Ausgabe 
14.9.1903 Zweites Blatt
 
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Klasse 12. Preise von 120, 100 und je 2 vor: 75 Mk.: Wilhelm Kunkel, Eschenrod, Julius Zimmer, Bingmühle b. Lauter, Gottfried Repp V., Homberg a. d. Ohm, Adam Pfeiffer, Wiesenbach, Wilhelm Kunkel, Eschenrod, Karl Fischer, Hof-Zwiefalten.

Klasse 13. Preis von 60 Mk.: Adam Pfeiffer, Wiesenbach.

Klasse 14. Preise von 200, 120 und je.2 von 80 M.: Karl Fischer, Hof-Zwiefalten, Adam Pfeiffer, Wiesenbach, Julius Zimmer, Bingmühle, Gottfried Repp V., Homberg.

Simmentaler Rind.

Bullen ohne Schaufeln. Ehrenpreis von 120 Mk. des iandw. Bezirksvereins Lauterbach: Gemeinde Burggräfenrod. Ehrenpreis der Stadt Gießen (100 Mk.): Gemeinde Atten- burg. 2. Preis: Gemeinde Gettenau. 3. Preis: Ge­meinde Rodheim, Moritz Müller, Ober-Hörgern, Freiherrl. Riedeselsche Gutsverwaltung Sickendorf. Anerkennungen: Konrad Frick, Hutzdorf, Wilhelm Eißner, Haubenmühle.

Klasse 3. Ehrenpreis der Fleischerinnung Gießen (120 Mk.): Gemeinde Okarben. 2. Preis: Freiherrl. Ried­eselsche Gutsverwaltung Sickendorf. 3. Preis: Gemeinde Angersbach, Georg Bert, Londorf, Gemeinde Maar, Ge­meinde Reichelsheim. Anerkenmmgen: Gemeinde Oberhörgern, Stadt Alsfeld.

Klasse 4. 1. Preis (100 Mk.): Wilhelm Fenchel, Ober-Hörgern. 2. Preis: Heinrich Specht, Leusel, Moritz Müller, ^Ober-Hörgern, Joh. Heinrich Müller II., Ober- Hörgern. 3. Preis: Wilhelm Fenchel, Ober-Hörgern, Karl Pfannstiel, Angenrod, Wilhelm Holler, Ober-Hörgern, H. F. Rodemer, Angersbach. 4. Preis: Konrad Müller, Angersbach, Fürstliche Guts Verwaltung Lich, Karl Pfannstiel, Angenrod, Gustav Korell, Leusel. Anerkennungen erhielten: Pachter Schuch, Hof-Schleifeld, Karl Pfannstiel, Angenrod, Gustav Korell, Leusel, Justus Scharch, Windhausen, August Specht, Leusel, Nikolaus Möller II., Helmsmühle, Otto Drillmann, Melbach, H. W. Suppes, Maar, H. Backhaus, Rudlos.

Klasse 5. 1. Preis (100 Mk.): A. Schmidt, Streben- oorf. 2. Preis: Karl Pfannsttel, Angenrod, Otto Völzing, Gr^-Felda, Joh. Heinr. Müller II., Ober-Hörgern. 3. Preis: Balth. Holl, Rodheim v. d. H., Bürgermeister Koch, Stock­heim, Pachter Schuch, Hos-Schleifeld. 4. Preis: Johannes Scharch III., Windhausen, Georg Heinrich Keil, Sttebendorf, Heinrich Euler, Maar. Anerkennungen erhielten: Heinrich Watther III., Maar, Karl Simon, Zell, Heinr. Moscherofch, Burg-Gräfenrod, Phil. Gemmer, Zell, Johs. Kaspar Hoff­mann, Rodheim v. d. H., H. Backhaus, Rudlos (2 mal), Gust. Korell, Leusel, W. H. Schäfer, Reichelsheini, Wilhelm Hanack, Reichelsheim, A. Schneider, Ostheim, Pachter Schuch, Hof-Schleifeld.

