nreürde anschsließLn wird. Die Quellen liegen am großen was sich an Bord befand, wurde vom Feuer vernichtet. Rad und liefern reichlich und gutes Wasser. — Zu der Außer einer Frau von 75 Fahren hat kein Mmisch settr
Wetterdalbahn hat unsere Gemeinde freies Gelände
ätzen.
"Luise von Koburg. In der Wiener „Zeit" bespricht Felix Salten den Fall der Prinzessin Luise von Koburg. Er stellt fest, daß er nicht von Anfang an geglaubt Hube, hier sei ein Unrecht geschehen, daß er aber infolge der Art, wie Dr. Bachrach (Advokat des Prinzen) sich m den Besitz der Briefe der Prinzessin setzen wollte, allmählich stutzig und anderen Sinnes geworden sei. Salten bespricht das jüngst erschienene Buch des Herrn Mattachich, schildert die günstigen persönlichen Eindrücke, die er aus der Bekanntschaft mit diesem gewonnen, und fährt dann fort: Herr Dr. Bachrach wird mich allerdings für einen schlechten Menschenkenner- Halten, aber ich gestehe, ich habe Herrn Mattachich alles geglaubt. Ich glaube daran, daß er unschuldig ist, und ich glaube an die geistige Gesundheit der Prinzessin Koburg. Ich glaube heute nicht mehr daran, daß Geza. Mattachich Wechsel gefälscht hat, da diese Wechsel bezahlt wurden und also mindestens die koburgische Unterschrift darauf echt war. Diese Unterschrift allein genügte, um der Prinzessin das Geld zu schaffen. Ich glaube nicht daran, daß ein Mensch unter solchen Umständen ein Verbrechen begeht, seine Ehre, seine Freiheit opfert, um für andere Mammon zu erlangen, der auch ohne Verbrechen zu haben war. Ich glaube nicht, daß Mattachich Wechsel fälschte, weil ihn das Militärgericht zuerst der Fälschung von mer Unterschriften und dann plötzlich nur der Fälschung von einer Unterschrift schuldig sprach. Dieser Mann ist, ohne anwesend sein zu dürfen, ohne Verteidiger abgeurteilt und in den Kerker geworfen worden. Und die emzige Zeugin, die über den Fall hätte Auskunft geben können, wurde nicht gehört: Luise von Koburg. Freilich, sie soll damals durch Schwachsinn verhindert gewesen sein. Aber dieser Schwachsinn ist em wenig plötzlich aufgetreten, wie man zugeben muß. Heute ist das öffentliche Bewußtsein beunruhigt, weil der dringende Verdacht besteht, man habe einen Menschen unschuldig ins Zuchthaus gesperrt, ihn seiner Ehre und seiner Existenz beraubt und ihn also auf unbeschreibliche Weise gemartert. Heute handelt es sich darum, daß eine Frau im Jrrenhause schmachtet, von der alle Welt annimmt, sie sei bei Vernunft.
* Kinder morde in Philad elphia. Tie PolizÄ in Philadelphia kam einem Syndikat auf die Spur, das den Kindermord in großem Maßstabe betrieb. Um jeden Verdacht abzuwerrden, wurden gefälschte Totenscheine aus- gegeben, die auf Papier ausgestellt waren, das denselben SiDpi trug, wie die Scheine des Gesundheitsamtes von Philadelphia. Tas Syndikat besaß sogar eine Verbrennungsan statt. Kürzlich lvurden eine örau Ashmead und deren Soljn verhaftet, weil sie in 5an Verdachte stehen, diesem Syndikat bei unerlaubten Operationen an schwangeren Frauen Hilfe geleistet und dadurch den Tod zweier Frauen verschuldet zu haben. Bei der Leichenschau erklärte der Vorsitzende: „Wir haben einen Zeugen, der die Existenz der Verbrennungsanftalt beschwören wird, und ebenso, daß lebende Kinder genau so wie tote in den Verbrennungsofen geworfen wurden. Es klingt unglaublich, aber es ist wahr, daß diese unmenschlichen Teufel neugeborene Kinder in die Glut warfen. 3d) würde eine derartige erstaunliche Erklärung nicht aogeben, wenn ich niclst Bewerfe hätte. Die Mitglieder Dieses Mörder)yndikates begannen damit, daß sie unerlaubte Lperationeu Vornahmen, und sie endeten mit per Verbrennung Lebender und Toter, um die Spuren ihres Verbrechens zu verstecken."
