Ausgabe 
1.7.1904 Zweites Blatt
 
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srr. ISA

Gießen, den 30. Juni 1904.

Volltische Tagesschau.

Er erwarte ober, daß, wenn hier im

trauen, da,

angenommen hat.

die Stadt

teilung in Rheinhessen für den llltnuiioutnni^innd und den

der Joh. Gg. Weber Erben unb 20 wird von der Baudepu-

und dem Wunsche des fommen.

Daü Bangesnch für Neuen Büue 18 tation nicht befürwortet

Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Steinstraße zwischen Nordanlage und Dammstraße von heute an bis auf weiteres für den Fuhrwerks- und Fahrradverkehr gesperrt.

Gießen, den 1. Juli 1904.

Großherzogliches Polizeiamt Gießen.

Herberg.

Insoweit Sie mit Ihren Berichten auf unser Amtsblatt vom 30. Mai l. Js. im Rückstände sind, erinnern wir Sie an dessen umgehende Erledigung.

I. V.: Dr. Krauzbühler.

Punkt 2 der Tagesordnung betraf ejn Gesuch der Gail'sch en Dampfziegelei um Erlaubnis zur Erbauung eines Ringofens, wozu der gewünschte Dispens schon im Jahre 1897 genehmigt worden war. Da aber nach dem Ablauf eines Jahres davon kein Gebrauch gemacht worden war, muß die Genehmigung nun von neuem nachgesucht lverden. Die Versammlung befürwortet die Bewilligung des Dispenses.

Freitag 1. Jun iv04

Rotationsdruck und Verlag bet Brüh lachen UrrtverfttLtsdruckerei. R. Lange, Gießen.

Redaktion, Expedition u. Druckerei: Schulstr.7.

Tel. Nr. 6L Telegr^Adr. r Anzeiger Gieß«.

schon bestehe. Er wolle nachsehen Herrn Schnrall eventuell entgegen-

Amtliche Nachrichten über Viehseuchen.

In dem Gehöft des Bürgermeisters Nau in Belters­hausen sind mehrere Schweine an Rotlaufseuche gefallen.

Es ist Gehöftsperre angeordnet und der gemeinschaftliche Weidegang für die Schweine der Gemeinde Beltershausen verboten.

Sitzung -er Sta-tveror-neten.

Gießen, den 80. Juni 1904.

Das Großherzoaliche Kreisamt Gießen an die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.

Gießen, den 27. Juni 1904. Betr.: Die Kinderarbeit in gewerblichen Betrieben. Die Großh. Kreisschulkommisfion Gießen an die Schulvorstände des Kreises.

Auf Ersuchen der Großh. Gewerbeinspektton beauftragen wir Sie, die für das laufende Schuljahr aufgestellten Ver­zeichnisse der gewerblich tätigen Kinder uns bis zum 15. Juli d. Js. einzusenden.

Dr. Breidert.

General-Anzeiger. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.

ylnwesend: Oberbgm. Mecum, Beig. Curschmann i.nm'n Iunk *^e Stadtv. Brück, Em melius, Euler, Faber, Haubach, Helfrich, Huhn, Jann, Keller, Kirch, Krumm, Leib, Löber, Loos, Orbig, Petri, Dr. Schäfer, Schaffstaedt, Schwall u. Wallenfels. Oberbgm. Mecum teilte zunächst mit, daß Beigeord. Georgi seine in der vorigen nichtöffentlichen Sitzung be-' schlossene Wiederwahl zum Beigeordneten dankend

Aze Watzlrechtsvortagc vor der zweiten Kammer.

R. B. Darmstadt, 30. Ium.

Am Ministertisch: Staatsminister Rothe, Geh. Staatsrat Krug von Nidda, Ministertalisekretär Dr. Balkenberg, Regierungsrat Dr. Weber.

