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Georg Dahmn, Vor» Proiessor D. Drews. der OtiSfrantenfafie. lmaim Hechler. Rab- : drvjeßor D. Kallen- iaufmaM L Krumm. l Hotelbesitzer Äuslav . M Ploch. Land« bmam. pauptltbm: »her. Pmesior D. ior Traber. Prival-
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Nr. 28
Erscheint täglich außer Sonnlag-
Dem (Äteßener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Siehencr Kamillen- Hättet oievmal tn der
Woche betflelegt RotatlonSdruck il Der> Urq Oer B r ü h l'schon UntDerl.-ibud)- u. Stern- krude tei (Prelich (fcrben) lUftof tton, LxvedrNoa und Druckerei:
vchalstratze ?. ttbrefle für Depeschen,
«uzetger Gtetzen. FrrniprrchonlckUutzNr 51.
Mittwoch 3. Februar 1804
154. Jahrgang
Erstes Blatt.
ve»ngöpeet-, monatlrch75Vt^ otertel- sührllch Mk. 2.20, durch Vlbbole- u. Zweigstellen iiwnatltd) 65 Vi., durch Vie Post Mk.2.— otertel- |äbrl auSichi. Bestellg. Annahme von Anzeigen fn die Dagesnummer Jt6 vormUlagd 10 Uhr. > Ellenprrte. total 12 'ÖU
awlwdctf K) Psg. Wetaei»•rilldb tüt den polU an» allgem. Teil V- ®Htto tüt .Stadt und txmö' und .Gerrchldtaaf August Götz Hh den An» teiaenlell van« ibed.
GietzenerAnzeiger
Genera!-Anzeiger ** **
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
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Wilhelm.
Wohlergehen nimmt.
Berlin, 1. Februar 1904.
Deutsches Keich.
Berlin, 2. Febr. Der Kaiser empfing heute den Fürsten Pleß, hörte die Vorträge des Chefs des Militar- kabinetts und des Chefs des Admiralstabes und nahm mili- tärische Meldungen entgegen.
Keer und Motte.
— Eine Alarmierung der MünchenerGar- nison durch den Kaiser anläßlich der Jtalienreise stellt der „Nümb. Anz." in Aussicht und die partikularisttsche Presse, die zurzeit in München absonderliche Blüten treibt, ist mit Geheul über das gefundene Fressen hergefallcn. 2üls den Versailler Verträgen, die man dabei der Revision bedürftig erklärt, wird uachzuweisen versucht, daß der Befehl zum Alarm der Münchener Garnison nur vom Oberbefehls-- haber der bayerischen Armee ausgehen könne. In der Praxis hat der Kaiser, der die bayerische Empfindlichkeit zu schonen weiß, das Jnspektionsrecht noch niemals bis ,Mr Alarmierung irgend einer bayerischen Garnison ausgeuot, und so wird es, trotz der Gespensterseherei der Partrmla- risten, wohl auch bleiben, wenn der Kaiser auf seiner Reise über die Alpen Badern und München überhaupt berühren sollte. Denn es führen bekanntlich verschiedene Wege nach dem sonnigen Süden.
Kolonialpost.