Klasse 6. Ehrenpreis des Bezirkszuchtvereins Lauter­bach und Zujatzpreis des Bezirkszuchtveceins Büdingen (150 Mk.): H. Backhaus, Rudlos. 1. Preis: H. F. Rodemer, Angersbach. 2. Preis: Jean Fauerbach, Okarben, Peter Gemmer, Zell, H» Backhaus, Rudlos. 3. Preis: Karl Simon, Zell, A. Lepper, Zell, Ehr. Kalbfleisch, Billerts­hausen. 4. Preis: Fr. Binding, Reichelsheim, Wilh. Klein, Burg-Gräfenrod, I. Gg. Alles, Ober-Hörgern, H. Steten- Reichelsheim, Gustav Korell, Leusel, K. Christ. Schmidt, Angersbach. Anerkennungen: Hrch. Euler L, Maar, tz. F. Rodemer, Angersbach, Hrch. Schrimpf, Maar, Peter Pfann- müller, Maar, A. Schmidt, Sttebendorf, Balth. Holl, Rod­heim v. d. H., Joh. Scharth III., Windhausen.

Klasse 7. 1. Preis (150 Mk.): H. F. Rodemer, Angersbach. 2. Preis (120 Mk.): Gustav Korell, Leusel.

Klasse 8. Ehrenpreis des Heff. Landwirtschaftsrates (300 Mk.): Ortszuchtverein Zell. 2. Preis: Ortszuchtverein Angersbach, Ortszuchtterem Leusel. 3. Preis: Ortszucht­verein Ober-Hörgern, Ortszuchtverern Maar, Lokalzuchtverein Windhausen.

Klasse 9. Siegerehrenpreis der Großh. Hess. Staats- cegierung (400 Mk.): Bezirkszuchtverein Alsfeld. 2. Preis: Landeszuchtverem Lauterbach. Ehrenpreis des Bezirkszucht­vereins Alsfeld für die besten selbstgezogenen Kalbinnen aus der in Klaffe 9 ausgesteltten Sammlungen (100 Mk.): Bezrrkszuchtverein Lauterbach. Silberne Staats-Medaillen: Herdbuchgesellschaft des Kreises Gießen, Wetzlar, Biedenkopf und Schotten.

AetaUlifteu-Aerbandstag.

R. B. Darmstadt, 13. Sept.

Der Verband süd- und westdeutscher TataiUrsten Berettre hielt heute hier seinen Verbandstag ab, der sehr zahlreich besucht war. Vertteter der Detaillistenvereine waren er­schienen aus Darmstadt, Frankfurt a. M., Friedberg, Gießen, Höchst, Karlsruhe, Mainz, Nürnberg, Offenbach, Wetzlar und Worms. Nachdem der Vorsitzende Wilh. Klappert die Delegierten und die behördlichen Vertreter begrüßt hatte, hieß Kreisamtmann Kirn berg er die Versammlung namens der Abteilung für Handel und Gewerbe,Negierungs- ungsrat Noack namens der Zenttalstelle für Handel mrd Gewerbe willkommen. Beigeordneter Dr. Glässing be­grüßte die Anwesenden namens! der Stadt und des Gewerbe­gerichts, Herr Ludwig Tr ie r namens der Handelskammer und des Verkehrsvereins, Handelskammersetretär Engel­mann namens der Handwerkerkammer. Es entspann sich zunächst eine längere Debatte über das Verbandsorgan, dessen kräftigere Unterstützung von allen Seiten als not­wendig anerkannt wurde. Ten wichtigsten Punkt der Be­ratungen bildete das Gesetz zur Bekämpfung des un- lauterenWettbewerbes. Ter Verbandssekretär Otto I. Wolff beleuchtete die Wirkung des Gesetzes im allge­meinen, das jetzt von dem reellen Handel durchaus gebilligt werde, wenngleich noch manches daran auszusetzen und vielem zu verbessern nötig sei, besonders die Bestimmungen über das Ausverkaufswesen. Ter Hauptfehler liege darin dnß das Reichsgerill)t daran festhält, daß einverhältnis- mäßiger" Nachschub von Waren ber Ausverkäufen nicht gegen das Gesetz verstoße. In den Motiven zu dem Gesetz sei das Gegentell ausgesprochen, der Richter kümmere sich aber nicht darum, rveil es nicht im Gesetz selber stehe. Es müsse mit allen Kräften dahin gestrebt werden, daß der Nachschub von Waren streng verboten werde. Man verlange damit nur eine Äeschränttmg der Auswüchse und der Su-wiudel- ausverkäufe. :\?crr Hugo Hirschfeld - Frankfurt spricht sichg egen jede BcrsaMfung des Gesetzes aus, sie habe sich in seiner letzigen H-aflung aufs Beste bewährt. Ein abso­lutes Verbot der Rcachschübe würde der größte Schade jür

