(ad) in Lderstabt. irr bat Dtdcr er^net, oae ne vcimmn < m, mb viv/uwmuvii 7?.""." »
ben (RinbHmoib begonnen zu haben; die« habe fic zwar .lhrebe ftabtticben j auftat ihif
acfteflt aber in einer *lrt unb Weite, welche bei ihm den verdacht sei, jKnimeitb ober auch fort beftärfte. etaateanroalt Reust erklärte, er habe in ruhiger Weise wirken. (Betfall.) Bor aller bent Mädchen vorneftellt, haft er den Medizinalrat Dr. Haberkorn angesichts her aeiittncn Beachti au bein Zwecke mitaebracht habe, bannt sie, die ©oerlad), die An- gegenbringe, firh Mit mehr ifhiiibi.mii a entkräften könne, wenn sie sich von diesem untersuchen Wahlen beteiligen. Le,der
an b'"n Reid Stag unb den BunbeStat ge- und Provinzial-Verbände ersucht totrben,
zeugt gewesen, weil diese es verstanden habe, ihm ihren Zustand
b‘7r
schuldignng entfrdfteti könne, wenn fte sich von diesem untersuchen Uefie. Da« Mädchen habe baiauf erklärt, sie sei zu einer Untev- htdmnn nicht angezogen, worauf Dr. Haberkorn äußerte, darauf käme es nicht an, sie brauche sich nicht zu genieren. Hierauf habe bie (Äoerlad) freiwillig, ohne da st es eine« Zwange« bedurfte, sich untersuchen lassen. G« habe auch keiner Drohung beburn, ganz besonders habe er auch nicht, wie behauptet wird, etwas davon ge- forschen, das; er zur Verhaftung schreiten werde, wenn bte Wocr- lacb sich nicht vom Arzt nnterfudbtn ließe. Medizinnlrnt Hnberkorn I habe sich dann mit der (Äoevlad) entfernt und in einem anderen l Rimmer die Untersndning vorgenoninien unb dann erklärt, die I (Soerladi habe, wie mit hoher Wahrscheinlichkeit anzuneymeu sei, I erst kürzlich einem Rinbe da« 2eben gegeben.
Ebenso wisi der Zeuge im stall der Marte Goerlach mit Rude und alter Vorsicht verfahren sein. Die Fran habe gelacht, al« ihr mitgeteilt worden sei, welcher Verdacht auf ihr ruhe, sie bat erklärt, bah, wenn sie einen Buben bekommen hatte, fm sic gar kerne Veranlassung Vorgelegen haben wurde, ihn um« Men zu bringen. Auch die Untersuchung der stran (^oevlad) gochab mit deren Zustimmung, ohne bah von einer seite unter rro Innigen ein Zivang ouSgeübt ivorben sei. Dlebizinalrat ^.r. Haberkorn erflfiite, dah der aehegte Verdacht gegen stran ®. nad) bem Befund der Untersiichnng ganz unhaltbar sei, worauf der Frau die« auch mitgeteilt m fic dann entlassen worden sei.
Medizinalrat Dr. Haderkorn schildert den stau genau so, wie ihn Staatsanwalt Reich darstellte. Der Zeuge erklärt, bah | bie vorgenommene Untersuchung beiden strauen keine s cd in erjen veruUacht Ixibe. Auch bei ber lltuerhidnma in der Rhuif tn Gießen ist Dr. Haberkorn zugegen gewesen unb and) Professor Dr. 'l'fannenftiel sei sehr schonend mit dem Mädchen umgegangen. Professor Dr. Pfannen st icl bemerkt, bah ihm s.Z. die Minna Goerlack durch einen Schiltzmann vorgefiihrt wurde. Tiefe habe gewunsdit, von ihm privatim untedadit zu werden, eie habe ihm mitgeteilt, dah Dr. Sckaad ans Vid) ihr Kommen veranlagt habe. Professor Dr. Pianncnstiel erklärt, daß er, da er bereit« wußte, baß der Untersuchungsrichter mit ber Sache betraut war, es ab- gelehnt habe, die ©verlad) privatim zu behandeln, daß er sich dann aber Überzeugt habe, daß bie Minna Goerlach einem Shubc ba« Leben gegeben hat und baß bie ©ebnet zeitlid) zufammensiel mit bem Ableben be«Riiibe«, welche« man in Gberftabt auf bem tfncb- Hof als Letche geninben batte. Der Zeuge bemerkt, baß er von I dem Resultat seiner Ermittelungen bem vraft. Arzt i,r cdiono auch Mitteilung gemacht unb baß die Untersiichnng der ©verlad)
Reich schildert nun die Vernehmung der Min na® o e r - l a d) in Eberstadt. Er hat dieser eröffnet, daß sie verdächtigt sei.
