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Nr. 40
Crftes Blatt.
153. Jahrgang
Dienstag 17. Fedrnar 1003
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daß „die Regierung in den hierzu gehörigen Maßregeln eines der wichtigsten positiven Mittel gegen die Syndikate und Kartelle erblickt". Zwar sind sch-on dahingehende Vorschläge von der Regierung abgelehnt worden (z. B die Einfuhr zum Lochen bestimmter Bleche), aber in anderen gälten (Schiffsblechen) yat die Zusicherung zollfreier Einführung zum Zwecke der Veredlung gute Erfolge gebabt. Sie hilft freilich den Weiterverarbeitern nur bei ihrem Export und kann crußerdem leicht mißbraucht werden. Es wird auch der Regierung schwer sein, zu entscheiden, wie sie derartigen Forderungen nachgeben soll. Es scheint mir für solche Fragen schon heute oie Schaffung eines besonderen Kartellamts angezeigt, welches mit großer Unabhängigkeit anszupatten lutue, da seine Aufgaben in das Ressort verschiedener Ministerien eingreifen, dafür aber vielleicht auch nur als beratende Instanz zu organi» fieren wäre. Obwohl zweifellos der gegcniüartigc preußische Handelsminister ein viel besserer Kenner der Kartelle ist als sonst leicht ein Staatsbeamter sein wird, hat er doch mit der Erklärung, ent Schieosrichreraml in dem Streit der Halbzeugproduzenten und Verbraucher übernehmen zu wollen, eine schwierige'und verantworiungsreiche Ausgaoc auf sich genommen. Eine klare Entscheioung: Ihr habt Recht und ihr habt Unrecht, wirb er niemals fallen tonnen. Er wird sich mit freundlichem Zureden, den Verbrauchern entgegenzukvmmen, und event. einer leisen Drohung mu dem Vereblungsverkehr begnügen müssen. Jedenfalls bleibt der letztere ein Mittel, dem die Regierung größte Aufmerksamkeit zuzuwenden hat.
Zuni Schluise nröchte ich noch einem Gedanken Ausdruck geben, der durch eine Aeußerung der Interessenten angelegt wurde und durch ähnliche Entwictlungsoorgänge aus oem Gebiete des Handels nahegelegt wird. In einer Zuschrift an das „Berl. Tagebl." behauptet ein Hatbzeug- verbraucher, daß die großen gemischten Werke bei gleichen Halbzeugpreisen teurer produzieren als die kleinen Spezial- lverke, und daß deshalb die ersteren an dein Halbzeug ihren hauptsächlichen Gewinn zu erzielen suchen. Ob dies wirklich der Fall ist, wird durch die Kartellkommission eingehend untersucht werben müssen; erst dann wird man zu einem abschließenden Urteil in dieser Frage berechtigt sein. Es scheint mir aber, daß, wenn dies richtig ist, die Lage der reinen Weiterverarbeiter luoiji etwas verbessert werden könnte durch eine Weiterbildung der Speziali- s a t i o n. Die Produktionskosten würden dadurch nicht unerheblich verbilligt werden können, sestgeschlossene Kartelle für die scharf spezialisierten Produkte werden erleichtert und durch die größere Gleichmäßigkeit in den Preisfestsetzungen und den besseren Ueberblick über die Abiatzver- hältnisse des Spezialprodukts wird die größere Abhängigkeit von den Konjunkturen desselben ausgeglichen. 'Natürlich läßt sich eine solche weitergeführte Arbeitsteilung nickt von heute auf morgen schassen, aber vielleicht kann dieseloe durch eine Verständigung der in Betracht kommenden Werke allmählich hervcigesührt werden und eine Verbilligung der Produktionskosten im Gefolge haben. Wir haben auf dem Gebiete des Handels einen zwar nicht analogen, aber ähnlichen Vorgang. Auch die Warenhäuser sind Kom- binationsunternehmungen, aber die Spezialgeschäfte haben neben ihnen ihre Bedeutung behalten. Vielleicht gelingt es auch den reinen Walzwerken, sich durch größere Speziali- sation lebensfähig zu erhalten, indem eine solche die billigere Rohstofsbeschassung der kombinierten Werke auszugleichen vermag.
