Frankfurt, 4. März. Professor v. DrygalSki aus Berlin sprach dieser Tage hier vor dem Verein für Geographie über seine Südpolar-Expedition. Ihm wurde vom Vorsitzenden deS Vereins eine Urkunde überreicht, die ihn zum Ehrenmitglied ernennt.
Kleine Mitteilungen ans Hessen und den Nachbarstaaten. Demnächst werden voraussichtlich eine Anzahl holländische Diamantschleifer nach Hanau übersiedeln. Sogenannte „eigene Werkmachcr" aus Amsterdam, daS sind solche Schleifer, die auf Rechnung anderer, wie Juweliere u. s. w., schleifen, unterhandeln mit Hanauer Diamantschleifereibesitzern wegen Abmietung von leerstehenden Schleifstühlen. — DaS vierjährige einzige Söhnchen des Landwirts F. Zilch in Weiskirchen fiel in den Nodaubach und fand seinen Tod darin. — Der Monteur Veit Gallert in Mainz, der wegen Verdachts des Mordes an seiner Frau längere Zeit in Untersuchungshaft sich befand, roiirbe außer Verfolgung gesetzt. — Bei Worms fiel ein Mädchen im Alter von 12 biS 14 Jahren in den Rhein und wurde durch die rasche Hilfe des Hafenmeisters Schlebach, der mit eigener Lebensgefahr nachschwamm, vom Tode des Ertrinkens gerettet. — In Ludwigshafen wurde im Stadtteil Friesenheim die Familie des Maurers Ferdinand Mitzel, bestehend auS Vater, Mutter, erwachsenem Sohn und Ibjähriger Tochter, wegen sträflichen Verkehrs untereinander verhaftet.
Vcrmifcbtes»
• Kiel, 4. März. Der wegen des rätselhaften Todes 5er Frau Schünemann am 30. Januar verhaftete Obermaat Kaeding wurde aus der Haft entlassen und daS Verfahren eingestellt.
• Hamburg, 4. März. Ein hiesiger Kaufmann, der sich in Monte Earlo mit einer großen geborgten Summe auS finanziellen Schwierigkeiten durch Spiel zu retten versuchte, verlor alles und erschoß sich.
• Port Said, 4. März. Im Suezkanal kollidierte /in englisches Torpedoboot mit einem eg yp tisch en Zollkutter, wobei letzterer derart beschädigt wurde, daß er sank; die Paflage war während eines ganzen Tages gesperrt. Die Besatzung wurde von dem englischen Schiff gerettet und an Land gesetzt.
* S che i n t o t. In dem Dorfe Dörnhagen bei Gunters- Hausen ist dieser Tage der 18 Jahre alte Sohn eines Schreinermeisters mit knapper Not dem schrecklichen Schicksal entgangen, lebendig begraben zu werden. Der junge Mann wurde an seiner Arbeitsstelle plötzlich von einem heftigen Unwohlsein befallen und begab sich auf den Weg nach Hause. Er erreichte aber die Wohnung seines 6?aters nicht mehr, sondern stürzte auf der Straße vor fremder Leute Tür bewußtlos nieder. Man nahm allgemein an, daß es sich um einen tätlichen Schlaganfall handle, umsomehr, als der Körper des Kranken sehr rasch erkaltete und Pulsschläge nicht mehr wahrnehmbar waren. So wurde der junge Bursche in das elterliche Haus geschafft, entkleidet und, da auch der später herbeigcholte Leichenbeschauer keine gegenteilige Ansicht äußerte, von allen Seiten als Toter behandelt und beweint. Man bettete ihn auf Stroh, Zog ihm das Sterbehemd an und stellte Lichter in 'das Zimmer. Die Vorkehrungen für die Beerdigung wurden getroffen, und man bestellte den Leichenschmaus. Nach zweitägigem Schlafe erwachte aber plötzlich der Kranke, und ohne sick- lange zu besinnen, und auch ohne wohl recht die Situation, in der er sich befand, begriffen zu haben, eilte er in das Wohnzimmer zu seinen Angehörigen, die natürlich zuerst vor Schreck wie gelähmt waren, dann aber wurde anstatt des Leichenschmauses ein Freudenfchmaus gehalten.
