Ausgabe 
5.4.1904 Erstes Blatt
 
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im Februar 1904

311

730 Frauen,

Wannenbäder 1. Klasse 278 Männer, 89 Frauen,

693

435

2.

ganz besonderer Beliebt- einen vollwertigen Ersah

Im März wurden im Februar 1904 und Durchschnitt auf den

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Gießen, Dr. Grnft Korne wie wir bereits der Universität Proiesior auf w Universität Stet akademischer fiel Tübingen und - einer Difiertatu gestarum wxoi fierte -r sich in mäer' für alte Strack ist Kor Archäologische^ fefjor in der jux Jung Hai ein, und deutsches gelehnt. Ju Wilhelm von 5 manns in gleich

Kiel, 5. Profesiors der 1 stituts und Mus ist, wie mir mit logie (mit be|or Gießen, Tr. (geb. 1861 zu E Lausbahn 1887 ordemlicher Pros Seit 1. April 18 A. Streng.

Getöteten ist kein Europäer.

Amsterdams, ylpril. DerTelegraaf" veröffentlicht eine Drahtmeldung aus Kota Radstr, das; eine auf einem Streifzuge befindliche Kolonne der niederländischen Truppen im Bezirke Gajoeloeas (Atschin) sämtliche Dörfer stark verschanzt vorfand. Die Truppen gingen zum Angriff über. Der Feind hatte 541 Tote, die niederländischen Truppen 3 Tote und 25 Verwundete. Leicht verwundet wurden auch! 3 Offiziere.

Brüssel, 4. April. Gestern wurde hier der sozia­listische Laudeskongreß eröffnet. Nach längeren Ausführungen des Sozialistenführers Vandervelde wurde beschlossen, bei den kommenden Wahlen überall da, wo für die Sozialisten keine Aussicht auf Erfolg besteht, für den anti­klerikalen Kandidaten einzutreten. Es gelangte eine Tages­ordnung zur Annahme, die Fe i e r d e s 1. M a i in Belgien um so großartiger zu gestalten, als gegen Ende Mai die Kammerwahlen stattfindeu. Eine weitere Tagesordnung fordert zur energischen Bekämpfung des Alkoholss- mus, sowie zur Unterstützung der von Frauen herausge­gebenen antialkobolistischen Zeitschriften auf.

Paris, 4. April. Das Blatt ,.Europeen" versichert, daß bei der Zusammenkunft Kaiser Wilhelms mit dem König von Italien auch der r n s s i s ch - i a p a n i s ch e Krieg erörtert worden ist. besonders sei die Gefahr, welche der Krieg für den europäischen Frieden bilde, Gegenstand der Unterredungen gewesen. Auch sei der Gedanke erwogen worden, dem König von England den Vorschlag einer schiedsrichterlichen Entscheidung anzutragen: es heiße, Frankreich und Oesterreich seien für eine Inter­vention seitens Deutschlands und Italiens.

Marseille, 4. April. Vorgestern kam es in einer Wähl er Versammlung zu einem Tumult, wobei Re­volverschüsse abgefeuert wurden. Fünf Personen wur­den hierbei verwundet.

Rom, 4. April. Der Vapst empfing eine Abord­nung des Komitees des deutsche n Katholiken- t a g e?-.. Präsident Graf Dr o ste-Vi s cherin g verlas die in lateinischer Sprache verfaßte Huldigungs- a d r e s i e, in welcher dem Papste für die den deutschien Katholiken erteilten Ratschläge gedankt wird, welche der katholischen Kirche und dem Staate von großem Nutzen gewesen seien. Ter Papst erwiderte ebenfalls latei­nisch, dankte den deutschen Katholiken für ihre Ergeben­heit gegenüber der Kirche und betonte die freundliche Gesin'nung des deutschen Kaisers und der deutschen Regierung gegen seine Person und die Kirche. Ein großer Teil des Verdien st es gebühre der Zentrumsfraktion des Reichstages. Ter Papst wünsche den deutschen Katholiken alles Gute und er­teilte allen Anwesenden den Segen.