Aas Programm des Botschafters in spe.
Man schreibt uns aus Berlin, 16. Februar:
Daß Diplomaten, d. h. solche, die an hervorragender Stelle stehen, sich interviewen lassen, ist ein ziemlich ungewöhnliches Vorkommnis. Die Zurückhaltung liegt im Wesen der Diplomatie, und ein Mann von mitteilsamem Charakter hat gerade sür dies Amt kaum die richtigen Eigenschaften. Es überrascht unter diesen Umständen, soeben einem höchst ausführlichen Bericht über eine Unterredung zu begegnen, die der deutsche Geschäftsträger in Washington Frhr. Speck v. Sternburg Vertretern der deutschen und englischen Presse gewährt hat. Wir wissen nicht, wieweit der Bericht in den Einzelheiten korrekt ist. Im ganzen aber macht das, was der 9tachfolger des Herrn o. H o l l e b e n sagte, den Eindruck einer umfassenden Programmrede über seine Mission. Es fällt aus, mit welcher Wärme, ja fast mit Enthusiasmus der deutsche Geschäftsträger sich über die Vereinigten Staaten äußert. Er bezeichnet sich als „von ausgesprochen amerikasreundlichen Gesinnungen" erfüllt. Es sei seine ernste Ueberzeugung, daß er nicht nur dem eigenen Lande, sondern auch dem Lande, bei dem er akkreditiert ist, zu dienen habe. Demgemäß will ich versuchen, das Verhältnis zwischen beiden Ländern derartig zu gestalten, daß sich alle Welt darüber wundern soll"... Wundern müßte sich alle Welt zunächst darüber, wenn, was wir vorläufig bezweifeln möchten, Fryr. Speck v. Sternburg eine solche neue und eigenartige Auffassung bekundet haben sollte. Ein Gesandter im Auslande hat zweifellos ausschließlich den Interessen des eigenen Landes zu dienen; das schließt natürlich die Pflege guter Beziehungen nicht aus. Aber wir wüßten nicht, daß etwa der amerikanische oder der englische Botschafter in Berlin jemals Gelegenheit genommen hätten, sich in gewissem Sinne für Deutschland mitengagiert zu betrachten. Richt einmal die Vertreter Italiens und Oesterreich-Ungarns dürften dieser Ansicht sein. Frhr. Speck v. Sternburg konsta- tierte — immer nach dem Bericht über die Unterredung — die vorherrschende Strömung in Deutschland sei amerika- f r e u n b l i ch. Gegenreiiige Stimmen Unberufener oder über Amerika schlecht unterrichteter Personen könnten nichl als die echten rnepräsentanten der öffentlichen Meinung gelten.
Kalözeugproduzenteu und Kalkzeugvrrtreiber.
Mir finden in der Kartell-Rundschau" folgenden Aufsatz des Gießener Privatdozerrten Dr. . äbert Lief- mann:
Das Problem, welches dem Streit der Halbzeugproduzenten und Halbzeugverbraucher zu Grunde liegt, reicht weit über den Jnteressenkreis dieser Industrien hinaus. Es zeigt sich hier wieder die Erscheinung, dis z. B. auch in der ungünstigen Lage des Handwerks bei wachsender Ausdehnung der Großindustrie zu tage trat, daß jeder Fortschritt in der Produktionsorga ^ '7tion mit Nachteilen für die auf dem Boden der frühe.' Organisation stehenden Betriebe verbunden ist. Die Ent . .cktung zu Kombinations- Unternehmungen, welche alle Rohstoffe selbst produzieren und verarbeiten, macht die reinen Weiterverarbeiter, die ihre Rohstoffe und eventuell auch die Halbfabrikate kaufen müssen, konkurrenzunfähig. Aber die Entwicklung kombinierter Betriebe ist notroenbig, zunächst im Interesse des Fortschrittes überhaupt, dann aber zum Zwecke der Stärkung unserer Koniurrenzsähigkeit gegenüber dem Auslande. Es ist auch nicht richtig, daß diese Entwicklung nur durch die Kartelle herbeigeführt sei. Kartelle und Kombinationsbetriebe sind vielmehr Produkte derselben treibenden Ursache, des stetig gefteigerten Konkurrenzkampfes. Auch ohne Kartelle, auch bei freier Konkurrenz muß das Streben nach Ermäßigung der Produktio.iskosten zu Kombinationsbetrie- ben fuhren, welche verhinvern, daß der von den Spezialunternehmern in jedem Zwischenpunkt zu erzielende Gewinn das fertige Produkt verteuert. Die Rohstosfkartelle fördern dann allerdinas ebenfalls, nämlich durch Hochhal- tung der Rohsdofspreise, diese Entwicklung.
