Ausgabe 
7.6.1904 Zweites Blatt
 
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konkurrierenden Nationen sind

Deutschland

England

Oesterreich

Italien

Frankreich

Julius Cäsar.

Rangier

) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr.

Belgien

6, 13, 19

Angiöre

P. de Grawhez

i>

Schweiz

Dufaux

Dufaux

7

Tie Wolselcy-Wagcn

Zylinder haben.

Tochter, Elisabeth Elly.

30. Tein Gärtner Adam Nickel em Sohn,

Ausführung von Mk. 17. in 110 cm Länge aufwärts,

JuBbus Fischer1, Schalstrasse 6.

Sohn, Harts Rudolf. Tochter, Margarete.

Soilnlag den Zum Schluß:

vermittelst des elektrischen Stromes in ihre einzelnen Bestand­teile zu zerlegen.

vorbestrafte, am 13. Dezember 1873 zu Thalsitten in Bayern geborene Dienstmagd Karoline Stieglitz, zuletzt in Dienst im Restaurant zu den 4 Jahreszeiten in Niedermörlen bei Bad- Nauheim, angeklagt wegen K i n d e s m o r d s. Den Gerichts­hof bildeten Landrichter Neuenhagen als Vorsitzender, sowie die Landgerichtsräte Dr. Schäfer und Schmidt als Beisitzer. Die Anklage wurde vertreten durch Oberstaatsanwalt Theo­bald, während die Verteidigung von Rechtsanwalt Klarcnaar geführt wurde.

Das Mädchen gibt betreffs ihrer Vergangenheit an, daß sie 1899 vom Schwurgericht in Marburg bereits wegen Kindesmords zu 2 x[t Jahren Gefängnis verurteilt worden sei. Nach Verbüßung der Strafe habe sie ein Jahr lang in Gießen in Diensten gestanden, sei dann, kurze Zeit in Bad- Nauheim bedienstet und zum Schluß in Niedermörlen tätig gewesen. Sie ist der ihr zur Last gelegten Tat geständig. Die Leiche des Kindes fand man s. ZI. mit einem Schürzen­band anscheinend stranguliert. Das Mädchen will ihr totes Kind etwa 8 Tage lang im Bett verborgen gehalten und es dann in den Abort geworfen haben. Die Verhandlung fand unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt. Nach den öffentlich bekundeten Gründen des Urteils haben die Ge­schworenen die Schuldfrage bejaht, der Angeklagten aber mildernde Umstände zugebilligt. Der Gerichtshof hielt nach Lage des Falles eine Gefängnisstrafe von 4 Jahren und 2 Monaten für am Platze, von denen 3 Monate durch die Untersuchungshaft als verbüßt anzusehen seien. Ter Vor­sitzende motivierte die Höhe der Slrafe damit, daß die An­geklagte wegen der gleichen Tat bereits vorbestraft sei.

teilen. Die

Samstag den 11. Ium:Xtumpaci Vagabundus.

12. Ium:Salome." Hieram:Wann wir altern.

90100

60

60

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(mit abknöpfbarer Kapuze und Durchgreifschlitz) in tadelloser Ausführung von Mk. 17. in 110 cm Länge aufwärts.

Ztnivcrsttäts-Nachrlchten

Der außeroroenll. Professor der Mathematik an der Bonnei Universität Tr. Lothar H c s f t e r ist zum Mitdirektor des mathe­matischen Seminars daselbst ernannt worden. Sjeffter habilitierte sieb 18dö in Gießen als Privatdozent für Mathematck. 1891 wurde er, in Gießen zum außerordentlichen Professor befördert. 1897 erfolgte seine Berufung als etatsmäßiger a. o. Professor nach Bonn.

Praktisch, bequem und angenehm unentbehrlich für Gebirg, Jagd, Sport, Reise, sowie für die See sind meine wasserdichten, wetterfesten Echt steirischen Loden-Fabrikate

Wasserdichte Wett er kragen

Aerichtsjaal.

