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20.8.1903 Erstes Blatt
 
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druckere» (Pietsch Erven)

welche

Gchulstratze 7.

Adresse für Depeschenr Auzetger Gießen.

Kernsprechanschluß Nr. 5L

Dslitilche Tagesschau.

Der Kaiser und das Jesuiteugesetz.

Sozialdemokratischer Vorsitz im Reichstag.

In der nationalliberalen Halbmonatsschrift ^Deutsche Stimmen" finden wir folgende Ausführungen:An und für sich wäre es freilich ein recht heilsam erzieherisches Mittel, dem deutschen Bürger und Bauer mal zu zeigen, was ein Sozialdemokrat als Vizepräsident bedeutet. Nur schade, daß man eine solche Probe aufs Exempel nicht aus einer wüsten Insel machen kann. Aber am Körper des deutschen Parla- mentarismus ein Experiment machen, das der Vivisektion verzweifelt ähnlich wäre, ist von vornherein ausgeschlossen. Die Konservativen und Freikonseroativen wissen sehr wohl, warum sie den Gedanken von der Schwelle abgewiesen haben. Das Zentrum hat sich nicht minder beeilt, bei Thron und Altar sich als beste Stütze in empfehlende Erinnerung zu bringen und sich in diesem Fall als Scheidewand zwischen die Person des Kaisers nnd den Herrn Singer zu schieben. Bei den Nationalliberalen sind es nicht derart spekulative, sondern grundsätzliche Erwägungen, die ebenso zumnon possumus" führen. Irgendwelches Recht, irgend ein An­spruch der Partei auf diesen oder jenen Sitz im Präsidium ist nicht m der Geschäftsordnung begründet, und über denGeist" der Geschäftsordnung können wir uns feit den Debatten über § 19 doch nicht mehr verstehen. Halten wir uns also lediglich an den Buchstaben, und der weiß absolut nichts von einem sol­chen Anspruch. Also hängt es von dem guten Willen der Mehrheit ab, und nur von ihm, ob sie ein Mitglied der zweitstärksten Partei des Hauses im Präsidium und Bureau aufnehmen mag oder nicht. Guter Wille hat Vertrauen zur Voraussetzung. Wer von allen Bürgerlichen hat aber das Vertrauen, daß der erklärte Feind unserer gesamten Ver­fassungszustände, dem auch unser Parlament und dasPar- lamenteln" daselbst nur Mittel zum Zweck ist, die Grund­lagen dieses Parlaments schützen, das Notwendige dazu recht­zeitig erkennen und wollen wird, daß er durch seine Person Mitwirken will, daß der eine gesetzgebende Körper mit dem andern und daß die Reichsfaktoren untereinander in guter Beziehung leben? Wer kann überhaupt sagen, ob der Kaiser einen Sozialdemokraten, wenn dieser, und gerade weil er das Parlament mit repräsentiert, empfangen mag? Wie, wenn der Vorwärts nach dem Empfang Singers im königlichen Schloß einen Bericht bringt, der es klipp und klar ausspricht, daß der Kaiser durch dieseAnerkennung" der Sozialdemo­kratie ihr die Ausgabe für 20 bis 30 Agitatoren erspart hat? Aber nicht nur diese Rücksicht, ebenso gebietet die Rück­sicht auf das, was erst kurz hinter uns, und auf das, was im Schoß der Zukunft liegt, daß die bürgerlichen Parteien sich so fühlen, wie sie von der Sozialdemokratie behandelt werden: als dieeine" Masse, und daß sie keinem Düpierungs­versuch der Sozialdemokratie mehr zum Opfer fallen, mag er noch so geschickt in Szene gesetzt sein.

Nr. 194

Grschetut täglich außer Sonntags.

Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem vesfischen Landwirt die Siebener Kamillen, blätter viermal in der Woche beigelegt.

