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verkauft habe. Es gäbe Mhe und Rinder, bereit Fleisch in Qualität manchen Ochsen nicht nachstehe, doch sei selbstverständ- licb prima Kuh- und Rindfleisch immer weniger wert wie prima Ochsenfteisch. Ob durch die marktschreierischen Inserate das Publikum geschädigt worden ifL sei schwer festzustellen, jedenfalls könne von einer dauernden Schädigung wohl kaum die Rede gewesen sein, denn das Publikum urteile schließlich nach dem Geschmack und frage wenig nach der Benennung. Daß die Kunden der in der Nähe wohnenden Ochsenmetzger alsbald wieder zu diesen zurückgekehrt seien, beweise, daß das Publikum den Unterschied herausgefunden habe. In Norddeutschland habe man übrigens schon lange mit der Bezeichnung Ochsenfteisch gebrochen, in Berlin und .Hamburg usw. heiße es einfach Rinderbrust, Rinderbraten, Rinderfilet usw. — Staatsanw. Günge- rich halt den Angeklagten schuldig des unlauteren Wettbewerbs, weil er in den Inseraten die Unwahrheit gesagt und damit das kaufende Publikum getäuscht habe. Tie Höhe der zu erkennenden Geldstrafe überlasse er dem Ermessen des Gerichts. Ter Verteidiger plädierte eingehend auf Freisprechung. Das Gericht war der Ueberzeugung, daß der Angeklagte tatsächlich in den Inseraten die Unwahrheit gesagt, um damit das Publikum zu täuschen. Da im Viehhandel bei Ockisen damals keine Preisreduzierung ftattgesunden, .habe der Angeklagte mit seinen billigen Preisen nur den reellen Ochsenmetzger schädigen wollen. Die Voraussetzungen des § 4 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb seien gegeben und deshalb habe Strafe einzutreten. Es wurde auf 50 Mark Geldstrafe und die entstandenen Kosten erkannt.
vermischte»«
* Hannover, .3. Aug. In Groß-Leifierde wurde der beim Landwirt Pape beschäftigten 16 jährigen Tienstmagd Johanna Huß von einem gleichfalls bei Pape beschäftigtem Knecht der Hals durchschnitten. Ter Tod trat sofort ein. Der Mörder ist ftüchtig.
* Die Färbung der Forellen. Wer Forellen züchtet, fängt oder ißt, .wird beobachtet haben, daß diese kostbarste aller Süßwasserfische sonderbare Launen in seiner äußeren und inneren Färbung .hat, imb es ist .eine fesselnde Aufgabe, den Ursachen dieser wechselnden Färbung nachzuspüren. In ihrer äußeren Faiche ist die Forelle durchaus abhängig vom Einfluß der Sonnenstrahlen und von der Farbe ihrer Umgebung. Hält sich der Fisch vorzugsweise im Schatten oder in tieferem, .klarem Wasser auf, so wird seine Haut dunkel oder ganz schwarz. Die Forellen dagegen, die in den oberen Schichten oder in flacherem oder auch trübem Wasser leben, sind äußerlich heller gefärbt. Diese Fähigkeit des Farbenwechsels hat sogar etwas von der Eigenschaft des Chamäleons, denn sie zeigt sich oft innerhalb kurzer Zeit, sodaß sie auch sogar guf künstlichem Wege nach- gewiesen werden kann. Setzt man eine aus dunklem Wasser gefischte schwarze Forelle nur für eine Viertelstunde in einen neuen Bottich, .der noch die Naturfarbe des ftisch gehobelten Holzes besitzt, so wird 'sie auffallend gelb. Wird das Gefäß dann wieder zugedeckt, so nimmt der Fisch bald wieder eine schwärzliche Hautfarbe an. Wie ein Mitarbeiter der „Allgemeinen Fischerei-Zeitung" äussührt, muß dieser Farbenwechsel zu dem Gesichtssinn in Beziehung stehen, beim blinde Forellen sind und bleiben bei jeder Beleuchtung schwarz, während die andere an dem beschriebenen Farbenwechsel teilnimmt. Es handelt sich dabei ohne Zweifel um ein Schutzmittel für den Fisch, der sich aus diese Weise durch die Annahme der Farbe seiner Umgebung den Augen seiner Feinde zu entziehen hofft. Von der äußeren Farbe der Forelle auf die des Fleisches zu schließen, ift .ein Fehler, beim letztere hängt nur von der Art ber Ernährung ab, wie übrigens bei allen Fischen der Lachsfamilie. Tas Fleisch ist immer ebenso gefärbt wie die Eier, so daß die Forellenzüchter während der Laichzeit mit Bestimmtheit Voraussagen können, ob eine Forelle rotes gelbes ober Helles Fleisch haben wird. Es kann sehr wohl vorkommen, daß' .in einem und demselben Bach bie Forellen Fleisch von ganz verschiebener Farbe aufweisen, je nach der Nahrung die sie an den einzelnen Strecken ihres Aufenthalts finden.
