hielt eine
Rechtsanwalt Kaufmann
Stimmung.
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scharfe Ecken aber, die zur früheren Einfahrt zu passieren
unterlegen sind.
w. Herborn, 19. Juli. Am heutigen Sonntag feiert die hiesige „Sang erv er einigun g" das seltene Fest ihres 75jährigen Bestehens, verbunden mit dem 9. Gesangwettstreit des nassauischen Sängerbundes. Gegründet 1828, zu einer Zeit, als der deutsche Männcrgesang noch in den Kinderschuhen steckte, hat der „Singverein" — das war der ursprüngliche Name — trotz der Ungunst der Zeiten, die den Bestrebungen des Männer gesangs nicht immer günstig waren, stets dazu beigetragen, die Pflege des Gesangs zu verbreiten und zu vervollkommnen. Daß dies von Sr. Majestät dem Kaiser durch Stiftung eines Ehrenpreises anerrannt wurde, gereicht der Sängervereinigung zu hoher Ehre. Sich und ihre Lieder bet allen Gelegenheiten in den Dienst des Guten und Schönen zu stellen, errang ihr die Sympathie der gesamten Einwohnerschaft; dies zeigte sich wiederholt, wenn die Sänger, stolz um ihre Jahne geschart, von heißem Gesangstournier zurückkehrten. Freudig begrüßte man es hier allgemein, daß die Frauen und Jungfrauen hiesiger Stadt dein Verein in dankbarer Würdigung seiner Verdienste eine treffliche Jahne an seinem Ehrentage überreichten.
Aus Stadt und Land.
Gießen, den 20. Juli 1903.
•* S. K. H. der Großherzog von Hessen mit Prinzessin Elisabeth sind gestern am 19. Juli mit Schnellzug 77 nachmittags 5 Uhr 44 Minuten in Gießen angekommen und mit Sonderzug nach Lich zum Besuch der dortigen fürstlichen Familie weiter gefahren. (Vergl. unseren Bericht aus Lich).
** Personalien. Ernannt wurde der Gerichtsschreiber- gehilfe Otto Bin ding, Groß-Gerau, zum Hilssgerichts- schreiber bei dem Amtsgericht Mainz. — Der Regierungsassessor Dr. Hans Siegfried Schneider aus Finkenbach wurde zum Mitglied einer Eisenbahndirektion in der Hess. Preuß. Eisenbahngemeinschast ernannt. — Das Mitglied des Vorstandes der Landes-Hypothekenbank, Dr. F. Fresenius aus Butzbach, wurde zum Direktor der Landes-Hypothekenbank ernannt.
"Theater- und Saalbau. Auf die morgen, Dienstag, den 21., abends 81/, Uhr im Gesellschaftsverein (Sonnenstraße) stattfindende außerordentliche Generalversammlung des Konzert-Saalbau- und Theatervereins (s. I Anzeigenteil) sei auch an dieser Stelle nochmals hingewiesen. Alle Personen, welche sich für die Sache interessieren, sind in I der Versammlung willkommen, auch wenn sie nicht Mitglieder eines der drei Vereine sind. Besonders erwünscht ist die Teilnahme der Mitglieder der städtischen Verwaltung. Das in der Versammlung zu erstattende Referat wird durch die Vorlage zahlreicher Pläne bereits ausgeführter Bauten be=| gleitet werden.
" Wildes Rössel. In der Wagengasse entsprang heute morgen ein Pferd mit einem Metzgerwagen. Letzteren verlor es an der Ecke der Schulstraße. Am Kaiserhof wurde der Durchbrenner aujgehalten, worauf er reumütig zu feinem Wagen zurücklief.
