Ausgabe 
4.7.1904 Zweites Blatt
 
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Politische <T»lgesschau.

Tel AusiedluogSgefctz in Preußische» Herrenhaus.

In her SarnStttASj ttzung wurde .zunächst botf Beseh 6etx bte Dienst de züge der Ztr e i S t i e r ä rz t e unter Mahnung eine.' Antrages Struckmaun auf Erhöhung der Bezüge der streut t verarme angeno m tu c n. Es folgte das Ansredlungsgesetz. Herr v. LoS^ielSki: Da- Sejeh koNidierte bedenklich nut der preußischen und der Sieu1)x*i>erj<i)jnng und mit vielen nn Reiche zu ReckU be* stebenbcn Dieses Gesetz bedeute eine einzig

oasdedende Erscheinung in der Geschickte insofern, als hier die Regierung gegen den Wohlstand und das wirtschaftliche Gedeihen ihrer eigenen Staatsbürger zu Selbe zie ht. Nach weiterer Po lernt kgegen die Politik des Miuisrerüuns schließt Redner: Man taffe ihm das stolze Lutheaoort: ^Hier stehe ich, ich kann nicht anders^ auch auf seine Stellung hier im Hause und überhaupt ui Preußen auweriden. Daß man hier stehe, das ist Gottes Kugung und daß man nicht anders L^ne, fei Gottes '-hülle. Diese Zuversicht trage über jede Unbill und Vergewaltigung hinweg, einer hossent- lich besseren Zukunft entgegen, einer Zukunft, die, wie er hoffe, auch bcr Würde und Ehre des deutschen Volkes würdig fein werde. Minister v. Ha mm er ft ein weist darauf bin, daß dieses Gesetz eine polirisä-c Notwendigkeit waiL. Die ÄuSfülirungen des Vorredners seien in dem gehalten, den Bismarek den Dorten kritisierte. Die Polen sind in der Politik Dickster und in der Dicht- huift Politiker. Dr. v. DziemdowSki verteidigt das Gesetz und die Haltung der Regierung. Nachdem in der Spezialdisküssion Graf Zink von Finken stein die Bedenken gegen das Gesetz zu zerstreuen versucht halte, während Graf Oppersdorfs erklärte, daß er gegen das Gesetz stimmen werde, wird der Entwurf in der Gesamtabstimmung mit ollen gegen 10 Stimm en angenommen.

Abgeordneter Münch-Ferber.

In der91at<.tg." losen wir:

Zn bem Prozetz des Vlbg. Münch-Ferber bat bcr Gerichts­hof Lis benneicn ang-Tfc^en, der Prtvarllügrr dabe bewußter Weise durch Vorspiegelung falscher Tatsachen die Crben seines verstorbenen Sozius ciuschüchtern wollen, um sie von geridulicbcn Schritten abzuballut, die ihnen ihre volle Erbschaft gesichert hoben würden. Es darf nun niäu übersehen werden, daß dos liaeü noa mebt «chiskräftig genwrden ist. Es steht dem Adg. Müuch-Ferder noch frei, dos Urteil un Wege bei Kevifion anzuftästeu. Die nationalliberaleBad. Lantxsztg." bemerk: dozu ,^st die allerdiugs nur aus eine Verletzung deS Gesetzes zu stufende Revision erjolglrtid), so kann eine Verhandlung mögluherrvessc zu einem anderen, für den Lbg. Müuch-Ferber günstigeren Ergebnisse gdangen. Sollte letzteres icdoch nicht der ^all sein, ober sollte Lbg. Münch-Ferber aus Lin- feguug der Reviswn überhaupt verzichten, so erachten wir eS für gans selbstveNländlich und keinerlei weiterer Begründung dedürftra, daß die na tionallib cr a le Reichstag Sfr a k- tion sich mit der Lngclegenhcü beschäftigt und die auS der Sachlage sich ergebenden Stonicqucnscn unvermindert zieht.'

Aus Stadt und ^aud.

Gießen, den 4. Juki 1904.

