Ausgabe 
17.10.1903 Zweites Blatt
 
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Zweites Blatt.

153. Jahrgang

Samstag 17. Oktober 1003

Nr. 244

Erscheint täglich außer Sonntags.

Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt dle Siebener Familien. viStter Diermal in der Woche beigelegt.

Rotationsdruck u. Ver­lag der Brühl'schen Unwers.-Buch- u.Stern- druckeret (Ptetjch Erben) Redaktion. Grpeditio« und Druckerei:

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cesie für Depeschen: nzetger Gießen, isprechanschluß Nr. 51.

VeHNgSpretS, monatlich 7b Pf^ viertel«

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger w

4bc«er i den poltL und aügem.

Amts- Md Anzeigebla« für den Kreis Sietzen 8-MZ

__ _______ -eigenteil: Hans Veck.

Aarmstädter ZLries

und zwar säst

dieser Wahl ist und Sozial-

R. B. Darmstadt, 17. Okt.

$ic Festtage an unserem Fürstenhofe sind mit der Abreye der meisten hohen Hochzeitsgäste und der lieber- sredeluug des Großherzvgs mit der Zaren- famrlre nach Jagdschloß Wolfs garten zu Ende ge­gangen. Und sofort mit Beginn der Woche trat auch der Zwang des nüchternen Alltagslebens wieder in schärfster Werse hervor. Es galt, der Landesmetropvle endlich wie­der eine parlamentarische Vertretung zu geben, nachdem dre beiden Darmstädter Lan d tag s ma n d at e schon am 1. April d. I. von der Kammer fast einstimmig für ungiltig erklärt worden waren. Darüber sind nicht weniger als 61/2 Monate verflossen. Wieder hat die schon so viel beklagte Lässigkeit weiter Kreise eine große Rolle gespielt, indem von 9036 vorhandenen Wählern nur 4350, also nicht einmal die Hälfte der Stimmberechtigten den Weg zur Wahlurne finden konnten, aber es ist doch wenig­stens diesmal eine kleine Wendung zum Besseren ein- getreten, denn es haben sich etwa 700 Wähler mehr ihrer staatsbürgerlichen Pflicht erinnert, zu gleichen Teilen von beiden Seiten.

auch für die Freisinnigen mit die Kohlen aus dem Feuer holen sollten; ebenso umgekehrt.

Bei der Reichstagswahl im Juni betrug die Zahl der freisinnigen Stimmen knapp 2000, die der Nation al libe­ralen rund 8900 und die der Sozialdemokraten 15000, wäh­rend sich bei dem jetzigen Landtagswahlergebnis das Stimmenverhältnis der Parteien tote 1:2:3 stellt. Es ist jedenfalls bemerkenswert, daß der Freisinn bei dem jetzigen Laudtagswahlrecht wesentlich bes­ser ab schneid et, als bei demlauteten freien" all­gemeinen " gleichen und direkten Reichstagswahlrecht. Er könnte daraus die Belehrung schöpfen, daß die Wähler­schaft, aus die er sich, stützen mutz, eine eifrige, positive Mitarbeit an den vielen großen Aufgaben unseres Staats- lebens verlangt; die negative Seite der Legislative ist ohnedies von der Sozialdemokratie nachgerade stark genug vertreten 1

, den die letztere infolge des Sonderauftreteus der Deutsch freisinnigen bei der Reichstagswahl am 16. Juni im Herzen trug, hatte sich, ihre Parteileitung zu einem Kompromißantrag bei diesen verstanden, der aber aus guten Gründen von der^ Freisinnigen abgelehnt worden ist. Wir wüßten eine ganze Anzahl bekannter hiesiger Freisinniger zu nennen, die einen solchen abermaligen Kuhhandel einfach nicht mitgemacht hätten. Und wenn man sagt, das Stim­menergebnis der beiden' Parteien wäre wesentlich besser geworden, wenn sie wieder gemeinsam vor gegangen wären, so meinen wir im Gegenteil, es hätte sich dann noch ver­schlechtert, weil sich gewiß doch so mancher Sozialdemokrat dafür bedankt haben würde, Wahlmänner zu wählen, die

Volttische Tagesschau.