Festplatze. . „r r, r,
** Das Schützenfest brachte eine ungezahlte Menschenmenge auf die Beine. Es wurde am Samstag diirch einen Festkommers im Reuen Saalbau eröffnet, der x/29 Uhr beginnen sollte. Bis 9 Uhr hatte sich der Saalbau ziemlich gefüllt. Besonders eine Anzahl Vereine waren der Em- ladimg gefolgt. Beim Kommerse führte den Vorsitz Ober- Schützenmeister Brück. Er begrüßte die Erschienenen und gab der Musik das Zeichen zur Eröffnung des Kommerses, worauf unsere Militärkapelle mit ihrem ersten Stück einsetzte,
stebn. Ter Vorsitzende dankte namens des Vereins für die Jahnenschleise, die den Verein allezeit zu uiiverbruch^ lieber Treue zu Fürst und Vaterland anspornen werde Er schloß mit einem Hoch auf Kaiser und Großherzig. Sodann hielt Pfarrer Helwig' die Festrede über das Kaiserwort:
'Welch eine Wendung durch Gottes Fugung - Sern Hoch aalt den deutschen Kriegervereineii. Der Vorsitzende des Bezirks Gießen, Feldwebel Bruchhäuser, wies auf btc Bedeutung des heutigen Tags, als den Erinnerungstag der französischen Kriegserklärung hin, forderte die jungen Kameraden zum Beitritt in die Kriegervereme auf und sprach auf das deutsche Vaterland. Der Gesangverein Konkordia überreichte dem Kriegerverein eine Standarte. >vas Fest nahm einen schönen Verlauf.
§ Leihgestern, 20. Juli. Mit dem 19. d. M^hak !sich yier ein Turnverein unter dem Namen »Freie ! Turnerschaft" im Gasthaus zum Löwen gegründet. Der Verein hält sich jeder Partei fern und ist bestrebt, stets einen freien Sinn unter den Mitgliedern zu erwecken. Präsident
tichen Worten des Tankes von feiten des hohen Herrn ver- tteß der Zug wieder das Schloß.
Bad-Nauheim, 20. Juli. Dienstag den 21. Juki, nachmittags und abends findet Konzert der Kurkapeüe statt. Abends 8 Uhr: Soiree der Diseuse Olga Wohlbrück aus Berlin.
/\ Beienheim b. Friedberg, 19. Juli. Der Blitz schlug Freitag abend in das Wohnhaus des Schuhmachers Kültsch. Der etwa 25jährige Mann war gerade an seiner Arbeit. Der Blitzstrahl traf sein rechtes Bem, schlitzte die Hose vollständig auf, lähmte das Bem und verbrannte es stark. K. befindet sich in ärztlicher Behandlung.
Darmstadt, 19. Juli. Zu den hiesigen Landtagswahlen stellen jetzt nach der Ungiltigkeitserklärung der Mandate der Herren Langenbach und Sang und nachdem der Vorstand der Freisinnigen Partei ein Zusammengehen mit den Sozialdemokraten, die nur unter dieser Bedingung die Freisinnigen unterstützen wollten, abgelehnt hat, ^die Sozialdemokraten eigene Kandidaten aufi Sie arbeiten bereits daran, ihren Genossen das hessische Staatsbürgerrecht zu verschaffen. Bei der Reichstagswahl hatten in der Stadt die bürgerlichen Parteien vor den Sozialdemokraten einen großen Vorsprung. Auf der anderen Seite hält man die Freisinnigen für zu schwach, um aus eigener Kraft siegen zu können. Infolgedessen sind die Aussichten der Nationalliberalen, beide Mandate in der Ersatzwahl zurückzuerobern, recht günstig, zumal sie 1902 bekanntlich mit nur zwei Stimmen
p-ratiffurt, Darmstadt, Vilbel, Friedberg, ferner von der Ge- werbeakademie, den Verbindungen: ^Emna, Scicntta, Askania. Teutonia, Arminia, Rhencmia und Thurmgra^ Mrt dem Choral: „Nun danket alle Gott toar der F-estakt beendet. Der Zug setzte sich nach der städtischen in Beweauna, voraus der Festausschuß, der ^dadtvorstand und die ^Jäger" M| einem CHor der Gesangvererne begann die Volksfeier bei Tanz und Konzert. Vesonders leb haft ging es aus dem JuLPlatz zu, wo ein elektrisches Karnsjcll Vera und Tal"^ Schießbuden, Panoramas u. r gl. iick befanden Der qroße Festplatz mit seinen geräumigen Hallen w^ ßrstAllein. alle Mste zu fassen. - Die gesamte Sterbt brannte in schönstem Festschmuck, ^cr herrliche Fcf tag wird der Stadt Friedberg und besonders den Hess'W>1 Jägern noch lange in angenehmer Erimierung^llilem^
6 Oktober v I erfolgte bereits die Grundsteinlegung der Anstalt -ln »äuse d. I. ist die innere Ausstattung deS Gebäudes erfolgt, sodaß mit Beginn deS Herbstes die Schule fÜr ne oSednb19. ‘St1 3?TÄm Festesschmuck prangte heute unser Dors Es fand das B e^zrr ks>f c:st es KriegerbczirksGießen hier statt,, womit bet me)tge Lricgcrverein sein MjährrgeS Stiftung-^ s mb fein Lüfähriges Fahnenfubrlau m veroano. ars Fcstplatz ivm der schöne Wiesengrund am Philofophenwald ansgewählt. Nachdem zwischen 12 und 1 Mr d eFestg st
