Ausgabe 
2.2.1904 Zweites Blatt
 
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Mahl ün Jahre 1903 erhalten hat, denn mir dieses Zahlen- veryältnis gibt darüber Auskunft, ob zurzeit die Volls- stimmung für oder gegen die Partei ist, vergangene Zeiten interessieren nicht hierbei, höchstens kann man noch das Jahr heranzieheu, in welcl)em die Partei im deutschen Reichs­tage überhaupt in Erscheinung getreten ist, um zu sehen, ob die Partei bei den letzten Wahlen gegenüber ihrem erstmaligen Auftreten vorwärts gekommen ist oder nicht.

Und wie steht es da mit der nationalliberalen Partei? Sie erhielt 1871: 1171000 Stimmen,

1898 : 984 000

1903: 1264 000

Tie Partei hat also bei den letzten Reichstagswahlen 93000 Stimmen mehr erhalten, als 1871 und 280000 Stimmen mehr als 1898.

Mit dem Zusammenbruch können die Nationalliberalen zufrieden sein.

Wie steht es aber mit den antisemitischen Stimmen?

Tie Antisemiten erhielten 1898 : 284 000 Stimmen, 1903 nur 255 000 Stimmen (selbst wenn man ihre Stimmen der Christlich-sozialen zurechnet, wofür diese sich aber wahr­scheinlich bedanken werden), sie nahmen also um 29 000 Stimmen ab und erhielten insgesamt nicht soviel Stimmen, als allein der Stimmenzuwachs der Nationalliberalen gegen 1898 beträgt.

Ter ZeUcnschreiber in derVolksmacht" ruft prophetisch aus:

Tie große Partei der Zukunft wird kommen, muß kommen, sie wird sich zusammensetzen aus denen, die den Wert des deutschen Bauern- und Mittelstandes begreifen und den notwendigen Kampf gegen jüdische Uebermacht und Niedertracht ver­stehen, es wird die Partei der deutschen Arbeit sein!"

Ter Mann will also eine neue Partei gründen; ihm gefällt offenbar seine eigene Partei nicht mehr; das ist nicht schön von dem Herrn, wenn man cs ihm auch eigent­lich nicht übel nehmen kann.

Nun sehen wir uns die Tinge einmal ruhig an. Gibt es nicht in den alten Parteien Leute genug, die ein warmes Herz für unseren Mittelstand haben, sollten nicht, um bei dem Nächstliegenden zu bleiben, gerade die hessischen Abgeordneten der vielgeschmähten nationalliberalen Partei da in erster Linie zu nennen sein? Glauben Sie z. B. Äicht, daß unsere naiontalliberalcn Abgeordneten Graf Oriola, Frhr. v. Heyl, Haas (der Präsident der deutschen landwirtschaftlichen Genossenschaften), deren parlamentarische Tätigleit Sie doch aus Jahre hinaus ver­folgen können, den Wert des deutschen Bauern- und Mittel­standes begreifen, wissen Sie nicht, daß diese Männer stets eingetreteu sind für den Schutz der deutschen Arbeit in Stadt und Land?

Wissen Sie nicht, daß die Interpellation über die obligatorische Alters- und Invaliditäts- Versicherung der selbständigen Handwerker, über die kürzlich im Reichstage verhandelt wurde, eine Interpellation der Nationalliberalen war, und haben Sie nicht die schlichten und warmen Worte gelesen, mit welchen der Hospitant der Nationalliberalen, der Abg. Tr. Becker- Offenbach, die Interpellation begründete?

Tie alten Parteien haben noch Lebenskraft und tüchtige Stimmen genug, lassen Sie die Hand von Mugründungen, das Schicksal von Naumann schreckt ab.

Noch eine kurze Bemerkung! Ter Volkswächter be­hauptet noch gegen Schluß seines Artikels, unter den Anti­semiten bestünde keine sachliche Tisjerenz in grundlegenden Fragen.

sJiun, die Behauptung spricht Bände. Tenn wenn die Antisemiten wirklich sachlich einig sind, so beweist doch die Tatsache, daß sie es trotzdem niemals in einer Fraktion miteinander ausgehalten ljabcn, daß die Anti­semiten nicht einmal die Disziplin besitzen, ihre persön­lichen Tisferenzen gegenüber dem Interesse der Partei zurückzustellen.

