FreitagL4. April 1S03
153. Jahrgang
v-rsteS Blatt
Nr. 95
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auBtt eonmofl^ Dem «Liebener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen tandwlrt die Oiedenee Zamiiten- H6»er viermal in der
Woche deigeiegl.
Roianonebrud u. Ber- la« dei B i ü h I schen Uiuvfd.-ttnd)- u.eieuf brudeiti (tlirndj ltrdeas Hebafnon, ttrvebinoa und Druderen
Echulftrabe 7.
tlbirile tüt teoelchenr ttntrigrr Lietzen.
^rniiprrtbanidihifc4h 51.
zögerungen der 5
Euler mittelst, daß
läge statt. Es tonnte j schiedeuen Gebieten des
daß die Betttebsrechnung um 8150 Mk. höher abschließe m Einnahme und Ausgabe. Tie 60 Mk., die bei Titel Volksschule gestrichen morden sind, wurden hier zugesetzt. Bei Beratung der Gemeindesteuern wurde der Voranschlag genehmigt; Llnkoinmen unter 600 Mk. werden steuerfrei gelassen.
Bei der Diskussion der VermögcnSrechnung will Stadtv. Hanau zu Titel 76, bett. Erbauung gememhcitlicher Gebäude, die Kosten von 8000 Mk. für Anlage einer massiven Treppe im alten schloß nicht bewilligen. Stadtv. Krumm und Euler schließen sich dem an. Cbcrbgm. Mecum bittet die Versammlung dringend, die 8000 Alt. zu bewilligen. Die jetzige Treppe sei ganz abgelaufen, und später nach Beendigung baulicher Anlagen, sei die Schaffung einer neuen Treppe überhaupt nicht mehr möglich. Es wäre kläglich, wenn später der Zugang zum historischen Museum, das dereinst voraussichtlich viel besucht würde, so unzulänglich bliebe. Stadtv. Krumm hat, wie er sagt, allen Respekt vor Kunst und Wlsienschaft, 'vill aber der Stadt im Interesse der Steuerzahler die Ausgabe der 8000 Mk. nicht zumuten. Stadtv. Petri bemerkt, dec vorgesehene Betrag komme zwar unerwartet, aber die Anlage der Treppe halte auch er für erforderlich. Aehnlich sprechen sich die Stadtv. ha ubach und Wallenfels aus. Die Abslimmimg über diese Position ergiebt, daß weitaus die Majorität die Treppe bewilligt. __ Zu Titel 68, Erbauung von Straßen und Wegen rc., cntspinnt sich wiederum eine kleine Debatte. Stadtv. Huhn findet die vorgeschricbcne Summe von 19 000 Mk. ein btSchen viel für den Ausbau des Schiffenbcrgenveges. Vielleicht gehe cs an, die Arbeiten bis nach Ausführung der Kanalisation ziirückznstellen. Oberbgm. Mecum entgegnet, daß dann ja die Trottoirs wieder beschädigt werden müßten. Stadtv. Schafstaedt beantragt provisorische Bürgersteige. Oberbgm. Mecum wendet dagegen em, daß dann erhebliche Mehrkosten entstehen würden. Er bittet *• ..^miung, die
politische Tagesschau.
Aa der Grenze der Geschw vdigkelt.