Geheimrat Prof. Dr. Gaffky. Wir haben schon mitgeteilt, daß Geheimrat Gaffky am 1. Oktober die Direktion deS Instituts für JnsektionSkrankhellen in Berlin übernimmt, die bisher Geheimrat Prof. Robert Koch, GaffkyS Lehrer und Freund, innegehabt hat. Koch hat die Berufung GaffkyS aus diesen Posten felber in Vorschlag gebracht. Mit dem Reichs- gesundheitsamt steht dieses Institut m keiner Beziehung. Gaffky und lloch sind, wie jetzt die .Darmst. Atg." feststellt, schon seit langer Zeu nichtständige Mitglieder deS ReichS- gesundheitsamtS und eine Aenderung in dieser nebenamtlichen Ehrenstellung beider tritt durch die Berufung GafskyS nicht ein. Tie Stelle, auf die Gaffky zum 1. Oktober d. IS. be­rufen wurde, ist keine Reichsstelle, sondern eine preußische SiaatSstelle. Tas preußische Institut für InjekttonSkrank- Hellen ist eine selbständige, dem Kultusministerium unter­stehende Staatsanstalt, die weder mit dem Reichsgesu.idheits- ami, noch etwa mit der Universität Berlin in einem organi- ichen Zusammenhang steht.

** Sie revoziert und depreziert! Man erinnert sich der von der sozialdemokratischen ^Mainzer Aolkßztg.^ s. Z. mit Halloh und Holdrioh aufgenommenen Beschuldi- gungen, die der verswrbene General v. Kretschman gegen die hessischen Tru ppen bei der Belagerung und Stürmung des französischen Städtchens SenS erhoben hatte. Daraufhin war die, die Söhne ihres eigenen Vaterlandes mit besonderer Vorliebe beschmutzende ,Mainzer Volksztg.* vor Gericht ge­fordert worden. Der Prozeß sollte heute zur Verhandlung kommen. Am Samstag aber las man in der .Volksztg." folgende Erklärung:

,Jn dem Briefe des Generals von Kretschman vom 16. No­vember 1870, den rotr m unserem Artikel ,Em Soldat m dem Krieg* vom 15. November 1903 zum Abdruck brachten, sind hessi'che Entere und Soldaten als Urheber einer Plünderung und anderer Ausschreitungen in Sens bezeichnet. Die Ermittelungen, die wir mzivl'chen insbesondere auch m Sens angeftelll haben, beweisen, daß insofern em Irrtum des Generals von « r e t s ch m a n vorliegk, als hessischeFeldzugteilnehmer für die aus Sens gemeldeten Ausschreitungen nicht verant­wortlich gemacht werden können. Der am 12. und 13. No­vember 1870 m Sens einquartierten 2. Kompagnie des hessischen Gardeiaqerbataillons (Kompagnie Balser) wird von den Einwohnern der Stadt Sens ein durchaus korrektes Verhalten nachgeruhmt und diese Kompagnie lobend in Gegensatz zu anderen nicht hessischen Truppenteilen gebracht. Wir behalten uns vor, die Ausschreitung in Lens nach oem Ergebnis unserer seit­herigen Ermmelungen zu besprechen und dabei zu erklären, rote die Verwechselung bet den xretschmanschen Briefen möglich roax?

Die Mainzer Staatsanwaltschaft hat darauf hin der .Mainzer Volksztg." mitgeteilt, sie werde veranlasien, daß die Verhandlung vor der Strafkammer wegen Veröffent­lichung dec Kretschmanschen Briese heute nicht statt­findet. Wir unsererseits verweisen aus die sensationellen Enthüllungen eines französischen Offiziers, über die wir in der heutigen Nummer unserer ^FamilienblLttec" ausführlich berichten.

* Gießener Voltsbad. Im Juni wurden 13107 Bäder verabreicht gegen 11064 un Mm 1904 und 11376 im Ium 1903 oder tm Durchschnitt pro Tag 437 -8o er ce'im 417 im Mai 1904 und 410 hn Juni 1903. Ter -N».stich hat sich wie folgt verteilt:

s hi ; u Männer, Darunter 704 zu 10 Psg., f 2260 jrauen, , 531 , 10 ,

Wmmenbäder 1. Klaffe 243 Männer, 153 Frauen,

r 2. , 782 , 623

Dampf- und Heißluftbäder, sowie Maffage zusammen 124 Männer und 29 Frauen, Brausebäder 2190 Männer und 323 Frauen. Die Personenivage wurde von 280 Per- sonen benutzt, baS Bad von 2 Personen besichtigt.

