Ausgabe 
5.4.1904 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

einer neuen

Anz." finden

Zeit anzupassen.

Friedberg, 4. April. ImOberhess.

Interesse des e s s o r und

Kaisers, dem achten Sohne des Bauerngutsbesitzers Schröter in Hart au bei Sprottau in Schlesien, ließ der Monarch bei dessen jetzt erfolgter Konfirmation durch den Ortsgeistlichen eine prachtvolle Bibel überreichen. Diese trägt auf dem Titelblatt folgende eigenhändige Widmung des Kaisers:Wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht. Wilhelm I. R."

Nürnberg, 2. April. Der Mörder der 23 jährigen Kellnerin und ihres halbjährigen Knaben ist der 22 jährige Rechtskandidat Freiherr von Wapper, Vizewacht­meister der Reserve eines süddeutschen Artillerie - Regiments. Der Mörder, wird infolge der Verletzung, die er sich durch einen Schuß zugefügt, wahrscheinlich das Augenlicht verlieren.

London, 4. April. Nach einem Lloydtelegramm aus Montevideo wütete dort ein heftiger Sturm. Ter Materialschaden ist erheblich. Im Hafen sind zwei Schiffe gesunken.

* Palermo, 4. April'. Tie fünf Briganten, welche den Wiener Professor Hofrat Tr. Fuchs überfallen und beraubt hatten, wurden verhaftet.

* Wien, 2. April. Während hier die Temperatur weiter steigt, wird aus Auffee heftiger Schneefall ge­meldet. In Lemberg und ganz Galizien traten heute empfindliche Kälte und starker Schneefall ein.

* Wien, 2. April. Wie aus der Umgebung der Prinzessin Luise von Ko bürg gemeldet wird, machte der ehemalige Oberleutnant Matavich den Versuch, die Prinzessin aus der Heilanstalt bei Dresden zu be­freien. Matavich kam mit zwei Herren zu einem Restau­rateur, den er um Unterstützung bei der Befreiung bat. Hier­durch wurde der Plan der Polizei bekannt und vereitelt.

* Borislaw, 4. April. Das bohrtechnische Institut der Firma Seidenstein und Sikorski istniedergebrannt. Ter Schaden ist sehr bedeutend.

' Petersburg, 2. April. Eine riesige Feuers­brunst ist in dem hiesigen Marien-Kaufhause ausgebrochen und hat einen vierstöckigen Flügel total eingeäschert. Der Schaden beträgt ungefähr eine Million Rubel. Bei dem Brande büßten zwei Personen ihr Leben ein. Beide stürzten sich aus dem 4. Stock herab und waren sofort tot. Mehrere andere Angestellte trugen lebensgefährliche Brandwunden davon. 20 Personen wurden durch die Feuer­wehr von den Dächern gerettet.

* Newport, 2. April. Aus dem nordwestlichen und nördlichen Ohio werden große Neberschwemmungen gemeldet. Viele Menschen sind umgekommen. Obgleich alle Arbeitsfähigen an den Tämmen des großen Sammel­beckens arbeiten, der größten künstlichen Wasseranlage in der Welt, ist doch bereits ein 30 Fuß breiter Riß entstanden, und man fürchtet, daß die ganze Einschließung fortgcrissen werden könnte. Warnungen sind ergangen und man macht alle Anstrengungen, um weiteren Verlusten von Men­schenleben vorzubeugen. Starker Wind vermehrt die Gefahr der Ueberflutung. Tas Sammelbecken bedeckt einen Flächenraum von 30 600 Morgen. Tie Dämme sind 10 bis 25 Fuß hoch. Tas Sammelbecken ist auf der Wasserscheide zwischen dem Ohio und den Seen angelegt und speist bie

wir folgende? Inserat:

Oeffentlicher Tank. Gezwungen,im Dienstes" mein Doppelamt als Pros . . Pfarrer h i e r s e l b st niederz ulegen und darum Fried­berg und das Großberzogtum Hessen zu verlassen, habe ich in den letzten Monaten Hierselbst so vielseitige Teilnahme und un­verdiente Anerkennung gesunden, daß es mir bei meinem nun­mehrigen Abschied nur cuif diesem Wege möglich ist, dasür meinen herzlichsten Dank auszusprechen. Friedberg wird mir unvergeßlich bleiben. Möge auch Friedberg nie vergessen, daß es eine Luther- Stadt ist, von der einst die heute noch gültige und nötige Losung ausging : , Gottes Wort soll obschweben 1*

Friedberg, den 31. März 1904.

