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Die Versammlung Vcutscher Yatursorscher und Aerzte.
Leit an anderen ni cht tuberkulösen Erkrankungen erfolgt sei. Die Verminderung der Tuberkulosesterblichkeit müßte somit nicht als eine Folge unserer hygre- nijcheu Einrichtungen aufgefaßt werden, sondern als eine Folge des Umstandes, daß jetzt viele von Hause ans Schwächliche, namentlich Kinder, die für Tuberkulose veranlagt sind, bereits früher an anderen Krankheiten der Atmunasorgane zu Grunde gehen und daher nicht mehr an
Aus Stadt und Land.
Gießen, 22. Sept. 1903.
♦* Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten-Versammlung Donnerstag, den 24. September 1903, nachmittags 31/2 Uhr: 1. Mitteilungen. 2. Auslosung der am 1. Januar 1904 zuruck- zuzahlenden Schuldverschreibungen des 1893er Anlehens. 3 Tegsl. des 1894er Anlehens. 4. Desgl. des 1895er Anlehens. 5. Wirtschaftsplan der Gießener StadUvaloungen! für 1903/04. 6. Lieferung der für das Schlachthaus rm Rechnungsjahre 1903/04 erforderlichen Braunkohlen. 7. Genehmigung von Rechnungen. 8. Die Rechnung der Ge- meindekrankenversicherung für 1902. 9. Geländeaus-tausch, am Riegelpsad; hier: Kaufvertrag urit Heinrich Wann. 10. Ankauf der Ockel'schen Wiesen an der RodheiNierstraße. 11. Ankauf der Grundstücke Neuenweg 2 und 4. 12. Gesuch der Firma Gebrüder Pletz um Abtretung stEischen Geländes an der Klinik- oder Erednerstraße. 13. Reparatur der Einfahrt beim Gaswerk. 14. Die Ueberlassung einer städtischen Turnhalle an die freie Turnerschast Gießen..,.--,-.. . . - ,» . r- - ■ ,
15 Bauaesuch des Ludwig Huhn für die Goethestraße; hier Reblaus entdeckt worden; man nimmt jedoch von der Nach- Dispens. 16. Baugesuch des Professor Dr. Pfeiffer für die richt kaum Notiz, da m Lorch jetzt seit Jahren die Reblaus s Liebigstraße; hier: Dispens. 17. Baugesuch des Karl Becker j entdeckt wird.
Doch aus die deutsche Sozialdemokratie. Mit dem Gesang der Arbeitermarseillaise geht der Parteitag auseinander.
für bett Schiffenb<wg.erweg; hier Dispens 18. W«’ P» das Haus von Heppeler und Meyer an der Ludwrgstraße. 19. Baugesuch des Rechtsanwalts Jung für die B?Wf' strafte wer Dispens. 20. Bange uch des Jnluts Ruckel 'für den Großen Steinwegi hier Dispens. 21^ Baugesuch des Karl Loos für den Krrchenplatz; hrer: Flucht, ftnip 25>. Ranaekuch des Dr. Caciar für den Mnrktplatzlt,
Aepfelu und Birnen aus gesund^Michen Rücksichten verboten, und amerikanische Reben dürfen nach der Verordnimg voni Vorjahr nur mit staatlicher t_uuaubniS angepflanzt werden. Damit sich niemand b<ei der Landwirtschaft weh tut, müssen nach Verordnung von 1890 ine beweglichen Teile landwrrt schaftliche sch in e n mit Göpelwerk oder Lokomobilen durch starkes burchlochtes Blech, Drahtgitter oder im Freien durch gut Lusammengefügte Bretter gesichert sein, wie auch die Aufstellung von transportablen Kesseln und Maschinen nach den Verordnungen von 1895 und 1901 Gesuch an die Orts- polttei nötig macht, nicht zu vergessen ein Wassereimer, der miildestens 10 Liter hält und neben den Kessel gestellt
Keer und Ilotte.
