Ausgabe 
24.3.1903 Drittes Blatt
 
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153. Jahra

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General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Eichen.

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(£)ört! hört!) Worum handelt firfi denn nun in der ganzen

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Abg. Stöcker (Tonf): Ich habe Derrn Bebel in keiner Weise

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Weshalb lachen Sie? Am Lachen erkennt man den Sozialdemo-

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dem hochherzigen Entschluß deß Bischof? Korum nicht würdig vom

tags, deß Reichskanzlers unb der Reichskanzlei.

Stöcker hat eine wahrhaft eiserne Stirn.

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Ich werde nichts weiter

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Schulttage zu veröffentlichen.

Daß Wort wird nicht weiter verlangt.

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ausschließlich zur Familie gehörige Personen beschäftigt werden.

Abg OJothein sfreis. Vga.) beantränt, den § IS wie folgt zu fassen: Im Betriebe von fflaft» und Sckankwirthsckaften dürfen fremde Binder unter 12 Jahren überhanvt nicht, und Mädchen nicht bei der Bedienung von Aasten beschäftigt werden. Eigene

Kinder unter 12 Jab re n in solchen Betrieben nur aushilfsweise und mit gelegentlichen Hilfsleistungen beschäftigt werden. Redner be­fürwortet seinen Antrag und bekämpft den Antrag Bernstorfs, es sei sehr bedenklich, mich hier wieder der Verwaltungsbehörde eine neue Befucmiß zuzuweisen.

Abg. Trimborn (Tentt.) tritt für den Antrag Bernstorff ein.

la^en.

Rach Erlediaung deß Marineetatß wird die Weiterberathuntz : Di N'tag 1 Uhr r er tagt

Schluß 554 Uhr.

Bebel sagt, der Staatsanwalt batte selbst ibn entlassen, weil ein

Meineid nicht vorliege, so ist das genmi so wie bei mir im Jahre 1

Traten! Ich habe Herrn Bebel keineswegs Meineid vorgeworfen. Die Tbatsacken selber gehen mich gar nichts an. Denn Herr

sönlichen Auseinandersetzungen genug, antworten.

A"f eine Anttao- d-s Aba. Dr Si

§ 16 wird hierauf mit dem Antrag Bernstorff angenom­men, desgleichen der Rest des Gesetzes, und das Gesetz im Ganzen, gegen die Stimmen einzelner Konservativen.

LS folgt die dritte Lesung des Etats.

In der Generaldebatte verbreitet sich

Abg. Dr. Svabn (Tentt., fast unverständlicbl über daß Der- költniß Deutschlands zum Dreibund und die Venezuela-Frage. Deutschland sei von der friedfertigsten Gesinnung erfüllt, selbst der wirthschaftliche Kampf gebe den anderen Völkern keinen Anlaß, daran zu zweifeln. Der Etat sei schon vom Bundesrath sehr spar­sam ausgestellt, trotzdem habe der Reichstag noch erhebliche Abstriche gemacht. Die Insinuation, daß daS Centrum die Zusckuß-Anleihe ccklehnen werde, weil daß Iesuitengesetz noch nicht gekommen sei., mühte energisch zurückgewiesen werden. Schachergesctze mache das Tentrum nicht. Redner, der immer schwerer verständlich wird, gebt hiermif auch auf den Trierer Erlast ein, unb meint, dast eS nach

Ihm sei mich schon eine Dankadresse zuaegangen, in der u. A. von den .ek-lerreaenben Angriffen" der Sozialdemokraten die Red« wäre. Er sei daher von dem Ergebnist d-r D-batte befri-digt.

Abg. Zubeil erwidert, auch er sei sicher befriedigt (Heiterkeit), wie die Arbeiter in Spandau zufrieden wären, würden sie im Juni zeigen. General von Einem müßte ja alle Angriffe für un­wahr erklären, weil er sonst selbst zugeben würde, wie schlecht die Verbältnisic in Spandau wären. Herr Pauli habe sich wieder alß Vertreter des knechtischen Militarismus gezeigt. Dem General von Einem erwidere er zum Schluß auch mit einem Titat miß dem Wallenstein lStürmicbe Heiterkeit):Wir sind hier nicht zur Langweil bcrbemübt", sondern zur ernsten Arbeit

Beim Marineetat meint

Abg. .Kirsch (Ttt), anknüvfend an den Fall des Mattos«, Kohler daß man nicht Krieasgericktsräthe zu UnteruckungSzwecken in entfernte Länder und Meere m senden brauche, sondern daß zu diesem Zwecke die Kommandanten der Schiffe ober bie Konsuln da wären. Zu welchen Kosten würde es führen, wenn man wirklich die im Fall Kohl« heli-bte Praris einfübren wolle?