Stuttgart 6. Juni. In der Wirtschaft zum Mönchskeller zu Untcrtürujeiin wurden am 20. Februar die Studierenden der Techn. Hochschule, Frick von der Burschenschaft Arminia und Lberdor^r bon der Burschenschaft Alemannia, bei einem Zwei- kamps mit Schlägern abgefaßt. Es handelte sich um eine B e st i m mung s m ensur. Mitangeklagt wegen Be.hckse waren der Pächter der Wirtschaft, der >edoch cinwandte, er sei während des Zweikampfes traut zu Bette gelegen und habe davon nichts gewugt, da der Saal ohne Angabe des Zweckes vorher bestellt worden sei. Auch habe er von den unmittelbar vorher in den Saal gebrachten fünf schweren Koffern mit Paukzeug usw. nichts gesehen. Letzteres wurde beschlagnahmt und lag int Gerichtssaal. Tie beiden Duellanten erlitten nur geringfügige Verletzungen. Da alle Vorsichtsmaßregeln getroffen waren, erklärten die zur Beilimmungsmensur belg.zogeucn merzte, eine tödliche Verletzung sei vollständig ausgescyloiPn gewesen. Auf Grund der konstanten Rechtsprechung des Reichsgerichts beantragte der Staatsanwall die Verurteilung der Studierenden und aus Grund der Zeugen­aussagen auch diejenige de.- Wirtes. Das urteil lautete gegen die beiden Studierenden auf die gesetzliche Mindeststrase von drei Monaten F e st u n g s h a f t, gegen den W i r t aus vier Wochen Festungshaft.

Homb u r g, 6. Juni. Gordon-Bennett-Rennen

Tie Empsehlung." Montag den 13. Ium:

werden die einzigen sein, die liegende Alle Fahrzeuge mit Ausnahme des Dusaux- Wagens, der einen acht Zylindermotor aufweist, sind mit vier

Tie Fahrlisle für das Gordon-Bennett-Rennen stehl mm, nach­dem der Engländer Edge zngejagt hat, endgiltig fest. Allerdings ist noch nicht bestimmt, wte die einzelnen Länder die ihnen 311« fallenden drei Startnummern unter den einzelnen Fahrern ver-

Zylindermotoren versehen. Z : Vermeidung von unangenehmen Verzögerungen und Zwischen.ulien, die der Riesenverkehr während des Gordon Bennett-Rennens nach sich ziehen könnte, sind be­sondere polizeiliche Maßnahmen getroffen morden. Eine der wich­tigsten ist die Einteilung der Zufahrtsstraßen zu dem F e st p l a tz an der Saalburg in solche für Automobile, für Wagen und für Fußgänger. Diese Regelung des Ver­kehrs muy genau beobachtet werden und wird von Polizeimami- schaften überwacht. Zur Vermeidung von Irrtümern und Un­annehmlichkeiten geben wir sie im Interesse des Publikums noch­mals hier wieder: Von Frankfurt aus ist der einzige Weg für Automobile Heddernheim-Eschersheim-Niederursel-Oberstedten-Tan- nenwald-Allee-Lindenweg. Der einzige Weg für Wagen: über Bonames-Gonzenheim-Promenade, Schwedenpfad-Hardtwald-Rot- laufweg. Von Friedberg aus führt der einzige Weg für Automobile über Friedrichsdorf Kirtorf, Bahnyof Homburg- Ferdinandsanlage-Tannenwald-Allee-ßindenweg. Ter einzige Weg für Wagen: Friedrichsdorf-Farbenfabrik-Ratlaufweg; F utz- ganger können die Saalburg über den Hammellandweg oder auch durch den Hardtwald erreichen. Von Homburg aus ist der einzige Weg für Automobile: Bahnhof-Ferdinandsanlage- Tannenwald-Allee-Lindenweg-Saalburg. Der einzige Weg für Wagen: Pr rnenad? - Ltlwedenpfad - H rbtlo ld--R tla fieg E 1ttrisck) e Bahn vom Bahnhof Homburg bis zur -aal- burg. Außerdem geht eine neue Eisenbahnlinie vom Bahnhof Homburg bis zur Station Saalburg. Von da aus führt ein Fußweg bis zum Start. Unter den verschiedenen Klübs, die dem Sportfest im Taunus beiwohnen, iüirb auch ein englischer Da men-Automobilklub, ein Zweigverein des Groß­britannischen Automobilklubs, in corpore erscheinen. Die Damen bringen Ujre eigenen Wagen mit zur Stelle.

