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Erstes Blatt.
153. Jahrgang
Mittwoch 15.3uItl908
GiehenerAnzeiger
tu/ General-Anzeiger w
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
vezugspretsr monatlich 75 viertel» jährlich Mk. 2.20; durch Aohole- u, Zweigstellen monatlich 6o Pf.; durch diePost Mk. 2.—viertel" jährt ausjcht Bestellg. Annahme von Anzeigen für die Lagesnummer bis vormMagS 10 Uhr. ßetlenprtt«: totcu 12 Pt,
auSwLcrs 20 Pfg, Beranlworliich iÜr den poltt. and crllgem. Teil: P. W,rrko. Mr „Stadt und UandE und /Lerichtsfaal*: August Götz; Mr den An- -eigentetl: Han- Beck.
Nr. 163
Or1d)ctnt tSgLlch autzer Sonntags.
Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kekstschen Landwirt die Siegener Familien» blätter viermal in der Woche deigelegt.
Rotationsdruck u. Der- lag der Brüh ljd?en Univerf^Buch- u.Stein- bruderet (Pietsch Erben) Sredaklwn. Srpedittoa und Druckerei;
Schulstraße 7.
Adresse für Depeschenr Anzeiger Gieße«.
^crniprechanschlußNr 5L
Bekanntmachung.
Die am 16. Mai L Js. angeordnete Sperre der nörd- /ichen Wegerampe am Westende der in Verlängerung der Klinikstraße gelegenen Brücke wird hiermit ausgehoben.
Gießen, den 14. Juli 1903.
Großherzogliches Polizeiamt Gießen.
Hechler.
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KredttaLtiengefelllchaft
oder eingetragene Genossenschaft.
Gin juristischer Mitarbeiter schreibt uns:
Wer kann ruhiger schlafen? Jemand, der sein Geld Sei einer Kreditaktiengesellschaft angelegt hat, oder ist man z. B. bei einer eingetragenen Genossenschaft sicherer? Jeden- falls hastet jedes Mitglied einer eingetragenen Genossen- schäft für jeden Fehlbetrag der Geschäftsführung mit seinem ganzen Vermögen, oder wenigstens bis zu bestimmter Höhe. Der Gläubiger greift sich nach Belieben das kapitalkräftigste Mitglied heraus. Der Aktionär kann höchstens die Ein- lage verlieren. Die häufigsten Verlustgefahren, daß nämlich Vorstand oder Rechner durch unvorsichtige Geschäftsführung Schaden verursachen, sind für alle Kreditgesellschaften gleich. Es gibt Schwindel, auf dre beinahe jeder hineinfällt. Angenommen, es glückt einem, der gewissenlos genug dazu ist, vor Gericht den Verlust einer Schuldurkunde, z. B eines Mufbrieses, glaubhaft zu machen, so erhält er ohne viel Umstände eine neue ausgestellt, wie das ja vorkommt. Erklärt er jetzt auf der alten Urkunde Abtretung der darin Verbrieften Forderung an die Kasse in L., aus der neuen solche an die Kasse in I., so kann er der; Cessionspreis hier 'wie dort einkassieren und verschwinden, um den Schwindel :wo anders zu erneuern. Die eine Kasse aber ist, da der Schuldner nur einmal zu zahlen braucht, um ihr Geld. Hätte sich der Vertreter der Kasse vor Auszahlung An- »erkenntnis vorlegen lassen, daß der Schuldner die Kasse als neue Gläubigerin anerkenne, so würde der Schwindel unmöglich gewesen sein. Deshalb ist die beste Garantie .gegen Verluste eine umsichtige Geschäftsleitung, die vor Verlusten schützt durch Kreditierung nur gegen Realsicherheit »der mindestens zahlungsfähige Verbürgung. Bei einem -solchen Kassenvorstand wird man auch sicher sein können, daß, wenn es einmal zu einer Zahlungsweigerung oder Prozeß gegen einen Schuldner kommt, daß dann die gefährlichsten Fehler mancher Kreditkasseleitung vermieden werden, ihie auch bei Gefahr im Verzug mit gerichtlichem Vorgehen gegen den Schuldner und Versteigerung zu lange zögern.
