Ausgabe 
2.3.1904 Zweites Blatt
 
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154» Jahrgang

Zweites Blatt

Mittwoch Ä. März 1904

Nr. 53

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger, Amt;- und Anzeigeblatt für den Krtis Eichen

Ä.

Die yeulige Kummer umfaßt 12 Seiten

I*

steil le.

Landeskulturrat Dr. Klaas bespricht kurz die Kosten cefi Wasservcnrten, die sich je nach der Lage verschieden hoch

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.zelne weitere Beschwerden des Vorredners fitrbien, sobald ihm dieser bad Material

wolle er unter» zur Verfügung

Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.

Die Gießener Famllienblätter" werden dem ^Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der »heifilchr Landwlrtt' erscheint monatlich einmal.

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universrtätsdruckerei. R. Lange, Dießen.

Redaktion, Expedition u. Druckerei: Schulstr.7.

Tel. Nr. 51. Telegr.-Adr.: Anzeiger Dießen.

Helinnntmachnng.

die sämtlichen Ovtsgerichte des AmtSgerichtS- bezirks Gießen,

mit Ausnahme derjenigen, in deren Gemarkung das neue Grundbuch angelegt ist.

Wir benachrichtigen Sie, daß wir in der Kürze mit der Revision der Hypothekenbücher beginnen werden, und fordern Cie daher auf, die seit der letzten Revision vorgenommenen Einträge in Spalte A. und B. einer sorgfältigen Durchsicht und Vergleichung mit den amtsgerichtlichen Verfügungen zu unterziehen und die dabei in Bezug auf die ftorm sich er» gebenden Anstände, insoweit dies ohne unsere Mitwirkung g.schehen kann, z. B. Berichtigung von Schreibfehlern, Nach­holung von fehlenden Unterschriften und dergleichen zu be­seitigen. Sie wollen sich davon überzeugen, daß die Ein­träge und Löschungen im NamenSoerzeichniS und in dem topografischen Pfandregister nach Vorschrift vollzogen worden sind. Das Protokoll Über die erfolgte Vorreoision ist un­fehlbar in dem Revisionstermin vorzulegen. Die Termine u erden Ihnen noch bekannt gegeben werden.

Gießen, den 25. Februar 1904.

Großherzogliches Amtsgericht.

eit. v ltcu -u lebet

schiller 19,1

viemnterricht

^Udwigstr. ö9 in

Für Rindviehzucht werden 91 350 Mk. verlangt.

Abg. Weidner wünscht, daß im Vogelsberg die Halt­ung von zwei Fasseln verschiedener Zuchtrichtungen (Sim­mentaler und Vogelsbergers gestattet werden möge: er halte es auch nicht für richtig, daß den Gemeinden die Zucht des Simmentaler Viehs, das ein reicheres Ertragnis biete, ver­boten werde.

Ministerialrat Braun führt dagegen au§. es sei von maßgebender Stelle ermittelt worden, daß für die Gemein­den die Zucht des Vogelsberger Viehs die beste sei. Man könne jetzt nicht wieder von dieser Bestimmung abgehen. Für die Einführung der Vogelsberger Rasse seien die wich­tigsten Gründe maßgebend gewesen. Die Zuchthöfe hätten sehr viel zur Förderung der Viehzucht beigetragen, man solle bestrebt sein, die Zucht der Landschläge in den dazu geeigneten Gemeinden noch mehr zu heben.

Abg. Erk tritt den Ausführunaen des Regierunas- vertreters bei und hält es für richtig, daß die Zucht­höfe noch erweitert werden, vielleicht durch Verwendung der Tummelplätze.

Abg. Brauer bespricht zunächst die R'ndviehzucht in Hessen im allgemeinen und beklagt, daß man auf der Ver­wendung der einen Zuchtrasse bestehen bleibe. Die Land- schläge hätten viel gutes und man wolle sie auch keines­wegs beseitigen, sondern für deren bessere Verwendung und Anpassung an die heutigen Ansorderungen bedacht sein. Redner bezeichnet das Prinzip der Simmentaler Reinzucht als einenUnsinn". Die prakt'schen Männer der Landwirt­schaft hätten sich zunächst gegen dieselbe erklärt.