Rußland und Japan.

Nach einer Darstellung der LondonerMoming Post" ist der Kem der gegenwärtig zwischen Rußland und Japan schwebenden Verhandlungen der, daß Rußland Japan eine Garantie «geboten hat, Japan in Korea nicht zu stören, falls Japan eine Zu sage gebe, die Nichträumung der Mandschurei nicht als einen Kriegsfall zu betrachten. Wir können diese Darstellung nach unseren Erkundigungen als eine durchaus zutreffende bezeichnen. Wir vernehmen ferner, daß Japan von England in aller Form mit der sofortigen Aufhebung des Bündnisverhältnisses ge­droht worden sein soll, falls Japan Rußland gegenüber nicht fest bleibe.

Soweit unser Berliner politischer Mitarbeiter. Aus London kommt folgende Meldung: Der K r e u z e r e r st e r KlasseEuropa" erhält Befehl, von Portsmouth nach der chinesische en Station abzugehen. A u ch v o m Mittelländischen Meer wird ern Schlachtschiff nach China tzesandt.

Deutsches Keich,

Berlin, 16. Okt. Heute abend trafen auf der Sta­tion Wildpark das Kronprinzenpaar von Griechenland, das Prinzenpaar Adolf von Schäumburg-Lippe, da^ Prinzeu- paar Friedrich Karl von Hessen und die (^bprinzessin Char­lotte von Sachsen-Meiningen ein. Der Kaiser war ur Be­gleitung der Prinzen Eitel Friedrich und Adalbert zum Empfange auf dem Bahnhofe erschienen, Nach einer sehr herzlichen Begrüßung begaben sich die hohen Herrschaften nach dem Neuen Palais. r .

Tie Enthüllung der Denkmäler des Kai­sers und d er Kais e rin Friedrich in Berlin wuw> wenn nicht die Dispositionen noch im letzten Augenblick eine Aenderung erfahren sollten, im engen K'r erf e der kaiserlichen Familie am Sonntagnachmittag er­folgen. Das äußere Bild der Feier wird also ein mili­tärisches sein, indem die Abordnungen der Regimenter, denen der Kaiser und die Kaiserin Friedrrcy als Chefs angehörten, vor dem Kaiser defilieren werden. Eine Zu­lassung des Publikuins ist nicht in Aussicht ge­nommen, Karten werden nicht ausgegeben.

lieber den Empfang des Prälaten Dr. Wilpert beim Kaiser erfährt dieGermania", daß der Abgesandte

des Papstes heute mittag nach einer kurzen Ansprache das Handschreiben des Papstes im Neuen Palais über­reichte, sowie die beiden Ausgaben seines Prachtwerkes, welche der Kaiser entgegennahm. Der Monarch erklärte das Handschreiben des Papstes beantworten zu wollen und zeigte sich über das Erscheinen des Werkes, worüber bereits sehr anerkennende JIrteüe Vorlagen, gut unterrichtet. Mit sichtlichem Interesse ließ sich der Kaiser verschiedene Bilder vorlegen und kurz erläutern. Nach 15 Minuten hatte 'die Audienz chr Ende erreicht und der Abgesandte des Papstes kehrte hochbefriedigt von derselben nach Berlin zurück.

Zu der Meldung, daß derKönigvonSpanien eine Reihe von europäischen Residenzstädten besuchen werden wird derPost' bestätigt, daß bei dieser Gelegenheit auch ein Besuch am Berliner Hofe stattfinden wird.

Nach derBad. üdsztg." hat der jüngst nach Heidel­berg übergesiedelte ftühere badische Gesandte in Berlin, Wirkl. Oteheirnrat Dr. v. I a g e m a n n, die Funktion als Syndikus beim Aufsichtsrat derOberrheinischenBank übernommen.

