Mittwoch « Januar LSV4
154t Jahrgang
Erstes Blatt
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Nr. 4
Irliütlnt täglich autzei SonttlagS.
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Woche beigelegL zHotutionfibrud u. Der» lag bei Brühl'lchen Unioerl.'Duch' a-Slein» d ruderet OlUetlch Arbeit) Dteboftum. ftrpeDtnon
Ve»ng»peei»i monaihch75Vlw oierteU jährlich Ml. 2.20; durch Adhole» u. ßroetgfteQer monatlich 65 Pt., durch die Post Ml. 2.— otencl- jäbrl auSlchl. SBettetlg, Annahme von Anzeige» üi die iageenummet j19 pvnnülagfl 10 Uhr. ^cUtnprrt» total 11 'M, auSwätiS n tilg, ifcecaaicpectlidb tttt den poltt. and aUgern. Teil P vitttko tüt ,Sladl und tlantr und .Genchrslaal' tiloauft Güy tüi den rin- ^ciaeiiteU $>an« tHect,
Eichener Anzeiger
General-Anzeiger **
Amis- und Anzeigeblati für den Kreis Gießen
6 Zuteilungskarten,
Bände Gütergeschoffe,
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2 Bände Zuteilungsverzeichnis,
1 Heft Zusammenstellung der Güterqeschosse,
1 Heft Verzeichnis der Drainagekosten, da? Protokollbuch, daß Obstbaumverzeichnis
schäftsordnung enthalten soll, um der Obstruktion ent» gegenwirken zu können.
Auerbach i. S., 5. Ian. Bei der heutigen Reichs- tagsnachlvahl im Wahlbezirk Reichenbach-Auerbach erhielten Sozialdemokrat Hofmann 16 195 und Graf Hocnsbroech 10108 Stimmen. Ersterer ist somit gewählt. (Bei den Hauptwahlen erhielt der Sozialdemokrat 19106, der Kartellkandidat 12 988 St.)
Stuttgart, 5. San. In einer Besprechung von Vertretern bayerischer und württembergischer national- sozialer vereine tvurde heute hier der „Süddeut* sche Verband" konstituiert, der alle nativnalsozialen, ibcralen Vereine Süddeutschlands umfassen wird, einerlei, ob sic dem liberalen Wahlverein in Berlin angehören oder nicht. Als vorläufiger Vorort wurde München gewählt, wo zunächst auch der ^Parteisekretär seinen Sitz nehmen soll. Auf dem ersten Verbandstag, der in der Zeit um Ostern dieses Jahres stattsinden wird, soll die endgiltige Regelung >er Verbandsverfassung erfolgen.
zur Einsicht der Beteiligten offen.
Tagfahrt zur Entgegennahme von Einwendungen hiergegen findet statt: Donnerstag, den 21. Januar 1904, vormittags von 11 bis 12 Uhr, in der Großh. Bürgermeisterei Heuchelheim bei Gießen, wozu ich die Beteiligten unter dem Anfügen einlade, daß die Nichterscheinenden mit Einwendungen ausgeschlossen sind. Einwendungen sind schriftlich abzufassen, zu begründen und auf Papier in Aktengröße (mindestens 1/2 Bogen) einzureichen.
Friedberg, den 31. Dezember 1903.
Der Großherzogliche Feldbereinigungskommiffär: Spam er, KreiSamtmann.
von den
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Bekanntmachung.
Betr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Gießen, rechts der Lahn.