Dünkirchen, 2L Sept. Als das 110. ^tfemterte* I Regiment aus dem Manöver hierher zuruckkehrte, hielt I der Oberst des Regiments folgende Ansprache: ,,^zch habe mich über Reservisten zu beklagen, die sich mit Beschwerden über ihre Vorgesetzten an den Kriegsminister gewandt haben. ^>ch erkläre dieselben als Feiglinge." Mi diesen Worten brach rate ozialistische Gruppe, welche dabei stand, in die I Rufe aus: „Nieder mit der Armee". Die Sozialisten begleiteten die Fahnen-Kompagme brs zu der 2dohn- ung des Obersten, fortwährend rufend: „ES lebe bte; soziale Republik!"
Kiel, 21. Sept. Heute morgen übergab der zum Chef der aktiven Schlachtflotte ernannte Admiral v. Köster die Geschäfte des Chefs der Ostseestation an Prinz Heinrich von Preußen. In welchem Maße von Köster sich die Achtung und Verehrung der Kieler Mvölkerung er- riingen hat, zeigt der Beschluß, von 30 Vereinen mit rund j 16000 Mitgliedern, dem aus der Stellung des Stationschef Scheidenden einen Fackelzug darzubringen. Als man dem Admiral'hiervon Kenntnis gab, sprach er seinen Dank für die beschlossene Ehrung aus, bat aber, den Fackelzug nicht stattsinden zu lassen und die Summe Geldes, die für die Veranstaltung hätte aufgewandt werden l müssen, ihm zu überreichen, damit er sie an arme Familien Kiels verteilen könne.
Aber das Wahlrecht wird nicht in Frage kommen. — Es I werden se^ bis acht Sbilußanträge eingebracht. Katzenstein wlll noch sprechen, wird aber weggefegt. Für den Anttag Friedeberg erheben sich sechs Hände.
Hierauf spricht Singer das Schlußwort: „Zum 14. Male seit dem Sozialistengesetz schließe ich den Parteitag. Ich leugne und vertusche nicht. Mit Offenheit und Rucksichtslosigteit haben wir die Verhandlungen geführt; darin liegt eine Stärke. Keine Partei macht das nach. Die persönlichen leidenschaftlichen Aeußerungen entspringen der blanken Begeisterung für die Sache. Wider die Gegner sind wir geschlossen. Die Frage: Was nun? hat der Parteitag beantwortet. In seiner immensen Mehrheit hat er bestimmt, daß Programm, Taktik, Streben und Agitieren der Partei unverändert bleiben. Nach wie vor stehen wir aus dem Boden des revolutionären Klas s en kampf es. Wir können zufrieden sein mit dem Ergebnis. Die Arbeiterklasse wird ficty nicht mehr ent-! rechten lassen. Namens der deutschen Partei bin ich, überzeugt, daß in dem bevorstehenden Kampf in Preußen und Sachsen die Parteigenossen ihre Schuldigkeit tun. Der Kampf hat wesentlich den propagandistischen Wert eines Protestes gegen den unerhörten Zustand, der unter dem Dreiklassenwahlrecht besteht." Singer schließt mit einem
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ver Maifeier sei Sache der Lokalorganisattouen. Der Br es lauer Delegierte tritt für seinen Antrag ein, die Vorstands-, .- . resolution sei wertlos; entweder volle Arbeitsruhe ober | ttar keine und, da die erstere nicht durchzuführen sei, fei eine große Demonstration am Abend zweckmäßiger. Es wird von allen Seiten Schüch der Debatte verlangt und schließlich auch angenommen. Die Resolution des Vorstands, die die Maifeier da, wo sie möglich ist, befürwortet,
