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Erstes Blatt.
154. Jahrgang
Freitag 5. August 1904
GiehenerAineiaer
General-Anzeiger **
jährlich
AM- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
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Nr. 18»
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außer Sonntag».
Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit hem ffessllchen Landwirt d»e Gießener Familien* llfluvi viermal in der Woche be,gelegt.
Notationsdruck il Verlag der Brühl 'ichen Unwert.-Buch-u. Stein- druckeret. 9L öong«. Redaktion, Srpeditto» und TWnMtii Gibalstraße 7.
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Iie heutige Yummer umfaßt 8 Seiten.
Aer Krieg zwislpen Aapan und Kußlaud.
Die Rnffen ziehen sich weiter zurück.
General Oku berichtet amtlich, daß der Feind sich seit dem 2. August fortgesetzt in nördlicher Richtung zurückzieht. Am 3. August besetzte die japanische Armee Haitscheng und Niutschwang, dreißig Meilen nordöstlich von dem offenen Hafen gleichen NamenS.
Den Vormarsch nach der Schlacht bei Tatschitschiao fortsetzend, behielten die Japaner Fühlung mit allen russischen Streitkräften, die eine Linie, parallel zur Eisenbahn, bildeten. Zunächst schien die feste Absicht zu bestehen, mit dem bisherigen Zuruckgehen ein Ende zu machen. Roch am 3. d. Mts. vollendete das Jngenieurkorps in aller Eile eine Pontonsbrücke über den Fluß bei Haitscheng. Aber da die russischen Truppen an Zahl schwächer waren, mußte ihr linker Flügel in der Gegend von Simutscheng vor einer Umgehungsbewegung von drei Divisionen des Feindes zurückweichen, da diese Bewegung die Armee von ihren Verbindungen abzuschneiden drohte. Der Rückzug wurde also beschloffen. Die Armee, ditrch die Nachhut stark geschützt, zieht sich langsam nach Norden zurück, wo sie wieder eine Stellung einnehmen wird. Das letzte Zurückweichen ist, heißt es in einer russischen Meldung, ein neuer Beweis dafür, wie unangebracht es wäre, im jetzigen Moment die Offensive zu ergreifen, wo die schlechten Stellungen naturgemäß fortwährend eine Gefahr bilden, umgangen zu werden, und wo die russischen Truppen an Zahl die schwächeren sind.
Ein Telegramm des Generalleutnants Ssacharow an den Generalstab vom 3. August besagt: Nach dem von dem General Sassulitsch über die Kämpfe am 31.Juli gemeldeten Bericht betrugen die russischen Verluste in den Kämpfen am 3 0. und 31. Juli nach den bisherigen Feststellungen an Toten und Verwundeten etwa 290 Offiziere und mehr als 1000 Mann Untermilitärs.
Angriffe auf Port Arthur.
Das Reutersche Bureau meldet aus Tschifu: Der von Niutschwang kommende Dampfer „Futschau" nahm in der Nähe von Tschifu 7 Manner, 4 Frauen und einen Knaben aus einer Dschunke auf, die am 2. August Port Arthur verlassen hatten. Die Flüchtlinge berichten, daß ein blutiger Kampf am Wolfs Hügel nördlich von Port Arthur stattgefunden habe. Die Japaner wurden von diesem Hügel zurück- geworfen. Acht Eisenbahnzüge hatten Verwundete in die Stadt gebracht. Die Zahl derselben sei so groß, daß Transportmittel aller Art benutzt werden mußten. Die Flüchtlinge bestätigen, daß die Heftigkeit des Kampfes in der Nacht vom 28. Juli nachgelassen habe, doch dauere der Kampf noch fort. Die russische Flotte, die augenscheinlich von einer Erkundigungsfahrt zurückgekehrt ist, beschoß die vorrückenden Japaner. In Tschifu eingetroffene Chinesen erklären, die Japaner hätten bereits zwei Forts an der Ostküste, deren Besatzung zu schwach war, genommen, hätten dieselben aber wieder aufgeben müssen, als die Japaner aus den übrigen Stellungen zuruckge- worfen wurden.
Mehrere Kanonenboote, vier Torpedoboote und 12 Torpedobootszerstörer versuchten Montag abend einen Aus- fa ll aus dem Hafen von Port Arthur, wurden aber zum Rückzug gezwungen.
Winterquartiere in Charbin.
Nach einer Meldung aus Charbin verläßt der größte Teil der Zr v ilb e h ör d e n d ie Stadt Charbin. Alexejew traf dort während seines Verweilens Anstalten, um für die Armee Kuropatkins Winterquartiere vorzubereiten. Gegenwärtig befindet sich Alexejew in Mukden, wo er eine neue Unterredung mit Kuropatkin haben soll.
Der deutsche Dampfer Thea.
