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17.1.1903 Zweites Blatt
 
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Zweites Blatt

153. Jahrgang

Samstag 17.JannarlS03

General-Anzeiger

Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Eietzen

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Nr. 14

rfftetnt täglich auUei Sonntag-.

Dem Giehener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem Kesflschen Landwitt btt Lietzener Familien* blätter viermal tn der Woche beigelegt

-iolattonsdruck u. Ver­lag der Brüh l'schen Untoers.-Buch- u. Stein- brudetet (Prell ch Erben)

Hebafnon, Erpedtttoa und Druderet:

Schnlftratze 7.

Cbrefie tür Develchenr Anzeiger Gießen.

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JHt ycutige ^iummcr umfaßt 1« Seiten.

Polilische Tagesschau.

Der neue üstreichisch.uugurUq- «uigleiq entbütt nach dem Muster des deutschen einen Minimal- -oll für Getreide. Wie Ministerpräsident o. Szell am Freitag int ungarischen A-baeordnetenhause er­klärte, ist im neuen östreich-ungartschen Zolltarif der Zoll für Weizen von 31/2 auf ?i/2 Kronen erhöht. Neben diesem Tarifzotl wurde ein Minimalzoll von 6,30 Kronen festgesetzt. Für Roggen ist statt 3,75 jetzt ein Satz von 7 und ein Minimalzoll von 5,80 Kronen eingesetzt, für Gerste statt 1,75 jetzt ein solcher von 4 und ein Minimalzoll von 2,80 Kronen. Für Hafer ist gegen den früheren Zollsatz von 1,70 jetzt ein solcher von 6 und ein Minunalzotl von 4,80 Kronen vorgesehen. Mais wird bisher mit 1,10 Kronen verzollt. Im neuen Taris ist ein Zoll von 4 und ein Minimalzoll von 2,80 Kronen in Ansatz gebracht. Tie Viehzölle sind folgendermaßen festgesetzt: Zoll für Ochsen 60 Kronen statt bisher 35, für Stiere 30 statt 9, für Kühe 30 statt 7, für Kälber 18 statt 9 und für Schweine ist der Zoll auf 12 und respektive 100 Kronen erhöht, je nachdem sie unter oder über 120 Kilogramm wiegen.

Zum Vergleich führen wir an, daß nach dem neuen deutschen Zolltarifgesetz der M i n i m a l z 0 l l für R 0 g - gelt 5 Wit, für Weizen 5,50 Mk., für Malzgerste 4 Mk., für Hafer 5 Mk. beträgt. Nach dem ö str e i ch i s ch-n n g a r i- schen Zolltarif sollen in Mark umgerechnet die Minimal­zölle festgesetzt werden für Roggen auf 4,84 ML, Weizen 5,37 Alk., Gerste 2,38 Mk., Hafer 4,09 ML Für Mais ist im deutschen Tarifgesetz kein Minimalzolt vorgesehen, und im Tarif der Zoll des Regierungsentwurfs von 4 auf 5 Mark erhöht worden. Der vstreichische Zolltarif sieht einen Minimalzoll für Mais in Höhe von 2,38 Mk. vor.

Deutsches Deich.

B e r ti n, 16. Jan. Tas K a i s e r p a a r empfing heute morgen den Prinzen und die Prinzessin Ma^ von Vaden unmittelbar nach ihrer Ankunft. Später hatte der Kaiser eine Besprechung im Auswärtigen Amt mit dem Staats- kekretär Freiherrn v. Richthosen. Zur Frühstückstafel waren die badischen Herrschaften geladen. Ter Kaiser hat heute mittag int königl. Schlösse den neueniamtten französischen Botschafter Bih ourd in Audienz empfangen und aus »essen Händen ein Schreiben des Präsidenten der französi- chen Republik entgegengenommen, durch das der Bot- chafter beglaubigt wird. Ter Audienz wohnte der StaatS- ekretär Frhr. v. Richthofen bei.