10. Jeutschcs Turnfest.
N ü r n b e r g, 18. Juli.
Seit 51Z2 Uhr früh ziehen vom Zentralbahiihos, wo sie in der heute dem Verkehr übergebenen neuen Vahnhofhalll bearüßt werden, die deutschen Turner in schier ununterbrochenen Zügen in die festlich geschmückte ^tadt. ^Veson-1 >>ers beaeistert wurden die Deutfch-Oesterreicher, sowie du Hamburger mit dem Bundesbanner empfangen und dieses zunächst den Prunksaal des Rathauses, in b ^•efiballc verbracht. Die Anmelbungeu zum xvest sindans 99 000 gestiegen. ' Die Stadt wimmelt auch von sonstigen Fremden; bas Wetter ist etwas trübe
Eröffnunasreter ging tn der statt uv er- Mtteii Festhalle programmmäßig vor sich. Es war ein ^hebend^ Augenblick, als auf der mit der Statue der Kania und der Jahnbüste geschmückten Buhne die Abordnung der Hamburger Turnerschast mtt dem Vundev- baimer erschien, um es dem Festort Nürnberg zu über-1 «eben Der Magistratsrat Forster widmete als Vorsitzendet des Festausschusses den Anwesenden .das erste „Mt Heil . Rearerungspräsident Frhr. von Welser sprach als Ehren- vorsiüender des Festes und wünschte einen echt turner- ttckln Verlauf Der erste Bürgermeister Geheimrat Tr. von Schuh übernahm das von Professor Hahn-Hamburg überreichte Bundesbanner. Der Vorsitzende der deutschen Tmmerschast Dr. Götz bankte ber Feststabt Mit einem beJ aeisterten „Gut Heil!". Frauen unb ^zungsrau^i von Nürnberg überreichten ein Ehrenbaub für das ^oniiet, unb Prof Rühl-Stettin bankte für biese Ehrung, rz-nedcich auv Puerto Aleare (Brasilien) bat unter bewegtem nationalem Gelöbnis, die mitgebrachte F-ahne des dortigen ^urnvet- eins zu weihen. Ter Festpräsibent Gotz-Lerpzig vollzog die Weihe namens der Turnerschast. Gener al ^urgi-Rom! überbrachte die Glückwünsche der italienischen -Turnerschast und als Geschenk eine Med aille. Diese italienische goldene Erinnerungmedaille ist die Gegenleistung für ba~ von der Vertretung der deutschen Turnerschast bei deren Anwesenheit in Rom im Jahre 189a der italienischen Turnerschaft gewidmete Fahuenbanb.
Kaiser Withelm und bem Prunzregenten Luitpold wurden treudcutschc Grüße gesandt. Die Versammlung sang darauf stehend „Teuischland, Deutschland über alle--. Zum Treikamps liegen 1800, zum Sechskamps rund 2000 Anmeldungen vor. Seit 8 Uhr regnet es.