B u d a p e st, 2. April. In Mattersdorf im Oedenburger Komitat veranstalteten die dortigen Bewohner gestern Iudenexzesse. Tic Fenster vieler jüdischer Häuser wurden zertrümmert, einige Juden durch Messerstiche verletzt. Die Juden verbarrikadierten sich in ihren Wohnungen. Nur das Einschreiten der Gendarmerie ver­hinderte eine allgemeine Plünderung. Zahlreiche Verhaft­ungen wurden vorgenommen.

Sofia, 2 April. TieAgence telegräphigue Vulgäre" meldet: Tie türkischen Behörden von Monastir haben den Professor der türkischen Sprache des dorttgen Gvm- nasinms T o r e f f unter dem Vorwande verhaftet, daß er die Einwohner mehrerer bulgarischer Gemeinden ver­leitet habe, sich unter die Jurisdiktion des Exarchats zu stellen, und daß er ihnen eine entsprechende Petttton ver­faßt habe. Um diese ungesetzliche Verhaftung zu rechtfertigen, heben die Behörden hervor, daß ähnliche Petittonen bei dem jüngst getöteten Bandenchef Kale gefunden worden seien. Indessen ist bekannt, daß bei ihm kein Dokument gefunden worden ist. Die türkischen Behörden wenden diese Mittel autf Ansttften der Griechen an, um hauptsächlich den bulgarischen Metropoliten Grigori bloßzustellen. Nach den letzten Meldungen sind auch der Sekretär der Metropole und andere bulgarische Notablen wegen der Angelegenheit der Petttion verhaftet worden.

Keer und Motte.

Nach derAugsb. Abendzeitung* stammt ein neuer­dings bekannt gewordener Erlaß gegen Mißbrauch der Dien st gemalt vom Generalkommando des 3. Armeekorps unterm 8. März, also wenige Tage vor dem Rücktritt des kommandierenden General? v. .Tylander.___

166 , 10

Dampf- und Heißlustbäder, sowie Massage zusammen 143 Männer und 29 Frauen, Brausebäder 1549 Männer und 178 Frauen. Die Personenwage wurde von 200 Per­sonen benutzt, das Bad von 7 Personen besichtigt.

** Silberne Hochzeit feierten am 2. Osterfeiertag bei bester Gesundheit BaUhaser Rau und Frau.

** Rittershaus-Konzert. Am Montag den 25. April werden unsere Musikfreunde Gelegenheit haben, einen der ersten Tenoristen Deutschlands, den Kgl. Hofopernsänger

Aus Stadt und Land.

Gießen, den 5. April 1904.

Der neue Polizeiamt mann Herberg, früher Regierungsassessor in Offenbach, hat heute die Geschäfte des Vorstandes des hiesigen Polizeiamts übernommen.

P rof. Brauns. In derDarmst. Ztg." wird, an­scheinend offiziös, mit Genugtuung hcrvorgehoben, daß der durch die Berufung der Professoren Dr. Schmidt und Dr. Pfannenstiel an andere Hochschulen unserer Landes­universität drohende Verlust glücklicherweise abgewendet worden ift", mit Bedauern aber das Scheiden des ordentl. Professors der Mineralogie und derzeitigen Rektors Dr. Brauns zum 1. Oktober vermerkt, der, wie wir mitteilten, den für ihn ebenso ehrenvollen wie vorteilhaften Ruf an die Universität Kiel angenommen hat.Brauns so fährt das genannte Blatt fort, dessen Name durch sein großes, in Lieferungen erscheinendes Prachtwerk der Mineralogie neuerdings auch weiteren Kreisen bekannt geworden ist, gehört zu den wiffen- schaftlich angesehensten Vertretern seines Faches und erfreut

Ausland.

L ond on, 3. April. Tie PrinzessinEduard von Sachsen-Weimar ist heute früh gestorben.

