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2.11.1904 Erstes Blatt
 
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Iie Keuttge Kummer umfaßt 10 Seiten

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Fusan ^gegangenen, nicht datierten Depesche des Korrespvn- denten des Rei'terschen Burecrus in Kurokis Haupt­quartier benutzten die Russen das hEe MondftHb einer der letzten Rächte dazu., die Japaner von ihren Stell­ungen aus auf dem linken Flügel der mittleren Armee mit Artilleriefeuer zu beschießen, sie wurden jedoch Tkach mehr- Mndigem Kampfe zurückgeworfen, worin die Infam-( terie und Artillerie ein scharfes, andauerndes Feuer bW Tagesanbruch unterhielten.

Neutralität herausgefallen. / *

Tas Pariser ,.Journal" publiziert läckerlMerweise aus an­geblich russischer Quelle den vollsten di gen Plan eines dentsch- ranzösisch-"r"ssischen Feldzuaes qeaen England.

Die Beschießung desAldebaran".

Gefle, 1. Nov. 5)eute fand hier die seegerichtliche Vernehmung in der Angetegenbeit der V'schiehung des Dampfers'Aldebaran" statt. Der Kapitän, die beiden Steuerleute, der erst'. Maschinenmeister und mehrere Leute der Mannschaft hielten an ihren früheren Aussagen über die Beschießung fest. Mle, mit Ausnahme des .Kapitäns, wurden auf ihre Erklärungen vereidigt. Mlf eine Auftrage erklärte der Kapit<lir, daß er, als' der erste Schuß siel, nicht daran gedacht habe daß dieser Schuß ein Anruf eines fremden Schiffes bedeuten könne. Er hätte nur an die gefährliche Situation gedacht. Mrf eine weitere Frage antwortete der Kapitän, daß er den Schuß nicht als'Anruf angesehen habe, daher auch wicht das in: Signal­buch von 1902 für einen Anruf vorgeschriebene Signal habe geben, sondern nur die schwedische Flagge hissen lassen. Der erste Steuermann erklärte, er habe auch nicht daran gedacht, daß der Schuß einen Anruf bedeute, während der zweite Steuermann ans'sagte. er habe einen Augen- bNck daran gedacht, daß dies' die Msicht des fremden Schiffes gewesen sei.

beabsichtigt, eine Million Rubel als Entschädigung für die eng­lischen Uscher anzubieten.

Eugls«d ttttb Deutschland.

Jetzt nehmen die großen englischen Wochenschriften für Ma­nne- und Militärwesen zu dieser Angelegenheit Stellung.,

Wenn es sich nach dem gegenwärtigen Stande der Tinge auch nicht verlohnt, auf Einzelheiten der im allgemeinen mit den Aeußerungen der Tagespreise sich deckenden Ausführungen einzugehen, so muß doch mit Bedauern fest-gestellt werden, daß eine der sonst vornehmsten und ruhigsten englischen Fachschriften, dieArmv and Navv Gazette", in einer Betrachtung der Lage und der treibenden Faktoren in Petersburg den deutschen Namen überhaupt in die Debatte hineinzieht. Das Blatt spricht davon, daß in Petersburg eine Kriegspartei eristiert, welche von einem blinden Hasse gegen England erfüllt ist, daß diese Partei zum Unglück für Rußland in der Lage ist, in ziemlich hohem Grade auf die Politik der Regierung einzuwirken, und daß es die größte Hoslnuna dieser Partei ist. die .Hilfe Deutschlands für ihr Vorhaben nämlich der Verwickelung Ruß­lands in einen Krieg mit England ~ zu gewinn en. Eine weitere Stelle derselben Ausführung spricht davon, daß die Ansicht aufgetaucht ist, Rußland suche einen Ausweg aus der ostasiatischm Sackgasse durch den Konflikt mit irgend etiler euro­päischen Macht. Diesen Konflikt aber durch das baltische Geschwader einer lächerlichen Flotte beginnen zu wollen, während der Zugang zur russischen Hauptstadt von jeder der Erwähnung werten Verteidigung zur See entblößt sei, erscheine abiurd.

Tas Blatt fährt fort:Selbst wenn vorausgesetzt werden sollte, daß die russische R e a i eru n g ein geheimes E i n- verständnis mit Deutschland hat, so mußte man nm immer noch darüber wundern, daß ein so unsinniger Augenblick für ihre Drohungen ausgesucht wurde."