Nach Eröffnung der Sitzung findet am Anregung des Abg. Reinhart ein kurzer Meinungsaustausch über die Abhalttmg von Nachrntttagssitzungen statt. Bei Fortsetzung der General debatte über die Wahtrechtsvorlage erhält als erster Redner das Wort

und die Versauunlung schließt sich dem an. Den Gesuchstellern waren bie Bedenken, bic ihrem Baupläne entgegen stehen, mitgeteilt und ihnen die Frage vor­gelegt worden, ob sie eine Umarbeitung vornehmen ober auf bem DiSpenSgesuch bestehen wollten, worauf keine Antwort eintraf. Daher muß über das Gesuch entschieden werden. Auf den Vorschlag beS Stabtv. Löber, baß Gesuch doch au genehmigen und auf eine bem Gesuch gleichfalls entgegen«

gegenüber als em ehttrcher Anhänger des direkten Wahlrechts ^kannt. Er sei aber entschieden gegen die Vermehrung auf 60 Abgeordnete. ,Dre würden das Land auch nicht besser vertreten und machten auch nicht unbedeutende Mehrkosten.

9(bg. Ulrich legt in längeren Ausführungen den Standpunkt ferner Parte: dar, die ja von allen Seiten in den Mittelpunkt der Debatte gerückt worden sei. Sie könne sich weder von der Regierungsvorlage, noch von dem Ausffchußvorschlag befriedigt erklären. Wer der Not gehorchend, und da sich für die Sozial- bemo traten alles auf die Einführung des direkten Wahlrechts lonzentnere, würden sie die Vorlage akzeptieren, wobei sie sich jedoch Pie Emf ühruirg ihrer besonderen Anträge vorbehieltem Wenn die Parte: ihre Sonderwünsche vorerst fallen lasse, so bringe sie mrmit von allen Parteien das größte Opfer dar. Ihnen fei d:e Befestigung der Wahlmänner die Hauptsache, die durch bad Mem der Korruption groß gezogen wurden und zu den größten MiiZitanden geführt hätten. Nicht nur beeinflußt, sondern sogar getauft habe man dieselben. Die fetzt in der Vorlage befindlichen Kautelen feien sämllich gegen dre Sozialdemokratie gerichtet. Trotz­dem habe er aber die Ueberzeugung, daß die Partei auch diese überwinden werde. Nur die Erkenntnis, daß das direkte' Wahl­recht d:e Grundlage zu allem bietet, was die Sozialdemokratie zu erre:chen sich bejtrebt, veranlasse ihn, nicht einfach das ganze Machwerk des Ausschusses niederzuwerfen. Aber auch wenn die Vorlage fallen sollte, würde seine Partei nicht rasten, sondern bemüht blewen, :m möglichsten Einvernehmen mit der Re­gierung, die ja das direkte WaUrecht wolle, das Ziel zu er* reichen.

Frersinu arbeite und das evangelisclje Bewußtsein töten wolle. Er habe aber vrit der Wahkkreiseintellung in Rheinhessen und Starkenburg überhaupt niclstü zu tun gehabt. Das ganze Ver­halten aitß jener Ecke entspringe der Furckst vor der Sozial­demokratie, wenn aber diese Furcht erreicht, waS sie beabsichtigt, nämlich bei: Fall des Gesetzentnmrfes, so sei doch die Frage, ob nicht sich auch das Volk später einmal vor denen fürchten werde, die die Aiwahmc des Gesetzes berbinberten. Tie Wünsche gewisser Kreise gingen dahin, die Vollsrechte zu beschneiden. Das Haus stehe jetzt vor einer sehr ernsten, nnchtigen Eittstluüdung. Er hoffe, daß man den: Volke seine vollen Rechte geben und für die Vorlage brr Regierung stimmen lmrde, die inirtlid) dem liberalen Standpunkt entsprnlst; es t^schehe das im Interesse dcö Volkes unb des VaterUurdes. (Ledh. Beifall.)

