Ausgabe 
5.9.1904 Zweites Blatt
 
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Deutsches Keich.

Berkin, X. Sept. Bei Gelegenheit eines Spazier- gcmgS nu Vergaben zeichnete der Kaiser den General iektiäi des Deutschen Automobilklubs, Baron von Branden- l't e t n, burd) eine längere Ansprache ans. Im Laufe der Unterredung wurden mehrere den AutomobiliSmuS betreffende Fragen erörtert. Zugleich verlieh der Kaiser Baron von Brandenstein den roten Adlerorden 4. Klaffe.

Der Reichskanzler Gras Bülow hat sich in Norder­ney mit einem Gewährsmann« der Wiener »Neuen Freien Presst" unterhalten nnd dabei gelegentlich die Aeußcnmg getan, er beklage eS tief, daß der öffentliche Kamps m Deutschland nicht immer mit der feinsten Klinge geführt werde; wir oft komme eS vor, daß ein liberaler Ab­geordneter ein em Agrarier dessen Richtung in einem Tone zum Vorwürfe mache, als od Agrarier inS Deutsche übersetzt soviel rote moralisches Scheusal heiße.

Mehrere Morgenblätter melden: Im nächsten preußischen Etat werde ein namhafter Betrag für die Fort­setzung der AnsiedlungSpolitik in den Ostmarken begehrt werden.

Der Präsident deS deutschen Reichstags, Graf von Ballestrem, vollendet am Montag daS 7 0. Lebens­jahr. Seine parlamentarische Wirksamkeit begann 1872. Dem Reichstag gehört er seit diesem Jahre an, mit Aus­nahme der Legislaturperiode 18931898. Mitglied de? Abgeordnetenhauses war er 18911903. Im Jahre 1903 wurde er erbliches Mitglied des preußischen Herrenhäuser'. In den Jahren 18901893 war er erster Vizepräsident und feit 1898 tft er Präsident deS deutschen ReichSrateS.

Aus Stadt und Land.

Gteßen, den 5. September 1904.

Konsumvere in Gießen und Umgegend. Die gestrige Generalveri'ammltmg der Genossenschaft war gut be­sucht. Der Geschüftösührcr verwies eingangs auf den ge­bend: vorliegenden Geschäftsbericht und gab Kenntnis von der erfreulichen Entwicklung des Vereins. Die Jahresrechnung wurde genehmigt und beschlossen, von der Ersparnis beim gemeinsamen Ernkauf 4 Prozent an die Mitglieder zurück- zuoergütea. Der Vorstand wurde nahezu einstimmig auf wertere drei Jahre wiedergewählt, ebenso die ausscheidenden drei Mitglieder deS AuffichtSratS und drei Stellvertreter des­selben. Um dem Lagerhalter etwas mehr Sonntagsruhe zu gewähren, wurde beschlossen, an künftigen Sonntagen die Verkaufsstelle nur von 11 bis 1 Uhr offen zu halten.

** Der Maschinenbauer-Gesangverein Gießen unternahm am Sonntag nachmittag einen Aus­flug nach Weseck in die Lrcilingsche Wirtschaft ^früher Dorfeld). Au dem Ausflug nahmen befreundete Gefans- öereine von Wiesech Lollar usw. teil, und [ic brachten sowohl Eescuutchöve nne Einzelchöre zur Aufführung, die verdienten Beifall fanden. Tie Pausen wiuLen burd? Dmzoergnügen anSgcfüllt.

b. Annerod,3. Sept. Bei der heutigen Gemeind e- oatSwahl wurden folgende Herren gewühlt: Johannes Neuster 63 Stimmen, Ludwig Launspach II mit 61 Stimmen, Heinrich Schmidt mit 45 Stimmen. Der ErUgenaunte wurde zum bnttenmol, der zweite zum vierten- mal und der zulepr Genannte neugewählt. Tie Wahl ver^ lief ruhig.

i Großen-Buseck, 5. Sept. Am Samstag abend fand hier die Gemeinderatswah l statt. Wiederge­wählt wurde H. Pfesser Veit 187, neugewählt Ehr. Schmidt V. mit 244, und H. Wagen bach IV. jnit 170 Stimmen.