Märkte.

Gießen, 7. Juni. Marktbericht. Aus hentigein Wocbeninarfi kosteten: Butter pr. Pid. 0.801.00 Mk., Hühnereier 1 St. 56 Psg. 2 Stck. 0000 Psg., Gänjeeier 0000 Psg., Enteneier 70 Psg., iiäjc vr. Stck. 68 Pi., dxäseinatte 2 Sick. 56 Psg. Erbsen pr.üiter 21 Pig., Zinsen pr. Xiitcr 32 Pig., Tauben pr.Paar0,8Ö-1,00 Atk., Hühner pr.St. 1,301,40 Alk., Hähne pr. Stück 0,801,70 Aik., Enten pr. Stück 77,i2,20 Pik., Gänse vr. Pid. 0070 Psg., Lchsenfleisch pr. Pfund 0080 Pfg., Kuh- und "Rindfleisch pr. Pfuiid 6268 Pfg., Schweine­fleisch pr. Pfund 6072 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Psund 76 Psg., Kalbfleisch pr. Psd. 6876 Psg., Hammelfleisch pr. Pfund 5074 Pfg. Kartossein pr. 100 Kgr. 6,uu7,00 Pik., Weißkraut per Stück 912 Pig., per Zentner 0.000.00 Pik., Zwiebeln pr. Zetckner 7,0010,00 Mi., Milch per Liter Pfg., Aepfel per Zentner 20 bis 25 Pik., m Korden 0000 P'a. Russe 100 St. 00- 00 Psg. Piarktzeir 71 Uhr.

Kunst und Wissenschaft.

50 400 Mark für wissenschaftliche Zwecke hat die diesjährige Sitzung des Kuratoriums der Jubi­läumsstiftung der deutschen Industrie, welche unter Vorsitz des Geh. Reg.-Rats Professor Rietsch el in der Tech­nischen Hochschule zu Berlin tagte, bewilligt: Einen Betrag von 10 000 Mark erhält Geh. Baurat Garbe- Berlin mit der Auf­gabe, die neueren Lokomotiven der amerikanischen Eisenbahnen, owie die auf der Ausstellung in St. Louis vorgeführten Loko­motiven aller dort vertretenen Nationen zu studieren. Von der Vertellung der Reslsumme ist besonders hervorzuheben: Den Pro­fessoren Dr. Prandtl und Dr. Rinne in Hannover wurden 6400 Mk. überwiesen für Festigkeitsuntersuchungen an Baustoffen, unter fortlaufender Beobachtung der Veränderungen im Klein- gefüge. Professor Dr. Nernst - Göttingen erhätt 50u0 Mark zur Weiterführung von Versuchen über Tempcraturmessungen bis zu 2200 Grad und über die Dissoziation von Kohlensäure und Wasserdampf sowie die spezifischen Warmen dieser und anderer Gase. Professor Dr. Hermann Simon in Göttingen erhält 5000 Mark zur Ausarbeitung einer Methode, hochfrequente Wechselströme (elektrische Schwingungen' dauernd ungedämpft zu erzeugen, sowie dieselben für das Problem der drahtlosen Telegraphie und Tele- phonie nutzbar zu machen.