Generalkonsul Speck von Sternburg wird am Dienstag an Bord derAuguste Viktoria" die Reise nach Newyork antreten und voraussichtlich vom Kaiser in Audienz

empfangen werden. Baron v. Sternburg geht alsbevoll­mächtigter Gesandter in Spezialmisston" nach Washing­ton, und dieser Ernennung wird fehl wahrscheinlich nach Erledigung gewisser Formalitäten diejenige zum Bot­schafter in einiger Zeit folgen.

Hamburg, 16. Jan. Gegenüber der gestern vom Abgeordneten Grafen Kanitz im Reichstage gemachten Be­merkung, daß die Hamburg-Amerika- Li n i e für den Verkehr mit den Vereinigten Staaten Tampfer größeren Kalibers erbauen lasse, trotzdem viele Schisse un­tätig im Hafen lägen, wird denHamb. Nachr." von der Hamburg-Amerika-Linie auf Anfrage mitgeteilt, daß für die Gesellschaft nicht ein einziges Schiff für den Nordamerika ui sch en Verkehr int Bau ist.

München, 16. ^aiu Gegenüber der gestern gebrachten Nachricht, ein Hotelbesitzer in Berchtesgaden sei Lur Rede gestellt worden, weil er bei der letzten Anwesenheit deS P r i n z r e g e n t e n daselbst neben einer einzigen baye­rischen Flagge zivei deutsche Flaggen gehißt hatte, bemerkt dieAtlg. Ztg." im heutigen Abendblatt: Wir erkundigten uns in Berchtesgaden und München darüber und erhielten an maßgebender Stelle die Information, daß von der­gleichen Vorgängen gar nichts bekannt sei.

Ausland.

Rom, 16. Jan. Tte M 0 n a r ch e n b e s u ch e für das Frühjahr sind nun nach offiziösen Mitteilungen, wenn nicht definitv festgesetzt, so doch mit mehr als großer Wahr­scheinlichkeit bestimmt. Danach würde Kaiser Wilhelm am 11. Mai in Rom anfonimen und sich int ganzen bis gegen 20. Mai in Italien aushalten; er wird wahrscheinlich die Reise zur See machen und in Civitavecchia landen. Auch der Zar kommt zur See und trifft am 26. April in Rom ein, während er Anfang Mai Italien wieder verläßt Es kann dadurch die ganze Organisation für die öffentliche Sicherheit so geschaffen werben, daß sie während beider Kaiserbesuche in Kraft bleibt.

Wien, 17. Jan. Im Abgeordnetenhause wer­den die radikal-tschechischen Tringlichkeitsanträge weiter­beraten. Während der radikal-tschechischen Reden kam es zu wiederholten Zwischenfällen. Während Kubr den Dring­lichkeitsantrag über die Arbeitslosigkeit begründete, pro­testierte der Alldeutsche Malik auf das Heftigste. Er rief Kubr zu:Das ist unerhört, Arbeitslose so zu miß­brauchen, Sie ausgefressener Kerl, Hader lump, Bestie in Mensch en gestalt'" Der Alldeutsche Doetz ruft den Tschechisch-Radikalen zu:Bagage!"

Kus DluM 11116 gfliiö.

Gießen, den 17. Januar 1903.

** Auszeichnungen. Das Ehrenzeichen für Mit­glieder freiwilliger Feuerwehren wurde von S. K. H. dem Großherzog den Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehr zu

Mainz, Johann Sickinger, Lorenz Franz Luf, Alexander Menz und Franz Beck daselbst verliehen.

** Personalien. Verliehen wurde am 16. Dezember v. I. dem seither widerruflich angestellten SlationSassistenten Albert Schubert die unkündbare Anstellung in der Hessisch- Preußischen Eisenbahngememschaft.