Wie aus Berlin verlautet, ist in der Angelegenheit der Versenkung des deutschen Dampfers „Thea" eine Untersuchung eingeleitet worden. Von dem Ergebnis dieser Untersuchung wird es abhttngen, welche diplomatischen Schritte in Petersburg zu unternehmen sind, um auch in diesem Falle eine allen gerechten Anforderungen entsprechende Lösung herbeizufiihren.
Die Kreuzfahrt des Wladiwostok-Geschwaders hat in Antwerpener Schiffs-Versicherungs-« Kreisen große Aufregung verursacht. Die Ver- sicherungstaxe für Schiffe, welche mit Fracht nach Japan gehen, ist bedeutend erhöht worden. U. a. ist der amerikanische Dampfer „Shaumet", welcher mit 7x/2 Schilling pro 100 Pfd. Sterl. auf sechs Monate versichert war, mit 10 Pfd. Stl. pro Hundert weiter versichert worden. Die englische Dampfer „St. Hubert", welcher mit Salpeter von Chile nach Japan unterwegs ist, ist mit 200 Pfd. Stl. pro Hundert versichert worden. Die Zahl der Schiffe, welche Kon trebande (?) u a ch Japan bringen sollten, wird auf 300 — 400 geschätzt. (?) Die Hinrichtung einer Fran weg,n Aufreizung der russischen Truppen Die Tochter des bekannten Petersburger Arztes Mieszejewsky wurde dem „Daily Ehrou." zufolge in der Festung Schlüsselburg wegen des Versuches, die Truppen in Ostasien zur Verletzung der Disziplin zu verleiten, durch den Strang hin gerichtet. Das wäre ja, wenn sich die Nachricht bewahrheiten sollte, eine gam außergewöhnliche Vorsichtsmaßregel. Für älmlichc GewaltSmaßrcgelu spricht aber auch cm
Vorschlag aus der ruffischen Preffe.
Die Moskauer Zeitung fordert die russischen Kommandeure auf, den Japanern keinen Pardon zu geben. Das Blatt sagt: ,Als unser großer General Suwaroff gegen die zivilisierten Franzosen kämpfte, gab er oft den Befehl, daß kein Pardon gegeben werden solle. Dies war nicht grausam oder barbarisch, eS war nur notwendig. Heute zwingt uns die Notwendigkeit, in diesem Kriege mit einer halbwilden und barbarischen Nation Suwaroffs Regel zu befolgen. In unserem Kriege mit Japan stehen wir genau so da, wie ein Mann, der von einer Viper angegriffen wird. Es ist nicht genug damit, sie zu erschrecken und ihr zu erlauben, daß sie sich im Busch verkriecht, sie muß vernichtet werden, und wir muffen dies tun, ohne uns darum zu kümmern, ob dies England und der kosmopolitanischen Ptuto- kratie paßt oder nicht. Es würde vielleicht den Prinzipien der Humanität entsprechen, aber eS würde sehr unklug sein, wenn wir Tausende von Japanern Rußland aufbürden wollten, damit sie dort Dysenterie, TyphuS und Cholera unter dem ruffischen Volke verbreiten. „Kein Quartier" und „keine Gefangenen!" das müßte unsere Losung sein!" Die ruffische Preffe hat am wenigsten Anlaß, auf die Zustände, die Kultur ihres Landes und auf sich selbst etwas einzubilden. Wer einen so grausamen Vorschlag einer ebenso gut zivilisierten Nation gegenüber macht, ist wahrlich selbst „halbwild". Ebenso barbarisch ist der Vergleich des Angriffs einer Viper auf einen „Mann". Würden übrigens die Japaner auch so human denken, so sollte es den Ruffen wohl schlecht bekommen.
Die Begegnung des Kaisers Franz Joseph mit dem König Georg von Sachsen.
Das „Dresdener Journal" gibt der Freude des sächsischen Volkes Ausdruck über die heute, Freitag, in Lend- Gastein stattfindende Zusammenkunft des Kaisers Franz Josef mit dem König Georg. Das Blatt sagt, diese Zu- sainmenkunft sei ein neuer Beweis der Sympathie, den der greise Beherrscher von Oesterreich^Ungaim dem Könige von Sachsen, ntü dem er nicht nur durch Bande der Verwandtschaft, fonbem auch durch innigste Freundschaft verknüpft ist, darbringe. Das sächsische Volk begleite diese Begegnung mit der Hoffnung, daß durch den Austausch der persönlichen Gefühle der beiden Monarchen auch die wechselseitigen Beziehungen des österreichisch-ungarischen und des sächsischen Volkes eine neue Befestigung und Förderung erfahren. — Die „Polit. Korresp." in Wien schreibt: Der Kaiser wird in Gastein mit dem König Georg von Sachsen eine Begegnung haben, die als Erwiderung des von dem sächsischen Herrscher in Wien im Jahre 1903 abgestatteten Besuches anzusehen ist. In dieser Zusammenkunft werden das traditionelle intime Verhältnis, das zwischen beiden Höfen besteht, und die freundschaftlichen Beziehungen, die den Kaiser mit dem König verknüpfen, neuerlich zum Ausdruck gelangen. Die Bevölkerung der Monarchie begleitet, die Begrüßung des heimkehrenden Königs durch den Kaiser mit den Gesinnungen aufrichtiger Sympathie. Dem sächsischen Souverän werden in Oesterreich-Ungarn, wie dies auch gelegentlich seines Aufenthalts in Wien zutage trat, allgmeiu die Gefühle der Verehrung ent- gegengebracht. Die Nachricht, daß die Gasteiner Heilquelle eine wesentliche Besserung im Zustande des Königs bewirkt bat, wurde hier mit lebhafter Befriedigung und dem Wunsche seiner vollen Wiederherstellung vernommen.