Prof. Schöler, Pfarrer z. Z. i. P.

Kleine Mitteilungen aus Hessen u n d d c n Nachbarstaaten. In Wetzlar schied am 1. April der Dechant und Ehrendomherr Kölscher aus dem geistlichen Amte aus. Der frühere dortige Eisenbabnstationsvorstcher Padberg beging am 2. April seinen 80. Geburtstag. In Frankfurt hat eine Firma einige Automobil­er o s ch k e n in Dienst gestellt. Wie verlautet, beabsichtigt die Stadt Mainz, das in den 30er Jahren errichtete Theater nach der Ludwigstraße hin mit einem monumen­talen Erweiterungsba u zu versehen. Die durch den Umbau entstehenden Aufwendungen sollen durch eine Theater - D i t l e t st e u e r verzinst und amortisiert werden. Am 1. April starb nach längerem Leiden der Lehrer Ruppcl zu Düdelsheim bei Büdingen, lang­jähriges Vorstandsmitglied des Larrdes-Lehrervereins, der Ludwigs- und Mcestiftnng, des Vereins Lehrerheim Vo­gelsberg, Schriftleiter des Schnlboten für Hessen. Die Beerdigung fand gestern, am 2. Ostertag, nachmittags 3 Uhr, zu Düdelsheim, statt. In Laubach versammelte ich dieser Tage das Lehrerkollegium des Ghmnasiums im Schützenhof", um eine Abschiedsfeier für Professor Dr. Röschen, der bekanntlich an das Realgymnasium zu Gießen versetzt worden ist, zu veranstalten. Der Dienst­älteste, Professor Dr. Wetzell, hielt die Mschiedsrede. Prof. Tr. Röschen dankte. Eine größere allgemeine Feier steht noch, bevor. In Ober-Mörlen sprach am 1. April im Wohnhause des Lumpenhändlers Voller Feuer aus, welches jedoch beim Eintreffen der Feuerwehr bereits ge­löscht war.

Jahres 1811 ihrem Wesen nach in Geltung zu erhalten, sie jedoch im einzelnen den Bedürfnissen

Vermischtes.

' Köln, 2. April. Ein Dienstmädchen, das Mutter geworden war, schnitt seinein Kinde gleich nach der Geburt Kopf und Arme vollständig ab und warf die Leiche dann in ein TaubenhauSchen. Der Schädel des Kindes war von hinten eingeschlagen. Das Mädchen begab ich nach der Tat selbst zur Provinzial-Hebammenanstalt, wo man sofort das Verbrechen entdeckte.

* Gelsenkirchen, 2. April. Die Verhaftung des Direktors Winkelm ann von der Deutschen Kranken­versicherungskasse erfolgte wegen bedeutender Unterschlagungen. Der Fortbestand der Kaste ist un- icher, sämtliche Bücher sind beschlagnahmt.

* Berlin, 2. April. Das erste Frühjahrsgewitter in diesem Jahre ist heute mittag über Berlin und Umgebung niedergegangen.