* "Ti a 9 Gr 0 ßh. Regierungsblatt Nr. 3, and* gegeben am 15. Januar b. I., enthält: Verordnung, be­treffend die Ergänzung der Verordnung, die gerichtlichen Hinterlegungen 6etreffeni>, vom 19. August 1899.

** Aus das Gastspiel des Herrn Krause vom Kgl. Hoftheater zu Stuttgart, das am nächsten Mittwoch tm hie­sigen Theaterverein stattfindet, sei nochmals im Interesse un­seres Lesepublikums hingewiesen. Zur Ausführung gelangen zwei Erzeugnisse der jüngstdeutschen dramatischen Litteratur, S)ie Lokalbahn, von Ludw. Thoma jvgl. unser heutiges Theater-Feuilleton) undHerbst" von Walter Schmtdt- Häßler.

** Die Anlagemusik findet morgen in der Süd- anlage um 11.30 Uhr statt. Gespielt werden 1. Ouvertüre Stradella", Flotow. 2.Maritana^Walzer", Dollinger. 3. ,Loreley-Paraphrase", Netwadba. 4.Finale a Aida", Verdi.

** Tie Landkrankenpflege des ev. Deka-« nates Gießen konnte mit Beginn des Jahres auf die ersten zehn Jahre ihres Bestehens zurückblicken. Aus diesem Grunde versammelten sich am. 14. d. M. im Anschluß an eine PfarrkonserenA Geistliche, Pfarrfrauen und die drei genannter Pflege angehörenden Schwestern zu einer kleinen Gedenkfeier im Cass Ebel. Herr Tekan Stra ck eröffnete die Feier und wies darauf hin, mit welchen Schwierigkeiten dies Werk barmherziger Liebe im Anfang zu kämpfen hatte, wie es sich aber besonders infolge des umsichtigen, ziel­bewußten Vorgehens 'einzelner für die Bevölkerung des Tekanats immer segensvoller entwickelt habe. Den beiden Dchwestertt, die seit Beginn der Landkrankenpflege tätig waren, Elisabeth Schäfer in Großen-Linden und Philip- pine Bück in Annerod wurden unter besonderer Anerken­nung ihrer treuen Tienstleistuna prächtige Bilderbibeln überreicht. Mit einem Gebet des Leiters der Pflege wurde die Feier geschlossen. Tie Beteiligten blieben bei einem gemütlichen Kaffee noch längere Zeit vereint.

Hungen, 16. Jan. Ta am 18. Januar die Jagd auf Hasen geschlossen wird, so halten viele Jagdpächter noch Treibjagden, um womöglich reichliche Beute zu madjen. Bei der gestern im Hungener Jagdbezirk abgehaltenen Treib­jagd wurden ca. 70 Hasen geschossen. Im allgemeinen waren die Jagdresultate im letzten Jahre auf Hasen nicht besottders gut

Offenbach, 16. Jan. In der gestern stattgehabten Sitzung der neugewählten Handelskammer wurden Geh. Kommerzienrat Weintraub und Kommerzienrat

Gießener Ktadtthcaler.

Die Schlierseer.