"Ehescheidungen in der Union und inKanada. Die Amerikaner lreben es, ihren Nachbarn im Norden vor-
Arvetterbeweguug.
Bremerhaven, 5. April. Sämtliche B auhandwerkrr der drei Hafenorke Bremerhaven, Lehe und Geestemünde sind gatte morgen in den Ausstand getreten.
Lille, 5. April. Die Zahl der ftreikenden Tex tu- ar bei ter in Roubair und Umgebung beläuft lut) aul * uw Man befürchtet, daß der Ausstand allgemein werden nm». O diesem Falle würde sich die Zahl der Ausständigen auf IW ai erhöhen. ___________
zuführen, daß sie nicht nur geographisch und von Rechts wegen politisch zusammengehören, sondern daß auch dte geistigen Einflüsse der Union auf Kanada viel starker feien als die von den britischen Inseln. So erscheine z. B. das Erziehungswesen der Kanadier dem amerikanischen nach, gebildet und ebenso seien die englischen Zeitschriften m Kanada ganz von amerikanischen Wochen- und Monatsblättern oer. drängt werden. Um so stärker muß aber hervorgehoben werden, daß die Kanadier trotz der ungeheuren Wirkungen von jenseit der langgestreckten Grenze in ihrem sittlichen und Gemütsleben noch immer mehr den Briten gleichen als den Amerikanern. So sind die Kanadier weit besser erzogen als die Amerikaner, und sehr selten giebt es bei ihnen einen politischen Skandal. In einem Artikel des World to-dag wird nun auch auf folgenden Unterschied hingcwiesen: In den 34 Jahren von 1867—1901 sind in der ganzen kanadi. chen Dominion 69 Ehen geschieden worden, in den Vcr. emigten Staaten aber in derselben Zett rund 700 000, b. h. 10 000 mal so viele. Der angeführte Artikel dieser amerika. Nischen Zeitschrift sagt, diese Tatsache zeige an, daß Kräfte im Werte sind, die eine verschiedene Zivilffation hervor, bringen werden. In Kanada gilt nur eheliche Untreue als Scheidungsgrund, und alle Fälle müssen, statt bei Gerichten, beim Parlament anhängig gemacht werden. Es wäre woh! möglich, daß die Kanadier die Ehescheidung nut diesen Schwierigketten eben deshalb umgeben haben, weil sie in den Vereinigten Staaten so leicht ist, daß sie also ein Gegen, gewicht bedeuten. Denn cs ist tatsächlich ein Kennzeichen des kanadischen nationalen Lebens, daß gegen die moralischen Schädlinge aus den Vereinigten Staaten immer scharfe Grenz, wacht gehalten wird, und gerade das erflärt den großem Teil der Unterschiede in beiden Zivilisationen.
Kunst und Wissenschaft.
Stuttgart, 5. April. Professor Haecke von der hiesigen Technischen Hochschule hat vom Reichsamt des Innern den Aui- trag erhalten, einen Teil der zoologischen Ausbeute der btutfäcn Südpolarexpedition zu bearbeiten.
