Ausgabe 
15.9.1903 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

V

m Mühll

**©

Treten wir von 9'üorden her durch den Zenllal-Eingang in die Maschinenhalle, so sieht der' Besucher vor sich, ein klein wenig nod) links, eine ,/Reoiprocating"-Dampsrnaschine

schenken, daß sie mit Rücksicht auf die Tmrglichkeit der mensch­lichen Fortpflanzung selbst ein Gleichgewicht herstellt.

-schlossen. ________________________________________

Jas Offeuyalteu der Schaufenster.

Man darf jetzt die Erwartung hegen, daß die Frage der Osfenhaltung der Schaufenster an Sonn- uno Feiertagen auch außerhalb der Geschäftszeit in Kürze eine befriedigende Losung finden wird. Tie Bewegung dazu ging bekanntlich von der Gießener Handelskammer aus, die schon im Dezember v. I. einen dahingehenden Antrag an das! Großh. Ministerium des Innern richtete. Im selben Monat noch beschäftigte sich auch, unsere Stadtverordnetenversamm­lung mit der Angelegenheit und in Ausführung eines Ver­schlusses derselben richtete Oberbürgermeister Mecum am 5. Januar d. I. eine eingehend motivierte Vorstellung an die zweite Ständekammer, daß diese auf baldmöglichste Aufhebung des Art. 227, Absatz 1 des Polizeistraf­gesetzbuchs bei der Staatsregierung hinwirken möge. Der­selbe bestimmt in der Hauptsache, daß an Sonn- und Feier­tagen außerhalb der dem E^werbebetrieb freigegebenen Stunden das Ausstellen und Aushängen von Dürren ver­boten ist. Es wird erinnerlich, sein, daß sich auch, die Mainzer, die Darmstädter und anvere Stadtverwaltungen dieser Vorstellung angeschlossen haben. Die Großh. Re­gierung ist inzwischen der Angelegenheit naher getreten und gedenkt, wie wir hören, der Ständekammer eine diesbezügliche Vorlage zu unterbreiten.

Zur näheren Informierung in der Sache war auch an Die Darmstädter Handelskammer das Ersuchen ge­richtet worden, sich darüber zu äußern und diese hat, wie | man uns von dort schreibt, in einer am Montagabend statt- gehabteu Sitzung einstimmig den Beschluß gefaßt, bei der Regierung dieOsfenhaltungderSchaufenster im Sinne der Gießener Anregung zu befür­worten. Es herrschte in der Kammer volle lleberein- stimmung darüber, daß durch die Osfenhaltung der Schau­fenster nicht nur das Stadtbild ein belebteres,freundlicheres . Aussehen erhallen würde, sondern daß auch vielfache prak­tische Vorteile und Anregungen für den Geschäftsmann, wie für das Publikum daraus erwachsen würden. Wenn

erfrorc hüttenwir bruch jin schwemmt

Vermischtes.

* Das goldene Mainz. Vor fünfzig Jahren war Mainz eine dervielseitigsten Städte" des deutschen Vater­landes. Die Stadt selbst^ war darmstüdtisch, die Festung gehörte dem deutschen Bund, die Garnison bestand aus Preußen und Oesterreichern, die Post war Thurn und Taxisch, das Telegrapyenamt war bal)erisch, die Eisenbahn hessisch, das Gaswerr badisch, das Gesetz sranzösstch, die Dampsschissahrt ^kölnisch und Düjjeldorfisch. Davon ist, nur

sich bei den Erörterungen derselben Sache auf dem süd-! und westdeutschen D etaillisten-Verbaudstag der Vertreter des Offenbacher Vereins gegen die Ofsenhaltung aussprach, so könne das nur an den eigenartigen dortigen Geschäftsverhältnissen liegen. Das Ostenbacher Publikum sei gewohnt, seine Einkäufe in Frankfurt zu machen und daher seren aucy wenig Schaufensterauslagen dort vor­handen. Ganz anders aber seien die Verhälln'sse in Darm- stadt und da auch in Frankfurt, Mannheim, Karlsruhe re.