viele Geschäftsleute sein. Tie Herren Landauer und B o l ä n d e r - Karlsruhe, Wille- Nürnberg, Langen- bach-Tarmstadt, Ehrhardt-Marburg u. cl stellten sich im allgemeinen auf den Standpunkt des Referenten und die Versammlung nahm schließlich mit allen gegen eine Stimme folgende Resolution an:

Der am 13. September in Darmstadt tagende Ver­bandstag des Verbcutdes süd- und westdeutscher De­taillistenvereine spricht sich dahin aus, daß das Gesetz zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbes vom 27. Mai 1896 sich in der Hauptsache bewährt hat, daß es aber zur wirksamen Bekämpfung der ttügerischen Ausverkäufe nicht ausreicht. Der Verbandstag richtet deshalb an die Re­gierung und den Reichstag das Ersuchen, mit möglichster Beschleunigung eine Abänderung bez. Ergänzung des ge­nannten Gesetzes zu beschließen, und dabei za bestimmen, daß

1. Verschiebungen von Waren bei Ausverkäufen unbe­dingt verboten stttd,

2. Ausverkauf nur angezeigt werden darf, wenn beab- sichttgtist,das ganze Warenlager oder eine bestimmte, näher bezeichnete Warengattung gänzlich zu räumen/ ohne sie wieder neu zu beschaffen,

3. die Tauer eines Ausverkauss die Zett nicht über­schreiten darf, welche durchschnittlich während einer bestimmten, gesetzlich festzulegenden Zeit in dem Ge­schäft, dessen Warenbestände geräumt werden sollen, gebraucht würde, um eine Warenmenge zu veräußern, wie sie bei Beginn des Ausverkaufs vorhanden war. lieber die Frage der einheitlichen Regelung! der Sonntagsruhe im Reiche referierte Herr Rud. Supp, Vorsitzender des Detattlistenvereins Darmpadt. Ter Redner befürwortete eine Resolution, in welcher die Reichs­regierung um Verkürzung der Sonntagsarbeitszeit und ein­heitliche Festlegung der Stunden ersucht wird. Aus Wider- pruch des Herrn Trier namens des Handelsvereins wird jedoch die Resolution zurückgezogen und beschlossen, den Vorstand zu ersuchen, sich mit den übrigen deutschen Te- taillistenvereinen in Verbindung zu setzen und nach gemein- amer Beratung der Reichsregierung geeignete Vorschläge zu einer einheitlichen Regelung der Sonntagsruhe für das ganze Deutsche Reich zu unterbretten.

Ueber das Verhängen der Schaufenster an Sonn- und Feiertagen referierte Herr Theodor Oesterreich -Frankfurt; seine Ausführungen gipfelten darin, daß die Bestimmungen über das Verhangen aufge­hoben und es dem freien Ermessen des Geschäftsmannes überlassen bleiben müsse, seine Schaufenster offen zu lassen oder zu verhängen. Herr Lo h n st ein-Worms trat aus allgemeinen Verrehrsgründen ebenfalls warm für die Offen- Haltung ein, ebenso Herr Herbert-Gießen, der speziell noch auf die bekannte Petition derGießener Stadt­verordnetenversammlung an Regierung und Land­tag hinwies. 9dur der Vertreter des Offenbacher Vereins wünschte die Schließung der Rollläden am Sonntag, während sich die Darmstädter Vertreter für die Offeuhatt- ung aussprachen. Ein Beschluß wurde von der Versamm­lung nicht gefaßt, doch war die allgemeine St.mmung für die Ojfenhaltung.