HAQ/HANNIA-^EIFE
V//77Z ,
ridjtrt, die Sanbe«- — -----
ihrerseits bei ihren Hz. Landtagen dassKbe zu tun.
In der sehr ausgedehnten Debatte mahnte Justizrat Tt. vom. ©rasen- Köln gegenüber man derlei Au« fällen und zu weit gehenden stord'rungen zur Mäßigung. Tie Hau-.besißer- Vc reine dürst n sidi grundsätzlich hitbt gegen Bau * genossenschasten aussprechen. Konkurrenz muffe Udi jeder, and) der Hausbesitzer , gefallen lassen. Dagegen feilte man brr Auffassung entgegen treten, al« ob zurzeit, von vereinzelten Ausnahmen abgesehen, eine vnun gsuot tn
dem Sinne bestünde als ob für irgend eine -Aaste der Bevölkerung, insbesondere für den kleinen Mann, nickt ausreichende Wohnungen vorhanden wären. Man sollte beichueven .Tie Versammlung halt es nach den statistischen Feststellungen
nad» brr Bäraermei strrei zu laben Tie Bevölkerung in fcbrrftabt hab* b#m V^rdackf. den KrndeSmord begangen zu haben, "ach -'ner an^-n Richtung hin lenken wollen. Man habe dort eine 7 anie verdächti
7at sich hasif leicht ermitteln lassen, weil sie tick längere Zeit in avplicher Behandlung befunden hatte und bie Bekundung ihres Iqitl bte Unmöglichkeit der lat bargetan hatte. Staatsan «voll
keine Schmerzen verursacht habe.
£aiibgeri(Mrat Sandmann schildert, wie die Owcrlack aut eine an sie ergangene Ladung zu ihm nach ließen gekommen fei und ihm das Gutachten de« Tr. Sdiaad überreicht, gleidi- icit g ihm aber mitgeteilt habe, daß sie nach ®ici en gekommen sei nm sich von Professor Psannenstiel untcrfudien -u lassen. Er habe d- r Gorlack mitartetlt, daß ihre Untersiichnng in bei Klinik amtlich angeordnet sei, baß er sie zwar, weil sie bringend verback tig sei, den Kmdesmord begangen zu l-aben. verhaften müsse, aber Anordnung treffen werde, baß, wenn ^roteifor Tr. Psannenstiel d.-r Ansicht d « Licker Arzte« beitreten imkbe, ungesäumt der ^gen sie erlassene Haftbefehl wieder hinfällig werde. Das Mädchen habe fick dieser Anordnung vollkommen gefügt Tic Verhaftung h)t sich nack dem Gutachten Tr. P'an- ncnfüel« a.S zu Recht geschehen erwiesen. Die Minna Goerlach Ixit denn auck später, ohne etwa durch Zwang dazu veranlagt worden zu sein, zu einem Geständnis sich bequemt, ric gab ;u. ihr Kind in der Weise umgebracht zu haben, baß fic
i es zuerst mit ber einen Seite de« Kopses auf den Bettrand ans-1 schlug, e« dann aufs neue packte, um mit der anderen Seite de« i KopfeS einen gleichen Schlag auszuführen. Rack dem Befund ist das auf dem Eberstädter ?rriebfr>f gefunbene tote ffitib aud> in bider Weise umgebracht worden. .
