frie Str a ß e stürzten und getötet wurden. Eine solche Leiter endete 50 Fuß über dem Steinpflaster einer «Gasse. Tiefe Leiter wer voll von Frauen. Altes drängte von oben nach und stieß die untersten hinab. Nachdem so 20 Personen ihr Leben verloren hatten, brachte man Planken herbei uuh rettete ein ge wenige Personen. Tre Feuerwehr erreichte bie oberste Galerie mit Leitern vom Tache aus. Das Tl)eater war so voll Rauch, daß anfangs nichts zu erteimcu war. Als man die Tür zum Balkon erreicht hatte, rief em Feuerwehrmann zurück: „Um Gotteswillen, tretet nicht auf die Gesichter!" Traußen waren Leichenplünderer an der Arbeit, die Geldbörsen von den Toten und Ringe von den Sterbenden nahmen. Ein Tutzend solcher Leute wuroe verhaftet.
Ten „Central News" aus Chicago zufolge war die schrecklichste Szene beim Brande folgende: Eine Anzahl Personen war an ein F-enster gelangt, von dem die einzige außen angebrachte eiserne Feuerleiter hinaosührte. Tie Personen, zwanzig an der Zahl, waren in wildester Aufregung, und statt nacheinander wollten sie a..e g.eichzeirig hinabiieigen. So lam niemand hii.aö, und aüe lämpjten miteinander. Als der Kampf oben an dec Leiter im tollsten Gange war, brachen dahinter zwei große eiserne Türen auf, ein mächtiges Feuer fegte über Oie kämpfenden Mens wen und warf sie alle aas die Straße ihcoer. Nicht eine Person lam mit dem Leben davon.
Tas Jroquois-Thcater sieht von außen unverändert aus. Ueber dem Haupteingang erhebt sich noch uiibe schädigt das mächtige Jnvianerhaupt. Bis jetzt sind 690 Tote gezählt, 3UU Personen werden noch vermißt. Tie Theaterrruppe, 30u Kopf stark, und 2c 00 Zuschauer waren im Theater, von denen 1740 Sitzplätze uine hatten. Während der Panik kamen ganze Familien um. Mehrere No.ausgänge waren durch eiserne Türen geschlossen, für tiefen rechtzeitiges Oejfneu niemand sorgte. Vergeblich wurde von den Zuschauern versucht, diese Türen mit Gewalt zu öffnen. Ta vor dem Theater kein Feuermelder stand, ging viel Zeit verloren, lwvor die Feuerwehr ein- tras. Aus telephoiiisä)en Anruf eilten euoa 1UU Aerztc und 150 Zlrankentoär^er herbei Priester erlebten den Sterbenden den Segen. Köche und Kellner eines benachbarten Restaurants braclnen eine Leiter auf das Dach eines Schuppens. Ter Küchenchef sing auf der Leiter stehend nacheinander 15 aus dem Fenster herab,pringende Frauen aus. Tie Vorstellung im Theater wurde zu er- mäßigten Preisen gegeben. Hieraus erklärt sich d-ie große Zahl der Zuschauer.
Am 31. Tez. abends um 7 Ilhr wurden Angestellte des Jroqu ois-Theaters unter der Anjchuldigung der Bc.h.lst zum Totschlag verhaftet. Tacunlec befinden sich d.e Bühnenleiter, dec B^hnenziminernia'm um mehrere Kulijsenschieöer. Lprner wurden der A.fistent des Duhnenleiters Ptunket und vier Chor.änger eben,alis ver hastet. Plunket ist des Tot.chlags angckmgt. Ztvanzig weitere Verhaftungen von Mitgliedern des Chors um des Balletts stehen bevor. Zahlreiche andere Angehörige des Theaterperjanals wurden polizeilich vernommen. Aus Grund einer Pr-okmineckivn des Mapors wur^e das neue Jahr, der bisherigen Gepslogenheit entgegen, nicht mit Glockengeläute einget eitet. Ter Mayor beantragte ferner, daß morgen zum Zeichen der Trauer alle Geschäfte geschloßen bleiben.
