Erstes Blatt.
Jahrgang
Dienstag Ä. Augnft 1904
Nr. 179
Arsche»«« täglich
außer Sonntag».
Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Siebener Kamillen, blätter viermal in der Woche beigelegt.
Rotationsdruck u. 93er- sag der Brühl'schen 1. yivech-Buch-u. Stein» druckeret. 9t Lang«. Redaktion, Grpedtttoa und Druckerei:
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AmK- und Anzeigeblatt für ben Kreis Kietzen UW
H,i, ..nii i bhim ____________________________ zeigenteil: Hans Beck.
Z>ie heutige Kummer umfaßt 8 Seite«.
Z>er Krieg zwisiSen Japan uud Wußlaud.
An der Südfront.
General Kuropatkin meldet an den Kaiser vom31.Juli: Auf der Südsront ging unsere linke Vorhut nach hartnäckigem Kamps bei Santschensy auf Haitschenq zuruck. Gegen die rechte Vorhut unternahm der Feind keinen Angriff, es sand nur ein Artilleriegefecht statt. Bei Simutscheng wurde der Kamps am 31. Juli um 8 Uhr abends eingestellt. Die Russen behaupteten ihre Stellungen Meldungen über die Vorgänge auf dem äußersten rechten Flügel smd noch nicht eingegangcn. Die russische Ostabteilung hat ebenfalls ihre Stellungen behauptet.
General Graf Kellers Tod.
Im Jans elinpaß wählte General Keller, der Führer dieser Abteilung, die am meisten dem Feuer ausgesetzten Batterien als Beobachtungsposten; er wurde um 3 Uhr nachmittags tötlich verwundet und ist nach 2 0 Minuten gestorben.
Mit dem Grafen Keller ist einer der verdientesten Heerführer dahingegangen, der auf eine glanzende Laufbahn zurückblickte. Nachdem er zuerst bei der Garde-Kavallerie gestanden hatte, . kam er in den Generalstab und fand Gelegenheit, .sich im türkischen Kriege besonders auszuzeichnen. Er machte den berühmten Balkanübergang im Stabe Skobelews mit, wurde in der Schlacht am Schipkapaß schwer verwundet und erhielt für persönliche Tapferkeit vor dem Feinde den Sankt Georgsorden. Im Jahre 1887 schied er aus "nicht ganz aufgellarten Gründen aus dem aktiven Dienst, wurde aber 1894 von Nikolaus IL wieder mit einer hohen Stellung im Heere betraut. Im Frieden bekleidete er zuletzt den Poften des Gouverneurs von Jekaterirws- law. Als er zum Kriegsschauplatz abging, folgten ihm die größten Hoffnungen, und mit den größten Hoffnungen wurde er dort empfangen; General Kuropatkin stellte ihn den Offizieren mit dem Bemerken vor, sein Name sei vor allem geeignet, die Erinnerung an Skobelew wieder austcben zu lassen. In Ostasicn war er dann besonders an den Kämpfen beim Motienpaß und dann jetzt an der Verteidigung der Südfront beteiligt. Graf Keller, .ein naher Verwandter der am preußischen Hofe vertretenen Familie gleichen Namens, war Soldat vom Scheitel bis zur Sohle, ausgezeichnet durch Kaltblütigkeit und Bravour. Bei ihm befand sich übrigens der deutsche Mllitärattachee Major von Tettan.
Der Hafen Zukou.
General Kuropatkin berichtet weiter, .daß die Japaner bei Inkan neue Truppen landeten. Die japanische Regierung beschloß .heute, Jnkau dem .Handel zu eröffnen. Den neutralen Schiffen wird freier Verkehr gestattet mit der einzigen Einschränkung, daß Kriegskontreban.de fnrmeC verboten ist.
Russische Tapferkeit.
Nach einer etwas wichtig htenben Meldung aus Liaojang nach Petersburg schäumen die russischen Soldaten vor Wut auf die Japaner. Sie wollen absolut nicht mehr zurückmarschieren, woran sie ihrem Eharakter nach nicht gewohnt sind. Sie halten es nicht für möglich, besiegt zu werden. „Wann gehen wir nun endlich auf die Japaner los? Diese Frage hören die Offiziere auf Schritt und Tritt. Keine strategische Kombination, fern Hinweis auf die Uebermacht der Japaner scheint ihnen einleuchtend, ihr Nationalgefühl und ibr militärischer Ehrgeiz sind zu sehr angespannt. Der russische Soldat fühlt sich durch die augenblickliche Lage bis zum Aeußersten beleidigt. Ob es zeitgemäß wäre, diese Nachricht in Petersburg zu verbreiten, mag dahingestellt bleiben.
