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Prin.zejj.n Eliiabetl, von Hessen.
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Prinzessin Elisabeth m ihren Blauem zu wobei die Prinzessin Sich aller Herzen ge-
wie auch begrüßen, wann.
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Ubrefi« für Depefchenr «nzetger Gtetzen.
Kerniprrchani chluß Nr. bl.
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gr. Romrod, 19. Nov. Kurz nach dem Eintreffen der Todesbotschast von dcnt Hinscheiden Ihrer Großh. Hoheit, der Prinzessin Elisabeth, wehte die Fahne aus dem hiesigen Jagdschlösse auf Halbmast. Auch die übrigen Behörden trafen ähnliche Anord- nuligeii. Besonders erschütternd wirkte die Kunde auf die Bclvohner von Romrod, da die Stadt schon jo oft die hohe Ehre Halle, S. K. H. den Großherzog
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Vaterherz, klage nicht; nicht iür des Grabes Gruft Ward dies Kind Todesraub; Golt-Balers Stimme ruft Aus lichten Lebens jeiigell Himinelshöhn Zu sich das Kind und durch es den Vater!
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sind für die hohe Frau besondere Gemächer im Schlosse b reitgesteüt, falls sie hier länger zu der. weilen gedenken sollte. Auf dem Bahnhofe sind vier Eskadrons der hiesigen beiden Dragoner-Regimenter unter dem Kommando des DbcrfUeutußnU v. Bernath auf» gestellt nebst Standarte und Regimcntslapcürn, die be.m Eintreffen des Zuges Choräle spielen werden. Am Mausoleum sind vier Kompagnien des llö. Infanterie- Regiments posnert, cbensalls mit Regimentskapeüe. Auf den Strafen bilden links Krieger- und Turnvereine Spalier.
9lid)t Du bist selbst ein Herr, der so gewaltig droht, Tu bist ein Bote nur, von droben abgesaudt, Du holst die Blümlein, für diese Welt zu gut, Ehe sie leiden, zum Himinelsgarten.
Nr. A72
vrlchetut täglich außer Sonntags.
Dem Gießener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Gießener Kamillen« blätter viermal in der Woche betgelegL
Rotationsdruck u. Verlag bet Brühl 'fchen Untvers.-Buch- u. Stein- drurtere, (Piets ch lieben)
Laß, Herr, du Lebensfürst, aus dieser Tränensaat, Für Fürst und Vaterland, die jetzt die Trauer eint, epneßen eiuigcn Segen Allen! L-a.
In überraschendem Gegensatz dazu steht folgende Meldung:
Darmstadt, 19. Nov. Nach einer soeben eingeiroffenen Mitteilung wird die geschiedene Großherzogin von Hessen, die infolge der Aufregung erkrankt ist, an der Bei« setzung der Prinzessin Elisabeth nicht t e i l n e h m e n. Sie wird durch ihre Mutter, die Herzogin-Witwe von Koburg vertreten. — Tie Stadt« verordneten hatten heute um 12 Uhr eine Trauersitzung. Oberbürgermeister Morneweg hielt eine tief eigtetfeude Ansprache. Das Bildnis der Tahingeschievenen Prinzessin war in emem schönen Arrangement von Blumen und Palmen ausgestellt.
Kurz darauf traf dann nachstehendes Telegramm ein:
Darmstadt, 19 Nov. Es unterliegt kaum einem Zweifel, daj die Großherzogin Viktoria Melitta doch heute nachmittag zur Beisetzungsfeierlichkett erscheinen wird. Exzellenz v. Riedesel hat sich nach Frankfurt begeben, um ihre Spezlalbefehle entgegen-
Du rührst die Kindlein an: Schmerzlos entschlununern sie, Sanft trägt sie Engels Arm hoch über alles Leid;
Torlhin reicht Kurnmer lucht, nicht Tränen, Traurigkeit, Don ist nur Freude, Friede, Leben!