* Ein kaum gl a u b li ches S tü ckch e n v on Bu r e a u- kratismus meldet die „Rhein.-Wests. Ztg." aus Hagen i. W.: Vor mehreren Tagen wurde im Anschluß an eine Versammlung nach fur^em Wortwechsel zwischen drei Verwandten einer der Beteiligten erstochen. Ter Tater, Arbeiter Figge, wurde nach der Tat flüchtig und trieb sich in den benachbarten Waldern umher, ohne daß es gelang, seiner habhaft zu werden. Sonntag morgen sand sich Figge aus dem Bureau ber Hagener Staatsanwaltschaft ein, um sich selbst zu stellen. Anstalt nun bie Polizei telephonisch zu, verständigen, und bie Festnahme des Täters zu veranlassen, wurde ihm bedeutet, daß die „Staatsanwaltschaft nicht zuständig" fei und er sich mit seinem Anliegen an die Polizeibehörde wenden müsse. Figge, .den sein Gang inzwischen gereut haben mag, ist aber bei der Polizei nicht erschienen und wieder fluchtig.
*Artisten-Deutsch. Dre in den Fachblättern des Artistenvölkleins veröffentlichten Ankündigungen enthalten oft sonderbar klingende Ausdrücke und Wendungen, die dem Fachmann vollkommen verständlich sind, dem Laien aber recht drollig erscheinen. Eine kleine Blutenlese wird dies beweisen: „Gesucht Untermann für .Hand auf Hund, der Ringe arbeiten und den Obermann auf tragendem Bambus balancieren kann. Solche bevorzugt, die etwas Doppeltrapez arbeiten. — Kräftig gebauter Mann mit Kostümen und Netzemrichtung wünscht Luftnummer beizutreten. Gehe auch zu Kraftnummer — Hund als Esel mit Maske verkäuflich. — Jongleur, perfekt bis zu 6 Bällen, 4 Tellern, 4 Mulen und 3 Keulen rückwärts sucht Stellung. — Zu kaufen gesucht eine KakadunNmmer. — Schnellster Blitz dich ter sucht Engagement. — Junger Mann sucht Anschluß an Excentrigue-Truppe. Selbiger ist auch komisch sehr gut veranlagt. — Diener mit Paß für Hundenummer gesucht. — Suche eingie Artisten für Luft und Parterre. — Ein guter Komiker, der auch bunt arbeitet, gesucht. — Junger Mann sucht Anschluß an gute Drahtseilnumtner, — Clown oder August gesucht. Nur solche ohne Phantasiegagen werden berücksichtigt. — Suche perfekten Pianisten^ der ein Blechinstrument bläst, 2. Tenor oder 2. Buß singt. — Mache allen Direktoren und Agenten die Anzeige, daß ich mich mit Herrn Max M. entlobt habe. Moments mori! Agnes D. — Tüchtige Primgeigerin gesucht. Kneipverhalt- nisse vollständig ausgeschlossen
Meratur.