** Zur Cb ft er nie. Mit Rücksicht aus die fast aller- wärts in Aussicht stehende Obsternte hat die jJHniftcrial- abtedung für Forst- und Kameralverwaltung durch Erlaß vom 17. Juni d. I. die Großh. Obersörstereien angewiesen, dem Bedürfnisse nach Baumstützen auß den Domanial- waldungen tunlichst bald und vollständig zu entsprechen. Wo der Bedarf ein großer ist, soll eine ausreichende Anzahl Stangen auSgehauen und versteigert werden; bei geringerem Bedarf sollen die Anforderungen mittelst Handabgabe befrie­digt werden. Wenn von Seiten der Bürgermeistereien Ge­suche um Fällung von Baumstangen ui (Scmeinbciualbungen an die Großh. Obersörstereien ergehen, soll auch diesen Ge­suchen tunlichst entsprochen werden.

vcrznijcyreO.

700 Menschen verunglückt! Durch Extra- blatt machten wir heute ftüh solgende Originaldrahtnachricht auS London vvm 4. Juli bekannt: Der dänische Lampjer ,Rorge^ mit 80 Mann Besatzung, 800 nor­wegischen, dänischen und sinnlündischen AuSivanderern an Bord, ist bei Rockhaüriff, 200 Meilen westlich der Hebriden- Inseln, gescheitert. Der Verlust an Menschenleben wird aus 7 00 geschätzt.

lieber Die Todeüsahrt deS Hotelbesitzers Mühling bei Homburg geht einem Blatte von einem Augenzeugen solgende Schilderung zu: »Ich sah den Wagen nut entsetzenerregender Schnelligkeit von der Saalburg herunter­sausen. Es wurde mir josort klar, daß ein Unglück geschehen muffe, und ich gab mir die erdenklichste Muhe, cm solches zu verhindern. Ich stellte mich aus die Chauffee, nahm mein Taschentuch m die rechte und meinen Hut in die linke Hand und winkte, um den Wagen zu langsamerer Fahrt zu ver­anlassen. ES war vergeblich er nahte sich mit rasender Geschwindigkeit, einer wahren Höllengeschwindigkeit. Schon aus eine Entfernung von 500 Meter hatte ich die Gesahr wegen bcr Kurve erkannt die vier Insassen, die Herren Uhl, 2)tühlmg, der Chauffeur und an Herr, den ich nicht kannte, konnten sie wahrscheinlich nicht bemerken der Wagen sauste an mir vorbei. Im nächsten Augenblick lag er im Roggenfeld, er ivar zwischen zwei Apfelbäumen hm- durchgejaust und hatte einen 1 Meter tiefen Graben über­sprungen. Tas Unke Vorderrad war abgebrochen und in einem wellen Bogen 30 bis 40 Meter well seitwärts in ein Haferfeld geflogen. Eigentlich war eS cm Wunder, daß nicht gleich alle vier tot waren, denn alle Jnsaffen waren aus dem Wagen gestürzt. Mühlmg lag recht- vom Wagen, er hatte einen zwölf Zentimeter langen Riß un Schädel und konnte nicht mehr aufstehen. Ich ließ sofort einen anderen Wagen halten und den schwer Verunglückten nach Houiburg schaffen, wo er spater verstorben ist."

* London, 2. Juli. Hier ist ein Komitee in der Bil­dung begriffen, welches die Veranstaltung einer Handels- unb Industrie-Ausstellung in London plant DaS britische Handelsamt sowie etwa 70 der HaupthandelSsirmen haben ihre Unterstützung bereits zugesagt. Die letzte Veran­staltung dieser Art fand m London un Jahre 1862 statt.