Gebeimratb $errlß erwidert, die Untersuchung durch den Kon­sul fe; nur da --«lässig, wo dieser nur gerichtlichen Vertretung be> fuat sei. Daß sei bei imferm Konsul im BiräuS nicht der Fall. UebriaenS könne eS sich immer nur um AuSnahmefälle, um ein Kavitalverbrecke?'. wie diese?, bandeln, wenn man einen besondern

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Beim (Etat beß Auswärtigen Amts wünscht

Abg. Dr. Halle snat.-lib.), baß bie Regierung sich bet Deut­schen annehme, die ihr Vermögen im südafrikanischen Kriege verloren hätten, man müßte einen eigenen Kommillar dorthin schicken, um die Beschwerden der Deutschen zu untersuchen.

Beim Kolonial-Ttat bemerkt

Abg Dr. Halle, allgemein sei der unfreundliche Ton aufgc- fallen, mit dem Oberst Leutwein über die Boeren gesprochen habe. | Die Regierung hätte doch alle Veranlasiung. die vielen Unfreund­lichkeiten wieder gut zu machen, die Deutschland gegen die Boeren verübt hätte. Der Boer sei in Afrika der einzige Träger der Kul­tur. Bedmierlich seien die Verträge mit den großen Ansiedlungs- Gesellschaften, die Schuld daran liege nickst in der gegenwärtigen Verwaltung, sondern an dem verstorbenen Direktor Kavser, der nur t Jurist gewesen so, und von Kolonialvolitik nichts verstanden habe. Die Kontrakte mit den großen Gesellschaften dienten nur zu Sveku- lattonSzwecken imb zögen keineswegs da? Kapital in? Land. Höchst leichtsinniger Weise seien weite Ländereien verschenkt worden, man müßte deshalb den Gesellschaften eine Desitzwechsel-Abgabe auf-; «legen. Dringend nothwendig sei der Bau der Bahnen in Afrika.

Beim Etat deS ReichSamts des Innern bedauert

Abg. Ballermann snat.-lib.l, dast auch in diesem Jahre der Entwurf üb« die kaufmännischen Schiedsgerichte nicht zur Er­ledigung komme. Dieser sehnliche Wunsch aller HandelSanaestellren müßte endlich erfüllt werden. Der Vorschlag, die kaufmännischen Gerichte den Amtsgerichten anzugliebern, sei bedenklich, da man da | durch die eben abgeschlollenc Reform der Civilvro-eßordnung wieder 1 durchbreche. Wichtig sei auch die Frage, ob die Entscheidung über die Konkiwren-klausel von den ordentlichen Gerichten, oder von den Gewerbeaerichten getroffen werden solle.

Staatssekretär Graf PosadowSkv erwidert, daß der Reichs kanzler einen Entwirrt über die kaufmännischen SchwdScmrichte vor- gelegt habe, der auch per nefas veröffentlicht sei. Im Bundesrath I seien aber die Meinungen darüber sehr getbeilt. einzelne Regie rungen seien für den Entwurf, einzelne dagegen. Der Bündel ratb werde sich wohl schwerlich so schnell schlüssig machen, daß d"'

Di ,Ble|er ^amtlleebianer* werden dem H.i^eiger v erma wöchemlich beigelegt T« Qt(||d}< tulelr!* erscheuu monadid) emmaL

§ 15 untersagt die Beschäftigung von Kindern unter 12 Jahren mich nicht wieder aus den Fingern gelaßen hätte.

bi Gastwirihsckaften 1 batte ich auch den aktenmäßigen Beweis für die Wahrheit meiner

Abg. Graf Bernstorff (Rp.) befürwortet einen Antrag, daß bie Behauptung liefern können. Am 1. Dezember würbe bie Denun- untere Verwaltungsbehörde in Orten unter 20 000 Einwohnern ziation Rormann-Schumannalß unbegründet zurückgewiesen*. Ausnahmen gestatten kann für Betriebe, in welchen in der Regel sHörtl hört!) Dagegen waren die Ergebnisie meiner Beweise der- > artig, dast gegen Normann-Schumann eine Anklage wegen Maje­

stätsbeleidigung erhoben werden mußte. (Hört! hört!) Der Prozeß konnte aber nicht geführt werden, weil Normann-Schumann in der Schweiz war, und man hat sich nicht bemüßigt gefühlt, ihn einzu­leiten, obgleich, wie ich genmi weiß, Normann-Schumann in der Zwischenzeit mehrfach sich in Berlin aufbielt und bei der Polizei sehr gut bekannt war. sHört! hört!) Bei der Einweihung deß Nordostseekanalß hielt er sich sogar in bet nächsten Nähe ber Aller­höchsten Herrschaften auf unb sprach mich darüber in ber un-

