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des Angeklagten wäre nicht das einer Urteils f L hi gen Person gewesen. Der Sachverständige fronte, wessen sie angellagt sei. Darauf habe sie erwidert: ,Lch soll das Kind getötet haben, das ist doch nicht wahr." Ferner behauptet sie, daß das Kind beim Werfen aus dem Fenster bereits tot gewesen sei, eine Aussage, die sie 8 Tage später bei dem Untersuchungsrichter widerrief, indem sie angab, nach dem Hinunterwersen hätte sie das Kind unten schreien hören. Diese widersprecheirden Aussagen seien bezeichnend jur das seelis-che Verhallen der Angeklagten. Ueberhaupt war — so fuhr der Sachverständige fort — chre ganze Tat äußerst planlos und unüberlegt. Sie tonnte das Mud in Papier oder Lumpen wickeln und heimlich weg- tragen. Sie hat trotz der Erregung, in die unzweifelhaft jede unehelich Gebärende kommt, am nächsten Morgen ohne irgendwelche Erregung mit ihren Angehörigen gefrühstückt, jeden Tag größere Spaziergänge, ja sogar Touren über 2 Stunden gemacht und niemand hätte chr etwas ange- merkt. Kann das jemand, der normal ist? Tas ist eben ein Zeichen geiftig er Mindewertigkeit, die unzweifelhaft die Angeklagte besitzt. Eine derartige k o r p erlich e K r a f t e n t h a l t u n g, wie sie der Angetlagten eigen sei, besäße man stets nur auf Kosten einer geistigen Zurückgebliebenheit. Auch das stereotype, nervöse Lächeln, welches die Angeklagte in der Verhandlung zur Schau trage, müsse für jeden Arzt ausfallend sein. Wenn sie selbst behaupte, daß sie das Kind beim Niederfallen auf den Erdboden habe schreien gehört, so sei dies kaum glaubhaft, da derartige Angaben von unehelich Gebärenden ziemlich untontrollierbar seien. Nach alledem kam der Sach- oerständige zu der Ansicht, daß die Angeklagte heute nicht voll im Bewußtsein dessen sei, was sie tue, noch weniger aber wäre sie es gewesen bei der Geburt.
Tiefe Ausführungen des Sachverständigen veranlaßten den Ersten Staatsan walt Lehmann zu dem Anträge, chn, der vielfach mit der Angektagten amtlich im Gefängnis zusammengetommen sei, als Ze uge zu veriiehmen. Dem Anrrag wurde flau gegeben, der Er,te Staatsanwalt übergab feinem Substituten, Staatsanwalt Tr. Rarnlow, oie weitere Vertretung der Staatsaiuvaltschast in dem Pro
zesse und erschien als Zeuge an der ^cyranke. Iu fast ciu|tünbigen Ausführungen erörterte der Zeuge seine Wahr-
»eilig feit ierzu freund
lichst eingeladen.
Hotlesdienst in der Synagoge, Südanlage. Israelitische Veligionsgemeinde.
Samstag, b en 2ö. April 1903.
Vorabend 7.15 Uhr. Morgens 8.80 Uhr.
Nachmittag 4 Uhr.
Sabbathausgang 8.20 Uhr.
u. Meyer eingegangen, die an der Lahn Rosenthal u. (Sie. ein Fellgebäude errichten will. Dberbgm. Mecum ist nicht für die Bewilligung des Gesuches, da die Baufluchtlinie der dort später zu bauenden Straße noch nicht festliege. Stadto. Heichelheim spricht dafür, den neuen Steuerzahler von unserer Stadt nicht mit seinem Gesuche ab»
Einstellung der 19 000 Mk. zu genehmigen, was danach ge- schieht Ebenso werden die folgenden Titel debatteloS nach dem Voranschlag genehmigt. Hierauf wird auch der Stadt- erroeiterungSfonbS, um 100 000 Mk. vermehrt, genehmigt.
Man tritt danach in die Verhandlung der übrigen Punkte der Tagesordnung ein. Sie wurden ziemlich rasch erledigt. Das Baugesuch der Studentenverbindung .Chattia" für den Wetzlarerweg wurde zurückgezogen. Das Projekt der Anlage einer Straße am rechten Wieseckufer zwischen Frank- furter- und Bahnhofstraße wurde von der Tagesordnung ab» gesetzt. — Zu Punkt 5 der Tagesordnung verliest Dberbgm. Mecum ein Schreiben des Stadtv. Schmall, der krankheitshalber den Vorsitz der Finanzdeputation zur Prüfung des Verwaltungsberichts niederlegt. An seine Stelle wird Stv. Emmelius gewählt. — Es war ein Gesuch der Firma Stein für die Firma
kürzten zwei Arbeiter von einem Neubau. Beide find töt-
Nachmittags um 2 *„ Uhr: Andacht.