— Haarpflegemittel. Von Ph Mr. Adolf Vomacka, Prag. Verlag von A. Hartleben in Wien unb Leipzig. Geht 2 Mk. — Unternehmungen, ivelche ein Absatzgebiet unter den Friseuren haben, finden könnten ober suchen wollten, bietet vorstehendes Buch eine beachtenswerte Anregung. Ter Haarkünstler ist stets in ber Lage, feiner Kundschaft, bie er gerade unter ber Hand hat, bieses ober jenes Präparat eindringlicher als ein anderes Geschäft empfehlen zu können. Tenn er kann selbe auf die Schuppen, ausfallendes schütteres, ergrauendes Haar, .Kopf- unreinheiten in unauffaKenberer Weife als ein anderer aufmerk- fam machen und kann bestimmt die Frage erluartcn, ob er kein Mittel dagegen weiß. Er kann ein solches nicht nur empfehlen, sondern dessen Gebrauch sofort borbenionftvieren. Gute Mittel zur Haarpflege werben immer gekauft werden unb bie Haarpflegemittel Bomacka's enthalten davon nur Bewährtes. Es ist kein Sammelsurium aller möglick>en, sondern eine strenge Auswahl nur erprob' *• Mitt4. Die Verbindung des Frisiersalons mit ei nm Haar slegesalon, wie sie der Verfasser als erwägenswert empfiehlt, ist toohl beachtungswert und das Buch ist schon dieserhalb des Anschafsens wert.
— U n t c r r i d f 8 b i > i c für 1 Selbststudium der Italienischen brache. Professor Giamb.
Bnonaventnra nnb Dr. phll. Alb. Schmidt. Einzelbriefe le 50 Psg. Verlag von E. Haberland in Leipzig-R., Eilenburgerstraße 11. — Von den 40 Briefen, welche nach dieser Methode das ganze System der italienischen Sprache erschöpfen sotten, liegen uns vor Brief 21—30. Mit Brief 20 schloß in Lektion 40 ber erste Kursus ab. Wer sich streng an bie Vorschriften desselben hielt, muß jetzt korrekt italienisch lesen unb schreiben rönnen, unb bas Sprechen darf auch nicht mehr besondere Schwierigkeiten bereiten. Das Prinzip, an ber Hand einer interessanten laufenden Lektüre die Sprachgesetze zu entwickeln, ist pädagogisch ausgezeichnet. .Für bie Unterrichtsbriefe wurde als Grundlage ber Darstellung ber Roman bes Dichters Manzoni gewählt, welcher unter bent Titel „Die Verlobten" auch 'in beutscher Uebersetzimg weit verbreitet ist. Jeder Bries enthalt vom 21. Briefe ab ein größeres Stück bes Romans. Unb daneben bringt jeder Brief ein Stück aus einem unterhaltenden Lustspiel zur Uebersetzimg .ins Italienische. Gerade im Lustspiel prägt sich die Form feiner Konversation aus.
— Sammlung Göschen Nr. 213, Portugiesische Literaturgeschichte von Dr. Karl v. Reinhard st oettn er, Honorarprofessor an ber Königl. Technischen Hochschule München. Preis in Leinwand gebunden 80 Psg. — Was um die Mitte bes neunzehnten Jahrhunderts Fd. Wolf bettagt, daß nämlich zu einer allen wissenschaftlichen Ansprüchen genügenden Geschichte ber portugiesischen Literatur die grundlegenden Vorarbeiten fehlen, muß .auch die letzte Forscherin auf diesem Gebiete, Frau Dr. Karoline Michaelis be Vaseaneellos, noch beklagen, obwohl sie, gestützt auf Bragas und anderer Gelehrter Tätigkeit, (1893) eine portugiesische Literaturgeschichte veröffentlichen konnte, welche infolge ihrer eingehenden selbständigen Untersuchungen aus lange Zeit ein auf diesem Gebiet abschließendes Werk bleiben wird. Fast schwieriger noch gestaltet sich der Versuch, einen Ueberblick ber reichen, wenn auch foenig bekannten portugiesischen Literatur zu entwerfen, tn bent alle Materialien richtig benutzt, alle Streitfragen kurz erwähnt, alle Tatsachen an die gehörige Stelle gesetzt sind, schwierig trotz der umfangreichen Schriften Bragas und ber kritischen Arbeit Michaelis be Vasconcellos', welche ja bie unverrückbare Grundlage ähnlicher Darstellungen bleiben m uff en. Unter ben wenigen großen Dichtem der portugiesischen Literatur, deren Namen durch die Welt gegangen sind, steht zuvörderst Ca- moes. Ihm gebührt die hervorragendste Stelle in einer Geschichte des portugiesischen Schrifttums, fein Wirken unb Leben bezeichnet nicht nur den literarischen, sondern auch den politischen Höhepunkt des Reiches, das mit seinem Tode selbst die Nattonalität verlor. .So bieten sich dem Geschichtschreiber ber portugiesischen Literatur zwei Ausgaben sozusagen von selbst, das Emporkommen des portugiesischen Königreiches bis zu seiner bedeutendsten Machtentfaltung zu schildern und zu zeichnen, wie es rasch herabsank, also die literarffche Tätigkeit bis zum Auftreten des gewalttgen Sängers ber „Lusiaden" (1572), und bie nicht immer anregenden Zetten von seinem Tode bis zu jenem Tage, wo nach langer Ermattung und ober Nachahmung des Fremden die Literatur wiederum nach ber alten Nationalität strebt unb sie erreicht. Um ben nationalsten aller Dickster also gruppiert sich zwanglos das Ganze ber portugiesischen Literatur, was in dem vorliegenden Bändchen darzulegeu versucht wurde, ohne deshalb eine gewisse Erschöpfung der reichen Literatur jemals aus dem Auge zu verlieren und auf die möglichste Vollständigkeit auch im kleinen Rahmen Verzicht zu leisten.