Abg. Weidner beklagt noch, daß man gerade für die Gemeinden Herchenhain und Brertngesba'n b*e Simmen­taler Rasse verboten und legt seine praktischen Erfahrungen darüber näher dar, wobei er die Maßnahmen der Regierung in Bezug auf die Viehzucht im Vogelsberg einer scharfen Kritik unterzieht.

Abg. Bähr erklärt in längeren Ausführungen, die fetzigen Bestimmungen hätten der Landwirtschaft nichts ge­nützt. Die Hauptsache sei, daß sich das selbstgezüchtete Vieh den ganzen Bodenverhältnissen anpasle, es würden hei den Züchtungen auch die .Kreuzungen viel M wenig berücksich­tigt. Das meiste Geld, das man bisher für die Viehzüchtung ausgegeben habe, sei binausgeworfenes Geld. (Ruf: Hört! Das sagt ein Landwirt!)

Abg. Korell tritt dem Vorredner entgegen und be­streitet entschieden, daß das für die fraglichen Zwecke be­willigte Geld zum Fenster hinausgeworfen sei. Es lasse sich in der Viehzucht nur durch lange Dauer und geduldige Arbeit etwas erreichen. Tie landwirtschaftlichen Provin­zialvereine hätten in dieser Hinsicht viel Gutes geschaffen. Man solle ruhig erst die Resultate der fetzigen Zuchtbestimm­ungen abwarten. Redner bespricht dann verschiedene ein­zelne Mißstände in der Landwirtschaft, erkennt aber aus­drücklich an, daß die Regierung den besten Willen habe, zur Hebung der Landwirtschaft nach Kräften beizutragen.

Abg. Wolf bestätigt im wesentlichen die Ausführungen des Abg. Weidner und meint, daß man auch in Rhein­hessen ähnliche Erfahrungen mit dem Rassenzwang gemacht habe.

Mg. Reinhart bemerkt, er müsse sich doch wundern über die Widersprüche, die von den Vertretern der Land­wirtschaft selber erhoben würden. Er wolle zwar diemal noch die Forderung von 91 000 Mk. für die Rindviehzucht bewilligen, werde sich aber angesichts der heute hier zutage getretenen Anschauungen für das nächste Jahr seine Ent­scheidung vollständig Vorbehalten.

Ministerialrat Braun sührt aus: Seit langer Zeit sei in diesem Hause nichts schädlicheres gegen die Land­wirtschaft vorgekommen, als die heutige Debatte, und wenn Abg. Reinhart danach Bedenken wegen seiner Zustimmung zu der Position hege, so könne er ihm nicht unrecht geben. Menn die Ausführungen der Abgg. Weidner, Wolf, Brauer und Bahr wirklich den Anschauungen des Hauses entsprächen, so fei es feine Pflicht als Dezernent der landwirtschaft­lichen Abteilung, ernstlich die Frage zu prüfen, ob die Re­gierung die Summe von 91000 Mk. für die Hebung der Rindviehzucht in Zukunft noch in den Etat einstellen könne, oder ob sie auch überhaupt nadji eine Mark dafür bean­tragen solle. Wenn die Experimente im Einzelfalle statt in ben Zuchthöfen unternommen und dem Bauern einfach freie Hand gelassen werden solle, bann möge bas jeber machen, wie er wolle, aber nicht auf Staatskosten. (Zu­stimmung.) In K'onseguenz ber Anschauung, welche bie vier Abgeordneten hier äußerten, hätten dieselben doch gleich selbst die Streichung beantragen sollen. Abg. Köhler ruft: Kommt noch!) Tie 'Regierung habe gerade die Pflege der Landschläge gefördert und die Ergänzung unserer Rassen erstrebt, in dem Bewußtsein, das Geld im Lande zu be­halten und nicht, wie Abg. Bähr sagt, es zum Lande hmaus- zutragen.

Abg. Schönberger fragt, wo es hin führen! solle, wenn solche Anschauungen aus ber Lanbwirtschaft hier zum Aus­druck kämen und betont, er könne benselben keineswegs beistimmen. Rebner bespricht bann bie einzelnen Fragen über bie Rinbviehzucbt naay feinen eigenen praktischen Er­fahrungen.

Abg. K'orell erklärt, er würde es sehr bedauern, wenn Herr Ministerialrat Braun aus ben heutigen Erörter­ungen bie Folgerung ziehen würde, für die Rindviehzucht keine Mittel mehr zu bewilligen. Man müsse die Erfahr­ungen abwarten; er glaube, baß bie Resultate recht be- friebigenb sein werben.