Abends um 7 Uhr in StemS Garten: ^Feier deSsil bernen RegierungS - 3u biläum- S r. S> ‘" *! * *'1 des Papstes LeoXI11. Die ganze Gemeinde ist hi
Krieskasten der Redaktion.
(Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.)
ft. R. Es wird Ihnen nichts anderes übrig bleiben, als sich die Bescheinigungen von Neuem auSslellen zu lassen, was Ihnen nicht oerivelgerl werden wird, wenn Sie den Verlust glaubyaü machen, da ja dort alles sorgfältig gebucht ist.
Seidenstoffe^^ Elten & Keussen, Krefeld.
(GeridjtsfnaL
Braunschweig, 18. April. Das unglückselige Duell Ruff-Reiß gelangte heute, wie schon kurz gemeldet, vor dem Kriegsgericht der 20. Division noch einmal zur Erörterung. Der Leutnant der Reserve des bayerischen Infanterie-Regiments Nr. 13, Chemiker Dr. Franz Barche r s aus Wolfenbüttel, war wegen Beihilfe zum Zweikampf angenagt AlS seinerzeit die Differenzen zwischen den Korpsstudenten Ruff und Reiß entstanden, befand sich der Angeschuldigte in Mannheim. Er wurde telegraphisch nach Karlsruhe gerufen, um am Ehrengericht teilzunehmen, das über den Fall Ruff-Reiß zu befinden Halle. Der Spruch lautete auf zweimaligen Kugelwechsel bei 16 Schritten Distanz. Das Duell fand diesen Bedingungen aemätz stall und kostete bekanntlich dem Studenten Reiß das Leben. Leutnant Borchers läßt sich eingehend über seine Mitwirkung keim Ehrengericht aus. Auf die erste telegraphische Einladung zu der Sitzung ersuchte er, ihn von der Teilnahme zu entbinden, erhielt aber die Antwort, daß sein Erscheinen dringend notwendig sei. Darauf reiste er nach Karlsruhe ab und es fand am 5. Oktober v. I. abends sie Sitzung des Ehrengerichts stall. Bei Festsetzung der Bedingungen trat Leutnant Borchers seiner Behauptung nach für die mildeste Form, einmaligen Kugelwechsel, ein, blieb aber in der Minderheit und sah sich schließlich gezwungen, zweimaligem Kugelwechsel bei 16 Schrill Distanz j uzustimmen. Das Gericht erkannte auf 23 Tage Festungshaft. In der Urteilsbegründung wurde ausgesührt, dem Angeschuldigten ständen ganz erhebliche Milderungsaründe zur Selle. Das Gericht empfahl ihm, ein Gnadengesuch an den Kaiser zu richten, wenn dieser nicht bei Bestätigung des Urteils schon aus eigenster Initiative Gnade wallen lassen ollte.
ich v er letzt.
• Speyer, 23. April. In einer außerordentlichen Generalversammlung des Allgemeinen Kranken-Unter- tützungS»Vereins erhielten die Mitglieder die Mitteilung, daß das gesamte Vermögen der Kasse mit 12000 Mk. durch deren Verwalter, Dr. Vorwick, veruntreut worden L 7000 Mk. sind durch Verpfändung einer LebenSoer- cherungSpolize gedeckt. Die Revision der Kaffe soll feit ähren unterblieben fein.
♦ Zwei Stud cnte n wegen „Spion aae" verhaftet. In der Osterwoche wurden, wie aus Bodenbach gemeldet wird, auf dem dortigen Bahnhof zwei Dresdener Studierende, Fritz Dühring und Wilhelm Lauckner, in dem Augenblicke verhaftet, als sie sich im Hcizhause, wo sich gerade zwei für Dtobilisierungszwecke reservierte Maschinen befanden, Notizen über Eisenbahnmaterial machten. Man ! sielt sie für Spione. Ihre Eltern, Dresdener Großkausi leute, riefen die Intervention des deutschen Konsuls in Prag an, worauf die Studenten nach zehntägiger Haft frei- gelassen wurden. Sie hatten, wie sich herausstellte, Harm- lose Sportliebhaberei getrieben.
Arbeiterbewegung.