Der sterbende Fapst.
Rom, 14. Juli.
Lapponi erklärte auf Beftagen, der Zustand des Papstes sei anhaltend ernst, doch bestehe keine unmittelbare Gefahr. Bei der gegenwärtigen Lage könne der Papst noch 2 oder 3 Tage leben, weil die Kräfte des Herzens in ziemlich befriedigender Höhe erhalten feiern. Gegenwärtig macht sich beim Papste Gehirnschwäche mit teilweisem Verlust der Geistesklarheit geltend. Lapponi ist um IO1/2 Uhr im Vatikan eingetroffen.
Die „Tribuna" meldet: Kardinal Oreglia ordnete an, daß, sobald Gefahr eintrete, er, Serafino Vanutelli, Gotti und Macchi sofort in den Vatikan geholt werden. Gleich nach dem Tode des Papstes werden Gotti und Macchi das im Schlafzimmer des Papstes befindliche Testament öffnen mrd alsbald die Siegel anlegen. Oreglia ergriff auch Maß- regelu zur Fertigstellung der Gemächer der Kardinale, die während der neuntägigen Leichenfeier im Vatikan bleiben müßten. Das Blatt meldet ferner, der Papst habe sich gestern bange mit den Aerzten unterhalten und Erinnerungen aus der Kindheit erzählt. Mazzoni äußerte, daß der Tod des Papstes bald etntreten könne. Daß der Papst an Krebs leide, sei völlig ausgeschlossen. Der Papst habe die Kardinale Rampolla und Vives empfangen. Später hätten sich der Kardinal Respighi und die Botschafter Spa- uiens und Portugals in den Vatikan begeben.
Am spaten Nachmittag machten sich Anzeichen von Blutmangel im Gehirn und Schwäche bemerkbar.
Der Papst empfing am Nachmittag die Kardinale Ca- vagnis, Tripepi, Cavicchioni und Gennari. Sie verweilten nur kurze Zeit beim Papst, der für ihre Ergebenheit und ihre Gebete dankte, wobei er bemerkte, er sei auf den Tod vorbereitet, der Wille Gottes möge geschehen. Die Starb U näle äußerten später ihre Verwunderung, daß sie den Papst im Lehnstuhl angetroffen hätten. Mazzoni fand bei seiner heutigen Abendvisite einen Fortschritt im Kräfteverfall, den Geist aber klar. Beide Aerzte stellten eine Zunahme des pleuritischen Exsudats fest, wenn auch eine langsame. Sie befürchten, es könnte jeden Augenblick eine Zunahme eintreten. In diesem Falle find sie entschlossen, trotzdem die Stunden des Papstes gezählt sind, einen dritten Bruststich zu machen, um bie Leiden des Kranken zu mildern und zu verhindern, daß der Papst infolge Stillstandes des Blutumlaufs sterbe.
Fast auf den Tag vor zehn Jahren sandte Papst Leo X11L dem Historiker und Dichter Cäsar Cantä, der chm zu seinem Geburtstage einen Glückwunsch gesendet, die Abschrift eines Gedichtes, das er versaßt hatte, und entschuldigte sich, daß er so verspätet ihm danke, „aber," so heißt es in dem Schreiben, „der Papst ist auch nicht immer Herr der Gedanken, er muß sie mit Millionen Christen teilen." Das in- tacrcjiante Gedicht ist jetzt von Bedeutung, denn Papst Leo bespricht darin sein — Sterben. In deutscher Uebersetzung bautet das Gedicht;
Der Tod.