Abg. Köhler bemerkt, er würde es nicht bedauern, sondern er Ware sogar dafür, baß bie Forderung der 91000 Mark heute abgelehnt würde. Alle hier jetzt gemachten Versuche nützten nichts, man sei auf dem falschen Wege. Man solle alle die Gelder, die jetzt so unnütz hinausgegeben würben, für eine bessere Erziehung ber Bauernbuben ver­wenden und dafür sorgen, baß die jungen Lanbwirte eine tüchtigere praktische Ausbildung erhalten.

Ta noch verschiedene Rebner zum Wort gemelbet finb, wirb bie Debatte um 1/22 Uhr abgebrochen unb bereu Fortsetzung auf morgen früh 9 Uhr anberaumt

KMcher Landtag.

R. B. D a r rn st a d t, 1. März.

Arn Ministertische: Staatsminister Dr. R 0 t h e, Finanz- Ni mist er Dr. Gnauth, Ministerialrat Braun u. a.

Nach Eröffnung ber Sitzung um IOV4 Uhr setzt bas Haus bi*e Etatsberatung bei Kap. 74, Bodenmeliorations- unb Masserversorgungswesen, Tit. 4, Beiträge an bebürftige ®G?meinben zu ben Kosten für Wasserleitungen unb jp irosferwirtsckiaftlichen Meliorationen fort, wofür 50 000 Mk. verlangt werben.

Ministerialrat Braun legt auf Wunsch bes Abg. Mol- than eine größere Hydrographische Karte ber Rheinprovinz Der unb erklärt ben umstehenden Interessenten die von der Negierung geplanten Entwässerungs- unb Meliorations­arbeiten im Rieb.

Abg. Diehl bringt ben Antrag ein, baß ein Teil ber /unter diesem Titel zu bewilligenben Summe zur Gruppen- Wiasferversorgung verwendet werben bars.

Abg. Korell fragt, wie es mit ber schon längst be­schlossenen veränberten Wasserversorgung für bie Gemeinbe Rcimiro'b stehe. Weiter bespricht Redner die jetzige Art ber ^(bbcreinigung unb der Wasserbauarbeiten. Die Kosten für die teckmischen Vorarbeiten seien zu hoch.

Ministerialrat Braun bemerkt, daß bie Vorarbeiten für bie Wasserversorgung von Schloß unb Gemeinbe Rom­rod jetzt abgeschslossen seien unb eine nähere Verstänbigung über bie aufzubringenben Kosten zwischen ber Domänen­verwaltung unb bem Gemeinbevorstanb im Gange sei. Ein-

Kie Braunkohle in der Wetterau.

Ter große Kohlenreicktum in ber mittleren Wetterau ist bisher noch nicht in bem Maße nutzbar gemacht worben, wie es bie mancherlei Vorzüge der Braunkohlenfeuerung vor anderen Brennmaterialien rechtfertigen.

Nicht zum wenigsten war dies dem Umstande zuzu- schreiben, daß die Eisenbahn weitab von den Gruben lag; insolgedesfen kamen 6te Vorteile im allgemeinen nur der näheren Umaebung zustatten, deren Bewohner imstande waren, die Produktionsstellen noch mit ihren Fuhrwerken zu erreichen; immerhin wurden bie Produkte bis zu Ent­fernungen von 35 Kilometern per Achse abgeholt, ein Beweis, baß ihre Wertschätzung keine geringe war.

Tie bisherige Art ber .Herstellung der Preßsteine, um die es sich hier handelt, ließ für den Produzenten viel zu wünschen übrig, denn er war auf die von der Mtternng abhängige natürliche Trocknung unter Schutzdächern oder auch ganz int Freien angewiesen.

Ter Betrieb mußte also in der Weise geteilt werden, baß bie Förderung ber Kohle int Winter unb bie Her­stellung ber Preßsteine im Sommer geschah; wurde mit der letzteren zu zeitig im Frühfahr begonnen, ober würbe sie bis svät in ben Herbst fortgesetzt, so kam es vor, daß Hunberttausenbe von noef nicht ganz trockenen Steinen durchs verspätet ober verfrüht eintretenben Frost zerstört wurden; war der Sommer regnerisch, fo dauerte die zur Trocknung erforderliche Zeit statt drei bis vier Wochen erheblich länaer, und die Gesamtproduktion wurde sehr vermindert, sodaß häufig schon Mitte Januar der ganze Bestand ausverkanft war, und später kommende Käufer unverrichteter Sache heimkehren unb zu teuren Brenn­materialien greifen mußten.