• E i n Schüler streik. AuS Seesen (Harz) wird gemeldet: AIS kürzlich ein Vater seinen Cohn, der die Jakob- sonsche Schule in Seesen (Harz) besucht, bei den Ohren nehmen und ihn veranlassen wollte, seine Schularbeiten zu machen, warf sich der Sprößling in die Brust und erwiderte: „Vater, ich darf nicht, wir streiken!" Der Vater war sprachlos. Aber die Angaben seines Sohnes waren richtig. Die jungen Leute streikten in der Tat. Sie hatten ein Schriftstück ausgesetzt, es Mann für Mann unterschrieben und sich darin solidarisch verpflichtet, nicht früher wieder zu den „geliebten" Büchern zu greifen, als bis die Ueberlastung mit häuslichen Arbeiten abgestellt sei. Als die Streikenden
ihre Forderung erfüllt glaubten, zerriflen sie das Schriftstück und kehrten zu ihren Schulbüchern zurück. Streikbrecher waren nicht zu verzeichnen gewesen. Zuzug von außen war auch nicht erfolgt.
* Ein Vater, der sein Kind ins Wasserwirst. Der Taglöhner Josef Schmidinger in Oderberg, Bezirk Mauthausen, entfernte ficfy während seine Frau in der Kirche war, mit dem dreivierteljährigen Söhnchen, eilte zur Donau bei Albern und schleuderte das Kind in die Donau. Er begab sich dann in die Kirche. Von der Gattin nach dem Verbleiben des Kindes befragt, gab er an, es zu Verwandten gebracht zu haben, gestand aber, von der Frau gedrängt, die Wahrheit, worauf er auf Anzeige des Hausbesitzers, der durch das Jammern des Weibes aufmerksam geworden war, in Haft genommen wurde. Schmidinger gestand auch der Gendarmerie die Tat. Das Kind shabe ihm, gab er an, stets Widerwillen entgegengebracht und seine Frau am Verdienen gehindert, darum habe er es ins Wasser geworfen.
l-erichlssaal.
-t. Gießen, 4. März. Ein in mehrfacher Hinsicht interessanter V re ß beleidig ungs-Vrozeß wurde gestern vor unserem Schösse ngericht verhandelt. Oberst a. D. S p o h r- Gießen, vertreten durch seinen Sobn, Rechtsanwalt Dr. Spohr, Hal vor dem Schöffengericht Gießen eineVrivatklaae angestrengt gegen den Redakteur an der „Rheim-Wests. Ztg." Tr. Trabert in Essen ivegen verleumderischer Beleidigung. Eine Zeitung in dem westsäl. Städtchen Gummersbach batte berichtet, daß in einem märkischen Städtchen Oberst a. T. Spohr über die Natnrheilknnde und über die ans Wunderbare grenzenden Wirkungen dieses Heil verfahrens am eigenen Leibe einen Vortrag gehalten habe. Hierbei hatte der Druckfehlerteufel in GumnierSbach eine böse Entstellung gezeitigt, aus „Kehlkopfs war in dem Artikel „Kahlkopf" ge- wordeii. Diesen Druckfehler hatte natürlich der „Kladderadatsch" ausgegriffen und ein Witzchen dazu gemacht. Die „Rbein.-Wests. Zeitung" hatte diese Notiz des „Kladderadatsch" unter „Vermischtes" abgedruckt, und in dem Irrtum, es sei die Gummersbacher Korrespondenz die Reklame eines gewerbsmäßigen Kurpfuschers, dem Abdrlick eilte dahin gebende Stichmarke beigegeben und einige gegen das „gewerbsmäßige Kurpkuschertum" int allgemeinen sich richtende Bemerkungen hinzugesügt. — In der heutigen Verhandlung erklärte sich der Anwalt de? Verklagteit zu einem Vergleich bereit und bemerkte dabei, als Tr. Trabert erhir, daß er sich geirrt habe und daß er in dem Obersten a. D. Spohr keineswegs mit einem getverbsmäßigen Kurpfuscher es zu tun habe, habe er diesen brieflich um Verzeihung gebeten und eine von diesem gewünschte Berichtigung ausgenommen. Er sei bereit, falls der Gegner seine Klage zurücknehme, zu erklären, daß es nicht seine Absicht gewesen war, den Gegner Ut beleidigen, und daß er auch die Kosten tragen wolle. Rechtsanwalt Dr. Spohr lehnte indes jeden Vergleich ab. Zur Begründung der Klage wurde ausgeführt, daß