Berlin, 2. April. Einem Patenkind des

recht gezeigt. Die alten Räume sind in der Tat kaum wieder zu erkennen. Vorgeschichtliche Funde in Villingen, Langsdorf und Klein-Linden haben u. a. die kerami­schen Sammlungen neuerdings bereichert. In Annerod wurden kürzlich auf kleinem Raum eine große Anzahl meist deformierter Gefäße und zahlreiche Reste auf­gedeckt und für das Museum gewonnen. Der Bczirks- Denkmalspsteger Hauptmann Kramer besiimmte sie als spätkarolingischen Ursprungs und ist der An­sicht, daß es sich um die Auffindung eines HäfnerofenS handelt. Eine Sammlung von Schlössern und Beschlägen ist in Friedberg erworben worden. Besonderer Wert wird auch auf die Vorführung von Kunstblättern, Drucken und Hand­schriften gelegt, die neu geordnet und in angemestenen Zeit­räumen ausgcwcchselt, den Besuchern des Museums unaus­gesetzt Neues und Interessantes bieten. Gut entwickelt hat sich auch die Porträtsammlung der Gießener- Pro f ess o re n, die bis auf den Beginn unserer Hochschule zurückführt. Durch die Munifizenz eines hiesigen Herrn werden sie, sobald die neuen Räume im alten Schloß bezogen werden können, in Nahmen gefaßt, eine ansehn­liche Gallerie bilden. Eine Sammlung hessischer Volks­trachten wächst erfreulich an; c8 ist sehr zu begrüßen, daß sich in dem Museum eine Sammelstelle gebildet^hat, die diese immer mehr verschwindenden Zeugen alten hessischen Volks­lebens der Nachwelt überliefert. Leider sind Männertrachten heute schon nicht mehr aufzutreiben, sofern es nicht gelingt, solche noch in den Truhen alter Familien zu entdecken. Eine Mitwirkung des Publikums in diesem Punkte wäre besonders verdienstvoll. Wie wir hören, wird die Fertigstellung des alten Schlosses bis zum Herbst ermöglicht werden, so daß der Umzug der Sammlungen zu Beginn des nächsten Frühlings zu erwarten steht.

* Die Beerdigu n g des Stadt v. Hanau fand am 2. Osterfeiertag vorm. 1/212 Uhr auf dem Friedhöfe der israelitischen Religionsgemeinde statt. Ein zahlreiches Drauergefolge, darunter fast vollzählig die Mitglieder der Stadtv.-Versammlung, hatten sich an der Kapelle ein­gefunden. Am Grabe hielt Rabbiner Dr. Sander dte Trauerrede. Oberbürgermeister M e e u m legte unter Hin­weis auf die Verdienste, die Herr Hanau sich durch seine Tätigkeit in der Stadtverordneten-Versammlung, in den Kommissionen, in der Ortskrankenkasse und anderen Ein­richtungen der Stadt erworben habe, namens der Stadt und der Stadtverordneten-Versammlung zwei Kränze am Grabe nieder.

** UmdieOsterfeiertage menschenwürdig zu ver­bringen, war es vonnöten, zu Hause die Oefen mit glühenden Kohlen vollzupfropfen, auf der Straße oder in dem Eisen­bahnen aber einen dicken Winterpaletot anzuziehen. Einen möglichst umfangreichen Regenschirm konnte niemand, der sich hinauswagte, entbehren. Nur wer einige Phantasie besitzt, vermochte sich, wenn er mit roter Nase und blauen Fingern vor einem knospenden Baum oder grünenden Strauche stand, einzubilden, daß er sich! im Frühling befinde und das gwße Erwachen der Natur festlich begehe. Am Ostersonntag schien doch wenigstens noch zeitweise die Sonne, war der Aufenthalt int Freien leidlich erträglich. Am Montag aber ließ sich nicht nur unharmonisch ein starker Nordwest in der wild brausenden Lenzsymphonie vernehmen, sondern man hatte noch dazu mitunter die zweifelhafte Annehmlichkeit eines überbeftigen Regenschauers. Woher diese inkommentmäßige, nach den vielen schönen Vorfrühlings­tagen gänzlich deplazierte Witterung kommt? Wahrschetn- ltch dringen auch in diesem Jähre, wie in den meisten seiner Vorgänger, Eisberge aus dem Polargebiet besonders weit nach Süden vor. Dieser Besuch ungefüger Kälte- reservoire wäre gewiß nicht angenehm und würde auch für die nächsten Wochen nichts Gutes weissagen. Aber wenn, wie es in den letzten Jähren andauernd der Fall war, neugierige Forscher aus aller Herren Ländern die arktischen Gegenden durchkreuzt haben, so dürfen wir! luäs eigentlich über den Gegenbesuch, den wir nun von dort erhalten, nicht so sehr erregen. Wir nrüssen im Gegenteil zufrieden sein, wenn die Eisbären nicht auf den Einfall kommen, einen Massenausflug nach dem Vogelsberg oder der Wetterau zu machen, oder die Walrosse einen Einbruch in die Wieseck versuchen. Doch wir können uns zu der Witterung noch im Verhältnis zum Nordosten Deutschlands gratulieren. Tort hat, nach neuesten Privatnachrichten, der Muter mit Eis und Schnee wieder seinen Einzug gehalten.