w. Treis a. d. Lda., 3. Sept. Bei der heutigen Bürgermeisterwahl wurde befc bisherige Bürger Ineifter Wilhelm Benner einstimmig, da ein Gegenkandi­dat nid)t crufgestellt war, auf weitere neun Jahre zum Eürgermeister des hiesigen Ortes gewählt. Vor neun Jahren war um das hiesige Bürgermeisteramt ein heftiger Kampf entbrannt, sodaß Herr Benner damals nur mit einer knappen Majorität von 5 Stimmen den Sieg über seinen Gegenkcnididaten davontrug.

y Grünberg, 4. Sept. Am heutigen Sonntag mürbe hierz bei günstigem Wetter die diesjährige Sedan feier, verbunden mit dem Jugendfest, gefeiert. Tes eigent­lichen Sedanrages war bereits am 2. Sept, durch Ausfall des Unterrichts in den Schulen, sowie abends durch Äb- brennen eines mächtigen Feuers und Feuerwerkskörperri am hochgelegenen Warrturm gedacht worden. Gegen 2 Uhr versammelten sich die Kinder und Vereine bei der Schule zur Beteiligung am Festzuge, worauf sich dieser nach dem Festplatze in Bewegung setzte. Hier hielt Lehrer Wagner eine Ansprache.

r. Münzenberg, 2. Sept. Heute sand hier da§ Scharfschießen des Feld-Artilleric-Regim en tS Nr. 2 5 auS Darmstadt statt. Tie Batterien hatten sich aus einer Höhe bei Griedel aufgestellt und schossen auf markierte hölzerne Kanonen und Infanterie in Schützengräben am Tellerberg. Tie Erfolge waren trotz des dunstigen Wetters anscheinend recht gut. DaS Einschlagen der Granaten und Platzen der Schrapnelle ließ sich von der Burg Münzenberg auS recht schön beobachten. Diese war bis auf den Turm dem Publikum geöffnet, welches in großen Scharen herbei­geströmt war. Alles war besetzt, sogar die steilen Mauern des Rittersaales und der Burgumwalluug. Dabei müssen wir noch eines Vorkommnisses erwähnen: Ein Gießener Student hatte auf einen Augenblick seinen Platz verlassen, sein Gepäck zurücklaffend. Als er wiederkam und seinen Platz emnahm, wurde er unter beleidigenden, hier nicht wiederzu- gebenoen Ausdrücken und Drohungen von zwei Männern an­gepackt und mit roher Gewalt von der Mauer herunter- ge riss en, obgleich er in keiner Weise die Leute gereizt hatte. Strafantrag ist gestellt worden. Man sollte erwarten, daß fremde Besucher der Burg zuvorkommend behandelt würden.

Bad-Nauheim, 4. Sept. Unterhaltungen. Früh- kon;err der Kurkapelle täglich von halb 8 bts halb 9 Uhr morgen- am Kurbrunnen. Dienstag nachmittag und abends auf der Terra ne Konzert oer Königsteiner Kurtapelle. Abends doh 8 bis halb 10 Uhr un oaale Symphonie-Konzert der fairfapeUc unter Reifung öei Kapellmeisters Bruch und unter Mitwirkung des l. Becky Baum-Rom. Mittwoch nachuüttag und abenhv aut c -vrraf; Konzert der Kurkapekle. Abends Theatervorstellung: ' i i!i '.'/!3K." Donnerstag nachmittags und abends (mf c . t.vv v. n.ert der Kurkapeile. Bei gutem Wetter Lamplons» bf.ri ; uet lerr.-ffe. Aben-.s un Saale Tanz. Freitag nach- mv.tr, j unü abenu< auf der Terrasse Konzert der ÄunapeUe. Abend- Theatervorstellung: E-Rtobe." Samstag nachmnlag und

abend- aus der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abend- im Saale Zaubervorstellung de- HofkünstlerS Meunier Selar an- Frankfurt a. M. Sonntag den 11. September: Konzert der Kapelle des f>. Großh. Hess. Jnf.-RegtS. Nr. 108 anS Offenbach. Abends im Saale Syinphonie-Konzert der Kitrkapelle. Dioiitag bei gutem Wetter gegen 9 Uhr abends: Feuerwerk vor der Terrasse.