Rotationsdruck u. Ver­

langen ift, Läßt sich noch nicht klar ernennen. Jedenfalls haben die Russen bezw. der Zar den Schritt der formellen Annexion erst getan, -nachdem die wesentlichen Schwierig­keiten aus dem Wege geräumt waren. Daß die Ameri­kaner eine Zeit lang sich als Sachwalter der russischen Juden aufspiellen anläßlich der Greuel von Kischinew und so taten, als vb sie weiß was für mannhafte Proteste deswegen beim Zaren im Namen der Humanität zu er­heben gedächten, um dann die Leute, die sich vertrauens­voll an sie gewendet, abzuspeisen und fallen zu lassen, nachdem die Affäre den Dienst einer Pression gegen Ruß­land offenbar erfüllt hatte, das war ein politischer Schach­zug, den man Amerika zu gute hält, der aber, hätte ihn eine europäische Macht außer vielleicht England voll­zogen, die stürmischste Kritik von allen Seiten sich zugezogen haben würde.

Jedenfalls bedeutet die Erledigung der Mandschurei­frage für Rußland einen großen Erfolg. Während der Gewinn, den die übrigen bei der chinesischen Affäre seiner­zeit beteiligten Mächte machten, mehr zweifelhafter Natur ist, hat die russische Politik, trotzdem sie die zurückhaltendste war, den größten Vorteil davongetragen.

zusammen, um eine starke Mißstimmung nicht nur in akade­mischen Kreisen, sonbern auch in der Bürgerschaft hervor- öuvulAlle Schwierigkeiten wrirden aber schließlich auf gütlichem Wege beseitigt dank einem verständigen Nachgeben von beiden Seiten, und wir konnten dem Feste somit mit einem gewissen Vertrauen, jedenfalls aber mit der größten Spannung entgegensehen.

Bis jetzt ist auch alles gut gegangen, und wenn es weiterhin so gut geht, können wir zufrieden sein. Gestern am Eröffnungstag machte ich morgens einen Bummel durch die Stadt, die ein reiches Feftgewand angelegt hatte. Blauer Himmel endlich einmal richtiges Jubiläumswetter, wie man es sich nur wünschen kann. Langsam schlendere ich am Neckarstrande entlang nach der neuen Stadthalle zu, die auch ohne Laub- und Fahnendekorationen schon durch ihre reiche Architektur sich würdig geschmückt dargestellt haben würde. Die Stadtanlagen sind mit einer endlosen Reihe von laubumwundenen Fahnenmasten geziert, die durch eine ununterbrochene Kette von Tannengewinden mitein- ander verbunden sind. Am Nachmittag soll die Stadthalle feierlich vom Großherzog offiziell eröffnet und ihrer Be­stimmung übergeben werden; abends soll dann hier aus dem sogenannten Jubiläumsplatz der Huldigungs-Fackelzug der Studentenschaft von dem erlauchten Rektor magnifieen- tissimus der Ruperto-Carola entgegengeuommen werden.

Wie ich nun so vor unserer stolzen Stadthalle stehe und zusehe, wie die letzten Vorbereitungen am Hauptein­gang zur Ausschmückung der Empfangshalle getroffen wer­den, tritt ein älterer, vornehm gekleideter Herr auf mich zu und fragt:Gute Morgen! llas sein das?" Als ich mich verblüfft umwende und ihn fragend mustere, wiederholt er: Ich meinen, uas sein das für eine Bau?" Ich erkläre ihm, dies fei die neue Stadthalle. Darauf nach' einigen Momenten staunenden schweigens:lloudervull! Uozu sein diese Stadthallen da?" Die Bestimmung der Stadt­halle einem Ausländer verständlich zu machen, scheint mir nun im Augenblick etwas schwierig; ich helfe mir aber, indeni ich sie vergleiche mit einem Kasino der Stadt oder

Keidelverger Kestcsüläiige.

(In Briefen.) *)

Heidelberg, 6. August 1903. Lieber Freund!