Wir stehen hier also vor Organisationsänderungen, die sich mit unweigerlicher Notwendigkeit vollziehen. Trotzdem kann die Frage aufgeworfen werden, ob man nicht den zweifellos inhöchstungünstigerLabebefindlichen reinen Weiterverarbeitern in irgend einer Weisc helfen könne. Es sind vier Mittel denkbar: 1. Heran-> ziehung der Ausfuhr der Rohstoffe und Halbfabrikate in die Kartellierung, ausgehend von dem Gedanken, daß die inländischen Weiterverarbeiter durch die bUligere Ausfuhr der Rohstoffe in ihrer Konkurrenzfähigkeit den ausländischen gegenüber geschädigt werden. Ich stehe nun tiuar auf dem Standpunkt, daß der billigere Verkauf ans Ausland nicht ungünstig zu beurteilen, sondern meist eine Notwendigkeit ist, sicherlich aber ist er immer dann verwerflich, wenn die deutschen Werke durch ihre eigene Konkurrenz den Weltmarktpreis immer weiter herabdrücken. Daher ist die Ausdehnung der Kartellierung aus die Ausfuhr eine berechtigte Forderung, und neuerdings sind solche Verbände auch mehrfach zu stände gekommen (Schienen, Grobbleche).
Daß mit der Kartellierung der Rohstoffaussubr dem heimischen Weiterverarbeiter aber wesentlich geholfen sei, wird man kaum behaupten können, denn nicht die billigen Auslandspreise, sondern die hohen Inlandspreise sind es, welche sie schädigen. Als ein zweites Mittel, den Weiterverarbeitern zu helfen, wären daher Versuche derselben denkbar, durch gemeinsamesVorgehen eine Herabsetzung der Rohstoff- beziehungsweise Halbfabrikatspreise zu erzwingein. Ein solch fester Zusammenschluß aller Verbraucher wäre unter allen Umständen sehr nützlich, aber einerseits sind die Schwierigkeiten groß, andererseits die Hoffnung gering, daß er eine erhebliche Ermäßigung der Romtoffpreise herbei- fübrcn werde. Ein solcl)er Abnehmerverband würde jedenfalls die Bildung weiterer Kombinationsunternehmungen anregen.
Tie Vorschläge der Halbzeugverbraucher gehen weiter; sie wünschen einen staatlichen Kredit von fünfzig Millionen Mark zur Errichtung eines eigene n großen Stahlwerkes. Also Verbandseigenproduktion, um sich von den Rohstoffproduzenten unabhängig zu machen. Aber hiergegen spricht namentlich der Umstand, daß dadurch die schon vorhandene Ueberproduktion noch weiter vermehrt werde. Derartig weitgehende Mittel können nur'im Wege der Selbsthilfe angewendet werden. An privatem Kredit würde es vielleicht nicht fehlen, wenn die Verbraucher genügend lange Abnahmeverpflicktungen eingehen würden.
