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Darmstädter Bank Bochumer Guß . Harpener Bergbau
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August September 1904.
Habt nur Geduld, es muß sich alles doch zum Gluten wenden/ Die Bahnverwaltung hat später den Regenschirm mit
Kirchliche Nachrichten.
Israelitische Religionsgeseklschaft.
chottesdieust.
SamStag, d e n 3. Septemb er 1904.
Freitag abend: 6.45 Uhr.
SamStag vormittags: 8.00 Uhr.
Nachmittags 4 Uhr.
SabbathauSgang 7.56 Uhr.
Wochengottesdienst:
Sonntag morgen 6.00 Uhr; an den anderen Tagen 5J5 abends 6.80 Uhr.
Giessener landwirtschaftlicher Wetterdienst.
Voraussichtliche Witterung in Hessen für Freitag, den 2. September: Zeitweise heiter und trocken, bei kühlerer Nacht tagsüber Temperatur wenig verändert.
Näheres durch die Gießener Wetterkatte.
31. 3L
1.
Meteorologische Beobachtungen
der Station Gießen.
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Arttkel Übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Seit Ostern werden die Bewohner des Tiesenwegs durch die Kanalisationsarbeiten behindert. Erst, durch die Kanalisattonsarbeiten selbst und fett Monaten sind die Kantinen der Arbeiter aufgeschlagen. Durch den Schmutz, Qualm und die verschiedenen Dünste, die durch das Kochen und namentlich durch das Ausgießen von Spülwasser verursacht wird, ist es mitunter kaum möglich, die Fenster offen %m lassen. Da nun die Arbeiten sich mehr nach Oswaldsgarten hin ziehen, wäre es doch am Platze, wenn auch die Kantinen dorthin verlegt würden, da dieser Platz gewiß für derartige Zwecke sich besser eignet, als der enge Mieten- weg, der sowieso durch die Gerbereien durch Gerüche leiden muß.
Kerichtssaal.
n Marburg 31. Ang. Mit einer Frage, welche besonders Vieh Halter interessieren dürste, beschäftigte sich die Fetten- sttaskcnmner des hiesigen Landgerichts. Ein Landwirt Schwieder in Frankenberg hatte sich seinem etwa 20 Köpfe zählenden Viehbestände einen Simmentaler Bullen zugelegt und überließ diesen auf Ansuchen auch anderen Biehhaltern. Man bedachte ihn mit einer Polizeistrafe von 60 Mk., weil er den Bullen ohne behördliche Genehmigung nicht weggeben dürfe. Der Mann beantragte gerichtliche Entscheidung und gab sowohl beim Frankenberger Schöffengericht tote auch in der Berufungstnstanz vor dem Landgericht an, daß er den Bullen nicht gegen Bezahlung, sondern nur aus Gefälligkeit abgegeben habe. Daß man seinem Knecht dafür Trinkgelder gebe, könne er nicht hindern. Da durch Zeugen disse Angaben Bestätigung fanden, wurde Schwieder frei gesprochen und sämtliche Kosten, einschließlich der ihm erwachsenen Auslagen, der Staatskasse auferlegt.
Neisse, 81. August. DaS Kriegsgericht der 12. Division batte, wie seiner Zeit gemeldet, zwei ZengleutnantS vom Artilleriedepot wegen „BeleidigungihreS Vorgesetzten" zu je drei Monaten Festungshaft verurteilt. Auf Berufung der Verurteilten hob das KriegSgerichk nach vierzehnstündiqer Perhandlung daß Urteil auf und erkannte nur auf drei Wochen Stubenarrest.
Arbeiterbewegung.
-k. M a i n z, 31, Aug. Ende dieser Woche treten die Küfergesellen hier in Ausstand. Die Vorschläge der Prinzipale habm feilte Annahme gefunden, ebensowenig tote bei den Pttn- zivalen die Vorschläge der Lohnkommtssion. In allen Betrieben soll gleichzeitig die Arbeit nieoeraelegt werden.
Familien-Nachrichten.