Straßburg, 5. Juni. Professor Braun fühtte im Natur­wissenschaftlichen Verein Versuche mit elektrischen Schellen vor. Diese Schellen weichen auf ein regelmäßig ge­schichtetes Gemenge, ein Gitter isotroper, d. h. für Elektrizität gleichmäßig elastischer Stoff geworfen und erfahren dadurch eine Doppelbrechung mit Brechungsexponenten, deren Unterschiede größer waren als die der doppelt gebrochenen Lichtstrahlen in Kalk­spat. DieGitter" bestanden aus Backsteinen und gleich großen Luftschlitzen dazwischen. Sie verhielten sich, wie die Versuche erwiesen, gegenüber den elektrischen Scywinguugen wie eine homo­gene doppelbrechende Masse. Da das Verhallen elektrischer Schellen in der Doppelbrechung dasselbe ist wie das von Licht­strahlen, so müssen sich diese Erscheiniingen auch optisch Herstellen lassen. Wenigstens ist die prinzipielle Möglichkeit nachgewiesen aus isotropem Material doppelbrechendes aufzubauen. Die praktische Bedeutung der Entdeckung würde darin liegen, daß die immer seltener und teurer werdenden doppelbrechenden Kri­stalle, die Kalk- und Doppelspate, die für gewisse Industrien, namentlich bei Z u ck e r i ndu st r i e n unentbehrlich sind, durch künstlich hergestellte Körper aus isotropem Material völlig und zwar zu wohlfeilen Preisen ersetz! werden können. Dies Ziel aus dem angegebenen Wege zu erreichen, ist eine Aufgabe der Technik, die, wie der Vortragende betonte, sehr wohl gelöst werden könne. Des weiteren legte Prof. Braun Präparate vor, die beweisen, daß es ihm gelungen fei, Metalllegierungen

Ludwig August Heinrich Julius. 30. Dein Metzger August Keßler eine Tochter, Martha. 30. Tein Kgl. Eijenbahn-Belriebssekieiar Johann Josef Nikolaus AUHaus eine Tochicr, Gertrud Cmiic. 31. Dem Eisendreher Ernst Georg Wilhelm Schmidt eine Tocdier, Kalharine Juliane. Juni 3. Dein Assistenzarzt Dr. Franz Bolyard eine Tochter, Adelheid Joseftne Clothilde.

Gestorbene.

Mai. 29. Karoline Fischer, geb. Rainspeck, 67 Jahre alt, Ehefrau des Schneidermeisters Georg Fischer dahier. 29. Emilie Elisabeth Margarete Schneider, 1 Jahr alt, Tochter des Tag lohnets Peter Schneider dahier. 30. Heinrich Zinßer, 81 Jahre alt, Schlosser dahier. 30. Peter Jakob, 56 Jahre alt, Taglöhner ba* hier. 30. Christian Nickel, 26 Jahre alt, Geschäftsführer dahier. 30. Johannes Schmidt, 76 Jahre alt, ohne Berui dahier. Juni. 1. Theodor Elias Becker, 19 Jahre alt, Student dahier. 2. August Eimer, 8 Monate alt, Sohn des Fuhrmanns Johann Georg Eimer dahier.

Ttweat Mery

L. Hautvast Pipe

28. Dem Maurer Hemrich Schmidt ein

29. Dem Fuhrmann Philipp Möbus eine

Vermischte».

* Berlin, 6. Juni. Der Depositar-Rendant Fer­dinand G. des Charlottenburger Magistrats hat Selbstmord begangen und wurde heute von seiner Gattin im Blute schwim­mend tot aufgefunden. Was den 00jährigen Mann zu der Tat getrieben hat, ist bis jetzt nicht bekannt.

* Bach arach, 6. Juni. (Privatmeldung.) Montag mittag ertrank hier ein 24jähriger Rhein-Arbeiter. Der Ertrunkene tarn mit einem Nachen von Caud und wollle denselben an einem bergwärts fahrenden Schiffe befestigen, wobei der "Nachen um­schlug und der Arbeller erttank. Eür zweiter Insasse des "Nachens konnte sich retten.

* Jena, 6. Juni. Beim Gondelfahren auf der Saale er­kranken gestern im Rasenmühlenwehr zwei Verkäufer­innen, die vom Gehilfen des Gondelvermieters zu nahe an den Schleusenstrom gerudert waren.

* München-Gladbach, 6. Juni. Gestern abend brach in der Spinnerei und Weberei von Pongs ein Brand aus. 200 Ballen Baumwolle verbrannten, ebenso der Pferdestall und der Dachstuhl eines Arbeiterhauses.