Pirmasens, 23. April. Zur Auirechlerhaltung der Ordnung sind aus der ganzen Platz Gendarmerieinannsc1)ailen in Höhe von 30 Mann nach hier abbeordert worden. Nach Bekanntmachung deS Bürgermeisteramts sind die Sammlungen bei der Bürgerschaft zu Gunsten der Ausständigen untersagt worden. In den meisten Fabriken wird das Stillstehen der Arbeit zur Herrichtung der Aabrikräumlichkeilen verwendet, wobei die unorganisierten Arbeite- beschäftigt werden.
Kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinde.
Sam-tag, den 26. April.
Iu der Iohauucoktrche.
Nachmittag- 2 Uhr: Beichte und Vorbereitung zu btt mit der Konfirmation verbundenen Abendmahlsfeier.
Pfarrer Euler.
MiserieordiaS-Domini, Sonntag, den 26. April. Gottesdienst.
In der Stadtkirche.
Vormittags 91/« Uhr: Pfarrer Schlosser.
Vormittags 11 Uhr: Kindertirche für die MatthäuSgemeinde.
Pfarrer Schloff er.
Abends 6 Uhr: Siehe IohanneSkirche.
MontaL, den 27. April, abends 8 Uhr, versammelt sich im oberen Konfirmandensaal die Vereinigung der konfirmierten treib lichen Jugend der Mallhäusgemeinde und die der Martusgemeinde im unteren Konfirmandenfaal, Kirchslraße 9.
Iu der Iohanueskirche.
Vormittags 9 */, Uhr: Konfirmation der Kinder aus der Lukas- und Rtilitärgemeiude; im Anschluß daran Feier des heil. Abendmahls. Pfarrer Euler.
Abends 6 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.
Katholische Gemeinde.
S a m S l a g, den 25. April 1903.
Nachmittag- um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit |ut hl. Beicht.
Sonntag, den 26. April.
2. Sonntag nach Ostern.
Vormittag- von 6 Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht.
, um 7 Uhr: Die erste hell Messe, vor und in derselben Austeilung der hell Kommunion.
„ um 8 Uhr: Die »weite hell Messe. Militärgotte-- dienst m. Predigt.
, um 9 •/, Uhr: Hochamt.
Die Ermittelungen über die Kindesmörderin — es war Standes im Gerichissaale ihrem Verführer gegen uberaejteUi ein Preis von 300 Mk. für deren Ergreifung ausgesetzt — werben würde ll a. mehr. Zeuge erhielt leboch keine posi- verliefeil fruchtlos. Erst anfangs 1903 wurde die Staats- rrve Antwort, ll.eberra.fcht war er daher, als die Ange- anwaltschall durch einen beim Gericht eingegangenen ano-1 llagte plötzlich mit der Behauptung auftrat; „Wie soll ich nymen Brief auf die Spur der Täterin gelenkt, woraufloas eigentlich gewesen sein, bas Kind war ja schon 3 bis ihre Verhaftung erfolgte. 14 Tage alt, tuu> war mit Laub bedeckt." Der Zeuge eill-
Von den Aussagen der Zeugen interessiert vor allem gegnete, daß eine derartige Annahme, daß das -llnd nicht die der Kousine der Angeklagten, des Fräulein Schodde. neugeboren sei, unztllressend sei. Allm kam dann auf eine Die Zeugin schildert die Angellagte als sehr häuslich und ärztliche Untersuchung zu sprechen, die die Angeklagte an als eine große Tierfreundin. Auch den Armen gegenüber I, ich selbst vornehmen lchsen wollte, um nachzuweisen, daß war fi« stets freigiebig. Dem Verkehr der Eltern mit den Lie nicht geboren hülle. Als indessen durch den Gefängnis- Kindern wohnte eine gewisse Steifheit inne. Die Kinder aE^t hie Untersuchung vor sich gehen sollte, gab sie zu, daß blieben mehr sich selbst überlassen. Mit 16 Jahren to-urbe ,ie/ nls sie nach Fulda reifte, sich in anderen lUnfuinben Emilie v. Seckendorfs in ein Londoner Pensionat verbracht, befand. Der Zeuge hat mehrere BesprechMgen mll der wo sie y< Jahre blieb. Nach ihrer Rückkehr lebte sie ganz- I ^ingetlagteu gehabt, aber in allen war nie davon die Rede, lich zurückgezogen, da die Eltern gar keinen gesellschaft- welchem Zeitpunkt bas Kind noch gelebt Halle. In der lichen Verkehr unterhielten. Die Ellern sind sehr vermögend I ^tuirung, die |ie ui Gegenwart des Zeugen aus freiem und besitzen in Rüsselsheim ein großes Grundstück mll 2inmebe )christlich gegeben hat, nämlich „das Kllid war am Park am Alain. Die Angeklagte giebt nichts auf elegante I ^ben, als ich es huiunlerwarf", und in einer am ä. April Toiletten, im Gegenteil liebt sie es, möglichst einfach ge° üeul Untersitchtrngsrtchlll: gegebenen gleichen Erklärung, kleidet zu gehen. I„well das Kind unten schrie, glaubte ich daß es
Die als Zeugin vernommene Frau Pfarr er Fran k I ^m Hinauswerfen lebte'', erblickt der Zeuge ein volles war 7 Jahre lang, als die Angeklagte sich in dem Alter I ^liumwundenes Geständnis der Aiigeklagten.