Auch sonst wurden buren schnellen Wechsel von Regen und Sonnenschein große Menaen von Preßsteinen bröckelig unb für ben Verkauf unbrauchbar.

Jetzt ist das anders geworden.

Ter weitaus größte Teil ber Kohlenablagerungen in ber Wetterau ill Großherzogliches Landeseigentum und dem seinerzeit gefaßten Beschlüsse der zweiten Ständekammer folgend, bat bie Großberzogliche Staatsregierung ein mo- bemeS Werk entstehen lassen, welches den oben anaedenteten Erschwernissen und Uebelständen nicht unterworfen ist.

Tas gegenwärtig zum Abbau in Angriff genommene Grub en selb liegt in ber Gemarkung Melbach.

Tie Preß stein fabrik liegt unmittelbar am Bahnhofe in Wölfersheim an ber Strecke FriedbergHungen und ist mit Anschlußgleisen versehen, welche bis in ben Lager­schuppen hinein geführt sind.

Ter Förderschacht ist mit ber Fabrik durch eine 1800 Meter lange Lnft-Trahtseilbabn verbunden, auf welcher die Kohle durch die mit einer Oleschwindigkeit von 2.5 Meter pro Sekunde laufenden Förderwagen transportiert wird.

Tie grubenfeuchte Kohle, welche ca. 60 Prozent Wasser enthält, wird durch ein Stachelwalzwerk zerkleinert, sodann gesiebt und unter Zusatz von Wasser in einem Mischapparat zu einer plastischen Masse verarbeitet; hierauf geht letztere nochmals durch ein Walzwerk mit glatten Manen behufs weiterer Zerkleinerung und Erzeugung eines möglichst homo­genen Gemenges unb gelangt nun in bie Schneckenpresse, welche aus bem Kohlenbrei mit einem Kraftaufwand von 60 bis 70 Pferdestärken einen rechteckigen Körper formt, ber burch einen von Hand betätigten mit Stahldrähten bespannten Apparat in Stücke von Backsteingröße zer­schnitten wird.

Die nassen Steine, welche ein Gewicht von 2 Klg. haben, werden auf Wagen gesetzt und in die Trockenkammern ein- gefahren, welche am Tage durch den dlbdampf ber Be­triebsdampfmaschinen unb während der Nacht mit frischem Kesseldamvf geheizt werden.

Die Trockenzeit dauert vier Tage, und die getrockneten Steine haben nur noch ein Gewicht von 1 Klg.; sodaß also bei einer Tr»ckenpr0duktion von 60 000 Stück, für welihe die Anlage eingerichtet ist, die ansehnliche Menge von 60 Kubikmeter Wasser in 24 Stunden zu verdampfen ist.

Mit dieser künstlichen Trocknung ist eine fast voll­ständige Unabhängigkeit von der Witterung erreicht, und die Produktion geht gleichmäßig bas ganze Jahr hinburch, unbeeinflußt burch Frost ober Hitze, Regen ober Sonnen­schein.

Ter ganze Trockenprozeß vollzieht sich auf einer Grund­fläche von ca. 2100 Qm., während bei natürlicher Trocknung für bie Trockenschuvpen nebst ben für ben Luftdurchzug und den Verkehr erforderlichen Zwischenräumen eine Fläche von ca. 42000 Qm. erforderlich fein würde.

Heber die Vorteile ber Braunkohlen-Preßsteinfeuerung und über die Verwendbarkeit derselben mögen folgende An­gaben dienen:

Tauerbrandöfen nach amerikanischem Svstem mit ihren Klappen, Schiebern und sonstigen Stellvorrichtungen zwi­schen dem Feuer und dem Schornstein eignen sich für Preß- fteinfeuerung nicht. Dagegen sind alle anderen Arten von Oefen für Preßsteinbrand brauchbar und besonders die­jenigen, welche gut luftdicht verschließbare Heiz- und Aschenfalltüren haben; diese sind zur Regulierung des Feuers vollständig ausreichend.