Wie urteilte doch der antisemitische Abg. Dr. Böckel im Tezember 1901 über seineFraktion" ?:Keinergönne dem Anderen einen Brocken, es s ei zum mut­loswerden. Jeder einzelne wolle ein Herrscher sein ohne Untertanen. Vieler dieser auusernilftcheu Reichs­tagsabgeordneten seien überhaupt keine wahryasten Poli­tiker. Was ein paar vernünslige Leute gut machten, werde alsbald von einem Paar anderen wieder verdorben. Was jetzt an Mißgriffen und Zwistigkeiten in derPartei" ge­leistet werde, übertreffe alles bisher Tagewesene.

Tarum, Herr Artcrelschrelber, macht das stolze Schluß­wort in Ihrem Aufsatz, das oa lautet:Wir reiten"! keinen Eindruck. Mögen die Antisemiten ihre lahme Ziosinante weiter reiten, wir haben nichts dagegen.

Wir marschieren und wir wollen sehen, wer weiter kommt!

Aus Ktadl uni» &iiü>.

Gießen, den 2. Februar 1904.

Gießener Volksbad. Im Januar wurden 7421 Bäder verabreicht gegen 6737 im Dezember 1903 und 7418 im Januar 1903 oder im Durchschnitt auf den ganzen Badetag 270 Bäder gegen 250 im Dezember und 270 im Januar 1903. Der Besuch im einzelnen hat sich wie folgt verteilt:

Schwimmbad 4107 Männer, darunter 726 zu 10 Pfg

499 Frauen, 73 , 10 ,

Wannenbäder 1. Klasse 226 Männer, 52 Frauen, , 2. 602 , 373 ,

Dampf- und Heißluftbäder, sowie Massage zusammen 142 Männer und 19 Frauen, Brausebäder 1246 Männer und 155 Frauen. Die Personenwage wurde von 200 Per­sonen benutzt, das Bad von 4 Personen besichtigt.

* Theaterverein. Für die beiden ersten Zugabe- Vorstellungen (7. 8. 9.) hat der Vorstand ausgewählt H a l b e' s Der Strom" und Bloem'sEs werde Recht". Beides sind bedeutende Novitäten. Als Gäste sind Herr Diegelmann-Frankfurt und Herr Loehr-Darmstadt in Aussicht genommen.

** Konzert-Verein. Ein Beethoven-Abend wird am Sonntag den 7. Februar im Klubgebäude statt- finden. Wie aus dem Inseratenteil ersichtcul) ist, steht uns für den vorliegenden Sonntag ein erhebender Kunst­genuß bevor. Der Verein begeht sein 5. Konzert durch einen Beethoven-Abend. Ei.ne kleme, aber herrliche Auslese der orchestralen uno injtr^m^n.«lm Kvmpo,ckwnm dieses großen Meisters enthält das Programm. Tas Kon­zert wird durch die seltener gehörte 2. Leonoren- Ouverture eingeleitet, welche bei der Erstaufführung des Fidelio's am 20. November 1805 gespielt wurde. Beethoven hat zu seiner Oper 3 Leonoren-Ouverluren ge­

schrieben, die erste in C op. 138 (Opus posth.) ist weniger bekannt, dagegen sind die dritte und die, als vierte zu bezeichnende, Fioelio-Ouverture (E-dur) die Or- chester-Tinleitungen, die bei der Aufführung der Oper ver­wendet werden und zwar in den meisten Fällen die Ouvertüre 9tr. 3 als Einleitung des 3. Aktes. Weshalb nun Nr. 2 mehr im Konzertsaal gespielt wird, als bei der Opernausführung, ist uns nicht ganz verständlich, gerade diese Ouvertüre leitet am breitesten und ausführlichsten die Oper ein, was wohl jeder empfunden hat, der diese prachtvolle Tonschöpfung am Klavier, fei es mit, sei es ohne Partner, kennen gelernt hat. Dieser Ouvertüre folgt dann Beethovens gewaltige Schöpfung diePafto- ralsymphonie" (die 6. op. 68). Hier zu erklären oder zu erläutern wäre wohl nicht am Platze, Beethoven hat selbst durch die Benennung der Teile,Erwachen hei- terer Empfindungen bei der Ankunft auf bem Lande, Szene am Bach, Gewitter und Sturm usw." das, was er ausdrücken will, gesagt. Nicht uner­wähnt wollen wir lassen, daß hierbei Beethoven, als Ver­treter der absoluten Musik, das Gebiet der Programmmusik betritt, lieber die noch darzubictenden Jnstrumentalsoli behalten wir uns eine kurze Erläuterung vor.