Gestorben: Frau Katharine Herchenröder in Büdingen. — Herr Postmeister a. D. Ludwig Neeb in AlSfeld. — Herr Karl Damm im Heimertshausen. — Herr Dr. phil. Wilhelm Reuß, Herr- Jakob Sommer, Herr Ferdinand Freiherr v. Eronenbold, K. u. ft österreichischer Feldzeugmeister, sämtlich in Darmstadt.
lich, daß auch in der Kammer eine Interpellation darüber erfolgen soll, inwieweit mit Benzin gemischtes und daher feuergefährliches Pettoleum durch die Regierung in den Tanks zugelassen wird.
♦ Schwanengesang einer Zeitung. Eine in Wladiwostok erscheinende Zeitung veröffentlichte unlängst folgende Notiz,: ,Mlr konstatieren das Nicht Vorhandensein von Parier in Wladiwostok und haben ertnittelt, daß keine Möglichkeit vorhanden ist, aus FMttsk oder sonst wvhier Parier zu erhalten, es' sei denn bei Zahlung von Preisen, die den AbonNements- preiZ weit übersteigen. Wir sehen uns daher — in Anbetracht unserer geringen Mittel — genötigt, das Erscheinen unseres Blattes einstweilen einzustelleir."
* Mancher blamiert sich gern, so gut er's kann. Ein Militärkapellmeister hat der Redaktion der „Deutschen Musikerhtg." folgendes kräftige Schreiben zugehen lassen: „Die Nummer 31 Ihres Käseblattes enthält einen Schrnntzariikel, Momentbilder .aus dem Gewerbebetrieb (?) der Militärmusiker, in dem mein guter Name besudelt wird. Auf diesen Blödsinn näher ernzugehen, verbietet mir der Anstand. Falls Sie sich erfrechen sollten, meinen Namen noch einmal zu beflecken, werde ich Ihnen die Spitze meines Degens zu kosten geben. Ich werde Ihnen zeigen, wie man anarchisttsche Schandbuben Ihres Gelichters züchtigt."
* Einen aufgespannten Regenschirm als Bahnhofswartehalle konnte man am Sonntag in dem kleinen Orte Saaringen an der Kleinbahn Brandenburg a. H. —Röthehof sehen. Kürzlich war darüber gemeldet worden, daß diese Station keine Wattehalle besitzt, sondern nur eine
Tafel mit Aufschrift ihr Dasein anzeigt. Ein Spaßvogel hatte nun an dieser Tafel den aufgespannten Regenschirm mit fol-
Kunst und Wissenschaft.
— Gerhard Hauptmann hat außer seinem Lustspiel: „Die fröhlichen Jungfrauen am Bischofs berg" seinen , Florian Geyer* einer von ihm längst geplanten Umarbeitung unterworfen, welche ebenfalls am Lesiingtheater zu Berlin im Laufe des Winter« zur Aufführung gelangen soll. Der Dichter beabsichtigt, sein Drama aus dem Bauernkrieg zu einer Tttlogie zu erweitern und dem Flottan Geyer zwei weitere Bühnen- werke folgen zu laffen, die, ebenfalls zur Zeit der Bauernkttege spielend, sich an jene« Drama anschließen.
Die Deutsche Bank und der Hibernia-Kampf. Am Dienstag und auch gestern war an der Berliner Börse die Version verbreitet, daß die Deutsche Bank, die sich in dem Hibernia- Kampf bisher zurückhaltend zeigte, zwischen den beiden Gruppen vermitteln wolle. Auch die Dresdner Bank habe die Absicht, einen tiefergehenden Konflikt zu vermeide und suche der gegnerischen Gruppe entgegen *u kommen. Sei dem wie ihm wolle, so macht ich doch bestimmt das Bestreben geltend, die Angelegenheit auf Mlichem Wege zum Ausgleich zu bringen, wobei aber selbstver- ländlich die Verstaatlichung der Hibernia zur Durchführung kommen müßte. Wie mitgeteilt wird, sind attd) bereits bei dem Land- gettchte Bochum, Kammer für Handelssachen, durch den dortigen Rechtsanwalt Heitmann die in der Generalversammlung vom Samstag eingereichten Proteste durch eine Anfechtungsklage geltend gemacht worden und ist die Hiberniagesellschaft zur mündlichen Verhandlung geladen. Sämtliche Beschlüsse der neulichen Generalversammlung sollen für nichtig erklärt werden.