Ein weiterer Vorschlag ist die Bildung eines gemeinsamen Syndikats der Halbzeugproduzenten und Verbraucher, d. h. einer festen Verbindung rwischen den beiderseitigen Vereinigungen. Es würde hier der Gedanke zur Verwirllichung kommen, den ich anfangs 1902 in einem Aufsätze in Schmollers Jahrbuch zuerst entwickelt habe*), daß die Preise der weiterverarbeitenden Produkte sich nach denen der Rohstoffe richten müßten, eine gleitende Skala zwischen beiden geschaffen werden sollte, beziehungsweise die Preise der Rohstoffe sowohl wie der verarbeiteten Produkte durch Kommissionen der Rohstoffproduzenten und Weiterverarbeiter gemeinsam festgesetzt werden würden. Wenn es gelänge, einen solchen gemeinsamen Verband zu schaffen, würde das zweifellos für die reinen Wei.erverarbeiter von Nutzen sein. Allein die großen kombinierten Unternehmungen wollen eben, einstweilen wenigstens, davon nichts wisien und es ist auch sehr fraglich, ob es im Interesse der Allgemeinheit ist, daß auf diese Weise die Durchsetzung einer vollkommeneren Produktions- organifation mindestens verlangsamt wird. Jedenfalls würden mit Durchführung einer solchen gemeinsamen Vereinigung i)iie Preise für die Fertigprodukte Höher werden.
Endlich gibt es noch ein Mittel positiven staatlichen Eingreifens, das ist die Ausdehnung des Veredlungs- Verkehrs. In einem wahrscheinlich vorn Handelsminister inspirierten Artikel des „Berl. Tagebl." wird auch gesagt,
* Krisen und Kartelle, Schmollers Jahrbücher 1902. S. 207 ff.
Tas ist doch wohl zuviel behauptet. Unbefangene Beobachter werden zugeben, daß die Haltung, welche die Vereinigten Staaten in dem Venezuela-Konflikt einuehmen, mindestens die Sympathien auf deutscher «eite nicht mehren und befestigen konnte. Um nur eins zu erwähnen: Es erfolgte von Washington aus gar nichts zur Abwehr der törichten und gehasfigen Verdächtigungen, daß Teuischland auf Land- enverb in Südamerika ausgehe, Eroberungspolitik treibe rc. Hier konnte Roosevelt, zu dessen „entschiedensten Bewunderern" sich Frhr. Speck v. Sternburg zählt, einmal einen Beweis der Aufrichtigkeit seiner Gesinnungen erbringen. Wir haben aber nur in der Depesche des Halbamtlicken Bureaus aus Washington gelesen, daß der Empfang des deutschen Geschäftsträgers, eben des Frhrn. Speck o. Sternburg, sich auf wenige Minuten beschränkte. Zu der Zeit befand sich die Venezuela-Frage noch in einem kritischen Stadium. Augenscheinlich verhielt sich der Präsident mit Rücksicht auf die Stimmung im Lande so kühl und reserviert. Ist etwa in den Ver. Staaten die vorherrschende Strömung oeutschfreundtich? Keineswegs. Auch der vorläufige Abschluß der Venezuela-Akcion wird von der amerikanischen Presse zu Angrifsen gegen Deutschland benutzt. Der Aerger iuci)t einen Ausweg, daß die Winkelzüge und Kniffe Castros auf die Tauer picht geholfen haben. So spricht man von einem „Py rrhus - Sreg" Deutschlands, von „erpreßten" Dollars. —
Frhr. Speck v. Sternburg mag in seinem Herzen so ameritafreunolich sein, wie er will. Aber es erscheint nicht nützlich, wenn der deutsche Geschäftsträger, feit kurzem erst in seinem neuen Wirkungskreis, eine rückhaltlose Kundgebung der Steigung und des Vertrauens erläßt. In der Diplomatie ist es nicht nützlich, die Karten offen auf den Tisch zu legen. Man braucht nicht mit dem konservativen 'dbg. v. Kröcher für die „Küraß ierstiefel" zu schwärmen — aber etwas weniger Liebenswürdigkeit im Verkehr mit dem Auslande könnte nicht schaden. Frhr. Speck v. Sternburg erklärte noch, der Umstano, daß feine Gemahlin eine Amerikanerin ist, üinnte feiner Ernennung zum Botschafter nicht cm Wege stehen. Die entgegengesetzte rnegel, die Fürst Bismarck befolgte, sei entschieden antiquiert. Tie „Kreuzzeitung" knüpft hieran die Bemeriung, daß nach Art und -onljau jener unterteuung die Anschauungen Bismarcks nicht nur über die Eheschließungen, sondern überhaupt die Ge- ,amtanschauungen des erjten Reichskanzlers üoer Gebräuche und Notwendigkeiten im diplouiatischen Leben antiquiert zu fein scheinen.
