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24/03/1903 Erstes Blatt
 
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Diendtag 24. März 1903

153. Jahrgang

Erstes Blatt.

Äbirlie tüt rfpetdxni

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g beispielsweise auf die Behandlung tzland nicht auöbleioen. Qhaj Bülow

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ynlilildje Tagesschau.

Zum ntuc(itn DlMtfierwechsel in Bayern.

Wir teilten bereits m unjerer heutigen Parlaments- auögabe nul, daß, w»e bestimmt verlautet, der bayerische Muuiier des Innern, Frhr. v. Feilltzjch, an, 22. d. Bi. lern Entlassungsgesuch emgereicht habe. Die Enlfcheidung darüber iU noch nicht erfolgt. Schon nach dein Rücktritt de» Biintlterprälldenten Grafen Crailsheim hieß, daß auch «Zrhr. v. FeiUtzich demnachlt aus dein Amte jcheiden werde. Auch er gilt als centrumsjeindlich. Er scheint aber auch noch andere Gründe zum Rücktritt zu haben. Man nannte ihn vielfach in Verbindung nnl der verurteilten Biünchencr Lllftsobcrm Elise v. He u Ster. Rach den .Münch. 91. Rachr.* soU es jedoch nicht an ihm, sondern an der Prin. zejjtn Ludwig Ferdinand gelegen haben, wenn die Oberin so lange in ihrem Amte belassen worden sei, aus ivclcheni der Munster sie längst habe entfernen 'vollen. Die Prinzessin habe den Taibeiiand auch öffcnllid) in der Presse leststellen wollen, sei aber an der Veiossenilichung gehindert ivorden. Doch nehme die Pnnzessin jede Gelegenheit wahr, ihrem Inhalte mündliche Verbreitung zu verschaffen und da­mit den Minister vor ungerecht,ertiglcn Vorwürfen

Nr. 70

rieftet tlgfie auun Bonniad*.

t*n\ tÄiebmrr Hnötiger werden im fBedüel mll dein hessische» taebeirt birie|cntr jaallle«* dlüNtk oifnnal in bet tbodx beigelegL ftoioiioneörud u. Ber­ta« bei Blüht iitze,

btud»iei(Vieild)<tiben)

Uöafiion, tipebUWi unb Trudriei.

tdbili* Od LfU du.ch «bbole- u. ?<roighellm monathd) 65 durch birfouDU 2 - etenel* läbtl autlcbl 6rhrll^ 3nnüt?mt een 3n|rigcB Hit di, io«renunnnrl bii eetmilio«« 10 Ubt, ynlenpiri« itffalll'UI« ,«<«vd<N Hi t<«g.

B,ttichi

j u schützen. Dazu bemerken die ,'DL 9L 9iachr.': ,Tas geschilderte Eingreifen von hoher Leite hätte aus feinen jqU udjqge und notwendige Handlungen des Ministeriums ucr- hindern dürfen.'

Erwähnt zu werden verdient noch ein kleines Vor. lomminS. Die vorletzte Nummer 51 des belannten satirischen Blattes ,L impl icifs i mus' (Verlag von Alb. Langen in München) enthält das Titelbild des Rarifaiuriltcn Heine: Der bayrische Lowe, wie er sich vom Mimner nicht schwarz» weiß anpinjeln lassen wollte. Ter ergrimmte bayrische Leu oerjchlmgt den Minister mit Haut und Haar, und wie er ge> sättigt und zufrieden daliegl, stülpt ein laiholijcher Geistliche den Farbtopf über den Löwen und färbt ihn pechlohlraben ichwarz zum Lohn. Diese Stummer ist dem Prinz Regenten Luitpold am vergangenen Freitag in die Hand gegeben Hoden. Der alte Herr hat das Bild Heines auf» merksam studiert und war davon sehr betroffen.

®i bcn pelu M jUqtnv teil B Wulfe tüf unb Van#' unb l»end)i6laar lull

Piaio 'ui Oe* tliw ifkieuifil t*one Ard.