Küstrin, 16. Okt. Am 19. Oktober sollten hier die Denkmäler des Herzogs Johann von Küstrin, des GroßenKurfürstenals Kurprinzen und Friedrich II. als Kronprinze n enthüllt werden. Infolge des Todes des ersten Bürgermeisters Detleffen wurde auf Befehl des Kaisers die Enthüllung verschoben. Der Kaiser richtete an den Magistrat folgendes.Telegramm: Ich bedauere lebhaft das Hinscheiden des ersten Bürgermeisters Det- leffen, dessen Tüchtigkeit und Pflichttreue ich voll an­erkenne und den ich gelegentlich meiner Anwesenheit in Küstrin durch Ernennung zum Oberbürgermeister besonders zu ehren gedachte. Ich sehe mich veranlaßt, meinen Besuch zur Enthüllung der Denkmäler aufzuschieben, um der Stadt damit ein Zeichen meines Mitgefühls zu dem Trauerfall zu geben.

Leipzig, 16. Okt. Um gegen die Konsum­vereine konkurrenzfähig zu bleiben, plant der Kolo­nialwarenhändlerverband eine Groß-Ein- kau f s g e n o s s en s cha f t für ganz Deutschland unter Ausschaltung der Grossisten.

München, 16. Okt. Die schlimmsten Befürchtungen des bayerischen Ministerpräsidenten v. Podewils sollen Wahrheit werden. Es wird ein Teil der Linken in der Ab­geordnetenkammer den Antrag einbringen, der staatlichen Stellung Bayerns gemäß, wie auch aus Ersparnisgründen, das bayerische Ministerium des Aeußern, sowie das Ministerium des königlichen Hauses als Über flüssig aufzuheben. Das hieße Herrn v. Podewlls den Stuhl vor die Tür setzen.

Ausland.

London, 16. Okt. Man ist hier geneigt anzunehmen, daß die Urheber des fehlgefchlagenen Attentats auf die britische Gesandtschaft in Peking, das in London große Sensation erregt, in chinesischen Hof­kreisen zu suchen seien, in denen die der Kaiserin an­getane Beleidigung durch Fernbleiben der britischen Ge­sandtschaft von chren Teegesellschaften große Entrüstung hervorgerufen hat. Die Gesandtschaft weigert sich> an diesen Gesellschaften wegen der Haltung der Kaiserin in der be­kannten Zeitungsasfäre und der Hinrichtung des Refor­mers Schentschien teilzunehmen.

Heute wurde ein Blaubuch veröffentlicht, den in jüngster Zeit erfolgten Schriftwechsel betreffend die Er­eignisse im europäischen Orient, enthaltend. Wie aus dem Blaubuch ersichtlich ist, teilte Lord Lgnsdvwne am 19. September dem östreichischen Botschafter mit, die eng­lische Regierung wünsche nicht, die für den östreichischen- rusfischen Reformplan angebotene Unterstützung zurückzu- zieyen, sei aber im Hinblick auf den neuerlichen Gang der Ereignisse in Maeedonien der Ansicht, daß Oesterreich- Ungarn mit Rußland erwägen sollten, ob nicht Maß­nahmen von durchaus praktischer Art, welche durch Druck von mehr direktem überzeugenden Charakter durchzusetzen wären, unerläßlich geworden seien. Der Minister schlug vor, daß europäische Miliärtattachees die türkischen Trup­pen begleiten sollten und versicherte dem östreichisch-unga- rischen Botschafter, daß England nicht beabsichtige, die Türkei oder Bulgarien in der Hinsicht zu ermutigen, Eng­lands Unterstützung bei dem Widerstande gegen die Durch­führung der Reformen zu erwarten. Am 29. September sandte Lord Lansdowne eine Depesche an den englischen Botschafter in Men, in welcher er ihn auffordert, die An­wesenheit des Grasen Lamsdorff in Men zu benutzen, um Vorschläge zu unterbreiten, welche dahin gingen, den Re­formplan auf eine breitere Grundlage zu stellen. Lans­downe regte an, daß ein christlicher Gouverneur für Mace- donien ernannt werden oder dem nrohamedanischen Gou­verneur christliche Beisitzer an die Seite gegeben werden sollen, daß ferner sofort europäische Offiziere zur Re­organisation der Gendarmerie berufen, die undisziplinier­ten türkischen Truppen zurückgezogen und Erleichterungen für Verteilung der Unterstützungen an die Notleidenden ge­schaffen werden sollen. Am 5. Oktober teilten die Geschäfts­träger OesterreicrMngarns und Rußlands dem enlgischen Minister des Aeußern die Telegramme der Minister Golu- chowski und Lamsdorff mit, in denen diese chre Freude dar­über ausdrückten, daß die Vorschläge der britischen Regier­ung sich in lieber einstirnmung mit den Entscheidungen be- änden, zu welchen die östreichisch-ungarische und russische Regierung vor Eingang derselben gelangt sei.