Kanäle nach beiden Seiten. Eine Anzahl von Städten keine Kraft für ihre Wasserwerke, ihre Beleucbwna für den Betrieb der elektrischen Trambahnen. Viele briken mußten die Arbeit einstellcn. Tie Schienenwege & streckenweise unter Wasser, besonders int nördlichen tht des Staates Jndiania. Tie Kohlenbergwerke sind dur^ das Wasser beschädigt, die Brücken durch die Fluten gerissen worden. Der östliche Teil der Stadt Marion liecn in Trümmern. Der bisher angerichtete Schoden wird qSh zwei Millionen Dollars geschätzt.

* Vergi ftung durcb die Kätzchen der Weide Durch den Genuß der jungen Ausschüsse (Kätzchen dc- Meiden hat sich das siebenjährige Töchterchen des Schlachter meisters L. Rosenthal in Barenburg eine Vergiftung gezogen, an deren Folgen es gestorben ist.

* Ein Ehedrama. In Münden erschoß der Herbergsvater der Herberge zur Heimat Wenzel im Streu seine Ehefrau und dann sich selbst.

* Dr. Siegfried Genth e, der Korrespondent ber Köln. Ztg." in Marokko, ist in der Umgegend von ermordet morden. Am 8. März hatte Dr. Genthe, Q[$ feine Koffer schon gepackt waren und er entschloßen war, ar nächsten Tage zur Küste abzureiscn, einen seiner gewoh'nier Ritte in die Umgegend von Fes unternommen. Seitdrir ist Dr. Genthe verschwunden, und alle Nachforschungen bei Sultan?, der ihn persönlich kannte und schätzte und fofcr >urch Berittene und Fußtruppen die ganze Umgebung ab. uchen ließ, sind ohne Erfolg geblieben. Es meldeten iirf