^er ^Tba^ trenbet sich gegen den Abg. Zuteil. Die Sozialdemokraten müßten .enn er noch so oft i$n fgeebnet) jetzt ja angreifen, da die Dahlen vor ber Thür ftönben widerlegt wird, findet et raunet noch ein Dort der Rechtfertigung UT1b cr für bie Arbeiter wirksich schon hier etwas durchgeseht hätte, und Entschuldigung.

Krieok^erichtSratb entsendet In bicfrai Falle sei es jedenfalls berechtig! gewesen, die Untersuchung an Ort und Stelle mifnehmen

Vicepräsibent Graf Stolberg: Ich kann die beibm Worte .Dreistigkeit" unb .Unverfrorenheit", di- mrf beiden Seiten ge­fallen sind, nicht für parlamentarisch zulässig erklären.

Abg. Stöcker: Wenn Herr Bebel davon redet, wie baß Volk über mich urtheilt. so kann ich nur sagen: Leibet haben wir in Deutschland »wei Völker, em sozialdemokratisches, daS wenig mehr vom Deutschtbinn an sich bat, imb ein anderes Volk WaS daS Volk, -u dem ich gehöre, über mich denkt, weiß ich, was daß andere Volk über mich denkt, daraus macke ick mir gar nichts.

Abg. Singer: Mit diefem Volk meint H-rr Stöcker wahrschein­lich seine Zeitung .Daß Volk". Demi Abg. Stöcker sick heraus- nimmt, einen Mann, wie Normann-Schumann, als sittlich höbet stehend -u bezeichnen. al5 mich, so -eiat das nur. w-lch"i Grad von Detworfenb-it der Abg. Stöcker für sick in Anspruch nimmt.

Dicevräsident Graf Stolberg: Den Ausdruck .Verworfenheit" ist unvarla^entarifck. Ick rufe Sie zur Ordnung.

Abg. Stöcker: Ter Abg. Sina« bat mich neulich mir geaen über von Ekel gesprochen. U-brin-n? sage ick. man sollte dock meinen, für die dritte Lesimg des EtMß ist -S nun mit diesen per-

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Gesetz nafi in di-f« Session zur ^rnrlage kommen werde. Die, Alles gebilligt, waS die Firma Siemens in Dresden ihren Arbeitern

gegenüber getban hätte. Er kenne die Firma nicht und habe auch keine Veranlasiung für sie einzutreten. Et habe nur eine Er­klärung aus Ttteßdener Blättern mitgetheilt, daß Alles, was die Sozialdemokraten gegen die Firma angeführt hatten, nicht auf Thatsachen beruhte.

Abg. Zubell (Soz) hält seine Debmipttmg von d« Ausnutzung d« Berliner Kurrende gegenüb« dem Abg. Stöcker aufrecht.

Abg. Brömel sfreis. Vgg ) wendet sick gegen bie in der zweiten Lesung vom Abg. Lucke getbane Aeußerung über den Deinhandel in den Secstäbten, befonberß in Stettin. He« Lucke habe seine Erinnerung nur miß bet Zeit, wo « Hosenmatz war. Eine berartiae Beweisführung könne dock nur zur Erheiterung beitragen. Die Behauptung deß Abg. Lucke, daß der Rothwein in Stettin sich durch schleckte Qualität außzeickne, sei bereits von den Aeltesten ber Stet­tiner Kaufmannschaft zurückgewiesen worben. Auch er müsse da­gegen Verwahrung einlegen, da solche Redensarten geeignet seien, den Stettiner Weinbandel. bet eines großen RufS sick erfreue, schädigen. ES sei sehr bedauerlich, trenn bi« unter dem Schutz der Immunität Verdächtigungen unb Verleumdungen gegen einen ebrsamen Stand gerichtet werden, der nichts weiter verlange, als sein Gewerbe in Freiheit üben zu können. Solche Verdäckttgungen müßten ein bitteres Gefühl erregen. (Präs. Graf B a ll e ft r e m rügt den AusdruckVerdächtigungen" alß nicht parlamentarisch.)