< eordnctcnhaufe und überreichten dem Präsidenten einen frolrst gegen die Vehrvorlage.

k£3 zeigt sich übrigens, baß die SteNungnahme des Grälen Bülow bezüglich der Deutschen in Ungarn nicht allgemeine Billigung findet. DaS Tank-Telegramm, welche» die ma­gyarischen Ltudeilteii dem RcichSlanzier nach der betreffen­den ReichSlaaSrede sandten, h.tt auch die Kreise etniget- a0en bedenkt ich gestimmt, die den Bestrebungen derrlll- dcutschen" fern stehen. ISS gewinnt in der Tat den An- djein, als faßten Die Magyaren Die Erklärung de» Grafen Bülow im Sinne einer PiciSgabe der Deittfd^n in Ungarn auf, und die Möglichkeit liegt vor, baß die letzteren den Rücksichtslosigkeiten der Maayarcn künsttg noch mehr aufr» gefetzt sein werden. Droht aber derartiges am grünen Holze eines dem Trerbund angeschlossenen Staate», dann lann die üble Nachwirkuni ' " * u:

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Kf, bewilligt Zuglt.j a& die Derthchsch^^ i« troaltung unter Ku, Wnden habe rotzen Mehrmisgabkn m M nur bas $m ?abe Denn bet AnegS. lUMrung gegeben bäne, « Truppenplah bttoübat ntlter? muß ii >fr kMl ist so rein. Unflat albbranb fast bet ganze Ic. Fälle aber batte btt sschatzamt früher btnad).-

6t die Resolution

: bet Beschluß bet flom :t Schiffe .Irene' unb sehen, genehmigt, ganze Summe zu br- tauchssteuetn" bat tr um 15 Millionen, von

t sei, daß ein sübbeutsLtr öhung bet Bietsteuet halb erwidert,. datz ikrhanb- ifühtung einer ScüWbiet'

(ärt diese Auslmist für m« schm einer SRciiSbieritfiiet ncrbalb bet Btausleucr- i die Industrie schon zwei worden.

an LandeS-AuS,-bub ß- B. Schtmit aus ernt besteuern dH die mist meldet Regierung m« ba Brausteuer vomebm, Aeichkbierstmer W.

Sozialdemokratie brauchte die Konservativen Men . «HeiÄien'teuer, ll'>ehen rehiber baldigen

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Tie Budapester Ltudevlenkrawalle

nehmen ihren QOtiuun^ CeiuPtu.uii ergaben sich am Montag nach der ^Lechink", drangen in den L.h 1 aal ein, in welchem Rektor Ilosvauy eine B-rlcs^ng über u^inic hielt und schrien: Verhindert die LorlcsunH! Lchliesjlich wurden ,ie von den Technikern aus dem ^aale gedrängt. Ter Rektor der Universität verössentlichi eine jVunbmadjung, in welcher er die Studenten ausfordert, zu ruhiger rb.it zuruckzukehcen, da sonst die strengsten G^genmaäcegcln er­griffen werden müglen. Auf der Univerfitüt falten alle Borlcjungen aus. Lus dem Hörfale sind die Studenten abgezogen, nachdem sie erklärt hat.en, so lange leine Bor- lcsung.n anhören zu wollen, a.s ihnen nicht Genugtuung aewä^rr wir.. Tie Borleiungcn d.s Professors Eou^.e mür­ben von den Studenten gewaltsam n-'-h.n^rr. Gestern er- schienen zwei grotze Deputationen aus der Provinz im Ab-

