Donnerstag 3 November.1904.
131 Jahrgang
Erstes Blatt.
O
viertel»
monal
Amt§- Wh AkzeigeblÄi für öLK Mreis GietzW
BEE
Nr. 259
Oriettut tLgstch auf;ei Sonntags.
Dem (Siebener Anzeiger werden im Wechsel mit den' hesflschen Landwirt die Gießener Zamttten« hlätter viermal in der . Woche beigelegt.
^lotanonödruck u. Versag der Brühl 'schen Unwech-Buch-n. Stein« bm'cferei. 9t Lange.
Redaklwn, 9rrt bitten und Druckerei:
Gchvtpratze 1.
tlbrcfie für Develchen: Anzeiger Giesen.
^ernivrklbanlchlunAr 51
jödrlich M. LL0; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pt.: durch
jährt ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für d»e TageSnummer biS vormittags 10 Uhr. ZeilenprerS: lokal 12Pj.
anSwärtS 20 Pfg.
Verantwortlich Mr den poliL und augem. Teil U Wittko: füt »Stadt und ßonb* und »Gerichts! aal*: August Goetz; für dsn Anzeigenteil: Hans Bsck.
Der ZAfstaNd in Aentsch-KüdwestLfriKa.
chünzc Verwundete tfrbanb. Erst hieß es, rief tiefe Trauer und Bestürzung
gerade in einer
sie sei tot. und bi
ich
war. Früher stand er im 1. Garde-Regiment zu Fuß. Wegen seines frischen, liebenswürdigen und vornehmen Wesens' und seiner treuen Kameradschaft war der Verstör- bene Bei seinen Kameraden sehr beliebt.
An Typhus gestorben
sind ferner: 1. Unteroffizier Ernst Pankratz, Reiter Hoyer> Reiter Maslowski, Unteroffizier Langguth, Reiter Krusat,. Reiter Lehmann. Auf Patrouille gefallen: Reiter Pi- larski.
Dem Rcuterschen Vureau wird art?' Kapstadt gemeldet: Auf Anfragen erklärt das engl. Kolonialamt die Nachricht^ Hereroführer seien nach Be tsch nun alan d geflohen. für unrichtig. Alle MrMndifchen, die auf br^ ttsches Gebiet gelangen, werden entwaffnet.
Die öeutrge Mrmorer umfaßt 10 Seiten-
.......-3 1--------------ü"™"”L— ■- --■l1-!!?
allzuweit aufgetan. Ter Erfolg der „Festigkeit" Englands wird am meisten in Petersburg zu lachen geben.
Ans Geestemünde kommt die offenbar ans dem Auswärtigen Amt stammende Meldung, es seien nmnnehr von deutscher Seite wegen der Entschädigung der Besitzer des „Sonntag in Petersburg auf diplomatischem Wege die Forderungen geltend gemacht worden, nachdem Art und Umfang be§ Schadens durch Vernehmung in Geestemünde sestgestÄlt worden sind. Man zweifelt nicht, daß sie bewilligt werden.
Nach einer Petersburger M *dung wurde die Mseudnng eines neuen Geschwaders zur Ergänzung der Ostfeeflotte nach der Katastrophe vorläufig a u f g e g e b e n.
Frau Stössel verwundet.
Aus Alexandria erhielt der „Petit bleu" i« Druffel folgende- Telegramm: „Hier traf aus der Reife nach Petersburg der Ingenieure Michailow ein, dem es am 31. August gelungen ist, unbemerkt von den Japanern Port Arthur zu verlassen. Michailow erzählt, daß trotz dar größten Wachsamkeit dar Besatzung rinr große Anzahl japanischer Spione Eingan g tn dre F e st u n g findet. ES vergeht Mn Tag, ohne daß einige von ihnen erschossen tnerben. Tie einen schleiä>en sich vmn rande har ein, die anderen konnnon, als Chinesen vartlaidet, in Dschunken an; die Lebensmittel, welche sie zur Täuschung der Ruljen mit- bringen, stammen unmittelbar von den japanischen ^erv^egungS- übersühruugs-Schiffen, welche Lldmiral Togos C^aschwader regelmäßig mit Proviant versorgen. Der Ingenieur bes.i.iigl ferner die Richtigkeit des Gerüchts, daß Frau Stössel verwundet wordau ist. Am 21. Juli (3. August) wurde sie von einem Granatsprengstirck nicht unerheblich an der Schulter verletzt, als
Ker Krieg znnscken Japan und Muhland.
