/er Großherzog und Prinz Heinrich von Preußen sich per Automobil zur Fafanenjagd in den Groß-Gerauer Park beheben.
B. 8. Kunstausstellung. Wie schon erwühnt, enthält die gegenwärtige Ausstellung mancherkei Interessantes, wovon das 'Wertvollste hier besonderer Beachtung empfohlen sei. An die Spitze stellen wir die schönen Landschaften R. Kaiser'S, besonders »die Insel", und die »jungen Wan- berer* von R. Scholz. »Landschaften auS dem Achcntal" von feinem koloristischem Reiz hat M. Kunz-Bonn auS- auSgestellt; mit ihnen wetteifern die in einer eigentümlichen Mischling von Pastell und Gouache geschickt auSgesührtcn Landschaftsskizzen von L. Pelling-Diesen nm Ammersee. Düsseldorf sendete zwei flotte Seebilder von H. Lindenberg, ein trauliches holländisches Interieur von W. Harn- büchen und ein duftiges, nur leider durch seinen Goldrahmen stark beeinträchtigtes Frühlingsbildchen »Flora" von H. DeiterS, Marburg stimmungsvolle Landschafts- und Figurenstudien von H. Giebel, und liebevolle Aquarelle von A. Pfeffer; auch fehlt Ubbelohde nicht, der unS diesmal mit einem allerdings sehr skizzenhaften Jnterieurportrait überrascht. Von symbolistischer Richtung ist nur ein bemerkenswertes Bild da, „der Abend" von F. Goeppert-Weimar, gut gedacht und nicht ohne einen Zug inS Große, im ein- zelnen aber nicht durchweg erfreulich, zum Teil sogar von unfreiwillig komischer Wirkung.
** Promenadenkonzert findet morgen, Sonntag, tim !/s 12 Uhr in der Südanlage mit folgendem Programm statt: 1. Ouvertüre z. Op. „Die Felsenmühle" von Reißiger, 2. „Mein Traum!" Walzer von Waldteufel, 3. „Einzug der Gäste a. d. Wartburg", (Tannhäuser) von Wagner, 4. Armee- Marsch Nr. 9, Herzog von Braunschweig, 1. Bat. Garde 1806.
C. Verhaftet. Ein aus hiesigem Braunsteinbergwerk beschäftigter Arbeiter aus Niederbiel wurde hellte morgen wegen eines von ihm am verfloffenen Sonntag zu Niederbiel begangenen Sittlichkeitsverbrechens verhaftet.
** Ab schre dsfeier. Gestern abend fand im Neuen Saakbau, veranstaltet von dem Lehrerkollegium des Neal- ghmnasiums und der Realschule, eine Wschiedsscier zu Ehren des als Direktor an die Realschule zu Wimpfen versetzten Professor Block und deS'an die Höhere Mädchenschule und das Lehrerinnenseminar nach Mainz versetzten, Oberlehrers Dr. Bender statt.
vcrniijchte».
• Dresden, 4. Nov. Der Museums-Direktor Geheimrat Dr. Meyer wird beschuldigt, Museumsstücke beseitigt zu haben. Ferner wird ihm zur Last gelegt, daß er verschiedene Gegenstände für den Selbstbcdarf nuf Kosten des Museums angefertigt haben soll. Dr. Meyer befindet sich vorläufig noch auf freiem Fuße.
In Weimar wurde am Realgymnasium vor einigen Tagen eine geheime Schülerverbindung entdeckt. Tas Lehrerkollegium sah sich deshalb veranlaßt, 17 Schüler der Prima und Sekunda aus hier Anstalt zu verweisen. Tie Maßnahme wird gerechtfertigt durch die von der Regierllng bestätigte Schulordnung, die sich in den Händen jedes Realgymnasiasten befindet.
* Kleine Tages chronik. In Tresden macht sich peinliche Erregung über das Polizeiverbot bemerkbar, Postkarten mit dem Bildnis der Gräfin Montignoso auszustellen und zu verkaufen. Tics Verbot wird damit motiviert, daß die Ausstellung dieser Bilder geeignet sei, bei dein weitaus größten Teile der Bevölkerung, insbesondere bei den königs- treuen Publikum, Anstoß, Verwirrung und Beunruhigung hervor- zururen. — In her Nacht stießen in Herbillon -Algier) die beiden in Algier beheimateten Dampfer „Gironde" und „Schiaffino" zusammen. Ersterer ging unter, lieber 100 Personen sollen ertrunken sein. Tie „Gironde" verließ Bone mit 110 Reisenden, von denen 100 Kabylen waren. Ter Tamvfer „Schiaffino" blieb an der llnfallstelle.