An dem Fest zu g nahmen über 30 000 Personen teil. Er setzte sich gegen 12 Uhr mittags in Bewegung, der Vorbeimarsch dauerte vier Stunden. Belgien, Holland, Rußland, Schweden, Italien, Spanien, Norbamenta und Brasilien waren gut, von ber beutschen Turner)d)Qft Payern, Oesterreich, bie Schwaben, Berlin, Breslau, Stettin, Köln, Frankfurt a. M. besonders stark vertreten. Von den kostümierten Gruppen sind erwähnenswert. Turnen ber Griechen, Nürnberger Blütezeit, ^ahns Zett, Wohlfahrtsbienst ber Turner, Nürnbergtsche mittelalterliche Volksbelustigungen, bann 26 in Wichs erschienene akabe- mische Turnvereine. 40 uniformierte Musikkorps unb tau* jenbe Banner unb Mzeichen waren im Zuge. Die Färbung der stark bifferierenben Turnerttachten^ gab bem <zestzug ein fardenprächttges Bilb, wozu ber ^djinud ber altertümlichen Stabt' unb bie Hunberttausende auf ben Straßen, • in ben Fenstern, auf ben Dächern, Tribünen usw. besinb-1 lichen Zuschauer einen feffetnben Rahmen boten. Zett-> weise ftel Regen, eine breiviertelstünbige Stockung bes Zugs beeinttächttgte bie (Stimmung bes Zugs ein wenig. Tas Gnbe bes von unaufhörlichem Jubel der Volksmenge be- gleichteten Zuges langte um 6 Uhr auf bem Festplatze an.
Trotz der ermüdenden VersMung des Festzuges nahmen an den allgemeinen Stabübungen um < Uhr abends ca. 8000 Turner teil. Die Hebungen wurden exakt ausgeführt unb boten ein großartiges Bilb. Später führten 1200 Sachsen Stabübungen vor. Ter Dauerlauf aus bem Turnen ber Bayern würbe verschoben.
ist Hch. Kraps.
- unsere MUitartapeue nm iyrem tipwi cui|v-gtv, । g. Lich, 20. Juli. Se. Kgl. Hoheit ber (Äioßherzog und einem Schützenmarjch von Herrn Krause komponiert. Einzelnei Ihre Großhcrzogl. Hoheit Prinzessin Nis°beth neb,t Gefolge Schüsse, die abgegeben wurden, brachten die schützenmäßigc trafen gestern per Extras ^^ Uhr hicr crm 3um Chnp- -1 - "t Kaufmann dielt eine längere I sanae waren anwesend ^urchlaucht der Fürst, die Ve aanaenhe ber Schützen- städtischen Behörden, Geistliche, Lehrer pp Nach kurzer s die ürcrgangenycii oir aa)uQl.n | bestiegen die hohen Herrschaften die bereit,
festliche.. -2-grn. Ein Viererzug führte dre Allerhöchsten Herrschaften durch die Reihen bra I.palrer-
** Das Festprogramm für dieLaudwirt- ft liebe Ausstellung aus bem Trieb dorn 1(1—13.
Sevtember lautet: 1. Tag: Donnerstag, 10. Sept.: Emtritts- vreis 1 Mk Mittags 12 Uhr: Feierliche Eröffnung ber Ausstellung' auf dem Msstellunasplatze. Nachmittags 2 Uhr: bestellen in der Festhalle. Von 12 Uhr mittags an. A>r- beiten der Preisrichter. Von nachmittags 4 Uhr an: Konzert auf dem Festplatze. Älbeubs: Konzert auf dem Fest- platze unb Volksbelustigung unb Tanz auf bem Vergnug- ungsplatze. — 2. Tag: Freitag, ben 11. September. ^Ein- trittsvreis 1 Mk. Acorgens 8 Uhr: Eröffnung der llur. < uusg^lvul/ll.. vuuujwhu enr^rTfnuhpn,»
stellung: Vormittags 10i/2 Uhr: Wanderversammlung des empfangen waren, unb ber Festzug in