Abg. Schi.lt verwal-rt sich dagegen, daß er vom Abg. Dr. Schmitt als einverkappter Gegiver" der Vorlage bezeichnet wurde. lL.- jiabc srch schm: vor zwei Jahren seinen Wählern

abhängig machen wollten, nachdem sie doch wissen, haß die Re­gierung .unter keinen Umstanden darauf eingehcn wird, so sei doch klar, daß es ihnen nicht ernstlich um die Annahme der Vorlage au tun ist. Seine (Redners) Partei freunde hätten den Aussc^rßbescklüssen gegenüber :wch viele Wünsche, sie hätten aber alles zurüägestellt, und würden an den Kompromißabmachungen festhatten, um die HaupLsache zum Ziele zu führen. Sollte aber der Kompromiß fallen, dann toerbe sich seine Partei nach keiner Richtung mehr gebunden fühlen. Darrn toerbc es für seine Partei unmöglich sein, die Wahlkreiseiuteilung in der Provinz Rheinhessen noch langer so *u belassen, wie jetzt, dann müßte sie dafür eintreten, daß Rheinhessen Ober- Hessen gegenüber nicht länger so im 9iachtell bleibt, und daß auch die Stadt Mainz die ihr gerechterwci.se zustehende Anzahl Ab­geordnete erhält. Die Zustimmung zu dem Kompromiß habe den rheinhessischen Verttetern schon genügende Angriffe eingetragen, sie hätten sich aber gefugt, daß sie das Opfer bringen müßten, I nm das direkte Wahlrecht zu erhallen und der Zukunft zu ber> c ein gerechter Ausgleich eintreten werde. Nicht nur Mainz, sondern auch die ländlichen Kreise der Provinz Rhein Hessen machten vollen Anspruch darauf, eine gerechte Ve i> tretung .in der Kammer zu erhalten. Er verstehe nicht, warum man z. B. Gießen mit seinen 24 000 Einwohnern zwei Al^eord- nete geben wolle und im Landkreis Mainz 30 000 Einwohner nur einen. Eine gerechtere Wahlkreiseinteillurg sei eine absolute Notwendigkeit. Er habe bisher die Hoffnung gehabt, daß die Kammer, nachdem sich der Ausschuß geeinigt, guch in: Plenum über die Vorlage sich verständigen würde, aber er habe nach dem, was er jetzt im Hause von Umtrieben und Abänderungsvorschlägen höre, nur noch wenig Zuversicht. Redner besprich dann den bekannten Protest aus Rheinhessen über die Wahlkreiseinteilung und die Oppenheimer Protestversammlung und rügt ü: lebhaften Ausdrücken die dort gefallenen Aenßernngen. In dem ohne Namensunterschrift erschienener: Protest sei den Vertretern in an* deren Parteien die vaterläirdische Gesinnung abgesprochen worden. Er sehe schon mit Grausen, wie man jetzt auf Um und Dr. Ent­fleisch mit Fingen: Hinweisen unb sie als Revolutioiuire bezeichnen würde, wenn sie durch die Rheiirstraße schritten. (Heiterkeit.) Weiter erfliirt Redner, daß Dr. Heidenreich, der jetzt den drei privilegierten Städten ihre Rechte nehme:: wolle, vor zwei Jahren nickst daran gedacht habe; damals fei aber auch Herr Jöckel Der- tteter von Friedberg gewesen. Die Behauptung, daß die Natio- naUibcralen bei Annahme der Vorlage zehn Sitze verlieren und der Banernbrnid ganz von der Bildfläche verschwinden werde, sei doch nichts als Angstmacherei. Werni man einen Blick auf die I Karten werfe (die in: Hause aufgehängt sind), so werde man jiitfwn, daß die neue Einteilung lediglich den lokalen Interessen Rechnnng ttage und von einer konfessiouelleu Vcrschiebrnlg keine Rede sei. Wenn der Wahlkreuö Jngelyeiul an das Zeutrum falle, so sei das eigentlich dem preußischen Mtlttärftskuü zu verdanken; Oi-nn durch bi£ Verlegung des 27. Regiments nad> Gonsenheim lueit