Vom Kriegsschauplatz.
Petersburg, 2. Nov. Genercttleutnant Sfach'a<- row meldet dem Ganeralstab von gestern: Mn 31 .Oktober beschoß der Feind mit Artttteriefeuer eine Höhe beim Dorfe Houthai und das Dorf Schanlantsi, ohne uns irgend welchen Schaden zuzufügen. Unsere Mörserbatterie, die das Feuer des Gegners erwiderte, traf ein Geschütz mtb zwang bie, Mdienungsmannschaft, zu flüchten. Wahrend des gcmzew Tages wurde ein schwaches Artttteriefeuer auf das Dorf Sahepu unterhalten. Wir hatten keine Verluste. — Am 1. November machten feindliche Vorhutabteilungen bet Tagesanbruch nach einem Gefecht den Versuch, gegen unser Zentrum vorzurücken, wurden aber durch energische Gegenwehr unserer Wachtposten genötigt, sich zurückzuM)em—> Am Morgen desselben Tages machte der Feind einen Versuch, eine Vatterie gegenüber dem Putilowhügel in Stettimgj zu bringen. Das Feuer unserer Batterien zwang den Feind jedoch, seine Geschütze fortzuschaffen. Tagsüber wurde be^ Putilowhügel mit schwachem Schrapnellfeuer beschossen. Auf unserem äußersten linken Flügel rücken die Japaner etwas vor. Auf dem rechten F<ügel haben bteh Javaner wiederum das' Dorf Sandepu oesetzü
1 Tokio, 2. M>v. (Reuter.) Eine Depesche ans' beim?) Hauptquartier der Mandschureiarmee vow gestern mittag meldet: Am Nachmittag des 30. Oktober rückte gegenüber der linken Abteilung unserer linken Armes? eine feindliche Streitmacht von Lilewentun und Hartfantai von Norden her vor. Sie bestand aus einens Regiment Infanterie, drei Regimentern KavalLrie imty einer Batterie. Es entspann sich ein Kampf, bei demj; der Feind zurückgefchüagen wurde. Unsere teilung hatte nur geringe Ker lustre, wahrend die Bet<A tuste der feindlichen Reiterei schwer waren. 50i Mann derselben verloren ihre Pferde. Die feindliches Kavallerie zog sich in Unordnung nach derselben^ Richtung zurück und ließ 13 Tote auf dem Schlachtfelds In der Nacht zum 30. Oktober nahm unsere linke Zirmee j ein Dorf 500 Meter nordwestlich von Tschenglienken uMj brannte es nieder.
London, 2. Nov. Reuters Mrreau meldet aus bt*m> Hauptquartier E5eneral Okus über Fusan von gestern: Fwi den Armeen ist keine erhebliche «lenderung eingetreten. Sonntag griffen russische Jnfanterieabteil-; un g en und donische Kosaken die japanische Kavallerie aufp dem äußersten linken Flügel längs des Hunho an, wurden^ aber mit einem Verlust von 20 Toten zurückg esch lage uL Tie Linie der j a p a n i s ch e U Truppen zieht sich jetzt längK des Ufers des Sch ah o hin bis auf den linxen Flügel, ber; den Fluß bereits überschritten hat.
Tschifu, 1. Nov. (Reuter.) Nachdem der Kapitän, und die Mannschaft des russischen Torpedojägers? „Reschitelny" bereits an Bord des deutschen Dampfers! ,vorwärts" eingeschifft worden waren, um sich mit Erlaubnis der chinesischen Negierung nach Schanghai zu begeben^ kehrten sic plötzlich an das' Land zurüch weil im letzten Augenblicke die chinesische Regierrmg die Erlaubnis- zurückzog.
Tschifu, 2. Nov. (Reuter.) Die Marrnfchaft des ,M- schitclny" begab sich 'heute nach Schanghai.
D^e Kämpfe unr Port Arthur.
Tokio, 2. Nov. Cbi nintHcfier f ücht über die Kampfe vor Port Arthur hebt tt, daß Russen, die am 18. Oktober gefangen genommen 1.neben, aussagteu', das Schicksal von Port Arthur müsse sich bald entscheid e n. Die Lebensmittel seien ungenügend^ die russischen Streitkräfte seien numerisch sehr vermindert. General Stössel habe Geldbelohnungen und Medailtetl für 400 Freiwillige cnlsgesetzP welche einen Ausfall machen und japanische Geschütze Zerstörer: würden.