sich entwickeln können, wenn der Reichbkanzler den Wissensdurst de» Abg. Dr. Spahn (Zentr.) in Sachen de» Iesuitengesetz-Antrag» Preußen» die An­regung erfolgte in der Generalbiökussion zum Etat ae- stillt hatte. Tod) Gras Bülow hüllte sich in dipivmatische» Sd-weigen, wo» sich wohl nur in dem Sinne deuten läßt, bafj die Einbringung beb preußischen Antrags im Bundesral einstweilen vertagt n-ordcn ist. Dem Zentrum kommt da- für den Dahlkamps vielleicht nicht gaiu ungelegen; ist et doch so in der Lage, auf dieSaumseligkeit in der Er­füllung einer erteilten Zusage binzuweisen. Beim Mill- re tat gab es die Üblichen Reden von Mitgliedern der äußersten Linken und noch einige andere, die bei der Ferien- slimmung im Parket grostenleils unverständlich waren. Au» dem preußischen Abgeordnekenhause hatten sich mittlerweile die Inhaber von Doppelmandaten eingefundcn, sodaß aar bald eine geräuschvolle Unterhaltung rn Gang kam. Tie präsidierenden Herren de» frühen «itzungebeuinns wegen lüsten sie sich wiederholt ab trugen dem Fcriengesühl nach Möglichkeit Rechnung und schritten nur ein, meint das Stimmengewirr zu stark anscl)woll. Abg. Zu bei! ^Soz.) freilich mit seinem dröhnenden Ergan drang durch, cd gelüstete ihn nach einem neuenGang" mit dem rede­gewandten Tepartementsd-ef im ttriegsuiinisterium General­major v. Einem und mit seinen politisd>enAntipoden", dem Vertreter Potsdam», Abg. Pauli (wildkons.l. Tas Do pp e l d u e 11" ging beim auch in Szene, und wenn Herr Zubeil sich den Sieg zuschreiben sollte, so würde er es aus dem Gefühlrührender DeschcidenheU" heraus tun, das, wie Herr v. Einem satirisd) meinte, Herrn Zubcil glauben macht, daß lediglid) seinen ReidMagSredcu die sozialen Fortschritte in den Wilitärwerkslatten danken feien. Immerhin bewies Herr Zubeil heute, dag auch er Sinn für Humor h<rt: er hielt dem Vertreter der Militär­verwaltung auch seinerseits ein Cital ausWallenstein" entgegen, wie dieser ihm bei der zweiten Lesung des Etats. Für die nicht beteiligten Herren war dieser Zwischensall ein etheilerudes Intermczzo. Tie Parlamentär.fd)e Arbeit wurde aber durch ihn nicht unbeträchtlich verzögert. Tie Absicht dcS Präsidenten, die Etatsberatung heute zum Ab­schluß zu vringen, ließ sich nicht durchsuhren. Der Rest wird morgen aufgearbeitet, und zwar haf.t man so zeitig fertig zu werden, daß die Süddeutschen den Anschluß an die Schnellzüge erreichen. _______________________________

zu statuieren.

ZN Kelte».stiMMUNg.

Unser B rlinee parlamcnear.icher Mitarbeiter schreibt llnterm 23. März:

HMjr dem Sieger Lenz streckt auch der Reichstag die Waffen Ter Sonnensd-ein und das zarte Grüa» üben größere Aiiz.eh.iiigskiaft auf die Abgeo^mten aus, als die Reden zur dritten Lesung des EtatS. In Hellen Hausen sind die Gesetzgeber nach der Hcunat abgce.ifl. Lurüdgebli.ben ist die veryalmismaß.g Herne ^1*11 bei UnetiuübMcn unb berer, bie noch etwas au, bem verjen baten, an Die Adresse des Gegners. Tanut ist die Art oer Tebalte in der Haupt fache g^ kennzeichnet. Da^ es an sll aifen Worten nicht sehtte, dafür jorgeen die Abgg. Bebe« <Soz.i und Stöcker (roilbdie des buianulcn Heien Ro r- ni an ii »6 chu nann wegen ancinanücr gerieten. Es ge- fcüal: die' beimAlienveilsetat" des Reicysamis des In­nern dessen Besprechung w.e stets den breitesten Raum in du Debatte eini^hm. tzine hochpolitische Ti-kussion hätte

V'Uk jltlion grgett Ptkmukla.