Man schreibt uns von geschätzter Sette:
Die glänzend verlaufene erste Reise des neuesten Schnell- bampferS des Norddeutschen Lloyd, „Kaiser Wilhelni 11.*, nach Amerika hat die Ausinerksamkeit der ganzen Welt wieder einmal auf diese „Lzeanriesc.t*, den Stolz der deutschen Handelsflotte, gelenkt. Von allgemeinem Interesse ist deshalb auch die Bemerkung des sachverständigen Präsidenten des Lloyd, Plate, das neue Schiff sei wahilchemlich an der Grenze der von Ozeandampfern zu erreichenden Geschwindigkeit an- zelangt. Eine wettere Steigerung der Geschwindigkeit an- »uslreben, würde so außerordentliche Kosten verursachen, daß sich daS Unternehmen aus praktischen Gesichtspunkten verbiete. Dte großartige Eniwiclelung, die der deiitsche Schnell- dampserbau im letzten Jahrzehnt genommen hat, darf also einstweilen als abgeschlossen betrachtet werden. Jedenfalls werden sich die beiden Faktoren Größe und Geschwindigkeit gemeinsam nicht mehr steigern lasten. Dtese Feststellung ist auch für die Kriegsmarine von Bedetttung, der bekanntlich die großen Schnelldampfer der Handelsflotte im Kriegsfälle als Hilfskreuzer zur Verfügung stehen. Auch in der KriegSniarine werden dte Dtmensioncn dec Schlachtschiffe kaum noch erheblich vergrößert werden können, es fei denn auf Kosten der Fahrgeschwindigkeit. Eine Umwälzung auf diesem Gebiete dürfte erst etnlreten, wenn die Frage der Einführung der Turbinenmaschine entschieden sein wird. Damit hat eS aber noch gute Wege, wenigstens soweit die Verwendung der Turbine auf großen Seeschiffen in Betracht kommt.
Zar virlschaftlicheu Lage in Deutschland.
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vez»gspee»»r monaiuch76Pi^ Giertet- jährlich Mk. S SO- durch A dHoie- u. Zweigstellen monatlich 6o PI.; durch dtePost Mk.L.— oicrtel- |äbrL auöldjL Vestellg. Lnnahme von Hnjetgei für die Tageonummee bH oormuiag* 10 Uhr. fletlenpret«: lofal 1H Vk aueioartl 80 Wg.
yttantieorilid) *üt den poltL und «Uycuu teil. U W'ttko für „Stadt und Uanö* und .Geiichtolaal'^ Wuauft Gütz, tüi den An- jetqeutetl: Hans Beck.
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pretsoekrömen ^ulotö Mannheim d. L 3L-U. «"» d>e Ttchter Ctlo Jul. ' o)t0i?n' ^le •tmlenbunaen t Löschenden des PreßauS- lgem. Radsakrer-Union, P. rr ist jedes Lied mit einem le zu versehen und der Lend- t geschlossenes Äoiioert beyu- tto oder ftennroort trägt und Einsenders enthält. Tie nicht nsch zuriickgesandt. Tai -ie- Meslens am L Juli btlanm
maä-cn.
Sitzung der Stndlocrordnrlrn.
Verarung des Bocanschlags für 1903/01 Gießen, 28. April 1903.
Anwesend: Oberbürgcrmcister Mecum, die Vcigeord- netcn GeorgiundHeyligenstLdtund Assessor Eursch- mülln, sowie alle Stadtverordneten, mit Ausnahme von Gajjky und Schanatt, bie sich entschuldigt hatten.
T<r erste und hauplsääuichste Punkt der Tagesordnung war die Beratung des Voranschlags für 1903/04. Cs bietet sich da für die «tadtverordneten Gelegenheit, matiüicrlei Atircgungen und Wünsche vorzubrmgcn, die sonst meist etwas außerhalb des Rahmens einer gewöhnlichen Sitzung zu stthen pflegen. Doch allzu große Tebatten^gab es nieyt. Oberbgm. ?Jiecum verliest dte einzelnen ü.ilcl und stellt sie der Versammlung zur Diskussion, -tuel b 2, 3, Einnahme und Ausgabe zu Gebäuden und Grund- irüden werden vom Oberbgm. aus dem Voranschlag ver- lesen und genehmigt. Bei Titel 4 (Waldungen) emfpinnt jid) eine kleine Unterhaltung, die von Stadtv. Löb er veranlaßt wurde, der u. a. meinte, man könne mehr Eichen- stammholz schlagen, als dies im Voranschlag vorgesehen ei. Oberbgm. Mecum teilt der Versammlung darauf ein schreiben des Cbtiptlieti mit, worin es heitz^ daß ein solches Äorgchen im Sntetcfie der Psiege der Waldungen lu vcrioerjcii sei. Ter Tnel wird nach dem Boran,chiag genehmigt Auch die sollenden Tnel d und b°, betr Gas. und Eletri^itatswerk, weroen angenommen, nachdem ^taddv. ürumin bie Anfrage gestellt hatte, ob man schon eine Ueberficht über bie finanzielle Lage des Elektrizitätswerks habe uno ob man darauf regnen könne, daß die Verzinsung aufgebracht würde. Loerbgm. Mecum hatte da Mellt, lab dL Lrgodnis ^erm bis j-bt.günnig gc. w.,en jei. Ter Titel Wa„c.>ocrk wrrd, genehmigt. Ä.I der Scrlefung des Voranschlags für ba» AutI <,
erklärt stadtv. Krumm, daß er nicht feine ^ne^I"l9l5n6 )aru geben könne, daß bei Stellenbe,etzungen tm Schlacht- bausbetrieb neu eingestellte Leute vor fülu-jen, bie längere ßeit im Schlachthaus beschäftigt waren, vorgezogen wurden.