— Paraden im Tschadseegebiet meldet mehrfach der Gouverneur v on Kamerun v. Pu1t k amer in seinem im „Kolonialbl." veröffentlichten Bericht über seine Reise in das Tschadseegebict. Am 18. September 1903 traf Gouverneur v. Puttkamer weit hinten rm Hinterland von Kamerun in Garua ein. Dort ist eine deutsche Militar- station eingeri^tet. Owuverneur v. Puttkamer beiickf t mm: Auf einem großen, freien Platz vor dem Stationstor erwartete mich die (Garnison in Paradeaufstellirng. 40 Reiter und 30 Mann, mit Oberleutnant Sandrock und Unteroffizier Handke, sowie der Lamido Buba mit seinem Gefolge, sämtlich beritten. Nach Begrüßung des Lamido und Besichtigung der tadellos gehaltenen Truppe „wurde alles entlassen". Einige Tage darauf entbot der Gouverneur die Fullahfürsten zu sich nach Garua. lieber die feierliche Versammlung der „Großen Adainauas" schreibt Gouverneur v. Puttkamer: „Vor dem von mir bewohnten Stätionshause zunächst unter dem Kommando des Oberleutnants Sandrock Aufmarsch und-
— Auf die vom Magistrat der Stadt Berlin dem Kaiser anläßlich seines Geburtstages dargebrachte Huldigungsadresse ist nachstehende Antwort eingegangen:
Dem Magistrat danke ich herzlich für die mir im Namen der Neicbshauptstadt zu meinem Geburtstage gewidmeten Glückwünsche. Es hat meinem Herzen wohl- getan, aus den mannigfachen festlichen Veranstaltungen, der Ausschmückung und Beleuchtung der Gebäude, den patriotischen Ausführungen de'- Berliner Tagespresse und den jubelnden Zurufen auf den Straßen zu ersehen, welchen freudigen Anteil die Berliner Bevölkerung att meiner glücklichen Wiedergenesung und meinem ferneren
Klagen über die Geschäftslage des Reichstags kehren in der Zentrumspresse beinahe in regelmäßigen Zwischenräumen wieder. Daß sie in diesem Jahre besonders berechtigt sind, liegt auf der .Hand. Noch niemals, so sagt jetzt auch die „Deutsche Tagesztg.", hat der Reichstag bei der zweiten Beratung des Etats eine solche Hochflut von Resolutionen über sich ergehen lassen rumsen wie in diesem Jahre. Wenn wir recht gezählt haben, sind bisher allein zum Etat des Reichsamts des Innern annähernd drei Dutzend Resolutionen em- gebracbt worden. Sprechen zu jeder dieser Resolutionen nur drei Redner und ein Regierungsvertreter, so ergibt Mv etwa 150 Redner, und wenn jeder dieser Redner nur 20 Minuten spricht, so werden durch diese Reden allein 10 Sitzungstage verbraucht. Um die Zeitvergeudung zu hindern und die Geschäfte des Reichstages zu fordern, gibt es kein anderes Mittel, als eine zweckmäßige und vernünftige Abänderung der Geschäftsordnung und vor allen Dingen die Selb st z u ck» c der Abgeordneten.
Avßnftrfrn<ie I gerichtsräte. Er ernannte keinen neuen. Es gibt «ich
eltt< oerierfruge. feinen jüdischen Laiidgerichtsdirektor in der preußischen
Man schreibt uns von geschätzter Seite: Monarchie, keinen Landgerichtsprasidenten, keinen Senats- Tie wir!schaftliche und politische Bedeutung der Land- Präsidenten. Jüdische Assessoren, und wenn fte arbeitersrage läßt sich an einer Bemerkung erkennen, noch so tüchtig sind, warten in der Regel sieben, die in per Reichstagsdebatte dieser Tage gemacht wurde, acht und mehr Jahre auf die Richt er stelle, Ter Abg. Tr. Droescher (kons.) stellte fest, daß allein uüd für die Verleihung des Notariats an die Rechts- das Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin jähr- anwälte bestehen drei verschiedene Listen nach der Konti ch im Durchschnitt drei Millionen Mark Lohn fession mit einem Unterschied in der Wartezeit, der zehn,
— Dem Oberbürgermeister Kirschn er ist vom Zaren der Stanislausorden 2. Klasse mit dem Stern verliehen worden.
— Zu heftigen Auseinandersetzungen kam es am Sonntag in einer Polen-Versammlung zwischen den Ratio n a l p o l e n und den polnischen Sozialdemokraten. Es wurde eine Erklärung angenommen, die sich in scharfen Worten gegen den Ausspruch des Ministers v. Hammerstein: „Wir haben zu befehlen und Sie haben zu gehorchen!" wendet, und der polnischen Reichstagsfraktion unterwürfige Haltung gegenüber dieser Regierung, die sich so gegen das polnische Volk vergehe, vorwirft. Die Versammlung verurteilte aufs entschiedenste >ieses Verhalten und forderte die polnische Bevölkerung in der Heimat und in der Fremde auf, sich diesem Protest anzuschließen.
— Die „Freisinnige Zeitung", das Organ Eugen Richters, soll sich nach dem „Vorwärts^ in f inan - zi ellen Schwierigkeiten befinden. Wie der „Vorwärts" mitt eilt, handelt es sich um die Summe von 60000 Mark, die aufgebracht werden muß, um das Blatt zu halten. Es sind Bemühungen im Gange, das Geld in den Kreisen der freisinnigen Volkspartei zusammenzubringen.
