W-steS Blatt.
154. Jahrgang
Freitag Ä. Dezember 1VV4
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Nr. 284
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Dem Gießen« Anzeiger werden im Wechte! mit dem Kesfilchen Landwirt die Gießener Familien* 6!ätter viermal in der Woche beigelegl.
Avtntionßbrutf a. Der» Lag bei Brühl 'ichen Unwerj.-Buch-u. ©teilt- brudetei 9t Sang«. Redoktton, V^vedMsW unb Truderet!
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General-Anzeiger
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Ale heutige Kummer umfaßt 12 Seiten.
Deutsches Reich.
Berlin, 1. Tez. Tie Abf ahrt des Kaisers von Slawenüitz erfolgte heute vormittag. Während der Fahri hörte der Kaiser den Vorttag des Chefs des Militärkabineits Grafen Hülsen-Häf"ler. Um halb 1 Uhr nachmittags traf der Kaiser in Breslau ein und begab sicki in die Kaserne des Leibkürassierregiments. Nach dem Frühstück int Kasino fuhr der Kaiser nach Berlin, wo er heute abend eintraf.
— Tie deutsche Volks Kartei und die freisinnige Volks Partei beschlossen, im Reichstage eilte Interpellation einzubringen, ob es dem Reichskanzler bekannt sei, daß von feiten des Grafen Pückler und seines Anhanges durch Reden und Flugschriften in Verlegung des Paragraphen 130 des Strafgesetzes in einer den öffentlichen Frieden gesährenden Weise die Bevölkerungs- klassen zu Gewalttaten gegen einander angereizt werden und welche Maßnahmen der Reichskanzler zur Vorbeugung der Wiederholung solcher Verletzung zu ergreifen gedenke.
— Tie neue Studienordnung für die Zahnärzte mit dem Abi turi ent en ex am en als Vorbildung, wird am 1. Oktober 1905 in Kraft treten.
Kiel, 1. Tez. Tie „Kieler N. N." veröffentlichen einen chnen vom Präsidenten Löwe des kaiserl. Kanalamts auf ihre Anfrage zuaegangenes Schreiben, durch das mitgeteilt wird ,dast in der Nacht vom 8. zum 9. Oktober 1904 ein als Lustjacht klarierter, mit ordnungsmäßigem englischen Meßbrics versehener Turbinendampfer unter englischer Handelsflagge den Kaiser-Wil- kelm-Kanal ostwärts passierte. Tiefer Dampfer iübrtc den Namen „Karolina" und hatte seinem Aeußcren nach große Aehnlichkeit mit einem zu anderen als Sriegs?w--cken aptierieu Torpedoboot, wie z, B. die Statronsiachten der Marine, Tie „Karoline" hatte keine Armierung an Bord. Ueber die weiteren, auf diesen Fall bezüglichen, durch die Presse verbreiteten Ausführungen ist" hier nichts bekannt." .
Leipzig, 1. Te^. Bei den Verhaudluntzen tu der l i v v i s ch e u S t r e i t s a ch e vor dem Reichsgericht werden, wie verlautet, die Rechtsanwälte Justizrat Ervthropel und Justizrat Putzler die Parteien vertreten. Ersterer vertritt die' Biesterselder Linie, wie seinerzeit bei dem unter dem Vorsii'. des Königs Mbert von Sachsen erlassenen Schieds- ^^^Stuttaart, 1. Tez. Tie Kammer der Abgeordneten s^rhandett- ' über die Gemeindeordnung nnd über die von der Regierung auf Grund früherer Beschlüsse des Hauses sowie früherer Petitionen der Stadt Stuttgart ein-, gereichte, an die preußische Ordnung sich anschließende Mali st r a t s v e r f a s s n n g. Ter Minister des Innern legte mbei in längerer Rede den Standpunkt der Regierung )<>r und betonte, falls die Kammer die Magistratsver- cissuug ablehnen würde, so werde die Regierung immerhin in den übrigen Teilen des Entwurf einen Fortschritt C1 bilden. Tie Notwendigkeit einer besonderen Städtever-
MMMe Tagesschau.