mehreren 23od>en ein Gesuch eingerelcht habe, zu dessen VerwirNidmng er Anschaffungen zu machen habe. Oberbürgermeister Mecum anltourtel, daß dieses Gesuch bei der nächsten Sitzung der Baudcputation zur Sprach« kommen werde. Bei Titel 48, Schuldetitilgung, beantragt Stadtv. Haubach Streichung der unter Pos. 8 vorgesehenen, in Ausgabe zu bringenden 41 000 Mk. Oberbgm. Mecum erinnert an frühere Verhandlungen und erklärt, selbst wenn diese ©treid)ung stattsände, würde doch Steuerechöhuna nötig fein. Die Ausführungen des Beigeordn. Gevrgr unterstützen den Lberburgenneister, und Titel 48 sowie die folgenden bis 52 werden genehmigt. Stadtv. Haubach fragt zu Nr. 2 und 3 des TttelS 52, Oktroi, an, vb die darin angeführten Baufd>summen noch den heutigen Verhältnissen entsprechen würden. Oberbgm. Mecum sagt zu, er walte sehen, ob und wann die Verträge kündbar seren.
Bet Titel 63, Betriebskapital, erklärt Oberbgm. Mecum,
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Man müsse ein Aufrücttn der Leute von unten nach oben i smtlsindcn lassen und solle, wenn neues Personal einrüchcn l müsse, dieses unten aiireihen. Der Fall, wonach eine I HiUfskraft derart bevorzugt worden sei, solle wieder rückgängig gemad>t werden. Oberbgm. Wi c c u m erwidert, eö habe gar keine neue Anstellung stattgefunden. Der ©d^lnd^l- hauödireklor habe bei ihm um eine neue Hilfskraft gebeten, > und er, der Oberbgm., habe ihm gesagt, wenn er gerade einen habe, könne er ihn einsaoeiien verwenden. Dieser । eingciteilte Mann sei nur au[ Utägige Kündigung angenommen worden. Der Titel «Ld-tachtt-aus wird, wie vor- gcschlagen, angenommen, ebenso Titel b (Jagden). Äfci der Beratung des Voranschlags für den folgenden Titel über Märkte bringt Stadtv. Krumm die neue Polizeiverordnung betr. die Ausmetkung der KAHe, zur Spiaa-e. Er ist dec Meinung, daß man die Kühe nicht üoll|tanbig aus- gemelkt auf den Markt bringen solle. (Vergl. unfern Vteh- inarlieberidit vom letzten Dienstag. D. Lied.) Er sd/lägl vor, man solle mit dem Kreisge|undheitsamt in Unterhandlungen eintreten, um festzustellen, ob sich nicht eine Milderung des betr. Verbots ecmöglid)cn lasse. Oberbgm. Mecum bemerkt, er wolle der Angelegenheit näher ge^en. Ltadtv. ftird) bringt danach Be|Ustverden vor, die ihm mitgeteilt worden seien und die sich auf Vorgänge beziehen, die sich beim Viehiiiarkt am letzten Dienstag zu- netiagen hätten. GS fei da oorgelommen, daß der ton- irollietenbe Tierarzt statt um U Uhr, da dec Markt beginnen sollte, erst naa- b Uhr crfdjnen. Die Händler seien oaruber unruhig geworden und hatten aniveiende Sd)Utz- icute veranlaßt, den Tierarzt telephoiiisch zu beitUa^idjiigen. Uladchem Staotv. Haiiau jeineni Bedauern darüber Ausdruck gegeben hatte, daß der ©djauememurU auf einem io sdmiUtzigeli Pmtze stattsände, kommt Staotv. Pirr nodj einmal au| die anderen Angelegenhetten zurück und stellt fest, daß der Tierarzt am letzten Dienstag auch etwas zu ruh weggegangen fei, als ihn einige Leut« noch um Aus- iiellung von Ge,undhettstcheinen für ihre Sd-weute equclieii u-oltten. Oberbgm. 