W. Tll-B. meldet auS Earaea» unterm 23. d. M Präsident 6 a ft r 0 oerla» im Ikongreß in Gegenwart de» ; diplomatischen »vrp» eine votschast. Er verlangte doS Aus- , hören der inneren Zwiettad)it, um eine Zerrüttung de» Lande» zu vermeiden, und sagte, die europäische In- . teroention geschah durch Leute, die unfähig sind, ihre Ansprüche der Unparteilichkeit der Gerichte zu unter- . breiten und Gewalt andwendeten, weil er sich weigerte, bcn ungerechten Forberun gen En glanbS unb Deutsch 1 anb » nachzugeben. Sie batten m heimlichem EinverstonbniS mit Matvs verhanbelt, um Eastro loszu- werben. Viad^ein bie Souveränetät bes Landes gewahrt sei. lege er sein Amt nieder. Der Kongreß möge einen |old>cn Nachsolger wählen, daß kein Venezolaner mehr Hinneigung zu den Fremden zu empsindeu braudje, die ohne Rechtsgrund gewaltsam über das unglückliche Land hersielen zum Schaden d e r Z i v i l i s a t i 0 ii und der Errungeuschasten des Recht». Er wünsche lediglid), Venezuela geachtet und glücklich zu ^^ne Depesche de» Newyork-Herald" au» Port of Spain meldet: Der englische K r e u z e rP a l l a s" nahm das venezolanische K r i e g s s ch i s s3i e st a u r a d 0 r" unter ber Beschuldigung der Seeräuberei weg. Rach Reuter ist derRe,laucabor" bald nad)t>em er von den Verbündeten zurüclgegeben war, auf Seeraub ausgegangen, indem er die Ladungen wcgnahm, bie Schiffe abtakclte und alLdann sick) selbst üoerließ.

Aud) sür unsere diploinatischen Kreise bedeutet der Rück­tritt des PräsidiNten Castro ledenfaUS eine Ueberraschnng Daß man nach keineswegs am Ende der venezolanischen Sdnvierigleitcn sei, daraus war man freilich gefaßt. Bowen, der arncrilanische Gejandle und Vertrauensmann Easirvs, hatte bereits durch seine bekannte SteUungnahrne sür dieVorbereitung" gesorgt. Eastto will nach seiner obigen Spraä)e das ist gar nicht anders auhujaffen die mit Deutschland unb England getrvsjenen Abmachungen und ZahlungSvcrjprcchungen als null und nichtig behandelt sehen. Ter ganze Grtmm Eastros Über die Mächte spricht aus dieser tioifujaft, unb der Wunsd), daß denungeiechten Forderungen" Dibersurnd geleistet wird. Es müßte bei einem Mann von solchen Ergensd-osten Dcrwunbci.., wenn die Verdächtigung schien wurde: die Mää>te hätten ,,tn heimlid/em umverftändnis mit Malo s" gcl/andcltl Castro geht offenbar von der Meinung au», nur er versönlich sei zuc EinyaUung der Abmachungen verpflichtet. Mr erinnern uns, dag »vährend der Verhanblungen mit Bowen, Vene­zuelas beglaubigtem Vertreter, etwas dem ähnliches aus Caraeas gemeldet wurde. To hieß es, der Kongreß könne einfach alles wieder umstoßeii". Die man ficht, Haven die guten Venezolaner gleich ntehrere TricbS in Vereil,ci)ast gehalten, um die Riäd-te zu prellen. Aber bet alledem ist doch Bowen, dem eben erst ein filberncr Becher als Taiileszeichen für feine Dieitste gespendet »vurde, derbla- niierte Amerikaner". Auf ihn entfällt bie moralisd>c Verantwortung, wenn die intcrejsante "Republik bie -oer- eiiibaruimcu beicht, denn Boiven Hal daS Protokoll an erster Stelle unrerzeichnct, als Vertreter Venezuelas. Eder oute Boivcn nicht so überrascht von der Dendung sein, als er sich den Anschein flibt? sollte Castro seinem Buienfreunbc nicht das mindeste von diesem Plan enthüllt haben, be­stimmt, den 'JJuia>tcii ein Schiitppchcn zu schlagen . Aber auch die Bereinigten Staaten sind iiiiiverantworittch. Tie Dafhingiolier Ri.nierung lyu ivochreiid ^s Verlaufs der Vcrhanolungcn eine so übergroße ^ipsindlichleu an ^cn Tag gelegt und durch das Ausziehen der Iconroc-Flagge Vcnczircla Derart 111 Men Schutz genommen, dag die PrnRee, baupiiächliäx um einen Kvujtikt nut den crem. Staaten zu vermeiden, nidxl auf das u m s a s s en d e Maß von Gcnxrhrleinungen drangen, das einem so böswilligen Siüuldner mie Venczuela gegenüber burujand anßejC 191 u-ac Tw bamals beschlagnahnuen K^iegsschi,,e z. B. hätten btS zur vollen Zahlung b<l)aUcrt werden müssen.