Ter Schutzmann, welcher ans Veranlassung de» Untcnucb* ungsri-' terS die Goerlach in bie Klinik begl it-te. crtlärtc, üb t sdmicrsixftte Behandlung durch bie Aerzte habe sie ihrem Vater gegenüber nicht gesprochen.
hierauf betritt die Hauptbelammgszeugin Minna Goer- l a rfi den Zeugenraum unb erzählt im ntsentlichen nichts andere«, al« wa« oben schon mitgeteilt wurd?.
Ter praktische Arzt, Dr. Sckaad-Lick, gibt au, die feste Uebcneugung gehabt zu haben, baß Minna Goerlach nickt die Mutter des tot aufgefundenen Ztzindes sein könne, stellt mit Tnischiedenheit in Abrede, daß er etwa Köhler gegenüber geäußert habe, daß Pros. Tr Pfannenstiel von der ediiilb des Mädcken« nicht überzeugt fei, im Gegenteil null er dem Bürger- gesagt haben, baß Professor Tr. ~tinna Goerlach habe zweife11o'«
geringsten. Tciugcgentib-.*r müßten die Hausbesitzer verlange«, daß die Produktion ivenigstens in etwas begleitet werde von einer
- ■ damit man evtl, m ber Lage uuu, fördernd auf die Produktion cin$u- nnrini. (K-niun,. Vor altem aber sollten die Housbesitzer niigdid-1« ber geringen Beachtung, die man ihren Wünschen ent- , firh toit mefcr a(4 biötjer nn y o l t t f <t)' n 11» a SICH urtvnuj-n. £cib?r ivürben bteic OTablcn fitute nur unter politischen Gesichtspunkten betrieben, unb nicht unter Berücksiebt.gnng d r wirtsck>aftlichen Lage ber ^o ksgenossen. Die« werde sich aber änbex-n, luemt die einzelnen Stande ihren Einstuß im öffentlichen Leben mehr als bi"b'r gcltenb mamten. 9hid) einem begeistert aufgenommenen £»od) am ben ff a 11 e r nmrbe an diesen ein Huldigiingstelegramm abgesandt.
Hieraus begrüßte Bürgermeister M u e h l na inen «per städtischen Behörden den Verbandstag. Er betonte, ^daß diese bestrebt feien, die ivirtfd*aftlid)cn Interessen aller ^tän^ zu fördern und demgemäß aus ber einen Seite eine vielfach als > <'ast empsund-ne Bau ordn ng gese' assen, ans ber anberen tocUe aber ond> tut Interesse der Hausbesitzer bie Unter ft Übung von Baugenossenschaften ab gelehnt hätten.
Es folgre bann ein j-Iyr eiugeh-ndes Referat be« Architekten 5 c i f c l * G lb rfeld über: Ta« B u g en os s e n s cha st S we sen. Ter Rebner ivanbtc sich vor allem gegen die Unterstützung Der Baugeno s nsckaften d rch die ftnatl d>?n und städtischen Verwalt- ungnt. der allein doS Aufblühen dieser Vereine zuzuschreiben Hei Cbnc Subvention n, Stiftungen aller Art usw. wurden bie ("enoss'iis.sxtfteti niemals ben Umfang angenommen halben, Der >ie b'utc zu einer Gstahr für ben oanzen Hausdefitzerstanb^mache. Tom komme nod> daS unverständliche V'rhtlten unserer Sozial- volitiker die jetzt sogar auf einem besonderen Wohnung«- ronareft in Frankfurt a. M. erneut Sckstagwörter über eine ong-bl die Wofmun tSnvt in die Wett ^en wollten, un? Dir mit solchen Schlagwörtern nur die öffentliche Meinung und ^a« gute Einvernehmen zwischen Wirt unb Mieter vergifteten. Arn s f limmsten trieben es bie Baug/nostensd)aften tm Rbetnlanbe, 190 sie in 8 Vere'nen organ f ert feien. ann kämme Hannover mit 33, ScbleSw.g '.olstein mit 29, Schlesien mit 28 Me Provmz
