Nr. 360 Erstes Blatt. L54. Jahrgang
Freitag 4. November 1004
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Giehener
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verantwortlich für den poltt und allgern. Teil : P. Wittko: für »Stadt und Land^ und .Gerichtes aal*: August Goetz, für den Anzeigenteil HanS Beck.
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Rotor msdruek u. Verlag der Brühl 'scheu Nniverl^'Vuch-u. Gtein- brurferti. R. Bange,
•iä™ Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen
Hernsprochawchluß Rr 51
Ate tzeAtigr Kummer umfaßt 10 Seiten
London, 3. Nov.
Das' Neutersche Bureau meldet aus Tschisn: Aus Dalny dort eingetroffene Japaner verbreiteten das von den Japanern selbst hezwei- feite Gerücht von der am 13. Oktober erfolgten Einnahme von Erlungsharr, Shunshushan und einem Fort zwischen Evlungshan mib der Eisenbahn und von Ostseekwanshan.
NoÜtische Tagesschau.
Diäten in Sicht.
R. Berlin, 3. Nov.
Die agrarische „Dtfch. Tagesztg." erhält mitunter aus Re- Kierungstreisen Jnformattcnen, die freilich gewöhnlich andere Angelegenheiten betreffen, als wirtschaftspolitische, die bekanntlich das Spezialgebiet jenes Blattes bilden. So wußte es dieser Tage zu melden, daß die Tiätenforderung der Reichstagsabgeordneten bei den nächsten Neuwahlen erfüllt werden wird, da der jetzige Reichstag unter der Voraussetzung der Tiätenlosigkeit gewählt worden sei. Nach den an unterrichteter Stelle von uns eingezogencn Erkundigungen hat Graf Bülow in der Tat im Privatgespräch sich dahin geäußert, daß der dem jetzigen folgende Reichstag nicht mehr über Tiätenlosigkeit zu klagen haben werde. Wie es mit dem „Korrelat" der Tiätengewährung, der Aenderung des Reichswahlrechts, bestellt sein wird, darüber freilich beobachten die Herren von der Regierung diplomatisches Schweigen. Es fällt aber schwer, anzunehmen, daß ohne besonderen Grund gerade für den nächsten Reichstag Tiäten in Aussicht genommen sein sollen. Oder rechnet die Regierung mit der Wahrscheinlichkeit einer Auflösung des gegenwärtigen Reichstags?
6. IahresaussUllunfl der AranLfvrter Künstler im Kunstverein.
Man schreibt uns aus Frankfurt:
Tie bildenden Künstler Frankfurts geben zum sechsten Male kn ihrer gemeinsamen Jahresausstellung im Kunstverem der Oeffnitlichkeit einen Ueberblick über ihre neueste Tätigkeit. Tie erprobte und wohlbewährte Organisation dieser VeranstMtung, welche sämtliche hiesigen Kunstkorporationen umfaßt, foat fdjon rn den Vorjahren sehr erfreuliche Resultate ermöglicht und den Aus- ftellungiUl die ungeteilten Sympathien aller Kunst freunde , verschafft. Man darf mit Recht erwarten, daß auch dre dresiahrige Ausstellung auf der gewohnten Höhe stehen wird. Dav Aus- ftellungsprogramm ist auf Grund der Erfabrung/nr friiherer Jan re im letzten Winter festgestellt worden und dre Umladungen an. m Künstler zur Beschickung ergingen im Mar. Obwohl dteJnw düngen die früherer Jahre ganz bedeutend übertrafen, wird or Zahl der zug^lasscucn Werke die früherer Jahre nur wenig uber- ftciiVit. weil die Jury strengere Anforderungen N^len mutzte. Zar Ausübung d'ö Jurorenamtes hat das Vertrauen der KunNler- se!,aft in diesem Jal)re berufen: Prof. F. Brütt, Ettore Eoso- mali, ?ludreas Egersdörfer, Robert Forell, Pros. F. Hausmann, Robert Hofsmann, Franz Krüger und Fritz Wuck-erer.