t H ii n g c n, 4. Sept. Einen größeren Trauorzug, wie er dem Sarge nnfcticS Bür g c r m e ister s Buttrvn folgte, dürfte die Staot Hungen selten gesehen haben. Alle Kollegen der llmgcgenb enviesen dem Heimgegangenen die letzte Ehre. Die vorgesetzten Behörden waren vertreten, mtd sogar von feiten der hier auf 11 Tage einauartierten Militärs waren 2 Offiziere zur Teilnahme befohlen. Daß die ganze (&nneüibc sehr zahlreich vertreten war, braucht nicht betont zu werden. Die Trauerrede hielt Mkan Hainer, Dann legten die Stadt, die Bürgermeister des Kreises Gießen, das Großh. Amtsgericht Hungen und der Gesang­verein Eintracht Kranze am Grabe nieber. Die Bohr- arbeiten zur hiesigen Wasserleitung finb im vollen Gange. Hoffentlicli können wir uns im nächsten Jahre den Wohltaten einer Wasserleitung erfreuen.

Lauterbach, 3. Sept. Gestern verunglückte der Kanonier K l i p p e r t aus Gillich bei Homberg (Reg- Bez. Kassel) von der 3. Batterie des 63. Jeldartillerrc-Regi- ments in Frankfurt beim Exerzieren. Beim Ausprotzen traf ihn der Huf eines ausschlagenden Pferdes am Kopfe. ES wurde sofort ein Notverband angelegt. AlSdann wurde der Verletzte auf einem Wagen ins Krankenhaus nach Lauter­bach gebracht. Sein Batterie-Ehef, Hauptmann v. Fahlaud begleitete ihn. Der Artzt konstatierte einen S ch ä d e l b r u ch Die Verletzung scheint daS Leben nicht zu gefährden. Bischof K i r st ein traf am Mittwoch in Lauterbach ein, ließ sich den jetzt begonnenen Missionsneubau zeigen und besuchte sodann die Kinder in der Katechetenschule. Der Lberhirt nahm selbst die Prüfung vor und war von den Leistungen sehr befriedigt. (L. Anz.)

Darmstadt, 3. Sept. S. K. H. der Groß Herzog ist gestern abend von Berlin nach Kiel, bezw. Heniinelmark zum Besuche des Prinzen und der Prinzessin Heinrich von Preußen gereist. (D. Z.)

Darmstadt, 3. Sept. Zur Frage der lieber» bürbung deö Oberlandesgerichts wird derFrkf. 3tg.* mitffcfeilt: Während im ersten Halbjahr 1903 die an- dängigen Zivilsachen 236 betrugen, sind sie im ersten Halb­jahr 1904 auf 261 gestiegen, also um ca. 10 Prozent. Die Termine werden eben bei gegen früher stärker belasteten Sitzungen zu Mitte März 1905 angesetzt. Die Not­wendigkeit der Vermehrung der Richter tritt immer klarer in die Erscheinung.

Frankfurt, 3. Sept. Die GarantiefondSzeichner für das Gordon-Bennett-Rennen hielten gestern abend im Pariser Hof eine Sitzung ab, in der die Rechnungs­abschlüsse deS Deutschen Automobilklubs vorgelegt und den Beteiligten mitgeteilt wurde, daß man achtzig Prozent der Zeichnungen an den Klub a b z u f ü h r e n habe. Von 200 000 Mk., die im ganzen für die sportliche Veranstaltung von Vereinen und Geschäslöleuten gezeichnet wurden, entfallen 96 000 Mk. auf Frankfurt und Homburg. Man beschloß, die 80 Prozent zu bezahlen. Der Deutsche Automobilklub hat sich verpflichtet, Ueberschüsse, die er aus Unternehmungen in nächster Zeit macht, den Garantiefondszeichnern zur Ver­fügung zu stellen. Weiter hat er in seinem Schreiben ver­sprochen, falls das Rennen 1906 wieder nach Deutschland komme und ein Plus ergebe, diesen Ueberschuß an die Garantiefondszeichner zu verabfolgen. An einem PluS zweifelt steil ich heute schon mit Recht die ,Frkf. Ztg.^

Kassel, 4. Sept. Hier ist ein Fremder freiwillig in den Tod gegangen, indem er sich» von bem Schnellzuge Kaftel-Münden überfahren ließ. Nach den Vorgefundenen Papieren ist es ein Dr. A. Berg­feld aus Paris. Briefe, die er bei sich hatte, lassen schließen, bay das Motiv der Tat eine unglückliche Liebe gewesen ist.

vermischtes.