I Sacksen mit 21. Brandenburg mit 20, Berlin mit 12 und das Königreich Sacksen mit 11 yaugcnrffenfdxiftfn. x\n«aefamt bc» läu-t sich be Z bl der Bai'gcncssensdmtten tn Teut chlnid heute auf 330 Eine von bem Verband^-Vorstände veranstaltete Enquete habe ergeben, baß von diesen vom Staate, den Landesverlicker-
I ungsanstalten und den Stadtverivaltnngen mehr oder mt^r nnterstützten Baua^ntssi'nsch ften mit Anwendung aller möglichen Zugrnit'el d e best n solidesten und zahlungsf?.higst'n Elemente ter R le'tanken cu? Kleinwohnungen berausgeholt wurden, Daß die Insassen jener Häuser in dm meisten Fällen die Ausgaben bestreiten könnten, welche für die Erlangung von Wohnungen in Privathäusern erforderlich nKiren unb daß diese nnterneym- ungen keineswegs den Aermsten der Armen beispringen ober auch nur beispringen wollt''n. Bedauerlick) sei ferner, baß Die Tätigte t b r Spar- und Bauvereine usw auch zu einer Zeit sori.m'ctzt werde, wv Kleinwohnungim massenhaft zu billigen Preisen leer ständen Es werde damit eine Rücksichtslosigkeit gegen den notleid nd-n HauSbesitzerstand bekundet, für welche nid t nur icd- Euddmldigung. sondern auch rede Erklärung durch Hnreithenbe Gründe fehle. E« sei möglich, dan bie L atignii mandev Vaugenossenfd>aften auch dazu beitragen würde, eine Anzahl Ar'e l r seßhaft zu macken. Allein e« wid'rfprecke dock allen "nsord rung n d'r Ger.kkstigkeit. vrnn die Genossemckaften auf ü ft n der Skeuerz-ihl-r, alb auck d r durch sie gesd^ädigten Han "bditzer proi hieniert und s ibveulioniert würden, indem man ihnen ba8 Geld, das da« Reich mit 3», Prozent aufnehmen müsse, ui 3 Prozent abgebe. Ter Redner forderte au« allen bie’CTi Gründen eine weitere entschiedene Bekämpfung ber Bau- genoksensdwsten unter Vorlegung einer Resolutioii.
In einem weiteren Anträge d s Redners wird der Vorstand de« Zentral-VerbindeS eriudt, in eine erneute Prüfung über bie Frage einuitr ten und darüber Beschluß zu fasien, ob und in weldrer Weise die Kommission für das W ob n u n g 8 * nnd BaugenossenschaftSwesen und daS hierfür auf- gestellte Programm weiter audgefübrt werden soll. Ferner sott dem Vorstände aitsgegeben werden, bie vom Erfurter Verbandslage b f lass ne Petition an beu Reistag unb an die Landtage ! zur Versendung ; i bringen Für d'n Fall der Landtag in einem Bundesstaat' dieses Jahr nickt Zusammentritt, soN die Petition in Form ein-r Eingabe an die bett. Landesregierung cmgefanDt und im nächsten Ialwe dem Landtage als Petition vorgelegt werden Auck nimen« de« Zcntralvcrbandcs felblt Jpll eine Petition gleicher Art an ben
nxTttrn zu wollen.
Es wird hieraus die in der Landpost unter ber Uebeddnitt essisckcr Landtag" abgedruckte Ansrage Kobfer-LangS- dors, betreffenb daS Vorgehen der Staatsbehörden bei Unter- fnebuna über den .Kindesmord zu Eberstadt bei Lick verlesen, worin behauptet wird, baß Staatsanwalt Reust unter Mitmirknna De« Gericht harzte« Tr. Haberkorn bie 2ö jährige Minna Goerlach ----------- .. .