Märkte.
Metzen, 5. Nov. Marktbericht. Auf heutigem Wockemnarkt kosteten: Butter pr. Pfd. 1.15—1.20 Mk., Hühnereier 1 St. 8—10 Pfg. 2 Stck. 15—00 Pfg., Gänseeier 00—00 Pfg., Enteneier 7—0 Pfg., Käse vr. Stck. 6—8 Pf.,' Käsematte 2 Stck. 5-6 Pfg. Erbsen pr. Liter 21 Pfg., Linsenpr. Liter32 Pfg., Taubenpr.Paar0,80—0,90Mk., Hühnerpr.St. 1,00—1,60 Mk., Hähne pr. Stück 0,60—1,20 Mk., Enten pr. Stück 1,80—2,20 Mk., Gänse vr. Pid. 58—60 Pfg., Ochsenfleisch pr. Pfund 00—80 Pfg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 62—68 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 60—72 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 76 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 70—74 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 50—74 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kgr. 6,00—6,50 Mk., Weißkraut per Stück 8—10 Pfg., per Zentner 4.00—4.00 Mk., Zwiebeln pr. Zentner 8,00—10.00 Rtk.', Milch per Liter 18 Pfg., Aepfcl per Zentner 4 bis 7 Mk., in Körben 00—00 Pfg. Nüsse 100 St. 20-25 Psg. Zwctschen per Zentner 0.00—0.00 Mk. Birnen per Zentner 6 bis 0.00 Mk. Marktzeit 8—2 Uhr.
ko. Frankfurt a. 9)L, 5. Nov. Heu- und Strobln a r k t. Heu kostete heute Mk. 3.50 — 3.90, Stroh Mk. 2.20 bis Mk. 2.50. Alles per 50 Kilo. Tendenz: Fest.
ko. Franks n r t a. M., 5. Nop. K a r t o f f e l m a r k t. Man notierte: Mk. 5 80—6.30 per 100 Kilo.
(flft(fte Aachrichtcm
Katholische Gemeinde,
chottesdienll.
SamStag, den 5. November 1 904.
Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht.
Sonntag, den 6. November 1 9 0 4.
24. Sonntag nach P f i n g st e n.
Vormittags von 6 */, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht.
, um 7 Uhr: Die erste heil. Meffe, vor und in derselben Austeilung der heil. Kommunion.
, um 8 Uhr: Tie zweite heilige Messe.
„ um 9 V, Uhr: Hochamt mit Predigt.
Nachmittag? um 5‘/? Uhr: Christenlehre; darauf Andacht.
Montag abend 6'/, Uhr ist Jnbilällms»Andacht.
Donnerstag um 7 Uhr: Segensmesse.
Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst.
Voraussichtliche Witterung in Hessen für Sonntag, den 6. November 1904: Zunächst vorwiegend trüb, Temperatur wenig verändert, dann mifbeilerub.
Näheres durch die Gießener Wetterkarte.
Vriefkallen der Rkdakllcm.
(Anonyme Anfragen bleiben unberncksichtigt.l
r. Die letzten hessischen Landtags wählen fanden am 8. November 1902 statt.
Neueste Meldnnnen.
Berlin, 5. Nov. Eine entsetzliche Familien- Tragödie hat sich in der Prinz Eugenstraße abgespielt. Dort erdrosselte die Frau des Maurers Lentze ihre drei Kinder im Alter von 6, 3 und 1 Jahr und verübte dann auf gleiche Weise Selbstmord.
Paris, 5. Nov. DaS „Eco de Paris" meldet aus Petersburg, daß bet den Verhandlungen zwischen Rußland und England sich Schwierigkeiten ergeben haben. Rußland habe den Wortlaut des Abkommens, wie e§ England vorgeschlagen habe, ab gelehnt und das Schriftstück nach London zttrückgesandt.
Paris, 5. Nov. Die Deputierten, welche bei dem von Syveton hervorgerusenen Zwischenfall zugegen waren, berichten, daß dieser den Kriegsminister mit solcher Heftigkeit geschlagen habe, daß das Gesicht ganz geschwollen sei. Andrö, welcher vor der Ministerbank stand, war von dem unvermuteten Angriff überrascht gewesen und habe unter der Wucht der Schläge gewankt. Er fiel dem Ministerpräsidenten in die Arme, der aufgesprungen war, um dem Angegriffenen zur Hilfe zu kommen. Das nunmehr entstandene Handgemenge war allgemein; wildes Rufen und schrankenloses Hin- und Herlaufen tobte in den Reihen der Deputierten.