11 japanische Offiziere schwer verletzt.
Der Kommandant H i e r o s e sowie zehn Offiziere wurden, als sie mit der Legung von Minen auf der Rhede von Port Arthur beschäftigt waren, von einem russischen Torpedoboot beschossen und schwer verletzt.
Die Eingeschloffenen in Port Arthur.
Eine Depesche der „Times" meldet aus Tokio, daß die in Port Arthur eingeschloffene russische Armee eine an sie gerichtete Aufforderung zur Kapitulation in einer Weise beantwortet hat, aus der hervorgeht, daß die Russen annehmen, mit den japanischen Dampfern „Hitachi" und „Sado Maru" sei der ganze japanische Belagerungsapparat samt dem Marschall Eyama untergegangen.
Zur Beschlagnahme der „Arabia".
Der Kapitän der „Arabia" sagte vor dem Prisengericht zu Wladiwostock aus, daß er, als ihm die Fracht bekannt wurde, P T o t e st dagegen erhoben habe und sofort nach Hamburg darüber berichtete, von wo gleichfalls ein Protest erfolgt sei, doch hätten die Amerikaner versichert, daß dem Schiff cm der Ostküste Japans ^einerlei Gefahr drohe.
Reise nach dem Kriegsschauplatz.
Zum Studium der kriegerischen Operationen begaben sich die preußischen Prinzen Friedrich Leopold und Karl Anton von Hohenzollern nach Öftersten.
Großfürst Kyrill
trifft in den nächsten Tagen aus Koburg in Peterhof ein. Er wird sich nach Wladiwostok begeben, um sich Skrhdlow zur Verfügung zu stellen.
Auch ein Sohn Leo Tolstois begibt sich als Frei- williger auf den KriegssckMUplatz. ♦
Zu dem F o rigang des Krieg es schreibt uns unser Berliner Mitarbeiter:
Es ist behauptet worden, der Krieg im fernen Osten werde sich in der Form eines Recheirexempels entscheiden. Der Geldbeutel der Japaner sei zu Nein, um die Kriegskoften au ^halten zu können. Wahrscheinlich wtirden, so hat man argumentiert, .beide kriegführenden Völker bankerott aus dem Kampfe hervorgehen. , Was die Japaner anlanat, so unterschätzt mau ii'i r die innere wirtschaftliche Kraft des Landes. Der ungeheuren Belastung mit Schulden, in welche das Land durch seine Eiiiheits- und ModernisierungSkämpft verfallen war, hat es sich in lnapp zwanzig wahren ohne fremde Anleihehilfe entledigt und dabei seine Währung reorganisiert, was kein europäischer Staat ohne den Beistand der fremden 29 mt Fiera vermochte, das Heer und die Flotte au ja'staut, mit denen es im cktznesischen Kriege in die Keife der Großmächte eintrat. Welche Ausgabim für Kultur- nndr und für die Ausdehnung seiner industriellem und Han> l'i' ii'f-iirit ha! Japan außerdem bestritten! Die finanziellen trhnp n iX' clnuejischen Krieges hatte Japan in zwei Jahren ! , ui iiiiufii n i Jahre vor ^"-JttM'nwärtigcu Feldzug war ,c 'lrmeemrmaltuug „fertig", die Militärbudgets begannen ob .teiflcnb- Ziffern auszuweistn. Nicht die Kopfzahl, sondern die
industrielle Entwicklung des Landes, .die Intelligenz und wirtschaftliche Tüchtigkeit seiner Einwohner und der Kealismus eines Volkes, wenn er siw ungehindert betätigen kann, machen die wahre Staatskraft aus.
Mach der Ermordung Meywes.
Juftizmimster Murawiew wurde am 1. August zu einer Sonderaudienz zum Zaren nach Peterhof befohlen, auf rvelcher ihm, wie man allgemein annimmt, der Posten des Ministers des Innern und des Staatssekretärs von Finnland übertragen werden wird.
