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5.2.1904 Erstes Blatt
 
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Dem «Lietzener Anzeiger werden im Mechtel mit dem üelstschen Landwirt die Lietzener Kamille«. Mittet ötermal in der Woche betgelegL rÄoUUtoaebrucf u. Der- Um Ort ® r ü h i'ichen lLniverl.-Buch-u. Stein» btudrtei Cüiet1 d> Geben) fStebafttow. LrpedMoa and Druckeretr

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Ldresie tüt Deveichenr «uzetger Gießen.

FerntvrrcdanichiutzNr 6L

Erstes Blatt. 154. Jahrgang Freitag 5. Februar 1 »04

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Gichener AMger

w General-Anzeiger v s«-S-

Amtz- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen WW

Kwe uormalspmige Eisenbayu vo« -Lich »ach Krünberg.

Ausland.

London, 4. Febr. Im Unterhaus erklärte in Be­antwortung einer Anfrage Unter st aatssekretär Percy, hinsichtlich des Standes der russisch-japani­schen Verhandlungen könne er keine Mitteilungen machen. IN Beantwortung mehrerer anderer Anfragen führte Percy aus, es seien von der britischen Regierrtug der russischen Regierung häufig Vorstellungen gemacht be­züglich des Aufschubs der Räumung der Mandschurei.

Newhork,5. Febr. Schatzsekretär Shaw machte den Depositenbanken heute die Mitteilung von der Not­wendigkeit, mindestens 30 Millionen Dollars zurückzuziehen, um folgende, wahrscheinlich notwendig werdende Ausgaben zu bestreiten, nämlich die Teilzahlung auf den Voranschlag für den Bau des Panamakanals in Höhe von 50 Millionen Dollars, 5 Millionen für außenstehende fällige Bonds der Vereinigten Staaten, ferner 5 Millionen, welche der Kongreß für die Ausstellung in St. Louis zu bewilligen beantragt.

Rom, 4. Febr. Ter Kriegsminister warnt in einem Erlaß die Offiziere vor dem Besuch der Spielhöllen Montecarlos und befiehlt den Mili­tärbehörden, jeden Zuwiderhandelnden Offizier zu bestrafen.

Landeshaushalts von Elsaß-Lothringen und des Haushalts der Schutzgebiete für das Rechnungsjahr 1903 zur Kenntnis genommen. Zugestimmt wurde den Ausschußberichten über: 1) Vorlage, betreffend Abänderung der Vorschriften über Auswanderungsschiffe, 2) Vorlage vom 16. Dezember 1903 betr. Aenderung der Vorschriften über Duswanderungsschiffe bezüglich Mitnahme feuergefähr­licher Gegenstände, 3) Vorlage betr. Ausprägung von 60 Millionen Mark in Reichssilbermünzen, 4) Entwurf eines Gesetzes wegen Wänderung der Reicksschuldenordnung vom 19. März 1900, ebenso dem Ausschußbericht betr. die Denk­schrift über Ausführung der Anleihe-Gesetze. Dem Beschluß des Reichsrats hierzu wurde Zustimmung erteilt.

DieBudgetkommission des Reichstages lehnte die Regierungsvorlage betr. Erhöhung der Bezüge der patentierten Oberstleutnants ab, nahm dagegen den Zen- trumsantrag Spahn und Genossen an, nach dem die paten­tierten Oberstleutnants der Infanterie und des Jngenieur- und Pionierkorps eine vensionsfähige Zulage von 1150 Mk. erhalten, jedoch nur für Sachsen und Württemberg. (General­major v. Gallwitz hält eine weitere Au fbesserung der Zahlmeister für notwendig. Schließlich! wird die Pe­tition der Zahlmeister auf Gehaltserhöhung einstimmig zur Berücksichtigung überwiesen. Die nächste Sitzung findet morgen statt.

Die Reichstagskommission für den Ge­setzentwurf betreffend die Kaufmannsge- richte nahm 8 1 in der Regierungsfassung an. Zu § 2 wurde der Zentrumsantrag gegen 4 Stimmen angenom­men, nach welchem Kaufmannsgerichte in allen Gemeinden mit über 20 000 Einwohnern zu errichten sind, obgleich Graf Posadowsky erklärt hatte, daß bei den verbündeten Regier­ungen eine Mehrheit für das Gesetz nicht zu finden wäre, falls an der Zahl 50000 der Regierungsfassung etwas ge­ändert werde. Ferner wurden die §§ 3 und 4 nach der Vorlage angenommen.