Die seitberig« Wahlkreisgeonu tric habe den Interesse.:: der katbo- lactxn Bevölkcnmg Rhe:nhessens nicht entsprocher:. Solange das

Abg. Dr. Schmitt. Er spricht feine Freude über den Verkauf der gestrigen Debatte unb über die Erklärungen des Staatsministers aus. Daß dersell>e sich jetzt noch nicht über die Mandats er Höhung entscheiden wolle, halte er für ganz richtig. Er erwarte aber, daß, wenn hier im Hause die Annahme mit großer Mehrheit erfolge, auch die Regierung ihre Zustimmung nicht versagen werde. .Von den beiden uationalliberaleu Rednern feien gestern drei verschiedene Auschauungen iunerhalb dieser Parte: zum Ausdruck gebracht worden, die der offenen Freunde des direkten Wahlrechts mit Herrn Reinhart, die der offenen Gegner desselben mit Hern: Heidenreuch und die der verkappten Gegner des direkten Wahlrecksts (Ohorufe), die sich den offenen Feind des dttetteu Wahlrechts znm Sprecher erkoren haben. Ihm feien die offenen Feinde tause:ü>mal lieber, als die verkappten.

or ,r t ^eßen, den 30. ^un: 1904. direkte Wahlrecht nicht zur Annahme gelangt sei, werde im Lande Getn: Ausführung des Mietwohnungs-und de§ Wohnungs- Zcht w:eder Ruhe herrschen Er hätte deshalb gewünscht daß die fürsorgegesetzes. Reg:erung, welche die Bersassungskämpfe zum Abschluß bringen

wolle, auch dre Konsequenzen ziehen und erklären würde, daß e e hu ung der Vorlage die Kammer

^?ib ^rs Land drrekt befragen würde. (Zu- l ftnnmung.) Das Volk verlange das direkte Wahlrecht, und er nnb Parte:. Norden ihre Schuldigkeit tun, um dasselbe rur Errssuhruug zu bnngat (Beifall.!

<a Hirsche! Erklärt, seine Partei wünsche entschieden - BuÜanbeEammen des Gesetzentwurfs. Das Wahlmännersystem I *ei verallet, unb be: der Tatsache, daß die Wahlmünner häufiger umzufallen pflegen, komme nicht immer der Wille der Wöhler M?7 Ausdruck (§r glaube nicht, daß das dirette Wahlrecht die I Ä^Eokralle begunsllge, ferne Partei werde sich auch nicht k & Ait berselbeu aufzunehmen. Sie stehe ganz auf dem Aoen der Freunde des Herrn Reinhart. Sie hätten ihren Wählern i^eriprochen, für das direkte Wahlrecht einzutreten, aber mcht auch für b:e Vermehrung der ftäbtifeben Mandate (Aha!), dud) er und ferne Freunde betrachteten sich als Vertreter des | ?iurzen Danoes, und sie glaubten im Interesse des Landes zu yanbeln, wenn sie dieser Verschiebung zu gunsteu der Städte IW Mstnnmten. Auch mit dem Antrag .Gutfleisch könne er I sich ttreht amjerftanben erklären. Seine Partei weroe bereit sein, von der Remerung verlangten fünf neuer: stüdttschen Mandate I Aichnterzuscmucken, fu müsse dann aber auf der Beseitigung der Pnvilegren der drei Städte Friedberg, Msfeld und Bingen be- stehen, derm eS handle sich hier nur um einen allen Zopf. Es!