Die baltische Asstte. .
London, 2. Nov. Das Reutersche Mrreau erfahrt, baß die Unterhandlungen zwischen der englischen und der russischen Regierung bezüglich der Ernerrnung einer inter- ■ nationalen Kommission zur Untersuchung des Vorfalls in der Nordsee fortschrciten. Es verlaute, bei der Audienz, die der britische Botschafter in Petersburg am Sonntag beim Kgifer Nikolaus hatte, und in der gestrigen Audienz des' russischen Botschafters beim König Eduard, hätten beide Herrscher ihre Befriedigung über das Dor- 1 handensein der Aussicht auf friedliche Beilegung des Streitfalles ausgedrückt. Der Vorschlag, daß Rußland und England durch je qinen Marineoffizier und einen bedeutenden Rechtsgelehrten vertreten sein sollen und daß der Kommission auch Marineoffiziere neutraler Mächte angehören sollen, scheine des Beifalls der Parteien sicher zu sein. Was den Ort des Zusammentritts der Kommission angeht, so ziehe England Paris oder einen französischen Hasen vor, während Rußland mehr für Haag sei. Die Angelegenheit werde aber zweifellos ohne besondere Schwierigkeiten geregelt werden. Es seien aber andere wichtige Punkte vorhanden, die eine sorgfältige Erwägung fordern, so der, daß einige Zeit verstreichen dürfte, ehe das Uebereinkommen betreffend die Einsetzung einer internationalen Untersuchungskommission durch Unterschrift und Siegel abgeschlossen sein wird. Aller Wahrscheinlichkeit nach dürsten die Schiffe des baltischen Geschwaders, bis die Kommission eine Entscheidung fällen kann, Tausende von Meilen vom Scharrplatz des ^Vorfalls entfernt sein. .
Hüll, 2. Nov. Die Untersuchung des Lerchen- /ch a u g e r i ch t s ist heute abgeschlossen worden. Die Jury gab dem Antrag des Regierungsvertreters gemäß ihre Entscheidung dabin ab, daß die betreffenden Leute durch Geschosse getötet wurden, die ohne vor-gehende Ankündigung von gewissen Kriegsschiffen abgefeuert worden sind. Die Jury äußerte den Wunsch, ihrer Genugtuung über die Bemühungen der beiden Regierungen Ausdruck zu geben, in zufriedenstellender Meise die Angelegenheit Zu beenden, die ohne Beispiel in der Weltgeschichte dastehe, und drückte schließlich ihre Teilnahme für die Verwundeten und deren Angehörige aus.
Gibraltar, 2. Nov. (Reuter.) Hier wird geglaubt, Wmiral Roschdjestwenski werde morgen stütz mit dem Geschwader in Tanger eintreffen. ,
Paris, 2. Nov. Zur Untersuchung der Angaben Noschdiest- wenskis- wird der kommandierende Admiral K a z n a k o w die sehr eingeb'nden Berichte der russischen Krnrdschafter über die, von japanischen Offizieren und deren Angestellten in neuester Zeck :n den Nordseehäfen unternommenen Schritte der Hüller Kommission
London. 2. Nov. „Daily Expreß" nreldet aus Petersburg, daß die Ausfahrt der Ostseeflotte aus Vigo von ber Kriegspartei in Rußland mit gr o ß er Freud e ausgenommen worden ist. Tie Kriegspartei ist überzeugt, dast. die wachsende fortschrittliche Bewegung in Rußland nur durch einen europlsischen Krieg zu hemmen wäre. In Ausfühnrng dieses Gedankens Befürworten die Berater des Zaren erne^ p r o votierende Politik gegen England uno nndenevten sich fctiiitn bet friedlichen Erledigung der Nordsee-Angelegenheit, wie sie der Zar und Graf Lamsdorff herbeiführen. Für den Augenblick ist die Kriegs Partei unterlegen, doch wird sie neue Kräfte durch die Rückkehr A l e x e i e w s gewinnen. Alexejew, der noch immer großen Einfluß besitzt, ist der Krregs- partei vollständig ergeben. , y ± ,
Madrid, 2. Nov. Die plötzliche Abfahrt der Russen aus Vigo überrascht hier sehr, zumal d-a bte Ofsizrere in Vigo manche Gegenstände für ihren Privatgebrauch Sur Ablieferung am Donnerstag bestellt hatten. Während der Nacht mußte noch eiligst Vieh für die Schiffe geschlachtet werden. Komen- dampf'r fahrrn dem Geschwader mit nach Port Scnd ausgestellten Papieren voraus. Als die in der Arosa-Bucht angekommenen engsischen Kriegsschiffe die Abfahrt der Russen ersichren, dampften sie Hals über Kopf ab, ohne die bestellten Lebensmittel an Bord zu haben. Diese Brngänge und die ungewechn- liehe Bewegung zu Smibe und zu Wasser bei Gibrgltar rufen rn.tr Besorgnis hervor, daß neue Verwickelungen rm Anzuge sind. ,