Essen, 3. Sept. In Blankenstein wurde die Tochter eines Gutsbesitzers auf dem Nachhausewege von der Schule von unbekannten Personen überfallen, in den Wald ge­schleppt und vergewaltigt. Die Täter sind entkommen.

Breslau, 8. Sept. Von der russischen Grenze wird gemeldet: Auf dem Gute deS Gutsbesitzers Schmidt in Arciechow brach ein verheerender Brand ans, bei dem Schmidt, seine 4 Kinder und ein Dienstmädchen den Tod in den Flammen fanden. Frau Schmidt erlitt schwere Brandwunden.

Straßburg, 3. Scpt. Bei dem gestrigen Man öv er der Dragonnerregimenter 14 und 22 ereigneten sich bei Brumath dem .Expreß" zufolge zwei schwere Unfälle. Em Soldat wurde von seinem Hintermann mit der Lanze durchstochen, so daß der Bedauernswerte nach einigen Augenblicken seinen Geist aufgab. Einem anderen Dragoner wurde der rechte Oberschenkel durchstochen.

* Montreal, 3. Sept. Der frühere Gouverneur von Eanada, Lord Minto, wurde heute bei einem Eisen­bahnunglück ui der Nähe Montreals tätlich verletzt. 5 Personen wurden bei dem Unfall getötet.

Das Hochzeitsgeschenk der Kaiserin. In dem Torfe Bornim bei Potsdam feierte am Mittwoch der an­gesehene und mit Glücksgütern reich gesegnete Bauern- gutsbefitzer Philipp die Hochzeit seiner jüngsten Tochter in der herkömmlichen splendiden Weise ein Er­eignis, das so ziemlich die ganze Eimvohnerschaft deS Dorfes auf die Beine brachte. Als nun am Mittwoch vormittag das Kaiserpaar auf einem Spazierritt an dem Gehöft des Herrn Philipp vorbeikam, hielt die Kaiserin an und erkundigte sich nach dem Auflauf vor dem Hause. Zufällig war Frau Philipp selbst anwesend, durfte der hohen Frau sich als Brautuultter vorstellen und mit freudiger Ueberraschung die (Gratulation deS KaiserpaareS entgegennehmen. Noch größer aber wurde die Ueberraschung, als kurze Zeit darauf ein kaiserlicher Wagen vorfuhr und ein Diener eine prächtige ^orte auf einer kunstvoll geschmückten Schüssel überreichte nebst einem Brief deS Kammerherrn v. Keudell, in dem die Kaiserin dem jungen Ehepaar noch einmal ihre Glückwünsche darbringen ließ. ES läßt sich denken, daß die liebenswürdige Vlufmcvtfamfeit der Kaiserin auf die Eltern der jungen Frau, wie auf dus junge Paar selbst, eine tiefen Eindruck hervor­brachte.

§pitlplan brr ecrmigteH frankfurter KtabUheater.

Opernhaus.

Dienstag den S. September *): ^HanS Meiling/ Mittwoch den 7. September:Maurer und Schlosser/ hierauf: .Phantasten tm Bremer Ratskeller." Donnerstag den 8. September:La Traviata." Freitag den 9. September, abends halb 7 Uhr: .Siegsried." Samstag den 10. September: .Der Wildschütz." Sonntag den 11. September: .Die Zauberflöte/ Montag den 12. September: ,Gotz von Berlichmgen. Dienstag den 18. September: .Boccaccio.« Schauspielhaus.

Dienstag den 6. September: .Miß Hobbs/ Mittwoch den 7. September: .Julius Cäsar." Donnerstag den 8. September, abends halb 8 Uhr: .Zapfenstreich." Freitag den 9. September: Salome." Hierauf: .Wenn wir altern." Zum Schluß: .Der Dieb." Samstag den 10. September: Neu einstudiert: .Tie berühmte Frau." Sonntag den 11. September, nachmittags halb 4 Uhr: .Im weihen Rößl." Abends 7 Uhr: .Die berühmte Frau." jjlontag den 12. September: .Miß Hobbs.

) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr<

Kandel und UerKehr. Uolkswittschast.