Mißverhältnis zwischen Tie Sitzung wurde um ly^ lUrr abgebrochen und die Weiter-

Stadt u^ Land bestände. Viele Vertreter ländlicher.Bezirke beratung puf morgen früh 9 Ü^etiagt wohnen m der Stadt und vertreten auch die Interessen der'------------------y

etaMe. JEae füns neuen ländlichen Wahlkreise seien ja sehr ver- sichrerizch, wenn man aber genauer zusehe, so werde man finden, daß die ^rt](haften Langen, Griesheim und Kastel-Kostheim doch. , _ .r x.

den Sozialdemokraten in den Schoß fallen würden. Da mache Aroettgeber.Orgamialwn.

seine Partei nickst mit. Er erkläre, daß 20 dlnhänger der wirt- Die MittE Mai begründeteFreie Vereinigmrg deutscher Idjatthajen Vereinigung diesen Standpunkt einnähmen. Sie ADbeitgeber-Verbande" hatte am 23. Juni eine Sitzuna wollen m:tarbeiten unb nochmals versuchen, aus diesem Boden ihrer Bertrau.ensmänner nach Berlin einberufen. Wie die b^^.^^A^^ung zu gelangen. Sie würben deshalb dieDeutsche Aubeitgeber-Ztg." mitteilt, ist in dieser Ver-

eusts ä serks-B tusus »ää

w Dr. Gutfleisch: Er habe geglaubt, daß nach den deutscher Attbettgeber-Verbände" zu geben. Gleichzeittg. lichtvollen Darlegungen vom Regierungsttschc lange weitere Er- luurben bre in Aussicht genommenen Satzungen durchbe- orterungen gar nicht mehr nötig feien. Ihm sei jetzt aber schon raten unb einstimmig genehmigt. In biesen Satzungen zur Gewißheit geworden, daß die Vorlage weder in der Form ist wiederum der Abschluß von Kttrtellverträaen mit an- h^'r^e91(^UIr6' rx? :n Ausschusses zur Annahme gelangen deren gleichartigen Vereinen, insbesondere mir der Haupt- £%SJ££* »M: Nie dem,«-, Li-Lg-b-Mrblnd- n,S,fdnn. ,» L i«

formte, sei so gestiegen, daß denselben unbedingt auch gleiche ^^ichaft durch den Ausbau der^ceien Vereinigung" Rechte zur Seite gestellt werden müßten. Durck: das Recht, direll mc9t 9^tort wird, sondern rm Gegenteil eine erneute Festtg- ru wählen, gewinne der Wähler erst Jnte:-esse an der Wahl. erhalt. Dem ,Mrein deutscher Arbettgeberverbande" o&r dfe Unzuverlässigkeit der Wahllnänuer seien unzählige Beweise h<rbeu sich bereits eine Reihe der bedeutendsten Korpo- anzuführen. Er teile die hier zutage getretene Furckst vor der rationen aus allen Tellen Deutschlmrds anaeschlossen. Die

^EeWahlrecht, das wir hier erst Mitglieder der bem Verein beiaetretenen Verbände öesch äs* J^nJQn^L-(2lb9, tiQCn urehr als eine Million A^vetter. Die Qrganisotton ist

daß die Bäume mckst in den Himmel wachsen und daß^es^an^ m^^Lspst^en so l für dtt Zunahnie der sozialdeinokratischen Sttmmen eure nntür- ^der Wbettgeberverernigung sowohl aus

liche Grenze gebe. (Zustimmung.) Tie Naditelle des inbireften Industrie wie aus bem Handwerk der Beitrttt mühelos Wajstrechts :tnb die Vortelle des dttetten läaeit w klar ru tag, ermöglicht wird.

datz darüber gar kein Zweifel obwalten könne. Redner wendet

&& darauf gegen die Ausführungen des Abg. Hirsche!. Die Kirche UUd Lchule.

roürk ri un^eti ictn knltäbun Z oo bet ^egiSung I 'c1Lbu(IS -um Protestantismus übertreten und sich oer- vorgesckstagene Vermehrung der Mandate vorzueuthalten. Ter toolle. Die tlerikale , Augsb. Postztg." behauptet