London, 2. Nov. Die Blätter drücken ihre Unzufriedenheit über das Abfegeln der russischen Flotte und tie Hinterlassung von nur vier Ossi'ieren zur Aburteckung br.rch die internationale Kommission aus und besiirchten, daß die Gewähr>lng der englischen Forderung^ seitens Rußlands sich tirmter mehr als illusorisch ertoeiten würde. Die Regier- H n g wird deswegen auch von benjemgen Blättern geta beit welche an 'nglich das siebercinkommen mit Rußland gcm’Iint hatten, und dringend aufgefordert, bei den weiteren Ver'hand- Imgcn üb'r d'e Kommission mehr Energie zu zeigen, namentlich auf der Ausführung des Urteils über die Schuldigen zu bestehen. *
Die englische Presse hat Recht, über die ^Abfahrt d e s r u s s i s ch b n 6) e s ch w a d e r s von Vigo Enttäuschung zu äußern Mle Welt hat die Ankündigungen Lord Balfours nicht anders verstanden, als daß bis zum Abseoluß der Untersuchung dst basiis h? Flotte die Fahrt nicht fortsetzeu werde. Und nun ' m^rd gerade der Hauptschuldige, der Admiral R o sch d lest - weuski mit freundlicher Zustimmung ber eng* lise' en Regierung losgelassen. Ja, es hat nicht eiu- mal ein-, siruiellen englischen Genehmigung bedurft: es war von Anfang an nichts anderes vereinbart worden. Die amtlieben Erklär',nam des Londoner Auswärtigen Amtes stellen fest, daß di" ri'ssis'nl» "st nierung die Verpflichtung übernommen hat, vier rrfrjfrfxJ - r;-, .ie in Vigo zurückzulafsen. „Hieraus ergibt sich", Üf-v:,. «Otto. Ma. 3ta." mit „baß Me
J.'r.-fi.' Tx Tung durch die Abfahrt der rufsischeu Flotte nicht SSÄ Viel Geschrei intb wenig Wolle. Für •■•H; fiöfb»! t' i ibenc Resultat hat die englische Regierung durch •■icfreThctftc üb'Ilgen das Land ganz unverhältnismäßig in Unkosten gestiirst haben die englischen Staatsmänner den Mund
Unerfreuliche Aussichten.
Von kolonialer Seite wird geschrieben:
Die Depesche des 05enerals v. Trotha vorn 30. Oktober beleuchtet die. durch den Aüsstmid im Hererolande entstandenen Zustände in erschreckender Weise. Die Hec- rero haben alles Vieh verloren. Die Viehyerden dieses Volkes waren nicht nur das größte, sondern geradezu das einzige Wertobjekt im Laude und sind es bis zum Anfänge dieses Jahres geblieben. Von den Herden nährten sich die Herero fast ausschließlich; mit dem Verschwinden der Herden hört ihre Existenz-Möglichkeit auf. Daraus erklärt sich', diaß das Volk als halb verhungert bezeichnet wird. Die Viehherden der Hexero, die sie nach Angabe der Missionare bei Ai^sbruch des Aufstandes noch besaßen, stellen nach ganZ mäßiger Schätzung einen Wert von mindestens 12 Mill. Marff "dar. Nimmt pran aber die Preise an, die nach dem" südafrikanischen Kriege und besonders seit dem Ausstande für das Groß- und Kleinvieh bezahlt werden, so kommt! eine Summe yeraus, die wohl bis cm das Doppelte heranreicht. Das Hererovolk ist von einem reichen zu einem bettelhaften, herabgesunken. Der Verwaltung des Schutzgebietes steht eine große, ungewi'hrrlich schwierige Aufgabe bevor. Die Reste des herab gekommenen Volkes werden in kürzester Frist in unsere Hände fallen urnd wir werden sie verpflegen müssen. Nicht rrur aus aflge-meinen menschlichen Rücksichten müssen wir das' tirn, sondern auch schon im Hinblick darauf, daß Seuchen entstehen werden, wenn wir ihnen nicht zu Hilfe kommen. Nach Aussage von Weißen, die mit den Herero umhergezogen waren, waren vor drei Monaten im Lager der Ausständischen cm Weibern, Kindern und Hirten 15 000 Vorhemden. Nimmt man an, daß jetzt noch 10 000 uns gegenüber stehen, so bekommt man einen Begriff von der nächsten Aufgabe. Diese Schar, die durch monatelanges Nrntzerhetzen und durch unglarib- licho Entbehrrmgen körperlich äußerst heruntergekommen ist, muß nicht nur untergebracht und mit Lebensmitteln versehen werden, sondern ftcflt auch in hygienischer Hinsicht die größten Anforderungen cm uns. Da auch der Viehbestand der Ansiedler durch die AuMudischen zum größten Teile vernichtet ist, müssen wir für einen neuen Viehbestand sorgen und deffen Vermehrrmg für die nächsten Jahre im Auge behalten. Daraus läßt sich ermessen, welche Ausgaben uns noch bevorstehen.