In unser Stadttheater sind dieser Tage wieder ein­mal die Schlierseer eingezogen mit ihren Juchzern, ihren Schnadahüpfeln, ihrem Zitherspiel und Schuhplattlertanz. Obwohl, oder vielmehr gerade weil man bet diesen Bauern and Bäuerinnen, die hier ,a Komödi" spielen, nicht von Kunst sprechen kann, üben sie eine so starke Wirkung auf die Zuschauer aus. Keine Künstler, sind sie doch vom besten schauspielerischen Geiste beseelt. Mit ihren groben Volks­stücke n bringen sie ein lustiges und buntes, und in zahl­reichen Aeußerlichkeiten auch echtes bajuvarisches Alpenleben zur Darstellung; ein Hauch frischer kecker Gebirgsluft weht uns da an. Jeder gibt sich im großen und ganzen, wenn auch stark aufpoliert, aufgeputzt und aufgeschminkt, doch so ziemlich wie er ist, er spricht ungefähr, wie er im Leben sprechen würde, denn er ist ja auch das, oder nicht viel etwas anderes, was die ihm auf den Leib geschriebene Rolle ihm zu fein gebietet. Die Stücke, die diese Bauern spielen, haben ja auch viel von der Welt, in der die Schlierseer leben, darum ftnden sie den richtigen Ton für jede Szene. Am bellen gelingt ihnen das Heitere. Ta kommt die natürliche Munterkeit ihres Volkstums, ihr schlagfertiger Witz, ihre Laune, ihr Frohsinn am frischesten zum Vorschein. Aber auch die ernsten Stellen mißraten nicht. Nur huschen sie darüber schneller hinweg, man fühlt, daß ihnen dabei nicht vohl ist. Daran aber trägt in erster Lime der innere Unwert, die Hohlheit ihrer Stücke die Schuld. Das em- pftnden diese Leute sehr wohl. Die leb- und blutlose Sen- imentalität ist ihnen offensichtlich selber zuwider und darum verweilen sie mit weit größerer Behaglichkeit bei Scherz und Lust, bei Schnadahüpfeln und Zitherschlagen.

Das Schauspielerische an dieser Raturkunst beruht in dem vorzüglich ausgebildeten und ausgeglichenen Zusammen­spiel aller Darsteller, daher die freundliche Wirkung des Ganzen. Für eine malerische Stellung und Bewegung der Bilder haben die Einpauker dieser Naturschauspieler einen sehr feinen Sinn. Besonders die Tanz- oder Raufszenen machen «'nem leicht zufriedenen Publikum viel Spaß. Dazu kommen die liebenswürdigen Leistungen der Schuhplattel- tänzer, Jodler und Sänger, sowie zwei Zitherspieler, um die Pausen in der Handlung der Bauernstücke angenehm auszufüllen.

Aber wie gesagt, an ihren Stücken hapert's gar sehr,

zumal an ihren Novitäten.Das Glöckerl vom Birken st ein", das sie am ersten Tage hier aufführten, ist eine ganz wilde Sache. Das Ding mutet an wie ein dra­matisierter Kolportageroman, der die KapitelDas Findel­kind*,Der hartherzige Gemeinde-Vorsteher",Der böse Jager",Das falsche Würfelspiel",Tie gestohlene Brief­tasche",Schuldlos verdächtigt" undEndlich vereint" hat. Es fehlt fast ganz der derbe Bauernhumor und die naive Fröhlichkeit, die sonst diesen Schöpfungen der Gebirgs-Dra­matik ihren Reiz geben. Durch den unseligen Freiherrn von Stritzow, der alle Vorgänge mit schnodderigen Berliner Redensarten begleitet, wird die Geschichte vollends ungenieß­bar. Bezeichnend für den ganzen Stil des Stuckes ist der folgende schönehochdeutsche" Satz, den ein vornehmer Fremder zu sagen hat:Erst ein unglücklicher Sturz mit bem Pferde, der ihn auf das Siechbett warf, öffnete ihm den Mund l" Im Verlaufe des ersten Abends wurde u. A. ein Ratur"-Couplet gesungen; der Mann, der das verfaßt hat, ist nicht würdig dieser Erden und muß hingerichtel werden! ....

DenHerrgottschniher von 9(mmergau" haben wir auch beim letzten Schlierseer Gastspiel vor zwei Jahren zu sehen befommen. DiesesWatschen"-Stück gibt wohl Gelegenheit, hier und da Temperament und wahres Gefühl zu zeigen, ellenlanger undramatischer Rührbrei aber macht es stellenweise unleidlich. Wie die Milch von mancher Kuh zusammenfließen muß, damit ein schmackhafter Käse daraus wird, so ist aus den bewährtesten Motiven von einem halben Schock Volksslücken imHerrgottschnitzer" em in sich ziemlich abgerundetes Ding zusainmengestellt. Unter allen schablonen­haften Figuren des Stückes ist der Loisl, derdalketa Gais- bua", die einzige, die ihre künstlerische Berechtigung hat: es ist der alte, nie zu vertreibende Hanswurst der ursprünglichen Posse in seiner alpinen Abart. Seme gute Darstellung sicherte den Erfolg des zweiten Abends.