Gestern endlich hat sie begonnen, die Reihe der Fest­lichkeiten zu Ehren unserer alma mater. Endlich, satze ich; denn die Vorbereitungen zum Jubiläum pichen bis in den Beginn des Semesters zurück und haben seit Wochen Studentenschaft und Bürgerschaft in Atem gehalten, inter­essant war es zweifellos in den letzten Wochen, die Ent­wicklung der Dinge zu beobachten, denn auch an drama­tischen Effekten hat es hie und da nicht gefehlt und es gab Augenblicke, wo wir mit Besorgnis um da» Gelingen und den harmonischen Verlauf des Festes erfüllt fern

Und welchen Anteil hat die Bürgerschaft unserer Musen­stadt an allen diesen Vorgängen genommen. Wohl rn keiner anderen Universitätsstadt ist diese derart mit ihren SEm- benten und deren Schicksalen verwachsen wre hier rn Heidel­berg und kaum in einer anderen Unlversitatsstadi. zeigt jeder einzelne Bürger soviel Interesse für die Angelegen­heiten der Studentenschaft wie gerade hier. _ , ,

Tu wirst nun auch neugierig geworden sein, was denn eigentlich bei uns hier los gewesen ist; ;a, lieber Freund, ausführlich kann ich Dir das nicht hier auseinandersetzen, dazu fehlt es a)i Zeit und Platz; aber andeuten will ich Dir kur/ um was Ä sich handelt. Streitigkeiten zwischen dem Senat der Universität uiid dem Ausschuß d-erStuden'tew- schaft, dann Streitigkeiten innerhalb des Aus,chusses über die Art und den Umfang der Beteiligung der Nichtinkorpo- rierten, kurz «allgemeine Unzufriedenhell^und Unklarheit bei den Studenten über die Anordnung des Fellprogramins von leiten der Professorenschaft und der otadl, alles oaS wirkte

*) Diese Briefe eines Freundes unseres Blattes weiten auch /echt, nachdem die glanzvolle Heidelberger Feier vorüber ur, n"cn e nliaes Interesse haben. D. Red.

Kin ßrsolg der russischen FotttiL.

Nachdem seit Jahr mrd Tag die Frage der Besitzerareif- ung der Mandschurei durcy die Russen Gegenstand der Verhandlungen, der diplomatischen Schachzüge gewesen war und nicht vom Fleck zu rucken schien, ist durch einen Feder­strich. des Zaren die ganze Angelegenheit erledigt Der Ukas vom 12. d. M., durcy welchen aus dem Amuraebiet und dem Kwantunggebiet eine besondere Statthalterei ge­bildet und zum Statthaller der Generaladjutant des Boren Alexejew ernannt wird, bedeutet nichts anderes als die endgültige Einverleibung der Mandschurei. Rußland erkält damit einen ZuwachS von 942 000 Qkm., d. h. ein Land fast doppelt so groß, als das Deutsche Reich. Dieses große Gebiet zählt erst etwa 8 Millionen Einwohner; aber seine natürliche Beschaffenheit ist geeignet, das Doppelte und Dreifache von Menschen zu ernähren und die neue Provinz zu einem sehr wertvollen Teil des russischen Reiches zu machen. Tas Land ist stark bewässert, und in seinem größten Teil sehr fruchtbar. Während im Norden unge­heure Wälder den Boden bedecken, deren Wert unschätzbar ist, gedeihen im Süden alle Getreidearten, nicht minder aber werden Tabak, Hanf, Baumwolle gepflanzt.

Ein Blick auf die Karte ergibt die große politische Be­deutung dieses neuen Besitzes. Nachdem Rußland von Norden her durch das Küstengebiet bereits an Korea stoßt, wird es als Besitzer der Mandschurei nunmehr längs der ganzen Westgrenze dessen Nachbar, dasselbe vom Land her aus allen Seiten umklammernd. Im Süden reicht die russische Position jetzt bis ans Gelbe Meer, und von Mugden, der Hauptstadt der Mandschurei, beträgt die Entfernung nach Peking kaum viel mehr als 50 Meilen. Tie Bahnen, welche Rußland teils schon gebaut, teils zu bauen begonnen hat, bedeuten mehr als bloß die wirtschaftliche Erschließung des reichen Landes; sie setzen die Russen instand, in kürzester Frist ihre Truppen bis an die Küsten Chinas zu werfen, sie geben ihnen die tatsächliche Vorherrschaft über den ganzen Nordosten des chinesischen Reiches.