Zn dir et ter Nachbarschaft des Jvoquois-Thealers liegt, wie in der „Frkf. Zig." zu lesen ist, das Gar r ick-Th e- ater, in dem wachend des Brandes ebenfalls gespielt wurde. Ta nun die Tirektion fürchtete, daß infolge des Feuerlärms ebenfalls eine Panik entstehen konnte, ließ sie in den Zwischenakten niemanden auS dem Theater, sondern brachte den besten Komiker vor den Vorhang, der das Publikum unterhielt, währe ub ein Häuser geviert entfernt Hunderte auf gräßliche Weise um kam en. Tie Zubörerschar blieb in Unwissenheit über die Kalastvophe, ors die Vorstellung beendet war.
In Rewyork hat das Chikagoer Unglück eine große Angst vor dem Theaterbesuch bewirkt. Las Manhattan- Theater hat bereits seine Preise herabgesetzt und man glaubt, daß andere Bühnen folgen werden.
Ter deutsche Botschafter Baron Speck von Sternburg kondolierte dem Staatsdepartement im Namen der deutschen Regierung.
Bürgermeister Lc. Lueger in Wien hat an den Bürgermeister von Chicago folgendes Telegramm gesandt: Die Stadt Wien spricht oer ^tadtvertremng von EhEago anläßlich des unheilvollen Theaterbrandes, durch ben Hunderte von Menschen zu Grunde gegangen sind, ihre wärmste Teilnahme und herzlichstes Beile io aus.
Aus Stüdt tinö AuiL.
Gießen, den 1. Januar 1903.
** Tag es-Ordnun g für die Sitzung der Stadtverordnetenverj ammlnng Montag, den 4. Januar 1004, nachrnitlags 4 Uhr. 1. Gesuch der Tculsch- Amerikanischen Petuoleurngesellfchaft um Erlaubnis zur Errichtung eines Petroleumlagers; hier: Dispens und Genehmigung zur Anlage einer Rohrleitung unter einem städtischen Wege. 2. Baugesuch des Wilhelm Seipp III. für den alten Feldweg; hier: Dispens. 3. Baugesuch des Karl Wille für den Wieseclerweg; hier: Dispens. 4. Bau- gesuch des H. W. Rinn für die Landgrafenstraße; hier: Dispens. 5. Jauchebehälter der Wilhelm Volz Witwe, Hammstraße; hier: Dispens. 6. Stauanlage des Bierbrauereibe, itzers Gg. Bchler. 7. Genehmigung von Rechnungen. 8. Vergebung von Arbeiten und Lieferungen. 9. Tie Holzversteigerungen rom 21. und 28. Dezember 1903. 10. Gewährung von Mitteln durch Großh. Brandversicherungs- kammer zur Beschaffung von Feuerlöschgeräten. 11. Die Entnahme von Kies auS der Lahn. 12. Neubau für die höhere und erweiterte MädchensaMle. 13. Errichtung eines Theater- und Saalbaues. 14. Beitrag zum germanischen Museum in 9Uirnbergi
** Tas Großh. Regierungsblatt Nr. 57 enthält: 1. Gesetz, die Gewährleistung der Verzinsung der Schuldverschreibungen der Hessischen Landes-Hypothekenbank berief,end. 2. Verordnung, die Abänderung der Dor- schriflen vom 14. Januar 1897 über die Einrichtung und den Betrieb der Apotheken des Großherzogtums. 3. Bekanntmachung, die „Josef und Friederike Feistmann-Stiftung" betretend. 4. Beianntmachung, die Ausführung des Ge.etzeS vom 8. August 1902 über die öffentlichen Sparkassen betreffend.
** Kirchliche Nachrichten. Ernannt wurde u. a. Pfarrverwaltcr Wagner zu Groß-Gerau zum P.arcvikac. Pfarrvikar Staub ach zu Arheilgen zum Psarrvsrwalter in Herchenhain, Dekanat Schotten.
** Anszeichnun g. Ein hiesiger Leser unseres Blattes schreibt uns: Von Sr. Majestät dem Kaiser ist dem ersten Offizier der dentscl-en Dampfsch.fiahr.sgescllschaft „Hassia" und Oberleutnant zur See d. R. der Kaiserl. Marine C. Sch nie hl aus Gießen für die beim Brande des mit Tynaniit beladenen Dampfers „Ockenfels" aezeigte Bravour der Role Adlerorden verliehen worden.
** In der Gemälde-Ausstellung am Brand wird kommende Woche mieber em Wechsel der G.mälde vorgenommen. Tie Aussteillung bleibt von Montag an einige Tage geschlossen. Unter den neu auszustellenden Gemälden befinoet sich auch eine Kollektion von Hans Ba 1 u j ch e k - Berlin, dessen Bilder Motive meist von den Grenzen Berlins und aus Vorstädten der Weltstadt entnommen sind und die gewiß ein besonderes Interesse beanspruchen werden.