von 4 bis 11 Jahren befand, Erzieherin in bem ©eden-1 <£er Sachperstätwige Professor D r. Psannen- dorff'schen Hause. Sie betont, daß Emilie von Seckendorfj I stiel-Gie ß e n führte aus, daß das Kllid möglicherweise ein sehr schwer zu lenlenbed und verschlossenes Kino ge-1 g^che zum Fenfter hinausgeworsen worden ,ei und der wesen sei. Dabei wäre sie jedoch sehr selbstlos. In den I ÄCßcei/ £)en die Aiigetlagte gehört haben will, auf Halluzi- erften Jahren bekamen die Kinder ihre Intern abenoä I ll(lii4)uen beruht haoen tann. Durch die Sturzgeburt sei es nur ca. 10 Minuten zu Gesicht. Die Zeugin rühmt die I^ohi nivglich, da» das Kind eine innerliche Sa-ädelblutung, große Neigung, die das Kino für bie Musik entfaltete. I Die ,u reLnem Tode führte, batwiigetragen hat. Ihm sei es
Aus der Beweisaufnahme und Vernehmung mag nochl wahrschellilich bau das Kuw draußen nicht mehr gehervorgehoben werden, daß die Angeklagte von ihrem 3u-1 .^.^ieen Hove, obwohl es noch gelebt haben muß, da es nicht stand, der seinerzeit zu ihrer Entbindung führte, zu niemand schiwll an der inneren Schädel!)Ullung gestorben feüi etwas Sesagt hat. Es ^scheint möglich und'wird ange- Nun müsse die Frage der ZurechnungSiähigkell der nommen, daß sie sich Fraulem Schodde gegenüber bei Angeklagten aufgeworfen werden. An und für fsei ihre ihrer Reise nach ^ulda hat enllecken wollen, doch kam alldenteüie Zurechnungsfähigkeit sehr ftark in die Geburt nach ihrer Berechnung, 14 --tage zu früh, sodaß I - »ifel au -rieben ' fie bei ine eüie Art von äöass er- sie md>t ’taeta ba*« -°m Sie h-t bann bie U Sto8=, für ?“ ef* ^Vbef j f i?eTtr ru af L
die ihr Aufenthalt in Fulda berechnet war, auch bei ihrer I n Solche leichte Form von Wasserkopf bei
Tante zugebracht, ohne sich dieser oder ihrer 1 ^rroadiienen führe oft zu moralischem Schwach
gegenüber irgendwie zu verraten, und ist dann wieder ■ t n 1L ßlaube/ baß man es hier mit einem solchen In- ju ihren Eltern gereift. . f . . I pipiduum zu tun habe. Was nun die Zurechnungsfähigkeit
„ .N°ch Mudaus- erfolgten dre -u>(<) dag sich bre
Gutachten der a ch v e st a n d lfl t*1- I vlnaetlaate zurzell der Tat lli psychischer Berwirrt-
Zunächst wurde Tr. med. Kind- Fulda vernommen, ^be^agii. zurzeit oer aau. ui v i V •’Ji“!“;
Tod deS Kindes ist auf mehrfache Brüche des Schädeldaches I gekommen jem. t s
imrütfAuführen bie lich bas Jtinb durch bas Hinauswersen . Hebet bie Frage bet Unzutechnungssichigkert mürben nmr’-men hat Ucber den Geisteszustand sämtliche Sachverständige nochmals emgehend vernommen.
