Anfangs- u. Schlußkurse.
. 196.50
Telephonischer Kursbericht.
26.26
3°/,, Mexikaner
. . 101.95
Tendenz : fest.
300
201.50
216.50
138.00
191.75
196.37
129.00
45.80
Prioat-Diskont 3 Prozent.
Oest. Kredit.
Deutsche Bank Darinstädter Bank Bochumer Guß . .
4,/»'Vn Chinesen Electric. Sobuckert Nordd Lloyd . . Kreditaktien Diskonto-Kommandit Darmstädter Bank Dresdener Bank . Berliner Handelsgee. Oesterr. Staatsbahn Lombarden . . Gotthardbahn . . Laurahütte . . . Bochnm .... Harpener . .
40/0 Italien. Rente . . .
41/,% Portugieser . . .
80/,, Portugiesen. . . . .
1-6 C. Türken ...
Türkenlose......
4% Grieoh. Monopol.-Anl
41/, % änaaero Ar^onfin"-
Infanterie vom Ufer machten die Japaner, die durch das Feuer ihrer Gegner stark gelitten hatten, ununterbrochene Angriffe mit immer neuen Trpppen, entschlossen sich aber nicht zum Bajonettkampf. Bei dem Flußübergang bildete sich gleichfalls ein Wall von gefallenen Japanern. Gleichzeitig mit dem Angriff auf Potexvnza wurde auch ein solcher auf den russischen linken Flügel bei Tiurentschen unternommen. Hierbei mußten die russischen unteren Schanzen, die durch das Frontfeuer der japanischen Batterien beschossen wurden, verlassen werden. Die russischen Reserven ermöglichten durch wiederholtes Eingreifen in den vorderen Reihen ein längeres Standhalten. Die Hauptreserve konnte der großen Entfernung wegen nicht rechtzeitig Unterstützung leisten. Die russischen Truppen vertauschten die Hauptstellung mit einem neuen in ihrem Rücken gelegenen, wobei sie starkes Feuer der Japaner auszuhalten hatten. Der^Feind entschloß sich nicht, die Höhen zu verlassen und begann unter dem Feuer der russischen Batterien und Maschinengewehre sich zu verschanzen. Der Feind eröffnete hierauf ein starkes Artillerie- seuer auf die neue Stellung der Russen und begann den linken Flügel an der Richtung auf Tschingou zu umgehen. Auf Läfangon wurden von der Hauptreserve ein Bataillon des 11. Regiments und die dritte Batterie der 3. Artillerie- jbrigade vorgeschoben. Diese nahmen Stellungen ein, die lsie nötigten, nach zwei Fronten hin zu feuern, ermög- lichten es aber dadurch den ersten Reihen, die stark gelitten hatten, sowie den Verwundeten, sich zurückzu- ziehen. Ein Bataillon des 11. Regimentes, das von dem Gegner aus beiden Seiten umgangen war, ging mehrmals um durchzubrechen, unter Musik zum Bajonettkampf über. Die Japaner hielten dem Bajonettkampf nicht stand und flohen. Dem Regiment voran schritt der Regimentsgeistliche mit dem Kreuz in der Hand, obgleich er durch zwei Kugeln verwundet war. Nur dieser Bajonettkampf ermöglichte es dem 11. Regiment, durchzubrechen, bevor ein Bataillon des 10. Regimentes eingetroffen war, und unter dem Schutze desselben zogen sich alle Truppenteile zurück. Die Verluste des 11. und 12. Regimentes sind sehr groß und bis jetzt noch nicht genau festgestellt. Vom 11. Regiment sind gefallen der Regimentskommandeur Oberst Laiming, zwei Bataillonskommandeure, näm- I lich die Oberstleutnants Domeli und Rajewski. Vom 12. Regiment sind neun Kompagniechefs tot ober verwundet. Tie 2. und die 3. Batterie der 6. Brigade tonnten, da sie einen g r 0 ß e n Te i l der Pferde und Mannschaften eingebüßt hatten, die Geschütze nicht I mitnehmen. Sie ließen dieselben auf dem Kampfplätze zu- I rück, nachdem sie dieselben unbr auch dar gemacht hatten.
