegen 6983 und 2944); Mediziner 6022 (gegen 6204 und 7912); Mathematiker und Naturwissenschaftler 5916 (gegen 5849 und 2404); evangelische Theologen 2235 (gegen 2207 und 3236); katholische Theologen 1707 (gegen 1580 und 1445); Pharmazeuten 1126 (gegen 1103 und 1202); Saldierende der Staats- und Forstwissenschaft 972 (gegen 953 und 384); der Landwirtschaft und Landeskullurtechnik 994 (gegen 921 und 725); der Zahn- und Tierheilkunde 725 (gegen 661 und 313), wobei die Tierheilkunde mit 139 gegenwärtig gegen 169 im vorigen Sommer vertreten ist (nur in Gießen). Aus dieser Zusammenstcllung xrgibt sich deutlich, daß die numerische Entwicklung, die wir für das letzte Jahr- zeMt fortwährend an dieser Stelle zu verzeichnen hatten, auch im laufenden Sommer keine wesenlliche Veränderung aufweist: eine weitere Zunahme bei den Juristen, Philologen, Historikern, Mathematikern! und Naturwissen­schaftlern; ein weiterer Rückgang bei den Medizinern; ein bleibender Tiefstand bei den evangelischen Theo- logen.

flenteur Braun, emeu guten Schwimmer. Wir blieben unaekäb« anderthalb Stunden zusamjmen, als wir ein Boot merkten, steuerten wir darauf zu und suchten es zu erreichen.

es zuerst. Tas Boot war überfüllt; trotzdem da wir vollständig ermattet waren, auch^ nommen. Das Boot wurde von dem ausgezeichneten Seemann Urynr geführt ^nd hatte eine Kiste Zwieback und zwei Fässer $$ übernahm die Führung und steuerte auf ungesähr 150 Meilen entfernt. Samstag morgen sahen wrr einen großen Dampfer etwa vier Meilen vor uns und steckten em Hemd als Signal auf, aber der ^MNpstr bemerkte uns nicht und fuhr vorüber. Sonntag morgen "ns vorbei. Um 12 Uhr mittags wurde 17 Meilen vor uns Land pchtbar. Es war die Insel Ä. Kilda. Kurz daraus kam der Petroleumdampfer Energie. Um 6 Uhr As Dmnpfers. Wie die Kopenhagener ^MNpfschlffsgesellschaft mrttnlt, befinden sich von den Ge-- 27^Pe^on^'E^ tn Stornoway 102, in Aberdeen 17, Grimsby

* Die Weltausstellung in Lüttich. Man schreibt uns aus Berlin: Im Sitzungssaale der Handelskammer zu Berlm komtiturerte stch, im Beil ein des belgischen Handels Ministers, das Komitee ftir die deutsche Abteilung der mi nächsten Jahre in Lüttich stattfindenden Weltausstellung. Zum Vorsitzenden wurde der Geh. Kommerzienrat Herz, Präsident der« Handelskammer zu Berlin, und zum stellverttetenden Vorsitzenden' der Geh. Regieruugsrat Dr. Paasche, Vizepräsident des Reichstags, gewählt. Ats Generalkommissar wird der Kommerzienrat Riese, Generaldirektor der deutschen Waffen- und Munitionsfabriken zu Berlin, fungieren. Dem Exekutivkomitee werden angehören' Ba­ron von Gienwith in Brüssel, Geh. Kommerzienrat Kirdorf in Gelsenkirchen, Regierungsrat Tr. Leidig, Kommerzienrat Löwe Tr. v. Martins, Generalkonsul von Mendelssohn, Geh. Baurat Rathenau, Kommerzienrat Ravens in Berlin und Generalkonsul Steub in München. Die Ausstellung, die alle Gebiete der Kunst, Industrie und Landwirtschaft umfassen soll, wird Ende April 1905 eröffnet und soll mindestens sechs Monate dauern. Als Zentrum der belgischen Metallindustrie und Knotenpunkt wich­tiger internationaler Eisenbahnverbindungen erscheint die Stadt Lüttich für eine Wellausstellung ganz besonders geeignet. Ter Hauptteil der Ausstellung Fst zu beiden Sellen der Ourthe ge­legen, dort, .wo sie mit der Maaß zusammenfließt, die hier eine Breite von ungefähr 100 Metern hat. Ebenfalls am Ufer der Maaß in gärtnerisch sckwn entwickelter Umgebung wird der Kunstpalast entstehen, während an dem gegenüberliegenden Ufer eine ebenfalls gärtnerisch geschmückte Anlage vorgese^n ist, welche verschiedenen Bergnügungszwecken dienen soll. Nach dem vorliegenden Plane ist die Gesamtgröße des Ausstellungsterrains 66 Hellar. Das Jndustriegebäude selbst wird rd. 27 000 Qudrat- meter, die Maschrnenhalle 56 000 Quadratmeter groß werden; beide Hallen bestehen aus Eisenkonstruktion und haben eine vor­treffliche Beleuchtung. Tas Jndustriegebäude wird in künstlerisch ganz besonders hervorragender Weise zur Ausführung gelangen. Sowohl in dem Jndustriegebäude als auch in der Maschllrenhalle ind der Teutschen Abteilung sehr gut gelegene Plätze ange­wiesen worden, und verspricht die Beteiligung nach den berLts erfolgten Anmeldungen eine außerordentlich lebhafte zu werden. Tie Anmeldungen für die ^Maschinenhalle sind bereits so zahl­reich eingegangeu, daß fast alle Plätze vergeben sind. In dieser Beziehung weroen die Auskünfte nach wie vor durch Herrn P. F. Tujardin, Ingenieur in Düsseldorf, erteilt.