** TerSektivnOberhessen der Gesellschaft für soziale Re sonn ist es, wie man uns mitteilt, gelungen, den bctunntcii, h.rmcragenoen Soziaip. linker Staatsminister Freiherrn v. Berlepsch, Czz, zu einem öf,e:Elicyen Vortrag im nächten ^e^b|t zu g.- Winnen.
R. B. Darmstadt, 1. Jan. Die heutigen Neujahr s e m p s ä n g e am Großh. Hose gestalteten sich durch oie gleiu^citige Gebnrts tags feier d.s Großherzogs noch festlicher als sonst; die öffentlichen G.bauoe Warrn mit Fahnen g. schmückt, das SUdntar t.ug Galaunif rm mit Feder du sch. oiüy um 8 Uhr blies die Kapelle des 113. Ins.-Regis. Reve.lle durch die Siaot, später sand nülita- rischer Gottesdienst, Pavoteausgabe uno Festmujtk'siaLt. Im Hojiheatir war als Fef.vorsteliung die erste Euf,ührung von Saint-Saens Oper „Samson und Dalila" angesetzt, der sedoch der Großl)erzog nicht beiwohnte. Bei dem herrlichen Wintersonnenschein, mit dem das neue Jahr anhub, waren die Straßen um die Mittagsstunden sehr stark belebt.
Mainz, 31. Tez. Die Stelle emes dritten besoldeten Beigeordneten, deren Schaffung durch Abänderung des Or.ss.amts beschlossen wurde, soll nun doch zur Ausschreibung kommen. Sofort nach Bekanntwerden der Ab,icht, diese Stelle zu schaffen, haben sich eine Anzahl tüchtiger Verwaltungsbeamier dazu gemeldet. Tic Ausschreibung er,olgt erst nacb Genehmigung der Aender- ung des Orisstalu.s. (M. Tgbl.)
O p p e n h e i m, 3o. Tez. ^er V o r a n s ch l a g d e r Gemeinde pro 1904/03, weicher zurzeit aufUegt, balanziert in Einnahme und Ausgabe mit 111 543,61 Mk. Tie we,ent- lichjten Ausgaben sind nackt der „M. Ztg." folgende: Kom- munalsteuern 2400 Mk., Kapitalzinsen 12 513,11 Mk., für Güter 5000 9Jit, Fleischbeschau 8t>0 Mk., Kirche und Gottes- oieiij"t 3000 Ml., Schulhäu.er und Schulen 3u00 9Ak, Kosten des Friedho,es 260 Mk., Brücken, Straßen und W^ge 450u jjlarE, Straßenbeleuchtung 3200 Mk., Feuerlöschanstalten .>30 Mk., Unterhaliung des Faselviehs lui3 9JtE, für Land- und Forstberufsgeiwssenschaft 1400 tuuf, für Hü.ss^edürf.ige 450 Mk., Beiträge zur Kretska,se 115<i Aik., Wache kosten .>00 Mk., Schutz der Weinberge uOO Mk., Br,oidungen 23 186 Mark, Tiäten 630 Mk., Bureaukosteil 9/5 Mk., Beitrag zur Realschule 9100 Mk., uneinbringliche Posten 800 Mk., Be- iriebsiapital (bue; 4500 Ml., indisponibwr Ueberschuß 686,12 Mark, r-ie,erve,onds 1491 Rik Tie außergewöhnlichen Ausgaben betragen 16 2ol,39 Mk.
Aus Rheinhessen, 1. Jan. Ter hessische D o m a- nialweinbergsbesitz hat eine Vermehrung von 17 Morgen Weinberge erfahren, indem das Finanzinniiiterium einen Teil des Panizzafchen Weingutes in Nier- |t e i n für die Domäne käuflich erworben hat. Die erworbenen Weinberge zahlen mit zu den besten Lagen von Nierstein. Ter staatliche Weinbergsbesitz erfreut sich nunmehr auf die Gemeinden Bodenheim, Nackenheim, Nierstein, Oppenheim, Dienheim, Bingen und Büdesheim in Rheinhessen und Bensheim und Heppenheim an der Bergstraße.
fe. Hanau, 1. Jan. Im 65. Lebensjahre starb Frau W i 1 h e 1 m i n e B e ck, die bekannte Wirtin vom H ot e l Adle r. Ihre Kochkunst, die sie bis zum Tode ausübte, verdankt der „Adler" gewissermaßen [einen Weltruf. Oft genug sind bie Gourmands ams Frankfurt a. M. und anderen Städten, wenn sie einmal wirtlich gut essen wollten, nach Hanau zur Adlerwirtin gepilgert.