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"Für die Interessen der Jahresausstellung ist im übrigen ein Komitee tätig, welches sich unter dem Vorsitz von Geh. Re- grerungsrat Bürgermeister Tr. Varrentrapp aus einer größeren Zahl hiesiger Herren zusammensetzt, tue der heimischen Kunst
^^^Die^Kschäftsführrlng ist dem Kunstverein übertragen, dessen sänrtliche Räume zur Verfügung gestellt worden sind.
Tie festliche Eröffnung findet Samstag, den 5. November um 1/212 Uhr statt. Hierzu wurde» außer den ausstellenden Kiinstlern und ihren Tanten die Spitzen der Behörden, die Mitglieder deS Ausstellungskomitees, Vertreter der Presse itnb sonstige Ehrengäste eingeladen. Tie Eröffnung für das Publikum erfolgt Samstag nachmittag. Die Dauer der Ausstellung ist bis zum 4. Dezember bemessen. *
— Die Einheitlichkeit der bewegenden Kraft ist der Titel einer kurzen, aber sehr beachtenswerten Abhandlung, die Werner Moser im Novemberheft von „Nord mib Süd" (Breslau, SchleMie Verlagsanstalt v. S. Sckwttlaender) ver- öffeutliclvt hat. Mit bcm von dem Verfasse anfgcsteNten Grundgedanken, der uralt ist und bei Spinoza seinen prägnantesten Ausdruck gefunden lwt, hat sich die neueste Philosophie und Natursorschung mehrfach beschäftigt. Werner Moser nun sucht, indem er, der herkömmlichen Anlage entgegen, einen Unterschied
Petersburg, 3. Nov. Laut Meldungen aus Tschifu hat Port Arthur schwere Tage durchgemacht, weil die Japaner die Nordost-Forts verzweifelt stürmten und gewisse Erfolge erlangten, indem sie einige Laufgräben nahmen. Mesen Erfolgen wird im hiesigen General- stabe indes insofern keine große Bedeutung beigemessen, als' die erstürmten Positionen von den nächstliegenden Forts bestrichen werden können. Man hält die Lage für ernst, aber nicht aussichtslos, und man meint, daß, wenn Port Arthur den gestrigen und heutigen Sturm aushält, es längere Zeit Ruhe haben wird.
Paris, 3. Mw. Aus Petersburg wird gemeldet, der Zar wolle einen besonderen Port Arthur-Ordert stiften, mit dem die überlebenden Verteidiger der Festung ausgezeichnet werden sollen.
Ans der Mandschurei.
Petersburgs. Nov. Wie Generaladjutant Kur0- patkin von heute meldet, überfielen in der Nacht zum 1. November Freiwillige, die sich an die Schanzen des Gegners herangeschlichen hatten, die dort arbeitenden Japaner, jagten sie auseinander und zerstörten ihre Arbeiten. — In der Nacht zum 2^ November erkundeten Freiwillige die feindlichen Vorhutabteilungen. Berichte über Zusammenstöße sind nicht eingegangen. Tie Japaner eröffnen ein unregelmäßiges, fast ununterbrochenes Feuer. In der Nacht zum 3. November sind keine Meldungen über Kämpfe ein gelaufen. Eine Verschiebung der japanischen Infanterie-Abteilungen von Osten nach' Westen wurde bemerkt.
Petersburgs .Nov. Ter „Birshewija Wjedomosti" wird aus' Mukden von gestern nacht gemeldet: Auf der ganzen Linie der vorgeschobenen russischen Stellungen herrscht vollständige Muhe. Tie russischen Laufgräben sind 800 Schritte von denen des Feindes entfernt. Tie Kälte macht sich lebhaft fühlbar, besonders in den vorgeschobenen Stellungen.
Mukden, 3. Nov. Aus angeblich zuverlässigen Quellen ist festgestellt, daß 3 4 0 0 0 Kranke und Verwundete aus den letzten Schlachten weggeschafft wurden.
Des Mikado Geburtstag.
Tokio, 3. Nov. Der Geburtstag des Kaisers wurde im ganzen Lande festlich begangen. Der Kaiser hielt in Tokio Parade über zwei Divisionen ab, die in voller Kriegsausrüstung waren.