der „Kladderadatsch" seine Briefkastennoti< mit Ausnahme des Namens Spohr in gewöhnlicher Druckschrift zum Albdruck gebracht habe. Man könne auch die Schlußworte der Notiz in dem Witzblatt, tute die meisten Witze in dieser Ecke des Blattes, harmlos nehmen. Anders läge es mit dem Abdruck in der Rhein. Westph. Zeitung, deren Redakletir den Setzer veranlaßt habe, durch teilweisen Sperrdruck und Gänsefüßchen den Artikel zu einer Beleidigung zu ntachen. Wetter kämen noch dazu die Stichmarke und die vom Beklagten zu deut Artikel verfaßte Einleitung, welche schwere Beleidigungen enthielten. Wenn and) falsche Voraussetzungen über die Person deS Privatklägers bei dem Verfasser der Notiz vorgelegen haben mochten, so könne dieser Umstand den Redakteur, der sich auch als Verfasser bekannt hat, nicht straffrei machen. Nach Lage des Fasies sei auf F r e i h e i t s st r a f e, mindestens aber auf 7 — 800 Mk. Geld st rase zu erkennen. Der Vertreter des Beklagten wies darauf hin, daß in der Berichtigung, welche Oberst Svohr an Dr. Trabert zum Zwecke der Aufnahme in die Rhein. Westph. Zeittmg übersendet habe, zwei Bcleidigtntgen für den Empfänger enthalten seien. Man wolle eine Wiederklage nicht erheben, aber zu werten sei diese Tatsache vom Richter, und zu berücksichtigen sei, daß der Kläger, indem er den Beklagten auch beleidigte, sich bereits selber Genugtttunq oerschafst habe. Seinem Klienten habe auch die Absicht, zu beleidigen, gefehlt. Seine eigenen Attssührttngen feien gegen das Kurpfuschertum int allgemeinen gerichtet; nur ein Irrtum habe die Aufnahme des Artikels veranlaßt, und das erforderliche Bewußtsein der Rechtswidrigkeit des Handelns sei im vorliegenden Fall nicht gegeben, um den Beklagten verurteilen zu können. Darum bitte er, der Gerichtshof möge den Beklagten sreisprecben. Der Vorsitzende verkündete, daß da? Urteil in dieser Sache am Dienstag verkündet werden wird.
Nkiiklle Meldnugen.
Origiualdrahtmeldnngen des Gießener Anzeigers.
Berlin, 5. März. Prinz Prosper von Aren- 6 er g soll heute einer Irrenanstalt bezw. Heilanstalt, wahrscheinlich Herzberge, überwiesen werden.
Hannover, 5. März. Ter Zustand des Grasen Wa l- dersec hat sich nicht gebessert. Ter Kranke nimmt nur flüssige Nahrung zu ft(h Tie Kräfte nehmen er- heblicb ab. Ter Kaiser forderte einen ausführlichen Krankheitsbericht ein. Ebenso liefen von mehreren Fürstlichkeiten und Staatsmännern telegraphische Anfragen ein. Ter Zustand des Patienten ist nach Aussage der Aerzte Be sorgnis erregend.
London, 5. März. „Daily Chronicle" meldet aus Shanghai: Eine Mission aus Shantung berichtet, daß am 25. Februar 28 japanische Matrosen in Peghan eingetroffen seien und erklärten, daß ihr Schiff von einem russi- scheu Kreuzer in den Grund gebohrt worden sei zwischen Port Arthur und Phanthi. Das russische Kriegsschiff soll darauf ebenfalls von den Japanern in den Grund gebohrt worden sein. 200 Japaner hätten sich auf chinesische Dschunken geflüchtet, während sämtliche Russen ertrunken seien.
London, 5. März, lieber die Audienz des russischen Botschafters beim König wird Stillschweigen beobachtet. Indes; glaubt man, daß derselbe in einer wichtigen geheimen Mission in Petersburg ist.
Madrid, 4. März. In der Kammer wurde eint längere Debatte hervorgerusen durch die Beratung des Antrages, der für unzulässig erklärt, daß der Gouverneur der Bank von Spanien gleichzeitig ein Teputiertenmandat innehat. Villanueva brachte im Namen der Minderheit eine Tages"vdnung, welche ein Tadelsvotum gegen den Kammerpräsidenten enthält. Diese Tagesordnung wurde mit 175 gegen 76 Stimmen abgelehnt.