aejuch des Karl Loos für den mraMNpia^; yiei: kürie 22. Bauaesuch des Dr. Caesar für den Markylav, hier: Fluchtlinie. 23. Widerspruch gegen den Fluchtlurr vlau für die Neuen SSaite. 24. .Kündigung eures Darlehens aus der Landeskulturrentenkasse. 25. Gewährung eines Darlehens an die Baugenossenschaft des evangelischen Arbeitervereins. 2ti. Errichtung einer Klernunderbewahr- anstalt au- Wetzlcrrerweg. 27. Ter Verkehr der Radfahrer auf öffentlichen Wegen, Straßen und Platzen. 28. Das Troschkenful)rwesen in der Stadt Gießen; hier: Ergänzung des Tarifs. 29. Der Unterricht, an der Fortbildungsschule. 30. Gesuch des Reichskomitees zu Gunsten der durchs Hochwasser Geschädigten um Unterftützung. 31. Veitritt zum Verein für Hessen und Hessen-Nassau zur Beschäftigung Arbeitsloser. 32. Gesuch des W. Louis Schäfer dahier um Erlaubnis zum Betriebe einer Schankwirtschaft im Hause ! Schanzenstraße 18. 33. Gesuch des August Wallenfels dahier um Erlaubnis zum Kleinhandel mit Branntwein im Hause Marttplatz 15. 34. Gesuch des Philipp Rupp dahier um | Erlaubnis zum Betriebe einer Schankwirtschaft rm Hause Schützeustraße 1. 35. Gesuch des Georg Kraft um Erlaubnis zum Gastwirtschaftsbetrieb im Hause Hillebrandftraße 2. 36. Gesuch des Wilhelln Schröder um Erlaubnis zum Schankwirtschaftsbetrieb im Hause Brandplatz 13. 37. Gesuch des Jakob Muth uni Erlaubnis zum Schankwtttschaftsbetrieb im Hause Frankfurtersttaße 36
Reserve hat Ruh. Gestern abend ttaf auf unserem Bahrchof ein von Straßburg i. E. kommender Sonderzug mit Reservisten des 143. Jnf.-Regts. hier ein, um nach 20 Minuten über Betzdorf-Siegen nach Hagen L weiter zu fahren. In dem Zuge wurden ca. 600 Manu,
NHK. Cassel, 21. September. Offiziere und 80 Mgleitmann)chasten befördert.
Nach 25 Jahren sieht Cassel die Versammlung deutscher '♦* Rückkehr des Regiments. Am 23. nachm. Naturforscher und Aerzte wieder in seinen Mauern. Das Treffen mit der Bahn Regimentsstab, 1. und 2.
läßlich des betmuiten Vortrages von Prof. Delitzsch über, Nabel und Bibel stattgefunden.
Um 3 Uhr nachmittags begannen die Verhandlungen der । einzelnen Abtellungen. In der Settion für Hygiene fungier^ als Einführender 9iegierungs- und Medizinalrat Dr. R o ck - Witz. Den ersten wissenschaftlichen Vorttag hielt Professor Ascher aus Königsberg über „Tuberkulose und nichttuberkulöseErtrankungenderAtmungs- organe in Preußen seit 1875". Die Ausführungen des Referenten erbrachten die überraschende Tatsache, daß trotz aller unserer hygienischen Einrichtungen und der Verbesserung der sozialen Verhältnisse die Gesauttsterblichkett an Krankheiten der A tm u n gs o r g an e nicht ab- gen o mmen habe, indem entsprechend der verminderten
1 r\ tvr fr, r pff pt h f i rü f f mtit nähme der Sterblich-
stourde bestattgt. „ r .
Der Vorsitzende Singer teilt hierauf zunächst die ern- Mtroffene Nachricht über das Urteil im Lanrahütten- Prozeß mit, das 43 Jahre Gefängnis aufweist. Das sei wieder ein Beweis für die neuste mildere Form des Klassenkampfes seitens der bürgerlichen Gesellschaft, ver- tteten durch die Jnstttutionen, die dies sie sich u. a. auch in der Justiz gegeben habe. Kundgebungen der Entrüstung, Ruse: Pfui! Grausamkeit! werden laut. Unter den unter den Tisch fallenden Anttägen besiudet sich ein Anttag Elbing, die Rekruten vor dem Eintritt in der Armee besonders zu bearbeiten imb fie insbesondere ige^en» |aenDminen habe, indem enripreipeno oer über dem sogenannten inneren Feind aufzullaren. Auch ^brkulosesterblichkeit eine Zunahme der Sterblich das Verlangen der Genossen ru Rheinland und Westfalen,l 1 f - - - - < - < ---»
dort besoldete Parteisettetäre, besonders zum Kamps gegen das Zentrum, anzustellen, wird abgelehitt.