Rechre verletzt werden, dann wissen wir — das hat der Venezuelas«!! bewiesen — unser Recht auch wahrzunehmen. Wir tun es aber nur, weil wir es müssen, nicht etwa, weil es uns besonderes Vergnügen machte, von unserer starken Wehrkraft zu Wasser und zu Lande Gebrauch zu machen. Es macht uns mehr Vergnügen, mit allen, auch den kleinenStaaten,inFriedenund Freundschaft zu leben. Ist es als-o nur der moralische Zwang und nicht etwa ein abenteuerlicher Sinn, der uns veranlagt, da einzuschreiten, wo unsere Ehre und Interessen in Frage stehen, so ergibt sich daraus zur Evidenz, daß es uns nicht beikommcn kann, uns einzumischen, wo unsere Interessen gar nicht berührt sind. Für die Gefährlichkeit der Einmischung gerade in amerikanische Angelegenheiten aus purer Abenteurerlust steht mir ein lehrreiches Beispiel vor Augen. Ter Stern Napoleons UI. erbleichte, als er sich auf das sinnlose Abenteuer in Mexiko einließ. Für deutsche Staatsmänner ist, mag cs sich um Amerika oder andere Erdgebiete handeln, die Politik der Nichteinmischung, wenn unsere Interessen nicht berührt werden, oberster Grundsatz. Eine solche Politik entbehrt des Zaubers der Romantik, sie erscheint vielleicht manchem egoistisch, aber sie trägt sehr wesentlich zur Wahrung des Weltfriedens bei, dessen Erhaltung mir ein sehr ideales Ziel zu sein scheint."
Kolouialpost.
Nach einer Meldung der „Frkf. Ztg." aus Sidney ftnd bei dem Ueberfall in Peterhafen außer den beiden Teutscheu Toll und Reinhardt auch zwei Chinesen und zehn Eingeborene von den Eingeborenen erm or d e t worden. Ter Stationsches Hansen wurde von befreundeten Insulanern beschützt und ist nach Friedrich-Wilhelmshafen entkommen. Am 12. November wurde die §ll:alstation auf der Mundua-Jnsel angegriffen und die Eingeborenen wurden ermordet. Ter Händler Lauer erhielt zwei Speer- wunden, ist aber nebst seiner Familie nach Herberts- Höhe entkommen. Tas Gouvernement hat 50 Mann Schutz- truvven nach dort entsandt und 25 Ein ge bor en e wurden getötet. Als angebliche Ursache der Tat wird der Umstand bezeichnet, daß die Europäer Land, oas sie bereits bezahlt hatten, übernehmen wollten, worauf der uebersaä erfolgte. Tie Schutztruppe setzt gegenwärtig die Verfolgung 'fort, sonst herrscht Ruhe.__
Keer und Atolle.
— Im Trainbataillon Nr. 16 in Forb ach sind nur zwei Offiziere verblieben, die dem Bataillon schon vor dem Juni 1903 angehört haben: der Mttmcistcr. Hagele unv ver Leutnant v. Flenimiug. Auch der Dircllor der Traindirektion 4, dem das Forbawer Trainbataillon unter« steht, Oberst v. Dewall, ist pensioniert worden. Die ,M. N N." charakterisieren die Veränderungen im Forbacher ^raut- bataillon ttrie folgt: Me Offiziere des Trainbataillons Nr. 16 bis auf zwei schieden aus der aktiven Armee auS, und zwar wurde der nachgesuchte 9lbschied bewilligt m:t P?tz"on: Oberst v. Dewall mit Uniform des Trainbataillons Nr. 18, Major Fuchs mit Uniform des Nlanen-Regiments Nr. 12, Rittmeister Bandel ohne Uniform; mit Pension ausgeschieden sind und zur Landwehr übernommen: Oberleutnant Hertz und Oberleutnant Koch; mit Pension zur Disposttion gestellt wurden und als Bezirks Offiziere eingerechi: Ritt- meister Ehe in Gnescn und Oberleutnant Mite in Siegen; mit Pension zur Disposition gestellt wurde: Oberleutnant Habenicht: den schlichten Abschied haben erhalten: Die Leutnants Schmidt und Bilse. ________
Deutsches Keich.
Berlin, 5. Jan. Der Kaiser hörte heute den Vortrag des Chefs des Militärkabinetts Grasen v. Hülsen- Häseler. ,
— Die „Nordd. ANg. Ztg." schreibt: Die „Welt am Montag" behauptet, von vertrauenswürdiger Seite zu wissen, daß der Kaiser unmittelbar nach Bckanntwerden der Nachricht, nach der sich in Weimar eine neue K ü n st l e r - Vereinigung der Modernen unter dem Protektorate des Großherzogs gebildet habe, den preußischen Kultusminister dorthin entsandt habe, um vor Sr. Kgl. Hoheit dahin vorstellig zu werden, daß von dem Plane Abstand genommen werde. Der Großherzog habe sich dem Minister gegenüber in sehr kräftigen Worten gegen jede Einmi f ch- ung in seine Bestrebungen nachdrücklichst verwahrt. Wir lind zu der Erklärung e-nr/Tätigt, daß die gesamte Darstellung der „2Mt am Montag" auf Erfind ung
beruht.