Barcelona, 4. März. Tie industrielle Krisis verschlimmert sich Infolge der bevorstehenden Schließung einiger Fabriken würden 10 000 Arbeiter feiern.
Wien, 5. März. Ter bulgarische Gesandte in Konstantinopel, Matschiewitsch, ist beauftragt, mit dem Sultan eine Verständigung bezüglich der Proklamierung der Unab- hängigkeitVulgariens einzuleiten. Hier ist man der Ansicht, daß das Gelingen dieses Planes die Kriegsgefahr völlig beseitigen könnte, doch zweifelt man an der Zu- siimmung des Sultans.
Wien, 5. März. Tie in Leipzig erschienene Flugschrift: „Weckruf an alle Deutschen ohne Unterschied des Glaubens zur Errichtung einer deutschen von Rom unabhängigen N a t i o n a l k i r ch e" wurde für Oesterreich verboten.
Petersburg, 4. März. Nach einem Telegramm des Generals Pillig ist in Port Arthur und Jnkou alles ruhig. Nach einem Berichte von Augenzeugen befindet sich bei Tschernulpo zw'scheu den Inseln das Wrack eines vor einiger Zeit gesunkenen jap anischen Kreuzers mit drei Schornsteinen.
Newhork, 4 März. Aus Tokio wird gemeldet, wie sich heraussleil't, hätten mit Kohle, Nahrungsmitteln und anderer Kouteebande beladene Schiffe neuerdings die Tsugarustraße passiert und seien in Wladiwostok eingetrossen. Daraus gehe hervor, daß die Japaner ihre Bemühungen eingeschräult haben, Schiffe aufzuhalten. Unter diesen Schiffen Härten sich deutsche, britische und norwegische befunden.
Telephonischer Kursbericht.
3*/tn/u Reichsanleihe . . 101 50
V'n do. . . 89.50
3*/,% Konsole . . . 101.30
3°/n do . . . 89.75
1‘/t% Hessen . . . 100.20
Oberhess-n . . . 00.00
4 % Oosterr. Gmdrente . 100 90 4* 6% Oesterr. Silborrenfe 100 50 X% Ungar, boldrente . . 98.90 4«' Haben. Rente , . . 101.00 4’ Portugies.r , . . 57.60
°i Portugiesen.....‘66.80
1 % C. Türken .... —.— l'ürkenlose ..... 119.40 4°/q Griech. Monopo1 -Anl. 41.30 4‘ - äu««nro Argr-ntmer 42 90
3i7,, Mexikaner . . 25 90
4,/y"' Chinesen . . 8510 Electric. So> uckort . . . 98.00 Nordd Lloyd . . .. 10270
Kreditaktien . ... ]9fl25
Diskonto-Kommandit. . 180.40
Darmstädter Bank . . 134.20
Dresdener Bank .... 144.80 Bor iner Handelse-es. . . 149 00 Oesterr. Staatobahn . . , 135 00 Lombarden.....13 75
Ootthar.ibahn .... 194.30
Laurahütte......217.70
Bochum ....... 184.20 Harpener ...... 186.50
Tendenz: «chwach.
Schutzmarke
sind
und deshalb besonders billig. 1 Würfel zn 10 Pfg. für 2 gute Teller.
und weise andere Marken zurück.
verlange ausdrücklich ,.T!fng-gi*s Suppen“ mit Schutzmarke
Bekanntmachung.
In der Zeit vom 27. Februar bis 5. März 1904 wurden in hiesiger Stadt
gesunden: 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 silberner Ring, 1 Damenschirm und 1 Spitzentuch;
verloren: 1 rotledernes Portemonnaie mit Inhalt, 1 An- hängetäschchen mit 1 Portemonnaie, 1 Bierzipfel, 1 goldenes Kettchen mit blauem Herzchen und 1 Brille.
Entlaufen sind 1 Jagdhund und 1 schwarzer Dackel.
Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen.
Gießen, den 5. März 1904.
Großherzogliches Volizeiamt Gießen.
Hechler.
Bekanntmachung.