Der Berliner Schulkonflikt im preuß. Abgeordnetenhanse.
-tt- Berlin, 1. Dez.
Man sollte meinen, daß der Berliner Schulkonflikt, trorüber in der Stadtverordnetenversammlung, in der hiesigen Presse und in der Oessentlichkeit eifrigst debattiert worden ist, heute bei der freisinnigen Interpellation ganz^e Scharen von Bürgern der Reichshauptstadt auf die Tribünen gelockt hätte. Der Regierung sollte doch, wegen ihrer Einmischung in die kontmunalen Schulrechte, durch Verbot der Benutzung von Schulräumen seitens polnischer und freireligiöser Vereinigungen, gründlich den Standpunkt klar gemacht werden. Also geschah es auch, überraschender Weise nicht durch einen Berliner Abgeordneten, sondern einen Frankfurter, den Abg. Funck von der freisinnigen Volkspartei. Doch der große Moment sand nur eine ziemlich kleine Zahl von Hörern. Auch das Parkett wies Lücken auf. Herr Funck rechtfertigte die Uebernahme der Begründung der Interpellation damit, daß es sich nicht um eine lokale Angelegenheit, sondern um eine Frage handele, die für die Gemeinden von ganz Preußen von Bedeutung sei. Es sei in den Verfügungen der Regierung die allgemeine Tendenz bemerkbar, das Selbstverwaltungsrecht ein zu's ch r än ken. IN würdiger Form habe der Berliner Magistrat seine Rechte gewahrt. Sache der Regierung sei., den eingeschlagenen Weg zu verlassen.
In der Antwort des Kultusministers, die sich nicht eben durch Leichtflüssiakeit auszeichnete, wie denn Dr. Studt kein Polemiker ist, erregte einige Verwunderung der Vorwurf, der freisinnige Redner habe mit ungewöhnlicher Schärfe gesprochen. Gegen diese Auffassung protestierte die Linke nut Lebhaftigkeit, und der Ruf erschallte: „Noch viel zu milde'/' Aber auch rechts und im Zentrum schien man von „ungewöhnlicher Schärfe" Fimcks nichts gemerkt zu haben. Ter Beifall, der von rechts den Erklärungen des Ministers — er zitierte unter Gelächter des Hauses bis in das Jahr 1763 rückwärts Schulverordnuugen — zuteil wurde, entbehrte aller Wärme. Da staatliche Interessen und Interessen der nationalen Ehre -auf dem Spiel gestanden hätten, habe die Negierung einschreiten müssen. Linke und Polen zischten. Also keine Nachgiebigkeit, sondern Fo r t- setzung des Konfliktes, der demnächst den preußischen Städtetag beschäftigen wird.
Die beste, häufig von Beifall unterbrochene Rede hielt der Ehrenbürger Berlins, der greise nationalliberale ?lbg. Dr. H o b r e ch t. Er legte den Schwerpunkt auf die Frage, ob die Regierung aus politischen und anderen Gründen nicht besser getan hätte, den Streit zu vermeiden.
fassung werde aber in kurzer Zeit wieder auftreten. Die Redner der Volkspartei, der deutschen Vartei, des Zentrums und der Sozialdemokraten sprachen sich Unter Anlehnung an die Petition der bürgerlichen Kollegien in Stuttgart, die den speziell sirr Stuttgart gemachten Vorschlag der Regierung als unannehmbar bezeichnet hatten, gegen die Vorlage aus und verlangten Zurückverweisung an eine Kommission._______________________
Kirche und Schute.