Die Wahlprüfungskom m is sion des Reichstages erklärte die Wahl des Abg. Leinen­weber (natl., Vertreter des Wahlkreises Zweibrücken-Pir- masens-St. Ingbert) für giltig. Neber die Wahl des Abg. Dietrich (kons., Vertreter des Wahlkreises Ruppin-Tcmplin) wurden weitere Erhebungen beschlossen.

Im preuß. Abgeordnetenhause brachten die Abgg. Oeser und Kopsch einen Antrag ein auf Einbringung einer Vorlage, welche im Verhältnis zu den seit 1873 er­höhten Mielspreisen eine Erhöhung des Wohuungs- geldzuschusses der Beamten vorsieht.

Breslau, 4. Febr. Die Hauptversammlung des Ver­bandes schlesischer Textilindustrieller beschloß, den Verband in einer rOganisation zur Wahrung des sozia­len Friedens zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern und &ur gemeinsamen Bekämpfung unberechtigter Ausstände und Arbeiterforderungen auszugestalten.

Ans Stadt und Land.

Gießen, den 5. Februar 1904.

** Hessische Vereinigung für Volkskunde. .Ter vierte Vortragsabend der Gießener Ortsgruppe, der nach der gestrigen Anzeige Montag, den 8. Februar, im Cafä Ebel stattfindet, ist der o b e r h e s s i s ch e n Volkskunde gewidmet. Pfarrer Schulte aus Beuern, wohl einer der besten Kenner des oberhessischen Volkslebens und durch seine früheren Vorträge auf dem G.'biet der religiösen Volks- künde in Gießen wohl bekannt, wird über jenes alte Heiligtum auf luftiger Höhe über dem Törflein Meiches, die bekannte Totenkirche" mit ihrem baumumrauschten, viel erzählende Friedhof und ihrem altersmorschen Taufstein, sprechen. Tann wird Landgerichtsrat Scbmeckenbecher über eigen­artiges Rechtsgebilde aus alter Zeit, das sich in Laubach noch heute lebendig erhalten hat, die sogen. Masiusgesell- chaft, berichten.

"MaskenfeftdesTurnvereins. Uebereinstimmend mit unserm kürzlichen Berichte, ist die Turnhalle heute derartig umgewandelt, daß einem jeden Festbesucher bei seinem Ein­tritt ein Ah' der Bewunderung entschlüpfen wird. ES soll nichts verraten werden. Die Ueberraschung wird geradezu verblüffend sein. ES würde deshalb zu begrüßen fern, wenn der Vorstand geneigt sein würde, eine Fortsetzung deS Festes zu planen, um den dem Verein Fernstehenden und solchen, die durch den voraussichtlich starken Andrang den Besuch am Samstag abend unterlassen muffen, Gelegenheit zu geben, daS bis in's kleinste Detail geschmackvoll und originell auS- gestattete Karnevals-Vergnügen ebenfalls bewundern zu können.

8 Wies eck, 4. Febr. Die Vorarbeiten zu unserer Wasserleitung sind seit längerer Zeit im Gang, die am Hangelstein gegrabenen Schächte liefern bisher noch nicht ge­nügende Wafsermengen für unsere stets wachsende Gemeinde. Der Bau der Leitung dürste ca. 100 000 Mark kosten. Irr den letzten Jahren herrscht hier eine überaus rege Bautätig­keit, so wurden im voriaen Jahre ca. 25 Neubauten er­richtet.

8 Butzbach, 4. Febr. Heute begann beim hiesigen Bataillon die Rekruten b esich tiguug durch den Divisions­kommandeur Frhr. von Goll und den Regimentskommandeur aus Offenbach.