General v. Trstha meldet aus Windhut vom 2. d. M.: Die zweite Kompagnie des Regiments Nr. 1 rückte gestern auf Nehoboth ab. Die halbe Geblrgsbatterie folgt heute. Die vierte und fünfte Kompagnie des Regiments Nr. 2 mit iy2 Batterien treffen voraussichMch am 8. November hier ein. Die siebente Kompagnie des zweiten Regiments muß schon in Hoacha- nas fein. — Durch eine Patrouille von 20 Mann wurden am 30. Oktober von Gochas abgeholt: Frau Misslouar Berger, Frau Hilscher mrd Fräulein Wiprecht. Diese wurden nach Gibeon gebracht. Die Patrouille hatte ein dreistündiges Gefecht mit Gochas-Hottentotten, die in der Ricktung nach Rietnwnt aus wich en. Diesseits sind fcüte Verluste. Die feindlichen Verluste sind unbekannt. Die Gochas-Hottentotten sind anscheinend noch im eigenen Lande; sie sotten aber eine Vereinigun g mit den Witvois in Rietmont beabsichtigen. Von Packrim hat sich der Feind wieder zurückgezogen. Alm Fischfluß sind zahlreiche Witbois'. Die Namen der in Gochas ermordeten Weißen werden noch festgestottt.
Ein aus Kapstadt eingegangenes Telegramm besagt: Nach einer Meldung des Bezirksrichters F-orckel in Keet- mamtshoop sind Huwitz, 5-ermann und Semper gerettet. Ferner mürbe Vaye gerettet. Beck, Skerlow, Kaempfer^ Bake, Prenzlow, Berger, Wildot, Kaese, Otto und Frauen sind verschont geblieben.
Das Marweerveditionskorps in Sudtvostafrlka, das einst unter Major v. Glasenapp stand, hat jetzt in Hattptmann Schering einen neuen Führer erhalten. Schering ist mit Wahrnehmung der Geschäfte des Führers des Marineexpeditionskorps für Südrvestasrtta beauftragt. Von den vier Kompagniechess unter Major v. Masenapp (Haermg, Fischer, Lieber, Schering) loar Schering der jüngste, sodaß also die anderen drei ans dem Korps, das nicht mehr sehr stark sein kann, geschieden sein müffen.^ Der Acttestr, Hcntpt- urann Haering, der sich> schon in Ostasien aus^eichnete, tritt zum zweiten Soebataitton zurück.
Die Leiche deZ Leutnants Do'ckmar Lntze von Wnrutb, eines hosfnungsvotteu jungen Ofck'äiers der Schutzttuppe für Südwestasrika, der in dem Feldzuge dorn Typhus erlag, traf im Hamburger Hafen ein, um in die Familiengruft zu Großfurra Übergeführt Ku werden. Leutnant v. Wurmb, ein Jugendfteuud unseres Kronpninzei^ hntr der altesw Sohn des tveimarischen Ministers v. Wrtrntb. ( 1 hül 11 ein Mer von 27 Jahren erreicht. Am 8. F-nrimr war er nach dein Ausstands gebiet gegangen, wv er bi z'.t Erkrankung dem erst berittenen . .Rdregnueut zuaeteill
ne wirkliche Heldin, und die Bcsatzn^ <; „guter Engel" nennt, siebt in ibr, als Untcrhfaith für die Rettung ders