Zum Iall Ries

mahlt derOld. Gem-Anz.": Während der Inhaftierung des ,Msidenzb."-Redakteurs erhielt derselbe von seinem anonymen Mitarbeller einen Brief, in denk dieser Biermann den Rat gab, sich im ,Mesidenzb." an das Mllgefühl seiner Leser und Freunde zu wenden, daß sie eine Sammlung ver­anstalteten, um Biermanns Famllie während seiner Haft vor Not zu schützen. Ein Aufruf für diesen Zweck lag dem Bries bei, ebenso sandte der Briefs chreiber als erster 50 Mk. ein. Dieses Ansinnen seines Mitarbeiters empfand Bier- manu als einen Angriff auf seine Ehre, der ihn angeblich so empörte, daß er vor dem Staatsanwalt erklärte, er sei bereit, demselben sämtliche Berichte und Zuschrif»- ten der anonymen Persönlichkeit zur Verfüg­ung zu stellen, wenn ihm Entlassung aus der Haft gewährst würde. Als diese ihm bewilligt wurde, lieferte er der Staatsanwaltschaft alles Material aus, das er von der so eifrig gesuchten Persönlichkeit besaß. Zunächst vermochte die StaatSanwalt- schaft nun festzustellen, daß die Briese, anfänglich aus Jever, dann aus Barmen herrührten. Es wurde Weller konstatiert, | daß in Jever nur Oberlehrer Dr. Ries denResidenzboteu" gehalten hat, ebenso wie er auch in Barmen der alleinige Abonnent war. Daraus vorgeirommene HandschrifttVer- gleichungen Meßen zunächst auf Schwierrigkeiteu, denn Ober­lehrer Dr. Ries hatte sell 10 Fahren seine sämtlichen Schrift­sätze in lateinischer Schrift abgefaßt, während i>ie Zuschrif­ten au den ,Mesidenzboten" in deutschem Schriftduktus ge­schrieben waren. Indessen vermochte durch umfangreiche Vergleichungen früherer Schriftsätze, besonders auch der Klassenbücher usw., ein Schreibsachverständiger schließlich doch Dr. Ries als den Schreiber der inkrinllerten ^chrijst- sätze mit Bestimmthell zu bezeichnen. Als werteres be­lastendes Moment für Dr. Ries kam hinzu, daß derResi- denzbote" u. a. von seinem Gewährsmann einen Brief er­hielt, in welchem dieser mllteilte, er könne während der nächsten sechs Wochen nicht schreiben, da er in dieser Zell umherreise. Diese Zell dellte sich mll den Ferien in Barmen. Daraufhin wurde nun id.ie Verhaftung von Dr. Ries be-

Aus Stadt und Land.

Gießen, 1b. Sept. 1903.

Nachrichten über bemerkenswerte Vorkommnisse in Stadt und Land werden stets gern eutgegengeuommeu und angemessen honoriert!

- Konzert-Verein. Die laut Inseratenteil für Donnerstag, den 17. September, angesetzte Generalversamm­lung hat diesmal eine hochwichtige Tagesordnung. Nament­lich Punkt 3 derselben, die geplante Verschmelzung' des Akademisch en Gesang-Vereins mit dem Konzert- Verein hat so große Bedeutung, daß eine zahlreiche Be- teiügung der Mitglieder dringend geboten ist.

Darmstadt, 14. Sept. Zu dem bereits gemeldeten Examensskandal in der Laudesbaugewerk­schule erfährt dieNeckar-Ztg." von zuverlässiger Seite noch einige interessante Einzelheiten. Die beiden Prüfungs­kandidaten 23 und 25 Jahre all sind bei Nacht in die Baugewerkschule eingebrochen, haben dort die ver­schlossenen Kästen geöffnet und daraus sowohl ihre eigenen schlechten Arbeiten als die der besten Studierenden wegge-

dah den Per steht teil Ebenso brocheu. bcchnver Tirol, Brücken worden.