Oberhessischen Bienenzuchtvereins im Saale ber Germania ftr^e aufgestellt war, bewegte sich um 21/2 statt
(auf dem Festpsatze). Von 8 Uhr vormittags an: Arbeiten Zug burch bie mit Tannenbaumen seschmuckten der Preisrichter. Von nachmittags 4 Uhr an: ftonjert.Laagen. Die Vereine des Bezirks -waren
Abends: Volksbelustigung und geselliges Beisammensein aufbeg in Friedberg weilenden Bet er an en vereis ^ßen voll^ dem Festplatze. 3. Tag: Samstag, 12. Sept.: EmtMtspreis ^hlig erschienen; im ganzen beteiligten sich 34 Ve e1 c äo Pfg Vormittags 8 Uhr: Eröffnung der Aufstellung. I anlj Festzuge. Die Begrüßungsrede hielt ber ^orsttzenbe Vormittags 11 Uhr: Preisverteilung mit Vorführung ber ^riegervereins. Darnach überreichte Regierungsrctt Tr. prämiierten Rinder, Pferbe unb Ziegen im gropen Nmg Magner-Gießen bie vom Kaiser anläßlich des 30. Stift- vor der Festhalle. Nachmittags 1 Uhr: Festessen Ehren I ungLfestes dem Verein verlieheneFahnensch.lerfe mit der Preisrichter in ber Festhalle. Nachmittags 4 Uh^- Fahnennagel als ein Zeichen .aiserlicher unb eine Generalversammlung bes Verbanbes ber Herbbuchgeiell- ^ah^ung. auch in Zukunft treu Stirer unb ä schuften für das Vogelsberger Rinb im Schutzeuhause. Bons - -------- ---------?
iiachmittags 4 Uhr an: Konzert unb Volksbelustigung unb Tanz auf dem Festplatze. — 4. Tag: Sonntag, ben 13. Sep- Itember: Eintrittspreis 50 Pfg. Vormittags 8 Uhr: Ev- I Öffnung der Ausstellung. Vormittags 10 Uhr: Vorführung ber prämiierten Rinder, Pferde unb Ziegen, .(^or mit tags 11 Uhr: Gemeinsamer Frühschoppen in ber ^esthalle. Von nachmittags 4 Uhr ab: Konzert und Volksbelustigung und Tanz. Nach Eintritt der Dunkelheit: Großes Feuerwerk aus dem Festplatze. — Montag, 14. Sept.: Pferde- und Zuchtviehmarkt. — Dienstag, 15. Sept.: Verlosung auf dem
scheinen veranlasien wird.
** Ziegenzucht. Wie uns mitgeteilt wird, hält am 8. August ds. Js. der Erste Gießener Ziegenzuchtverein eine Lokalschau mit Prämiierung auf dem hiesigen städtischen Viehmarktplatze ab. Gleichzeitig wirb beabsichtigt, einen Kreis- ziegenzuchtoerein Gießen zu gründen, wozu sich nach- i mittags Herren zu einer Versammlung aus dem Lenz'schen Felsenkeller einfinden werden, und Oekonomierat Leithiger von Alsfeld einen Vortrag zu halten sich bereit erklärt hat.
(:) Heuchelheim, 19. Juli. Der Verein „Kinder- freund" beschloß in seiner im Mai v. I. abgehaltenen Generalversammlung, den Bau einer Kleinkinder schule vorzunehmen. Die Begründung einer solchen Bewahransla. : 1 für die lieben Kleinen ist für unseren im Aufblühen begriffe» I nen Ort zu einem dringenden Bedürfnis geworden. Jn- ! zwischen wurde ein geeigneter Bauplatz erworben und am
Festrede, in der er auf „ _ r
Vereinigung in Gießen zurückging und dazu aufforderte, man I "fürstlichen Wagen,
solle die Tendenzen der alten Gilde, die Reichstreue und Eerhöchsten Herrschaften du-^- -- ..