Das Gesetz über die ländlichen Fortbildungsschulen in der Provinz Hessen-Nassau hat den Erfolg gehabt, daß die Aufmerksamkeit weiter Kreise auf diese Schulgattung gelenkt worden ist. Es sind tatsächlich wohl auch nie so viele neue Fortbildungsschulen in Dörfern errichtet worden, als in diesem Winter. Interessant war uns aber folgendes Stimmungsbild, das un§ aus einer dieser Gemeinden zuflog. Es heißt in demselben: „Seit dem Jahre 1890 haben wir heuer zum vierten Male die Errichtung einer Fortbildungsschule in unserem Dorfe durchgeführt. Die jungen Leute sind zahlreich gekommen und entwickeln, wie ich mich selbst über- zeugte, sehr vielen Eifer. Daß die Schule notwendig war, mußten wir, aber daß die Zustände so beklagenswert sind, wie sie sich in Wirklichkeit zeigten, davon hattten wir keine Ahnung. Wir fanden junge Leute von 17 Jahren, die keinen noch so einfachen Gedanken logisch und ortographisch richtig niederschreiben konnten, und die in der überfüllten Dorfschule mühsam erworbene Rechenfertigkeit ist fast vollständig verloren gegangen. Die Schriften, welche man zu sehen bekommt, sind jammervoll. Doch wie wird es weitergehen? Der Anfang war auch früher ebenso gut. Aber, als die Anforderungen, die an die Schüler gestellt wurden, wuchsen, da wurde die Zahl der Besucher immer kleiner und schon un Januar stand der Lehrer vor leeren Bänken. Und der Mann gibt sich redlich Mühe, den Stoff aus deni Gebiete der Landwirtschaft zusammenzusuchen und in möglichst interessanter Weise an die Jungens zu bringen. Und die Kosten? Ein Schulgeld ist von den Burschen nicht zu erlangen; die Gemeinde glaubt keine Mittel zu haben und der Zuschuß des Staates ist noch nicht ausreichend. Doch hoffen wir das Beste!- Diese Zeilen beweisen, daß ohne Druck und ohne Zwang das Ziel nicht erreicht werden dürste.
Arr Ausstand in I)eu1sch-Südu>estasrika.
General v. Trotha
meldet aus Windhuk unterm 1. Dezember: Am 29. Novbr. 4.30 Uhr morgens wurde die Kompagnie der Oberleutnants Gruner (Zweidrittel der 7. Kompanie des Regiments Nr. 2, bisher Hauptmann Preusker) im Lager Lidfonlein, südöstlich von Hoachanas, von etwa 250 Hottentotten angegriffen. Nach einem dreistündigen Gefecht wurde der Feind aus seinen Stellungen geworfen und floh unter Verlust von 8 Toten. Diesseits 6 Gewehre und 7 Pferde erbeutet.
Ausland.
London, 1. Dez. „Daily Expreß" zufolge soll der Mörder des Ministers Plehwe schon Ende August aus Schlüsselburg, wo er der Aburteilung entgegensah, entflohest sein, und sich im Auslande in Sicherheit befinden.
Antwerpen, 1. Dez. Die heute hier eingetroffene Post aus Leopoldsville meldet, daß im belgischen wie im französischen Kongo große Negeraufstände aus- gebrochen seien. Ein Kapitän Recht wurde mitsamt seinem Sergeanten und 14 Jägern von den Eingeborenen niedergemetzelt. Eine Strafexpedition ist abgesandt worden.
Naab, 1. Dez. Graf Tisza hielt heute in einer Wählerversammlung eine Rede, in welcher er sein Vorgehen in Sachen der Hausordnung verteidigte. Bei der Fahrt des Ministerpräsidenten vom Bahnhofe versuchte ein Teil der angesammelten Menge, die Huldigungen für Tisza durch Schmähruse zu stören. Einige Pferde wurden scheu. Die Ruhestörer wurden durch das Militär auseinander getrieben: eine Anzahl derselben wurde verhaftet. Die Demonstrationen dauerten bis spät nachmittags. Im Lloyd- hotel wurden sämtliche Fenster ein ge sch la gen, gegen Tisza wurden Feuerwerkskörper aeworseu.