*" Kaiserpanorama. Als im vergangenen Frühjahr Kaiser Wilhelm sich zu seiner dritten Romfahrt rüstete, reiste der Begründer vom Kaiserpanorama in Berlin in die ewige Stadt ab, um während des bedeutsamen Kaiserbesuches die Hauptmomente zu photographieren. Sein Vorhaben glückte ihm besser, als er selbst hoffte. Er brachte eine ganze Reihe vortrefflicher Bilder in seinen Besitz, z. B.Der Kaiser im Gespräche mit dem Könige von Italien an der deutschen Bot­schaft, auf dem Paradefelde und auf dem Forum". Aber auch der Besuch Kaiser Wilhelms und des Kronprinzen im Vatikan wurde im Bilde festgehalten. Auch gestattete Papst Leo eine Aufnahme im Thronsaale eigens für das Kaiser­panorama. Es war die letzte Aufnahme de§ heiligen Vaters. Die vorletzte Aufnahme lag 14 Jahre zurück. Eben dadurch hat das Bild ein außerordentliches Interesse. Dem dies­wöchigen Zyklus sind außerdem noch zahlreiche Aufnahmen aus den Privatgemächern des Vatikans beigefügt, die bisher noch kein Photograph betreten durfte. Man muß dem Leiter des hiesigen Panoramas Dank dafür wiffen, daß er sich diese hochinteressante Serie zu verschaffen wußte. Zweifellos wird er durch einen starken Besuch belohnt werden.

(?) Rod heim, 1. Febr. Gestern tagte die Monats- Versammlung des Turnvereins Rodheim. Es wurde zunächst die Rechnung pro 1903 abgelegt, die durch die Weihnachtsfeier einen erfreulichen Ueberschuß zu verzeichnen hatte. Sodann wurde mit der Zusammenstellung der Mit- glieberlifte für 1904 begonnen. Der Verein zählt 110 Mit­glieder.

A. Nidda, 1. Febr. In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurde hier im Hause des Metzgers Wilhelm Preusch ein Einbruch verübt. Der Einbrecher, welcher eine Scheibe des Fensterflügels herausschnitt, gelangte durch das hiernach geöffnete Fenster in das Wirtszimmer, wo er die Kaffe im Buffet aufzwängte und sich den Inhalt aneignete. Außerdem hieß er einen zufällig im Wirtszimmer aufbeivahrten Spar­pfennig eines Weihnachtssparvereins mitgehen. Dem Dieb sind etwa 150 8)ck. in die Hände gefallen.

§ BermutSHain, 31. Jan. Infolge Ausscheidens zweier Mitglieder aus dem Gemeinderate war dieser Tage eine Ersatzwahl notwendig. DieBurenpartei" trug auch diesmal, wie vor zwei Jahren bei der Bürger­meisterwahl den Sieg davon. Gewählt wurden der Gast­wirt Jakob Hornung und Maurermeister Jakob Lind. DieEngländer" hatten ebenfalls zwei Gegenkandidaten auf- gestellt.

-f- Hartmannshain, 31. Jan. Die in voriger Woche abgehaltene Brenn- und Nutzholzversteige­rung ergab einen schönen Erlös. Das Fichtenstammholz kam durchschnittlich auf 2023 Mark pro Festmeter.

§ Schotten, 1. Febr. Gestern abend beging der hiesige Kriegerverein den Geburtstag des Kaisers in der Turnhalle, welche bis auf den letzten Platz besetzt war. Verschiedene Theaterstücke wurden tadellos gespielt, ebenso fanden die Chöre der Gesangsabteilung des Vereins vollen Beifall. Zur Verschönerung des Festes trug die Kapelle des 6. Thüring. Ulanen-Regiments aus Hanau wesent­lich bei.

(o) Lauterbach, 1. Febr. Die Durchführung der Organisation der Nationalliberalen im Wahlkreise Msfeld-Lauterbachi-Schvtten ist kräftig in Angr iff genommen worden.