— Ter „Nordd. ANg. Ztg." zufolge lautet die telegraphische Antwort des Präsidenten Roosevelt auf das Telegramm des Kaisers anläßlich des Brandunglücks in Chicago folaendermaßen: „Ihre aus Herzensgrund und edlem Genius redende Depesche bezügl. des schmerzvollen Unglücks, das die Einwohner von Chicago betroffen hat, habe ich erhalten und den Behörden der Stadt Ihr tiefes Mitgefühl ausgedrückt. Empfangen Sie meinen und des amerikanischen Volles herzlichen Dank und beste Glückwünsche, und möge der gütige Gott Sie und Ihr Voll sowie das unsere vor ähnlichen schweren Unfällen möglichst bewahren."
— Bei dem Minister des Innern fand heute eine Konferenz sämtlicher preußischer Oberpräsi- d ent en statt. Aus Anlaß der Konferenz fand abends beim Frhrn. v. Hammerstein ein Diner statt, an dem der Kaiser, der Reichskanzler und der Finanzminister tell- nahmen.
— Wie gemeldet wird, hat der evangelische Pfarrer H e ck e n r o t h, der bekanntlich gelegentlich der preuß. Landtagswahlen einen Pakt mit dem Zentrum schloß, gegen einzelne Personen, die ihn öffentlich beleidigt haben sollen, Klage angestrengt.
— Ter frühere Reichstagsbag. Seyboth, welcher bekanntlich wegen Wcchselfälschung zu 1 Jahr 3 Monaten Gefängnis und 5 Jahren Ehrverlust verurteilst worden ist, wurde trotz des hohen Strafmaßes gegen die von inm seinerzeit gestellte hohe Kaution auf freiem Fuß belassen. , . ,
Dessau, 5. Jan. Nach preußischem Vorgang forderte jetzt das anhaltische Staatsministerium die Oberbürgermeister und Kreisdirektoren auf, dafür zu sorgen, daß die vom Reichskanzler in den Reichstagssitzungen am 10. und 14. Dezember gegen die Sozialdemokratie gehaltenen Reden weiteste Verbreitung finden.
Dresden, 5. Jan. Der König wird sich am 2b. Januar nach Berlin begeben, wo er am 27. Kaiser Wilhelm seine Glückwünsche persönlich darbringt. Ob der Kronprinz in seiner Eigenschaft als Korpskommandeur ebenfalls nach Berlin fahren wird, ist noch unbekannt.
— Dem „Neuen Sächsischen Kirchenblatt" entnehmen die „Tr. Nachr." folgenden Protest: „Der Herr Kammer- Herr Tr. v. Frege-Weltzien hat in der Ersten Kammer am 21. Dezember bei der Besprechung des Krimmitschauer Streif? geäußert: „Es gibt in den eigentlichen Arbeiter- [reifen viel weniger Sozialdemokraten als leider in den Hörsälen und auf den Kanzeln." Wir müssen unsererseits und im Namen der sächsischen evangelischen Geistlichkeit' auf das entschiedenste und s chärfste widersprechen. Wir müssen von Herrn v. Frege unbedingt fordern, daß er seine Worte, lauten sie so, wie gemeldet, beweise oder zurücknehme. Sie bedeuten eine schwere, unverdiente Kränllmg des geistlichen Standes, die allseitig und bitter empfunden wird." _
— Wie der „Chemnitzer Allg. Ztg." aus zumerläsftger Quelle bestätigt wird, ist die Beschleunigung der Veröffentlichung der Denkschrift bei der Wahlrechtsre|orm auf den Wunsch des Königs Georg zurückzusuhrem eintönig hat beim Neujahrsempfang dem Geh. Hofrat Mehnert gegenüber sich ausdrücklich in diesem Sinne geäußert. Aus unterrichteten Kreisen verlautet ferner, daß die Kundgebung der Unterschrift auch eine Verschärfung der Ge-
Ausland.