b» äÄ SÄ Li befragt e^^iV ^ch. stbenja wie Pr^fefchr Du Psaunenstiel hau $t. Böhmel bie Verständige, daß er es nicht für ausgeschlossen erachtet, Angellagte zurzell der Tat für unzurechnungsfähig, eine daß sie bei Begehung der Tat nicht ganz zurechnungsfähig Meinung, die er in längeren Ausführungen begründete, npffipfpn V Auch die beiden ersten Aerzle hallen mehr oder weniger
Dr. Sch neid er-Fulda ist der Ansicht, daß das Kind, Die Möglichkeit einer in unfreiem Willeiiszustande Der- nachdem es aus dem Fenster geworfen worden war, aller- litten ^.at sellens der Angeklagten nicht für ausgeschlossen, höchstens etwa y* Stunde gelebt hat. Es sei bekannt, daß Woraus Staatsanwall Dr. diamtow den Anttg stelll, den derartig von der Niederkunft überraschte Personen in einen Psychiater Professor Dr. ^uczek-Marburg als welleren Sach- Zustaiid höchster Erregung geraten und bann nicht mehr oerständigen zu laden. „„„atin au
wi ssen, was sie tun. Immerhin sei die Angeklagte f Ter Verteidiger hielt^ dies für unnötig Das Gericht bei der Geburt nicht ohnmächtig geworden, überhaupt hätte lehnte den Antrag des -LtaatSanwalls mit Rücksicht au sie dieser Akt kauman gegriffen. Von hundert Müllem die geäußerten Gutachten der vier ^sachverständigen ab. würden wohl 99 es aber nicht fertig gebracht haben, am Hieraus beantragt der Staatsanwalt selbst bei den erhebnächste n T a g e, ohne daß die Angehörigen etwas merkten, llchen Zweifeln, dem alten Rechtsgrunds atze in dubio pro mit diesen das Essen einzunehmen und früh zur Messe reo huldigend, die schuld frage zu verneinen, will zu geben, sowie am folgenden Tage bereits die Geschworenen nach kurzer Beratung, taten. Hieraus größere Spaziergänge zu enternehmen, wie eS die I s p r a ch das Gericht Frl. v. Seckendorfs v o n der An- Lngeklagte getan bat Ihr ganzes Benehmelt zeige, daß Nage der vorsätzlichen Kinde-tötung frei. Die sie wenig von der Geburt angegriffen worden sei. Gewiß,AngeNagte wurde sofort aus der Ha st entlassen. sei auch ein feelifdjer Tepresjionszustand bei ihr bemerk- "
Ear gewesen, aber keinesivegs hülle sich die Angeklagte in UfrilÜldltfS.
8LNLzSilSfÄiSB iS , •. =,mw
die Rede sein könne sv h n ist dem „Bert Tabt" zufolge durch Beschluß der
Sachberständiger Dr. B ö tz m e l - Frankfurt a. Dt hat «ettiner medizinischen I-arilltät bis aus weiteres von seinem aufWunsch des Untersuchungsrichters die Angellagte unter- Lehranite suspendiert Er wird deschrckbigt, sich an sncht Er hat festgestellt, daß eine sogenannte ..^»cuerfayrigen ..Mädchen vergangen zu ha^w
gebürt bei chr Vorgelegen batte. BenehnenI ®f)en, 24. April. Im benachbarten Ruttenicheid
zuweisen. Die Stadtv. Huhn und Löb er sprechen aus gesundheitlichen Gründen gegen die Genehmigung. Stadtv. Pirr regt an, es fei ein gewisses Bedürfnis da für eine derartige Anstalt Die hiesigen Gewerbe beschäftigten sich nicht mit der Verschleißung von Ochsenhäuten. Das Gesuch wird von der Versammlung abgelehnt. — Die Kommission für Vertilgung der Blutlaus wird wiedergewählt; statt des verstorbenen Herrn Flett wird Stadto. Löber als Mitglied der Kommisiion ernannt-—Der Tarif für das Droschkenfuhrwesen wird nach dem Vorschlag des Polizeiamts demjenigen nach der neuen Kaserne entsprechend festgesetzt. — Das Gesuch des Schauspielers Christian von Stahl um Aufnahme in den hessischen Untertanenverband wird vom Dberbgm. befürwortet, aber von der Versammlung nicht. — Folgende Gesuche um Erlaubnis zum Wirtschaftsbetrieb werden genehmigt: des Heinrich Dörner im Forstgarten; des Gerhard Henstege von Duisburg im Hause Dammstraße Nr. 29; deS Karl Vogt am , w . , „ - - ■
Asterwea Nr. 12 und des Karl Peppler in Grünbergerstraße uehmungen in dem amtlichen Verkehr mir der Angeklagien. Nr. 32. Damit war die Tagesordnung der öffentlichen ^ yeruor daß ru deu mehriacyen «o>prechuugeu. dre Schung erschöpft. Es folgte gehe.me S,gung.____________ ma-7 wAe°2' bd
»ar-«-ss- -. Se-e»d°-ff -°r dem Schwurgericht. I
(Fortsetzung aus dem Parlamentsblatt.) I polm, wenn sie nichts zugäbe, als Mädchen ihres