Posen, 2. Febr. Augenblicklich erfolgen in der Provinz zahlreiche Ausweisungen von Ausländern, darunter viele, welche bis zu 30 Jahren in der Provinz ansässig sind.
Dresden, 2. Febr. Nachdem nunmehr das „Vaterland", das offizielle Organ der mit Zweidrittelmehrheit in der Zweiten sächsischen Kammer ausschlaggebenden Eon» servativep Partei gesprochen hat, ist an ein Zustandekommen der von der Regierung geplanten Wahlrechtsreform kaum noch zu denken. Das „Vaterland" erkennt zwar zögernd an, daß die Reformvorschläge der Regierung einiges Erwägenswerte und vielleicht Annehmbare bieten (Heranziehung der Vermögenssteuer bei der Klasseneinteilung, Vermehrung der städtischen Wahlkreise und größere Berücksichtigung von Industrie und Gewerbe in der Ersten Kammer), allein es perhorresziert auf das Aller entschiedenste den als das „Wesentliche" bezeichneten Teil der Vorschläge, der der Sozialdemokratie ,16 Mandate sicher zufallen läßt.
Straßburg, 2. Febr. Die „Reveilles des Alpes" veröffentlichen einen Brief Delsors an eine befreundete Dame. Er schreibt u. a.: „Ich fühle, wie Ihr Herz alsElsässerin und Französin von der Schmach, die man mir angetan und die ganz Elsaß betroffen hat, zittert und deshalb weine ich darüber. Ich werde aber sicherlich nach Frankreich zurückkehren und mich nicht mehr ausweisen lassen, da ich mehr als Franzose fühle, wie diejenigen, die den Mut haben, solche Maßregeln zu ergreifen. _____________________
lich im Durchschnitt drei Millionen Mark Lohn fession mit einem Unterschied in der Wartezeit, der zeh an ausländische S o m m er ar b e i t er zahlt. Nur zwölf Jahre oder mehr beträgt. Herr Schönstedt h ein sehr geringer Teil dieser Summe kehrt in deutsche eine neUe Klasse von Rechtsanwälten geschaffen, . den öände zurück auf dem Wege der Bestellungen und Einkaufes Justiz rat ohne Notariat. Das ist der jüdische seitens der fremden Arbeiter bei den deutschen Handwerkern lIustizrat; denn wenn ein christlicher Rechtsanwalt so und Gewerbetreibenden. Tas Geld wandert in der Haupt- alt geworden ist, daß ihm der Justizratstitel verliehen fache über die Grenze, trägt also, da es sich meist um wird, hat er seit Jahren das Notariat. Woher kommt Slaven handelt, zur wirtschaftlichen Stärkung der Elemente es, daß jüdische Richter von der Beförder- bei, die dem Deutschtum den Kampf auf der ganzen Linie ung in höhere Stellen an § geschlossen sind? erklärt haben. Denn Sommer ist nicht die Ausnahme, die die Regel be-
Wie in Mecklenburg, so verhält es sich auch in anderen stätigt. Sind sie als Juristen weniger tüchtig, als Menschen Gegenden des Vaterlandes, und der der deutschen National- weniger zuverlässig, als ihre christlichen Amtsgenossen? wirtschaft derart entstehende Schaden kann natürlich nicht I . Wer einen Kommentar zu Artikel 4 und 12 der wettgemacht werden durch einen billigeren Preissatz, zu preußischen Verfassung und zum Reichsgesetz von 1869 aus dem die slavischen Arbeiter sich vielleicht verdingen. Die Grund der preußischen Verwaltungspraxis schreiben wollte, Erkenntnis von der! Bedeutung dieser Gefahr bringt in immer fönnte die wunderlichsten Tatsachen berichten. Wie rnan- weitere Kreise und hat erfreulicherweise bereits den Ver- cher Assessor erhielt nicht vorn Personalrat und selbst vom such gezeitigt, deutsch-ungarische und vlämische Arbeiter für Präsidenten des Oberlandesgerichts die beste Aussicht auf die mitteldeutsche Landwirtschaft heranzuziehen. Die In- die Richterstelle, bis sich plötzlich ergab, daß er ,noch ftitulion der Sachsengängerei polnischer Arbeiter läßt sich Jude sei. Da wurden die Gesichter lang oder auch freilich nicht im Handumdrehen aus der Welt schaffen,! mürrisch, und es fiel wohl das Wort: ,Jch uns selbst aber wenn darauf hingewirkt wird, ihr Schranken zu ziehen, l sind die Hände mehr gebunden, als uns lieb isf. Oder der sie mehr und mehr einzudämmen, dann ift im nationalen Landgerichtsrat, dem Hoffnung auf die Direktorstelle ge- Jnteresse viel gewonnen. , . macht war, wird enttäuscht mit dem Bescheid entlassen:
Hauptsächlich kommt es darauf an, für die slavischen ^Exzellenz bedauert, bei Ihnen doch das Prinzip nicht Arbeiter östlich der Elbe, wo'die Landwirtschaft überwiegt, durchbrechen zu können!' Oder der Richter, der sich um die Ersatz zu schassen. Zutteffend weist ein im Kampf gegen Stelle des Oberlandesgerrchtsrats bewirbt, wird ge- das Volentum in erster Reihe stehendes Blatt der Ostmark fragt, 0& Cr sich habe taufen lassen. >Er ver- auf die Möglichkeit und Notwendigkeit hin, eine Wander- neint; er könne das nicht, schon mit Rücksicht auf ung derjenigen in Rußland, Ungarn und Rumänien leben- seine alte Mutter. Und nach abermals Jahresfrist den deutschen Feldarbeiter nach Deutschland zu organisieren, richtet ein wohlmeinender Herr an den Bewerber bte die alljährlich über das große Wasser ziehen, dort als- Frage: ,Lebt denn die alte Frau immer noch? bald in die Reihen der Industriearbeiter eintreten und Ja, wenn der Jude getauft ist, dann ist es etwas an- so mittelbar zur Stärkung der neuen Welt irn.wirtschaft- pers. Dann kann er Direktor und Präsident lichen Kampf gegen Europa beitragen. Ohne Zweifel würden werde n." <_ ,
es auch die Regierungen Rußlands, Ungarns und Rumäniens $ie „Deutsckn Tagesztg." des Wundes der Landwirte lieber sehen, daß diese Feldarbeiter nach Deutschland gingen 15eTncrTt dazu folgendes:
anstatt nach Amerika, wo sie gar schnell der alten Staats- „<£ie „Boss. Ztg." ist ganz entzückt davon, daß der angehörigkeit sich entäußern. Wenn also das Berliner Aus- jüdische Landgerichtsrat Tr. Sommer aus Frankftrrt a. M. wärtige Amt in Sachen der Organisierung der Feldarbeiter- ^m Oberlandesgerichtsrat in Kassel ernannt worden ist, Wanderung nach Teutschland sich mit den betreffenden Re- obwohl er nach den Worten des genannten Mattes „nichts gierungen in Verbindung setzen wollte, so würde es wohl getan hat, um zuvor den Nachweis guten Glaubens zu Entgegenkonunen finden. Ist doch auch die Leutenot weder erbringen." Ob die „Voss. Ztg." mit diesem Freudenerguste in der Landwirtschaft Rußlands noch in derjenigen Ungarns foem Herrn Tr. Sommer und den jüdischen Assessoren einen ober Rumäniens so brennend wie in Deutschland. Vor besonderen Gefallen tut, ist recht zweifelhaft. Wir haben allem kommt es, wie gesagt, darauf an, den slavischen keinen Grund, an dieser Ernennung Kritik zu üben, da es Elementen die Verdienstgelegenheit auf deutschem Boden ^ns verhältnismäßig gleichgilttg erscheint, ob ein jüdischer zu beschränken. Solange diele Notwendigkeit nicht genügend Richter an einem Landgerichte wirkt. Wir sind und bleiben berücksichtigt wird, helfen die großen Aufwendungen der er Ueberzeugung, daß nur christliche deutsche Polenpolitit auch nicht viel. An Stelle der abgeschlagenen Männer berufen sein sollen, in einem beut» Köpfe wachsen der Hydra flugs neue. Gelten diese Aus- sch^n christlich en Sta ate Recht zu sprechen. Wenn uhrungen in der Hauptsache der Landwirtschaft, so treffen aber dieser Grundsatz nicht durchgeführt worden istz so er» ie doch auch zu auf die deutsche Industrie, namentlich j^^nt uns ein jüdischer Richter als Kolleg! alrichter )en Bergb an, in dem zahlreiche polnische Arbeiter be-! tmmer noch erträglicher wie als Einzelrichter." chüftigt werden. Deren Ersetzung durch national ungefähr- Bon anderer Seite wird uns mitgeteilt, Dr. Sommer irfie Elemente, wenigstens im Westen, wird zwar fchwer i f^ auf dem Kasseler Gymnasium ein Schulfreund d es
' ...... Bei mehreren Gelegenheiten bargetan, daß er sich dieser
KaMsche Tagesschau. 1erhmere.