Aus demselben Grunde konnten 6 Geschütze der 3. Batterie der 3. Brigade und 8 Maschinengewehre, die ebenfalls unbrauchbar gemacht worden waren, nicht vom Kampfplatze mitgenommen werden. Die bergige Gegend gestattete nicht, die Geschütze zu retten. In dem Hospital in Föngwangtschön wurden 800 Verwundete eingebracht, darunter 14 Offiziere. Die Verwundeten wurden unter großen I Schwierigkeiten von gedungenen chinesischen Kulis, auf Karren nach Föngwantschöng gebracht, dia Mehrzahl jedoch ging, von Kameraden gestützt, zu Fuß und gelangte im Verlaufe von 24 Stunden nach Föngwangtschöng. General Sassulitsch bezeugt, daß die Truppen trotz der großen Verluste nicht mutlos geworden sind und bereit sind, weiter zu kämpfen. Die Verluste der Japaner sind sehr schwer. Bei den Uebergängen am Acho und auf der Höhe, wo zwei Bataillone des 11. Regiments standen, lagen nach den Aussagen von Teilnehmern am .Kampfe nicht weniger als 3 — 4000 Leichen.
Petersburg, 4. Mai. Auf Befehldes Kaisers erhielt das im Stillen Ozean befindliche Geschwader die Benennung „Erstes Geschwader der Flotte im Stillen Ozean". Aus den zur Entsendung dorthin bestimmten Schiffen wird ein „Zweites Geschwader der Flotte im Stillen Ozean" formiert. Kontreadmiral Roschdestwenski, der mit dieser Formierung betraut ist, wird zeitweilig im Hauptmarinestab durch Kontreadmiral M- renius vertreten._
einen relativ stark angespannten Status. Man besorgt, daß dadurch die erwartete Diskontherabsetzung sich noch für einige Zeit verzögert. Gestern war sowohl in Berlin wie in Frankfurt a. M. Geld peinlich stark gefragt und auch der Privatdiskont speziell in Frankfurt steifer, 3»/,« Prozent; in Berlin gab er eher eine Kleinigkeit nach.
— Rheinisch-Westfälisches Kohlensyndikat. Wir konnten gestern schon mitteilen, daß sich das Syndikat gegen die fernere Stillegung von Zechen erklären will. Es will in erster Lime eine Revision seiner Statuten vornehmen und diese dahin abändern, daß die Verschmelzung von Bergwerken, um die eigene Beteiligungs- ziffer zu erhöhen, erschwert wird. Weiter beabsichtigen die leitenden Persönlichkeiten des Syndikats eine weitere Steigerung der Beteiligungsziffer der großen Fett- und Gasflammkohlenzechen an der Enischer zu verhindern, um nicht plötzlich wieder einem neuen, dringenden Wettbewerb geqenüberznstehen.
heftigen Beschießung des russischen rechten Flügels durch eine Batterie mit Belagerungsgeschützen von Widschu aus und durch Feldbatterien auf den Inseln. Nach einer kurzen Pause wurde das Feuer mit außerordentlicher Stärke gegen den russischen linken Flügel, die Hauptstellung bei Tiu- rentschen und gegen die Stellung bei Potetynza erneuert. Dann begann das Gewehrfeuer. Die Japaner rückten durch den Fluß Aiho zum Angriff vor. Die Lage der Verteidiger der Stellungen, besonders derjenigen bei Potexhnza, die von der Front und dent Flügel aus beschossen wurde, wurde immer schwieriger. Gegen die russische Batterie bei Potexhnza waren 30 Geschütze aufgefahren. Die russische Batterie richtete, nachdem sie eine feindliche Gebirgsbatterie zum Schweigen gebracht hatte, ihr Feuer auf die Infanterie und hatte wenig Verluste, bis sie gezwungen wurde, eine neue Stellung einzunehmen. Infolge des Llbzuges der russischen
. 201.10
. 216.10
. 138.00
. 191.10
. 89.85 . 101.90 . 89.90 . 100.15
101*60 100 60 99.80
102.80 60.00 58.50
Originaldrahtmclduikgen des Gießener Anzeigers.
Eisenach, 4. Mai. Der Kaiser traf heute mittag hier ein und fährt abends nach Schlitz.
Berlin, 4. Mai. Zur Beilegung des Streiks der Bäckergesellen fand eine Sitzung des Jnnungsvorstandes der Bäcker-Innung mit dem Gesellcn-Ausschuß statt. Das Ergebnis der Verhandlungen war das Zugeständnis, den Gesellen die drei Freinächte zu bewilligen, wenn die Angelegenheit auf dem Geschästswege geregelt wird. Alle übrigen Forderungen der Gesellen lehnten die Obermeister in Anbetracht der Schädigtmgen der kleinen Meister ab.
Preß burg, 4. Mai. Der Budapest—Wiener Schnellzug wurde in der Nähe von Neuhäusl seitens unbekannter Thäter mit faustgroßen Steinen beworfen. Zahlreiche Kupeefenster sind zertrümmert, zwei Pasiagiere verletzt.