Las nun? Auch Deutsch land bieibt, wie E n g - land, [ein anderes Mittel übrig, als au.s neue zur An­wendung von Gewalt maßrege In £U slhreitcn on- gejichrs des offenen Red-LsbrueyS und deS Trotzes dec kleinen SiqiubliL ES !p (ür $ e u 11 d, l a n d leine (cijr angcnehme Saa^e,wieder mit England in ein zeuwe.l.geö L-u n des- verhältniS zu treten, aber die Aktion, eu.mal auf breier Grunaiage begonnen, mug lonfequent zum gebracht werden. Dann aber können die amerilaiuschcn Mi^^-eeecn, daß die Btoctade die Handcrsintcre>sen der Ver. floaten stört, nicht zum zweitciunale in Bcirad)t kommen; dann mug mit fester Hand zugegriffen werden, um ein Exenipel

bet Deutschen in Rußlanb nicht ausblei den. Graf Bülow luirb natürlich eine solche Wirkung iticht beabsichtigt Haden. Immerhiii wäre wünschcnsivert, ivenn ber Kanzler, sei cS -ersönlich ober in einer offiziösen 'Jhtij, einer Mißbeutung feiner Rebe entgeaenträlc. LcutsdMnd kann beaiuprudjtii, oaß man seine Bolksgeiwssen in fremden Lunden ebviijo gerecht behandelt, wie es solbst solches den sem Gastrecht genießenden Ausländern gegenüber tut.

GiehenerAnzeiger

General-Anzeiger v **

Amtr- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

Dtuisches Ulrich.

Bc rlin, 23. März. Ter Kaiser besuchte heute früh das Atelier dos Bildhauers Brütt, um em xonmobell zu einer IünglingSslalue naifer MÜH lmS L zu berichtigen, inachie einen Spaziergana im Tiergarten, spiach beim Reid) Stan zier vor, empfing im Schloß den Bildhauer B ö r m a 1, der das Modell einer für den Platz am Branben- bürget Tor in Potsdam bestimmten Statue für Kaiser Friedrich HL vorstellte, unb hörte ben Vortrag bc» Stell- Vertreters beS Ehcsö beS ZivilkabinettS, Geheimrats von Valentinü

Ter Kronprinz ist, wie au» Kairo schon ge- inelbet, nunmehr vollftänolg genesen, lieber bad weitere R e i s e p r 0 g r a m m erfährt Die9laL<)tg." von unter­richteter Seite, baß ber Besuch ber beiben Prinzen in Kvii- lantinopel unb Athen eisolgen wirb, währeno aus den Abstecher nach Palästina verzichtet werben bürste. Ursprünglich sollten bann bie beiden Prinzen nicht mit dem Kaiserpaare zugleich in Rom ibren Besuch machen. Im Hinblick auf die durch die Erkrankung herbei- geführte Acnderung der Zeiteinteilung erscheint eS jetzft nicht ausgeschlossen, daß bie beiben Prinzen nun buch mit ihren Eltern in Rom zusammentreffen. Der Kaiser wirb bei seiner Anwesciiheii in Rom auch die uralte Abtei von Grotta Ferrara in bcn Albaner Bergen befudjcn, bie al» letzter beulschcr Kaiser Euo 11. im Jahre 9Uä besucht bat Dte Mönche werben bem Kaiser eine aus Pergament aufge­zeichnete Geschichte des alten Klosters überreichen.