Abg. Wallenborn (Ttt., schwer verständlich) scheint den ab« wesenden Abg. Lucke in Schutz nehmen zu wollen und spricht üb« den V-rschnitt deutscher Weine mit italienischem Rothwein.

Abg. Franken snat.-lib.) erklärt, daß zur Bekämpfung d« Wurmkrankheit Alles geschehe, iraß überhaupt geschehen könne. Das einzige, waS eventuell noch übrig bleibe, wäre eine zeitweilige Be­schränkung ber Freizügigkeit.

Abg. Sachse sSoz.) findet die Maßregeln zur Bekämpfung btt Durmkrankheit ungenügend.

Beim M i X11 ä r e t a t kommt

Generalleutnant v. Tivpelökirck auf den ht der zweiten Lesung vom ?lbg. Südekum angeführten Fall von Mißhandlung im Han­noverschen Trainbataillon »irriirf. Die Untersuchungen hätten et« geben, daß irgend eine Mißhandlung nicht festzustellen gewesen sei. Älich die anderen Behauptungen beß Abg. Sübekum beruhten auf irrthümlichen Informationen.

Abg. PevS sSoz. beleuchtet in Vertretung seines abwesendes Parteifr-'undeS Stadthagen, den Erlaß beß Generalkommandos, ber bie sozialdemokratische Gesinnung verbietet und durch folgende« Fall inuftrirt werde, ber ihm von einem Parteigenosien in Desto« mitgetheilt fei: Ein Landwehrmann in Destau kommt bet feinem Hauptmann Sckimmelvfeng von d« Ohe um Urlaub ein. Dieser fragt ibn, welche politische Gesinnung er habe.®ar keine" ist die Antwort. Der Hauptmann fragt ihn dann weit«, wen « gewählt habe.Friedberg." Daraus ber Hauptmann:Also national-liberal!" Da hatte d« Mann ja auch ganz recht. Denn trenn man gar keine politische Gesinnung hat, dann wählt man thctt- sächlich national-liberal. sHeit«keit bei den Soz.) Der Landwehr­mann, der mir dieses mittheilt, fügte dann hinzu: So werden durch jenen Erlaß direkt Lügner gezüchtet. Denn wenn man bie Wahrheit lagt, fliegt man inß Loch! Der Bildungsgrad jenes Hauvtmanns wird auch noch durch seine Umgangssprache charatterisirt.Lumpen! Hallunken! Schweinehunde! Macht die Schnauze zu!" So und ähnlich pflegte « sich auSzudrücken. Dadurch liefert man uns immer nru-n AgitationSstoff. Wir wären aber zufrieden, wenn er unß fehlte und man die Soldaten lieb« anständig behandel« wollte. sLebh. Beifall bei den Soz.)

Abg. Büsing snat.-lib.) befürwortet hi«auf einen Anttag, bk in der zweiten Lesung gesttichenen acht Militärg«ichtsschreiber-

I geniertesten Weise. sHört! hört!) Trotzdem hat die Polizei ihn I nickt gesehen!! Mir war die ganze Angelegenheit sebr toib«- Abg Molkenbnhr sSoz) ist gegen beibe Anträge unb bittet, trartig. Normann-Sckmnann war. wie auß Polizeiberichten er-

Sei dem Beschluß der zweiten Lesung zu lasten. Man solle baß sichtlich, ein Schwindler und Hochstapler, überall hint-rliest « bischen Kinderfckutz, daß daß Gesetz biete, nickt noch verkürzen. ' Spuren von Derbrecken, « war einer der verlogensten Menschen,

Frage ber Konkurrenzklausel könnte nur von geschulten Juristen ge- lost werden, es sei bedenklich, sie den Gewerbegerichten zu über- lasten.

Abg. Sing« sSoz.) tritt dafür ein, daß die Konkuttenzklausel m daß Gesetz einbezogen wird, ferner, daß bte Kaufmannsgerichte den Gewcrbegerichten angegliedert werden, unb nicht ben Amts­gerichten. Geschehe letzteres, so würbe bem Gesetz von vornherein ein groß« Tbeil seines WertheS genommen. An Ausgaben bürfe hi« nickt gespart werben, wo eS sich um eine Materie von solcher Bedeutung hcnidle.