die Zeitgeschichte nach gewissen Konzepten zu schreiben ver­steht, (der Reichskanzler gefällt gewissen konservativen Kreisen nicht mehr. D. Red.) wäre. Die Sache erscheint uns aber um so wahrscheinlicher, als an offiziösen Stellen immer die im Reichstage vorhandene Mehrhell für die Aushebung des § 2 geltend gemacht wurde, die man für idenllsch 'hielt mit der Mehrheit der Nation, was aber keineswegs der Fall war."

Im konservativenReichsboten" lieft man:

Die Aufhebung des § 2 des Jesuitengesetzes, welche der Reichskanzler dem Zentrum in Aussicht stellte, indem er versprach, als preußischer Ministerpräsident die 17 preu­ßischen Stimmen im Kundesrat dafür einzusetzen, galt bisher als daran gescheitert, daß die Mehrheit der Stimmen der anderen Bundesstaaten für diese Abbröckelung des Je- smtengesetzes nicht zu haben war. Inzwischen sprachen auch Anzeichen dafür, daß der Reichskanzler in Sachsen, Würt­temberg, Bayern usw. Anstrengungen machte, um diese Mehrheit für seine rom- und jesuitensreundlichen Pläne doch noch zu schaffen. Nun hören wll aber aus einer Quelle, die gut unterrichtet sein kann, daß der Rückzug, welchen dre Offiziösen in Sachen des Jesuitengesetzes an- getreten haben, noch einen anderen Hintergrund besitzen soll. Als die evangelische Bevölkerung und die national gesinnte Presse immer lebhafter unh erregter ficfi gegen den Antrag eurer unbeschränkten Wrederzulassung des Jesuiten­ordens aussprach hat es auch der evangelische Ober-- krrchenrat für ferne Micht gehalten, bei dein preußischen König seine Stimme warnend zu erheben. Es ist dann über die ganze Frage auch zu einer Auseinandersetzung zwischen dem Monarchen und dem Grafen Bülow gekommen, bei welcher ^der Kaiser die Klage erhoben hat, daß er über die wahre Stimmung des Landes, insbesondere der evange­lischen Mehrheit, irreführend unterrichtet gewesen fei. Im Anschluß daran soll dann^der allerhöchste Wunsch, erfolgt sein, daß die preußischen Stimmen im Bundesrat für die Aufhebung des § 2 des Jesuitengesetzes nicht mehr geltend gemacht würden. Wenn diese Darstellung, welche wir jo wiedergeben, wie sie uns zugeht, zutrifst, so Hütte also Graf Bülow für den Abbruch des Jesullengesetzes nicht einmal mehr die preußischen Stimmen hinter sich. Es wäre ange­bracht, daß sich die Offiziösen über diesen interessanten Puurr näher ausließen; ihr Rückzug in Sachen der Jesui­terei würde dadurch erst in eine erschöpfende Beleuchtung rücken. Da die allerhöchste Willensmeinung in Gegenwart von arrderen Ministern erfolgt fein soll, muß sich oarüber ja leichter Aufklärung schaffen lassen, als wenn sie nur em Sondergeheimnis der Wilhelmstraße, wo man so virtuos