'Mecum anlmortet, wenn das sich bewahrheite, sei es allerdings ein grober Mißstand; ei luolle die Sache unterjudjjen. Titel U, 10 und 11 werden genehmigt, naa>beui Stadtv. Pirr zu Titel 10, die Eichanstalt betret|eiü), geäußert haute, bie Anzeigen gegen Ge- ichaftSleute bei Hoiutotle chrec Mage und iM-wichre schienen ihm vieljach zu jchiver. In früheren Jahren sei man loyaler bei der Vornahme von Kontrollen verjähren. Die Geid)ä|ts- leute wurden absichtlich Nichts vernachlässigen, und die Strafen seren daher vretfach za sd-aoer gewe.en. Oberbgm. Mecum steht ganz auf dem Standpunkt des Staotv. Löb er, der bemerkt hatte, wenn ein Gesetz da sei, solle man aud) danach versai)ren, und erklärt, man könne doch dte Geja-oftsteute nicht lange vor der Kontrolle in Kenntnis setzen, sonst habe sie ja kernen Zweck mehr. Titel 12 und Lö werden auch ohne Debatte angenommen. Bei Titel 14, Volksschule und Fortt)ildungsschitte, fragt Stadtv. Hau- bach an, ob der Betrag von 50 Mk. wrrtttch vorge,ehen iveroen solle, um damit bae polizeiliche LKaussichtiguiig Oer FvrtbckdungSjchuler nach Sa^laß des Unterrichts zu bestreiten. Bevor drefe Posttton dl weiter beiprochen wird, knüpft Stadtv. Zann an dre Eüirichtutig dec Geivährung ireter «aiurmittel jur Unbemittelte euiige Lxsd/werden. Et meint, es komme vor, daß dre Eltern chre Kntder nicht genügend zur guten Beivat-rung ihrer xmi^er rc. aiihieltetr. lomn mässe ihnen das zur Pfncht macl-eit, und bie Nichtachtung dieser Anforderung so strafen, daß mau KoitiNieriatz jur bviujuDigte Su-iirMcktet beanspruche. Außerdem glaubt Stadtv. Zaitn rügen za muisen, daß in vieren Geschäftsbräuchen, nameiittich auch beim Verkauf von Schut>ad)int, die Unf ttte herrsd^, den Kritdern beim Kauf Geschenke, Bilder ujw zu verabjocgen. Dre Kinder würoen diese Sack-en mit in die Schule nehmen und den llnierna>t stören. Die G.jchäfts- leute wurden des,er daran tun, der Konkurrenz ui dec Bleise entgcgenzutreten, daß sie Loarcn be|ter Cualität lieferten. Oberbgm. Die cum bemerkt daraus, daß es doch mehr der moralischen (imioirlung der Lehrer überlassen bleiben müsse, die Bt-schädigung von freien Schulmitteln zu verhindern. Außerdem könne man ja in vielen Fällen gar nicht prüfen uitb bewcisen, ob Absicht vvrlag. Was die Befchiverden über die Gesd-ästsleute anlange, so mußte man, um dem Uebelstand abzuhelfen, doch wohl die, GeschästSleote selber unter sich Sttltung Nt.hmen lassen, ^kadw. Fann betont, cs seien tatsächlich böswillige Zerstöruiigen an Büchern u. s. w. DotgeCommcn. Stadtv. Cr big erwidert, es seien von den Lch.ern keine Beschwerden darüber laut geworden. Sonst wäre Abhttfe geschassen worden. Stadto. Fann bleibt bei seiner Feststellung; ihm seien solche Fälle von Lehrern mitgeteilt worden. Cbcrbgm. Mecum antwortet, dann könne er nur das Verfahren der Lehrer bebauem, bie