Die Börse und der Krieg. Die neuesten russischen Niederlagen sind an der Börse nahezu einflußlos geblieben. Seblst an der Pariser Börse sind nur ganz geringe Kursrückgänge in den russischen SkaatSpapieren cingetreten. Daraus ist zu schließen, daß eventuell selbst der vollständige Fall Port Arthurs nach Auffassung der Börse als eine befreiende Tat betrachtet werben kann, die den Japanern unerfetzliche Opfer an Menschenleben kostet, während Rtlßland noch über eine aewaltige Anzahl von Bataillone verfügt. Nach den 9hcbcrlagen bet Liaojang ging die russische A»,leihe von 1902 von 91,80 vis 91 zurück. Aettere 5% Anleihe blieben ganz unberührt. Auch der Rückgang der 4°/0 und 3*/,°/» Staatsanleihen machte nicht viel mehr als die Hälfte eines Prozcn^ aus. Die Verluste der russischen Tisenbahnobligationeit, die vom Staate garan­tiert sind, stören den Schlai ihrer Besitzer auch nicht sonderlich; 0,2ö 0,80 und höchstens O,4O°/o war der ganze Ausfall. Schließlich erfuhren die Aktien der Itufsifchen Bank flir Auswärtigen Handel eine Steigerung von 113,40 bis 118,76%.

Ruffifche Baumwollfabrikanten in Deutsch­land. Wir haben schon mitgeteilt, daß die Lodzer Fabrikanten Absatzgebiete für ihre Fabrikate in Deutschland suchen und ihre Jtivafion von Augsburg aus beginnen wollen. Die deutschen Spinner haben mm erklärt, daß sie zu Gegenmaßregeln schreiten wollen. Sie werden mit seltener Eimnütigkeit, auch das Syndikat der elsässischen Baumwollspinnerei tut erfreulicherweise nut, eine gleiche Menge deutscher Garne »ad) Rußland ausführen, wie von der rufsifchen Konkurrenz auf den deutichen Markt gebracht wird.

Märkte.

)( «rüuberg, 6. Sept. Aus dem heutigen Wochenmarkt ivurden verkauft: Weizen per Doppelzentner 17.6000.00 Mk., Korn pro Doppel-Zentner 17.0000.00 5RL, Gerste pro Doppel» Zentner 16.00 Mk., Hafer pro Doppel-Zenwer 14.0000.00 Mk., (Lrbfen per Doppel-Zentner 00.0000.00 Alk., Samen per Toppel- Zentncr 00.0000.00 Mk., Kartoffeln per Toppel-Zenter 0.00 M., Würfen kosteten per 100 Stück 1.201.80 Mk., Butter per Pfund 0.961.00 Mk., Eier 6-7 Pfg. daS Stück.

ic. Frankfurt a. M., 5. Sept. (Orig.-Telegr. desGießen. Anz.") Aintliche9lotlei-ungen der heutigen Fruchtmarktpreise. Weizen Alk. 18.0000.00, Kurhefsischer Mk. 18.2600.00, La Plata Alk. 18.0019.50, KanfaS Alk. 18.0019.50, Roggen (hiesiaer) Mark 14.0014.25, Gerste (Wetterauer) Mk. 17.7518.00, tzranken- ielder Mf. 18,0018,75, Hafer Ack. 14.7616.00, Mars Mk. 12.2512.60, Weizenmehl 0 Mk. 26.7627.25, 2. Qualität AU. 24.76

bis Mk. 26.26, 3. Qualität DU. 22.7623^6, Roggenmehl 0 Mk. 22.0022.50,1. Qualität DU. 19.2520.00, Weizenkiele DU. 9.00 biß DU. 9.60, Roggenkleie DU. 10.2611.00, Maiskerme DU. 10.00 bis DU. 00.00, Franken, Pfälzer, Ried DU. 00.0000.00. Alles per 100 Kg. ab hier.