Ueber das Thema: Ladenschluß und Ruhe- ) aus en der Angestellten in offenen Verkaufsstellen referierte Herr H. F. Nassauer-Gießen. Er sprach sich unter Zustimmung der Versammlung für den 8 Uhr-Laden- chluß im ganzen Reich aus; von einer Beschlußfassung wurde abgesehen.

Petroleummonopol und Tankanlagen" bespricht der Sekretär der Handelskammer Darmstadt, Dr. Hum an n. Die Tetaillisten hätten ein Interesse daran, daß die jetzige Konkurrenz aufrecht erhalten würde und ein Zusammenschluß oder Mangel in nröglichste Ferne gerückt werde. Mit der Verweigerung von Tankantagen werde nichts erreicht. In der Debatte betonten verschiedene Red­ner, daß sie mtt dem russischen, galizischen und rumänischen Pettoleum die besten Erfahrungen gemacht hätten.

Ueber den letzten Punkt, Kaufmannsgerichte, referierte Herr W. Hoffmann-Bang aus Frankfurts Er trat für den Anschluß an die Gewerbegerichte ein und machte Abänderungsvorschläge. Im Hinblick darauf aber, daß der Gesetzentwurf im Reichstag zurückgezogen wurde und in der Versammlung eine scharfe Meiuungsverschiedcn- heit über die Angliederung an die Amtsgerichte oder die Gewerbegerichte zu tage trat, wurde die Debatte abgebrochen und die Versammlung mit Tankesworten geschlossen.

Aer alldeutsche Aerband.

Plauen t V., 13. Sept.

Am 11. d. M. begann unter großer Beteiligung aus verschiedenen Teilen des Deutschen Reiches, aus Oesterreich und auch aus Uebersee der Verbandstag des All­deutschen Verbandes mit den Beratungen des ge­schäftsführenden Ausschusses und des Vorstandes. In beiden Sitzungen wurde eine Reihe von verttaulichen und geschäftlichen Angelegenheiten verhandelt. Von den er­folgten Wahlen im Vorstand dürste von Interesse sein, daß Generalleutnant z. D. von Siebert Exz. dem geschäfts­führenden Ausschuß zugewählt wurde. Ein Aufruf, von Verlagsbuchhändler Lehmann-München angeregt, wurde mit mehr als 50 Unterschriften versehen und der Hauptver- sammlung vorgelegt, in dem sich die Unterzeichner ver­pflichten, 1/2 Prozent ihres Einkommens, 1 Prozent von ihnen zufallenden Erbschaften und nach Besinnen 1 pEt. ihres Nachlasses einem besonderen alldeutschen Wehr sch atz zuzuwenden; aus dem das um seinen natio­nalen Bestarü) kämpfende Deutschtum in und außerhalb des Reiches unterstützt werden soll.

Gestern begann der Verbandstag, zunächst mit einer geschäftlichen Sitzung, in der insbesondere der Auftuf zur Selbstbesteuerung der Mitglieder verlesen und besprochen wurde. Während der Versammlung konnte man über 80 Mitglieder unterzeichnet zählen, die sich zur Be­steuerung verpflichtet hatten. Den ersten Bericht erstattete Rechtsanwalt Elaß-Mainz über die Wandlungen in Deutschlands Stellung seit dem Jahre 1890. Regierungsrat Schöl-Ratibor berichtete über die Polenfrage in Schlesien, Tr. Theodor Förster-Groß-Lichter selbe über das Konzessions­unwesen in den deutschen Kolonien. Im Anschluß an den letzteren Vorttag wurde folgende Beschließung gefaßt: Tie Hauptversammlung verurteilt die Politik, lvelche die deutschen Schutzgebiete durch Vergebung von Kronregalen wtttschastlich zu erschließen vermeint. Die bestehenden Konzessionsge;ellschafteu haben eine solche Er- fchließung eher verhindert als befördert, das Reich aber unter spekulativer Ausnützung seiner wirtschaftlichen Tätig­keit in die Stellung des Uiliernehmers gedrängt. Das Reich muß daher von nun an die Schutzgebiete in eigene Regie nehmen und darf keine neuen Konzessionen mehr erteilen. Tie bestehenden Gesellschaften sind auf chre Rechte

zu prüfen, zu besteuern und bei weiterer wirtschaftlicher Untätigkeit zu beseitigen. Insbesondere wird von der Re­gierung und Kolonialverwaltung bei Ueberweisung herren­loser Ländereien die sttengste Befolgung der bestehenden Landverordnungen unter Zugruiidelegung unumftößllcher Verttäge gefordert."