Gin Anttag Bremen verlangt Agitation gegenüber der Gesinnungsriecherei in den Militär ver ein en. Die Reservisten sollten in FluMattern bearbeitet werden. Der Anttag wird abgelehnt.
Zu einer längeren Erörterung führt der Antrag des w 7----
Berliner Arztes Dr. Friedeberg, aus die Tagesordnung des^ Tuberkulose erttanken können. Natürlich werden durch die nächsten Parteitages den Generalstreik zu setzen. Auf ^Eischen Ermittelungen des Referenten unsere hygieni- das heftigste bekämpft der Gewerkschaftsführer Regien den >' Maßnahmen nicht wertlos gemacht, man wird sich Anttag. Für Deutschland existtere die Generalftterkfrage ' ’r hüten müssen, ihren Wert nicht, wie das bisher viel- überhaupt nicht. Die Inaussichtstellung ches Generalstteiks . aeschelien ist, zu überschätzen. Der folgende Vorttag als Mittel, die Arbetter in die Organisation zu bringen, drof.Bonho ff-Marburg überjdenMäusetyphus- sei gefährlich, denn der Arbeiter sage sich: „WozuIm a^iltus hatte größtenteils nur .fachwissenschastliches meine Groschen denn erst dort hrnbringen; ich warte auf ^esse. Zu erwälmen ist indes, daß nach den llnterfuchs- den Generalstteik, dann erhalte ich es aus einmal!" nnaen des Referenten der genannte BaMus, der in der
Es kommt die Frage zur Erörterung, wie die Revolu- $ i r t f cb a ft vielfach zur Bekämpfung der Müuse- tion durchgesührt werde. Legien bemertt:. Ich glaube, verwendet wird, unter Umständen auch für den daß die Revolution kommt. Die herrschenden enschen ansteckend sein kann und daher bei seiner Klassen werden sie machen, sowie Gefahr im Verzug ift Berwenduna Vorsicht geboten ist.
Mit der Revolution gehen wir nicht vor, well Nur einfach'--
nicht können, auch wenn das Wahttecht in Frage steht.
^lber nicht nur den Landwirt selbst, sondern auch seine Tiere schützt die Sorge des Gesetzgebers möglichst vor Schmerzen: Den Kühen sichert eine Verordnung vom o. März 1903, daß sie am Morgen und sobald es wieder nötta ist, gemolken werden müssen. Die Zughunde, zu deren Verweiidung Erlaiibüisschein der OrtSpolizei nötig üt erfordern gehörig unterfüttertes Geschirr und brauchen nach Verordnung vor: 1883 keine Schnallenmaulkörbe zu tragen. Dagegen dürferl alle Hunde nach Verordnung fron | 1856 und Art. 256 des Polizeisttafgesetzes unbeaufsichtigt; emr Nachtzeit nicht aus der Sttaße Herumlaufen. Wie ein Spötter behauptet, hätten sie sich öfters in der Nachtluft chronische Nasen- und Nachenkatarrhe zugezogen.