London, 5. Jan. Wie aus Finanzkrcsten mitgeteill wird, schließt das Finanzjahr mit einem großen Desi- zi t. Dasselbe soll sich aus 4-5 Millionen Pfund Sterling belaufen und veranlaßt sein, durch unge- migende Steuereinkünfte, sowie durch auß ervrd ertliche Ausgaben infolge der Somali-Expedition und für die E r w e r b u n g z w c i e r P a n z e r s Ä i f f e infolge der Somali-Expedition und für die Erwerbung zweier Panzerschiffe, die für Argentinien gebaut worden waren. . . o _ .
Paris, 5. Jan. Der Sozialistische Verband des Seme- Tepartements schloß den Deputierten Mirard aus, weil er in der Kammersitzung vom 22. November 1303 gegen den Äbrüstunasantrag Hubbard gestimmt hatte. Ta ich jedoch das Mahllomitee Mirards mit letzterem solidarisch stellte, glaubt man nicht, daß der B'scymß des sozialistischen Verbandes irgend welche Folgen, für Mirards Stellung haben werde. Mirard selbst erklärte, er bedaure den Beschluß nur deshalb, weil derselbe den -Sozialisten eine vergiftete Waffe in die Hand drücke. Er Persönlich fühle sich durch den Beschluy in keiner Weese berührt und bleibe seiner Uebertzeugung nach wie vor treu.
Budapest, 5. Ian. Abgeordnetenhaus. In der heutigen Sitzung wurden militärische Ausschreitungen in Vilek besprochen. Honvedmimster Nyiri erflärt: Tatsache sei, daß infolge der Zurückhaltung der Soldaten, die ihr drittes Jahr a6gebicnt hatten, sich Unzufriedenheit 6 ein er f 6 ar gemacht habe, und daß am 25. Tezember ein Fall von Verletzung der dem Vorgesetzten schuldigen Achtung vorgekommc:: sei, sodaß 16 Munn arretiert worden seien. Tic Un rsuchung habe ergeben, daß die Widersetzlichkeit planmäßig verabredet gewesen sei. Am 27. Tezember hätten Soldaten in einem Wirtshause in Bilek aufreizende Reden gehalten, weswegen gegen sieben ein Strafverfahren eingeleitet sei. An den Ausschreitungen hätten insoesamt 60 Mann teilgenommen, es fei jedoch nur gegen IG ein Strafverfahren cingcieitct worden. Im weiteren Verlaufe der Sitzung interpellierte Baoknyi (Kos- suthfiarteij wegen der Dekräniung be* Freiheitsdenkmals in Tebretzin durch sieben Soldaten, welche sich deswegen schon drei Monate in Untersuchungshaft befanden. Der 5^onvedminister Nyiri , hierauf, jene Soldaten seien wegen Aufwiegelung i itersuchung. Die Heeresleitung
Ualitische Tligesschau.
Eine „Ditte" an den Reichskanzler.