Ferner begründete Prof. Dr. Samassa-Berlin folgende Entschließung über das Deutschtum in Ungarn:

Die Hauptversammlung gibt ihrer unverbrüchlichen Treue zu dem so schwer aus eigener Kraft um die Be­hauptung ihres Volkstums kämpfenden Volksgenossen in Ungarn Ausdruck; sie hofft, daß die neuerdings mit be- önderer Härte einsetzende Verfolgung der Vorkämpfer des ungarischen Deutschtums, die zweifellos in ursächlichen Zu- ammenhang mit der Erklärung des Grafen Bülow im deutschen Reichstag steht, nur zur Stählung und Stärkung des nationalen Empfindens der ungarischen Deutschen bei­tragen wird. Die Erhaltung des ungarischen Deutschtums ist nicht nur eine selbstverständliche Forderung alldeutscher Gesinnung, sondern auch ein realvolitisches Interesse der reichsdeutschen Polotik, da die jüngsten (Äeignisse wohl zur Genüge bewiesen haben, daß die Madjaren, bie die Wehr­kraft und Großmachtstellung der östreichisch?-ungarischen Monarchie untergraben, als Stützen des Dreibunos nicht betragt et werden können."

Am Abend vereinigten sich die Alldeutschen im Saale des Prater. Pros. Dr. Gras Richard du Moulin-Eckart-Mün- chen, der an den Bericht des Rechtsanwalts Elaß-Mainz aus der Hauptversammlung anknüpste, den er eine deutsche Tat nannte. Bismarck habe es nicht so gut gehabt wie Graf Bülow, dem von seinem Kaiser die herrlichsten Anregungen gegeben werden. Er verbünde sich mit dem Ultramontanis- lnns, dem schwarzen Pudel, der gegenwärtig sehr manierlich vor ihm Männchen mache, sich aber bald zum Mephisto aus­wachsen werde, und dem sich der Graf bald mit Lerb und Seele versa-reiben müsse. ' Es sprachen hierauf noch Rechtsanwalt Elaß auf die Ortsgruppe Plauen, Dr. Hops- Tresden aus die Deutschen außerhalb des Reiches, Pros. Sama,sa-Berlin auf das Deutschtum in Ungarn. Rechts­anwalt Tr. von Mühlwerth aus Krems a. D. dankte für die Begrüßung, die den Deutschen Oesterreichs zu teil ge­worden sei. Heute sand ein gemeinsamer Spaziergang zu Plauen und ein Frühschoppen statt, am Nachmittage ein Volksfest, das durch die kühle Witterung nur wenig beein­trächtigt wurde.

Aus Stadl und Land.

Gießen, 14. Sept. 1903. Nachrichten über bemerkenswerte Vorkommuiffe in Stadt und Land werden stets gern entgegengenommen und angemessen honoriert!