! Hier eingegangenen Nachrichten zufolge hat die kürz-

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** Einbrecher statteten in der Nacht vom 29. ans 31. v. M. der Stadt einen Besuch ab. Sie brachen an fünf verschiedenen Stellen in unbewohnte Gebäude ein unb suchten lediglich Bargeld. Es fielen ihnen aber mtr an zwei Plätzen Beträge in der Gesamthöhe von 30 M die Hände Nach der Art der Ausführung ber Diebstähle und der beim Erbrechen benutzten Wer^euge besteht kein Zweifel, daß die Täter dieselben waren, welche in ber Nacht vom 26. auf 27. Nov. v. I. eine Anzahl Einbrüche hier begingen, nachdem sie in der Nacht vorher in Kastel mehrere gleiche Einbrüche verübt hatten. Es hatten bie Ermittelungen der hiesigen Kriminalvolizei ergeben, daß zwei Unbekannte, anfcheinend Italiener, in Betracht kommen, welche ein Fahrrad mit sich führten, und b? wird jedenfalls gelingen, die Diebe dingfest zu machen Dieses Fahrrad, das aus einem zu Belchen bei Metz be­gangenen Einbruch herrührt, fand sich im Felde an ber Marburgerstraße demoliert vor: die Diebe hatten es der: liegen lassen. Von der Grenzpolizei zu Noveant-Eorny wurde nun am 31. v. M. ein Mensch verhaftet, welcher angob, er sei bei Gießen überfallen und seines Fahrrades be­raubt worden. Diese, sowie seine weiteren Angaben be- züglich des Ueberfalls erwiesen sich als falsch, und es besteht kein Zweifel, daß der Festgenommene einer der Einbrecher ist.

* Billetpreise amerikanischer Eisenbahnen für die Weltausstellung in St. Louis. Das Berlin-? Reiseburean von Carl Stangen hat von der Baltimore- und Ohio-Eisenbahngesellschaft die Nachricht erhalten, daß sich die amerikanischen Bahnen auf folgende Preise geeinigt haben: Billet von Newport nach St. Louis und zurück mit Gültig­keit für die ganze Saison 34 Doll., für die Dauer von 60 Tagen 28,35 Doll., für die Dauer von 15 Tagen 23,35 Doll. Die Billette werden zum Aufenthalt in Philadelphia, Balti­more und Washington berechtigen. Der Preis für einen Schlafwagenplatz von Newpork nach St. LouiS ist auf 6 Doll, festgesetzt; Reisende, die auf der Rückkehr von St. LouiS über Chicago und die Niagarafälle reisen wollen, zahlen für das Saisonbillet 39 Dollar, für das 60 tägige Billet 32,50 M.

OOden hausen a. d. Lda., 4. April. Mit dem 1. April d. I. trat unser 75 Jahre alter Gemeindeforstwart. dck Peter, in den wohlverdienten Ruhestand Teter hat den Dienst eines Gemeindeforstwarts 45 Jahre und hierbr den des Gemeindefeldschützen 30 Jahre mit größter Ge­wissenhaftigkeit versehen. Er ist unter dem Namender alte Schütz" auf der ganzen Rabenau und noch über bereit Grenze hinaus eine bekannte Persönlichkeit und war al? ein treuer, pflichteifriger Beamter bekannt.

§ Frie db erg , 3. April. Zwischen Friedberg und Bad-Nauheim soll mit Beginn der Saison eine Auto- Mobilverbindung hergestellt werden. Eine Mim- gesellschaft hat sich in dieser Angelegenheit an die beiden Dtadtvorstände gewandt. Es sollen vier Wagen eingestellt werden. Stadtverordneter Falk hat zur Ausschmücknng des Sitzungssaales der Stadtverordneten die Büderderdrn Bürgermeister Dender- Foncar und Stahl g t niftet.