Wir vermögen nickst einzusehen, was das Hineinziehen des deutschen Namens in solche Ausfühmmgen von großen englischen Blättern für einen Zweck haben soll. Deutschland bat in dem ganzen ostasiatischen Kri"ge in keinem Falle die Basis strengster Neuttalität verlassen. Wenn wir auch nicht, wie neuerlich der deutschen Bresse geraten wurde, als ..gänzlich uninteressierter Gentleman" den Vorgängen gegenüberstehen, so ist doch in keinem Falle irgend eine deutsche Maßnahme aus dckn Rahmen der

jedocb die Stallung und schlugen die Japaner zurück.

London, 1. Nov. Nach einer aitt 31. Oktober von

Schiffe haben klargemachtzumGefecht.

Die 50. Kompagnie der kgl. en gl. Garni^onsartillerie. die in Gibraltar von der Sierra Leone auf dem Wege nach England ankam, erhielt den Befehl, bis auf weietres dort zu bleiben.

Reuters Bureau meldet ferner aus Gibraltar, daß die dorttaen Vorbereitungen Unruhe hervorgerufen hätten, da die Flottenmanöver am Sonntag nachmittag beendet waren ^TTe Sckmellwuerbotterien sind besetzt und Jnfanterieabteilungen für den Timst auf den Quais abgeteilt worden. Die Scheinwerfer werden scharf bewacht.

In Billa Gareia ist der englische große Kreuzer , Baechan'^" mit der Flagge des «Hess des Mittelmeergeschwader?, Admiral Walkers, in den Hafen eingelaufen. Ter KreuzerDoris" btt den dort ankernden Schiffen ein Schriftstück überbracht und ist wieder abgefahren. Kurz darauf ist das englische Ge­schwader ausgelaufen.

In Palma ist das eng-lische PanzerschiffIrresistible" mit fünf Torvedobootszerstörern angekommen.

Dm russischen Kriegsschiffe sind sämtlich am Mon­tag moraen von Viag ans inSeegeaangen.

Dem russischen Gesckm'ader folgt von Vigo aus der spanische Kreuzer ..Esttemadura". Am Dienstaa vormittag wurde auf hoher See bst Riga heftiges Geschütz feuer gehört, dach wie nach, i'iner späteren Meldung aus Madrid bestättgt wird, von Schießübungen herrührt.

Da da.? baltisch" (^schwader nach einer Ausreise von ßtigo demnächst Gib'raltar passiert, so ist aus allen den "rnacn doch *it vermuten, daß England nün beab- fidjHgt. Sic russische Flotte zur sYeryinSerunff neuer Fälle einer Art von P oli z e i a u fsi chft zu unterstellen und in allen größeren Hafend^ähen woblausaerüftete Kon'- trollstationen einzurichten. Hoffentlich sind solche Maßregeln von Einfluß aus bett Mut, der in des Mmirals Roschdjestwenßkv Brust die Spannkraft übt.

Ter russische Botschafter in London, Graf Benckeiidorff, erschien am Tümstaa nachmittag, nachdem er ein? Audienz heim Stöniq Eduard gehabt hatte, zu einer ttnterredung mit Lord Lans- down? im Auswärtigen Amt Lord Balfour, der bereits eine Besprechung mit Lord Selborne gehabt hatte, empfing nochmals dessen Besuch In Begleitung Lord Selbornes befand sich Admirgl Fishee- Tas Auswärtige Amt ver- ösfentlick^- darauf sagende amtliche Erklärung: Bevor die russische Flotte Vigo verließ, waren dem russ. Admiral Wm Weisungen gegeben worden, um eine Schädigung o der B e- e i n t r ä ch t i g ii n g d e r n c i» t r a l e n S ch i f f a h r t w ä h r e n d der Fahrt der russischen Flotte nach dem Osten abzuwenden, in Erfüllung der von der russischen Regierung übernommenen Beroflichttma vier russische Offiziere in Vigo zu - rii ck zu lassen. Di« beiden Regierungen bereiten jetzt txe Be­dingungen für die Ueberwstsung der Streitfrage an eine in ter* nationale Kommission, die mit der vorgeschlagenen Unter­suchung betraut wird.