statt an ihn, sich an die Stadtverordneten wenden würden. Stadtv. I an n sagt darauf, daß er viel Verkehr mit Lehrern habe, bie ihm manches mittcilten, ohne zu wissen, ob er es in ber Stadtverordnetenversammlung zur Sprache bringen würde. Cbcrbgm. Mecum verlangt von den Lehrern, daß sie i h m Mitteilung machten, wenn foldx Fälle von Beschädigungen vorkämen. Daraus glaubt Stadtv. Krumm Veranlassung nehmen zu selten, sich bagegen zu verwahren, daß es ben Stadtveror,. _.n verwehrt sein solle, sich über Vorkommnisse in ber <^mbt berichten zu lassen. Cberbgm. Mecum stellt das richtig unb bleibt Lei dem Tadel gegen bie betr. Lehrer. Man kommt wieder auf Position 31 von Titel 14 zurück. Stadtv. Kirch hält Aufsicht nach dem Sck-luß d.s Fortbildungsschulunterrichts für nötig. Aber einstimmig erklärt sich bie Versammlung für Streichung ber 50 Mk. bei ber Ausgabe für bie Dolisschule. — Tie solgenben Tckel werben ai.genommen Bei Titel 21, gemeinnützige Zwecke, beantragt ber Finanzausschuß 300 Mk. für Ehrenpreise für bie lanowirt- fchafiliche Ausstellung bereitzustellen. Das wird aiigo
In einer unter dem Vorsitz des Geh Äummernenrate Schieß-Düsseldorf zu Frankfurt a. M. abgchaltenen Auöschußsitzung des VereiiiS deutscher Weikzeugniasu)inen- fabelten sand ein MeinunasaiiStausch über die Geschäftslage statt. Es konnte festgestellt werden, daß die auf verschiedenen Gebieten des Wirtsd-astslebenS feit einiger Zett wahrnehmbare Besserung neuerdings auch auf den Werkzeugmaschinenbau zurüdzuwirken beginnt. Es zeigt sich in diesem durch den wirtschastlid)en Niedergang lange unter Truck gehaltenen Industriezweig wieder mehr Rigsamkcill Tie ArbeitLmenge entspricht srnlich der Leistungslahigkeit der Werke noch lange nicht, die Preise sind sehr schiedst, aber das Geschäft zieht an; bie Hütten- unb Walzwerke beginnen wieder, neue Bestellungen zu machen und auch in anderen Industriebetrieben tritt wieder mehr Bedarf für Werkzeugmaschinen hervor, sodaß die im Lause der langen itilandisd-en Absatzstockungen stark onacwad^enen Vonäte an Marktware (leichte Drehbänke und dergleid-en) sich zu lidsten anfangen. Vermißt werden noch umjang- reichere Bestellungen sür die Staatseiscnbahnen, Marine- '.nd Militärwerkstätten, die in dem neuen Gtatsjahr in sehr geringem Maße erfolgt find. Die Verwaltungen hatten gerade jetzt Gelegenheit, den von ihren technischen Beamten vielfach als sehr nötig erachteten Bedarf an Werkzeug- Maschinen zu den heule so niedrigen Preisen zu decken unb sich srül) auf billige Wei,e bie technischen Errungenschaften der Neuzeit im Bau von Werkzeugmaschinen burd) Auswechslung der stellenweise veralteten und wenig leistungsfähigen Mafchiiien in manchen ihrer Werkstätten zu dkutzen zu
SietzenerAnzeiger
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Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Giehen