Das aber sieht zum Schluß jeder ein: Daß es rricht der Polizei wegen geschieht, wenn es immer mehr Leute aus dem Lande nicht mehr zum Aushalten finden. Die Erwartung ttnzentrierterer Arm ehmlich ketten und Zerstteu- nngen verführt vom schönen, sttllen Dorf fort aus die allgemeine Hetzjagd nach der Stadt und ihrer goldenen Herr- Lichkett. Nun, Sodoms Ende lauert gerade im Vergnügen. Aber wo das Schwein im Koben grunzt, bleibt das Herz doch unverhunzl. Ein ordenllich stalldusttriefender Reim! Nicht wahr? Er ist übrigens nicht von mir, sondern von einem anderen Mitarbeiter des „Gieß. Anz.", dem frucht- . v , ,
baren Leipziger Poeten Edwin Bormann, der soeben verflossene Vierteljahrhundert hat der Naturwissenschaft ^^taillon wieder in der Garnison ein. Das 3. Bataillon übrigens im Selbstverläge ein neues nettes Reimbüchlein, ll^d der F-eststadt eine reiche und niegeahnte Entwickelung ^fft eine Stunde sMer ein. — Das Regiment wird am für akademische Jünglinge in erster Reihe bestimmt, hat gebracht. 23 nachmittags nach Schluß des Manövers in Runkel ver-
erscheinen lassen, betitelt ,^Jn Vino veritas! Ern ^er Regierungspräsident Kammerherr von Trott zu ^en Tas Regiment hat ein sehr anstrengendes Manöver Liederbüchlein für lach- mid weinlustige Gemüter" (mtt ^olz, der Oberbürgermeister Aug. Müller, die Vorstände ^habt infolge des schlechten Wetters und der teilweise hübschem schwarzem Bilderschmuck von Archur Lewin). — ver wissenschaftlichen Gesellschaften widmeten dem Kongresse Endlosen Wege im Gebirge. Die Mannschaften haben sich Noch lieblicher sang Horaz: Worte der Begrüßung. ttotz der Strapazen recht gut gehalten und die Anerkennung
Glücksellg, wer entfernt vom Wellgewimmel Von den beiden wissenschaftlichen Borttagen, dre nach r Vorgesetzten gefunden. — Die Fahnen werden durch
Der Väter Land mit seinen Stieren pflügt. den offiziellen Begrüßungen im Laufe des Lwrmittags & Kompagnie unter Hauptmann Krause in die Wohnung
------ gehalten wurden, beansprucht der Vorttag des Prof. ^r. Oberst v. Graevenitz gebracht. Die 8. Kompagnie hat bei
wnrtnfÄüP in Dnushcti Zieher aus Utrecht über "Physiolostsche Psy- der Parade in Mainz von er. Majestät persönlich das ^om fcjtawewo&trttlfipcn in gteöotu a/ologie dtr Gefühle und Affekte" kein allgc. I Aaiserabzei-chen verliehen erhalten als bestschietzende Kom-
YIL meines Interesse, wenn auck) seine Ausführungen über dres pagnie be§ ng. Armeekorps. — Am 25. September werden die
tSckiluLl Viel umstrittene Gebiet der kompliziertesten seelischen entlassen und kehren nach den Strapazen
. feit f0 klar und lichtvoll gehalten, waren, daß sie auch ■ Zurück.
2« der Schlußsitzung stand zur Debatte ein Bres- ^u gebildeten Laien leicht verständlich waren. Da- "Reichsbank. Am 5. Oktober d. I. wird in War» lauer Lllttrag, bre M a i > er er als erne allgemerne roirb ber erstere Vortrag des Pros. 2L 2a b e n J &ur (Westfalen) eine von der Reithsbankstelle in Cassel
nwnfn:aiwn cUn afietti) «ften L» b^eheu r au§ Breslau über den „Einfluß der Natur- > Reichsbank-Nebenstelle mit Kasseneinrrchtungund
Mehrere Abgeordnete .^^n fetstdast sw gan^llch spurwÄ j, (t e u aus die Weltanschauung dre I b<,,-^awltem Giroverkehr eröffnet werden.
vorubergehe und gar kerne rzorychrttte zu verzerchnen ftren. „ Meinung in starke Walllrngen versetzen und eine ** Brieffalle n". Man schreibt mrs von zuständiger
Gewehr-Elberfeld hall den ^56116115 (1110^1^96» unb erbitterte Polemik zur Folge haben. Denn was Stelle- Drucksachen werden häufig zu ,Miefsallen", wenn
eignet, eine Aenderung vorzunehmen. Dre ^sgesw^uns ^ ^ofessor als die Quintesseirz der natuttvrssenschaft- Absender zur Verpackung nur ein loses Streifband hip ^n:uTlöe^^fcf)a.^^e^ für die Weltanschauung prolla- oder einen ungeeigneten Umschlag verwendet hat. Indre
Ul ' ' ’mierte, war die vollständige Verneinung allergeöffneten taschenförnrigen Falten derartiger mangel-
christlichen Lehren und Dogmen, dre Leugnu Stteisbandsendungeu und in die auseinanderklaffen
der Existenz Go ttes und der Unsterblrchkert der Umschläge mit nach innen eingesteckter Veeschlußklappe Seele. Man darf, wie bereits bemerkt, für dre nächste verschieben sich unbemerkt Briefe (vesonders kleineren For- Zeit ebenso heftige Konttoversen erwarten, wie sie ^an- ma^\ Poftlarten und andere flehte Gegenstände und ge* ------- ‘ ----3 '— langen so an eine falsche Adresse. Günsttgenfalls werden sie von einem Postbeamten oder dem Empfänger der Drucksache entdeckt und dann mtt erheblicher Verspätung dem Adressaten auAgehändigt. Ost genug aber wandern fie mtt den uneröffneten und unbesehenen Drucksachensendungen in den Papierkorb oder ins Feuer. Zur Verpackung von Drucksachen eignen sich am besten Kreuzbänder, ettrfache Stteifbänder, die noch mit Bindfaden kreuzweise fest umschnürt sind, und Umschläge mit seitlichen Verschlußklappen, die einen zungenartigen, zum Einschieben in einen Schlitz des Umschlags bestimmten Msatz haben.