echt deutsches Wesen, auch ferner hochhalten. -^abei ^.^^bcn Schulsugend und Vereine nach dem Schlosse hin, verwies er auf die Fahnen, die von der Tribüne herunter- nid t ol)ne unterwegs durch eine kleine Straußspenbenn lunaen, die beiden alten und die schmucke neue. Nach kurzer nufgehatten zu sein. Ein kleines hübsches Mädchen war
gf w* js ars,*sÄ der Trefsersreude die scheibe tn die Hohe halt. Der Vor- cu>^ 9 @taj)t bcn P^-x berührt, in
sitzende nahm das Geschenk dankend entgegen. Darauf sprach L . cin unß erreich t in anmutigen Sttitoen durch Wiese Herr Pirr für die Turnerschast mit markigen Worten, m -tf än)iM)Cll Bäumen und Bänken, leicht und rasch
den Gesangverein „Liedcrkranz" sprach Herr Frutlg. Sehrsürstliche Schloß; Straßenpflaster und gefährlich aroßen Beifall fanden die Liedervorträze des Bauer' sehen scharfe Ecken aber, die zur früheren Einfahrt zu pasperen Gesangvereins unter Kapellmeister Polster. Gemeinsame waren, sind jetzt glücklich vermieden. >ver Übend fand Qieber und bie Musik unseres Regimentes hielten die Festes- bie getreuen Licher wieder am Schloß, um dem Landey Sn noch sehr lange zusammen hoffentlich n.cht ganz so Vater und der reizenden kwinen Pinnzes m dw fi^durch lange, bis am nächsten Morgen der Weckruf zum ^est durch ihr freun i-cs ruiwn^ ein Stündchen zu bringen, die Stadt ertönte. Es herrschte gestern, am Sonntag, wahrend I 'sahman die Stadtväter, die Vereine und jon- des Morgens schon ein festliches Treiben m den Straßen, o «'2 ein Musikkorps spielte Marschweisen. Am die vielfach mit Fahnen geschmückt waren. Das mcifte UjV-re angelangt, ivurde Aufitellung genommen; Ge- Interesse fand gegen 3 Uhr der Festzug, der sich durch mnavereine ließen ihre Lieder ertönen, und ^ttstsdechant
die Hauptstraßen der Stadt nach dem Festplatz bewegte, ^^agcl Höfs er sprack, Worte der Begrüßung, der Freude
Wobl niemand blieb da zu Hause sitzen. Und obgleich unb des Dankes für den hohen Besuch und der Ehrfurcht
der Festvlatz" draußen bem Schützenhaus nicht eigentlich und Ergebenheit an Se. Kgl. Hoheit den Großherzog und
Anziehungspunkt des größten Teils der Bevölkerung Gietzens. Das Gewoge auf dem Wege dahin dauerte bis in die Nacht hinein. Der Zugang zum Festplatz war zwar sehr schmal, aber das wäre doch kein Grund gewesen, dem Lokal-Redakteur des Gieß. Anz., der sich behufs Berichterstattung bas Leben und Treiben drinnen anjehen wollte, beinahe den Eintritt zu verweigern. Nachdem ihm von einem Herrn des gestrengen Festausschusses gesagt worden war, daß das Komitee die Ausgabe von Eintrittskarten (auch von den sonst üblichen Einladungsschreiben) für die Presse ausdrücklich nicht verfügt habe, was bekanntlich sonst schon gutem Brauche gemäß im Interesse der Oeffentlichkeit für schicklich erachtet wird, und er dann selbstverständlich bereitwillig fernen kleinen Tribut bezahlt hatte, beobachtete er einige Minuten später den Einzug des Festzuges und bie frohe Niederlassung, die nach kurzer Begrüßungsrede des Oberschützenmeisters erfolgte. Schon mittags war ber Trubel groß, ber sich am Abend zu gewaltigem 9lndrang steigerte. Um »den Durst zu löschen, fehlte nichts, und das Zusammensein war schiedlich, friedlich (erst gegen 2 Uhr nachts wurde,, was um diese Zeit nie Wunder nimmt, etwas „ausgesochten"). Abends spielte bis zu vorgerückter Stunde die Regimentskapelle zum Tanze aus. Heute, lam Montag, soll das Fest fortgesetzt werden.
•* Ein wirkliches Waldfest im Waldesruh und Waldesdunkel feierte am Samstag abend der ^Sänger- kranz". Die spärlich erschienenen Mitglieder waren bis in die späte Nacht hinein äußerst vergnügt. Am kommenden Donnerstag soll eine Nachfeier auf T ext ors Terässe abgehalten werden, die hoffentlich auch die Mitglieder, die sonst mehr oder weniger die Zurückgezogenheit lieben, zum Er-