Der Arzt des Palais Bourbon, welcher den Kriegsminister Andr4 verband, erklärte, von der Hand Syveton könne der mit Blut unterlaufene Fleck nicht herrühren, sondern laste sich durch den Ring erklären, den Syveton an der Hand trage. Brison benachrichtigte die Gerichtsbehörde von dem Vorfall in der Kammer.
Paris, 5. Nov. General Andrö wurde von Syveton mit der geballten Faust zweimal so heftig ins Gesicht geschlagen, daß er eine blutunterlaufene Strieme davontrug. Zuerst war das Gerücht verbreitet, Syveton habe den Kriegsminister mit einem Schlüssel, den er in der Hand gehalten habe, verletzt. Es scheint aber, daß die Strieme von bem dicken Siegelring Syvetons herrührt. General Andrä wurde von dem Arzte der Deputiertenkammer verbunden, und begab sich sodann nach dem Kriegsministerium. Er wohnte dem Schlüsse der Sitzung nicht bei. Dem Ministerpräsidenten, der ihn besuchte, sagte der Kriegsminister, der Schlag sei so heftig gewesen, daß er im ersten Augenblicke geglaubt habe, von zwei Nevolverkugeln getroffen zu sein.
Wien, 4. Nov. Der „N. Fr. Pr." wird aus Inns» brück gemeldet: Der Gemeinderat beschloß, die Schließung der italienischen Fakultät und die Entfernung des Statthalters, der eine blutbefleckte Hand habe, zu fordern. Dem Bürgermeister Greil, der erklärte, er habe an den Statthalter Worte gerichtet, wie sie noch nie in der Burg gehört worden seien, wurde volles Vertrauen ausgesprochen.
Innsbruck, 5. Nov. Bei den Tumulten wurde das Gasthaus Stenef in Wilten, der Aufenthaltsort von Italienern, dem Erdboden gleichgemacht. Der verwundete Beamte Engelbrecht ist gestorben.
Telephonischer Kursbericht.
3*/sn/o Reiohsan leihe . . 101.40 Sn/o do. ... 89.80 8‘/,°/0 Konsole .... 101.35 3 °ln do.....89.35
3l/2°/n Hessen .... 99.90 3lOberhcssen . . . —.— 4% Oesterr. Goldronte . . 101.75 4* 6% Oesterr. Silborrente 100.30 4% Unirar. Goldrente . . 100.20 40/ ■ Italien. Rente , . . 104.10 4* a % Portugieser . . . 63.00 3°/ Portugiesen. .... 62.05 1% C. Türken .... —.— Türkenlose......128.20
4% Grieoh. Monopol.-Anl. 47.80
41/. % äussere Arsrentiner 43.60
3% Mexikaner .... 29.85 4,//’/o Chinesen .... 89.85 Electric. Sohuckert . . . 120.00 Nordd. Lloyd . . . . 107 40
Kredifaktien.....211 30
Diskonto-Kommandit, . . 191.30 Darmstädter Bank . . . 141.40 Dresdener Bank . . . . 153.30 Berliner Handelsges. . . 160.70 Oesterr. Staatsbahn . . . 140.10 Lombarden ..... 18.10 Gotthardbahn.....189.00
Lanraliütte ...... 253.50 Bochum ....... 221.30 Harpener......217.00
Schatzscheine.....—.—
| Brechdurchfall Diarrhoe Darmkafarrh ^ | Vorrätig in Apotheken, Drogerien, Colonialw, | “
Kauft nur
Nur echt
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Marke auf der Sohle.
Bekanntmachung.
In der Zeit vom 29. Oktober bis 5. November 1904 wurden in hiesiger Stadt
gefunden: 1 Paar weiße Glacehandschuhe;
verloren: 1 goldener Ring mit Blutstein, 1 goldener Trauring, gez. L. 6. 9. 91. und 2 Darnen- uhren.
Zugeslogen ist 1 Kanarienvogel.
Zug elaufen ist 1 rebhuhnfarbiger Hahn.
Die EnrpsangSberechtigten des gefundenen Gegenstandes belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen.
Gießen, den 5. November 1904.