Di-e hier Ofsistere. die in Vigo zurückbleiben, find der K«vitän Elado, der Führer des Admiralssck'isfeS und Verfasser des Berichtes über den Zwischenfall, die ScküffsleutnantS Otto und Ellis. Des Herfen Offiziers Nam*' wird nicht genannt

An Danaer vreichern russische Offistere, daß Admiral Rostb-Astwenski van Vigo aus an die russischr Regierung stn Tel^nramm aestchtet hat mit Eiuzelheifen Über den Hüller stwischeAsall. Bei dem Zwischenfall ist die ...K g m t s ch a t k a" v o n derAurore", beides russische Krienssthiffe, durch fine Gra­nate aetroffen worden, die einen Matrosen und einen Geist­lichen fff^ucr verletzte. Ter Geistliche ist, wie wir schon mitgeteilt haben, im Krankwhaub von Tanger seinen Verletzungen erlegen

Der Er-weß" meldet aus Petersburg: In der Unter­redung. welche der englische Botschafter in Petersburg am Sonn­tag mit d"m Zaren hotte, drückte der Zar seine Zufrieden­heit über die Beilegung der Nordsee-Angelegenheit auS. Der Zar sagte-Ich habe keinen Zweifel, da6 die Unter* snchuna die Richtigkeit des Berichte? des Admirals R o s chd' st w e n s ki ervneiseu wich." Ter Zar erwähnte auch, daß 2O Javaner in Hüll (!!?) gesehen wurden, welche die Vernichtung der O st s e e s l o t t e h e b e i f ü b r e n wollten. Ter Botschgslm bemerkte, b^t alle diese Geschichten über Atten­tate auf die Ostseeflotte erfunden wären, doch konnte er dcn Zaren nicht davon überzeugen. Tie russische Regierung

5>er Krieg zwischen Japan und Wußland.

Ans der Mandschnrei.

Petersburg, 1. Nov. Wie Generaladjutaut Kuro- patkin dem Kaiser von beute ^meldet, sind in der Nacht zum 1. November keine Meldungen über Kämpfe eingelaufen. General Ssacbarow meldet dem Generalstab' nnterm 31. Oktober: Mn 30. Oktober nnternahmen ans unsertn linken Flügel eine Abteilung Freitvilliger und 2i/2 Sotnien eine Erkundignng in südtnestlicher Richtung. J!m Süden vom Dorfe San'tsiatsi stieß nnftre ABteilung auf den Feind der den Bergrücken mit ungefähr einer Kompagnie und einer Schwadron besetzt hatte. Die Japaner wurden vertrieben. Misere Wteilung ging gegen 5 Werst tn südwestlicher Richtung vor. An demselben Tage unternahm unsere Kavallerie eine forcierte Erkundung auf dem linken Ufer des Hunho in der Richtung auf das Dorf Futeiad- nantsi. Ans diesem nnd den benachbarten Dör­fern, die befestigt sind, v e r t ri e b en wi r be n Ge g n e r nnd besetzten sie. Der Feind zog sich bis zum Dorf Sionnianttm, zwei Werst südNch von Futsiabnantsi, auf eine befestigte Stellung znrüch von wo zwei Batterien nnfere Artillerie mit Kreuzfeuer beschossen. Unsere Sotnie attackierte die eine der Batterien. Der eine Teil ritt bis in bie Schützengräben ohne Bebeckuug, während ber andere Teil, ber gegen bie Befestiaungen mit der Artillerie selbst ritt, auf Drahtgeflecht stieß und hierauf zurückgina An Toten unb V^erlmmbeten verlor bi? Sotnie gegen 40 Mann.

Aas vaftisÄe Geschwader.

Die Melbuna hat sich nicht bestätigt, baß der russische Admiral R o s ck> b j e st w e n s k y ben Zaren krankheits­halber tim Enthebung von dem Kommando ersncht habe. Das Beste wäre es "ja gewesen, wenn ein so ner­vöser Geschwaberchef vom Schauplatz sich zurückgezogen hätte, bas Beste vielleicht für Rnßlanb selbst, bas in weitere Konflikte burch Rascbbjefttoenskv gebracht werben kann. Aber ber kühneHelb ber Nordsee" ober soll man ihn ben Don Quichote ber Norbsee trennen? seht guten Mutes mit seinen Schiffen bie Fahrt nach bent Kriegs- sch an platz fort und überläßt es einigen Offizieren,znr Aufklärung gewifser iBorkommnisse bei h^r Kollision in ber Norbsee" sich bereitzuhalten. Von einerKollision" spricht konsequent bie Petersburger Telegraphenagentur. In Petersburg schwört man auf bie Richttgkeit bes Berichts Roschbjestwensky's: er beharrt b ab ei, b a ß rn Hulk Japaner gesehen worben sin'd, bie nicht mehr und nicht weniger als die Vernichtung ber bälttschen Flotte im Schilbe führten. Man scheint den Japanern übernatür­liche Kräfte, eine Verbindung mit der vierten Dimension, zuzutrauen, denn auf natürlichem Wege würde ein solcher Vernichttmasänsckilag auf eine große, stark ausgerüstete Flotte einfach absnrd sein.