r. Mainz, 4. April. Die hiesige Stadibiblioib'' hat, wie dieMzer Nachr." mttteilen, durch einen Anfall ein Blatt aus einem der frühesten Drucke Guten bergS erhalten, und zwar einen stüheren Druck als alle bisher bekannten. ES ist allerdings nur ein ftraqnwt. nämlich ein Blatt in Handgröße, Verse entbaltend. lfm hiesiger Schüler überbrachte den Fund Professor Dr. Volke, der mit namhaften Gutenbergsforschern den Druck für un­zweifelhaft echt erkannte.

n. WormS, 4. April. Am 1. April wurde unin neues Bahnhofsgebäude in den Bettieb genommen. Zahlreiche Neugierige, die bei dem schlechten Wetter nickt? BeffereS anzufangen wußten, strömten, sich überall umtebenb, durch die inneren Räume, indem sie sich öfter auch in ber Martesälen zu einem Glase Bier niederließen und ück> dobo unterhielten. Die Empfangshalle, die VerkehrSeinrickümocn. Billetschalter usw., Wartesäle, sind äußerst bequem unb bubim. Die Außenansicht spricht weniger an; sie ist bei dem engen Raum, der zur Auffahrt vorhanden ist was allerdma nicht zu ändern war auch nicht gut als Ganzes zu über' sehen. Das Gebäude repräsentiert sich in romanischen -5 * formen, besitzt einen in seiner oberen Sintenfuhruna et - steifen Giebelvorbau, durch den man auf einer Treppe, u die ein Glasdach sich breitet, in die Eintrittshalle gelang Zahlreiche, im einzelnen sehr hübsche Formengliederungen, die an daS alte WormS mit feinem Dom erinnern, «n Bildhauerwerke mit Reminiszenzen an die Nibelungemaa sind dem Fremden überraschend und interesiant.

sich als Lehrer bei den Studierenden heit. Es wird nicht ganz leicht sein, für ihn zu finden."

** Gießen er Volksbad. 7869 Bäder verabreicht gegen 7619 7921 im März 1903 oder im ganzen Badetag 271 Bäder gegen

Deutsches Reich-

Berlin, 3. April. DieNordd. Allg. Ztg." schreibt in ihrer Wochenrundschau: In Deutschland und weit über dessen Grenzen hinaus toirb man mit Freuden die Kunde vernehmen, daß der Gesundheitszustand des Kai­sers andauernd vorzüglich ist und jede Aussicht auf vollen Erfolg der Erholungsreise eröffnet. Wenn einzelne ausländische Preßorgane sich trotzdem in gegenteiligen Offenbarungen gefallen, so wird deren Wahr- heitsgehatt durch den Aufputz mit allerhand sensationellen Angaben nicht gerade erhöht.

TieNordd. Allg. Ztg." dementiert die Meldung, daß im Jahre 1902 die Instruktion an bie Sta a ts- anwälte ergangen sei, gegen katholische Geist­liche erst dann vorzugehen, wenn sie vorher vom Mi­nister die Bewilligung etngeholt hätten. Sie demen- ttert ferner die Nachricht, daß auf eine telegraphische Be­schwerde des Kronprinzen hin Mißstände beim Pots­damer Güterbahnhof abgestellt worden seien, um welche die Kaufmannschaft seit langem petitionierte. Es habe keinerlei Tepeschenwechsel stattgefunden.

Braunschweig, 2. April. Zu dem in letzter Zeit viel erörterten ThemaKaiserund.HerzogvouCum- berlan d" teilt die von Oberstleutnant Wirk redigierte 'MonatsschriftBrrmonia" mit:Nach uns zugegangenen Privatnachrichten, welche wir für zuverlässig halten, hatte -Kaiser Wilhelm in Kopenhagen den Herzog von Cumberland um die Hand seiner Tochter für den Kronprinzen gebeten. Da diese bereits mit dem Herzog von Mecklenburg heimlich verlobt war und die Verlobung noch nicht bekannt war, so reifte .der Herzog von Kopenhagen zurück, um dem Kaiser die Enttäuschung zu ersparen."