Märkte.
Limburg a. d. L., 31. Aug. Fruchtmarkt. Durch- chnittspreise pro Malter. Roter Weizen, neuer, 15.00 Mk., weißer Weizen 14.50 Mk., Korn, altes, Mk. 0.00, neues 10.60 Mk., Gerste 0.00 Mk., Hafer 7.25 Mk., Erbsen 0.00 Mk., Kartoffeln 0.00 Mk.
Denn Scraringen hat, wie ehemals auch Lütte, Es noch nicht gebracht zu einer Bahnhofsbütte. Bin ich auch klein und kann viel Schutz nicht spenden,
gendem Vers befestigt:
.Ich fitze hier zu einem guten Zweck, Drum holt mich nicht leichtfinniger Weise weg;
Neueste Meldungen.
Origiualdrahtmeldungen des Giessener Anzeigers.
Berkin, 1. Sept. Auf Befehl des Kaisers fällt aut 2. September anläßlich dep Kafferpcwade in allen städtischen Schulen dep Unterricht aus.
Berkin, 1. Sept. Die „Kolonial-Zeitschrift" bringt Enthülkungen über die Zustände in der südweft- afrikanischen Station BethaNien. Nach dem Bericht eines Herrn Geffert sind von einer auf 21 zu schätzenden Gefangenenzah'l in Bethanien 12 gestorben. Diese Ziffer ist nadj, einem Durchschnitt von 3 Jahren berechnet, denn in diesem Zeitraum sind insgesamt mindestens 36 Gefangene int Gefängnis Bethanien gestorben.
Berkin 1 Sept. IN der Lustmordaffäre an der kleinen Koschoreck fanden eine Reihe von Vernehmungen statt doch führten die Aussagen der vernommenen Zeugen noch zu keinem Ergebnis. Kohn wurde vor die Leiche geführt war aber vollkommen ruhrg und gefaßt. Er bestritt daß er irgendwelche Schuld an dem Morde tragen Inzwischen hat sich! eine AnzM von Kindern gemeldet, die behaupten, daß Kohn ihnen Geld snr unsittliche Hand- lunaen versprochen habe. Hieraus erfolgte die I^rhaftung des Kohp, der auch die neuen gegen1 ihn erhobenen Beschuldigungen bestreitet. .
Dortmund 1 Sept. Der ZreseleWMer Johannes Pe- ters ist nach verÄmng Mr>ß^Wc»^lfülschungen flüchtig, geworden. Hiesige Banken stnd an den Verlusten, die sich auf 100 000 Mark belaufen, nicbt beterlrgt.
Trier 31 Aug. Heute nachmittag 6 Uhr 30 Mm. wurde auf der Nebenbahn Ghrang-Contz auf dem Ueberwege bei Km 12 ein Muhrwepk von emer keerfahrenden Lokomotive üb er fachPen. Hierbei wurde der Führer des Wagens verletzt und ferne MitfahpeMeSchwe sterg e- töteL Der Betrieb ist nicht gestört. Wen dre Schuld- trifft, ist noch nicht festgestelld
Klauen i V, 1. Sepr. 'Dem „Vogtl. An?." tvrvd be* ftütit daß bue Prinzessin Luise von Koburg in der Ächt zum MtttnLch aus Mrd Mster, too sie seit drei Wochen im Wettiner Lose zum Kumebrauch Werlte, entflohen ift chrch-Keglevich entführt worden ift Dre Untersuchung wird von Wien aus geleitet. ,
Bad Elster, 1. Sept. V^uzessrn Lurse von Kob'u rg hat einen Scknnua von hohenWette mttgmommen. Ter Flncbtplan war vorbertttet rmd mit SchlaulM daktlMührt. Tie Behövdim an der Grenze nadj Frantterch und der SWverz wurden verständigt. In Dresden glaubt man daß sich dre Prm- z ess in nach ihrer Flucht nach Asch bereit habe, um dort über die Grenze nach Bavern zu gel-en rmd sich dann entweder nach der Schweiz oder narb Frankreich zu begeben. ES gilt als auö- geschlossen, daß fiel) Oberleutnant Keglevrch selbst, rn Bad Elster aufgehalten und sich direkt an der «ttucht der.^wzesstn b.tätigt hat. Tie Prinzessin w-olmte tu Bad Elster rn Gescllschirft der
. . 204.30
. . 223.90
. . 143.20
. . 207.25
. 217.60 Tendenz: fest.