• Großherzogli u? • timt Gießen.
H e v berg.
Mtijcher WohmMchmis Wen.
Gartenstratze 2, Zimmer Nr. 14.
(Geschaftsstunden von 8—1 und von 3—6 Uhr.)
Es sind zu vermieten:
40 Wohnungen von 2—7 Zimmern, 1 möbl. Zimmer.
1 möbl. Zimmer.
Zu mieten gesucht:
37 Wohlrungen von 2—6 Zimmern.
Die Vermieter haben eine Einschreibgebühr zu entrichten und zwar für eine DvlMmg mit einem jährlichen Mietwert bis 300 Mk. einschließlich 0,20 Mk., von mehr als 300 Mk. bis 500 Mk. ein- schließlich 0,50 Mk., und uon mehr als 500 Mk. 1 00 Mk.; außerdem ist iür jede Wohnungsanmeldlmg 1,00 Mk. zu hinterlegen.
Für die Wohnungssuchenden erfolgt die Vermittelung un- HrtgeMrch. BM/ 0
Zur
In allen Stadtteilen regt man sich und stellt Kandidaten zur Stadtverordnctenwahl auf. Nur die Neustadt und angrenzenden Teile liegen im Schlaf!
Haben wir nicht ein Interesse an der Stadt, am Vieh- rnarktplatz, welcher noch nicht festgelegt ist u. s. w.
Darum ist es an der Zeit, daß man eine Versammlung einberuft und Stellung zur Stadtverordnetenwahl nimmt.
66713
Viele Wähler.
1 ■
Arbeitsnachweis der Stadt Gießen
Gnrtenftratze 2 (Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14.
Der Arbeitsnachweis hat die Ausgabe, zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern lArbeitcrn jeglicher Art, Dienstboten und Lehrlingen) unentgeltlich Arbeit zr» vermitteln.
An den Werktagen von 8 bis 1 Uhr und von 8 bis 6 Uhr geöffnet.
Es könne« crugestcllt werden: B6/n
2 landw.Knechte, 2 Schmiede, 2Spengler, 3Schlosser, 2Schreiner, 1 Friseur, Erdarbeiter, 2 Installateure, 1 Fuhrkiiecht, 1 Kutscher, 9 Dienstmädchen, 1 Kindermädchen, 3 Lauffrauen, 2 Laufmädchen.
ES suchen Arbeit:
2 Schlosser, 2 Schmiede, 1 Metall- und Eisendreher, 1 Wagner, 2 Auslauser, 1 Packer oder Fabrikarbeiter, 1 Fahrbursche, 2 Lauffrauen.
Lehrlinge:
1 Kellner.
Verdingung.
Nachstehende für die Feldbcreiniguug Daubringcn noch erforderlichen Drainagearbeiten sollen auf dem Wege schriftlichen Angebots vergeben werden und zwar:
1. Anfahren der Röhren veranschlagt zu. . . 34,50 Mk.
2. Herstellung von Draingräben einschl. Rohrverlegung ..... 579,— „
3. Maurerarbeit .......48,— „
Die Verdingungsunterlagen liegen auf Großh. Bürgermeisterei Daubringen offen, woselbst auch die Angebote mit entsprechender Aufschrift versehen, verschlossen und portofrei, bis Donnerstag den 10. d. Mtö., vormittags 11 Uhr einzureichen sind. Die Eröffnung der Angebote findet um die genannte Zeit in Gegenwart der erschienenen Bieter statt. Die Angebote haben in Prozenten des Voranschlags zu erfolgen.
Gießen, den 4. November 1904.
Grotzherzogliche KirlturirrspeMon Gießen.
B6/11 Wißmann.
Wenn mancher Mann wüsste
welche bedeutende Vorteile die Sclbstbereitung von Cognac, Rum, Likören mittelst der Echten Orlginal-Reichel-Essenzen Marke „Lichtherz“ bringt, würde niemand länger säumen, sich durch einen Versuch 511 überzeugen, daß die selbstbereiteten Getränke, von wunderbarer Feinheit und den besten Litören der Welt ditrthauö ebenbürtig find, viele derselben au Wohlgeschmack sogar Übertreffen und sich mehr als um das Doppelte und Dreifache, ott bis um das Zehnfache billiger stellen. Ein Mißlingen ist ausgeschloffen, jeder Versuch ein Meisterstück. Wertvolle illustrierte Broschüre ,,Die Destillirnng im Haushalt" fltdtiS! Erhältlich in den durch Schilder kenntlichen Niederlagen — wo nicht, Versand ab Fabrik. Ott« Größte Spezial-
fabrik Deutschlands, Berlin, Eisenbahnstr. 4. Nm vor Nachahmungen geschützt zu sein, fordere mau stets lleichel- EwNvnzcn mit dem „Liclitherz“ und weise alles Airdere ohne Weiteres von sich.