Die Sonne sinkt im Westen tief zu Tal, Aus dich, 0 Leo, fällt chr letzter Strahl. In den verdorrten Adern langsam dorrt DaS Leben ein und schwindet langsam fort Der Tod entsendet seinen Pfeil und bald Ruht in dem Leichentuch der Körper kalt Doch aus dem Kerker sich die Seele schwingt Und raschen FlugS empor zum Himmel dringt Dort ist oes langen Weges Ziel zu seh'n, Dann mag Dein heil'ger Wille, Herr, gescheh'n. Und wenn ich Deiner Gnade würdig bin, Nimm in der Sel'gen Reich die Seele hin.
Volilische Tagesschau.
Die Zahl der Rechtsanwälte
hat nach der „Deutschen Justizstatistik" in letzter Zeit wieder stärker zu genommen als zu Ende des vorigen und zu Anfang dieses Jahrzehnts. Am 1. Januar 1903 waren im Deutschen Reiche 7262 Rechtsanwälte vorhanden gegen 6831 am 1. Januar 1901, 6629 am 1. Januar 1899, 6193 am 1. Januar 1897, 5340 am 1. Januar 1891, 4556 am 1. Januar 1885 und 4112 am 1. Januar 1880. Hiernach hat die Zunahme in den letzten beiden Jahren 431 betragen, wahrend sie sich in den voraufgegangenen beiden Jahren nur aus 202 belaufen hatte. An der geringen allgemeinen Steigerung der Jahre von 1899 bis 1901 war besonders der Umstand schuld gewesen, daß die Zahl der Rechtsanwälte in Bayern in diesen zwei Jahren zurückgegangen war. Jetzt hat dort eine Zunahme um 60 stattgefunden, aber auch die meisten anderen Staaten und Oberlandesgerichtsbezirke weisen eine wesentliche Steigerung in der Zahl der Anwälte auf. Die absolut größte Zunahme hatte der Kammergerichtsbezirk mit 64. An der Zunahme der Anwälte in den beiden letzten Jahren sind die größeren Städte besonders stark beteiligt. Aus die Städte mit mehr als 70 000 Einwohnern kam eine Zunahme um 273 Anwälte oder 8,1 v. H., auf die mit weniger als 70 000 Einwohner eine solche um 162 oder 4,7 v. H. Von den Städten mit mehr als 100 000 Einwohnern hatten seit 1901 nur 3 eine Abnahme (um je 1 Anwalt) während die Zunahme am bedeutendsten war in Dresden und Hamburg mu je 18, München mit 34 und Berlin mit 58. Seit 1880 hat sich die Zahl der Rechtsanwälte in der Stadt Berlin von 141 auf 862 erhöht; in Charlottenburg ist sie von 3 auf 26 gestiegen und in Halle, Posen und Mannheim hat sie sich mehr als verdreifacht. In Darmstadt ist die Zahl der Anwälte eigentümlicherweise von 55 auf 36 zu - rückgegangen. Ein Vergleich derZahl der Richter mit der der Anwälte ergiebt, daß im ganzen Reiche auf 100 Richter 86 Anwälte entfielen gegen 84 i. I. 1901, 81 L I. 1897, 74 i. I. 1891, 67 i. I. 1885 und 59 i. I. 1880.
Heer und Flotte.
Bei der hessischen (25.) Division wurden im Ersatzjahre 1902/03 3897 hessische Staatsangehörige als Rekruten eingestellt, von denen einer Schulbildung in fremder Sprache erhalten hatte, ohne Schulbildung war keiner der Eingestellten.
* In Kachln
der Kießener Theater- und Saalvausrage
geht uns vom Vorstande des Theatervereins folgende Zuschrift zu:
In der Generalversammlung des Theatervereins am 7. Juli wurde die Frage eines Theaterneubaues eingehend besprochen, und das Resultat der Besprechung in folgenden Beschlüssen zusammengesaßt:
1) Ein Neubau ist dringend notwendig; mit den Vorarbeiten ist sofort zu beginnen.