Michiqan-Eity, 4. Mai. Eines in Deutschland begangenen Mordes bekannte sich hier ein gewißer Karl We'inkowski schuldig, der das Geständnis ablegte, er habe im Jahre 1896 den königlichen Forstbeamten Sommerfeld im Walde von Wonzow in Westpreußen ermordet. Als vermeintlicher Täter sei damals der Schullehrer Konrad Fritz zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilt worden.
Meteorologische Beobachtungen
der Station Gieren.
. . 86 3C . . 105.7C . . 103 4(i , . 202.0(i . 184 4d
. 137.90
. . 154.20 . . 153.40 . . 138 00 . . 13.80 . • 191.- . . 241.70 . . 193.70
. 198.00
Höchste Temperatur am 2. bis 3. Mai — 4- 14,9u C.
Niedriaste . „ 2. „ 3. „ — 4- 8,2° C.
V/2n/0 Roichsanleihe 3"/,. do.
% Konsols .
3'Vn do . .
l'/o0/,) Rossen
Harpener Bergbau . . 196.50
Tendenz: Ziemlich fest.
— Bom Geldmarkt. Ter neueste Reichsbankausweis zeigt
von zwei kräftigen Pferden bespannten Rollwagen das von der Schiffswerft und Bootsbauerei Karl F. A. Leux-Frank- furt a. M. gebaute und der Fahrrad- und Automobilhandlung Wilh. Hamel vermittelte Motorboot, von dessen Ankunft wir schon berichtet haben, oberhalb der Thromschen Fabrik am Ufer der Lahn, um in das naffe Element gelaffen zu werden. Eine große Zuschauermenge hatte sich eingefunden. Herr Leux sowie einige ältere Mitglieder unserer Ruder-Gesellschaften leiteten die Arbeiten, und nach kaum x/2 Stunde schwamm das schmucke Fahrzeug, welches den Namen „Hannchen" trägt, auf dem Wasser. Nachdem noch das Sonnendach schützend über den Bootsraum gebreitet war, die Flaggen gehißt und der Motor (System Lozier) probiert waren, stiegen die eingeladenen Herren, zusammen 14 Personen, in das Boot und die Fahrt begann zuerst Lahnaufwärts zur Gießener Landungsstelle, welche sich unterhalb des früher Paskoe'schen Grundstücks, an der Klinikwäsche befindet. Schon auf dieser kurzen Strecke, gegen den starken Strom, lief das Fahrzeug überaus flott; der Motor ging sehr ruhig und wenig geräuschvoll, das Steuer funktionierte tadellos, so daß das erste Anlegen an der Landungsstelle mit Eleganz und Sicherheit vor sich ging. Nach kurzem Aufenthalt setzte öer Motor wieder ein, und nun ging die Fahrt stromab den vielen Windungen der Lahn folgend nach Dutenhofen. Zn Anfang der Fahrt sind die Ufer unserer Lahn wenig reizvoll, da sie bedeutend höher liegen als der Wasserspiegel, sobald man aber in die Nähe des Heßler und das dahinter liegende Wiesengelände kommt, ändert sich das Uferbild und wird hübsch. In 30 Minuten langte das Motorboot Hannchen an der Brücke in Dutenhafen an. Die Insassen erklärten einstimmig, hoch befriedigt von der Partie zu sein und wünschten dem Herrn Sorger viel Glück zu dem neuen Unternehmen. Heute, tagsüber, wurden mit dem Fahrzeug weitere Probefahrten unternommen, welche das Interesse zahlreicher Personen, die am Lahnufer spazieren gingen, erregten. — Von morgen an steht das Boot der Allgemeinheit zur Verfügung; der Fahrplan wird in den nächsten Tagen veröffentlicht werden.
— Die Vorarbeiten für den „Nati 0 nalen GesangSwettstreit" zu Pfingsten schreiten rüstig vorwärts und werden in zahlreichen Beratungen der Einzel- auSschüffe, sowie des geschäftsführenden Gesamtausschusses ständig gefördert. Alle Bauarbeiten sind vergeben, auch die Restaurants des Festplatzes verpachtet worden. Die vier hiesigen großen Brauereien, sowie die Firmen Jhring-Lich und Melchior-Butzbach haben je eine Halle übernommen. Von der Errichtung eines Eaf^s hat man Abstand genommen, dagegen wird auch in der Festhalle Bier gegen mäßige Preise verabfolgt werden. Der Verkauf der Festpostkarten ist der Firma Jung in Gießen übertragen worden. Besondere Schwierigkeiten hat der Wohnungsausschuß zu bestehen, da ihm Räume zum Unterbringen unserer Gäste in noch nicht genügender Anzahl zur Verfügung stehen. Hoffentlich wird der auch in unserem Blatte zum Abdruck gebrachte diesbezügliche Aufruf seine Wirkung nicht verfehlen.