Abg. Bebel sSoz.) kommt auf die am 8. Februar vom Abg. Stöcker gegen ihn gerichteten Angriffe zurück. sAbg. Stöcker, der bis jetzt auf dem Sopba im Hintergründe geschlummert, schnellt empor, als fein Name an fein Cbr bringt, unb begiebt sich auf feinen Platz) Ter Abg. Sköck« lat damals gesagt:Kümmern Sie sick um Herrn Bebels Meineid! . . . Ich habe den Muth ge­habt, zu flogen. Lasten Sie Herrn Bebel dastelbe thun!" He« Stöcker hat zuerst so gesprochen, alß glaubte er selbst an meinen Meineid, später hat er seine A--rungen erheblich abgesckwäckt. I ES ist auffällig, daß Herr Stöcker so fremd von einem Sckwefzer Schumann gesprochen. Er wußte dock, daß dies der bekannte I Normann-Schumann war, mit bem er intim zu thun gehabt bat.

Denn irgenbtoo ber Verdacht bestehe, daß Mißbrauck getrieben ___.... "... 17.'.'.

to«be, so könnte sie bem einfach dadurch Vorbeugen, baß sie bie verdächtigt,sondern leb'iglich" eine^ Verdächtigung mein-r Perfon Erlaubniß zu Ausnahmen nicht gestatte. Er bitte baß Hauß, bem abgewiesen. Ich habe auch keineßwegS meine <?efanntf»aft_mit üntraa Bernstorff zuzustimmen. Normann-Sckumann abrnleugnen versucht. (Lacken bei den

Abg. Gotbein zieht hierauf feinen Anttag zuruck. ! Deshalb lacken Sie? Am Lacken «kennt man den Sozia!

Dienstag, 24. März 1903

Gießener Anzeiger

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Abg Hofmann-Dillenburg (nat.-Iib.j führt auß, daß in diesem bie gegeben. Und dieser Mann ist bet Vertrauensmann des Paragraphen unbedingt Ausnahmen zugelasten werden müßten. Herrn Stöcker!

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Meinew nicht vorliege, so nt oa« genau |o wie vei mir tm ^apre ^ber ber,ustellen

1885, wo mick auck der Staatsanwalt enttasten mußte. I ~ r n , ,.u . , , n

Ab«. B,6et (Eo<): SSri Serrn St Mn lag to=6t Me Sach-l Gm-ralmalai »an Tch»-l-Nrch bittet -b-n,aw um Aimahm.

ein wenig anders. Der Staatsanwalt bat doch mißdrücklick kon-, DcS ^TtT0^e5- . . . , r ,

statirt, daß ein Meineid vorliege, nur fehle b« dolus. Daß Herr Anttag wird abgelehnt.

Stöcker den Normann-Schumann hi« nickt abzuleugnen versucht' Die Abgg. von Treuenfels (kons.) und BrSsicke sfreis. vp.) hat, ist unrichtig. Er bat von einemSchweiz« Schumann" ge- . äußern Wünsche bezüglich des AnkmifS d« Remontepferde.

svrocken und Zurufe meiner Parteigenostendaß ist ja d« bekminte I Abg. Znbeil (Sox.) wiederholt feine Beschwttden üb« die Normann-Schumann" vollständig unbeachtet gelosten. sSebr richtig!) Verhältniste in den Arrillerie-Werkstätten in Spandau unb pole» Mg etirfrr b-ste-it-t ,8. datz -r mit 9?ormaim<S15vmaim bm Pm.Il. bem « u. 8. Sopt^ungigteit bar.

brrfebrt bäte Übriotn8 hab- bi-s-r auch Artitel für b-n .Var-1 Na-rn -rteib-rt. baß mirichtig- D-baubtu-,

R'art \ t. »1 ä rts. c r Q , I gen durch Wiederholungen nickt rickttg, unb unwahre Behauptungen

Ofm ooranerzigen uiuimiufi oeo oumora .vorum ntnu munng oom , . m hi-T m-rtb na-r dadurch, daß sie in der ©hanbm'cr ,Laterne" gestanden hätten.

Reichskanzler gewesen sei, noch die Entscheidung in der Kreuznacher Bormann-Sckinnann fri eb«i alß »mq«, dieß toürbcn. Wenn Herr Zubeil solche Nachrichten trobbetn

---- -- beweise die ocraze Dreistigkeit beß »bg. Stock«. ! verbreite, so müßte man ihn eigentlich zum Chef beß falschen ?fbq. Stöck«: Diese Aeußerung d-S Vorredn«S ist era Zeichen Nachrichtenwesens ernennen. sHeiterkeit) Die Militärverwaltung I v^era« so strenzenlosen Unverfrorenheit, daß man wirklich sagen fia6e in dkt Lohnttage gan, von selbst Aenderungen eintteten lasten. T W h,» N - ick « . unseren sittlichen Anschmiiragen versteht mom das nicht, ^hne dazu von dem Ahg. Zubeil veranlaßt zu sein.