Vieh ij. im&nu der Sche Ufalbuni

von 5000 Pferdekräften. Diese Riasch ine hat mit Fundament eine Gesamrhöhe von 54 Fuß; 20 Fuß davon liegen unter

_ , , < o 7 , r 'v- Idem Niveau der Bodenfläche, die üdeigen 34 darüber. Das

ein Verbot des 20 st en hallens Nicht benetze, )o sei es im Fundament umfaßt einen Flächenraum von annähernd 35

neue Möglichtellen für Betätigung ihres Wissens und Kön­nens eröffnen.

schwemmt 3m Gasten litffl ift z M Brücke imb zahlte iort- Hej tiba Ber. btt Telegrc ttti hierin ^hingen

EigentA, eine ®

schäften

Müder Mttund

. ' h», N »etb!

7Älut

Sn

<n,.

^io,

»W

«hin j * > 6t0 Mben i'jftati Nstid Sieben Wu, N II«

> elji

0|

Interesse des Geschäftsinhabers dringend wünschenswert, dasselbe auch für Darmstadt und die hessischen Kammern überhaupt zu beseitigen. ___

Es wurde sestgestelll, daß sich auch dre Womffer Han­delskammer und der Darmstädter Handelsv-erein, der muf- männische Verein und der Detailliftenvevein für das ^.fsen- halten ausgesprochen hüllen, letzterer allerdings unter dem Vorbehalt, daß keine Beleuchtung der Schaufenster statt­finde und die Geschästsangestelllen in ihrer Sonntagsruhe nicht beschränkt würden. Der letztere Wunsch, wurde auch in der Handelskammer zum Ausdruck gebracht, dagegen mll Recht betont, daß gerade an den langen Winterabenden die Beleuchtung der Schaufenster die Hauptsache sei. Es werde Sache des Geschäftsinhabers sellr, für die Verricht­ungen zum Zweck der Offenhallung ohne Beschränkung der Sonntagsruhe der Angestellten Sorge zu tragen. Im übrigen werde es ja auch in Zukunft jedem freistehen, seine Geschäftsauslageu am Sonntag ganz nach Belieben zu schließen. . . . . .

Es darf wohl als sicher angenommen werden, daß diese Anschauung in den weitesten Kreisen geteilt werden und in vresem Sinne auch im Landtag die Angelegenheit entschieden werden wird.

Keer und Ilotre.

Zahlreiche Rangerhöhungen, welche der Kaiser am 11. d. M. verliehen hat, bellefsen inaktive Offiziere, die aber in ihrer sonstigen Stellung einen weitbekannten Namen h«ben. Graf von Zedlrtz-Trützschler, Hauptmann in der Reserve des 1. Garderegiments zu Fuß (in seinem Zivilverhältnis Oberpräs ident von Schlesien) er­hiell den Charaller als Major, ebenfalls diesen Cha­rakter bekam der Erbprinz von Hohenlohe-Lan­genburg, Regrerungsverweser in den Herzogtümern Sachjen-Coburg-Gotha. Der Wachtmeister Bischhaus in Salzwedel, früher im 16. lllanenregllnent, wurde durch die Verleihung des Charallers als Leutnant aus­gezeichnet.

Kirche und Schule.

Die evangelische Bewegung in Oeflerreich bat längst das Stadimu des ^-os L'-it Rom" uberschrMen stnd ist zn einer llefaehenden religiösen Bewegung gewor­den, die ihre Kraft viel mehr in der Belebung der schon bestehenden evangelischen Gemeinden, in der Erweckung des Gemeinschaftssinnes und der Einrichtung neuer Pfarrge- meinden als in der Zahl der Ueberllllte aus der ratho- Lscheu Kllche erweist, ^llchtsdestoweniger ist auch dre Zahl der llebertrllte noch beständig im Wachsen begriffen. Nach den neuesten Veröffentlichungen des Evangelischen Ober- Lrchenrats in Wien traten im ersten Halbjahr 1903 rns- aesanll 2334 Personen in die evangelische Kllche ein, d. h. 449 mehr als ftn zweiten 5)albjahr 1902. Insgesamt sind sell dem Jahre 1898 26 638 Personen er getreten. Dazu kommen über 10 000 Personen, die sich der allkatholischen Kllche und nicht wenige, die sich kleineren evangelischen Ge­meinden angeschlossen haben. Tie Beiträge aus Gießen für diese Bewegung betrugen, lln vorigen, Fahre 737 Mk.