Brüssel, 16. Ott. Präsident Loubet nahm die Einladung des Königs Leopold, den Brüsse­ler Hof zu besuchen, an.

Rom, 16. Okt. DiePerseveranza", deren Bezieh­ungen zu Visconti Venosta bekapnt sind, verlangt im Hin­

4>ie Heutige Kummer umfaßt 16 Seite».

Das bemerkenswerteste Moment bei die Scheidung zwischen Freisinn demokratie. Trotz des tiefen Grolls,

blick auf den Aufschub der Zarenreise von dem verbündeten Oesterreich die Abgabe einer Erklärung, daß es die Interessen Italiens nicht zu stören versucht habe. Wenn Oesterreich einen neuen Packt mit Rußland über dke Orientftage geschlossen habe, so habe Italien das Recht ihn kennen zu lernen.

DieTribuna" wendet sich entschieden gegen jene Kreise, die wegen der Verschiebung der Reise des Zaren Zanardelli angreifen und seinen Rücktritt ver­langen, sowie Gerüchte über den bevorstehenden Rücktritt des Kabinetts verbreiten. Das Blatt bemerkt, es wisse nicht, ob Zanardelli durch seinen Gesundheitszu­stand genötigt werde, zurückzutreten. In diesem Fall sei aber zu der Krone das Vertrauen zu hegen, daß sie ihm einen Nachfolger gebe, der seine liberale Politik un­bekümmert um reaktionäre Einflüsse fortsetze. Die Italic" veröffentlicht eine Unterredung mit einer hohen russischen Persönlichkeit, die versicherte, die Reise des Kaisers Nikolaus nach^Rom flverde ausgeführt werden; denn die Gesinnungen des Kaisers für den König und das italienische Volk hätten sich in keiner Weise geändert. Abg. Santini brachte in der Deputiertenkammer eine Anfrage an Zanardelli ein, die um Auskunft darüber ersucht, welche Tatsachen dec inneren oder äußeren Politik das Unter­bleiben der Erwiderung des dem Kaiser von Rußland ab- geftatteten Besuchs veranlaßt hätten.

Bukarest, 16. Okt. Wie dieEpocca" meldet, hat sich die geschiedene Großherzogin von Hessen mit dem Großfürsten Zyrill, dem ältesten Sohne des Großfürsten Wladimir von Rußland verlobt.

Aus Stud! und Kund.

Gießen, 17. Oktober 1903.

* 2(u§ dem Bureau des Stadttheaters. In der morgigen Novität, dem Volksstück ^Geschwister Lemke^ von Skowronnek und Stein, werden neben Direktor Hermann Steingoetter, der den Maschinenschlosser Gustav Horn spielt, in Hauptrollen beschäftigt sein die Damen Hohl (nicht Hagen, wie der Zettel versehentlich meldet), Großmüller, Kellermann, Lembach, Jessing, sowie die Herren Conradi, Achterberg, Pichler, Tamke und Teleky. Der nächste Dienstag bringt als zweite Dienstags- Abonnementsvorstellung er blinde Passagier", welches Stück schon durch seine Dekorationen eine Sehenswürdigkeit bildet. Diese Aufführung dürste voraussichtlich die letzte des Werkes sein, woraus alle Jntereffenten hingewiesen seien.