Arankreich und der Watikan.
Ter „O s s e r v a t o r e Romano" veröffentlicht über bcn Abbru ch der diplomatischen Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhle und Frankreich 24 Aktenstücke, die durch einen amtlichen Kommentar eingeleitet werden. In bcm amtlichen Kommentar heißt es, daß mehrere Male, namentlich in den letzten Monaten, einige Mitglieder des französischen Kabinetts die Absicht zum Ausdruck gebracht hätten, schrittweise zum Bruche mit dem Heiligen Stuhle zu gelangen. Ter entscheidende Schritt auf diesem Wege sei die Beurlaubung oder Mberusimg be£ Botschafters Nisard gewesen, wobei mau einige im Auftrage des Papstes au die Bischöfe von Laval und Dijon gemäß seiner apoftel sck>en Mission gerüstete Briefe zum Vorwand genommen habe. Die französische Regierung habe trotz zufriedenstellender und freundschaftlicher Auseinandersetzungen des Heiligen Stuhles dem Augenblick für gekonmuen gehalten, nm die diplomatischen Beziehungen abzubrechen. Wenn der Heilige Stuhl es auch vorgezogen haben würde, .über die Angelegenheit volles Schweigen zu beobacliten, so schreite er doch jetzt dazu, dieselben zu veröffentlichen, um die Wahrheit und die Verantwortlichkeit klarzu st ollen. Der Kommentar gibt dann eine historische Darlegung der Fragen, und klagt darüber^ daß der Bischof von Laval der französischen Regierung geheime Notenstücke mitgeteilt habe, und er hält die Behauptung auftecht, daß der Heilige Stuhl niemals das Konkordat verletzt hat, sich vielmehr im Recbte befinde und dementsprechend gehandelt habe. Ter Heilige Stuhl, faißt eö weiter, habe gehofft .daß die französische Regierung sich mit den Auseinander- setznngen befriedigt erklären würde, da er fieb stvts entgegenkommend gezeigt habe. Ter Kommentar schließt: Ales war nutzlos. Tie Geschichte wird sagen, daß die französische Regierung die Jahrhunderte alten diplomatischen B e z i e h il n g e n m i t dem Heiligen Stuhle abgebrochen hat, weil dieser, der bei der bette ff en ben Angelegenheit ausschlie ß l i ch zuständig war, seine Bischöfe berief, damit sie sich 'über fdnvcre Anschuldigungen rechtfertigten, nachdem er die französisiche Regierung in Kenntnis gesetzt falte.
Diese Veröffentlichung wird die Geschichte des Abbruches der Bozi'huiigen in kein anderes Licht setzen, als es durch die letzte Entwicklung in Frankreich geschieht. Ziemlich bedeutungslos klingen auch die Nachricillen, daß anläßlich des Jahrestages d e r P a p st w a h l der Papst zahlreickie lelegnunme u. a. von sämtlichen Staatsoberhäuptern mit Ausnahme des Prüsl-
fanten Loubet erhielt und daß der Papst besonders erfreut ge- weien fei über das in herzlichsten Worten abgefaßte Telegramm Kaiser Wilhelms. — Ferner daß in vatikanischen Kreisen ein Besuch Kais er Wilhelms in Rom für Ende September mit Sicherheit erwartet werde. Dieser Besuch hinge mit der Errichtung einer deutschen Gesandtschaft beim Vatikan zusammen. Tie schritte vatikanischer .Kreise zur Verbreitung .derartiger Behauptungen kann man nickst diplomatisch nennen.
Deutsches Keich.
Berlin, 4. Auq. Nach der „Nowoje Wremja" ist der neue deutsch-russische Handelsvertrag für zwölf Jahre vereinbart worden. Am 1. Januar 1906 soll er in Kraft treten.