Dort greift des Mägdleins Hand Aesus, des Todes Herr: Steh aufz was schlummerst ou muten uu Hunmelsglanz! Richt dag du tot bleibst, daß du lebest, Zog ich zu mir dich aus lauter Güte.
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Die Beisetzung der verewigten Prinzessin Elisabeth wird also, wie bereits durch Drahtberichte gemeldet wurde, bereits heute, Donnerstag, nachmittag um 3y2 Uhr erfolgen und zwar in stiller, einfacher Weise. Es geschieht das auf besondere Anordnung des Großherzogs, die am Mittwoch vormittag von dem in der Nacht zuvor aus Skiernewice zurückgekehrten Obcrstallmeister Frhr. Niedesel dem Hofmarschallamt . persönlich überbracht wurde, und entspricht ganz dem schlichten Wesen unseres aller Pompentsallung abholden Landesherrn, dessen tief von Schmerz bclvegte Stimmung in den Antworten auf die Beileidstelegramme jo ergreifend zmn Ausdruck kommt. Mit veranlaßt wurde diese Entschließung wohl auch durch den Umstand, daß das Zarenpaar noch im letzten Moment an der Mitfahrt nach Darmstadt verhindert ivurde. So werden also an der Beisetzungsfeier nur Großfürst und Großfürstin Sergius, Prinz und Prinzessin Heinrich von Preußen, Prinz und Prinzessin Andreas von Griechenland die fürstlich Erbach - Schönberg'sche Familie und die in Darmstadt weilenden fürstlich Batten berg'scheu Herrschaften teilnehmen. Als B e r l r e r e r Kaiser Wilhelms traf heute mittag der zweite Sohn des Kaisers, Prinz Eitel Fritz, in Darmstadt ein.
Das Programm für das Leichenbegängnis ist sehr einfach gehalten. Es lautet folgendermaßen:
Um 3 Uhr versammeln sich in dem Main-Neckar- Bahnhof die zum Dienst befohlenen Hofstaaten und der Vorstand des Kabinets. Nach Eintreffen des Zuges wird der Sarg auf den vor dem Bahnhof haltenden Leichenwagen verbracht, die Sargdecke wird durch die Herren Obersthofmarschall General von Weslerweller Exz., Oberststallmcisler Riedesel Freiherr zu Eisenbach Exz., Generaladjutant Generalmajor von Wachter und Geheimer Kabineisrat Römheld getragen. Der Zug setzt sich demnächst in folgender Ordnung in Bewegung: zwei Hoffouriere, der Hofprediger, der Oberkammerherr, der Leichenwagen mit 6 Pferden bespannt. Zur Seite gehen die Träger der Sargdecke. Es folgen: die Allerhöchsten und Höchsten Herrschaften, der Minister des Großherzoglichen Hauses, das Gefolge der Höchsten Herrschaften, die Wagen des Großherzoglichen Hofstaates. Auf dem Mausoleum auf der Rosenhöhe, wo sich die zur Teilnahme an der Beisetzung Geladenen, nämlich die Mitglieder des Diplomatischen Korps, die nicht zum Dienst befohlenen Hofstaaten, der Minister der Justiz und der Minister der Finanzen, die Generalität, der Oberbürgermeister und die Beigeordneten der Haupt- und Residenzstadt Darmstadt, eingefunden haben, wird der Sarg von dem Leichenwagen abgenommen und unter Vortritt des Oberlammerherrn und des Hofpredigers in das Mausoleum getragen. Nachdem die Höchste Leiche an ihren Ort gestellt worden, segnet der Hofprediger dieselbe zur 'letzten Ruhe ein.
Die Beisetzung vollzieht sich also in schlichter Weise. Als letzte Ruhestätte der Verewigten ist der mittlere Teil des Mausoleums bestimmt, in welchem sich bereits die Sarkophage der beiden kleinen Prinzessinnen Marie und Elffabeth, sowie die des dreijährigen, s. Zt. durch einen Sturz aus dem Fenster getöteten Prinzen Friedrich Waldemar befinden. In den beiden, durch Säulenhallen verbundenen Seitenräumen stehen links die Sarkophage des Großherzogs Ludwig IV. und seiner Gemahlin Alice, rechts die der Prinzen Heinrich und Wilhelm.