* * Promenadenkonzert findet morgen, Sonntag 11 i/z Uhr, in der Südanlage statt mit folgendem Spielplan: 1. OuvertüreLeichte Kavallerie" von Supps, 2.Altnieder­länder Dankgebet" von Valerius, 3.Venus auf Erden!" Walzer von Lincke, 4. Fantasie über:Home sweet home von Voigt.

* * Landwirtschaftlicher Bezirksverein. Die von dem landwirtschaftlichen Bezirksverein Gießen für den 19. Oktober in Aussicht genommene Versammlung in Lich ist mit Rücksicht auf den Stand der Feldarbeiten ver­schoben worden. Voraussichtlich findet fie in der ersten Hälfte des November statt.

* * Silberne Hochzeit feiern morgen, Sonntag, Schreinermeister Karl Seibert und Frau.

e. Die Pumpstation in der Bahnhof st raße, die, wie schon erwähnt, den Bewohnern der Umgebung höchst unangenehm war, ist nunmehr entfernt. Bei dem Transport der Lokomobile brach ein Rad, und so mußte man den unliebsamen Gegenstmrd noch einige Zeit mitten auf der Straße liegen lassen.

** Ein Lös chmannscha ftser eignis. Heute zeigte uns auf der Redaktion ein unternehmungslustiger Herr die ErfindungVampyr", die allen Helden von der Feder, aber auch allen Tintenklecksern und Schmierfinken zur Freude und zum Trost gereichen wird. Der Besucher rrß rabiat ein Blatt Papier an sich, ergriff ein volles Tinten- glaas und schüttete es teilweise zum<Lchrecken der Redakteure daraus aus. Dann nahm er aus einem Zauberkästlein eine fremde seltsame Löschwalze zur Hand und tobte wie wütenö über die Schwarzflache her, indessen mit frem Erfolg, daß Vampyr" tatsächlich in erstaunlich! kurzer Zeit alles trocknete und au ff äugte. Welche Perspektiven eröffnen sich da! Der Tauerlöscher, der aus einer auf bestimmte Art zubereiteten Tonmasse besteht, löscht auch Wasser und andere Flüssig­keiten. Wir waren also von den guten Eigenschaften des Vampyrs"' nicht nur überzeugt, sondern auch beftiedigt, obgleich bei den wiederholten Experimenten der lösch^- lustige Besucher auch noch ein zweites Riesentinten- saß, diesmal aus .Versehen, umstürzte. Und die Insassen des Redaktionsraumes waren nahe daran, sich auf die Tische zu flüchten, umüber den Wassern" des Tintenmeeres Rettung zu suchen. Doch im 9iu war alles gelöscht und getrodnet Indes war mit Trauer zu konsta­tieren, daß noch keine Tinte erfunden worden ist, die nicht färbt. Wir gaben dem Besucher das Geleite bis an die Treppe....

h Friedberg, 17. Okt. (Eigener Drahtbericht.) Die bis jetzt von den Behörden angejtellten Recherchen haben bezüglich der Ein br u.chs a f f är e den vollen Beweis er­bracht, daß ein tatsächlicher Einbruch und Ueberfall vor­liegt. Dre hinterlassenen Spuren und die eidlichen Aus­sagen der jungen Dame zeugen dafür. Es wurden schon Anhaltspunkte zur Ermittelung der Täter gefunden. Ein böswillig verbreitetes Gerücht, wonach die Damen das Ver­brechen nur fingiert hätten, wird in kompetenten Kreisen garuicht für möglich gehalten wird hat die größte Empörung hervorgerufew