. In London herrscht ietzt, nach Reuter, die Ansicht vor, daß die Verhandlunaen sich nicktt ganz glatt abwickeln. Neber die Nattir der eiwtretenen Schwierigkeit verlautet nichts. Tie Blätter melbcn aus Gibraltar, daß die Garnison mobil gemacht ist. Tie Arttlleri-'mannschgften haben sich auf die bei den Bat­terien verteilen Stellungen begeben. Die englischen Kriegsschiffe lichten die Anker Der Gouverneur hat die Kommandeure der Lcmdtrnvven nach dem Regierungsgebäude beordert. Es heißt, die Kriegsschiffe hätten Befehl erhalten, bereit zu fein, um auf Be­fehl sofort in See zu gehen. Durch einen Sisnalschnß sind alle Marineoffiziere an Bord ihrer Schisse berufen worden. Alle

Port Arthur.

London, 1. Nov.Dailv Expreß" wird ans Tfchifu (remelbet: Ter Sturm auf Port Arthur ist seit fünf Tagen ununterbrochen im Gange. Port Arthur ist in äufierft ernff rr Snae. Tie Garnison bat al tt S «ffw M verloren. Viele wünschen die Kgyittilation, doch Stostel vleivt unerschütterlich unb" schlug einen Erlaß in der Hauptstraße cm, daß er kämvfen werde, so lange noch zwei Leute da wären, um ein einziges Geschütz zu bedienen. Falls die Japaner Port Arthur nick>t bis zum Geburtstage des Kanrrs erobern, wird kein weiterer Sturm versucht werden. Die GsrnjilM soll bann ausa ehungert werden.

Paris, 1. Nov. In Petersburg wird versichert, daß General Stössel an den Zaren über die Zahl dernochaktionsfähigen Verteidiger Port Arthurs berichtete. Diese sei e r s ch r e ck e n d gering. Tie Sterblichkeit in den Hospitälern fei 40Proz.

London, 1. Nov. ..Daily Telegraph" meldet aus Tschifu, daß das japanische Linienschiff ,,Jaschima" bereits vor längerer Zeit verloren gegangen sei. Ferner wird dem Blatte aus Tsckiifu gemeldet, daß vor etwa einer Woche zwei kleine mit Munition und Lebensrnitteln be»; I a b e n e Dampfer unter französischer Flagge Port Arthur erreicht haben sosten.

Nuhestornngeu durch russische Reservisten.

Die Nuss. Tel.-Ag. meldet ans Kiew, front 1. Nov.: Iw Kreise K a n e w CGOUfrernement Kiew) kant es gekegentlich ber am 23. Oktober begonnenen Mobilmachung' bt einigen Orten wie Kanew, Bognslaw, Stepawzfr und Mironowka zu Rnhe- störungen durch Reservisten, wobei tzinige zwanzig staattiche Branntweinläben und anbere Läden, sowie einige Dutzertk^ Israeliten gehörige, Hänser verwüstet wurden. In! Bogus'kaw trugen die Unruhen den Eharakter von Aus­schreitungen Mtrnnkener. In Kanew kieß das Orts'kotn!- mando ans die Ruhestörer feuern, wobei drei Leute verwundet wurden. Auf dem Wege fron RadnNchsk naH Kiefri verwüsteten Reservisten einige Laden urb Warfen die Fenster einer Anzahl bei Kiew gelegener Vilken ein. Die herbeigerufenen Militärkommandos kamett erst an, nachderni bie Ruhe wieder ein getreten war. Aus' Kasan wird bcti Russ. Tek.-Ag. gemeldet, daß dort von ReservenÄmnsÄastenj am Bahnhof Änsfchre'ittmgen begangen nmrben. Weik ihnew die Lieferung von Branntwein verweigert wurde. MikitD^ stellte bie Orbnung wieder her.

Wie ein Lemberger Dkatt ans Kiew berichtet, verwüsteten'^ im Bezirk Wasilkow" Banern einen Gutsbof unb die Makd- ungen des Ritters fr cm Molski. In Mironowka branhenj Reservisten, etwa 240 an ber Zahl, in die Zirckerfcrb'ri? ehr, imb überfielen bie Arbeiter mit Messern. Mehrere wurden! getötet, viele verwundet.