Aus tzluöl uni iuui.
Gießen, den 17. Februar 1903.
** Personalien. Ueberiragen wurde die Leitung der Gr. Straßenneubaubehörde für den südlichen Odenwald dem Großh. Kreisoauinspektor des Kreises Erbach Albert Plitt zu Erbach nebenamtlich mit Wirkung vom Tage seines Dienstantritts als Kreisbauinspektor an bis auf weiteres. — Am 13. Februar d. I. wurde der Oberamts-^ richter Georg Olt in Homberg zum Oberaintsrichter bei dem Amtsgcricht Michelstadt mit Wirkung vom 1. März l. I. ernannt
** Auszeichnungen. Am 30. Januar d. I. wurde dem Großh. Hessischen Vortragenden Rat im Königlich Preußischen Ministerium der öffentlichen Arbeiten, Geh. Oberbaurat Gustav Mayer, die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm von Seiner Majestät dem deutschen Kaiser und König von Preußen verliehenen öioten Adlerordens 3. Klasse erteilt
** Pros. Mittermaier. Der an Stelle des ver- storbenen Professors Dr. Hermann Seussert in Bonn aus Gießen berufene ordentliche Professor'für Strafrecht, Strafprozeß und Zivilprozeß Joses Heimberger erhält, tote bereits kurz gemeldet, den bisherigen Berner Ordinarius Pros. Dr. Ni it ter maier zum ^iachsolger. Wolfgang Mittermaier (geb. 27. Mai 1367 in Heidelberg- studierte 1885—1889 in Heidelberg und Berlin und promovierte am 25. Januar 189u in Heckeloerg. Im Sommersemester 1896 wurde er mit der Vorlesung über Strafrecht in Heidelberg beauftragt und: habilitierte sich dort im Januar 1897 als Prioatdozent. August 1899 in Heidelberg zum l^traordö- narius befördert, ,olgte er Oktober 1900 einer Berufung als ordentlicher Professor an Stelle Creteners nach^ Bern. Seine toissenschttfkliche Tätigkeit bezieht sich auf fein Sonder- fach, das Strafrecht. Außer einer Reihe von größeren und Heineren Aufsätzen veröffentlichte er: „Tie Parieistellung der Staatsanwaltschaft" (1897 , „Kann die Deportation im deutschen Strafenshstem Aufnahme finden?" (1899), „Die Milikärftrafgerichts-ordnung oom 1. Tczcmber 1898 (1899).
** Das Großh. Regierungsblatt Nr. 9, aus- gegeben am 14. Februar d. I., enthält: 1. Bekanntmachung, die Anlegung von Mündelgeld bei Danken int Falte des § 1808 des Bürgerlichen Gesetzbuchs betreffend. „Es wird hierdurch b.kannc gcmacht, Lag die H e s s i sch e La n des- Hypothekenbank, ^ktieng.ic-llschafi mit oem Sitze in Darmstadt, zur Anlegung von Diundclgeld nach § 1808 des Bürgerlichen Gesecbuchs auf Grund des Artikels 126 des Gesetzes, die Ausführung des Bürgerlichen Gesetzbuchs betreffend, vom 17. Juli 1899 bis auf weiteres für geeignet erklärt worden ist." — 2. Bekannrmacyung, die Konzession zum Bau und Betrieb einer elektrischen Nebenbahn von Mainz nach Wiesbaden und von Mainz nach Schierstein betreffend. — 3. Bekanntmachung, die Aufnahme einer Zprozentigen Staatsanleihe von 21 Mill. Mark betreffend. Vom 12. Februar 1903. (Die Anleihe ist 1) für Eisenbahnzwecke, 2) zur Deckung sonstiger außerordentlicher Bedürfnisse d s - ates bestimmt.-
** Das Verordnungsblatt <ur oie evang. Kirche des Großherzogtums Hessen Nr. 1, aus-