S1/, % Oberhessen . .
4% Oesterr. Goldrente 4*/$ % Oesterr. Silberrente 4% Ungar. Goldrente .
schule und Lehrlingsheim: Hauptstaatskasse durch Gr. Han-I oelskammer Gießen 400 M., Stadt Gießen 800 M., Spar- und Leihkasse Gießen 400 M., Gew erbe bank Gießen 400 M., zusammen 3660 M.; Schulbgelder 3375 M., Rückvergütung für Heizung, Beleuchtung, Bierabgabe und Verschiedenes 1413 Mark, Darlehen 708 Mk. — Ausgaben: Allgemeine Un-i kosten 2397 Mt., Amortisation 2000 Mk., Unterhaltung,! Straßenbeiträge ic. 643 Mk., Zinsen 1080 Mk., Bibliothek 200 Mk., Borträge 416 Mk., Honorare und Schulleitung 3739 Mk., Miete, Beleuchtung, Heizung, Reinigung, Jüserate, Drucksachen für Schule, Lehrlingsheim 3619 Mk.
)( Lich, 2. Mai. Unter dem Vorsitz des Kreisschul- inspertors Äeinschmidt-Weßen tagte heute hier die diesjährige erste ordentliche Lehrerkonferenz des Bezirks Lich-Hungen. Nach einem einleitenden, sehr belehrenden Vortrage des Medizinalrats Dr. .Haberkorn-Gießen über Infektionskrankheiten und einer Probelektion des K'reiK- schulinspektors in der ersten Müdchenklasse wurde noch eine ganze Reihe schultechnischer, sowie anderer Fragen erledigt, die das Interesse der Versannnlung in hohem Maße in Anspruch nahmen. Ein gemeinsames Mittagsmahl im Hotel zum Holl. Hof, während dessen der Vorsitzende in "schwungvollen Worten unserer erhabenen Fürsten gedachte und das Hoch auf Kaiser und Großherzog ausbrachte, beschloß den arbeitsreichen Tag.
Wetzlar, 3. Mai. Wie der „Wetzlarer Generalanz." meldet, verloren auf der Grube Raab die Schachthauer Braun und Krämer beim Hinabfahren in den Schacht im Förderkorb das Gleichgewicht und stürzten ab. Braun war sofort tot; er hinterläßt eine Frau und 5 Kinder; Krämer wurde schwer verletzt in die Klinik zu Gießen gebracht.
** Kaufmännischer Verein Gieße n. Aus dem Bericht über das abgelaufene Jahr 1903'04, das 31. seit : der Gründung, teilen wir mit, daß der Verein zurzeit 208 ordentliche, 176 unterstützende unid 7 Ebren- bezw. außer- . ordentliche Mitglieder, zusammen 391, zählt. Tie Bibliothek umfaßt ungefähr 1300 Bände, doch konnten leider nur 350 Ausleihungen vorgenommen werden. Die Tätigkeit des Vorstandes war durch Monate währende Erkrankung einzelner Mitglieder erschwert; in 16 Sitzungen des Vorstandes bezw. Vergnügungsausschusses, drei solcher: des Schulausschusses, vier Ballotagen und zwei Generalversammlungen wurden die Geschäfte beraten und gefördert. Ich Gemeinschaft mit dem Gewerbeverein fanden sechs^Vorträge statt; an Vergnügungen sind zu erwähnen im Sommerhalbjahr zwei Konzerte im Vereinsgarten bezw. -Hause,. Sommer- fest auf dem Schiffenberg und im Winterhalbjahr Stiftungsfest, Weihnachtsfeier und März-Abendunterbaltung; der Kegelabend im Solmser Hof erfreute sich eines guten Besuches. Die vor IV? Jabren gegründete Kasse zur Unterstützung durchreisender Kaufleute, deren Verwaltung der 1. Vorsitzende übernommen hat, weist auf an Einnabmen 948,50 Mk. und an Ausgaben 619,17 Mk., sodaß der Bestand von 329,33 Mk. für das laufende Jahr kaum genügen dürfte. — Der Verein beteiligte sich an der Enquete, welche die Gründung einer staatlichen Pensions- und Hinterbliebenenversicherung in die Wege leiten sollte, und nahm Stellung zu dem Gesetzentwurf betr. Kausmanusgerichte Er war in seiner Eigenschaft als MiloOed des Deutschen Dortragsverbandes, des Deutschen Verbandes kaufmännischer Vereine und des Verbandes Mittelrheinischer Volksbildungs- Vereine an den betr. Tagen im