L)ermijcL)te».
Paris, 29. Dez. Heute nachmi/.tag ist die erste ösfent- iche Probefahrt des ohne Schienen laufenden sog. Train Renard ersolgt. Ter Erfinder ist der Direktor des Militärparks in Meudon, Ober,/. Renard. Cs handelt ich bei der Erfindung von unmittelbar prak.isck)-er Bedeutung darum, das Automobil als Lokomotive auf offener Straße nutzbar zu mad)ien, daß es eine beliebige Anzahl von Lastwagen bis zu einem Gewicht von 30 Tonnen auf allen Steigungen und Windungen nach sich zieht. Zu dem Zweck hat Renard den Motor des Automobils nicht in elektrische, sondern in eine doppelte mechanische Verbindung mit den Rädern aller nachfolgenden Wagen gebracht. Aus diese Weife kann die Adhärenz aller Räder benutzt und mit einer leichten Masck)ine auch ein schwerer Zug fortbewegt werden. Die Verbindung ist zti- gleich so eiligerichtet, daß, wenn das fahrende Automobil einen Bogen beschreibt, alle anderen Wagen der gleichen Kurve automatisch folgen, als ob sie auf Schienen liefen, ohne daß sich der Zugführer darum zu bekümmern braucht. Oberst Renard hat zuerst Versuä)e im kleinen mit Puppenwagen angestellt, bann aber ein Automobil, das an der Wettfahrt Paris-Madrid beteiligt war, für seinen Zweck unrgestaltet und damit Versuche im Freien gemacht. Cs gelang ihm bereits, einen Zug von 3u Ojü Kilogramm die steile Straße von der Seine auf die Höhe von Bellevue hinanfzuschafsen. Tie Schnelligleit freilich ist weder die des Automobils noch die bcS gewöhnlichen Eisenbahnzuges. Bei der heutigen Probefahrt bestand der Zug aus dem Leitwagen und fünf Lastwagen. Er bewegte sich in der tue de la skat ton den Seine)taden entlang, fuhr über die Alexanderbrücte und den Eintrack-tSplatz durch die Champs Elyiees bis zur Wölbung dis Präsidenten der Republik. Im Hofe des ElyseeS begrüßte Herr Soubet Renard und seinen Bruder und begluawunschte sie zu ihrem Erfolge. Ter Zug fuhr wegen der zahlreichen Zuschauer, die daS Schauspiel hcrdeigelockt hatte, nur sehr langsam, aber nut bemerkenswerter Sicherheit. Ter Erfinder h^-fft, «uf offe- nerLandftraßebiszul8K m. inderStunde zurücklegen zu können, und glaubt, daß seine neuartige Koppelung und toeiuegungäÜbertragung nicht nur für Gegenden ohne Eisenbahnen, sondern wegen der Billigkeit für den Frachtverkehr überhaupt von Bedeutung werden kann.