s. Ortenberg, 22. Sept. Gestern wurde der Handelsmann A. Z. von hier in das Untersuchungsgefängnis nach Gießen übergeführt, nachdem die Stellung einer erheblichen Kaution vom Gericht abgelehnt worden war. (££ handelt sich gutem Vernehmen nach um folgenden Vorfall. A. Z. wußte, daß ein anscheinend etwas einfälliger Taglöhner M ein Kapttal von 500 Mk. bei irgend einer Kaste I verzinslich angelegt hatte. Das Geld hatte seine Frau, die stüher Dienstnrädchen war, als solches zusammengespart. Ter Handelsmann A Z. vertäust nun dem Taglöhiier M. ein Haus in einem benachbarten Ort, der Verkauf wird gerichtlich gemacht. Tie Frau des M. muß mit dem Handel einverstanden gewesen sein, denn sw veranlaßt, daß das Hans an bie neue Wasserleitung des Dorfes angeschlosscn wird. Ten Taglöhner M. reut der Handel bald. Er geht zu dem Handelsmann A. Z. und bittet ihn, das Haus Kurückzw- nehmen. Er bietet chm, als A Z. das ablehnt, 50 M. Reugeld, dann 100 Alk., schlleßlrch sein ganzes Geld, dre durch seine Frau ersparten 500 Mk. Jetzt geht A Z. auf den Handel ein. Der Kauf wird rückgängig gemacht, unh A Z hat 5M 9Nk. verdient." — Die Geschichte ist nicht mehr ganz neu. Wie sie ruchbar geworden ist und lver die Anzeige erstattet hat, in welchein Zusamrnenhange diese eine Geschichte mit noch vielen anderen steht, ob es sich um Erpressung, Wucher, Betrug oder was anderes handelt, das wird die Gerichtsverhandlung ergeben.
I Darmstadt, 2L Sept. Der Rückkehr Seiner Königl. Hoheit des Großherzogs von Kiel wttd ll. „Tarmst. Ztg." Dienstag entgegengesehen. Die Groß herzogliche Hofhaltung ist feit voriger Woche in das Neue Palais verlegt.
Bingen, 21. Sept. Die Weinernte dieses Jahres ist aufs äußerste gefährdet; die Hoffnungen, welche nach den ersten acht Tagen des September noch so vielversprechend waren, sind im Rheingau sehr herabgestinimt. Der Sauerwurm hat in manchen Lagen bereits die meisten Trauben zerstört. In einigen Gemarkungen hat man gemeinsam die vom Sauerwurm befallenen Beeren ausgelesen, um die noch gesunden zu retten. Das Nebel ist aber bei der so überaus ungünstigen Witterung immer stetig vor angeschritten. Die Weinberge wimmelten infolge dieser traurigen „Beerenauslese" so von Menschen, wie bei der Weinlese. Die Rieslingtrauben sind noch nicht alle in die Reife eingetreten. Die durchschnittliche Tagestempera- tur bewegte sich um acht bis zehn Grad Reaumur und mußte die Reife zurückl)alten. Von Caub wird gemeldet, daß tatsächlich bereits die Trauben ganzer Weinbergs- | flächen verfault find. In Lorch, Distrikt Hamborn, ist die