K r i e g s a u s s i ch t e n. In der letzten Zeit konnte man der Börse und auch In den Blättern deS Oeftern der Ansicht begegnen, daß mit dem Fall von Port Arthur die Mächte, insbesondere Frankreich und England, mit Friedens- oder doch Verrnittlungs-' Vorschlägen an die kriegführenden Mächte berantreten würden. Daß diese Vorschläge bei Rußland kein Gehör finden werden, wird sich wohl jeder sagen, der die Verhältnisse ohne Optitnismus beurteut und etwa« von großer Politik versteht. Wie weit wir vorn Frieden entfernt sind, geht daraus hervor, daß den russischen Trans- iwrtunternehmnngen offiziell die Mitteilung zugeht, daß die sibirischen Eisenbahnen noch lange Zeit mit dein Transport von Truvven und MNitärgütern beschäftigt sein werden und daß die Abfertigung von Gütern ans den FndilstrierayonS nach (Sibirien erst spater als di.- Fnteresfenten ermüden, beginnen dürste. Darum empfehlen die Iransportagemuren die Beförderung von Gütern auf dem
Sport.
^adsport. Die großen Motor- und Radfahrten auf unserer Rennbahn an der Hardt, welche am Sonntag ftattfinden, versprechen einen hochinteressanten und fbannenden Verlauf. Für das. Eröffnungsfahren liegen so zahlreiche Meldungen vor, daß zwer Vorläufe nötig werden. Im Gautoanderpreissahren werden dre besten Fahrer der mitteldeutschen Renn-Elite ihre Kräfte messen. und dem Meisterschaftsfahrer Struth - Mainz, bem Sieger des bongen Jahres, den Sieg streittg machen. Das vauptfahren ift den Meldungen nach am stärksten besetzt. FÜnf- zehn Fahrer werden in diesem Rennen in drei Vorläufen statten, von denen die Besten in die Entscheidung.kommen. .Die heißesten Kämpfe werden die beiden Motorfahren leinsputtge Maschine) zeitigen, an denen sich elf Fahrer beteiligen. Neu sirr die Gießener Renubalyr ist das zuletzt auszufahrende Ausscheidungsfahren, zu dem 15 Meldungen vorliegen Esl sind fünf Runden L 400 Meter zu fahren, bei denen der Fetzte einer jeden Runde iedesmal ausscheidet. Ter Rest der Fahrer macht bann in der letzten Runde die Entscheidung. Man erwartet durch diese Anordnung. daß dieses Rennen von Anfang an eine scharfe und lebhafte Resse gibt, da sämtlime Fahrer bei jeder Runde danach streben werden, vor der Entscheidungsrunde nicht zum Ausscheiden ui kommen.
Handel und Uerkehr. Nalkswittschast.
Berliner Börse vom 31. -luguft 1004.
(Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.)