An ber Hoch-eit bc» Grostherzogs Wilhelm Ernst von Sad)seniWeimar mtt ber Prinzessin Karoline R e u ß ä. L., meld« am 30. April er. am Bückeburger Hof fiatlfinbet, wirb, neueren Bestimmungen zusolge, ber Kaiser tetinehmen. Wie bieB. B.-Z." hierzu weiter erfährt, trifft ber Monard) am 30. April in Bücke­burg ein.

Heber die Durchführung deS Fleisw- b e f d> a u g e s e tz c S b u r ch bie Po st hat das Reichspost.- amt foeben aussührlick-e Bestimmungen erlassen. ES wirb darin u. a. bestimntt: Postsendungen mit befcyoutzflichtigem Inhalt sind von den Postanstalteit, bei denen bie zollamt­liche Vorabsertigung erfolgt, durch die Bezeichnui^Fleisch- beschau" kenntlich zu madjen. Alsdann sind die Sendungen zum Zwecke der b^schauamtlichen llnierfuchung einem Zoll­oder Steueramte zuzusühren, an dessen Spitze sich eine sür die Untcrfud/ung zustäiidige Beschaustelle befindet. Die Untersuchung erfolgt bei dem GrenzeinganaSamte, wenn der Absender es beantragt hat unb wenn baseloft eine Unter­suchungsstelle vorhandeit ift, anbernsalls bei einer Unter- suchungsstelle im Jnncm. Im Falle am Bestimmungsorte ber Sendung eine zuständige Uniersuchunasstclle nicht vor­handen ist, hat die Grenzcingangspostanstalt die am nächsten und günstigsten gelegene UnterjuchungSstelle zu ermitteln und deren Namen unter Voraussetzung der BuchstabenU. O." (Untersuchungsort) auf dem Paket unb ber Postpaket- abresse zu vermerken. Tie Senbung ift Dann ebenso zu leiten, als wenn sie nach bem Unterfuchungsorie leibst be­stimmt wäre, und selbst dem Zoll- oder steuer amte zuzu­führen, bei bem sich bie Befchaustclle besinbet.

- SieNordd. Allg. 818" mclbet: Set lai|eriit&e (Se- [tbäfletrüaet in Sern mlk bem i^roeiötritocn Sunbeita« am 21. i'iürj mit, baß bas Deutsche Reich dem Pariser Verbanbe zum Schutz be» gewerblichen Eigen- tu MS in Der Fasiung ber Beul,der Zu «aparte vom 14. Dezember IVUO mit Rech.Swirkung ab 1. Mat beitritt

Bei bcn Feiern zur Einsetzung bc» Erz - bjsch 0 ss von Köln hat Domprobst B e r 1 a g e in einet

da» große Deutsche Reick beschützt von oerküubenin Rtgtmcniein, bie v rsch^edene Falben tragen. Ieb.s ber Rcg.meuter hat Treue gelobt uno wird sie halten. Ein.s bitf.c ^guiiciuct fajet unser Herr Erz- Lisckof. Denn cs gelt, bann werden die s ch w a c ze n H u - faren ihm zur Sette stehen unb fämp.en für Kaiser unb Reich. Unb einer soll es wagen, bie Treue ber schwarzen Husaren anzuz.veifein! Wit finb treu wie eile anoercn Regimenter unb ba 11 e n treu 5 u Kaiser u 11 b Si e i cf). Bitte Dachen ft. ycu am Rhein; Qn ber Sp.tze der e.ncn Wacht st.h. unser neuer Eberhirt, und dttse Wackt wird er zu allen Stunden zu verteidigen wissen.

) DeulE r. unhSnal-

Delbru^ b.M^^enL .bürg) ®; *

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MS- rhei'N u-

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