* Tie Kaiserin und die kaiserlichen Kinder auf der CiSbahn. Auf dem L<ornsted.er See bei Berlin vcrgimglen ]iu) am Die ns Arg die Kinoer unseres Kaiserpaares mit dem Eislauf. Ge^en Mittag traf dort Prinzej,in Viktoria Lui,e em, un blauen Cis.auf ko st üm, die
Schlittschuhe in der Hand, mit ihrer Gesellschafterin. Ihr folgte bald in Matrojenk.eidung Prinz Joachim mit seinem Erzieher. Tie kaiserlichen Kinder tummelten sich nun tapfer auf dem Eise, spielten Haschen, machten Versuche mit dem Rückwär.slaufen, die auch bisweilen zum Fall führten, wobei Prinz Joachim sein Schwesterchen stets wieder ausrichlele, und beide halten bald die frischesten „Eisgesichter". Ji.zw.schen hatte der scharfe Nordost etivas nachgel-.s en. Ta — plötzlich — ein F-.etwenruf ter kleinen Prinzessrn: „Alutti 1" Ganz unvermutet war die Kaiserin mit teil Prinzen Oskar und August Wilhelm, h n.er den Hofgedänden des Krongutes he.vortretend, aus der Eis- baijii erschienen, und flugs stürmten ihr die beiden Jüngsten in die Arme und lüß.en s e ordentlich ab. Nun entwickelte sich alsba.d in a..ee ü.atürlichieit ein lie^l.ches Bild heiz- licr)cn Familie.ilcbens un.cre K iserfan.i ie. D.e größeren Brüder zo^en und ,ch- bc.i die Pr.nze^.n über die g.itzernde Cisslache, und die K.e.nen z.i .ea d.r <iut.er ih c neuesten yurijajritte im' E . .auf. Fr^uo:, rahlcnd r< h..n di-, Augen oer Kaiserin aus der mun.ercn Kurner,.. ar. Als die hohe Frau jidj dem ü[er rn.chr.e, um den bNiüweg nach dem Neuen Palais ai.zncrcien, drüng.e sich d.e a.if d^m See vergammelte Jugc.ü) PoiLdams rn iijie Rahe. Besorgt, dag das noch nicht allzu starte uid an caier Siel.e zu ,e.,r betauet wu.de, rtC[ die K^.s.'nn den f..u.iu er.egten mindern zu: „Kinder, buie l. euch, sonst bin.ji oas e..s." <.n diesem Augenbicck barst oas c.y an t'iiur otclie, vt>iie i/ajj i.g.nviucKijc v.ej. 1}. iv.itci L a..s ir.vu.,v. ^r,ch.eckt Fog aoer die Kmoer,ü>ur m aue ^ino.o..,tungi.n. — -rie beiöLii jung,.en ia.,crliu).n Kinder um.j.en )\uj mit der Hosoame beim Cis.p^rt noch weiter vergnüg.n, dis die LLjr vom Bornstedter Kirchturm Haid erns jchmg. Ta erhob der am User weilende Offizier seine Huno, und Prinz Joachim eine nach der Bank, um seine Schlittschuhe adzulegen. Tie Prinzesj.n verweilte noa) ein Vwr- telslundchen lunger mit ihrer Erzieherin au, dem Ei,e.
* Eine Frau mit zwei Ehemännern. Eine „Eheirrung", die sich in Pvpelken tu Ostpreußen ereignet hat, wird Demnächst die Gerichte beschäftigen. Es hanoelt sich um die mit einem Arbeiter verheiratete „Schweine- lutterin" Lehmann, die bereit» einen Ehemann besag, sich aber trotzdem noch dem Knecht August Medinnus an.rauen ließ. Tie Lehmann war vor fünf ^aijten in Popetten a.i- gezogen und hat..e sich bei einem Guisbescher vermietet. Im Sommer 1002 meldete sie auf dem Standesamt zu <staisgirien den Tod ihres Mannes an, während letzterer gerade eine Gefängnisstrase verbüßte, iüach em.gen Wochen besorgte sie sich Ci; -ii Heiratskonsens, sodaß baid in Popelten die standesamtliche Trauung mit August Meduuius erfolgen konnte. Der mittlerweile aus dem Gefängnis ent» 1 ajfeue Lehmaiin hat die Sache zur Anzeige gebracht.
Landwirtlchiist.
[] Marb nrg, t. Fan. Gesler» muiag tagte hier unter bem Vorsitze des Lanbrals o 9lcgeletu die G e n e r a 1 o e r j a m in l u n g der H e r b b n ch - G e s eN j ch a j t des Kreises Winrbuig zur Züchtung des Vogelsberger Rindes. Man beschloß die Ausflellungen der Deiüichen Läiidivirijchaüs-Gejelljchan tn Tanzig und München mchl zu beichicken, dagegen im h i e | i g e n Kreise in ehrere Viehschauen in ll Prainiie r u n g e n zu veranstalten. Tie Herdbuch - Gejeüjchail des Kreises Biedentopt wird die '21 neue U u n g in 'M ü n ch e n un Jahre 1905 mit einer Holleltion V ogelsberger Höhenvieh beschicken.