2) Es empfiehlt sich nicht, einen Bau derartig herzustellen, daß im gleichen Raume Theater gespielt und neben Konzerten auch alle möglichen anderen Vergnügungen abgehalten werden. Vielmehr ist es erwünscht und praktischer, wenn ein besonderes Theater und außerdem ein großer Saal gebaut wird. Beide können aber in enger Verbindung miteinander stehen und namentlich alle Nebenräume (Garderobe, Restauration rc.) gemeinsam haben.
3) Es ist sogleich ein Wettbewerb zur Erlangung geeigneter Pläne auszuschreiben. Der Saalbauverein soll ersucht werden, auch seinerseits die Mittel hierzu zur Verfügung zu stellen, da die des Theatervereins nicht ausreichen.
4) Um über alle vorgenannten Punkte Einvernehmen zwischen Theater- und Saalbauverein zu erzielen, wird eine gemeinsame Versammlung der Mitglieder beider Vereine in Aussicht genommen, zu der auch der Konzertverein eingeladen werden soll.
Diese gemeinsame Mitgliederversammlung der drei Vereine soll nun am Dienstag, den 21. Juli, um 8 i/2 Uhr, im Gesellschaftsverein stattfinden.
In ihr soll also endgiltiger Beschluß gefaßt werden über den Eintritt in die Vorarbeiten, über den Bauplan und ein Preisausschreiben zur Erlangung genereller Pläne. Erst später, wenn geeignete Pläne vorliegen, wird es an der Zeit fein, die zur Ausführung nötigen Geldmittel zu beschaffen.
Sollten schon jetzt, auch ohne daß ein bestimmter Plan vorliegt, Geldmittel in sichere Aussicht gestellt werden, so wird dies natürlich die Erreichung des schließlichen Ziels nur fördern. Es ist zu hoffen, daß die Versammlung am nächsten Dienstag sehr zahlreich von den Mitgliedern der drei Vereine besucht wird. 9liemanb wird sich ja der Ansicht verschließen können, daß ein Neubau für Theater- und Konzertzwecke wünschenswert ist. Die absolute Notwendigkeit aber zu bauen und zwar möglichst bald zu bauen, können wir nicht besser als mit der Mitteilung beweisen, daß eben jetzt seitens des Polizeiamts ein Befehl ergangen ist, Aenderungen sehr umfangreicher und kostspieliger Art im Leib'schen Saale vorzunehmen, und daß der Besitzer des Saales nicht geneigt ist, diesem Befehl Folge zu geben, sondern lieber auf die Theateraufführungen verzichten will. Mangels eines anderen geeigneten Lokals würden dann aber Theatervorstellungen in Gießen überhaupt nicht stattfinden können, und das werden nicht nur die regelmäßigen Theaterbesucher, sondern alle, die am Aufblühen unserer Stadt und unserer Universität ein Interesse haben, mit allen Mitteln zu vermeiden suchen muffen.
Aus Sludl und ^und.
Gießen, 15. Juli 1903.
♦* Der zweiten Kammer der Stände ist, wiv wir schon mitteilten, der Entwurf eines Gesetzes, die Umwandlung und Ablösung der Streuberechtigungen in fremden Waldungen betr., zugegangen. Wie in der Begründung des Entwurfs hervorgehoben wird, bestehen in Hessen nur noch wenige Waldstreuservituten. Wo sie aber bestehen, sind sie der Waldwirtschaft in so hohem Maße schädlich, daß ihre Ablösung herbeigesührt werden soll, in gleicher Weise, wie dies bezüglich der Waldweide nach dem Ablösungsgesetz von 1899 zulässig ist. Der Schaden der Waldstreujervltuten besteht in der Aussaugung des Bodens, dem durch fortgesetzte Streuentnahme jede Kraft genommen wird. Auf die Streuabgaben, wie sie in Domanial- und Gemeindewaldungen vielfach üblich sind, bezieht sich die Vorlage selbstverständlich nicht. Denn diese Abgaben sind keine Berechtigungen; sie finden vielmehr aus Grund einer am 1. Oktober 1848 erlassenen landes-- herrlichen Verordnung da statt, wo ein Bedürfnis zu der Streuabgabe hervortritt. An diesen Verhältnissen wird durch den Entwurf nichts geändert. Er bezieht sich ausschließlich auf Streuservituten in fremden Waldungen. Die hessische Regierung folgt hierbei nur dem Vorgang zahlreicher anderer Staaten, wie Sachsen, Würst- temberg und Baden, wo bereits seit Jahrzehnten die Streue berechtigungen ablösbar sind. Der Entwurf unterscheidet sich jedoch in einem Vunkte wesentlich zu Gunsten der Landwirte von der erwäynten Gesetzgebung anderer Staaten, er sieht nämlich vor, daß regelmäßig die Ablösungssumme als Fonds zur Beschaffung anderer Streumittel für den Bedarfsfall verzinslich angelegt wird, sofern nicht ois Ortsvorstände und die Mehrheit der Bezugsberechtigten einer anderen Verwendungsart zustimmen.