Die Untersuchung.wegen der Ermordung Plehwes wird ennm-sd), betrieben. Der verhaftete Mörder hat bisher noch nichts gestanden. Doch nimmt man fast mit Sicherheit an daß er ein Nationalrusse ist. Soviel inzwischen sestgestellt wurde, ist das Attentat von der Um sturzpartei ausgeführt. Es war dazu ein wohlorganisiertes Komitee gebildet worden; fünf Personen waren kurz .vor dem Unglückstage in Petersburg eingetroffen. Die Polizei fomrtc Nachweisen, daß der verhaftete Täter an jenem Tage nicht allein agierte, daß vielmehr die andern vier Personen an andern Orten, welche die Equipage des Ministers passieren mußte, ausgestellt waren, um, falls die erste Bombe wirkungslos bliebe, ihrerseits den Mordplan weiter zu verfolgen.
Wie aus Petersburg rmtgeteilt wird, hat Kaiser Franz Josef an den Zaren anläßlich der Ermordung von Plehwe eine herzliche Beileidsdepesche gerichtet, die der Zar mit wärmsten Worten des Dankes beantwortete. Auch von Kaiser Wilhelm ist ein Beileidstelegramm eingetroffen, das von Kaiser Nikolaus in herzlichster Weise erwidert wurde.
Politische Tagesschau.
Noch eine Erklärung für Frhrn. v. Mirbach.
Die Wendblätter vom 1. d. M. veröffentlichen in der Ange genheit Mirbach eine Erklärung des engeren Ausschusses des evangelisch-kirchlichen Hülfsvereins, des Berliner Zweigvereins des evangelisch-kirchlichen Hülfsvereins, des brandenburgischen Provinzialverbandes' des evangelischkirchlichen Hulfsvereins, des stirchenbauvereirrs, der Augusta Viktoria-Pfingsthausstistung in Potsdam und der Rummels- bnrger Gemeindeartstalten Die Erklärung rühmt die Tätigkeit des Freiherrn von Mirbach für kirchliche Liebeswerke, für die ihm dankbare Anerke^cnung der evangelischen Kirche und des ganzen Landes gebühre. In den 16 Jahren enger Arbeitsgemeinschaft sei den Unterzeichnern der Erklärung kein tatsächlicher Anbalt für ' t5 Urteil vor Augen getreten, daß den zahlrerchen, ihren Vereinen durch Mirbachs zuge- wandten Gaben ein Mangel anhaste, irrsdesondere, daß diese teilweise diirch Zusage von Auszeichnrrngen erlangt seien. Die Zuschrift wünscht dringend gerichtlich oder amtlich eine sichergestellte rasche Klärung der Frage nach dem Verbleib des nicht zur Albhebung für den Kirchenbauverein gelangten Teils des Guthabens bei der Pommern bank, wofür Mirbach felbst Ausklmst zu geben nicht imstande ist. Die Erklärung schließt mit dern Wunsche, daß Mirbach seiner bisherigen Tätigkeit noch lange eichalten bleibe. Der Vorsicht halber ist aber doch in der Erklärurtg bemerkt: Die Einzell)eiten seiner Sammeltätigkeit sind nicht vollständig bekannt und sind daher von uns nicht zu vertreten . . ? Ja, auf die Einzelheiten kommt es aber hier an. Frhr. v. Mirbach sollte lieber sich diese gutgemeinten Erklärungen verbitten. Fthr. v. Mirhach hat den Fehler gerrmcht, daß er allzulange schwieg über die Beziehungen zwischen der Pommernbank und den Kirchenbaustiftmigen. Weserrtlich infolge dieses langen Schweigens ist die Aufklärung sehr erheblicher Fragen, wie des Derbleibs vorn Frhrn. v. Mirbach guit- tierter, aber rricht empfangener 325000 Mk., äußerst schwierig, wenn rstcht unmöglich geworden.
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Kriegsminister v. Asch.