* Der Burengeneral Cronje hat in St. Louis seine Hochzeit mit der Witwe eines Burensoldaten gefeiert Tie. Zeremonie sowie die ganze Festlichkeit waren in sehr einfachem Rahmen gehalten.

r__. b. JE. Gestern abend entstand in der bewach-

iL?rJaäjrfl" e^nc Explosion, durch welche das

Glaube vollständig zerstör wurde. Tie Detonation war in weitem Umkreise vernelMbar; samtllche Fenster der in der Nähe be-

Gebäude wurden zertrümmert, ein Arbeller erlitt schwere Brandwunden. Dre^Ursaclie der Explosion ist unbekannt.

in der Sommerfrische zu Contre- kE® Caraman-Chimay überfuhr ein ÄWÄot automobil Tas Mädchen viel tägiger entsetzlicher großer ^tmlle enllud sich heute morgen em Hagelwetter, wie erlebt hat Die Hagelkörner hatten buchstäblich dce Große von Taubenerern.

e t V i J a ; ^uf Antrag der Regierung wurde

heute morgen 2 Uhr der Kommarchant des hiesigen Militärbezirks, mnJ?r Cl>rnebst seiner Frau verhaftet brte tbiüun gspläne von Sizllien an eine au fi h^ben. Bei seiner Verhaftung machte Ercolesr erneu Selbstmordv ersuch, indem er sich mit einem Ä^olver^zu erschießen persuchte. Seine Frau suchte sich einen Tolch rns Herz zu stoßen, doch wurden beide von der Tat ab» gehalten. Me Macht, der die Dokumente übergeben worden, in Frankreich

, .* dozeu, 6. Juli. In der Umgegend von Meran fand heute nacht em zremlrch heftrges Erdbeben statt.

n-A 6. Juli. (Rufs. Telegrapheu-Llgentur.) Tie

Cholera ift an verichedenen Orten an der Straße nach Ha- madan aufgetreten Tie Verwallung der Eisenbahnlinie Rescht- Teheran traf wuttare Maßnahmen. Ter konsularische Vertreter mutzlands forderte dre Emrichtung einer Quarantänestation in Kaswm, dre unter Ausiicht eines russischn Arztes stehen soll lowre dre Ermachttgung zur Entsendung eines russischn Arztes nach Rescht.

, * Brände. I» Kaiserslautern brannte die-

belfabrrk von Peter Wolf nieder. Sämtliche Maschinen smd vermchtet In Boston sind ein Getreidespeicher und drei Lagerhäuser durch AeuerSbrnnst erngeäschert worden. Der Sachschaden wird über eine Million Dollars beziffert In m em"HavenÄrte eine gewaltige Feuersbrunst die BauMvollschuppen 9h:. 1 und 7 der Bamnwollenfirina I H

vollständig ein. Zrn Schuppen lagerten etwa lo 000 Kallen Baumwolle. Die Ku.che von dem Feuer ver­breitete sich panikartig. Die Feuerwehr war den Flammen ge- gegenüber völlig ohnmächtig. Svi Schaden beläuft sich auf ca. 3 Millionen In Ncu-Rrppin brach ein Brand in den Eyenbahnwerkstätteu aus und äscherte diese sowie den Lokomotiv- schuppeu vollständig ein. 5 Lokomottven und 2 Wagen sind schwer beschädigt. Bei Laibach ist das Dorf Retje gänzlich weder gebrannt ,50 Wohnhäuser sind eingeäschert

*Der Kapitän des pn terge gang en en Dampfers

orge' schildert die Vorgänge bei dem Untergang des Schiffes olgendermaßeu: Es wehte eine leickste Prise von Süden. Ich stand mit dem ersten Offizier auf der Kommandobrücke. Der Zimmermann maß fünf Fuß Wasser im unteren Raum. Ich gab Befehl, an die Passagiere Rettungsgürtel zu verabfolgen. Acht Boote wurden herabgelafsen, eins zerschellte jedoch beim Herunterlassem Ich bestand darauf, daß zuerst die Frauen und Kinder jn die Boote gebracht würden. Tre Manu- 'chaft arbellete ausgezeichnet Mehrere Boote kamen gut ab. Ter Dampfer .ging mit dem Bug zuerst unter. Als der erste Offizier mir zurief:Tas Schiff geht unter", rief ich ihm zu, er möge über Bord springen. Ich ging mit dem Dampfer unter. Mein rechtes Bein war zwischen zwei Flaschenzuge eingeklemmt. Ich sah Leichen schwimmen. Nachdem ich 20 Minuten geschwommen, traf ich den Iw-

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