Budapest, 1. Dez. Heute uachmittag^wurde der deutsche Botschafter Graf Wedel vom Kaiser in besonderer Audienz empfangen. Der Botschafter wird dem Kaiser ein Handschreiben Kaiser Wilhelms überreichen, welches nach der einen Version auf den Abbruch der H a n d e l s v e r t r a g s v e r h a n d l u u g e n Bezug hat, nach einer anderen die Einladung zur Hochzeit des deutschen Kronprinzen enthält.
New York, 1. Dez. Wie die „World" meldet, beabsichtigt Italien, Amerika eine Statue Eäsars zu schenken.
Ker Krieg.
Port Arthur
Vom japanischen Hauptquartier vor Port- Arthur wird gemeldet, daß Generalleutnant Thu k- k i j a tt u d Generalmajor N a k a m u r a v e r lu u ndet sind. Letzterer erhielt Verwundungen au beiden Beinen als Führer der japanischen Schwertmäuner beim Angriff am letzten Sonntag.
Petersburg, 1. Dez. Der fünftägige Sturm auf Port Arthur ist wiederum resul tatlos verlaufen. Es tvird behauptet, daß die Japaner keineswegs bis au bje Forts lietc/i.cyiior.iincn sind nitb daß He nicht einmal in
den Besitz der vor den Forts liegenden Befestigungslinie, gekommen sind.
Petersburg, 1. Dez. Eine aus Port Arthur ein» getroffene Meldung besagt, die Japaner hätten zahl- reiche Luftballons in Besitz, mit deren Hilfe sie im! stände wären, sich über die inneren Verhältnisse der Festung genau zu informieren. Au, diese Weise wäre es ihnen auch gelungen, ein Kohlenlager des Arsenals in Brand zu schießen.
Wladiwostok und Sachalin.
Petersburg, 1. Dez. Ter Korrespondent der „Bir- schewija Wiedomosti" telegraphiert aus Wladiwostok von! heute: In der letzten Zett gestaltet sich das Leben hier normaler; die Jndusttie lebt wieder auf, der Handel bessert; sich, viele Einwohner kehren in die Stadt zurück. — AuÄ Sachalin wird gemeldet, daß viele Bewohner, die zu Beginn! des Krieges nach dem Innern des Landes gegangen mären/ in ihre Wohnsitze an der Küste zurückkehren. Die Ehun- chuseu beunruhigen nach wie vor die Bevölkerung. Gestern versuchten 8 bewaffnete Ehuuchusen einen Laden zu plündern; ein Ehunchuse wurde verhaftet. Auch wurde gestern eine aus fünf Personen bestehende russische Family von Ehunchusen ermordet.
Aus der Mandschurei
Petersburg, 1. Dez. Wie General Ssacharowl dem Generalstab unterm 30. Nov. meldet, zog sich eine von einem Passe 10 Werst südlich von Tsinhetfchen üertriebend Nachhut der Japaner auf einen zmeiten Paß, der zwei Werst südlich vom ersteren liegt, zurück und nahm eine befestigte Stellung ein. Am Morgen des 30. Nov. griffen die Russen den Feind au, der sich nach kurzer ab et hartnäckiger Gegenwehr eiligst zurück zog. Meldungen über andere Kämpfe am 30. Nov. sind nicht eingelaufen.
Petersburg, 1. Dez. Generaladjutant Kuropat«, kin meldet dem Kaiser unterm 30. Nov.: Unsere Truppen verfolgten weiter den sich zurückziehenden Feind und vertrieben am 29. Nov. die Nachhut der Japaner aus dem Paß, der 10 Werst südlich von Tsinhetscheu liegt. Unsere Verluste sind unbedeutend. Die von den Japanern zurückgelassenen Leichen gehörten dem 36. Reserve-Regiment und der 9. Reserve-Brigade an. IN der Nacht zum 30. Nov. sind keine Nachrichten über Kämpfe eingelaufen.