(l) Alsfeld, 1. Febr. lieber die schon gemeldete Ver­sammlung des landw. Bezirksvereins Alsfew zur Gründ­ung einer Kornhausgenoffenschaft in Alsfeld wird uns noch geschrieben, daß das Statut beraten und sofort von gegen 60 Landwirten unterzeichnet wurde. Auf diese dürfen ca. 200 Geschäftsanteile entfallen. Die Wahl des Vorstandes ergab: Gutspächter Oehlsen-Dotzelrod, Di­rektor, Gustav Korell-Leusel, Stellvertreter und Eduard Lutz-Elbenrod. In den Aufsichtsrat wurden gewählt: Enge- land - Altenburg, Pfannstiel - Angenrod, Bürgermeister Korell-Schwabenrod, Schröder-Elbenrod, P. H. Korell- Eudors, K. Simon-Zell. "Nachdem die Eintragung der neuen Genossenschaft in das Genossenschastsregister voll­zogen ist, soll sofort mit den Vorarbeiten, der Aufstellung der Pläne usw. begonnen und diese so beschleunigt wer­den, daß die Genossenschaft im Herbst d. I. den Betrieb er- öffnen kann.

Vermischte».

Berlin, 1. Febr. Heute nachmittag kam es auf der Krankenstation für Weiber im städtischen Obdachlosen- heim zu einer Revolte. Acht Fenster im ersten Stockwerk wurden zertrümmert, Kämme und andere Utensilien flogen auf die Straße. Die Attentäterinnen wurden einftroeUen in den Arrest abgeführt.

* Essen a. d. Ruhr, l.Febr. Auf der der Bergwerks­gesellschaft Hibemia gehörigen ZecheWilhelmine Victoria" geriet eine größere Anzahl wegen Absatzmangcls aufgestapelte Waggons Kohlen in Brand. Es sind umfangreiche Lösch- arbciten zur Rettung der gefährdeten Gebäulichkeiten tm Gange.

* Straßburg i.E., 1. Febr. In Kronenburg bei Straßburg ersch sich nach einem vorhergegangenen Streit mit seinem Lehrer der 17jährige Sohn des Landesausschuß- Mitgliedes v. Schlumberger.

'Pans, 1. Febr. Im Morvan-Departement bei

Autnn sollen radiumhaltige Uranerzlager von ziemlicher Mächtigkeit entdeckt worden sein.

"Wieder ein Duell!! Wie nachträglich bekannt wird, hat an Kaisers Geburtstag im Brandenburger Walde zwffchen einem Offizier vom 3. Feldartillerie-Regi­ment und einem Herrn aus Berlin, der früher bei dem Regiment als Einjähriger gedient hat, ein Pistolen- duell siattgcfunden. Es erfolgte einmaliger Kugelwechsel, bei dem niemand verletzt wurde. DemBerl. Tagebl/ zufolge liegt die Veranlaffung zu dem Zweikampf in Vor. kommnissen während dec Dienstzeit des früheren Einjährigen.

"Bestätigung eines Todesurteils. In Wil. helmshaven ist die Bestätigung des über den Matrosen Kohler gefällten Todesurteils eingetroffen. Die Hinrichtung wird in den nächsten Tagen stattfinden, voraussichtlich in Aurich. Kohler hatte bekanntlich einen Unteroffizier auf dem im Piräus liegenden StationsschiffLoreley" ermorbet

Kunst und Zör^eu schuft.

Aus Weimar wird geschrieben: Der Plan eines Ron* sortiums, hier ein neues T h e a t e r zu errichten, in dem wäh- reiid der Hostheaterserien gespielt werden sott, scheint sich seiner Erfüllung zu nähern. Frl. L u i f e ® u m o n t (Berlin) Kollege Herr Lindemann, der Unternehmer der Thealergeselljchaft, die hier BojersTheodoras zur Aunührnng brachte, und Prof. van der Velde, der Baumeister des Hauses, stehen an der Spitze des Un­ternehmens.

Anivelsttats^Vachllchten.

Eine Universität auf dem Wasser. Eine schwimmende amerikanische Universiläl sott, wie russische Blätter wissen wollen, tm Frühling in Europa emtreffen. Sie befindet sich auf einem großen Tanrpser und gondeltStudierens halber" in der Welt umher. Die Stubenteu verbinden das Nützliche des Studliims mit dein Angenehmen des Reisens und lerne« auf ihren Fahrten Land unb Leute kennen. Schön wäre es, wenn's wahr wäre!