Tokio, 3. Nov. Der Kaiser gab anläßlich seines Geburtstages heute ein Frühstück, bei dem er die fremden Diplomaten begrüßte und in einer kurzen Ansprache betonte, daß er bedauere, daß die Zeit noch nicht gekommen sei, dem fernen Osten in Verwirklichung seines Wunsches den Frieden wiederzugeben. Er trinke auf das Wohl der Herrscher, die hier durch ihre Bevollmächtigten vertreten seien, und drücke den Wunsch aus, daß die Bande der Freundschaft noch enger werden möchten. Der belgische Gesandte Baron d'Anethan als Doyen des diplomatischen Korps gratulierte dem Kaiser in seiner Antwort zum heutigen Tage und drückte das Bedauern aus, daß der Krieg noch nicht beendet sei und sagte: „Auch wir sprechen unsere W ü n s ch e n a ch F r i e d e n mit unrsomehr Nachdruck vus', als wir mit tiefer Bewegung die Verheerungen betrachteten, die schon den trauernden Familien verursacht sind, und die Tausende von edlen Opfern, die aus beiden Seiten in der Feldarmee käwpftn und ihr Blut vergießen mit einer Tapferkeit, die hervorragend und mit' einem Heldenmut, der unbezwingbar, ist.
Russische Reservisten.
Lemberger Blätter melden: Bei Noworadomsk in Russisch Polen sind 30000 Reservisten konzentriert, von denen der größte Teil trotz der Kälte im Freien lagern muß, weil keine Gebäude zu ihrer Unterbringung vorhanden sind. Es fehlt auch an Lebensmitteln. IN Czenstochau wurden die Einwohner zur Verabreichung von Tee an die Reservisten aufgefordert. In Warschau herrscht große Aufregung. ____
npiTSaltische Akotte.
Paris, 3. Nov. Dem „Temps" zufolge werde der von Vigo mit drei anderen Offizieren nach Petersburg abgereiste russische Fregattenkapitän Esado, Vize- kommandant des Mmiralschiffs des Mschwaders Wmiral Roscbdjestwenskis riber die Toggerbank-Llfsaire vor der En- quetekonlmission das folgende Zeugnis ablegen, welches die mlssische Version dieser Angelegenheit darstelle: 1. Rosch- djestuxnski wurde während der Fahrt verständigt, daß zwei bald unter dieser, bald unter jener Flagge segelnde Schiffe
Auf dem Kriegspfade.
Die Freundschaft zwischen dem König der Belgier und König Eduard ist in die Brüche gegangen. Tie Mitgliedschaft zum Royal-Jacht-Klub läßt Leopold II. nicht vergessen, daß er Souverän des K 0 n g 0 st a a t e s ist, und dieser Erinnerung entspringt die Disharmonie mit dem englischen Freunde. Es handelt sich nicht etwa um die Angriffe eines der „West-African- Mail" nahestehenden Unterhausmitgliedes auf die kongostaatlichen Behörden. Leopolo II. hat wiederholt bewiesen, daß er diese Beschuldigungen nicht tragisch nimrnt, solange nicht die englische Regierung sie sich aneignet. Tas taten die Staatsmänner in Towning-Street bisher nun zwar nicht, wohl aber haben sie durch anderweites Vorgehen den kongostaatlichen Souverän in Leopold II. nervös und mißtrauisch gemacht. Vor kurzem wurde gemeldet, daß an der Grenze im Hinterlarrd des Kongostaatcs Befestigungen geplant seien. Hier liegt, wie sich jetzt herausstellt, eine Maßregel vor, die gegen eine im Dezember in das Gebiet des Albert- Sees marschierende, kriegsmäßig ausgerüstete englische egyptische Expedition gerichtet ist. Tie Truppen sind Elitcmannschaften aus dem sudanesischen Feldzug und werden von englischen Offizieren befehligt. Zum Vergnügen entsendet England nicht eine kostspielige Expedition in. ein vom Kongostaat in Pacht genommenes Grenzgebiet mit lebhaftem Elfenbeinhandel. In Brüssel argwöhnt man deshalb, daß der Kriegszug gegen die in jenem Grenzgebiet seßhaften Eingeborenen den Engländern nur zum Vorwand dient, dort Fuß zu fassen, mit anderen Worten: daß es sich um eine verkappte Jamesoniade handelt, wie sie auch die Annerion der Buren-Freistaaten einleitete. Ter Ausblick auf diese Möglichkeit muß allerdings dem Souverän des Kongostaates Pein verursachen, denn er ist auf die Tauer außer stände, mit seinen militärischen Machtmitteln die sudanesischen Truppen zurückzuhalten, und wird sich auch der Erkenntnis nicht verschließen, daß durch die englische Expedition die Gefahr eines Aufstandes der kongo staatlich en Eingeborenen, die von den belgischen Ofsizieren und Beamten brutal behandelt werden, an Wahrscheinlichkeit gewinnt. Ter Apparat der englischen Politik arbeitet langsam, aber mit unheimlicher Sicherheit und Hartnäckigkeit. Der Kongostaat ist offensichtlich aufs Korn genommen, rmd die englisch-egpptische Expedition bedeutet wohl im Grunde den Anfang vom Ende der Selbständigkeit dieses Staates.