Personalien. S. K. H. der Großherzog haben dem Ministerialrat und Vorsitzenden der Abteilung des Großh. Ministeriums des Innern für Landwirtschaft, Handel und Gewerbe Ernst Braun die Goldene Medaille für Landwirt- chaft 2C. verliehen, dem Großh. Kreisrat des Kreises Lauter­bach und zweiten Vorsitzenden des landwirtschaftlichen Pro- vinzialvereins für Oberhessen, Dr. Eduard Wallau, sowie dem K. Preuß. Landrat Fritz v. Heim bürg die Sllberne Verdienstmedaille für Landwirtschaft, dem Bürgermeister Adam Back zu Hofheim im Ried das Allgemeine Ehrenzeichen mit der InschriftFür langjährige treue Dienste^ am Bande des Verdienstordens Philipps des Großmütigen. Der Ober­amtsrichter bei dem Amtsgericht Dannstadt I, Geheimer Justizrat Alexander Röm Held wurde auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen treuen und ersprieß­lichen Dienste in den Ruhestand versetzt und ihm das Ehren­kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen ver­liehen. Der Gerichtsschreiber bei dem Amtsgericht Nidda Jakob Do sch wurde zum Gerichtsschreiber bei dem Amts­gericht Gießen mit Wirkung vom 1. Oktober an ernannt. Ernannt wurde ferner der Hoboist im Infanterie-Regi­ment 9tt. 118 August Bredow in Beerfelden zum Gerichts­vollzieher mit dem Amtssitze in Beerfelden. S. K. H. der Großherzog haben verliehen: das Ehrenkreuz des Verdienst­ordens Philipps des Großmütigen dem Oberstleutnant Frhrn. v. Waldenfels, Kommandeur des 2. Großh. Dragoner-Regiments Nr. 94, das Ritterkreuz 1. Klasse des­selben Ordens dem Major v. Geldern-Crispendorf von demselben Regiment, dem Major v. D Ücker, aggregiert dem 4. Großh. Infanterie-Regiment (Prinz Karl) Nr. 118, dem Major z. D. Wolff, Vorstand des Attillerie-Depots Darmstadt, dem Oberstabsarzt Dr. Ger lach, Regimentsarzt des 2. Großh. Feldartillerie-Regiments Nr. 61 dem Nitt- meister v. Wilms, Eskadronchef im 1. Großh. Dragoner- Regiment (Garde-Dragoner-Negiment) Nr. 23, den Haupt­leuten Wolter und Frhrn. Gugel v. Brandt und Dippoltsdorf, Kompagniechef im 4. Großh. Infanterie- Regiment Nr. 118, den Hauptleuten Großmann und Krause, Kompagniechefs im Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm Nr. 116 und dem Hauptmann Breidenbach von der Reserve des 1. Großh. Feldartillerie-Regiments Nr. 25 ; das Ritterkreuz 2. Klasse desselben Ordens dem Oberleutnant Pennrich im 4. Großh. Infanterie-Regiment Nr. 118 und dem Oberleutnant Künkler, seither im vorgenannten Regi­ment; das Silberne Kreuz desselben Ordens dem Feldwebel und Zahlmeister-Aspiranten Neuling im 1. Großh. Jn- fonterie-Regiment Nr. 115 und dem Feldwebel Hohmann im 4. Großh. Infanterie-Regiment Nr. 118.

** Hessisch-Thüringische Staatslotterie. Bei der heute fortgesetzten Ziehung der 6. Klasse fiel ein Gewinn von 50 000 Mk. auf Nr. 22251 (nach Worms, ein Gewinn von 10 000 Mk auf Nr. 65425 (nach Neustadt), zwei Gewinne von 5000 Mk. auf Nr. 14086 (nach Olden­burg) und 94115 (nach Darmstadt), Gewinne von 3000 Mk. auf Nr. 4611 5933 12795 17189 39702 43650 46930 59963 64165 70926 87403 92275, Gewinne von 2000 Mk. auf Nr. 32536 40031 51504 56075 56142 59846 64071 66214 67489 72786 73287 74493 75559 83829 86813 96481 99580 99860. (Ohne Gewähr.)

** Aus dem Mi litär w 0 ch en b la tt. v. Holtzen- dorsf, Oberlt. im 1. Großh. Hess. Inf.- (Leibgarde-) Regit. Nr. 115, unter Versetzung in das 2. Garde-Regt. zu Fuß zum Hauptmann befördert und zum Komp.-Ehef ernannt Tie Oberlts. v. der Osten im Großh. Hess. Jnf.-Regt. (Leib­garde-) Regt Nr. 115, Ewald im Jnf.-Leibregt. Groß­herzogin (3. Großh. Hess.) Nr. 117 zu überzähl. Haupt­leuten, Pyhrr, Lt. rm 0. Großh. Hess. Inf.-Regt Nr. 168, zum Oberktt. befördert Bauer v. Bauern, Oberlt