Nürnberg, 5. April. Der erste internationale Kongreß für Schulhygiene wurde heute vormittag durch den Prinzen Ludwig Ferdinand von Bayern mit einer Ansprache eröffnet, in der der Prinz auf die große Aufgabe der öqgienc in der Schule hinwies, von dein zarten kindlichen Organismus aJt Schädlichkeiten fernzuhalten und ihn gegen äußere und innere Em- flüsse zu stählen. Der Prinz gab der Erwarmng Ausdruck, bas dieser Kongreß weiteren Kongressen vorarbeiten werde. Ter IJot« itzende des Kongresses, Professor Griesbach-Straßburg dankte üew Prinzen, sowie dem Ehrenpräsidenten, den Staatsminislem Dr. o. Wehner und Frhr. v. Feilitzsch und schloß mit einem Hock- auf den Kaiser, den Prinzregenten und auf den Prinzen ihiörotq Ferdinand. Der Regierungspräsident Frhr. v. Welser sprach im Namen der bayerischen Staatsregierung, Bürgermeister Jäger tm Namen der Stadt Nürnberg, Regierungsrat Wutzdorf als Delegierter des Kaiserlichen Gejuudheitsamtes, Geh. Oberregierungsral Mantua ür das Preußische Kultusministerium. Als Delegierter der wünicm- bergischcn Regierung sprach Regrerungsrat Fehle. Auf bem Aon- gresse sind sämtliche europäische Staaten, ausgenommen bieiurfci, vertreten, ferner Japan. Generalsekretär Schubert dankte den Jiz gierungen und Behörden, sowie den Organisationskomitees m Den verschiedenen Staaten. An den Kaiser und an den Prinzregentrn wurden Huldigungstelegramme abgesendet.
— Der bekannte Maler Professor v. Defregger brach am 3. April in 9t o m den rechten Arm, dürste ctffo m jeine' Schaffenskraft fürs nächste behindert sein. _
iati> eine bedeutende Geldsumme bewilligt.
Frankfurt, 5. April. Die Organisation des Ausschusses für Volksvorlesungen im Main-Rheingebiet soll erweitert und vertieft werden. Da zugleich, auch die wissenschaftliche Bearbeitung der Volksbildungsfragen große Anforderungen an die leitenden Personen stellt, so ist für den von dem Ausschuß begründeten und bis jetzt geleiteten Rhein-Mainischen Verband ein besonderer Sekretär bestellt worden, der die Geschäfte des Verbandes sellfftändig führen soll. Pros. Dr. Mannheimer verwaltet als Schr^tführer der Gelehrtenkommission, unterstützt durch Sekretär Keller, die Geschäfte des Frankfurter Aus,chusses, während Herrn Volk in Offenbach zunächst auf zwei Jahre die Aufgabe der Verbandsleitung übertragen ist. — Am Samstag verhafte te die Polizei einen elegant gekleideten Ausländer, der perfekt spanisch und englisch und gewandt deutsch spricht. Er wohnte in einem hiesigen feinen Hotel mit einem Kollegen zusammen. Ter Hochstapler hat einem Gaste, der im ।eiben Hotel Wohnung genommen hatte, eine goldene llhr im Werte von mehreren hundert Mark gestohlen und sonstige Diebstähle ausgeführt. Ter Vergiftete ist ein gefährlicher Gauner, der, wie angenommen wird, auch Hotels anderer Städte hettngesuckst yat. — Dem hiesigen Großkaufmann Julius Wiesbader wurde vom Schah von Persien der Orden erster Klasse für Wissenschaft, Handel und Industrie verliehen. Mit dieser Auszeichnung ist der persische Adel verbunden. — Zn seiner Villa in Sachsenhausen starb in der verflossenen Nacht der Chef der Weltfirma Johann Liebig und Co. in Reichenberg in Böhmen, Herrenhausmitglied Heinrich Frhr. von Liebig, im 65. Lebensjahre.
* Homburg, 3. April. Die Maschine des heute im Frankfurter Hauptbahnhof um 1.15 Uhr nachmittags ab- gegangenen Sonderzuges nach Usingen entgleiste zwischen hier und Seulberg. Tie schwere Maschine hatte das Gleis auseinander gedrückt. Vor Frankfurt kam alsbald ein Rettungszug mit Mannsck)aften und Geräten zum Aufgleisen der Lokomotive. Verletzt wurde niemand. Die Passagiere des Zuges wurden nach Homburg zurückgebrackst. Ter übrige Verkehr nach der Usinger Strecke wird durch Umsteigen aufrecht erhallen. Bis zum Abend war das Gleise wieder in" Ordnung gebracht.