Bekanntmachung, die Wahl der Mitglieder der Stadtverordneten-Ber< sammlung betr.
Dienstag, den 15. November 1904, von vormittags 11 Nhr bis abends 7 Uhr, soll die Wahl von sechszchu Stadtverordneten norgenommen werden. Die Wahl findet in dem Bürgermeisterei, gcbände -Gartenstraße 2) statt und zwar haben diejenigen Stimmberech- ugten, deren Namen mit den Buchstaben beginnen:
A bis Go im Zimmer Nr. 10,
Gr bis Li im Zimmer Nr. 11,
Lo bis Schl im Zimmer Nr. 12,
Schm bis Z im Zimmer Nr. 15 abzustimmen. „ t ±
Neben der regelmäßigen dreijährigen Ergänzung der Stadtverord« ncten-Bersammlung durch zehn Mtglieder sind noch sechs Ersahmitglieder, davon drei auf die Dauer von sechs Jahren und drer auf bte Dauer von drei Jahren, zu wählen.
Da nach Artikel 11 der Städteordnung die Hälfte der Stadtver- ordneten dem hächstbefteuertcn Drittel der Wählbaren angehören muß, von den im Amt vcrbleibendm 14 Stadtverordneten 13 diesem Drittel angehören, so müssen von den zu wählenden 16 Stadtverordneten mindesten» 2 aus dem böchstbesteuertcn Drittel gewählt werden.
Alle Stimmberechtigten werden hiermit elngeladen, an dem gedachten Termin sich persönlich einzufinden und ihre Stimme abzngeben.
Zugleich wird darauf aufmerksam gemacht, daß diejenigen Stimmberechtigten, welche mit der Entrichtung der Gemeindesteuer zur Zeit der Wahl sich lunger als zwei Monate im Rückstände befinden, zur Abstim- munq nicht zugelaffen werden und daß daher alle diejenigen, welche bis zum 10 November mit der Entrichtung des 2. Zieles der Gemeindesteuern iin Riickstande waren, nur dann abstimmen können, wenn sie einen solchen stiiickstand noch bis zur Wahl abführcn und, daß solches geschehen, der Wahlkommission durch Vorlage der Steuerquittung nachweisen.
Gießen, den 5. November 1904.
Großh. Bürgermeisterei Gießen.
Mecum.
Versteigerung.
Dienstag, den 8. November d. I. versteigere ich Neustadt 55 dahier: 8253
1. vorm. 10 Uhr:
Ledertreibriemen, Hochdruck- und Panzerschläuche, Asbestfäden und Asbestschnur, verbesserte Talkum- Packung, 250 Kilo konsistentes Fett, chirurgische Instrumente u.Kranken- Pflegeartikel aller Art.
2. nachm. 2 Uhr:
1 Billard, 1 Steppmaschine, ein halbe- Dutzend Schnallenstiefel, 1 Pferd, 1 Fahrrad, 1 Faß Weingeist, Handelswaagen und Wagschalen, 10 Mille Zigarren, Südweine und Spirituosen.
Die Versteigerung zu 1 findet bestimmt, zu 2 teilweise statt.
Born, GerichtSvollzüher.
Versteigerung.
Mittwoch den 9. Nov. I. I., nachm. 3 Uhr, sollen im städt. Pfandloknl Seltersweq 11 dahier die wegen rückständiger OrtS- krankenkasfe-Beiträge für den Monat Juni 1904 gepfändeten Gegenstände, alß: Kommoden, Vertikows, Sofas, 1 Klavier, 1 Nähmaschine, 2 Kassenschränke und 1 Wagen versteigert werden. 8216s (Semmecker, Pfandmeister.
Pftr-e-Berstciütt«iig.
Montag den 7. November, vormittags 10 Uhr, gelangen 6 ausrangierte Dienstpferde auf beni Hofe der neuen Kaserne in Gießen meistbietend gegen Barzahlung zur Versteigerung. IB8/U
UrÜmPerverwaltuna
1 des Infanterie-Regiments Nr. 116.