* PariS, 3. Juli. In Coray sind 14 Personen bei einem HochzcilSmahle unter Vergiftungserscheinungen erkrankt. Eine Person ist bereüs gestorben, zwei liegen hoffnungslos darnieder.

Chambery, 2. Juli. Die benachbarte Ortschaft Letroz wurde zum größten Test durch eine Jeuer S brunst zerstört. Der Schaden ist sehr groß.

Rom, 3. Juli. Während eines Konzerts im Theater- faje zu Palermo ereignete sich eine LiebeStragödie. Eine hochelegante junge Dame schoß den 30 jährigen Gutsbesitzer Damiam mit fünf Revolverjchüssen nieder. Die Rtördenn war von Tamiani verführt und dann verlaffen worben.

Fintversttäts-Nachrlchteu.

Erfurt, 2. Juli. Im Jesisaale des Rathauses fand heute vormittag die Festsitzung der tüniglid)en Akademie gemein­nütziger Wissenschaften anläßlich des 150jährigen' Bestehens derselben statt. Neben den Spitzen bcr Behörden war als Vertreter des kuUndnunifterd Geh Regierungsrat Rein­hardt erschienen. Ferner waren anwesend der Rektor der Uni­versität Halle, Vertreter der Universitäten Jena und Straßburg rc. Nach Degrüßungs- und Glückwunsä-ansprachen hielt Gymnasial- prosessor Thiele die Festrede. Dem Sekretär bcr Akademie, Heinzel- mann von der theologischen Fakultät Jena, wurde der Titel cmed Ehrendoktors der Theologie verliehen. Zu Ehrenmitgliedern der Akademie wurden u. a. ernannt: Kultusminister Dr. Studt, Finanz­minister Frhr. v. Rheinbaben und Miniskerialdirekwr Althoft.

Ter Psichiater Geheimrat Prof. Dr. Binswanger in Jxna wird p»m 1. Oktober einem Ruf nach Bonn Folge leisten. Dem Koniistorialrat Professor Dr. v. Hase in Breslau ist der Charakter als Obcrkonsiorialrat verliehen worden.- Der ordentliche Professor Dr. Heinrich Waentig zu M ünster i. W. ist in gleicher Eigensä)aft in die Philo-sopbisck-e öakultät Halle-Wittenberg versetzt ivorden. Zum ordentlichen Professor der Psychiatrie an der Universität Heidelberg ist als 9lachfolger Bonhoefscrs der außerordentliche Professor Kauz M i ß l ernannt worden.

jiunp uuö HSiffeoschaft.

~~ DasRadium in Nauheim. Naä-dem in einer ganzen Reihe warmer Quellen in verschiedenen Landern ein Gehalt von Radium nachgewiesen worden ist, konnte man vermuten, daß sich auch pi den warmen Kochsalza ucllcn von Nauheim etwas von diesem so weit verbrelleten und doch so seltenen kost­baren Clement vorfinden würden. Nach einer vorläufigen Mit­teilung von Projejsor Dr. Schott in München hat diese Voraussicht durchaus bestätigt. Die ftaglichen Untersuchungen sind von den beiden ^hervorragendsten Radiumauwritäten Deutschlands, den Professoren Elfter und Geitel, ausgesührt worden. Es wurde nicht nur das Vorhandensein einer Strahlungsfähigkeit an sich, sondern auch deren Starke an verschiedenen Proben des Nieder-- ichlags bcr C-ucllen festgestellt. Tie erste Probe bestand in einem ctroa 10 Jahre alten Absatz bcr beiben hauptsächlich zu Badc- ?>:vecken benutzten Tl)ermen. DaS Ergebnis der Prüfung war eine ^trahlungssähigki'it von 30, die etwa bet des frischen Fango- lchlamms uon Battaglia glciu/tomnii, während die vcrroükiicn ^kxialttone aus bcr sJJlürbnrger Gegend an Dursisschiiitt nur wenig über 20 besitzen. Jtur die Berwittcrungscrzeugnisse der vulkanischen