Ohne EDebatte^genehmigt werben ^die Etats ^s^ e i ch ß » sGroßeS Gelacht« bet den Soz. Zurufe: Sittlich und Stöck«!) i pfbfl Pauli fb k Fr ) befckw«t sich darüber, baß in den unt«.

Abg. Bebel: Wenn Aba. Stöcker von Sittlichkeit redet, bricht ftcn Lobnklasten in Spandau zu niedriae Löhne gezahlt würden, und daS ganze deutsche Volk ,n homerisches Gelackt« auß. <T'*~ art* -- - -- - - - - -

Parlamentarische Perlianvliiiisieii. Nachdruck ohne Vereinbarung nicht gestattet.

Deutscher Neichstaq. 290. Sitzung vom 23. März.

10 llhr DaS HauS ist schwach besetzt.

Am BunbeSrathStiscke: Graf Posadowßky u- Präsident Graf Bollefttem: Dir haben einen recht schmerz­lichen Verlust «litten. (Tie Anwesenden «heben sich). Uns« ver- ehrt« Kollege Clemens Freiherr v. H e e r e m a n - Zu y d w y k, Mitglied aller deutschen Reichstage seit 1871, ,st heute Morgen um Uhr im St. HedwigS-Krantenhause verschieden, nachdem « ? ^um letzten Augenblick vor seiner vor Kurzem eingettetenen A -snrheit im Dienste deS Vaterlandes hervorragend gearbeitet unb an den Verhandlungen beß Reichßtagß jeb« 3"t sich eifrig be- tbeiligt hat, obwohl das hohe Amt. welches « tm Preußischen Ab- georbnetenbaufe bekleidete, ferne Thätigkeit und fein Jnteresie in hohem Maße in Anspruch nahm. Dein Andenken wird bet unS stets ra hohen Ehren bleiben.

Meine Herren! Sie haben sich «hoben, um baß Andenken des verstorbenen Kollegen zu ehren. Ich konstattte das.

Auf brr lageßorbnung steht zunächst bie dritte Berathung beß ...

Kinderschutz. Gesetze ß. I Cache? Sie ging von dem bekannten Prozeß Leckert-Lützow Tausch

In b« General-Debatte bebau«t 'auß. Damalß führte ich hi« im Reichstag aus. daß der Polizei"

?lbg Dorrn (Soz.), daß baß Gesetz nickt mich auf bie Land- Ogent Normann-Schumann seit Jahren Artikel in bie französische Wirthschast ausgedehnt werden solle, bie Regierung wage nicht Presse lannrt habe, in denen der deutsche Kaiser, Graf Cavrivi, einmal, diese bescheidene Forderung bei den Agrariern durchzu- Frbr von Marsckall usw. schwer beleidigt wurden. Degen dieser setzen I Mittheiliingen wurde ick in dem Tausch-Prozeß alß Zeuge geladen.

Eine tveit«e Wortmeldung liegt nickt vor. wo ich sie dann besckwor. Daraufhin benumirte mich Normann-

Jn d« Svezialdebatte werben ohne Dißkusion die Schumann beim Staatsanwalt wegen Mcineibß. Ick wiirde auch ersten 14 Pmagraphen nach den Beschlüsten d« zweiten Lesung vernommen. He« Stöcker hätte sick saaen müsten, daß, wenn nur angenommen. ein Schatten dies« Beschuldigung wahr wäre, b« Staatsanwalt

8 15 untersagt bie Beschäftigung von Kinbern unt« 12 Jahren mich nickt wieder miß den Fingern gelaßen hätte. Thatfäcklich

Staatsfettetar Graf To'cbpwffp" Dem DreSdn« Bauv«ein sei qum Bau p"n B^amtenwohnun"en ein gr'-c,-5 Terrain erbbau- recktlick überlasten worden, weil diel« alle Bedingungen, die man in solcken Fällen stellen müßte, «füllt hätte.

Aha. Wurm (Soz.) wünfckt Sckutzbesttmmungen für bie Mar- mor ar ti-rter.

Aho. Werner (Antn 1 FTart üb« bas UeberHandn"Hmen ber

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