Klavpen ober Schieber vor ber Ausmünbung bes Ofens in das Abzugsrohr ober ben Schornstein werben am besten nicht benutzt. Bei ben luftdicht verschließbaren Oefen kommt ber wesentlichste Vorzug ber Braunkohle, bas lange an» haltende Nachglühen besonders zum Vorschein, unb diese Eigenschaft ist es, bie einen sparsamen Verbrauch ermög­licht. Tie Türen sinb jeboch erst bann zu schließen, wenn die Preßsteine tu voller Glut stehen.

Aber auch ohne solche Mnrichtung des Ofens kann man eine ähnliche Wirkung erzielen, wenn man burch An­sammlung Der Asche ben Luftzutritt durch ben Rost be­schränkt.

Tas Schüren im Feuer, wie es bei ber gewöhnlichen Steinkohle nötig ist, ist bei ben Preßsteinen überflüssig, sogar schädlich unb muß bah er unterbleiben.

Ein Bogen Zeitungspapler unb ein paar Haube voll kleiner Preßsteinbrocken genügen, um in kürzester Zeit ein lebhaftes Feuer zu erzielen.

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stellten.

ylbg. Reinhart empfiehlt die Annahme des Antrags Korell. Die weiteren Ausführungen des Redners bleiben auf der Journalistentribüne unverständlich

Abg. Häusel wünscht mehr Berücksichtigung ber Ge­meinbe Erbach Mg. Horn hat einige Wünsche für Seligen­stadt, Mg. Wolf bemerkt, bie Wasserverhältnisse in vielen rheinhessischen Gemeinden seien geradezu erbärmlich Ab- . Hilfe dringend erforderlich

Die Versammlung bewilligt die geforderte Summe mit dem Antrag Diehl.

Für Regulierung von Bächen und nicht schiff­baren Flüssen re. werden 6350 Mk. verlangt.

I Abg. Haas und Genossen stellen hier ben Antrag, die Negierung zu ersuchn, bie Lösung der Frage bezüglich ter Entwässerung des Rieb wieder aufzunehmen und auf Orunb ber vorhanbenen Pläne durchzuführen. Dieser An­trag wirb mit bem Kapitel angenommen.

Ohne Debatte würben zur Bekämpfung ber Reb- lausgefahr 25 000 Mk., zur Hebung bes Klein- pinzerstanbes in Hessen 2500 Mk. unb zur Förberung ks O b st - n n d Gemüsebaues 11840 Mk. bewilligt.

Bei Titel: Förberung ber Tierzucht sinb in Annahme für bas Lanbesgestüt 32 420 Mk. eingestellt, in Ausgabe 49145 Mk., für sachliche Ausgaben 60075 Mk. utii für Remontierungskosten 50 000 Mk.

Abg. Schmalbach wünscht bie Errichtung einer neuen öejslütsstation in Nieder-Moos (Oberhessen).

Abg. Brauer regt eine Abänderung ber jetzigen Satze ür Deckgelber an unb verlangt namentlich auch bie Ab- tciffung ber Trinkgelder für die Gestütsbeamten. Man otHe denselben lieber von ber Regierung eine Entschädig- ung bafür bewilligen.

Ministerialrat Braun führt aus, baß bie Deckgelber- stage erst im Jahre 1902 neu geregelt würbe. Wenn man berat Verlangen bes Vorrebners folgte, würbe ein erheb- Ich er Ausfall ber Einnahmen eintreten. Daß ein Gestüt durchaus in ber (Stabt liegen solle, sei nicht erforderlich. Es hüne erwünscht, wenn vielleicht eine Gemeinbe sich frei- teiHig zur Uebernahme bes Gestüts bereit erklärte.

Abg. Korell meint, man müsse boch barauf beb acht [fim, bas Gestüt möglichst in bie Nähe des Zuchtgebietes tu liegen. Sehr notwendig sei die Bildung von Pferoezucht- Vemossenschaften.

Abg. Dr. Heidenreich bemerkt, eine baldige Er- ftbiigung im Sinne des Antrags Brauer sei im Interesse ber Lamd wirt schäft sehr erwünscht.

Das Haus genehmigt barauf bie erwähnten Titel, ebenso (ür sonstige Förberung ber Pferbezucht bie geforderten Be­träge von 11000, 1300 unb 8000 Mk.

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