Pjerdelläste entwickeln kann.

Tie belgische Gasmaschine ist ebenfalls eine wunder­bare Leistung 'Niemand hat je zuvor einen Gasmotor ge­sehen, der auch nur annähernd 3000 Pjerdelläste erzeuget hätte. Dieselben Konsllukteure stelllen im Jahre 1900 in Paris einen Gasmotor von 600 Pferdellästen aus, der mehr Interesse erregte als irgend ein anderer einzelner Aus- stellunLsgegenaand. llud hier haben mir eine Ataschine, die

Ä * $0^ »«Sei/

G aH*W

Al

r-rlm w

» Mal

SA r* * Kr- bM jener aus. niWbrü jirmeu vch

Het

Brcuum 1 Musch w lertrünmu der Tod fc

SM

m

'""(Men wir durch den mittleren Teil der Maschinenhalle wesllich/ so erblicken wir der Reihe nach dre folgend«, Ma- schinen: Eine Gasmaschine von Tegel bei Berlin, Deutsch­land, von 1750 Pferdellästen; eine Dampfmaschine hoher Geschwindigkeit mit 600 Pferdellästen aus Harmsburg Pa.; eine Dampfmaschine mittlerer Geschwindigkell mll 750 Pferdellästen aus Cineinnatt, O.; eine ^ampfma^chrne nwd- drioer Geschwindigkeit mit 1000 Pferdellästen au» Borling- tortz Ja; ein Tangentialwasserrad aus ^an Franzisll, das durch Wasser in Betrieb geseüt wird, welches dem Mundsmck einer Röhre nach der Rate von 1200 Gallonen in dcr Minute unter einem Drua von 3(P Pfund aus oen Qn.adrcll- zoll (geliefert von einer Tampfpumpe aus JeanSviiie, pa) entströmt. Diese große Wassermasse unter ungeheurem Drucke trifft die Schaufeln des Rades und u6 er tragt seine Energie so ruhig und sanft, als ob sie aus einem gewöhn­lichen Bassin käme. .

Tas Wasserrad aber macht 900 Umdrehungen in der Minute! Seine Geschwindigkell wird reguliert durch einen Governor^ aus Boston und der Wasserzustrom gemessen durch einen Nieter aus Providenee, R. I. Zunächst, immer nach Westen schreitend, kommt ein Gasmotor mit 3000 Pferdellästen aus Seraiug Belgien; dann eine Tampf- tuxbine mll 8000 Pferdellästen aus Newyork; dann eine Dampfturbine mit 5000 Pferdellästen aus Pittsburg, Pa; dann vier ,,Reciproeating"-Dampsmaschinen von je 3000 j Pferdellästen, und nahe dem westtichen Eiche des Ganges schließt die bemerkenswerte Reibe von Maschinen mit drei Erregeranlagen von je 80 Pserdellästen.

Noch nie ist eine solche Reche von Krafterzeugern ge­sehen worden, und doch ist dies nur eine von dreien, welche in der westtichen 5-älste der Maschinenhalle untergebracht werden sollen. Die Reihe nach Norden besteht aus Dampf­maschinen, zumeist europäischen Ursprungs, aus den großen Fabriken Deuffchlands, Englands, Frankreichs und Schwe­dens. Tie südliche Reihe wird sich zumeist aus Gas- und Oelmotoren zusammenjeßen, Produkte der großen Ma­schinenwerkstatten der ganzen West. Alle Typen, alle Ge­schwindigkeiten, alle Größen werden hier gezeigt werden, vom kleinen Gasmotor an, der eine halbe Pseroekrast für den Hausgebrauch liefert, bis zu den großen Dampfturbinen, deren 8000 Pferdekrüste zur Erzeugung von elektrischem Licht und zum Betriebe der Straßenbahnen dienen.