**DerVorstanddeshiesigenZweigvereins des evangelischen Bundes (a;reibt uns: „Die wegen der Einweihung des neuen Friedhofs von feiten der Evangelischen in hiesiger Stadt bestehenden Differenzen Habern zur Folge gehabt, daß dem Vorstände des hiesigen Zweigvereins des Evangelischen Bundes nahe gelegt wurde durch Einberufung einer Protestversammlung eine öffentliche Stellungnahme zu den Streitigkeiten zu veranlassen. Nachdem nach zuverlässigen MiUeilungen seitens der evangelischen Kirchengemeindevertretung der Beschwerdeweg beschritten werden soll, glaubt der Vorstand von weiterem avsehen zu müssen, um nicht die Situation noch zu verschärfen. Er gibt indessen seiner Auffassung dahin Ausdruck, daß es bei Ingebrauchnahme des allgemeinen städtischen Friedhofs der evangelischen Zlirchengemeinde unbenommen sein muß, selbst zu bestimmen, in welcher Weise ihre, ftemde Interessen nicht berührende Eröffnungsseier gestattet werden soll und daß es als ein Ucbergriff städtischer Organe mit Entschiedenheit zurückgewiesen werden muß, wenn sich solche in, zu obigem Zwecke vorgenommene, gottesdiensb-' liche Handlungen einmischen oder sie gar unter Drohung der Gewaltanwendung verbieten."
^Landwirtschaftliche Ausstellung Gießen. Wie uns mitgeteilt wird, laufen die Anmeldungen zur Beschickung unserer im September stattslndenoen Aus,tellung außerordentlich stark ein. An Geräten sind zurzeit schon über 150 Nummern angemeldet. Die RindviehaussteUung wird der 1895er der Zahl nach zum mindesten gleichkommen, dagegen sind Pferde bis jetzt nur mit ca. 40 9hunmern angemeldet. Ebenso läßt die Schweineausstellung, die zwar der 1895er gleich kommt, aber entsprechend dem heutigen Stande dieses Viehzuchizweiges noch zu wünschen übrig. Der Anmetdetermin für diese zwei Abteilungen ist daher noch nicht gefchlossen, sondern bis aus den 25. d. Mts. verschoben worden. Dagegen wird die Ziegenausstellung sehr stark beschickt werden. Bei den übrigen Abteilungen laßt sich die Beschickung noch nickft übersehen, da die Anmeldetermine noch nicht abgelaufen sind. Jedenfalls wird die Ausstellung nach den bis jetzt vorliegenden Atuneldungen ein schönes Bild unserer landwirtschaftlichen Prodtlktion aus allen Gebieten geben.
** Gerichtsferien. Gestern herrschte in unserem Justizpalast an der Ostanlage bereits Ferienstimmung. Die Strafkammer, welche in der vergangenen Woche nicht weniger als vier Sitzungstage abgehalten hatte, „feierte", ebenso das Schöffengericht. Nur die Zivilgerichtsbarkeit war noch in voller Tätigkeit. Die Ferienstrafkammer wird