** Eine Organisation der Forstverw alt- nng. Der zweiten Kammer hat die Großh. Regierung den Entwurf eines Gesetzes, die Forstverwaltung des Groß­herzogtums Hessen betreffend, Aur Beratung und Beschluß­fassung noch kurz vor Ostern vorgelegt. Seit dem Erlaß der unter dem Namenorganische Forstordnung" bezeich­neten Verordnung von 1811 haben die staatlichen Ein­richtungen natürlich so zahlreiche und einschneidende Aenderungen erfahren, daß es nicht länger zu vermeiden ist, einer zeitgemäßen Umgestaltung dieser Verordnung näher zu treten. Die Regierung erfüllt durch diese Vorlage auch eme in der Thronrede bei Eröffnung des gegen­wärtigen Landtags erteilte Zusage. Es handelt sich nickst um die Aufstellung neuer Grunosätze für die Festorgani­sation des Großherzogtums. Im Gegenteil, die bewährten Grundsätze, die in der allgemein für die damalige Zeit als vortrefflich anerkannten Verordnung vom 16. Januar 1811 über die Einteilung des Staatsgebiets in forstlicher Hin­sicht, über die Bewirtschaftung der Gemcindewaldungen und über die Amtspflichten der Forstbeamten aus­gesprochen wurden, sind int großen und ganzen heute noch zutreffend. Sie dürfen bezeichnet werden als der Nieder­schlag einer sich über mehrere Jahrhunderte erstreckenden Erfahrung über die Einrichtungen, die zu einer gedeih­lichen Entwicklung der hessischen Forstwirtschaft dienlich und notwendig sind. Daß jene Verordnung von 1811, entgegen der damaligen Zeitströmung, an dem Grundsatz der staatlichen Beförsterttng der Kommunalwaldungen streng festhielt, muß als ein besonderes Verdienst jenes aus­gezeichneten Gesetzgebungswcrks hervorgehoben werden. Wi die Ueberschrift andeutet, will die Vorlage ein Gese für die Forstverwaltung des Großherzogtums sein. Der erste Abschnitt betrifft die Einteilung des Staatsgebiets in forstlicher Hinsicht, während Msckmitt 2 handelt von den Forstbeamten, ihrer Ernennung. Versetzung und Ent­lassung. Die Amtspflichten und Amtsbesugnisse der Forst­beamten bilden den Gegenstand des 3. Abschnittes. In Abschnitt 4 sind die Bestimmungen über Stellung unter Forstschutz, über das Waldkataster und die Freigabe vom Waldvcrband zusammengestellt. Ein^ fünfter Abschnitt ver­einigt unter der BezeichnuitgS'.htu i nmungen" einige .Sonderbestimmungcn und Uebergangsvorschriften. Der Entwurf verfolgt die Absicht, die Forstorganr.atton des

jedoch schließlich zwei Marokkaner, die behaupteten, sie am 17. März ettva 60 Kilometer unterhalb Feg in b? Gegend von Habassi, wo eine Fähre über den Sebu gebt" int Fluß die Leiche eines Christen gefunden, die zwei wunden aufgewiesen habe. Die deutsche Regierung hot ben Konsulatsbeamten Dr. Dassel, nach Fes gesandt, um narb- drücklich zu verlangen, daß alle Maßnahmen getroffen werben, damit die Schuldigen ihre Strafe trifft. Dr. Vaffel ist om 19. März aus Casablanca abgercist. Dr. Genthe war 1876 geboren. Er war der Sohn eines Gymnasialdirektors in Hamburg; einer seiner Brüder hat ebenfalls in Afrika einen Tod gefunden; er wurde von einem Elephanten zertreten. Siegfried Genthe hatte Geographie und Geologe tudiert und in Marburg den Doktorhut erworben. Schon den jugen Studenten trieb die Reiselust und der Tatendrang in die Welt hinaus; er folgte der Einladung eines gleich, altrigen Maharadscha, den er in Deutschland kennen gelernt hatte, nach Indien und lebte an deffen Hof ein Jahr sing am Fllße des Himalaya. Nachdem er seine Studien deenbei hatte, trat er 1898 tn die Dienste derKöln. Ztg.', war mehrere Jahre deren Vertreter in Washington, machte in ihrem Auftrage eine Reise nach Samoa, begleitete daö deutsche Expeditionskorps in China, durchstreifte Korea und kehck durch die Mandschurei nach Rußland zurück. Im vorigen Jahre, als der Aufstand des Bu Hamara die Blicke ber Welt auf die Nordwestecke Aftikas lenkte, machte er 'ich zu der Expedition nach Marocco auf.