— Wilhelm Schmidt-Bonn: Die goldene Tür. Ein rheinisches Kleinstadtbrama in brei Aufzügen. Verlag von Egon Fleisibel u. Co., Berlin W. 35. — Preis 2 Mark. — Der Ton der Sehnsucht, des Glückverlangens, der heute durch die Welt gebt, klttiat aus diesem Drama heraus. Aber ber Sturm, der draußen durch bie großen Städte tobt, wirst hier, in ber kleinen Stadt, nur einige Wellen aus. Es wird das stille Schicksal der Leute gezeigt, die in ihrem Fabrikbureau tote in einem Käfig festgehalten, doch mit aller ihrer Arbeit gerade so viel verdienen, daß sie leben können, die ihr ganzes Leben sich nach Frau unb Kind sehnen, aber Junggesellen bleiben müssen, da sie keine Frau und Kinder ernähren können, die enbllch grau werden, mürrisch, feindselig gegen alles Junge und Fröhliche, bie verrosten, verkalken unb sterben. .Es werden bie Tvpen solcher Leute gezeigt: die Men, die schon verrostet sind, und bie Jungen, zu denen bas Sehnen ber großen Zeit braußen schon Hngebrungen ist, die sich gegen ihr Schicksal aufbäumen. Zwischen diesen Generationen steht ber kraftvolle Mann, ber mit der Sehnsucht nach Höherem in ber Brust, burch baS Schicksal hier festgebannt, noch der Jugend angehört, ber noch wartet auf irgend ein Glück, ber aber fast daran ist, bas Warten aufzugeben und alt und ohne Hoffnung zu werden wie die übrigen. In diesen Kreis tritt nun ein junges Mädchen aus ber Großstadt, mit bfoubem Haar und fröhlichem Lachen. Leuchtenb wie das Glück selber sitzt sie an ihrem Pult unter ben Männern, die nach ihr Hinsehen, alle von ihr umgewandelt, wieder jung werden. .Einer von ihnen, der Kraftvolle, sieht in ihr sein Glück gekommen unb verlobt sich mit ihr: denn da beide, Mann und Frau, verdienen, ist eine Ehe möglich geworden. Llber auch dieses Mädchen ist von dem Drang des jungen Geschlechts überall erfaßt: sie will hinaus aus ihrem kleinen Leben unb ist bereit, sich dem verführenden Besitzer ber Fabrik hinzn- geben. Ihr Verlobter aber tötet sie. Dies im kurzen die Handlung, die still ist wie bie kleine Stadt, unb bie Schicksale in dieser kleinen Stadt. Aber diese Handlung ift von einem Duften und Klingen imd Leuchten umgeben, ber Blick schweift .über die alten Ziegeldächer hinweg in die große Welt hinaus, in ber sich neue Zeiten fcorbereiten, und so ist cllles weit und jauchzend in diesem engen und grauen Rahmen.
Aröctterbcwegung.