Bad Nauheim, 4. Febr. Unserer Altertums­sammlung sind von Tr. Beste eine Reihe ebenso wert­voller wie interessanter Altertümer zugegangen, nämlich: 1. piine Siegesgöttin aus Marmor, herrührend von dem durch einen römischen Kaiser erbauten Sonnentempel in Heliopolis (jetzt Baalbec) in Svrien; 2. eine große Samm­lung von Kriegskarten und Schlachtenübersichten aus dem Jahre 1796 und dem Anfang vorigen Jahrhunderts; 3. ein Kaufbrief ans dem Jahre 1543 über eine Hofrcvite mit ge­wölbtem Keller in Steinfels gehauen, gelegen in Ziegen­berg ; 4. ein Kaufbrief aus dem Jahre 1545 über einen Wein­berggarten in Ziegen berg; 5. ein Erbleihrevier aus dem Jahre 1702 über zwei Hufen Landes und Wiesen zu Reichels­heim.

)( Laubach, 5. Febr. Zum Besten der so schwer heimgesuchten Bewohner von Aalesund wird die hiesige Privatmädchenschule am Sonntag nachmittag gegen ein kleines Eintrittsgeld die an Kaisers Geburtstag aufge* führten Fe st spiele im Gasthaus zur Traube wiederholen. Bei der am Mittwoch abgehaltenen Holzversteigerung der gräflichen Oberförsterei Laubach wurden für buchenes Scheitholz per Meter 6 bis 7 Mk., für buchenes Stockholz

Deutsches Reich.

Be rlin 4. Fehr. An der heutigen Sitzung des Bun- 4 C s r a t s Äm« Mitteilung ^sPrus.dmtm u^r Die Beschlüsse des Reichstags zum Eutwun des E^setzes betreffend Kontrolle des Reichshaushalts,

Bom Abg. Jontz ist der zweiten Kammer der Stände 1 deS Großherzogtums folgender Antrag Angegangen: i

Im Anschluß an den Antrag der Herren Abgeordneten Hirsche! und Köhler (Drucksache 220) beantrage ich unter gleichzeitiger Vorlage der generellen Vorarbeiten:

Hohe Kammer wolle beschließen, Großherzogliche Re- 1 giernug zu ersuchen, dem Landtage eine Vorlage zu machen zur Bewilligung eines Staats-Zu­schusses zur Erbauung einer normalspurmen Eisen­bahn von Lich nach Grünberg im Anschluß an die nunmehr gebaute Strecke Lich Butzbach

Als der Antragsteller int Jahre 1894 auf dringenden Wunsch der interessierten Gemeinden zwisckien Butzbach und Lich, die schon Jahrzehnte hingezogene Angelegenheit, Er­bauung einer Eisenbahn von Butzbach nach Lich in die Hand nahm, wurde ihm zugleich auch der Wunsch cms- gedrückt, daß, da eine Fortsetzung einer Bahn von Lich nach Grünberg ebenfalls ein großes Bedürfnis für die Landwirtschaft, für Handel und Verkehr der Gegend sei, auch diese Fortsetzung in das Projekt aufzunehmen. Diese Absicht scheiterte an der Nichtbewilligung der Kosten zu den generellen Vorarbeiten Seitens der Gemeinden zwischen Lich und Grünberg, während die Gemeinden zwischen Butz­bach und Lich dieselben bereitwilligst gezeichnet hatten. Indem ich es für richtig hielt, einen Antrag zur Erbauung einer Bahn einen generellen Plan, Kostenvoranschlag und dergleichen beizufügen, nm Regierung und Ständen eini­germaßen Orientierung über die Sachlage zu geben, so stellte ich im Jahr 1897 nur einen Antrag auf Erbauung einer Bahn von Butzbach nach Lich mit der Annahme, daß nach Erbauung der Strecke ButzbachLich die Fortsetzmig nach Grünberg eine naturgemäße sei. Der ehemalige Ab­geordnete Schönfeld brachte trotzdem nachträglich noch einen Antrag auf Erbauung der Strecke Gründer g-Lich ein, der Mangel aber an generellen Vorarbeiten war sowohl für Regierung als Ausschuß ein Grund zur Ablehnung dieses Antrags. Heute hat sich meine Annahme bestätigt, indem ich die generellen Vorarbeiten auf Kosten der Ge­meinden anfertigen lassen konnte, auch eine Bahnbaugesell- schalt bereit ist, auf Grund noch zu vereinbarender Be­dingungen den Bau und Betrieb der Bahn zu übernehmest.