unb bte 39 Jahre alte Ehefrau Marie Goerlack, geb. Stueipp, meister Köhler au-drucklick ge unter bei Duck: bet grauenhaften Anklage durch T r o b u n gl Pfannen stiel trfiärt bat, die M unD UcbcrrfbuTig zur Tuldung einer Ldbesunkersuckung veranlaßt! einem Kinde da« Leben gegeben, hätten. Ebenso habe der Untersuchungsrichter, Landgcrichtsrat Bürgermeister Goerlack von Eberstadt kann zur Ead»e Sandmann, «vei Tage später traft eine« ärztlichen Zeugnis'es selbst nickt« bekunden. Richtig ift baß im Ert allgnnem Die
des Tr. Sckvad-Lick. weichet die Minna Goerlach auf Vetan- Ansjck>t Dtrbre t t war, die Minna Goetlach habe cnc Tar nicht
lussung jhre« Vatet« untetsuckt hatte, wobei al« Resultat sich I begangen. £aiibtag«abgeorbnetet Köhler hat beu Zeugen. wte et
gänzliche Schuldlosigkeit des Mädd^ens ergab, die Goerlach ver- angibt, nack Lcmesdori kommen lassen und versuckt, ihn au«-
haftet uno ohne wc tf wieder b^n Acrzten L-rof Pfannonsticl zmtagen. Als Goerlach den Fragen stöhlet: au Swick und diezcm . ■i'uinnmmij wm und Tr. Haberkorv »ut Leibes'.mtetkud'unq ub tontwottet, welche etklöne, er könne zur Sache nidjt« sagen, da habe, ia ernärt für nadgeniefen, daß im rtllgememen, speziell in Den gruurv
dide mit modernen -oltenoetkteugcn, anscke-.nenb unmem'chltck, der Z.-uge., sein Kelleg: ihn fei g genannt unb erhärt, em | Stäbu-n nidjt nur feine Wahnungsnot,^sond^em
oorgenommen hätten, so daß diese ihrem Batet gegenüber, ber Bürgermeister habe die Pflicht, für jeben einzelnen in ber Ge-
iie auf dem Dege von ber Klinik nach dem GeticktSgebäudc zu I mein de einzutreten .
sehen bekam, weinend die Worte zugerufen haben soll' V^tet,I Der Ttaurermeifter PH. Görlack bemerkt, er sei von der was habe ick schwer ausgehalten'. Als das Resultat des Vor- l Unschuld feinet Tochter Mmna betreff« do« stiudeSmorde« lest über- gehens bet Staatsbehörde erklärt die Interpellation: Tic De-' 1 ' 1 '* e<““
schinwfung bet roeiblichen Elpcc ber Ehestau Goetlach unb ber ihres Ehemannes unb die Vernichtung des Lebensglückc« der nach Köhlers Meinung unschuld-.gen Minna Goetlack, eine gewaltige Aufregung det Bewohnet von Eberstadt und Umgegend unb das gänzlicke Abstefben des Rechtes von Glauben au öfsemliches Recht und Gerechtigkeit. Tie Interpellation enthält dann sechs Fragen pn die Grosth. Regierung, unter andern heißt öS in Frage 3: „Welche Maßtcqeln gedenk: die Grosth. Regierung zu ergreifen gegen diejenigen Beamten, Die die geschilderten, empörenden ärztlichen Eingriffe angeorbnet und auSgesührt haben, die in der Meinung allet Vorurteilslosen a 13 Verbrechen gegen die persönliche Freiheit und bie allgemeine Sittlichkeit sich charakterisieren" Köhler verlangt bmm eine Anweisung der Regierung an die Staatsanwälte, daß Diese anonyme Anzeigen unberücksichtigt lassen sollen und frönt i an, warum der Untersuchungsrichter die Minna Goerlack immer mittag
fmn.n und baitc ii bie BerbaMung gegen Söclimper oniu- trrtni und diese au» )u Gub -» "ilnen Sie aeMnltcn ui* in tbrer Gbre angtur fienen «-amten bÄtttn ein SHedrt bar- auf N'. ; ibTten aUba b Genugtuung werde, aber and) im ölfcnt- Heben Interesse iet es geboten, Klarheit in der Angelegeubiit zu schasien. denn bte Reckt«sid>erhcit iwttcr Kreise der Be-
I tn der Hungener Landpost verbreitet worden seien, erschüttert ^^I>r Angeklagte, sowie sein Vert idiger, RechtSmwalt Sand' mmm Hnntnn wid.dprech.-n dem Anträge.. gegen Hl' nn ge trennt zu verhandeln, di die Tatsache daß es s-ck hier um Beleck gungm gegen Beamte banMte, kein durcks.hlagender Grund ^^Der^lerickxShof beschließt, .au« den vom V rtreter d--r An- flage vorgelragenen Gründen gegen ben Redakteur Dolzmger allnn zu verhandeln, lehnt e« aber ab, eine n .H a 11 - befehl gegen den LandtagSabgeorbneten fföDHtr n erielfen, da nock nicht abziifeden sei. ß*ann der dmrblnngStermin gegen diesen angdeßt merben könne und es ber Stat tSannxittsd.att möglich fei, au 1» ohne e uen vorliegenden Haftbefehl bie Genehmigung des Landtage« zum frrafxtd>tha)en I Vorreden gegen ben AngeNagten Köhler zu nimrken.