Leipzig, 4. April. (Telegr. des Gieß. Anz.) Das soeben erschienene Aerzteverzeichnis der Leipziger £)rt§» krankenkasse weist anstatt der angekündigten und vom Kreis- hauptmann bestätigten 75 Aerzten neben einigen an den Berattrngsanstalten tätigen nur 49 Distriktsarzte auf, von denen 4 nicht an getreten sind. Große Teile der Außen­bezirke sind vollständig arztlos. Damtt ist das Distrikts­arztsystem nicht durchzuführen.

Nür n ber g , 2. April. Im neuen noch nicht eröffneten Jnduftrieschulgebäude wurde heute die mit dem ersten intet* nationalen Kongreß für Schulhy giere verbundene Aus­stellung eröffnet. Ingenieur Sichelstiel begrüßte die zahlreich erschienenen Damen und Herren und dankte dem !©taat§nrinifteriuTn, sowie den Behorchen, welche das Unter- uehmeu rmterstützend förderten. An die Eröffnungsfeier- lichkett schloß sich ein Ruud gang durch die 20 Sale der Ausstellung, die vou nah und fern überaus reich be- schickt ist._______________________________________________________________________

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und 278 im März 1903. Der Besuch im einzelnen hat sich wie folgt verteilt:

Schwimmbad 3745 Männer, darunter 640 zu 10 Pfg.,

Dreizehnter deutscher Iurniag.

Berlin, 4. April.

Der 13. deutsche Turntag wurde während feiertage unter großer Beteiligung ber Turnersmatt lands hier abgehalten. Die dem Turnertage b°rang Sitzung des Ausschusses bn deutschen im alten Abgeordnetenhause abgehalten. Wegen rot dienste um das deutsche Turnwesen wurden »

zuerkannt den Herren v. Schenkendors-Görlttz, Schmidt-Bonn. Reul und Landgrabe in Kassel, ncho Augsburg, Direktor Weber in München. , ut.

Der deutsche Turntag nahm nach einer lebhapen ' worin die österreichischen Vertreter mit ihrem Austnt r ' mit sehr großer Mehrheit den AuSschußanttag an, w den zum Verbände der deutsch-freiheitlichen ~l in Oesterreich zusammengeschloffenen ^bremen, diese durch den Atterparagraphen auS dem io. ... hinauSgedrängt sind, die Rechte und Pstichten em Namens 15b zuerkannt werden unter Wegfall deS ,,y an den Streit und die polittfchen d)erhältnlffe en VerbandSnarnenS. Kienmann aus Wiener-Neusta > 1 Einberufung eines außerordentlichen .Kreisturntage ' zu diesem Eingriff in das SelbllbeftimmungSrecht nehmen werde. Der Turntag lehnte die (£1x^01^ ,

meinen Haftpflicht- und Unfallverstcherun^ faffe, sowie einen Antrag auf Angliederung er » schuffes für das Frauenturnen an den » ,

deutschen Turnerschaft und den Anschluß von vereinen an die Gaue ab. Ebenso wird auch

«rs Shanghai kommenden englischen Meldungen, daß die Russen sich in ber Mandsclmrei ihre Lebensmittel gewalt­sam verschafften, vtzruhen auf reiner Erfindung. Die Chi­nesen verkaufen gern ihr Vieh und raunten ihre Wohnungen den russischen Truppen. Mißverständnisse kommen nirgends vor. Niutschwang ankern elf Handelsdampfer, um Ladung einzunehmen. Nach einem Befehl des Statthalters ist die Warcmausftthr aus Niutschwang nur nach neutralen Häsen tzestattet bei Hinterlegung einer Summe in der russisch-chinesischen Bank in Höhe des Wertes der vollen Ladung. Nach der Antunst des Schiffes in einem neutralen Hafen wird die hinterlegte Kauttou, zurückerstattet. Ter Gesundheitszustand der Truppen in Liaujang und anderen Orten ist gut.