Geietzentwurf sei in diesem Punkt sehr gerecht und vorsichtig daß diese Mitteilung falsch sei. Das genannte Blatt ^gefaßt unb habe deshalb allen Anspruch auf Genehmigung, bestätigt aber bte Meldung, daß er seine Aschaffenburger Redster bemerft, er habe seinen Kompromißvorschlag im Aus- Stelle plötzlich verlassen und sich in Marburg für schütz nur mit schwerem Herzen eingebracht. Der Gedanke, auch romanische Literatur sowie für Volkswirtschaft immatriku- bem Laube fünf neue Sitze zu bewilligen, sei eigentlich vorn Abg. Hert hat; ferner daß esin Marburg nicht an solchen hmZZbeTÄ auf eine Konversion machA

feine ideale Erfüllung der gerechten Forberui:geu der Städte, aber es würbe doch wenigstens ettvas in der Verbesserung ihrer Vertretung erreicht. Dem Vorschlag Hirsche! auf Beseitigung der Priv:!egien der drei kleinen Städte könne er nicht zuAmmen.

Redner wendet sich dann gegen die vielen gegen ihr: gerichteten Angriffe :n der Presse, namentlich in derWorms. Ztg.". Man habe ihm die unglaublichsten Absichten unterschoben und nament­lich wegen der rheinhessischen WahlkreiSeinv-ilung die schärssten Vorwürfe gemacht; er habe sich gerade dort jeder Einnnschung an der Wahlkreiseiltteilung völlig enthalten, auch niemals partei- polllisck>e Zwecke oder Wahlkreisgeomettie verfolgt. Es sei töricht von den oberheffisckren Verttetern, gegen die vorliegende Einteilung zu protestieren, denn wenn die Vorlage abgelehnt werde, so würde man nicht umhin können, bem berechtigten Verlangen der Pro­vinz Rcheinhessen auf Mcmbatsgleichstellnng mit bem jetzt be­vorzugten Oberhessen zu entspreck-en. Er habe eS nicht für mög* lief) gehalten, baß sich Herschels Erklärung zufolge 20 Abgeord­nete finden würden, die die Vorlage and) diesmal wieder zu Falle bringen würden. Wem: jetzt noch von gewisser Selle die Meinung ausgesprochen wird, daß das Volk für das direkte Wahlrecht! noch nickst reif sei ,so sei das eine Beleidigung für das ganze Land. Tie Kamu:er habe alle Veranlassung, energisch gegen alle reaktionären Gelüste Front zu machen. Er sei stttö ein Freund eines offenen Wortes geivesen und verkenne nicht die hohe Bedeutung der ehrlich kämpfenden Presse. Wer was von einer Wormser Zeitung gegen ihn unb bei: Wahlrechtsanssdmß s;a «xxy.UaH < c cv»

alles gefchrieben ivorbn: sei, könne einem bie ganze Freude an der m r . . ® a 11 ,nnc^t ^teMitteilung, daß die Mamzer

Sache rauben. Er habe bisher bie Rheinhessen stets für bessere, ^oll$el ctnc «Verordnung herauSgegeden habe, betreffend die freie, weinfröhlickst Mensck)en gehalttn, aber nadjbem man ihm Zu- und Abfuhr nach und von den Baustellen. Eine ähn- verncherte, daß dre Artttelsdweiber ans jener dnullen Ecke Rhein- llche Verordnnnq würde sich auch hier empfehlen da in diesem Hessens auch Rl)emhessen feien, müsse er doch anderer Ansidst Punkte nnrfi nM npfAnS bi

tverden. Mau lverfe ihm vor, daß er durch die Wahlkreisen:- , u 9ef"ndlgt werde. Er schlug vor, d:efe Bcr-

e* 1 ' fugung sich aus Rtainz kommen zu lassen und sich anzu­

sehen. Oberbgm. Mecum bemerkt, daß eine solche Verord­nung wahrscheinlich hier

Zweites Matt. 154. Jahrgang

Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.

DieSiebener Lamilienblätter- werden dem I MB Bl

^Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der W M U U'M M K W # M D N M

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