Der Redakteur Hvlzinger erflart. feit dein 1. 3uh fei fein Verhältnis zur Hungener Landpost gelöst. Er halte fid> nult für schuldig. Zur Ladie selbst bemerkt Holzingrr, daß ffoblcr ibn nach Langsdorf bcschiedeii habe unb ihm den da« Manu- fTrün be« unter Anklage stehenden Art kels einh ndigte mildem Auftrag, e« jür bte Kammer in fedrf Exemplaren im ruck bmnMten. Köhler hat ihn gleichzeitig vnanlai t. bie wrage hi der Lanbpvst zu peröncntluhen -ter AngcNogte gesteht zu, ben Inhalt de« Artikels vorher gelesen zu haben, ehe er ibn im vlarte veröffentlicht hat: er war uck wohl bewußt, baß er schwere Anklagen gegen Personen enthielt, deren «mt t- die StrafredUspsiege zu bmibd-ben, aber Köhler habe ibmfnn I Manneswort gegeben, daß nfle« so sei, wie er e« fdnhlid) behaupte unb hinzugesügt, dies könne er beweisen: jemc Vernehmungen bie er vorgenommen habe. re,p. b:rcn Resultat Decke sich mit dem Inhalt seiner Eingabe an die ziocite Kammer. Dad Vertrauen iu dem Abgeordneten ffobbr sowie bte Tahacbc. beß da« Leutc-Gcspräär nt Eberstabt und in ber ganzen Gegend die Minna CVoerHd) für unschuldig gehalten hab', habe ihn bewogen, die Ködler'sckt IntcrpeNation in der Sanbpoft ab- zudrucken, in dem Glauben. eS liege im Falle Y^oerlack ein Miß- griff der Justiz vor. und er werde durch die Vcronentuckuna nntbclfcu. den Stein in« Rollen zu bringen, damit die Goerlack hri gelassen werde. Der Vorsitzende, Landgertcktsdirektor Bücking fragte ber AngeNagten. wo er denn da« von fföhler verfaßte Original-Manuskrivt gelasien habe, worauf dieser erklärt, er Hobe es einer Weisung Kohlers zufolge in einen von tieiern mit enter '?ldress' verfebenen Bricsurnscklag mit einem ebenfalls rvm Veriasier niedergdci-rtcbenen Brief gelegt und diese Sendung in >en Briefloften geworfen. Sie sei für die Fra nk- surter Zeitung bestimmt geivescn, jvNcke in dem Ansckreiben gebeten worden >ei, dock in diesem Falle abznfcben, daß er Koh,einen anderen polthfd«n Parteistandpuntt vertrete, unb bie Zusendung zu m Abdruck zu bringen. Holztnger be> mrrft Daß er sich bem Abgeordneten Köhler gegenüber habe be | reit finden lasten, dessen Anfrage in seinem Blatt zu veröffent-1 lirfrn. sobald bide ber zweiten Kammer ein gereicht fei: dies ist. n>te festgesteNt. .am 17. Mai geschehen, unb in ber Rümmer omn" 18. Mai, .bie aber in Hungen schon am 17. Mat nad>- mittags verausgabt würbe, ist benn auch her Abdruck erfolgt. Ter Angeklagte verweist darauf, daß e« häufig vorkomme, baß hie Preise Anträge und Interpellationen bringe, ehe diese einer jxxrUmen:ariidxn Körperschaft zugegangen feien und er habe tm vorliegenden Fall angenommen, das; ihn der 8 12 deS istraf* gesctzbuckeS vostkornrnen vor Strase jckütze, her besagt, daß wahr- beit «getreue Berichte über Verhandlungen eineS L rndtageS oder etnet Kammer von jeder Vcrantwortl chkejt frei bleiben. Damit ist die Vernehmung Holsingers erschöpft