Den innigsten Anteil an der Trauerfeier nimmt natürlich auch die Darmstädter Bevölkerung, was man schon an den zahlreichen, mit Trauerfahnen geschmückten Häusern und der auf den Straßen dort herrschenden ernsten und gedrückten Stimmung bemerken kann.
Ferner liegen uns heute wieder folgende Privat- telegranime vor:
Frankfurt, 18. Nov. Hier traf gestern abend kurz nach 11 Uhr die geschiedene Großherzogin von Hessen mit ihrer Mutter, der Herzogin Marie von Koburg, hier ein. Die Landgräfin von Hessrn war zu ihrem Empfange im Fürstenzimmer des Hauptbahnhofs erschienen. Die Herrschaften sind im „Englischen Hof" abgestiegen.
R. B. Darmstadt, 19. Rov. Zur heutigen Beisetzung sind der Herzog von Coburg-Gotha, ferner als Vertreter des Königs von England der Gras von Gleichen, als Vertreter des Pnnzregenten von Bayern Prinz Ludwig, als Vertreter des Großherzogs von Baden Prinz Max, und als Vertreter des Großfürsten Wladimir von Rußland Graf Stackeiberg ein- getroffen. Heute mittag kamen noch Prinz und Prinzessin Friedrich Karl von Hetzen, und Prinz Albert von Schleswig-Holstein. Prinzessin Ludwig von Battenberg war bereits gestern abend eingetroffen. — Die frühere Großherzogin imrb voraussichtlich heute nachmittag mit dem Schnellzuge um 281 hier eintreffen und durch einem Hofwagen nach dem Mausoleum geleitet werden. Nach Beendigung der Trauerfeier wird die Großherzogin sofort wieder nach Frankfurt zurückkehren. — Die städtischen und staatlichen Bureaus bleiben heute nachmittag geschlossen. Zahlreiche Fahnen und die Bildnisse der Prinzessin in den Schauläden sind mit Trauerflor versehen.
Prinzessin Elisabeth i
Auf Befehl S. K. H. des Großherzogs wird in der „Darmst. Ztg." das nachstehende Telegramm d.. d. Skierniewice 4./17. November 1903 zur öffentlichen Kenntnis gebracht:
Aus dem Sektionsprotokoll, welches anläßlich des Ablebens Ihrer Großh. Hoheit der Priuzessm Elisabeth von Hessen am 3./16. November 1903 ausge- fertigt wurde, ist ersichtlich, daß die Allerhöchste Kranke infolge von Typhus abdominalis ungefähr am Ende der erste n Woche dieser Krankheit gestorben ist. Als die proxima causa mortis ist die sehr liarfe Intoxikation mit Typhusgift zu betrachten.
Unterschrieben: Leibchirurg Hirs ch. I. Ort h. Professor ord. derKatscrl. Universität in Warschau Eduard Przevoßty. Orduiator des Warschauer Mttitärhauses L. A n d e r e. Projettor der Kaisers. Universität Dmo- ch o r s k n. Proseklor-Adjunkt der Kaiserlichen Warschauer Universität Josef Petrokowsky.
Ich bestätige hierdurch, daß ich bei dem Zusammen- stelleii dieses Protokolls aiiwesend rvar und bescheinige die Unterschriften der Aerzte. Ter Minister des Kaiserlichen Hofes Generaladjutant Baron FrederickSz.
Skierniewiee, 4./17. November 1903.
Gegengez. M o f s o 1 o f f.
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Zum 16. November 1903.
Tod, darfst Du wagen, auch an des Fürsten Kind Tte Hand zu legen muten im Jugendmai?
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