Osthofen, 4. April. Ein Vorkommnis, welches sich vorigen Samstag in der hiesigen katholischen Kirche abspielte, bildet gegenwärtig hier das Tagesgespräch Kurz nach 1 Uhr kam ein Brautpaar mit den Trauzeugen in die Kirche, in welcher auch das große Gebet abgeljalten wurde, um kirchlich getraut zu werden. Ta der Bräutigam katholisch, die Braut aber evangelisch war, so fanden Verhandlungen stall, bei welchen der junge Mann erst schriftlich, dann durch ein Handgelöbnis versprechen sollte, seine Kinder kathollsch werden zu lassen; dieser gab jedoch wie das „W. Tgbl." mllteill, nur die Erklärung ab, es sei in Osthofen Sitte, daß die Kinder erzogen würden wie der Vater, jedoch lasse er sich nicht binden. Ta der Geistliche sich damit nicht zufrieden geben wollle, verließ die Hochzeitsgesellschaft un- etngefegnet die Kirche.
kommen."
* Erdbeben. Am 4. d. Mi, vormittags 11 Uhr 7 Min. wurde an den seismischen Instrumenten des königlichen geodaettschen Znstttuts auf dem Telegraphenberge bei Potsdam ein außerordentlicy starkes Erdbeben registriert. Aus den Aufzeichnungen wird geschlossen, daß das Erdbeben 7500 Kilometer von dort entfernt war. Gleichzeitig kamen die Meldungen von dem bereits gestern erwähnten Erdbeben auf der Balkan halb ins el. Tiefes Erdbeben wurde namentlich im südwestlichen Teile Bulgariens, in Serbien und Rumänien stark verspürt. Größeren Schaden erlitten die Ortschaften um das Kloster Rilo (Bulgarien). Beschädigungen an den Häusern wurden in Wranja (Serbien) angerichtet. In Krajova (Rumänien) wurde das Gerichtsgebäude beschädigt. Auch in Saloniki wurden drei lang andauernde Erdstöße verspürt. Von türkischen Eisenbahnstationen werden gleichfalls Erdstöße gemeldet. Tas Erdbeben zeigte sich bis nach Konstantinopel.
* Ter heißeste Ort auf Erden soll die Insel Bahrain, eine der Aval-Inseln ira Persischen Golf, sein; ihre mittlere Temperatur für das ganze Jahr beträgt 29 Grad Reaumur. Juli, August und September sind, abgesehen von den Eingeborenen, für jedermann unerträglich. Um Mitternacht zeigte bann das Thermometer noch über 30 Grad, um sieben Uhr morgens 33 bis 34 Grad, und um drei Uhr nachmittags 48 Grad.
* Die schnellste Lokomotive der Welt hat eine Firma in Kassel gebaut. Die Lokomotive hat den Zweck, tti- olge der mit den elektrischen Schnellbahnen erzielten groß- arttgen Resultate, auch dem Dampfbetriebe Gelegenheit zu geben, feine dominierende Stellung auf dem Gebiete des Eisenbahnwesens zu sichern und mit dem elektrischen Betriebe in Konkurrenz zu treten. Bei den dieser- )alb mit der erwähnten Lokomotive ausgeführten Probe- ahrten gelang es allerdings nickst die ungeheure Geschwindigkeit der elektrischen SckMellbahuwagen zu erreichen, aber immerhin brachte es die Lokomotive doch zu der respektablen Leistung von 140 Kilo Metern in der Stunde, der bis jetzt erzielten höchsten Geschwindigkeit mit Dampflokomotiven. Hiermit blieb die Lokomotive nur um den untxr Berücksichtigung der vielerlei Umstände nickst bedeutend ins Gewicht fallenden Bettag von 67 Kilometern in d er Stunde hinter Den elektrischen Schnellbahnen zurück. Die Lokomotive sieht in ihrer eigenartigen Form einem Di-Zug-Wagen ähnlich Ter Schornstein ist kaum zu sehen und der Tender ist mit der Maschine fest verbunden, sodaß eine Unterbrechung des Ganzen nirgends eintritt. Die gigantische Mirschsine, welche auf der Ausstellung von St. Louis zur weiteren Erhöhung des Ansehens der deutschen Industrie wesentlich beitragen wird, da sie dort zur Ausstellung gelangt, läuft auf 20 Rädern bezw. zehn Rad-
Leben eingebüßt, aber die ganze Einwohnerschaft hat große Verluste erlitten. Biele hatten ihre Sachen überhaupt nicht, fast alle zu niedrig versichert. „Durch die großmütige Hllfe des deutschen Kaisers und des deutschen Volkes, — so chließt der Brief wörtlich — ist uns Hilfe zu teil geworden, ohne Kaiser Wilhelms Vorgehen hätten wir wohl nicht die Hälfte von dem, was uns nun zugekommen ist, be-
Krieskaffen der KeöaKlwn.