Der Berichterstatter der bayerischen Kammer der Reichsräte für den Mllitäretat General Ritter v. Haag äußert sich über die Angelegenheit des Kriegsministers v. Asch folgendermaßen: Bei dem Kapitel Kriegsministerium wurde eine vertraullche Entschließung des Kriegsministeriums in einer ehrengerichtlichen Angelegenheit eingehend besprochen. Ich 'werde auf oie Streitfrage, die nur zu viel Staub aufgewirbelt hat, rsicht näher eingehen, da der Msgleich der bestehenden Meinungsverschiedenheiten auch durch die eingeheitt^ste Besprechung nicht herbeigeführt werden Fann; es sei mir aber- doch,' die Bemerku,ng gestattet, daß unser O fff zierkorps dem Kriegsminister zum Dank verpflichtet ist für die sorgsame Art rmd Weise, wie derselbe auf die Wahrung der St and es ehre hält und bei jedem Wlaß für ritterliches Verhalten der Offiziere ein-- tritt. Ich kann aber bei diesem Anlaß ein schweres Bedenken nicht unterdrüchen; dasselbe richtet sich gegen die unbefugte Veröffentlichung geheimer Erlasse. Weml das Kriegsjnnnisterium Verfügungen als vertrau llch bezeichnet^ so ist eS sich bewußt, daß die Geheim- halttmg eine Notwendigkeit ist, sei es im Juteresie von PersönlichkeiteTii, sei es im JnterHse der Landesverteidigung. Nach rireinem Empfürden müßte jeder, der ans irgend einem Wege in' den Ä^esitz eines sekreten SchristMekes ge langt uni) es allenfalls zur Wahrnehmung berechtigter 3ntereffciv verwerten will- vorher demjeirigen, der eö ausgestellt hat, davmi Kenlntnis geben, damit er die Tragweite erfahre, toelche die öffentliche Vesprechnng des In Halles eines derartigen Schrsststüches hat, d«m imter Ihn standen kann sonst eine schwere Schädigung persönlicher Interessen, ja, eine Hj-efährdung des Interesses" Der Landesverteidigung herbeige führt werden. Für die Kriege verwalt nng wird Meer Borsasll wohl den Anlaß bieten, neuerdings Vorkehrniigen zu treffen, um der Veröffentlichung sekreter SchMftistücke entgegeuKutretem
Deutsches Reich.
Berlin, 1. Ang. Heute morgen kurz nach 8 Uhr hat der Kaiser den Hafen von Molde verlassen und sich nach Bergen begeben. Die Flotte feuerte Salut, die Stadt hatte geflaggt.
— Reichskanzler Graf Bülow ist wieder nach Norderney ab gereist.
— Die Reich sjuflizkommission für die Reform des Strafprozesses hat die erste Lesung der zu ihrer Bearbeitung imb Beratung überwiesenen Fragen erledigt. Die Ergebnisie werden den Einzelregierungen zur Vorlage und Prüfung unterbreitet werden, wenn die Ergebnisse der zweiten Lesung vorliegen und ihre Verwendung in einem vorläufigen Entwurf gesunden haben. Die. Reichsjustizkommission wird zur zweite« Lesung im Oktober zusammentreten.
Wilhelmshaven, 1. August. Die zwei Fran^ zosen, die kürzlich unter dem Verdacht der Spionage hier verhaftet wurden, sind nach ihrer Vorfühwmrg vor dem Amtsgericht freigelassen worden.
München, 1. Aug. Fu der heutigen Sitzung der Ad- geordn etenkammer erwiderte der EisenbahnmiTrister v. Frauendorfer auf die Behauptungen des Abg. Mem- minger, daß Preußen Bayern wirtschaftlich schädige und ruinieren wolle, folgendes: Ich kann eine Bemerkung Wt nicht unterlassen. Memminger hat gesagt, Mrß Preußen uns wirtschaftlich schädigt Ich möchte bitten, von solchen Aeußerungen Abstand zu nehmen Ich habe die Erfahrung gemacht, daß wir bet den pr eu ßischen Staats eisen- bahnen alles Entgegenkommen finden, boS wir finden können. Wenn das aber nicht in' weiterem Maße möglich war, so liegt das in den Verhältmssen Preußens begründet. Ich möchte bitten, solche Aeußerungen bei Seite zu lassen, welche geeignet seien, das gute Einvernehmen mit Preußen zu trüben.
Aeutsch-SüdwcfiafriLa.
Aus Okahandia wird vom 1. August das Eintreffen des Generalleutnants v. Trotha bei der Abteilung Müller in Erindi—Ongchaere gemeldet.