Aus Berlin, 5. Januar, wird uns geschrieben:
Es wurde schon vor einiger Zeit in Berliner politischen Kreisen davon gesprochen, daß die konservative Partei die Kan alvor lage in Preußen zum Anlaß von Gegenforderungen nehmen werde. Mit der Einführung von Schiffahrtsabgaben auf freien deutschen Strömen ist es nichts; der Versuchsballon, den man aufsteigen ließ, sank rasch zu Boden. Jetzt wird, um doch etwas zu erreichen, eine politische Forderung erhoben. Ter, anerkannte Führer der Rechten, Abg>. Graf Kanitz, richtet in der heutigen Abendausgabe der „Kreuzztgck' eine „Bitte an den Herrn Minister und Reichskanzler", und zwar kurz und bündig des Inhalts, daß Graf Bülow das Kanalpwjekt dem Landtag erst dann vorlegcn möge, wenn der Reichskanzler das längst verheißene Gesetz gegen sozialdemokratische Gewalttätigkeiten im Reichstag zur Annahme gebracht haben werde! Weiter nichts? So dürfte Graf Mlow mit Ironie auf diesen „bescheidenen Wunsch" fragen. Graf Kanitz, der sehr ausführlich und sachgemäß in den vorausgehenden Ausführungen darlegt, daß der Eisenbahn-Transport demjenigen auf künstlichen Masscrst-raßen sowohl in Bezug auf Billigkeit wie auf Zuverlässigkeit entschieden vorzuziehen sei, verabsäumt ganz und gär, dem Reichskanzler einen Vorschlag zu unterbreiten, wie bei den gegenwärtigen Mehrheitsverhältnissen im Reichstag das neue Sozialistengesetz durchgebracht werden könnte. Gras Kanitz spricht von einem Gesetzentwurf gegen Ausschreitungen und zum Schuh der Arbeitswilligen. Graf Kanitz weiß aber, daß die seinerzeit in dieser Richtung« unternommenen Versuche völlig gescheitert sind. Und heute liegen die parlamentarischen Verhältnisse noch ungünstiger für die Wiederholung« des Versuchs. Tas alles hat mit dürren Worten beim Etat Graf Bülow selbst schon dem konservativen Abg. Grasen Limburg« auf dessen Begehren nach „Taten" gegen die Sozialdemokratie auseinanoergesetzt. Wie man sieht, vergeblich. Tie Rechte knüpft an die Kanalvorlage die Forderung erneut an. Taktisch ganz geschickt ist die Begründung, die Graf Kanitz dieser Vcrioppelung gibt. Er meint, wenn der Großindustrie jetzt wieder eine neue künstliche Förderung zuteil werde, dann komme die dadurch hervorgcrufcne Anhäustrng der Menschenmassen in den Jndustriebczirken der sozia1dem«okratischen Bewegung wesentlich zu statten. Folglich müsse die Regierung auf gesetzliche Maßnahmen gegen Ausschreitungen der Sozialdemokratie Bedacht nehmen. Ter Mittellandkanal, oder vielmehr dessen zunächst geplante westliche Teilstrecke, leistet nach Ansicht des Grafen Kanitz dem Anwachsen der Sozialdemokratie wesentlich Vorschub. Uns scheint dieser Hinweis noch für eine höhere Stelle, als die des Reichskanzlers,, bestimmt zu sein. Wichtiger ist die praktische Frage, ob die „kleine" Kanalvorlage scheitern wird, wenn die „Mtte" des Grafen Kanitz unerfüllt bleibt? Mir glauben diese Frage verneinen zu können. Tie preußische Regierung hat das Kanal- Kompromiß „in der Tasche."
lieber eine Unterredung des deutschen Reichskanzlers mit einem Mitarbeiter des „Montreal Taily Herald" bringen die „Berl. Ncucst. Nachr." nähere Mitteilungen, denen wir folgendes entnehmen:
„Ich erinnere mich wohl, Ihnen schon Ende Juni dieses Jahres gelegentlich von Verdächllgungen, die sich an den Venezuelastreit anknüpften, die Stellung Deutschlands zu den amerikanischen Republiken auseinandergesetzt zu haben. Ich habe damals erklärt: „Politisch*e Aspirationen h a b en w ir in der n euen Wel t ü b er - Haupt nicht." Diese (Märimg gilt heute genau s-o, wie sie vor einem halben Jahre gegolten hat, und wie sie in zehn Jahren gelten wird Damit ist aber schon gesagt, daß die Mitteilungen über sympathische Kundgebungen der • deutschen Regierung gegenüber Kolumbien abiolut erfunden rind. Wenn unsere Interessen und wohlerworbenen
In der Zeit vom 7. Januar 1904 bis einschließlich 20. Januar 1904 liegen in der Großh. Bürgermeisterei zu Heuchelheim bei Gießen die Arbeiten des III. Abschnittes Fluren 34 bis 39 obiger Feldbereinigung, nämlich :