Die Stellung der Juden im preuß. Nichteramt Berlin auf der Stenersuche.
wird von der „Boss. Ztg." behandelt: p Berlin, LFebr.
der Verwaltung des Herrn Sch-nstedt ist etwas Ti- RetchShanptstadt befindet sich mrt h-rß-m Bemüben ocfcbeb-n was seinen sesten Ueberlieserungen widerspricht, aus der Stenersuche. Wre wir erfahren, rst iungst erne Kn ein leibhastiger, ungetanster Jude ist Ober- Anzahl von Personen, die en den Vororten Berlins ihren
I^ndDsgerchtsrat geworden Ern Ereignis ohne Bei- Wohnsitz haben, aber ein Bureau oder dergl. m Berlin fhier feit der heutige Justizminister die Vorschläge für die halten, von der S.teuerdeputatiou mit der Aufforderung der Ricbterämter macht. Die Nachricht ist so beglückt worden, Mitteilung zu machen, wo und
verblüffend daß sie niemand für wahr hielte, wenn sie Steuern sie entrichten. Ter Gedanke dabei durfte jetav amtlich veröffentlicht wäre Aber es steht wirklich falls sein, den einen und anderen Steuerpflichtigen ganz
im^Ejüngsten JUsttzministeriaM?tt sc^arz aif weiß: der oder zum Teil für Mrlin zu reklamieren. Groß wird der Landgemchtsrat Tr. Sommer aus Frankfurt a. M. Erfolg dieses „Fischzuges-" schwerlich fern.
ift -um Oberlandesgerichtsrat in Kassel ernannt worden. Und Dr. Sommer hat nichts getan, um zuvor den Beweis ,guten Glaubens' zu erbringen. Nach der preußischen Verfassung sind die ö ff ent lichen Aem ter unter Einhaltung der von den Gesetzen festgestellten Bedingungen für alle dazu Befähigten gleich zugänglich^ de, G'nuß der bürgerlichen und staatsbürgerlichen Rechte ist unabhängig vom rekigiös-n B-k-nntnrs. Mc aus der Verschiedenheit des Bekermtnisfes hergeleiteten Beschränkungen dieser Rechte süid obenein im Reichsgesetz vom 3. Juli 1869 aufgehoben worden. Schon der Bericht der Revisionskommission der zweiten Kammer über die Verfassung sagte, es sei der Sinn des Artikels 4 daß fein Standes-, Glaubens- noch sonstiger Unterschiede den Befähigten von der Bewerbung um die.öffentlichen Aemter und von deren Erlangung ausschließen soll. Gleichwohl hat der Justtzmiuister Schönstedt am 31. und 8 und 9. Febr. 1901 erklärt, daß er bei der bon Stellen in seiner Verwaltung, insbesondere auch bet dertänennung von Notaren, von einer Un te r scheid - una zwischen Christen und Juden nicht ab- ?eVen könne, und hat die Zurücksetzung der Juden auch damit" begründet, daß ,all° anderen Verwalt- iinaen' es ablehnen, ,jüdische Herren zuüber- n eh men’ was nicht ganz richtig ist. Nach den Grundsätzen, zu denen Herr Schönstedt sich bekannte, hat er reder- Ut gehandelt. Es gab vor ihm zwei Mische Oberlandes-
iche Elemente, wenigstens int Westen, wird zwar schwer nuf dem Kasseler Gymnasium ein halten, ist aber ebenfalls anzustteben. Prinzen Wilhelm gewesen, und der Kaiser habe