Kandel uni) Derlrehr. polkswittschaft.

Berliner Börse vom 1. Februar 1904.

(Mitgeteill von der Bank für Haitdel und Industrie, Gießen.)

Wenngleich die vorliegenden Nachrichten von neuen Rüstungen der beiden feindlichen Nationen keilte Beraitlassung zu einer besseren Tendenz boten, so zeigte doch die heutige Börse eine bemerkens­werte Festigkeit, die auf Pariser Meldungen zurückgenihrt wurde, welche von einer besseren Stimmung in den französischen Re­gierungskreisen wissen wollten. Bei dem enormen Interesse, welches dieser Platz an den russischen Werte« hat, wäre eigentlich anzu- nebinen, daß man an der Seine von den russischen Intentionen genau unterrichtet ist unb es steht zu hoffen, daß man in Peters­burg ben französischen Inspirationen, die sicherlich zur Nachgiebig­keit mahnen, Gehör schenkt. Infolge der besseren Haltuna des Pariser Platzes konnte auch der Rückgang der inneren russischen Rente an der Petersburger Börse ziemlich spurlos hier vorüber gehen unb man schließt allgemein aus einem mäßig gebesserten Niveau.

Prioat-Diskont 2/4 Prozent.

Anfangs- u. Schlußkurse.

210.40

222.75

142.75

190.62

203.62

. 210.30 . . 222.60

. . 142.75

. . 189.90

. 203.10

Tendenz: besser.

Oest. Kredit. Deutsche Bank Darmstädter Bank Bochumer Guß . Harpener Bergbau

Kleine Finanzchronik. Die Lederwerke norm. Ph. Jac. Spicharz in Offenbach Derlei!en 7 pCt. Dividende auf die Stammprioritäten gegen 5 pEt. im Vorjahr. Die General­versammlung der Bielefelder Maschinenfabrik vorm. Dürrkopp u. Co. hat die Dividende von 25pCt. wie die übrigen Punkte der Tagesordnung genehmigt und die ausscheidenden Aufsichisrats- mitglieber wieder gewählt. Die Aussichten für das lausende Ge­schäftsjahr werden als günstig bezeichnet. Eine in Berlm dieser Tage abgehaltene Versammlung des Vereins deutscher T ap e t e nf a b r if an t e«, der eine solche der Tapetenhändler vorausgegangen war, hat die Verlänger-ung der bisherigen Kon- ventik beschlossen Einen gleichen Beschluß saßten die Tapeten- Händler.

Märkte.

Gießen, 2.Febr. Marktbericht. Auf heutigem Wochenmarkt kosteten: Butter pr. Pfd. 0,901.00 Nit., Hühnereier 1 St. 78Vfg. 2 Stck. 00OO Pfg., Gänseeier00-00 Pfg., EntenererS0 Pfg., Käse pr.Stck.68 Pf., Käsematte 2 Stck. 56 Pfg., Erbsen pr. Li ter 21 Pfg., Linsen pr. Liter 32 Pfg., Tauben pr.Paar 0,80l.OOAlk., Hühner pr. St. 1,301,40 Ölt, Hähne pr. Stück 0,801,70 Alk., Eliten pr. Stück 1,702,20 SDtt., Ganse pr. Pfd. 0070 Pfg., Ochsenfleisch pr. Pfund 6878 Pfg^ Kuh- und Rindfleisch pr. Psund 6266 Pfg., Schweine­fleisch pr. Pfund 6676 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 80 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 6476 Psg., Hammelfleisch pr. Pfund 6574 Pfg., Kartoffeln pr. 100 Kgr. 5,50 -6,00 Alk., Weißkrmtt per Stück 57 Pfg., per Zentner 1.301.60 Mk., Zwiebeln pr. Rentner 4,505,00 Alk., Milch per Liter 18 Pfg., Aepfel per Zentner 20 bis 25 Mk., m Körben 0000 Pfg. Rüge 100 St. 3540Psg.

Meteorologische Deoouchrungen der Station Gießen.

Wetter

Februar 1904.

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+ 0,7

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Bed.

Trocken und leicht

Höchste Temperatur am 31. Januar bis 1. Februar + 3,1-6.

Niedrigste . , 31. , 1. , + 0,2 C._

Ausserordentlich bekömmlich