(Anonyme Anftagen bleiben unberüdjrch«
Etto «. .Spiel unt> '^oUmarftftrait *
Verlage von F. Lenz u. Co. m Berlin 0. - / erscheint.
Vermischtes.
* Bvchum, 5. Aprll. 'ü>ie oer ,Märk. Sprecher" arnt- lichersells erfährt, wurden außer dem in Altenbochum fest- gestellten Pockenfall vom hiesigen Elisabethenhospital zwei wettere pockenverdächtige Fälle gemeldet. Tas Kranken- haus ist vorläuftg ackst Tage gesperrt worden. Tie mit i>en Kranken in Berührung gekommenen Personen sind isoliert und alle sonst erforderlichen Maßnahmen getroffen worden.
* Berlin, 5. April. Mehrere Abendblätter melden: Einem Geschäftsmann wurde heute, während er an einem Schalter der Reichsbank 16 000 Mk. einzahlte, die Brie f - tasche, enthaltend zwei Wechsel und fechs Einhundertmarks ck-eine, die er neben sich gelegt hatte, gestohlen. Die Polizei ließ sofort die beiden Wechsel sperren; der eine lautet auf 16000 Mk. und den Namen Max Cohn; der andere auf 5880 ML und den Namen Willy Cohn.
* Hamburg, 5. April. Großes Aufsehen erregt die Verhaftung eines Ijiefigen verheirateten SRannes, der fernen unel)ellchen Sohn in einem gemieteten Zimmer angeblich unterrichtet, aber in haarsträubender Weise nach Dippoldscher Methode behandelt hat.
♦ Breslau, 5. Aprll. Nach Meldungen aus dem Riese ngebirge trat m den Ostertagen Schneetreiben ein. Die Schneehöhe ist bis zu 1.60 Meter angewachsen. An der östlichen Seite der Bauden reichen die Schneemasseu bis an die Tücher heran. Aus dem Gehänge ragen die Telegrapl)euftangen kaum einige Meter hoch aus dem Schnee hervor. Die übrigen Teile des Gipfels der Schneekoppe zeigen Schneemassen von 1.50 bis 2.50 Meter
München, 5. Aprll. Die „M. N. N." melden aus Brannenburg: Bei der Auferstehungsfeier in der Schloßkirche stürzte die Empore ein. 16 Personen wurden teils mehr teils weniger verletzt. Die Kirche wurde amtlich geschlossen.
* Rom, 5. Aprll. In Grvsseto wurde ein junges Liebespaar, ein 16jähr. Gymnasiast und eine 15jähr. En gländerin, im Wall>e tot aus gesunden.
* Wien, 5. April. Der Bruder der jüngst entlaßenen Choristin des Hofoperutheaters, Loebl, verübte nachmittags in der Wohnung des Chordirektors der Hofoper, Wondra, einen Rev o lver anschla g auf letzteren. Die Kugel durchbohrte die Lunge. Tie Verletzung ist schwer. Die Loebl stellte sich selbst Der Polizei.