Ablagerungen aus Capri weisen eine erheblich böhere SttahlungS- fälsigkeit von etwa 52 aus. Die weiteren Forschungen in Nau­heim führten jedoch auch noch zu weit erheblicheren Ziffern. Fein verteilte Niedersibläge aus bem Becken des großen Solsprudels und deü Friedriä) WilhAm-SprudelS zeigten bereits eine Strahl unaSfähigkeit von 200 bis 2f>0 bezw. 150. Leider war es bisher nicht möglich, einen Absatz aus den Steiarölwen selbst zu entnehmen, ober aus anderen llmitänbcn läßt sich schließen, daß dessen Strahl ungSfahigkeit noch weit höher sein würde. Eine Probe, die erst vor wenigen Wochen aus der Steigrölne des Zi'urbrunnens hervor geholt worden ivar, ergab eine ebenso hohe LtrahlungSfühigkeit, wie bcr Schlamm aus der Haiiptader der Quellen von Baden Baden, nämlich 1370. Auf Wrnnb dieser neuesten Forschungen wird iviederholt die Berniutung auögesproä>en, daß das ^tubiuni der Strahlungsfähigkeit der l-eis^en Quellen unenuartetc Erllär ungen über die Heilkraft der Thermen hcrbeiführen könnte.

Berlin, 2. Juli. Heute nad)i ist ohne jede besondere Feierlichkeit die Hülle von dem am Äoldfistsfteich errichteten Hat) bu - Mozart - Beethoven - Denkmal entfernt worden.

Paris, 3. Juli. Die Akademie der schönen Künste verlieh den zweiten groben Rompre is für Musik an Fräu­lein F l e u r D; es ist das erstemal, daß der Rompreis einer Dame verliehen wurde.

Berlin, 3. Juli. Heute vormittag ist vor der Dreifaltig­keitskirche das Denkmal Schleier machers feierlich ent- hüllt worden. Kultusminister Dr. Studt wohnte der Feier bei.

Sport.

th. Gießen, 4. Juli. Die vom Verein Hunde spork veranstalteten Schliefen für Teckel und Foxterriers auf bem Schliefplatz am Mittelweg waren besond rs aus Jäger- und Sportkreisen stark bcsuäst. Richter waren die Herren E. Proeßler-Franksurt a. M. und Förster Roggenborf-Lberbiel. Das Urteil über Oie Leistungen war das folgende: Die Resultate im Offenen Schliefen bei Taätshuuden waren sehr gute: iusolgedesfen mußten biC zur Verfügung stehenden Preise häufig geteilt werden. Bedauerlich war die recht schwache Beteiligung bcr Foxterriers an den Sclstiefcn. Das Ergebnis der gelingen fpoetlichen Ver­anstaltung toar folgendes: Dachshunde: 1. Juaendschliefen: Waldmann von BuderuS, Bei. I. Wallenstein-Alten-Auseck, 2. und Ehrenpreis. Neullngsscküiefen: Waldmann 11. von Wetzstein, Bcs. P. Meißner-Gießen, L und Ehrenpreis; Rudolph, .Bes. Leo Schefftcr-Gießcn, 3. Preis. Offenes-licfen: Jupp, Bef. Louis Benner-Gießen, 1. und Ehrenpreis: Waldmann, Bef. Vizefeld- wcbel Reitz-Gießen, 2. und Etireiipreis; Moritz, Bef. Ferd. Sei.midt- Gießcn, 1. und Ehrenpreis: «Scppel, Bcs. Fritz Jung-Gießen, 2. Preis; Säpiock, Bcs. Alb. Rübsamen-Gicßen, 3. Preis. Foxterriers: Jugendfchllefen: Fox v. d. Mausburg, Best Georg Niolkomefius, 2. Preis; Harras, Bes. Wilh. Hamel-Gießen, 3. Preis. Neullngsschliefen: Fox v. b. Müusburg, Bes. Georg MalkvmesiuS, 2. und Ehrenpreis: Fox II. v. d MäuSburg, Bes. Louis Latz, 3. Preis. __ Tie oorbenannten Sck-liefen fanden auf Fuchs statt. Offenes Schliefen für Foxterriers auf Dachs: Fox v. d. Mäusburg. Bes. Louis A'atz, 2. und Ehrenpreis.