Hofdame Fraulein von Gebauer im Wettiner Hof. Sie wurde nicht streng überwacht und gebrauchte Bäder, die ähnlich ben* wenigen in Fvanszensdad zur Kur gegen Frauenleiden und Hysterie dienen. Im Wetttner Hof hatte dre Pttnzessm sieben Zimmer der: ersten Etage gemietet. Ein Wächter wachte nachts ununterbrochen auf dem KorvÜ>or. Schon seit einigen Tagen war beobachtet worden, daß einige Herren, wahrscheinlich 'Abgesandte von Keglevich, sich lebhaft bemühten, mit der Prinzessin zu korrespondieren 'ober ihr Papiere in die Hände zu spielen. Tie Aussicht wurde daher verschärft. Es war aber ooch möglich, per Prinzessin einen Brief zuzustecken, und sie muß mittelst eines .Nachschlüssels bie Tür ihres Hotelzimmers geöffnet haben, das sie um zwei Uhr nachts verließ. Im Besitz der Pttnzessin be- ftnden sich ihre sämtlichen wettvollen Schmucksachen sowie Bar-< geld. Der Führer des Automobils, dessen Besitzer verhütt wurde, aber nichts auszusagen wußte, ist noch nicht zurückgekehtt. Die Be- gksttung der Prinzessin ist noch nicht abgereist
Petersburg. 1. Sept. Wie der „Rujsssose Slowo" gedrahtet wird, ist das Gouvernement Samar amtlich für cho l e ra- bedroht erklätt worden.
Petersburg, 1. Sept. Der „Russkoje Slowo" meldet aus Odessa ein dott kursierendes Gerücht, es bestehe die Absicht, Odessa auf einige Jahre zum Freihafen zu machen.
♦
Vom Kriege.
Petersburg, 1. Sept. In einem Telegramm an den Zaren veranschlagt Kuropatkin die Verluste auf beiden Seilen während der letzten Kämpfe bei Liaujang auf je 10 000 Mann. — .Nach einer Depesche aus Mukden erzählt man dott, daß in den Kämpfen um Liaujang am 30. August viele iapanische Geschütze durch das Feuer der Russen unbrauchbar gemacht worden seien. 43 von diesen Kanonen seien den Russen in die Hände gefallen und stünden jetzt neben dem Eisenbahnzuge des Oberstkommandierenden. Auch heißt es in Mukden, General Samssonow habe in der Schlacht zwei japanische Bataillone in voller Stärke gefangen genommen. — Den letzten Nachrichten zufolge ist am 29. August bei Port Arthur wieder heftig gekämpft worden.
Tschifu , 1. Sept. Die Japan erhaben das Fort Tung- kaitaschang durch Geschützfeuer zerstört. — Wie au# Port Arthur berichtet wird, sollen dort die Lebensmittelpreise eine ungewöhnliche Höhe erreicht haben. DaZ Fott 5 ist immer noch nicht eingenommen.
Telephonischer Kursbericht.
Frankfurt a. 8fM L September.
102.50
129.60
47.60
44.25
W/o S"/o 8V,% 3% «72% 37,%
102.10
89.95
100.10
Reicheanleihe do.
Konsole .
do. . .
Hessen Oderhessen
4% Ungar. Goldrente . <
40/o Italien. Rente . . .
4Portugiesen , . .
SO/,, Portugiesen, . . . .
1% 0. Türken . . . <
Türkenlose
4% Grieoh. Monopol.-Anl. 4XU% äussere Argentiner
100.20
104.50
62.00
61.45
80/0 Mexikaner , . 41/a% Chinesen . . Electric. Sohuckert . Nordd. Lloyd . . Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandii. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oesherr. Staatsbahn , Lombarden • * • Gotthard bahn . . - . Laurahütte . . . . Bochum . . , » . Harpener . .
Tendenz: fest.
. . 27.25 . . SOLO . . 117.40 . . 103.00 . . 204.40 . . 191.10 c . 143.00 . . 155L0 . . 160.70 . . 136.70 . . 18.50 u. . 190.00
. . 25L50 . . 208^0 . . 217.80
4% Oesterr. Goldrente . . 101.75
4i/i% Oesterr. Silberrente 100.80
Bekanntmachung.
Die unterm 26. Mai L IS. angeordntte Sperre der Wagengasse wird hiermit aufgehoben.
Gießen, den 31. August 1904.
Großherzoglilsies Volizeiarnt Gießen.