Seit Generationen war die rotierende Dampfmaschine (was die Dampfturbine in Wirklichkell ist) das Ideal; aber ein Fehlschlag folgte dem andern, sodaß man diejenigen, welche sich mit ihrer Konstruktion beschäftigten, beinahe auf eine Stufe stellte mit denen, die nach deutPerpetuum Moblle" suchten, und sie fast reis für das Irrenhaus er­achtete. Schließlich jedoa> verwandette sich auch hier der Fehlschlag in Erfolg, und in der Maschinenhalle unserer Ausstellung wird eine rotierende Dampsmaschine mll einem elektrischen Generator gezeigt werden, die 8000 Pferdekräfte entwickelt und übertragt und garantiertermaßen 12000

bei 45 Fuß. Es kostete allein 6000 Doll. Das Gewicht der' Maschine und ihres elekttischen Generators bettagt icker 500 Tonnen, und ihr Wert ist annähernd 150 00) Doll. Der Generator ist mit der Aiaschine direkt verbunden und an ihrer Hauptwclle, die 85 llmdrehungen m der Minute macht,

nommen, sie sind damll wieder ausgesttegen, nach Haus geeilt und haben dort ihre Arbellen vernichtet, die guten abgeschrieben und diese, sowie die Kopien als ihre Arbeiten sogleich wieder nächtlich,er Welle in die Baugewerkschule gebracht, auf dem gleichen Wege des Einbruchs. Bei aller Kühnhell und Frechhell ihres lltllernehmens die Ar­beiten bestehen aus graphischen Zeichnungen auf großen Blättern und muhten aus der mll dem Museum und dem Gericht zusammengebauten Schule heraus- und dort wieder hereingebracht werden handellen die Herren doch arg] blöd, sofern sie gerade die allerbesten Arbellen zum Ab-^ schreiben sich heraussuchten, solche also, die chnen niemand zullaute, und diese dazu noch wortwörtlich kopierten Dieser llmstand gab auch die Veranlassung zur Entdeckung des Schwindels, den sie nach anfänglichem Leugnen auch zuge­standen. Die Folge für sie ist zunächst ein gerichtliches Ver­fahren, sodann wie auch Die Verurteilung aus fallen mag | heute schon und für immer der bleibende Ausschluß von jeder deutschen Baugewerkjchule und die Unmöglichkell einer nochmaligen Prüfung. Einstweilen ist auch die Aushändig­ung der Zeugnisse an alle Examinanden sistiert. , ,----- ,c

Kassel, 14. Sept. Eisenbahnmini ft er Budde, das Fünffache leistet! Ihr Bodenraum ist etwa 80 bei 45 der in der letzten Zeit von Wllhelmshöhe, seinem gegen- Fuß. Ihr Schwungrad wiegt 34 Tonnen, hat einen Durch- märtigen Aufenthaltsorte aus, auf den verschiedensten Sta- mesjer von 28 Fuß, und die Geschwindigkeit eines Punktes tionen die Bahnhofsgebäude, die Werkstätten und die Ver- der Peripherie ist bemühe l3/i Mellen in der Minute. P«urch kehrsanlagen der Bahnhöfe besichtigte, pflegte bei dieser ihre Zylinder tarnt ein Pferd mittlerer Größe spazieren, Gelegenhell des öfteren die vierte Wagen kl ässe zu und ihre Kolben legen bet jedem Stoße einen Weg von benutzen. Dieser Tage wurde der Minister hier erwartet, zehn Fuß zurück; aus jeden Kolben entfallen 100 Stoße in Aus diesem Anlasse hatten sich die Mitglieder der Eisen- der Minute. Das Ver,andtgewicht dieser Maschine beträgt bahn-Direktion zum Empfange des Ministers in corpore annähernd 300 Tonnen; etwa 30 Tonnen Kohlen im Tage auf dem Bahnhose eingesunden. Als nun der Zug auf sind erforderlich um das für chxen Bellieb nötige Gas der Station eingelaufen war, glaubten natürlich die 5^erren zu erzeugen.

der Tirektion, ihren höchsten Vorgesetzten aus einem Abteil Am Ende der nördlichen Maschmenreche und in der erster Klasse steigen zu sehen. Ta gab cs denn sehr erstaunte Nordwestecke der Maschinenhalle wiro eine große französische Gesichter, als Seine Exzellenz nach allen Seiten hin freund-R.eeiprocattng"-Dampfmaschine von 1500 Pferdeträften lich grüßend, einem Wagen vierter Klasse entflieg und ihren Platz finden; die Hauptwelle derselben macht 330 sich den ihn erwartenden Herren näherte. I Umdrehungen in der Minute, eine ungeheure Geschwindig-