Juni bezw. Juli in 'Nürnberg und Groß-Gerau durch je einen Delegierten vertreten. — Die Kaufmännische F achschu le konnte am 20. Dez. vorigen Jahres ihr lOjährtges Bestehen durch einen Festabend in der Turnhalle des Turnvereins feiern unter großer Beteiligung der Schüler, bereu Angehörigen, der Lehrer, sowie Mitglieder der Großh. Handelskammer und des Kaufmännischen Vereins. Aus diesem Anlaß kam eine von dem Leiter Iber Anstalt, Hauptlehrer Kvauß, verfaßte Festschrift zur Verteilung bezw. zum Versanb. Im Laufe der Feier würbe aller derjenigen Herren, Korporationen und Behörden in ehrender Weise gedacht, welche sich um Gründung und Erhaltung der Schule verdient gemacht haben. Im Anschluß daran betont der Bericht auch die Verdienste, welche sich die damaligen Vorstands- und Schulausschuß-Mitglieder des Kaufmännischen Vereins um Gründung, Leitung und Mitarbeit erworben haben, und sucht zugleich im Interesse einer etwaigen späteren Chronik die Namen derselben festzustellen. — Der Jahresbericht der Schule teilt mit, daß die Schülerzahl 115 beträgt (davon stammen 69 aus Gießen und 28 aus Obenhessen), von denen 10 Gynmasial-, 12 Realschul- und 94 Volksschulvorbildung hatten. Ta die 2. und 3. Jahresklasse wegen Ueberfüllung geteilt werden mußten, wurden die Schüler in fünf Klassen mit 35, 23, 22, 22 und 28 Teilnehmern unterrichtet, mit je sechs Stunden die Woche, bei einer Schnldauer von 40 Wochen. Tie obligatorischen Fächer, Buchführung, Korrespondenz, Rechnen, Handelsgeographie, M^chsellehre (Schönschreiben, Deutschi wurden am Tage behandelt, während der fakultative Unterricht, Französisch, Englisch, Stenographie, Maschinenschreiben, abends von 8—10 Uhr erteilt wurde. — Aus dem Kassenbericht des Vereins kann mit geteilt werden, daß das Vereinsvermögen sich buchungsgemäß auf etwa 40000 Mk. beläuft, was einen Zuwachs von ungefähr 650 Mk. bedeutet. Von den einzelnen Posten seien folgende erwähnt: Einnahmen aus Mitgliederbeiträgen 3M8 Mk. aus Mieten 1900 Mk., Zuwendungen für Jach-
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den Umständen statt' An dem Kampfe nahmen das 12. ae^enft bekommt Jeder, welcher 400 Umhtttlungen der beltevtra und das 22. Regiment, sowie die 2. und 3. Batterie der Gioth's gemahlener Kernseife dem ^abrtkan.en I. Gwth, pan^ »6. Artilleriedrigade teil. Der Kampf begann mit eurer | emfenbet.
Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst
Voraussichtliche Witterung in Hessen für Donnerstag, den 5. Mai 1904: Windig, vorwiegend trüb, wenn auch zeitweise heiter, bei kälterer Nacht tagsüber etwas kühler, Regen besonders im Süden.
Näheres durch die Gießener Wetterkarte.
itrurltr Meldungen.
Oerichtssaal.
Aachen, 3. Mai. Das Schwurgericht verurteilte den wegen Ermord ung seiner Geliebten angeklagten Buchbinder Görrissen aus Eschweiler zu 12 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust.
Braunschweig, 3. Mai. Das Schwurgericht verurteilte die Arbeiterfrau Schier aus Rübeland, die jahrelang Giftstoffe dem Essen der Hauswirtin beimengte, zu 4'/, Jahren Zuchthaus.
Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.
Berliner Börse vom 3. Mat 1904.
(Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.)
Mai 1904.
Barouteter am 0° reduziert
Temveratur der Luft
Absolute Feuchtigkeit
Relative Feuchtigkeit
Windrichtung!
Windstärke 1
Wetter
3.
2» 1
748,2
14,9
6,3
51
WSW.
4
Sonnenschein
3.
9’
747,3
11,4
6,6
65
Still
Bed. Himmel
4.
7?
745,4
5,2
5,9
W.
2
Bew. Himmel