Sämtliche Bullen, die am 17. März d. I. zum hiesigen Markte gebracht werden, müflen mit Rasenring versehen oder derart geseflelt sein, daß dieselben zu jeder Zeit von ihrem Führer leicht bewältigt werden können, andernfalls wird dem Führer der Bullen der Auftrieb dieser Tiere auf den Markt versagt.
Butzbach, den 4. März 1904.
Großherzogliche Bürgermeisterei.
Küchel. 2188
Arbeitsnachweis der Stadt Gießen
tvarteustraße 2 (Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14.
Der Arbeitsnachweis hat die Aufgabe, zwischen Arbeitgebern und ArbeiMehmern (Arbeitern jeglicher Art, Dienstboten und Lehrlingen) unentgeltlich Arbeit zu vermittele
An den Werktagen von 8 btfl 1 Uhr und von 8 buB 6 Uhr geöffnet.
ES können eingestellt werden: 2127
1 landwirtschaftl. Magd, 1 landwirtschaftl. Knecht, 4 Schmiede, 1 Wagner, 1 Tapezierer, 2 Schreiner, 2 Friseure, 2 Schneider, 2 jüngere Hansbnrschen, 1 Fahrbnrfche, 8 Dienstmädchen hier und auswärts, 1 Köchin (Aushilfe), 1 Putzfrau, 1 Lausmädchen, 2 Lauffrauen.
Lehrlinge:
3 Schlosser, 1 Mechaniker oder Installateur, 2 Buchbinder, 1 Tapezierer, 3 Schreiner, 2 Drechsler, 3 Bäcker, 1 Metzger, 1 Schneider, 1 Friseur, 1 Schuhmacher, 1 Glaser, 1 Weißbinder oder Lackierer.
ES suchen Arbeit:
1 landwirtschaftl. Knecht, 3 Schreiner, 1 Küfer, 1 Buchhalter, 2 Dienstmädchen, 1 Laufsrau, 1 Putzfrau, 1 Wochenpflegerm auch nach auswärts.
Lehrlinge:
1 Spengler, 1 Elektrotechniker, 8 Mechaniker, 1 Kaufmann.
Bekanntmachung. ~
Anmeldungen znm Bezüge von Zinsen au5 der Schottischen Stiftung (Ostergeld) haben in der Zeit vom 13. bis 87. März 1904 auf dem Armenamt, Neuen Baue 25, zu erfolgen.
Gießen, den 3. März 1904. 2200
Grotzherzpi i' VMirafva- nrrtei Gießen.
I. 93.: Curfchmann.
MWer MhllnnMchmis Gießen.
Gartenstratze 2, Zimmer Rr. 14.
(Geschäftsstunden von 8—1 und von 3—6 Uhr.>
ES sind zu vermieten:
38 Wohnungen von 1—9 Zimmern, 1 Zimmer zur Lagerung von Möbeln oder Bibliotheksgegenständen, 2 möblierte Zimmer.
Zu miete» gesucht:
28 Wohnungen von 1—5 Zimmern.
Die Vermieter haben eine Einschreibgebühr zu entrichten und zwar für eine Wohnung mit einem jährlichen Mietwert bis 300 M- einschließlich 0,20 Mk., von mehr als 300 Mk. bis 500 Mk. einschließlich 0,50 Mk., und von mehr als 500 Mk. 1 00 Mk.: außerdem ist für jede Wohnungsanmeldung 1,00 Mk. zu hinterlegen.
Für die Wohnungssuchenden erfolgt die Vermittelung unentgeltlich. lb78
Bekanntmachung.
SamStag, 19. März 1904, nachmittags 27, Uhr, solle« bei dem Turmhaus am Braud
1. die städtische« Marktlaubeu und die unter dem Turm- Haus befindlichen Keller für die Zeit vom 1. April 1904 bis Ende März 1905
2. die ObstverkanfSplätze am Reueuwegertor und au» OSwaldSgarten nächst der SpieS'schen Wirtschaft au» unbestimmte Zeil .
3. die Wirtschaft-Hatten auf dem «iehmarktplatz für die Zeit vorn 1. April 1904 bi- Ende März 1907
öffentlich meistbietend verpachtet werben.
Gießen, den 4. März 1904. 8232
Großyerzogltch stirgermeisterei Gießen.
Mecum.