Der Krieg zwischen Aapan und Rußland.
Port Arthur.
Petersburg, 3. Nov. Den Ereignissen, welche der heutige Tag bringen wird, sieht man hier mit ängstlicher Spannung entgegen. Es ist der Geburtstag des japanischen Kaisers und die japanischen Truppen planten für diesen Tag einen tzauptangriff auf Port Arthur. Es ist vorauszusehen, daß die Festung einen schweren Tag haben wird.
Tokio, 3. Nov. Der allgemeine Angriff auf Port Arthur beginnt sehr wahrscheinlich heute. Der als hervorragende Autorität im Velagerungswesen bekannte Generalleutnant Somejims ist dorthin aBgereift. Die offizielle Verlustliste von der Schlacht am S ch a h 0 spricht von 15 8 7 9 Mann.
Deutsches Reich.
Berlin, 3. Nov. Der Kaiser hielt heute mittag auß dem Truppenübungsplatz Döberitz, wohin er sich im Auto-s mobil begeben hatte, die Hubertusjagd ab. Zum Rendez-, vous am Obelisken auf dem Hasenheidenberg, wo ein starkes rotes Feld versammelt war, erschienen die Kaiserin, der Kron-z prinz und die übrigen Prinzen des königlichen HauseS.
— Der Meldung über eine bevorstehende Zusammenkunft des Kaisers mit dem König von Italien anrb von der „Südd. Reichs-Korr." widersprochen.
— Der Bundesrat stimmte in seiner heutigen Sitzung dem Entwürfe einer Eisenbahn-Bau- und -Betriebsordnung zu.
— Die Fraktion der Freisinnigen VotkSparteß des Abgeordnetenhauses hat mit Rücksicht darauf, daß eine; Regierungs-Vorlage wegen der von der Dresdener Bank übernommenen Hibernia-Aktien angekündigt'ist, beschloßen^ einstweilen die beabsichtigte Interpellation über die Vorgänge bei dem Versuch der Verstaatlichung der Hibernür^ zurückzu stellen.
München, 3. Nov. Ministerialrat Ritter v. Pfaff istz zum Finanz Minister ernannt worden. (Der neue Finanz-^ Minister entstammt einer Erlanger Profefforen'amilie. Er ist Protestant, seine Gattin Katholikin, sein Sohn ist protestanttsch, die Töchter sind katholisch erzogen. Vor einem Jahre, als es hieß, er werde der Nachfolger des Herrn v. Riedel werden^ wurde er in der klerikalen Preße heftig angegriffen. Herr v. Pfaff ist ein Fünfziger. Bayern hat mm fünf katholischer und zwei protestanttsche Minister.)
parlamentarisches.
Berlin, 3. Nov. Das Abgeordnetenhaus hat, in seiner heutigen Sitzung eine Reihe von kleinen Vorlagen; erledigt. U. a. wurde der nattonalliberale Antrag auf A u f*. Hebung der Arreststrafen gegen Unterbeamte fast einstimmig angenommen. Der Antrag des Abg. Ernst (frf< Vg), betreffend Förderung deS volkswirtschaftlichen^ Unterrichts in den Mädchen-Volksschulen, wurde: der Unterrichts-Kommission überwiesen. Der ZentrumS-Antrag aus gesetzliche Regelung der Fürsorge für unbemittelt^ Geisteskranke gelangte an die verstärkte Gemeinde-Kommission. Hierauf wlirden Petttionen erledigt.