Kleine Mitteilungen aus Hessen und den kett für eine so schwere und gewallige Plaschine. Für Jn- Nachbarstaaten. Daß die Dummen nicht alle werden, genieure wird es interefjant [ein zu hören, daß diese Ma- davon zeugt die Tatsache, daß bei einem kürzlich in Erain-11 chine direll verbunden ist mll einem aus Paris kommenden feld festaenommenen Geheimmittelichwindler außer 85 Glas- elektrischen Generator, crnem Generator au- Lelsorch J-rank- je ID Tengenomriiuiui ° reich und mit einer Landem-Eompound-Dampsniaichuie aus

chen mit Arznei und 38 Schachteln mll Pillen und Pulver ^üchausen, Deutschland, von 1000 Pserdellästen und 94 800 Mk. in bar vorgesunden wurden. Gegen einen Lehrer ^^hungen in Der Minute.

in Walderlenbach i. Od. wurde, Blällermeldungen zu- Hundert Fuß westlich von der Maschinenhalle finden folge, durch die Staatsanwalffchast Darmstadt Untersuchung dos Gebäuoe jur Dumps, Gas uni> Brennmaterial, wegen Sittlichkeitsverbrechens eingeleitet, begangen an einem welches einen Flächenraum von 100 000 Quavratsuß bedeckt ! Mädchen seiner Schule, unter 13 Jahren. Aus Grund dieser! und an und für ftch das Muster eines modernen, seuer- U**; °°- M°dch-°-

des Verbrechens sputtos verschwunden und hat die Familie L bunker und von den Bunkern in die Oesen und Gas- mit unversorgten 6 Kindern zurückgelasien. Me der Reichs- Zeigen befördert werden. Der tägliche Kohlenverbrauch Anzeiger meldet, ist dem österreichisch-ungarischen General- uilld^über 400 Tonnen betragen, und die Gesamtlänge Konsul Maximilian Benedikt Goldschmidt zu Frank-! automatischen Eouveyors wird etwa % Meilen sein, furt a. M. unter dem 9iamen von Goldschmidt-Roth- 5)ier finden wir auch Die Kessel zur Lieferung von Dampf schild der Adel verliehen worden. Goldschmidt ist der! und die Gaserzeuger für den Betrieb der Motoren m der Schwiegersohn des verstorbenen Barons Wilhelm von Maschinenhalle. Die Brikettsabritallory^Geblase aller Art,

Wasserreincger und alle mvgllcheu Dinge, die mit Dem

Jtoigjcguo. Dampfbetrieb irgendwie in Verbllidung steyen, werden hier

- ------- . lhre Unterkunft ftnden. .

Die Wunder der Maschinenyalle auf der Welt- In ihrer Gejamthell wird die Krastanlage der Aus. auöiitffuna in Lt ^LouiS 1904 stellung das Modernste darstellen, was in Europa oder

ausfuuung in mutt: Amerika zu finden ist, und die Auftnertiamkeit des Publi-

schildert folgender interessanter Artikel derMisftssippi- \iv^ sofort durch ihre kolossale Größe fesseln. Für Acaschi- BlättettK Wir wollen einige wenige der Maschinen er* ni|ten uni) Ingenieure aber wird ,ie eine unerschöpfliche wälstien, welche in der großen Kraftanlage, die über.40 000 ^.^lle des Studiums bieten und ihnen neue Gebiete und Pferdelläfte liefern wird, zu finden sein werden. Die Ma-' ....... r ------ c Ä"

schinen, Kondensatoren, Pumven, die Bewegungsmaschinen und was dazu gehört, alles Dies wird auf dem Hauptflur der Majchineriehalle ausgestellt sein und die ganze west­liche Hälfte des Gebäudes einneymen, einen Flächenraum von über 200000 Quadrattüß, das ist ungefähr die Größe eines gewöhnlich>en Stadtvlocks.