Einberufungen.

Hamburg, 1. Nov. Sämtliche in Schkeswig-Holsteiw als Arbeiter beschäftigte russische Reservisten sind zu ben Waffen einbernsen worben.

deutsches Reich.

Berlin, 1. Nov. In ber ,Moss. Ztg." leftn wir; Die Enthüllung der Werke am Großen Stern erhält, wie wir vernehmen, echten Waibntannscharak- ter, cntsprechcnb den Mottven tfcr Mldwerke Ick bev, Hofanfage wirb vermerkt, baß die geladenen Gäste in ber H ofiagbuniform erfcheinen seckken natürlich mir soweit ihnen eine solche verliehen ist. Im übäigen ist Gala vorgefchriev^n. Die befonberen J!crgbgäste des Kaisers^ werben sich seitlich vom Huderttisbrunnen gruppieren. Fvp die fonst im Nanwn bes Kaisers nnd front Minister der öffentlichen Arbeiten Geladenen werden ans den Reitwegen) an ber Hofjäger-Mee Tribünen aufgestellt. Bon dem Gardeschützen kommt eine Ehrenkompagnie, die mit der, Front fror bcni Htibertusbwmnen sich postiert. Es wird 'Ifc? ba fein, was mit Hoftagden zusmnwenhängt. So kommen namentlich auch die Bbainten der königlichen; Forsten. Der Kaiser wird zunächst die Front bfct Ehren- kompagnie abschreitenbann ertönt eine Jagbfanfare undi auf ein Zeichen bes Ministers Budde fallen gleich ieittg bie Hüllen von alten Mldwerken: im selben Äug«rP- bftck rcnischen anch bie Kaskaden int Felsen des Hnbertus- brtmnens. Montag vormittag Nmr eine Generalprobe für das Wasserfpicl de? Brunnens. Tie Feier ist morgen, Mitd« >voch. Um 1 Uhr findet iw ixer Bildergalerie beS kürlia- lichen Schlosses eine Mittagstafel fhitt, zu ber mich die fed^i' beteiligten Bildhauer geladen sind. M-nds ist Gakitßnm- Üellung iw Opernhatise. Hier wird der Eharakter der FeieN noch iwFreischütz" nackiklingen."

Wegen der viel genannten Flugblätter de§ Grasen P ü ck 1 e r - K le i n - Ts ch i r ne, die in der letzten: 3ett hier verteilt worden sind, ist von der Staatsätttr^Atzi schäft am Landgericht I sowohl gegen den Grafen Pitckter als auch gegen den Inhaber brr Dnukerei ein Stra sfr er­fahr en ein gefettet worben. Graf Pückler forderte bdkaunt- lich in ben Blättern zu Tätlichkeiten gegen bie? Juden unb znr Organisierung einer Blinde auf, Mi bereu) Spitze er sich selber stellen wolle, um bei Juden Ein­brüche zu verüben.

Meiningen, 1. Nov. Gegen zwei Rechtsan­wälte nnd einen Gerichtsassessor ist von frikn der Militärbehörde das ehrengerichtliche Ver­fahren erössiittt worden, weil sie in einem hiesigen Lokal mit dem als Sozialdemokraten bekannten Berliner Rechts­anwalt Dr. Karl Liebknecht an ein<;m Tis^je

> se ssen hatten.

Nachdem unsere Kavallerie die Stellung des Gegners und seine Stärke klargestellt hatte, zog sie sich zurück.

Petersburg, 1. Nov. Der Korrespondent berMr- schewija Wjebomosti" weidet ans Mukben vow 1. November: Gestern am frühen Morgen begann ein heftiges Ge­schütz feu e r, bas ben ganzen Tag fortdmierte, den Ja- parternn ber keinen Erfolg brachte. Diefelben griffen unsere Stellungen an mehreren Prinkten an, wtirben aber er großen Verlusten zurückge schlagen. Die ____fuste ber Russen sinb un b eb-en ten b ; erheb­licher waren bieselben bei bew Angriff auf den Hün cf mit der Pagode. Dort känchsten sechs russische Kompagnien gegen zwei japanische Regimenter. Der Angriff war bnrch ein furchtbares Artflterleseuer vorbereitet. Die Russen verloren die Hälfte ihrer Leute> behaupteten

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154. Jahrgang

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Mittwoch 2. November 1904

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