Tokio, 1. Dez. (Reuter.) Ein Telegramm des Haupt-^ qnartiers der japanischen Mandschureiarmee vom 29. Nov.! meldet verschiedene kleine Scharmützel, in denen die Japaner die Angriffe der Russen regelmäßig a b s ch lu g e u und der russischen Infanterie, welche nördlich von Schentzulin erschienen war, einige Verluste beibrachten^
Rom, 1. Dez. Ein Telegramm aus Tokio meldet: Die kriegführenden Truppen in der Mandschurei leiben schwer unter grimmiger Kälte unb heftigen Schnei stürmen. Fünf Wachposten des Generals Kuroki finb ex^ froren.
Revolten russischer Soldaten.
Petersburg, 1. Dez. Nicht nur die Reservisterr^ sondern and) die iieueinberufenen Soldaten revoltierten.! Ter Teelgraph meldet von durch Rekruten hervorgerufenen! Straßenuuruhen in Slonim (Gouvernement Erodnow), Elisabetsgrad, Libau und anderen Städten. Ueberall werdet Geschäfte geplündert und Personen verletzt. In Slonimt wurden mehrere Personen getötet.
Das japanische Parlament.
London, 2. Dez. Die v2ime§* meldet au8 Tokio von gestern: Das japanische Herrenhaus beschloß durch Zuruf, der Armee und der Flotte den Dank für die ausgezeichneten Leistungen auszusprechen.
Ein Geschichtsprofesior über den Krieg.
Brüssel, 1. Dez. Aufsehen erregt ein Schreibet Vanderkinderes, Geschichtsprofessors an der hiesigen Universität, an den Vorstand des hiesigen Friedensvereins, das in einer Volksversammlung verlesen wurde. Vanderkindere erklärte, er verabscheue den Krieg, aber die sentimentale Hoffnung auf ewige Friedens st iftung seien gutherzige Utopien. Obwohl der Parlamentarismus ein Schiedsgericht für innere Angelegenheiten darstelle, beanspruchten wir doch das Recht der intelligenten Minderheiten aus Revolution. Ein internationales Schiedsgericht wäre eine verschlechterte Auflage der reaktionären heiligen Allianz. Durch den gegenwärtigen.Krieg werde das russische 23oIf von der moralischen Sklaverei befreit.
Aum Kcldcnbergcr Waubmord.
Die Nachricht von der Verhaftung des Meininger bestätigt sich nicht. Es liegt eine Verwechslung mit einem Wilderer namens Weber vor, von deffen Renkontre mit zwei Gräfl. Meerholz. Förstern wir kürzlich berichteten.
Der des Mordes in Heldenbergen verdächtige Hudde hatte sich, wie jetzt festgestellt, am Tage nach dem Morde in Nidda herum getrieben und bei verschiedenen Einwohnern um Unterstützung naehgesueht. Er ist den Leuten durch sein verstörtes und ängstliches Wesen äufgesallen.
Die Gendarmerie in Gelnhausen forscht eifrig nach dem Metzgergesellen Hudde. Hudde soll mit der Oberheffischen Bahn in Gelnhausen cingetroffen und von Mitreisenden nach dem Steckbrief erkannt worden sein. Die Leute teilten ihre Wahrnehmung dem hiesigen Oberwachttneister mit. Bis jetzt tvaren die Recherchen ergebnislos. (Wahrscheinlich haben sich die Mitreisenden geirrt. D. Red.)
Aus Fr au l furt wird folgendes berichtet: Am 11. November d. I., uachmntagS gegen 5 Uhr, erschien ein Mann iu einer Wirtschaft der Kronprinzenstraßr. in welcher viele