Im gleichfalls allbekannten, gestern zum VorkehrauS ge­botenenJägerblut" gibt der große Komiker Laver Ter 0- f al noch immer den Dorfbader. Nur Dreher selber, der fin­dige Entdecker der Schlierseer Bauernkunst, gibt den Dorf- Aeskulap vielleicht noch um ein Weniges drastischer und scheinbar noch echter dem Leben nachgeschaffen. Aber Tere^ fal hat eS seinem einstigen Herrn und Meister mit verblüffen­dem Scharfblick abgeguckt. Wem bei diesem Medizinmann nicht das heilige Lachen über das Zwerchfell hin fährt, der ist unheilbar.

Seit 10 oder 12 Jahren ziehen die Schlierseer, ab­wechselnd mit den ihnen heimatlich benachbarten Tegernseern, im ganzen Land umher und ernten Beifall. Seitdem also find sie ihren heimatlichen Bergen und chren kunsllosen Be­schäftigungen in der Heimat entfremdet. Immer kann ba3 doch nicht so weiter gehen. Das Publikum wird schließlich einmal auch die Schlierseer satt haben, an denen gar viele freilich immer noch Gefallen finden. WaS aber bann? Soll dieser Terofal wieder Schlachtergesell und diese anderen wieder Bauern, Tischler, Zimmerer re. werden? Ach nein, diese Leute haben sich recht erkleckliche Sümmchen durch ihrSpülln" zurückgelegt, Terofal soll z. B. an der Riviera ober am Genfer See, jebenfalls an irgend einem gar schönen Orte eine Villa sich erworben haben, in der er während seiner Theaterferien herrlich und in Freuden lebt. Man sieht also, die bayerische Bauernkunst hat sich als ein recht stark mil­chendes weibliches Rindvieh erwiesen, da§ seine Eigner mit köstlichster Tafelbutter reichlich versorgt. Die von unS vor zwei Jahren ausgesprochenen Befürchtungen aber, baß ben Schlierseern und den diesen nacheifernden Tegernseern es auch die schon seit Jahren in ihrem Orte munter mimenden Kochel- seer, und diesen wieder die Walchenseer und Ehiemseer, die Ukleiseer und die Spirdingseer und endlich wohl gar unsere pechrabenschwarzen Landsleute vom Tsabsee in Kamerun ober vom Viktoria Nyansa-See in Deutschostafrika nachtun und uns ihre Natur und Kultur inOriginalvolksstücken" über kurz oder lang vorführen würden, hat sich glücklicherweise bisher immer noch als verfrüht erwiesen. -tt-

Aus dem Theaterbureau wird unS heute mitge- teilt:Nachdem die Schlierseer an drei Abenden so außer­ordentliche Erfolge errungen, haben sie sich auf Wunsch zu einem nochmaligen Gastspiel hier in Gießen entschlossen und für diesen vierten Abend das litterarisch Wertvollste ihres gesamten Repertoires vorgesehen. Dieses unwiderruflich letzte Gastspiel der Schlierseer bringt am Montag, den 19. bs. Mts., außerBlauer Teufel" undEr hat etwas vergessen", die berühmte Novität,Die Medaille" von Dr. Ludwig Thoma. Vorbestellungen auf Billets zu der Montags-Vorstellung werden bereits Samstag und Sonn­tag von Herrn Ernst Ehallier entgegengenommen." Wir fügen hinzu, daß der Münchener Rechtsanwalt Tr. Thoma zugleich Ehefredakteur und satirischer HauSpoet deSSim- plizissimus" ist.