Arve»terbcwlgu»g.

Bremen, 3. Juli. Die hiesigen Mftglieder des Zentrah« verbandeS christlicher Bauhandwerker sind in den Aus­stand getreten.

Crcseld, 2. Juli. Sämtliche Arbeiter der hiesigen Firma AlboutS. <yind u. Co. sind lvegen Mrzung ihres Woäx'ulohneo um 3 Mark in den Ausstand getreten.

t-crlchtsjaat.

Straßburg, 3. Juli. .Die Straftammer verurteilte gestern den Oberlehrer Bortmann aus Mühlhausen lvegen Sitt- lichkeitSvcrbrechen an Schulkindern zu acht Monaten Gefängnis.

Krieskalten der Redaktion.

(Anouymc ««frage» bleibe« ««berücksichtigt.)

Ä. W. Ter Paraaraph 129 der Gewerbeordnung für da-- Deutsche Reich giebt entsprechende« Aufschluß. Bevor aber hier die Beantwortung der gestellten Anfrage öffenttich «folgen kann, muß man in erster Linie da» genaue Alter und verschiedene andere B«hältnifse deS Fragestellers wissen, und zwar nicht allem Rücksicht auf die Lehrlings Haltung, sondern auch hinsichtlich der Meisterprüfung. Der Antragsteller wendet sich am besten an die Meisterprufungskommission für die Provinz Oberheffen Wall^ thorstraße 77.

Äarl R. Ein junger Numismatiker macht uns darauf auf­merksam, daß nicht m allen deutschen Großherzogtümern auf den Münzen die Umschrift .Großherzog" mit einem ,8" geschrieben wird. Nur Baden und Hessen schreiben .GrosherzogMecktenburg- Sireliy und Sachsen-Weimar dagegen ,GroßyerLog". Auf den neuesten Weimarlchen Münzen (anläßlich der Vermahlung des Großherzogs geprägt) ist die -Schreibweise wieder anders unb zwar ,Wro*x ber^o^^

Die deutschen Lebcuoversichcruug» - Gefellschafte« im Jahre 1903. Nach dem National-Qekonom betrug der gesamte LrbenSversich.'rung^oestand aller beutjdxn Gesellschaften 9115 Millionen, der ReinzuwachS 415 Millionen Mcnck. Es hatten au Gefamtbcstaud die Vicwria eine Milliarde und 93 Millionen Mk., Gotha 840 Mill. Mk., Stuttgart 681, Leipzig 677, Germania677, ZkarlSruhe 516. Zwisä)cn 300 und 400 Millionen hatte 1 Ge­sellschaft, zwisä)en 200 und 300 7, zwischen 100 und 200 11 Ge­sellschaften. 29 lyatten über eine Milliarde Mark weniger Bestand als die Victoria, und ihr Bestand zusammen ist geringer als der der Victoria allein. Der Bestand der Victoria war um V* Milliarde hoher als bei bcr nächstgrößten Gesellschaft. Der ReiuzuwachS war mit 98 Millionen am größten bei der Victoria. Die nächsten 3 Gesellschaften mit je rund 28 Millionen Mark Zuwachs erreichten zusammen den Zuwachs der Victoria nicht. Solti- und Sterbekassenversicherung betreiben einige 30 Gesell­schaften. Der gesamte Neinzuwachs hierin betrug 80 Millionen Maick, wovon 50 auf die Victoria, 20 auf die nächste Gesell­schaft und die übrigen 10 Millionen auf die anderen Gesellschaften zusammen entfallen. Wie schon in allen Jahren seit 1896, war also auch im Jahre 1903 der Zuwachs in der Volksversicherung allein bei der Victoria größer, als der Zuwachs bei jeder anderen deutschen Gesellschaft überhaupt. Im ganzen gingen bei der Victoria im Jahre 1903 508 924 Serfidktuna&rnträge ein, das sind pro Arbeitstag 1700. .Auch 'm der Bersicherungsbranche ge­winnt der Glroühctrieb immer mehr die Oberhand.

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