München, 3. Aug. Ter Maurer streik ist so gut wie beendigt. Gestern nachmittag wurden bie Forbernngen ber Streikenden, 50 Pfg. Mindestlohn für Maurer, .36 Psg. für Tagelöhner, auch von einer tu-citcren Firma angenommen.
Handel und Verkehr. Uolkswittschaft.
Essen, 3. Aug. ,Die „Mein. .Wests. Ztg." meldet: Der Geheime Kommerzienrat Heinrich Lüg-Düsseldors, welcher dem Aufficktsrate der Dresdener Bank unb der Hibernia-Gese lisch ast gleichzeitig angehört, hat seinen Austritt aus dem Aufsichtsrate der Dresdener Bank angemeldet.
Meteorologische Beobachtungen
der Station Gießen.
August 1904.
3. 2“
3. 9’8
4. 726
£
27,7
21,4
18,8
18,3
14,7
11,5
753,5
753,4
753,7
Höchste Temperatur am
Niedrigste , *
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Wetter
Sonnenschein Klarer Himmel Sonnenschein
3. August = + 28,06 C.
3. , --- 4- 13,30 C.
Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst.
Voraussichtliche Witterung in Hessen für Freitag, den 5. August: Vorwiegend heiter, noch etwas wärmer, große Hitze, noch keine Gewitter.
Näheres durch die Gießener Wetterkarte.
Kirchliche Nachrichten.
Israelitische Religionsgesellschaft.
Gottesdienst.
Sabbathfeier am 6. August 1904.
Freitag abend: 7.30 Uhr.
Samstag vormittags: 8.00 Uhr.
Predigt.
Nachmittags 4 Uhr.
Sabbathausgang 8.50 Uhr.
Wochengottesdienst: morgens 6.30 Uhr,
abends 7.30 Uhr.
Schiffsnachrichten.
Norddeut sch er Lloyd.
In Gießen vertreten durch Earl Loos, Kirchenplatz.
Bremen, 3. August. (Per transatlantischen Telegraph Der Doppelschrauben-Poftdampier „Großer Kurfürst", Kapitän E. Mundt, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 2 Uhr nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen.
Bremen, 2. August. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Doppelfchrauben-Schnellpostdampser „Kaiser Wilhelm IL", Kapitän D. Högemann, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist heute 7 Uhr morgens wohlbehalten in Newyork angekommen.
Ucneste Meldungen.
Originaldrahtmeldnngen des Gießener Anzeigers.
Bremen, 4. Aug. In der Pauli-Brauerei sind Unterschlagungen in Höhe von 35000 Mk. entdeckt worben, die durch Fälschungen der Lohnlisten gemacht wurden. Der Täter hat sich erhängt.
Ostrowo, 4. Aug. Eine schwere Grenzverletzung hat sich ein russischer Posten zu Schulden kommen laßen. Mehrere russische Deserteure waren, nachdem sie die Prosna durchschritten hatten, über die Grenze entkommen. Der russische Grenzsoldat setzte ihnen nach und schoß aus preußischem Boden zwischen Senielow und Osiek aus die Flüchtlinge. Einer wurde getötet, ein anderer schwer verletzt.
Madrid, 4. Aug. Trotz des Dementt hält sich mit großer Bestimmtheit das Gerücht aufrecht, daß sich bie Infantin Maria Theresia mit dem Prinzen Ferdin and von Bayern verloben werde. Die Königin- Mutter reist am 22. September nach Wien.
Wien, 4. Aug. Aus Böhmen wttd gemeldet, daß die anhaltende Dürre dort großen Schaden angerichtet hat. Die Zuckerrüben verdorren auf den Feldern. Die Kartoffeln müssen umgeackert werden. Milch, Eier, Butter und Ueisch steigen ungemein im Preise.
Petersburg, 4. Aug. Verschiedene Nachrichten bestätigen, daß die Japaner bei den letzten Angriffen auf Port Arthur 18 000 Mann eingebüßt haben. Die vorgeschobenen Befestigungswerke, welche bereits von den Japanern eingenommen waren, wurden z ur Ücker o b e r t. Am meisten zeichneten sich die Truppen de§ Generals Focks aus, welche drei japanische Belagerungsgeschütze eroberten. Bis jetzt ist in Petersburg noch kein amtlicher Bericht Stößels über die Kämpfe bei Port Arthur eingettoffen.