Vor Eintritt in die Beweisaufnahme richtet LandgericktS- htreftor Bücking an ben Angeklagten die Frage, ob er denn nicht einfehe daß er mit der VeröNentUchung bet Interpestttion Kohler bte :n Frage fommenben Beamten schwer beleibtgt habe unb ob er nick: in Ansehung ber Tatsache, baß bie Minna Goerlach des ihr zur Last gelegten 93crbredm« des Kindesmordes geständig fei, die geschehenen Kränkungen zurücknehmen wolle, worauf Holzinger erklärt, erst das Ergebnis der Verhandlung ab-
vtnpun niu,. nu umt ^uMiiniqjsuvi, , .. . » <x>o
Überfluß besieht, und man müßte DcntänbigernKiK ourcn -öe* lelTTung unb auf icbem anberen gdetzlichen Wege eher daraus hinwirken, der Bauwut zu steueru. al« dieselbe zu ßrifni- Tie Bestrebungen, die Lage des Neinen Mannes zu verbessern, flcum Mvivcfni, iveu v.cjc cv vuiiuhvui „Mw, ...... .... .. V-.....-1 werden von den Grundbriitzervereiuen selbltt-erstandlick nicht be-
au verbeimhdjen. Auch ibn bat der Bürgermeister Köhler nach kämpft, vielmehr alle loyalen Bestrebungen deS Staate« unD Langsdorf einqeladen, um über den Vorfall zu beuchten. 3n | ber Privaten unterstützt, welche auf fncbltcheni 415egf Damn LaugSdori habe er in Röhler« Hau« Dr. Sckaad getrosten. Dieser I gehen, den minderbemittelten ein menschemmirdtges -"si'in oe- Zeuge läßt Röhler ebenfalls im Stich; er erklärt auf Vorhalt, ob I zügjjä, ihrer Ernährung, Bekleidung, dc« Btldungsdedürsitnjes die einzelnen Darstellungen be« Falle«, wie fic Röhler in bet I unß bezüglich angemessener Wohntäume zu versckasjeu. L« fmb ,£nnbpofte giebt, soweit sie Beleidigungen enthalten, von ihm bem I basier von den Grimdbesitzervercineu -- Prüfung tm einzelnen Verfasser gegeben worden feien, dies wäre nicht der Fall. | Vorbehalten — friedliche Bestrebungen, ein höheres angcmesicncS
Ter Angeklagte wurde z u einer Geldstrafe! usnuv^K isq uovungoailo^ o'q <P»v 'ujDuvji.) jit luuiiuojui^) von 500 Mark, eventuell drei Monate GefängniSI auf (ßewäl/r'lng ausreichender Wohnungsgeldzuscküsfe nickt zu verurteilt. bekämpfen Al« nirfrt loyal müssen die Bestrebungen bezeichnet
- - - ■■ - verdat weide daraus hmzielen und geeignet sind, durch ungt-
26. DiUlscher Laus- unb (ArunbBfßbertan. redtfertigte Bevorzugung der Daugenosscnschaften aus Kost'n der
4 umv v/tu M p Aklacmeinsieit den bestehenden Gnmdbeiitz feinem Ruin ent*
S. u H. Breslau, 4. August. I ^geuzusüliren. Es ist a) die Aufhebung des § 164, Abs. 3,
Im Kammermusiksaale des Konzcrthaufes sand heute vor sics Invalckitäts-Versicherungsgesctzcs vom 13. und 19. Juli 1890
aa bie erst tversarnmlung be«.. ZentralverbandeS der! zu erstreben; 61 Front zu machen dagegen, daß dü gr,etzgeben* noch in Unter1udrmq3bcT? hielt, trovey-m ,,t^r vrafhfd)e Arzt! städtilchen Hau«- und Grundbefitzkrvereine Deutschland- statt. Der! den Faktoren weiter, wie biSsier, Mittel bei