Zieht man nun die wirtschaftlichen Verhältnisse der Gegend zwischen Lich und Grünberg, welche zum Bau dieser Bahn nötigen, in Erwägung, so haben toir es hier mit einer arbeitsamen, vorherrschend Landwirtschaft treiben­den Bevölkerung zu tun, deren Fleiß und Ordnungssinn sich schon in der int allgemeinen guten Unterhaltung thres Ge­ländes, ihrer Wohnhäuser und Anlagen dokumentiert. Außer den landwirtschaftlichen Betrieben, Ackerbau und Viehzucht, befinden wir uns hier aber auch auf einem Gebiet, auf dem große Schätze an Mineralien und der­gleichen noch zu heben sind. Mußte das Braunkohlenberg- toerf beimHessenbrückerhammer"' trotz seines vorzuglich- ften, selten so rein vorkommenden Erzeugnisses und einer Förderung von durchschnittlich jährlich 160000 Zentrwr, mangels billiger Verftachtung wegen Fehlens einer Bahn, ben Betrieb einstellen, so konnten andere Bergbaubetriebe aus demselben Grunde entweder nicht eröffnet, oder mußten auch wieder eingestellt werden. den an dem Bahnbau interessierten Gemarkungen sind als Mutung eingetragen: 60 auf Eisensteine und die Besitzer sind erste Firmen, wie Krupp in Essen, die Friedrich Wilhelmshütte bei Troisdorf, Buderus'sche Eisenwerk, Schalter Gruben- und Hüttenverein, Hörder Bergwerk- und Hütten verein und dergleichen auf Braunkohlen 12 Mutungen. Große wert­volle Waldungen harren einer besseren Verwertung des Holzes durch billigere Verftachtung, ein größeres Säge­werk befindet sich bereits in dem Dorfe Queckbom. Zwi­schen Grünberg und Butzbach hat feit Jahrhunderte ern lebhafter Verkehr stattgefunden. Beweist dtes doch dte noch bis vor 30 Jahren gewesene Omnibusverb inbung Zwischen beiden Städten und das schon oben erwähnte Ve^ langen der Interessenten eurer Bahn Dutzbach-Ltch, auch die Fortsetzung nach Grünberg zu ersttebeu.

Die entfache Möglichkeit des Austausches von Getreide und Vieh und der billigere Bezug von Drennmatertalten: Braunkohlen und Holz, ist für die landwtrtschaftltchen Be- triebe von großer Bedeutung. Auch für dte kletnen Städte Grünberg und Lich mit ihren Geschäftsbetrieben vorherr­schend, muß bei der fceredytigten Äage des Rückgangs der Geschäfte in ben kleinen Städten und damtt des setther steuerkräftigen Mittelstandes, eine Eisenbahn, welche thnen die Landwirte der Gegend wieder näher brtnat, es er­möglicht, daß Bergbaubettiebe entstehen, dte Geld tn dte töeapnb bringen, von großem Werte sein.

9 ®a? nun die altgemHnen Interessen des Staates an solchen Nebenbahnen anbelangt, und welche mmdestens zu einem namhaften Staatszuschuß berechtigt, fo ist cm- Knefimat, daß der Zuschuß, durch die erwiesene zuneh- niende Steuerttästigkeit der 8^völkerung nach Mm einer Safin sich gut verzinst. Auch der jetzige Eisenbahnmmister m Preußen hat den Nutzen der Nebenbahnen voll erkannt und ist ein eifriger Förderer und Schützer dieser Bahnen, und es darf cmch in Hessen fein Stillstand im Bau der Nebenbahnen eintreten, deshalb bitte ich Großherzogltche Negierung und beide Kammern der Stände, meinen An- i K Summen und damit den Bau dieser Bahn nach j dem ihnen vorliegenden generdfcnjlane zu ermöglichen.

4 bis 5 Mk. erzielt.