AvsIüNÄ-
Paris, 1. Ang. Infolge der Abreise des Ministers DelcassN mich Ariöge erleiden die Verhandlungen mit Spanien bezüglich Marokkos, die schon schwierig sind, eine Unterbrechung. Man glaubt nicht, daß sie vor September wieder ausgenommen werden.
Heber die Generalratswahlen wird noch berichtet, daß General Arrdrs mit großer Majorität wiedergewählt wmde, desgleichen der Juftizmimster Valle, auch Rouvier, der frühere Kriegsminifter Cavaignac gelangte in eine Stichwahl.
Bern, L Ang. Heute wurde hier die vom Bundesrat auf Arrregung der Internationalen Gesellschaft für gewerbliches Eigentum einberufene ntternatioirale Konsererrz vom Chef des schweizerischen Juftizdevcrrtements Dr. Brenner eröffnet. Die Konferenz soll über die Bereinheitllchung und BereinsachuTry der in den verschiedenen Ländern bestehenden Derwaltnngsvvrschriften über das gewerbliche '(Sigentinn beraten; 19 Staaten nehmen daran teil, darunter Deutschland, Oesterreich - Ungarn, Schweden und Norwegen und die Niederlande. Deutschland entsandte als Vertreter den Direktor im Patentamt Dr. Damme. Zum Präsidenten wählte die KonfereTiz den Direktor des iwernationalen Bureaus für gewerbliches, fite* rarisches und künstlerisches Eigentum in Bern, Morel. Die Der* lxrndlungen sind nicht öffentlich uud werden voraussichtlich vier bis fünf Tage in Anspruch nehmen.
Rom, 1. Llng. Der „Osservatvre Rvmano" gibt die von dem Pariser ,^Journal Officiel" veröffenllichten Schriftstücke wieder und fügt hinzu: Wir haben die Ueberzeugung, daß der Heilige Stuhl eine wahrheitsgemäße Wiedergabe der Vorgänge, die zum Wbruch der diplomatisckien Beziehungen mit der ftairzösischen RepEik gr'führt haben, geben wird, sobald er es für notwendig erod^tef.
Washington, 1. August. Die Staatsschuld ist im vergangenen Monat um Dollars 13 549 639 angewachsen. D« Barbestand des Schatzes beträgt Dollars 1 398 829 075.
— Der Gesandte der Republik Panama erhob bei der Regierung der Vereinigten Staaten Einspruch gegen die von der amerikanischenKanalkommifsion ausgearbeiteten Entwürfe für die Anlage eines neuen Hafens und ZollbnreanS mit der Begründrmg, daß durch die 9lu£fübwmg der Entwürfe der Hmidcl von Panama abgelenkt ivurbe. Auch bezüglich der Frage, an welchen Stellen des Kanals Postbureaus eingerichtet werden sollen, bestehen Meinungsverschiedenheiten. Man glaubt, daß sich die politisckie Lage der Republik Panama hierdurch schwierig «gestalten form.
Tokio, 1. August. Hier ist man selw besorg! um das Schicksal des deutschen Da mp fers „The a", der schon seit einer Woche überfällig ist.
Jas engtische Wnteryaus.
Im Unterhaus fragte Mac Arthur an, ob die Regier- ung allein oder in Verbindung mit anderen neutralen Mächten Schritte getan habe, nm die Anfmerssamkeit der Ntssischen und japanischen Rgiernngen auf die Ausdelm uirg der Kategorie von den Artikeln zu lenken, die sie für Kri ey skon tre b o n d e erklären, mrd ob die britische Regie Ning gegen die Annahme dieser Negierungen pro testiert, das; kriegführende Müchte, für Kriegskontrebande erklären können, was sie wollen. llntTrp-aatSfcfrctiir
Percy e r wider t, die brttisttn' Regierung habe ihren Botschafter angewiesen, der nif fff dien Regierung einen Protest gegen d i e E i n scki li e ß n n g v o n Lebensmitteln in die Liste her KnegSkvntrrbande zu überreichen — Im weiteren Verlaufe der Verhandlung beantragt Campbell Bann ermann folgendem Tadels v 01 u in ' 11(^.1111'1*1, daß eurige "
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