Tr. Sckao.b die gänzliche Schuldlofigkcit als seine Wissenschaft- BerbandSrwriitzcnde, Stadtrat, Baumeister Hartwig- TreSden, Staates Ergeben um Baugenossenschaften künstlich zu züdKen liche Erkenntnis zu bdckwören sich erbietet unb auch Professor eröffnete die Verhandlungen mit einer längeren Bearüßungs-1 unb benfclbcn Vorteile zu gewähren, die anderen Hausbesitzern Tr. PfoTrnenstiel von der Schuld Minna Äoerlachsl ansprack^. Ein große« Risiko Übernehme der, Weimer heute I und Hauserbauern verweigert werden: c) insbesondere aber Protest nicht Überzeugt ist." I Häui'er baue und damit Wohnungen schäfte. Deshalb müßten Lu erheben gegen den neuerdings auftretenden Versuch, die
E4 werden dann auck die ordnungsmäßig gestellten Straf-1 die HauSbd'tzer fick allezeit bewußt bleiben, das; sie den stärksten Einkünfte und Mittel der Gemeinden, welche zum erlncklickslen antra i' die Angeklagten t riesen staat-anwaltl Anteil an dem Aufbli'sieu d-.r vtädti ! Teil von bem Grundbesitz sellist aufgebralA sind und werde«,
Renn als Zeuae ecklick vernommen, erklärt: Nach der Ent- und auch vom ReidZe t teressen entsprechen he« Ent beu Baugenossensch ften ... fühl n imb so zur Niederkämpf
deckwng d--S in (Pfprftabt vorgekomn'enen Kmo^SmorbeS fri rine gegenfommen fordern. Leid-c fehle es an I 1 rundbcsitzeS zu verwenden."
anantnne Anzeige bei dn Staatsanwaltschaft eingegangen, der-1 kommen noch vielfach, sowohl aus Seiten de« Staates als auch Hierauf teilte der Vorsitzende mit, daß die Vertreter des Jnn- ge die Minna Goerlach und di des Heinrich Kon^I au 'nti ici als ber AckerI ung-verbande- deutscher Bau aew r
e geb. Kneipp der Tat Derbärbti-it worden seien, I betrachtet werbe, auf dem das KvkN t lt6fc und! kläl N ß sie mit bet Bekämpfung der Bau-
Goerlach mit I er demgemäß überall Schutz unb Interesse finbe, Aebenke man! genossensd-aften, soweit bief Iben eine Schädigung ber HauS- auSwirts nie ober bock nur in ab i 1 ehr! «nb Grundbesitzet und i
- schild-n bann, wie er Den ktiminalidyaum nn r,d>tig' TaS Verständnis dafür, baß der Grund! s st mm
' gt habe, nad, Eberlte ■. brntnng jur das ganze Reid) sei, fehle noch vollkommen. I UNS würbe bei Antrag bi - Zi ftiiratl Ki vom Grafen-
wen ma» dort etwa fßr den Täter halt' gs, ba er I (ibcufu m die der Zeit zu >eut n bi I Köln öngenommen, b ■’ i idh-n b« r erste Teil
zr. .vahrrrorn oort rintreffm | in der 'simahme der ^ubhasta onen zu erblicken f ien - inL
" f • *. ver ckV'gten beiden Goerlad^ zu^.einer ^>rn-siniung sonst müfcte man endlich davon abschcu, die Baugcnossensdiasten I DerbmidSlag auf mvrgen früh, weiter in dem Maß« zu unterstützen, wie dies bisher geschehen sei. ?Tu dem (Erbiete der Bautätigkeit lnrrsche heute eine Doll* itänbicr "lnarck4c ohne gleidnn. DaS komme bähet, baß fast üb tall ohne Not gebaut werde. Ihn didem llcbelftanb gingen liniere modernen -.oziolpolitikcr, die sich sonst nid>t genug in Twtistzkcn u sw. tun könnten, vorsichtig herum und auch bie amtlichen Stellen kümmerten sich um dies. Mißstände nicht im