etwa einem Kursaal.Ooh! eine Kürsaal! also uird man haben Theater-Variete und uird man können spielen für Geld?" Bums! Diese Definition war also verfehlt. Nein", sage ich, das giebt's bei uns nicht (mit einem ge­wissen Ausdruck sittlicher Entrüstung); die Stadthalle dient zu Festlichkeiten der Stadt? zu Konzerten und Bällen; es ist auch gute Restauration drin." Das letztere scheint dem Engländer am meisten einzuleuchten und er wendet sich schon dem Eingang zur Restauration zu, da kommt er schon wieder zurück und sagt:Ich uill sehen die Gefängnis für das verbrechenden Student!" Ich bedeute ihm, daß v,bie Gefängnis für das Student" nicht in der Stadthalle sei, sondern in der Universität selbst, in der Stadt. Da ich nichts anderes vorhabe und mich der Fall belustigt, führe ich meinen Fremden der Universität zu. Als wir in die Hauptstraße kommen, es ist mittlerwelle i/212 Uhr ge­worden, wogt dort eine festlich gestimmte Menge die reich mit Fahnen und Laubgewinden geschmückte Straße auf und ab, es ist ein Hasten und Treiben, wie man es sonst in Heidelberg nicht sieht. Mein Engländer drückt sich unbekümmert unter reichlicher Anwendung seiner Ellbogen durch die Menge und steuert ruhig, aber sicher dem von mir gezeigten Ludwigsplatz zu. Vor der alma mater machen wir Halt. Arme alma, wie hast Tu Dich verändert! Man mag sich vielleicht über die Dekoration wundern, man mag sie großartig nennen, aber für geschmackvoll hatte ich sie nicht, und ich stehe mit meiner Ansicht aus dem Boden jeder unbefangenen, künstlerischen Anschauung. Einen ehrwürdigen Bau, wie das Köllegien- gebäude der Ruperto Carola, verschont man am besten mit Goldschmuck von solcher aufdringlichen Wirkung, wie es hier geschehen ist. Einfach und würdig ist stets allein der grüne Schmuck. Mein Begleiter scheint auch nicht besonders über die goldene Wanddekoration erfreut zu fein; er schüttelt den Kopf und jagt: very merkwürdig! Uo fein die Gefängnis? Diese Mahnung, ihm den Karzer zu zeigen, schreckt mich aus meinen Betrachtungen aus und wir betreten die den Musen feit Jahrhunderten aeweibte

Bekanntlich hat Rußland, obwohl es faktisch sell den chinefischen Wirren im Besitz der Mandschurei war, doch lange gezögert, bis es den nun erfolgten Schritt der for­mellen Besitzergreifung tat. Starke Schwierigkeiten schienen sich zu erheben. Nicht seitens Chinas, dem diese wertvolle Provinz mirnichts, dirnichts von den Russen weggenommen wurde, das aber über ohnyräcktige Hrote^e, nicht hinaus-! kann, sondern vor allem von feiten Japans, das allerdings Ursache hat, das Vordringen Rußlands höchst bedenklich zu finden, da ihm durch dasselbe die Aussichten auf Korea (Siehe unsere heutige politische Tagesschau. D. Red.), auf das es sichere Anwartschaft zu haben glaubte, und überhaupt auf eine dominierende Stellung im äußersten Osten sehr verdunkelt werden. Japan hat darum jenes Bündnis mit England geschlossen, das eines Tages wie vom Himmel heruntergeschneit kam, und ist, wie das ge­wöhnlich bei Bündnissen mit England zu gehen Pflegt, von diesem trotzdem im Stich gelassen worden. Jedenfalls hat dieses Bünonis die Annexion der Mandschurei nicht hindern können, und die Japaner sollen darum von ihren Bundes­genossen nichts weniger als erbaut sein.

_ Auch die Vereinigten Staaten haben einige Zeit den Russen Schwierigkeiten gemacht, und sie haben einmal so ftarf mit dem Sabel gerasselt, daß man meinen konnte, es sei ihnen in der Tat Ernst. Wahrscheinlich handelte es sich für sie aber nur darum, diejenigen Konzessionen zu erhalten, welche den Interessen des amerikanischen Handels in der Mandschurei, die in den letzten Jahren beträchtlich geworden sind, förderlich erschienen. Inwieweit das ge-

Evftes Matt. 153. Jahrgang Donnerstag Äv. August 1903

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