* * Vom Brande in Aales und ist der „Gieß. Auz." in der Lage, nach einem an eine unserer liebens- mürbigen Leserinnen im Vogelsberge gerüsteten, vom 26. März Datierten Briefe aus Der vom Feuer betroffenen Stadt einiges, ftellich recht verspätet, mitzuteilen. Der Brand brack) umj 2 llhr nackftS in eurer Fabrik für Hermetik aus. Wahrscheinlich ist er Durch Nachlässigkeit einiger Arbeiter entstanden, die dort ein Trinkgelage veranstaltet hatten. Bestimmtes aber hat nickst sestgestellt werden können. Der große Umfang des Unglücks war eine Folge des wütenden Südwestfturrnes, der Die Feuer funken nach allen Richtungen jagte, fodaß gleichzeitig an veiichiedenen Stellen der Stadt Feuer ausbrach Sie Feuerwehr stand dem Unglück ohnmäck)tig gegenüber. Die Beivohner suchten ihr Heil in der Flucht. Hilse war nirgends zu bekommen. Tie im Hafen liegeuDcn Fischhampfer hielt man sur sicher, deshalb beeilte man sich, Wertgegenstände, bares Mo und bessere Kleider an Bord eines Dampfers zu schleppen. Da sing das Haus des Kapitäns, der auf dem eeljiife seine Anordnungen traf, Feuer, er eilte sofort zur Brandstätte, um feine Familie in Sicherheit zu bringen. Wahrend dieser Zett («riet auch der Dampfer in Braud, und alles,
Gisenbahu-Zeitung.
— DieAbfchafsung der er ft en Na gen klasse auf der Eisenbahn macht weitere Fortschritte, und wm jetzt bei den preußischen Bahnen in Angriff ^nommen. Die bayrische Staatsbahn beseitigt die erste Nasse gP sonenzüge auf allen Strecken. Nur die Schnellzuge beyalleu ie bei. Tie württembergischen Eisenbahnen haben ja» seit Jahren die erste Klasse auf allen weniger wichtigen Linien abgeschafft._____________
Landwirtschaft.
- Die Züchiung leistungsfähiger und funder Tiere. Es kann keinem Zweifel untettiegen, dav Landwirtschaft in den letzten Jahren in der Berbefferuii« N) bestandes große Fortschritte gemacht hat. vielfach w “ dem Bestreben, immer leistungsfähigere ^rere zu züchten, oi wähl der Zuchttiere fast ausfchliKlich nach diesem vorgenommen, während auf die Gefundheit nicht ge g . sicht geuommen wird. Desto mehr Aufmerkfamkett fo , -
wirte auf eine die Gssundheil fördernde Haltungsweft, Bewegung und Haltung der Tiere in gesunder tuü i g, . eigentlichen Hochzüchter, die das Material Zuchten der anderen Landwirte und Gemeinden> h können ohne Weidegang des Jungviehes nicht meh 1 •. Wir möchten daher jetzt schon die Landwirte daram machen, daß die Weiden des landwirtschastlichen eqe!;i
'n Lauterbach, Zell, Wenings und ^'ergarien d'e best bieten, ihrem Jungvieh eine rationelle Aufzucht z l cri)V;lfI lassen. Die Weiden werden vorauvlichtlich> -»W .1 ö . , und stellen sich die Kosten für Rinder aus i o m 55 Mk. pro Stück und Weidezeit. Zmn ersten Mate b,nn diesem Sommer die auf die Weide zu sA^ndeN v u?:.
Provinzialverein versichert werden. Die 8g wdt&
haben, ihre Tiere aui die Fohlenweche Tierg i -ia2 lverden gut tun, jetst schon ihre langen Zi&ce tagüg » bic ouü zu bringen, ihnen Bewegung zu schaffen uno i -e rldj gewöhnen, damit, rucmi sie auf Oie Steide ko » Ö(C un, durch die sogenannte Stallblmdheit verletze geioohnle Lebensweise in der Entwicklung^ao^^^^^^^