* Vom Zeitungsgründen. Durch die leikhtiertiqe Begründung einer Zeitung ist anscheinend der Buchbinbcr. ineister Ehlert zu Storkow in den Tod getrieben worben. In Storkow, das noch nicht 3000 Einwohner hat, gibt feit einigen Jahren der Buchdruckereibesitzer Kruse btn .Sofal- anzeiger für Storkow und Umgegend" dreimal^ wöchentlich heraus. Kruse hatte kürzlich einige Leute bet itabr cmoe- griffen und sich dadurch deren Unzufriedenheit zugegen, rie wollten ihm nun eine Konkurrenz schaffen und Überresten den Buchbindermeister Ehlert, der bis dahin in guten Ber- hältnissen lebte, vor einigen Wochen, eineStorkower Zu.' herauSzugeben. Dieser ging darauf ein, schaffte ftch Dtaichmen und Schriften an, verwendete viel Geld für eine Agitation, um sein Blatt einzuführen, und erzielte trotzdem keinen folg, denn als vor etwa drei Wochen die erste.Numma erschien, hatte er kaum 30 Abonnenten. Ehlert ho.! sich durch die Ratschläge seiner guten Freunde ruiniert, irr ist nun in seiner Verzweiflung nach Berlin gereist und ' I von dort seiner Frau seine Wertsachen sowie noch 25 l'a Geld mit einem Briefe, in dem er mitteilt, er wolle sich Leben nehmen, zugesandt. Seine Leiche nhirbc nbet n nicht gefunden. __ '

Auszug sus deu Stlmdessmtsreglsteru der W*

Aufgebote. m

Am 24. März. Hermann Friedrich Wilhelm Voß, - steiler in Großen-Buseck mit Maria Müller m _

28. März. Auqust Adolph, Soldat dahier nutt Helen Heuchelheim. Am 29. März. Dr. Otto Ado^t Eduard -JA Koch, Chemiker in Offenbach mit Anna Marie CHar _ dahier. Heinrich Friedrich Neu, Buchdruckerel.owu . bach a. M. mit Anna Sophie Kreie dahier. Am 30. JJ J Ernst Bischoff, Schlaffer dahier mit Kathanne Gmapem - mann in Haina. Am 31. März. Wilhelm, Fuhrmann dahier mit Emma Krehbast hierselbst.

Eheschlietzungeu. hnbie,

Am 26. März. Wilhelm Jakob Post, Sergeant

Marie Louise Röhring in Weißenfels. Am 29. - 1 ' m

Müller, Zahlmeister-Aspirant dahier mit Karolme p gera(a6 selbst. Am 30. März. Reinhold Gustav Johannes «tuvs, dahier mit Katharina Schmitt in Günterod.

Geborene. . rinefcri1-1

Am 21. März. Dem Schneider Ludwig Hormanne- ^r, Berta. Dem Taqlöhner Philipp Spuck ^ne'lod)^

Anna. Am 23. März. Dem Glaser Theodor Schästr e Elsa Anna. Am 24. März. Dem Schloffer Juuu- L

Sohn. Lothar Arthur Julius. - Dm> Stt.ram

eine Tochter. Am 27. MärZ. Dem Schnei der -lua ßeinfl j Tochter, Frieda. - Dem .

Weller ein Sohn, Hemrtch. Dem Metzger no .. . I Wenzel eine Tochter, Ottilie Gma ' $ein flo^'

Bierbrauer Gabriel Jakobi ein Sohn. Am 2! .. - s^kla ' mann Wilhelm Dürbeck eine Tochter, Ilka Frar z

Johanna.

Gestorbene. . 7 ->ahre »

Am 26. März. Georg Ludwig Meckenbachs ^icr Sohn des Schuhmachermeisters tfcxtiroa) -Uc ne

27. März. Heinrich Schiescrstein, 20Tage- cüt ^arbMr W Johannes Schieferstein dahier. Am 28.3- .^?'S^jfyetzers eizeorq Strohwig, 6 Monate alt, Soh'^i d ^.^b Bruck, 36 Strohwiq dahier. Am 29. März. Mar'e^B-ll-k, Am SL-^A

alt, Ehefrau des Taglöhncrs Christoph Bellol bau Tag

Katharine Steinmüller, 9 Jahre alt, @dbel, 9

: dah,-r._______

! Pickels, Mitesser, KJ-JSL-E

: kN