Zliiidel unö ynkdjr. yiiUuiiviilfdjufL
Mühlheim a. d. Ruhr, öl. Tez. 'uuch heute war ous Geschält am K o h l e n t u x e n in a r k t ziemlich fülle. Hamburg unb Franziska konnten auf die Perielnon des.Kaufes seitens der Gelsen- lirchcner 6)eieU|cliaii im Kurse weiter anziehen unb bleiben gegicht. Ebenso besteht iiir schweie Werte, wie König 9'udivig, Rumt Cenis, Torstzeld, Königin Cujabeih uno Graf Lchiverm gute 9iad)nage. Ferner Freie Vogel zu dem gewichenen Preis mehrfach getarnt. — Das Geschein aui dem K a l i k u x e n m a r k t liegt heute sehr stiltz Cs wuiden Gejchä le getätigt m Kaiseroda, Adolisglück unb Albrechishall, sonstige Werte unverändert. — Auch m Crzlnxen ist das Geschäft augerst träge. Wildberg, Callerstollen, 6)lüdauf b. Lteviges und Kuhletiberger Zug zu letzten Kursen im Verkehr.
Markte.
Gießen, 2. Jan. Ma rk tbe rid;t. Auf heiitigem^Wochemnarkt kosteten: Vuller pr. Psd. 0,90—1.00 Alk., Hühnereier 1 3t. 8—10 'big. 2 Ltck. 00—00 Psg., GänseeierOO—00 Pig., EntenelsrS—0 Pfg., Käse vr.Ltck. 6—8 Pf., Kasematte2Ltck. 5—6Psg., Erbsen pr.biter 21 Psg., Xlinjen pr. Liter 32 Pfg., Tauben pr.Paar 0,80—1,00'Mk., Hühner pr. St. 1,30—1,40 Alk., Hähne pr. Stück 0,80—1,70 Mk., Enten pr. Stück 1,70—2,20 Alk., Gänse pr. Psd. 68—70 Pfg., Lchjeiistciich pr. Pnmd 68—78 Pig., Kuh- und 'Rindfleisch pr. Pfund 62—6V Pfg., Schwetne- sleisd) pr. Pfund 66—76 Pfg., Schiveinesleisd), gesalzen, pr. Pjtmb 80 Pfg., Kalbsleisd) pr. Psd. 70—76 Psg., pammeliletsch pr. Pjund 65—74 Pfg., Kartofseln pr. 100 Kgr. 5,50—6,Ou Mk., Weißkraut per Stück 5—7 Pfg., per Zentner 1.3u—1.60 Mk.. Zwiebeln pr. Zeittner 4,50—5,00 'Hit, Aülch per biter 18 Ptg., Acpsel per Zeitlner 16 bis 20 'Mk., in Korben 00—00 Big. Nüsse 100 St. 35—40Psg.
^riftimllrn Der Arüaklilin.
(Anonyme Anfragen bleiben nnberülksichtigt.)
A. E. Ihr Eüigesandt ist umuejentlid) unö seine polemische Form nid)t druckreif.
Pflege Deine Haut!
Tas ist die Hauptsache für jeden Rtenschen Winter wie Sommer, unb besonbers in ber jetzigen rauhen JahreszeitI Wie viele leiden unter dem Aufsprliigen der Hanl so emicglid), unö teilt 'Mittel hilft dagegen. Rian muß nur öle richtige Quell« kennen unö sich nicht Öurch marktjd)reierische Anpreisungen verlocken lassen, bas erste Beste zu kaufen.
Dr. Grafs Byroün und Byrolin-Seise, überall bekannt, uon ben eruen ärzilid)en AiNornaten empfohlen, finb das Beste für die Hant! Wer bie vorzüglichen Wirkungen ber LyroUn-Praparale nod) nicht kennt, verlange sie sofort in uen euischläglgen Geschäfteii; fmb sie dort nicht zu haben, liefert sie bie Fabrik Dr. Graf u. Eom, Berlin 0. 112, bireft.
Tr. Grafs Lyrolm-Leife m l)od)elcganier Packung ist eine 3ierbe für jeben Geburtstags- unb Weihnachtstisch. - 86
Rheinisches Technikum Bingen
für Maschinenbau und Elektrotechnik. 89
A Frauen seid gewarnt!
fggl Die ächten Herkalea• Spiralfeder■ Cerncts träger alle entsprechenden Stempel oder Etiquette Alle anderen weise man, weil minderwertig, zurück.___________ b7
Wnrnuug vor Fälschung;
1Q Milieu noch Pulverlorm noch mit Kakao ■
Bn uUvl gem’ycht, sondern
Miii] I« in Flaschen mit eingeprägtem Namenist^1*
B u Haemaiogen eonu m ■