Darmstadt, 3. Febr. In der gestrigen Monatsver- sammlung des Gartenbauvereins sprach Landesökonomierat Göthe sich über die Ursack»^ des großen Unglücks aus, welches dieser Tage unsere Stadt betroffen hat. Nach seiner Ansicht handelt es sico im Fragefall um Bazillen, welche mit den Bohnen in die Büchsen gekommen sind. Ge­müse und Ob stseien verschiedenen Arten derselben ausgesetzt, dieselben seien mehr oder weniger schlimm. Tie einen bilde« eine T-ecke wie ein weißlicher Pilz, den man abziehen könne, die andern zerstöre die Pflanze und mache solche breiig, auch trief)en dieselben die Büchsen auf. Letztere erkenne man an dem scharfen Geruch Da sie gegen Hitze sehr widerstands­fähig sind und Gemüse und Obst in manchen Jahren ihnen ganz besonders ausgesetzt seien, erscheine die durch sie orohende Gefahr sehr groß. Es frage sich daher, ob man nicht am besten tue, von Konserven ganz abzusehen. Dies erachte Redner nicht für geboten und empfahl folgende Vorsichtsmaßregeln: Man mache nur Gemüse und Obst ein, welches kerngesund ist, lasse es auch nicht erst einige Tage liegen bis es welk ist. Nachdem die Büchsen und Gläser einige Zeit im kochenden Wasser gewesen seien, lasse man dieselben einige Zeit abkühlen und koche alsdann das Gemüse nochmals auf. Ties beruhe auf der Erwägung, daß zwar die Bakterien, um die es sich handle, als Sporen eine sehr große Hitze eTtragen, daß dies aber, wenn sie keimen, weniger der'Fall ist. Es sei deshalb recht wohl denkbar, daß durch das Aufkochen keimende Zerstörer vernichtet werden. Als die Hauptsache bezeichnete Redner, daß die Konsumenten nichts genießen, was Schimmel zeigt oder ühelg riecht ober sich in einer Büchse mit aufgetriebenem Teckel befindet. Befolge man dies alles, dann würden so traurige Erfahrungen, wie man sie jetzt mache, wohl nicht toiebeHebren. (N. H. Vb.)

d. Mainz, 5. Febr. Der 25jährige Sergeant Hill aus Bollstädt bei Erfurt von der 11. Komp, des 88. Jnf.-Regt. sollte heute vernommen werden unb zwar wegen vorschrifts- roibriger Behanblung eines Untergebenen. Die Sache war "-ujerft geringfügiger Natur, ben Sergeanten hatte aber

Rußland und Japan.

Der japanischen Regierung ging eine Mitteilung zu, baß alle russischen Kriegsschiffe, ausgenommen ein in Reparatur beftnbliches, gestern von Port Arthur a b g e - gangen seien: über die Bestimmung derselben ist nichts bekannt. Amtliche japanische Berichte erzählen von großer militärischer Tätigkeit in der Mandschürei. Tie Häuser in Liaojang und an anderen Orten werden zur Einquartierung russischer Truppen hergerichtet. In Liaojang würben 1000 Wagen zum Transport von Mumtton irnb Vorräten reguiriert. Die russischen Truppen rücken stetig in der Richtung nach dem Jaluflusse weiter vor. Die Chinesen in Jinkau schicken sich zur Flucht an. Dem japani­schen Handelsagenten in Wladiwostok wurde gestern von dem dortigen Garnisonskommandanten mitgeteilt, daß er gemäß ben Befehlen aus Petersburg jeberzeit in bie Lage kommen könnte, ben Belagerungszu staub zu erklären; er wünsche daher, baß ber Agent alles für eine eventuelle dlbreise ber japanischen Bewohner von Wladiwostok vorbereite.

Nach Blättermeldungen aus Söul wurden etwa 6000 Mann russischer Truppen in Port Arthur nach Korea ein­geschifft. Die Transportschiffe werben von russischen Kriegs­schiffen gekettet. Man erwartet, baß die Truppen in Tsche- mulpo landen und sich auf dem Landwege nach Soul be­geben werben. . , .-

Tie russischen KrregsichisfeOshabiia unb Saratow", sowie brei Torpebobootzerstörer sinb von Suez nach dem O st en in See gegangen.