— In einer von zirka 5000 Personen besuchten sozialdemokratischen Versammlung kritisierte Dr. Friedberg die Taktik der sozialdemokratischen Parteileitung. Er bemerkte, daß das Proletariat trotz der 3 Millionen Stimmen bei den letzten Reichstagswahten der Beseitigung des bestehenden Klaffenstaates noch nicht nähergerückt sei. Auch den Bemühungen, das allgemeine gleiche und geheime Wahlrecht abzuschaffen, stehe das deutsche Proletariat vollständig ohnmächtig gegenüber. Es werde auch demselben keine Träne nachweinen. Die Ausführungen Friedbergs gipfelten darin, daß die sozialdemokratische Partei ihre bisherige Taktik ändern, kein Gewicht mehr auf den Parlamentarismus legen, dagegen mit aller Macht die Idee des Generalstreiks in die Mafien tragen solle. In der Diskussion sprachen sich sämtliche Redner im Sinne deS Referenten aus. Schließlich wurde eine in diesem Sinne gehaltene Resolution angenommen.
Kiel, 4. Aug. Das Hochsee-Torpedoboot 8 64 kollidierte im KriegShafen mit der Hamburger Damvfyacht „Avis". Beide Schiffe und die Beiboote wurden beschädigt, verunglückt ist niemand. <<
Hamburg, 4. Aug. Die Hamburg-Amerika-' Linie dementiert Gerüchte von bevorstehenden neuen Schiffsverkäufen an Rußland. Sie verfüge auch gar nicht mehr über Schiffe, die zu diesem Zweck geeignet wären.
Dre Sden, 4. Aug. Die Dresdner und Chemnitzer Handelskammer wurden bei der Regierung vorstellig wegen Maßregeln zu Gunsten der durch Unterbrechung der Flußschiffahrt schwer bedrängten Industrien.
Ncünchen, 4. Aug. Die Kammer der Abgeordneten nahm die Vorlage an betreffend die Aufbesserung der Gehalter der Beamten und Bediensteten deS Staates und der Kreise.
Dcr Aufwand iu Aeulsch-Südweftafrika.
Von dem Kommando de§ Expeditionskorps in Südwestafrika wird gemeldet: Leutnant der Reserve Dauben ist am 21. Juli im Lazarett von Grootfontein am TyphuS geworben; er gehörte früher dem Feldartillerieregiment Nr. 1 an. Gefreiter Ernst Marquardt, geboren am 26. Oktober 1884 in Linde, Kreis Flatow, früher in der 4. Batterie des Feldartillerieregiments Nr. 17, ist am 24. Juli bei einem Uebersalle der Postkarre bei Otjurutjondou gefallen.
Ausland.
Marien bad, 4. Aug. Das hiesige Bürgenneistermnt wurde heute offiziell davon verständigt, daß Kaiser Franz Josef am 16. ds., nachmittags, zum Besuch deS Königs Eduard von England hier eintreffen um am 17. ds., morgens, nach Karlsbad reifen wird.
Zürich, 4. Aug. Unter den im Auslande lebenden Deutschen sollen Unterschriften gesammelt werden für eine Massenbittschrift an Reichstag und Reichskanzler, um eine Aenderung des Gesetzes über Erwerb und Verlust der ReichS- angehörigkeit herbeizuführen.
Aus Hladl und Fand
Gießen, den 5. August 1904.
** Das Großh. Regierungsblatt Nr. 22 enthält u. a. folgende Bekanntmachung des Großh. Ministeriums deS Innern: Durch Entschließung des Ministeriums des Innern wurde auf Vorschlag deS Preisgerichts der landwirtschaftlichen Provinzial- und Verbandd- Ausstellung zu Gießen 1903 verliehen: I. Die Silberne Staats in edaille für Ausstellungen an: 1) das Landwirtschaftliche Kränzchen Alsfeld, 2) die OttS- gruypc Büdingen des Oberhessischen Obstbauvereins, 3) die Landwirtschaftliche HauShaltungSschule Lindheim; II. die Bronzene Staatsmedaille für AuSstellum^cn an: 1) den Molkereibesitzer H. Fischer zu SelterS (Hessen), 2. die Einkaufskommifsion der landwirtschaftlichen Vereine deS Kreises Alsfeld.
** Sommerwohnungen im Odenwald und Vogelsberg. Der hessische gemeinnützige Verein zur Vermittelung von Land- und Kuraufenthalten in Darmstadt bat dieser Tage eine Geschäftsübersicht mit einem Nachtrag zum Verzeichnis der Sommerwolmmlgen herauSgegeben.
? Wieseck, 5. Aug. Von hier au« sah man gestern nachmittag zwischen 5 und 7 Uhr in der Richtung der Rödgener Straße über einer großen fläche Rauch aufsteigen, sodaß man einen Waldbrand vermutet.