* Landau, 6. .Juni. In der Meinung, einen Rehb 0 ck zn treffen, erschoß ein Sohn des Bürgermeisters Gleisweiler auf der Jagd seinen eigenen Bruder.

* Luxemburg, 6. Juni. Ein blutiger Zusammen­stoß zwischen italienischen und luxemburgischen Bergarbei­tern fand in Scheeminger statt, wobei eine ganze Anzahl Per­sonen durch Messerstiche vorletzt wurde. Als die Gendarmerie aus dem Kampsplatze erschien, lagen acht schwer Verletzte auf dem Platze, welche ins Spital gebracht wurden, woselbst zwei kurz darauf verstarb en. Zehn weniger schwer Verletzte flüch­teten beim Erscheinen der Gendarmen.

* Paris, 6. Juni. Ein Ehe-Skandal in der Pariser Gesellschaft beschäftigt gegenwärtig die Zivllgerichte. Das Ver­langen auf Trennung der Gütergemeinschaft stellte die Offi­ziersfrau Ephrussi, geborene Rothschild. Tas Urteil ist noch ausstehend, wird aber zweifellos im Sinne der Klägerin ausfallen. Alfons Rothschild bezahlte für feinen Schwie­gersohn Ephrussi ungezählte Millionen Spielver­luste in den Klubs und an der Börse. Er wollle angesichts seines hohen Alters dieser Situation ein Ende machen. Ter Vorfall erregte an der Pariser Börse große Ueberraschung.

* Naney, 6. Ium. In Vaudoeuvre tötete heute ein aus Deutschland gebürtiger Landarbeiter namens Krupke aus Eifer­sucht eine Frau durch einen Stich ins Herz. Ter Mörder wurde verhaftet.

* Budapest, 6. Juni. Di: Polizei in Temesvar verhaftete den Berliner Agenten Matthias Biebel, der 30 Arbeiter unter glänzenden Versprechungen zur Auswanderung nach Pofe n lockte. Die Polizei stellte fest, daß die Versprechungen des Agenten nicht innegehalten wurden und daß die Auswanderer sich in größter Notlage befanden. Biebel wurde zu 14 Tagen Arreit verurteilt und ausgewiesen.

* Die Deutsche Kaiserin trinkt neuerdings ausschließ­lich alkoholfreien A p f e l f a f t. Ein Teil der an der MarschallS- taiel speisenden Hofdamen und Herren folgt ihrem Beispiel. Auch der Operateur des Kaisers, Wirklick)er Geheimer Rat Professor Dr. Moritz Schmidt, Excelleuz hat währeno feines Aufenthaltes im Kaiserlichen Schlosse au diesem Getränke dauernden Gefallen gefunden und es sich aus Worms nach Frankfurt a. M. kommen lassen.

* Ein Automobilunfall ereignete sich am 5. d. M. tn Bordeaux. Der 72jährige G r a f M 0 r t i m e r v. M a l tz a h n kippte an einer Wegbiegung mit feinem Gefährt um und wurde aus der Stelle getötet. Ter Chauffeur und die übrigen In­sassen trugen schwere Verletzungen davon.

* Unglücksfälle in den Bergen. Ter Münchener Student der Chemie Thor wart, ein Kaufmannssohn aus Frankfurt a. M., stürzte am Samstag von der Dreit 0 r- sp.itze in den bayerischen Alpen ab und blieb tot. Vorn P sa f f k 0 g e 1 bei Peggau in Steiermark ist der lOjätyrige Stu­dent Heinrich Äauner ans Graz abgestürzt und tot geblieben. Julius Schlaginhausen, ein Thurgauer, unter­nahm mit einem Kameraden eine führerlose Tour auf das Wetter Horn (Berner Oberland, 3708 Meter), trotz Ab­mahnens. Zwei Otunden oberhalb der Glechsteinhütte, am großen Couloir, stürzte Schlaginhausen ab und war sofort tot. Zwölf Führer sind zur Anffuchung der Leiche aufgebrochen. Beim Wildkirchlein ist die 24jährige Kellnerin Köllen ans Ap­penzell über einen Felsen abgestürzt; sie war sofort tot.