ic. Frankfurt a. M., 5. Sept. (Telegr. Orig.-Bericht des Gieß. Anz."). Anrtliche Notierungen der heutigen Blehmarkt- prelje. Zum Verkaufe standen: 509 Ochsen, 204 aus Ost­reich, 65 Bullen, 10 aus Oestreich, 678 Kühe, Fersen, Stiere und Rmder, 0 auS Oestreich, 243 Kälber, 160 Schafe und Hämmel, 1660 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegen-, 0 Schaflämmer. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochfen 1. Qualität 7071 DU., 2. Qual. 6769 Mk., 8. Qual. 6166'DU.; Bullen 1.Qual. 62 bi§ 64 Mk 2. Qual. 5860 DU.; Kühe 1. Qual. 6870 Mk., 2. Qual. 6466 DU., 3. Qual. 6668 DU, 4. Qual. 4749 DU., 5. Qual. 00-00 Mk. Kälber: 1. Qual. 8887Pfg., Lebendgewicht 49-52 Pf., 2. Qual. 7075 Pfg., Lebendgeivicht 4144 Pfg., 8. Qual. 0000 Pfg., Schlachtgewicht 6961 Pfg^ Schafe: 1. Qual. 7072 3. Qual. 6264 Pfg., 3. Qual. 00-00 Pfg.; Schwerne 1. Qual. 5859 Pfg., Lebeirdgew. 46 Pfg., 2. Qual. 57-00 Pfg., Lebeirdaenücyt 4546 Pfg., 3. Qual. 6264 Pfg., Lebendgewicht 0000 Pfg. Geschäft bei Horrrvieh gut, kein Ueberstand; bet Klernvieh: Kälber gedruckt, Schweine und Schafe gut, fein Ueberstand.

Familien Nachrichten.

Geborene: Dem Herrn Hauptlehrer Schindel und Frau in Alsfeld em Sohn. Dem Herrn Ernst Albrecht und Frau m Als­feld eine Tochter. .

Verlobte: Frieda May und Richard Maas, Darnrstadt. - Amalie Jtal und Ehristian ElooS, Gelnhausen und Wetzlar.

Gestorben: perr Geh. Mcdrzmalrat Dr. Marim Lorenz, Frau El.se Rausch, geb. Bechstern - beide in Friedbera. - Herr- Kirchenral D. 'Friedrich Heß, Herr Kanzletrat Ehrtsttan Reitz, Herr- Heinrich Elbert; fämmtlich in Darmstadt. - Herr Ehrtstovh Loos, Großh. Burgernrcister in Jugenheim a. d. B. - Frau Lutfe Dem- bürg, geb. Stahl, m Grünewald.

Krieskasten der Redaktion.

(Anonyme Anfragen blieben nuberückstchtigt.f

I. H. in L. Nach § 28 des Kranfenversicherungs-GeseheS vom 10. 9lpril 1892 verbleibt ben Personen, die infolge eintretender ErrverbSlosigteit auS der Kasse ausschelden, der Anspruch aus die gesetzlichen Mindestleistmigen der Kasse in UnterstützungSfällen, ivelcye während der Erwerbslosigfert und innerhalb eines Zeil- ramnes von drei Wochen nach dem Ausscheiden auS der Kaffe cintreten, wenn der Ausscheidende vor feinem Ausfcheiden min- destens drei Wochen ununterbrochen einer Krankenfasfe angehört hat. Diese Bestimmung findet jedoch nut aufOrtß- krankenfaffen Anwendung, nicht aber auf die Ge­rn eindekrankenverftcherung. Für diefe bestellt eine der Vorschrift des ertvähnten Paragraphen erttsprecheiide Bestimmung nicht. Mit dem Austritt aus dem versicherungßpflichtigen Be- fchäftignngsverhältniS endigt die gesetzliche Versicherung bei einer Gemeindefranfenversicherung, es fet denn, daß der Versicherte sich fretivillig »veiterversichert (§11 K.-V.-Ges.).

Im Kampfe umS Dasein der Kinder zählen die besonders im Sommer auftretenden Magen- und Darmtranfheiten ztl den fchlimntsten Feindeit. Den besten Schlitz gegen dieselben bietet eine rationelle Ernährung, welche bet möglichster Schonung des Dtagen- Darmlanals dem Organismus die zu seinem Aufbau noiivenbigcn Nährstoffe zuführt und ihn dadurch gegen Krankheiten widerstaiidS- fähig inacht. Aeußerst rationell ist dte Darreichung von Kufete'S Kindermehl mit Milch, welches die in der Mutterntilch enthaltenen Nährstoffe im richtigen Verhältnisse besitzt; es macht die Kuhmilch, d»e von der Natur nicht für den fleinen Menschen bestimmt ifi, im Magen femslockiger geruinbar mid paßt sie so dem findlicheii Ver- daiiungSapparat an. Turch seinen Gehalt an Diineral- und Ei- mcißstoffeii fördert Kufefe-Dlelll die Entwickelung des Knocheil- und MilStLlstZstems auf baß Günstigste.