Söul, 4. Aug. In Söul 'wurde einer Herald-Mekdung zufolge das Standrecht proklamiert. Tie nächste Ver- anlaffitng zu dieser Maßregel war ein mißglückter Ueberfall der aus Genfan erwarteten japanischen Feldpost durch rüffenfreund- liche Koreaner. .Tie Söuler Garnison wurde erheblich 'verstärkt. Gleichioobl wagen die Japaner aus Furcht einer allgemeinen Volkserhebung nicht, die von ihnen langst begehrten Wald- und Fluß-Konzessionen mit Gewalt zu erreichen. — Wie au$ Gensan gemeldet wird, laßt der rusiische Kommandant bes großen Postens von Kiungheung am Tumenfluß von 20 Ingenieuren und einigen hundert Kulis bie Straße, die östlich von der Provinz Pingyaug .bis zu der Uferftabt Niusan führt sowie die Straße jtadr Songschin in einer Brette von neun Fuß für militärische Zwecke in Stand setzen. Die Ruffen fühle« sich vollkommen als Herren.
Tsckifu, 4. Aug. T^r enbgiftige Angriff auf Port Arthur steht unmittelbar bevor. Schon sind hier 200 Männer, Weiber und Kinder angekommen, welche am 1. August den Befthl erhallen hatten, Port Arthur sofort zu verlassen. Sie berichten von einer sckweren Schlacht am 1. August, bei ber die Verluste auf Setten der Japaner 15 000 Mann, auf Seiten der Russen 5000 Mann betrugen. Die Japaner rückten dann vor und nahmen zwei Forts aus der Landseite ein. Nunmehr werden die Geschütze rneg- geschleppt, um die letzte Attacke vorzubereiten. Ein norwegischer Dampfer kam mit t a u s e n d F l ü ch t l i n g e n hier an, welche mit Erlaubnis der russischen und japanischen Kommandos Port Arthur verlassen hatten, damit bie Unschuldigen dem Schrecken des Sturmes entzogen werden.
Telephonischer Kursbericht.
a. M«, 4. August 3% Mexikaner .... 27.
F^antdhxrt
3Ve°/o Reichsanleihe . . 102.05 30/n do. . . . 89.70 S^O/o Konsole .... 101.90 3<Vn do......89.80
gV^/n Hessen .... 100.30 3V, 9t> Oberhessen . . . — 4% Oesterr. Goldrenie . . 101.65 4l/e % Oesterr. Silberrente 100.55 4% linear. Goldrente . . 100.50 40/0 Italien. Rente . . . 104.00 4,/2 % Portugieser » . . 61.90 8% Portugiesen.....61.50
1 % C. Türken . . . . —.— Türkenloee......—.—
4% Griech. Monopol.-Anl. v 47.00
4</9D/n Chinesen .... 89.50 Electric. Sohuckert . . . 105.10 Nordd. Lloyd . . . . 101.00
Kreditnktien ..... 200.60 Diskonto-Kommandit . . 188 30 Darmstädter Bank . . . 137.50 Dresdener Bank .... 153.30 Berliner Handelsgea. . . 155.70 Oesterr. Staatsbahn . . . 135.80 Lombarden ..... 18.10 Gottbardbahn.....190.50
Lanrahütte ...... 252.50 Bochum ....... 204.25 Harpener......213.00
41/, H Rassere Argentiner
Tendenz: fest»
Für die Gesamt-Redaktion verantwortlich: i. V. August Goetz.
ÄHerkennungescKreibe* vorzüglicher Lieferungen aus allen Kreisen trurtie* an dieser Stelle von der Möbelfabrik und Lager Th. Brüe k, Giessen. Ecke Schlossgasse— Kansleiberg tur Veröffentlichung gebracht. Diese sowohl wie eine weitere Serie noch nicht verbreiteter Referenzen stehen Jedermann gratis und franko nebst einigen photographischen Aufnahmen der beste in gerichtet en f abrik- und Verkaufsräume zur Disposition und dürfte es sich empfehlen, vor Ankauf von Möbeln, Betten, Teppichen, Vorhängen etc. sich ew wenden an das lb58 gegründete ' Möbelfabrikations- tmd Ausstattung*-Geschäft
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