* <

31. deutscher Kastwirtstag.

(Nachdruck verboten.)

S. u. H. Nürnberg, 6. Juni.

Mtt einem Begrüßungskommers wurde heute abend die Haupt- versalnmlung des Denffchen Gastwitte-Verbandes eröffnet Aus Anlaß der Hauptversammlung ist die Stadt, deren Oberhaupt, Geh. Rat Rttter Dr. ,E. v. Schuh das Ehrenpräsidium der Tag­ung übernommen hat, festlich geschmückt.

Der von dem geschäftsführenden Ausschuß erstattete Jahres­bericht des Deutschen Gastwirte-Verbandes betont, daß das letzte Geschäftsjahr für den deutschen Gastwirtestand sehr ernst und bedeutungsvoll an Kämpfen der verschiedensten Art überreich ge­wesen fei 23or allen Dingen habe es durch die von der preußi­schen Staatsregierung vorbereitete Novelle zur Neichs-Ge- we rbeordnung seine Signatur erhallen. Diese Vorlage, welche für den Reichstag bestimmt, allen Bundesstaaten des Denffchen Reiches zur Prüfung und Begutachtung unterbreitet wurde, sei zwar in der gegenwärtigen, Ende Juni zur Vertagung kommen­den Session dem Reichstage noch nicht ^gegangen, sie schwebe aber drohend über dem Wirtestande, und ob sie nicht schon mit Beginn der neuen Session das Parlament beschäftigen werde, sei eine offene Frage. Jedenfalls habe diese Gewerbeordnungs- Novelle eine Beunruhigung und Bestürzung in die Kreise des gesamten deutschen Wirtestandes getragen, wie sie größer

wie folgt vertreten:

teni (S*9 den ] J "Mtli.

tzpieipilln der verruüytrn Frankfurter Ztadttheater.

Opernhaus.

Mittwoch den 8. Juni geschlossen. Donnerstag den 9. Juni*): Tie Zander flöte." Freitag den 1U. Juni, abends halb 8 Uhr: Zum Besten desOrchesterpenstonsionds: Reu euiflutnert:Boccaccio." Samstag den 11 v Juni:Ter Herr Kapellmeister." Hieraus: Ter Bajazzo." Sonntag den 12. Juni:Lohengrin.". Montag den 13. Inin:Die Fledermaus." Tienstag den 14. Juni, abends 6 Uhr:Tie Meistersinger von Nürnberg."

Schauspielhaus.

Mitlivoch den 8. Juni, abends halb 8 Uhr: Festooritellung zu Ehren des Vereins deutscher Ingenieure: Prolog. Hieraus: Der eingebildete Kranke." Zum Schluß:Tas Jahrmarktssefl zu Plundersweilern." Donnerstag den 9. Ium, abends halb 8 Uhr: Zapfenstreich." Freitag den 10. Juni:Die Frau vom Meere."

Die traurigen Folgen, der Hautpflege auf dem Fuße folgen, sind unreiner Teint, rauhe, rissige Haut, vorzeitig gealtertiv Aussehen und eine Menge entstellender Haiitunschonheiten. UU ot kann verhütet werden, wenn man Doering's stets bewahrte du Seife zu seiner Toiletteseiie wählt. Unübertroffen m Oualnat, ue bläffend in Wirkung leistet sie bei der Schönheitspflege Grog u Klein unermeßliche Dienste, trotzdem sie überall nur 40 Pfg. fol

kaum jemals zuvor durch ähnliche Pläne der Regierung hervor­gerufen worden sei.

Der geschäftsführende Ausschuß hat vom letzten Gastwirtetag den Auftrag erhallen, die Errichtung von Gastwirts­kammern in Erwägung zu ziehen. Es ist dies nach der Richtung hin geschehen, daß zunächst versuckst werden muß, die Hinzuziehung von Gastwirten als Sachverständige bei den Schank- konzeffwnsbehörden grundsätzlich durchzuführen, und es haben sich berecks Anzeichen bemerkbar gemacht, daß die Behörden dieser Angelegenheit nicht mehr durchweg so ablehnend gegenüberstehen wie bisher. Sowie die Schankkonzesswnsbehörden Sachverständige aus den korporierten Wirtekreisen als Gutachter hinzugezogen haben werden, wird sich im Laufe der Jahre der Ausbau dieser Einrichtung hofsenllich dahin ermöglichen lassen, daß eigentliche Gastwirtskammern errichtet werden.