Herberg.
Kekmmtmachung.
Am 1. Oktober I. I. ist bet der unterzeichneten Behörde eine Schutzmannsstelle mit einem AnfangSgehalt von 1320 Mk. steigend jährlich um 30 Mk. bis zum Höchstgehalt von 1800 Mk. zu besetzen. ?
Geeignete Bewerber, die wahrend ihrer aktive« Drenst-j zeit beim deusschen ReichZheer oder der deutschen Marine mindestens 3 Fahre Unteroffizier gewesen sind, wollen^ sich unter Vorlage selbstgeschriebener Gesuche, denen die Militärpapiere, sowie Führungszeugnisse anzuschließen sind,' bis 20. September l. I. melden und sich vormittags zwischen 10 und 12 Uhr vorstellen.
Gießen, den 31. August 1904.
Großherzo glich es "Nolizeiamt Greßen. /_>____.
_____________________Herberg._____________ ’ '
Arbeits - Vergebung.
Die bei Umgeftaltrtng der Terrasse am ZtnrhauS z« Bad- Nauheim vorkominettden Arbeiten sollen auf Grund des Minssterial- erlaffes vorn 16. Juni 1893, jedoch vorbehaltlich der Geuehmig- nng des BanweseuS durch die Laudstände, im Wege öffentlichen Wettbewerbs vergeben werden und zwar:
1. Erd- und Maurerarbeiten.
Los I ca. 650 cbm Evdanshub, 330 cbm Fundament» und Bruchsteinmauerwerk mit Verblendung, ca. 290 qm Steinplatten zu verlegen.
Los II ca. 650 cbm Erdaushub, 160 cbm Fundamentmauerwerk , 460 cbm Backsteinmauerwerk, 115 qm Backsteingewölbe.
2. Steinhauerarbeiten.
Los I ca. 95 cbm Kalkstein (Muschelkalk), 450 Baluster.
Los IE ca. 10 cbm Basalt, 145 cbm Kalkstein (Muschelkalk), 200 Baluster.
3. Lieferung von Plattenbelag.
Los I ca. 290 qm Steinplatten Basalt, Granit oder Marmor.
Los II ca. 125 qm desgleichen.
4. Bctonarbeite«.
LoS I ca. 300 qm Eementbeton.
L08 II ca. 210 qm Asphaltestrich, 150 qm Monierdecken re.
5. Zimmerarbeiten, ca. 26 cbm Tannenholz.
6. Eisenlieferung, ca. 3500 kg Träger.
7. Grobschlasserarbeiten. ca/llüö k§ Eiserrzeug, 40 kg Broneeklammern.
8. Dachdeckerarbeiteu. ca. 220 qm Ziegel- ob. Schieferdecknng.
9. SPenglerarbeiteu. ca. 60 lfd. Mtr. Hängekairdel, 50 tfbj Mtr. Abfallrohre usw.
10. rveißbinderarbeiten. ca. 900 qm Wand- und Gewölbeputz.
900 qm Leinffarbe-Anstttch.
280 qm äußeren Putz usw.
Alle Unterlagen fiitb auf unserem Zwoigbüreau zu Bad-Naubeim, BadehanT IV, eiffzufeben. Bedingungen lutb ArbeitSbeschreibringen werden zürn Selbstkostenpreis dort adgegeberr.
Der Zrrschlag kann für die verschiedenen oben genamrten Arbeiten rrach einzelnen Losen gettrmrt oder für beide Lose gemeinsam erteilt roerberu ,
Die Angebote sirrd verschloffen und portosi-ei an btc unterzeichnete Behörde, Bad°«aubeim, BadedattS IV. vis spätestens Sambtag den 1. Oktober d. $., voruttttagd 10 tthr, eMpl- senden, wo sie sofort in Änweseubeit etwa erschienener Bewerber eröffnet werden. — Z»lschlagSfrist 0 Wochen.
Friedberg, den 1 <? epteurber 1904.
GrodberD'glicheS Hochdauamt.
In Bettrettmg: Jost. kv*!.