sich an der skandinavischen Küste aufhielten, 2. im Augen-! blick, als sich die Dogerbankaffäre ereignete, s a h der Tränst portdampfer „Karnschatka" deutlich'zwei Torpedoboote. Gleichzeitig verzeichneten die Funkentelegraphen- Apparate des Geschwaders eine anscheinend! von der „Karn^. schatka" kommende Anfrage, welche in ungewöhnlicher Forrw abgefaßt war und deshalb auf Befehl RoschdjestwensUs nicht beantwortet wurde. Später wurde festgestellt, dast der Transportdampfer „Karnschatka" keinerlei Anfrage ab-! gesandt hatte. 3. Als Roschdjestwenski sah, daß die zwei von der „Karnschatka" signalisierten Torpedoboote fein Geschwader zu überholen trachteten, gab er Befehl, $u| feuern. Es ist absolut falsch, daß auf Fischer- b 0 0 te gefreuert wur'de. Im Gegenteil, als man diese! Fischerboote erblickte, wurde das Feuer eingestelktt 4. Es sei falsch, daß öas Geschwader russische Tor-. pedoboote für japanische Torpedoboote gehalten habe. Die russischen Torpedoboote seien zurzeit, alS sich die Doggerbankaffäre ereignete, bereits im Aermekkanak^ gewesen. Es sei wohl richtig, daß 8 Torpedoboote Uott: Libau abgegangen waren und nur 7 in Tanger angekommen leien. Ein Torpedoboot habe eben in der dänischen Meer-^ enge Havarie erlitten und sei deshalb vom Eisbrecher Jer-, mak nach Libau zurückgeschleppt worden. Die Enquetekommission werde wahrscheinlich in Haag zusammentreten..
London, 3. Nov. Die „Moming Post^ erfährt:
die baltische Flotte Mgo erreichte, fehlte eines ihrer^ Torpedoboote, mit denen sie Libau verlassen hatte^ während ein zweites, durch Kanonercheuer schwer beschädigt^ auf der Aihede von Vigo liegt.
Kirche und Schule.
— Wie der „Tägl. Rundschau * aus zuverlässiger Qrrelle, initgeteilt wird, soll von der Vertrettmg des evangelischen! Pfarrstandes im Decitschen Reiche gegen den ,Sim-' plieissimus" wegen Beleidigung des evang. Pfarr-
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zwischen mechanischer und geistiger Kraft leugnet, den Beweis zu ftlhren, daß Wille, Empfilrdung und Bewegung nicht in nrfdcb- liebem Zusammenhang stehende, also getrennte Kräfte, sonder» vielmehr, eine in der anderen enthalten, Lleußerungen derselben: Kraft find, daß jode Bewegung zugleich Wille imb Empfindung ist, eine Unterscheidung znüfchen mechanischoi' und geistiger Krafts sinnwidrig und unhaltbar und die Einbeitlichkeit der beN'egendcn Kraft eine unabweisbare Forderung der logischen Konsequenz sei. In demselben Hefte bringt Otto zur Linde die amüsante, Biographie eines englisck>-deutsckiien Charlatmrs, der sich.Kalter- felfo" nannte, mtb Heinrich Funck veröffentlicht einen bisher in*-' bekannten Brief von I. M. R. Lenz. Dem bervorrogatben Natio- nalökonomen Luio Brentano, der demnächst seinen 60. E^bnrtswg. feiern wird, hat Georg Stampcr eine Würdigung zuteil werden lassen. Tas Bild des Gelehrten bildet, radiert von Johann Lindner, den klinstlerischen Schmuck des 5?eftes. Dieses enthält an belletristischen Gaben ein packendes Diera fti g Drama; „11 m Licht 11 ttt> Stift" von Ludwig Sitto nfeld, diuS anS dem Kontrast zweier verschiedener Zeiten feine Stimmnngen herausholende Novelle von Karl Hans^ Strobl: „Johann Peter Melchior", und eine einen altiirdischen Stofs anziehend geschlteudc Trchtung von A. >r Tielo-(Tilsit): „RffäUptzUrü"