Der Beschluß, Schritte einzuleiten wegen Schaffung eines allgemeinen Tarifs der Musikkapellen und wegen Erleichterungen im Berühr mit den Militär-Dienststellen hat sich durch den Erlaß einer All.rhvchsten Kabinettsordre dahin erledigt, daß für die Militär-Musikkapellen ein allgemein gültiger Taris nunmehr zur Durchführung gelangt.

Die mißgünstige Stellungnahme, welche die Tabakinter­essenten feit Erlaß der Sonntagsruhe-Vorschriften gegen den Wirtestand beobachtet haben, hat sich in der soeben abgelaut'enen Reichslagssession zu einer Eingabe verdichtet, welche sich gegen den Zigarren- und Tabakverkaus in den Wirtschaften wendet. Durch Rücksprache mit einzelnen Abgeordneten ist für eine gerechte Auffassung und Würdigung der Sachlage in parla­mentarischen Kreisen gesorgt worden, und der Erfolg jener Peti­tion der Tabakinteressenten war die Ablehnung der Eingabe.

Gegenwärtig gehören dem Verbände 523 Vereine mit über 35 000 Mitgliedern an.

Bkk< diesjährige

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Aufgebote.

Mai. 28. Dr. phil. Robert v. Ritter, Privatier in München, mit Amalie 2(uguftc Meta v. Klipstein dahier. 31. Peter Franz, Taglöhner dahier, mit Riarie Löber Hierselbst. Juni 1. Ludwig Haubeil, Schausteller dahier, mit Emma Walldorf hierselbst. 1. Samuel Rosenbaun,, Kaufmann dahier, mit Lea Helena Flörs­heim in Offengach. 2. Curt Hemrich Schneider, Schutzniann in Bad-Nauheim, nut Elisa Müller dahier.

Eheschiießtlugen.

Mai. 28. Wilhelm, gen. Friedrich Ernst, Fuhrinann dahier, mit Emma Krehbast hierselbst. 28. Euiio Johannes Derlei, Brauer balLjr, mit Emilie Henriette Friederike Rlargarete Appel hierselbst. 28. Ludivig Ehrhardt, Steinhauer dahier, mit Paulina Regina Gern er hierselbst. 28. Karl T au berlshäuser, Schuhmacher dahier mit Katharine Haussmann hierselbst.

Geborene.

Diai. 21. Tein Metzger Joseph Stein eine Tochter, Antonie. 22. Tem Groß!;. Gcrichtsassessor Jakob Keller eine Tochter, Elijabeih Magdalena. 24. Dem Kaufmann Ferdinand Bär eine Tochter, Martha. 26. Dem Uhrmacher und Goldarbeiter David Kaminka em Sohn, Fritz. 26. Tem Bahnarbeiter Amon Eder ein Lohn, Anton. 26. Tem Taglöhner Kaspar Spaar eine Tochter, Helene Susanne Marie. 26. Dem Dachdecker Älartin Revv eine Tochter, Katharine. 27. Dem Schneider Heinrich Heinze em Sohn, Hans. 27. Dem Dekoration?- und Glasmaler Wu|mo Gousehalg eine

Startnummern

Fahrer

Wagen

1, 8, 14

C. Jenatzy

Mercedes 90 Hl

de Caters

90

Fritz Opel

Opel 80

2, 9, 15

S. F. Edge

Napier 80

S. Girling

Wolseley 72

CH. Jarokt

_ 96

3, 10, 16

Warden

Mercedes 90

Werner

90

Braun

90 ,

4, 11, 17

Cagno

FiatI

Storero

/ 65105

Lancia

5, 12, 18

L. Thöry Rich. Brasier 80

Salleron

Mors 100