irommen, und die Ausgaben unter diesem Titel wachsen dadurch auf 8971.40 Mk. — Bei Titel 23, etratzcnunter- haltung, macht Stadtv. Pirr daraus aufmerksam, daß auf ber rechten Seite des Bürgersteiges am SelteiSwcg mehrere chadhafle Stellen feien, die dringend dec Reparatur be- mrfiig feien. Cbcrbgm. Mecum will daran denken. Stadtv. H a u b a ch fragt zu Titel 24 an, warum 7000 Mk. mehr für Straßeneinridstung als im letzten Jahr in Vor- aiischlag gebrudst worden feien. Cberbgm. Mecum et* ividect, das Straßennetz habe fid) vergrößert, wodurch mehr Arbeiter eingestellt werden niüßten. Stadtv. Krumm macht bei Titel 27 auf Mißstände an einem Brunnen bet Stadt bei ber Kornblumengasfe aufmerksam. — Bei Titel Stiftungen erwähnt Stadtv. Haubach die deS verstorbenen Kaufnranirs Rodet, und 'fragt an, warum diese noch nicht aufgenonrmen ivorden sei. Beigeordn. Georgi entgegnet, man sei noch nicht schlüssig darüber, in welcher Weise man diese Stiftung veiweirden wolle. Ein Antrag in der Sache würde beniiiäd>ft vorgelegt werben. Staotv. Krumm pridst bei Beratung bes Titels „Zwecke bes Streifed und der Provinz" ben Wunsch aus, baß bei Arbeitsvergebungen unb Lieferungen bie heimische Arbeit Vorzugsweife berück- sichligt werben möge. Bei den Lieferungen für baS Pro- vinzialsicchcnt>aus habe man zu viel auswärtige Bestell* ungen gemacht. Stabto. Dt. Sck,äfer eiLärt baraus, baß Der Provinzialausschuß immer darauf gesehen habe, möglichst bie Arbeit ber engeren Heimat zu berücksichtigen. Bei Der Verlesung bes Budgets ber allgemeinen Verwaltung fragt Stadtv. Haubach an, ob bie Bureaugegenstänbe, Schreibmaterial, Druckfachen rc., in freihänbige Lieferung oder in Submission gestellt würben. Cberbgm. Mecum eriuibert, baß bie Lreferungen bisher freihändig vergebe» ivorden seien, daß für die Zukunft jedoch die BedarsSnach. Weisungen sck-on früher vorbereitet und öffentlich auSgelcgt werden füllten. Stadtv. Krumm regt an, daß die Bau* gcfuche nid>i fo laug hingezogen weroen sollttn, wie das leitljer ost gesd>ehen sei. Äom Cberbgm. Niecum aufge* .ordert, führt er den Fall des Bäckers Mütter in der Bahn* hvsstraße an. Dann fragt derselbe Stadtverordnete.an, ob die zu Titel 46, Pos. 22 ausgesührten 500 Mk. auf längere Dauer vorgesehen seien. Es sind das Kosten für das ftäbt Archiv. Cberbgm. Mecum bejaht die Frage und erklärt, daß der Archivraum vergrößert würde, wodurch auch die Arbeiten des tirdyiuard soch vermehren würden. Zu Pos. 15 des Titels fragt Stadtv. Haubach an, ob der städtische Voranschlag und der Verwaltuiigsbend>t immer nach einer Stelle in Druck gegeben würde. Cberbgm. Mecum weist auf den Vertrag hin, der dieferhalö mit dem Verlag des „Gieß. Anz." abgeschlossen worden sei. Die Stadtv. Löber, ßxumm und Euler kommen nochmals aus die Ver- Baugesuche zu sprechen, wobei Stadtv. aß der Wirt Skalitzky von hier schon Duc
legung.
Ler Bauarbeitkrstrrik miehmer haben mehrere 100 den letzten Tagen kam d reitenden, welche die iremd» rollten, sodaß die Polijei ein- ungen vornahm.
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