Ein von Vertretern der Presse gecharterter Tampfer ist in Niut schwan g ein getroffen. Zwei and Bord befindliche fapanische Diener wurden sofort festgenommeu. Sie dürften ettst nach Monaten steigelassen werden. Die ganze Mannschaft des Tamvfers stebr unter russischer Be­wachung. Ter Dampfer erhielt Befehl, bei eintretender Flut abzufahren Die russische Verwaltung ist bisher durcl)- aus entgegenfonrmenb. Handel, Kauffahrteischiffe, Eisen­bahn und Telegraph haben die erforderliche Freiheit.

Nach einem' Telegramm aus Port Arthur werden dort weitere Versuche der Japaner erwartet, den H a s e n- eingang durch Versenken von Schissen zu sperren. Entsprechende Maßnahmen zur Vereitelung solcher An- schläge sind getroffen.

Nolitilche Tagesschau.

Hebet den Kampf der Engländer mit den Tibetanern

liegen folgende Tetails vor: Tie Gegner waren ungefähr 1500 Mann stark, und zwar fast nur Laienkrieger, nicht Lamas; die Hälfte wurde getötet und verwundet. Die Niederlage wird wenig Erfolg haben, da fast gar keine Lamas an dem Kampfe teilnahmen, und man sie daher in Lhasfa jedenfalls al§ sehr geringfügig hinstellen wstd. Die Tibetaner kämpften mit großem Mute; viele sttirzten sich mit einem Dutzend Wunden im Leibe dem Feuer der Engländer entgegen.

Reuter meldet aus Dana vom 3. April: Nach dem Ge­fecht mit den Tibetanern ließen mehrere Aerzte und Krankenpsteger auch den ttbetauifchen Verwundeten Hilfe zuteil werden. Am nächsten Tage wurde auf Tragbahren, Die von Tuna geschickt toa'*en, eine große Anzahl tibetanischer Verwundeter nach- Tuna gebracht. Alle bezeugten große Dankbarkeit für die Pflege, die ihnen zuteil wird. Ter polttische Charakter der Mission, die noch bis Gvangtse vorgehen wird, wird durch das Gefecht keine Aenderung erleiden. Oberst Nounghusband erhielt vom Vertreter Chinas ht Lhasfa ein Schreiben, in dem dieser mitteilt, er wünsche Mit dem englischen Vertreter zusommenzutteffen, der Talai Santa weigere sich aber, ihm die Reise zu ermöglichen. Er beabsichttge daher, nach Gyngtse zu kommen.

In Londoner diplomatischen Kreisen besürchtet man, daß infolge des letzten Gefechtes der (Ätgländer gegen die Tibetaner Rußland einen Teil ferner verfügbaren Truppen andietibetanischeGrenzeents enden werde. Rußland hätte dabei den Vorteil, daß es zu dem Khadi der Lamas feit Jähren die besten Beziehungen unterhalte.

anstaltet an diesem Tage im Saale des Cafß Leib einen Wagner-Balladen- und Lieder-Abend. Das Programm wer­den wir demnächst mitteilen. Den Billet-Verrauf hat bie Musikalienhandlung Ernst Challier übernommen. Vor­merkungen auf nummerierte Sitze ä Mk. 2 und 1.50 wec den dort von heute ab entgegengenommen.

. Paris. Webereien M 80 000. Heute Rübe blieb E ..naeneri. O11 enorme »n Zahl der Streik baten neben m aufrecht zu »h 1000 Gendarm

lich gebildete Expedition zur Bestrafung der Ok- Alfred Rittershaus, zu Höven. Ter Künstler der- potos, die im vergangenen Jahre zwei englische BeamteCi*** "

getötet haben, im Distrikt Dassa in Nordnigeria einen scharfen Zusammenstoß mit den Okpotos gehabt. Bei diesem gelang es den Feinden, in das englische Karrs einzudringen. Tabei wurden viele Personen getötet Unter den