ist, von dem sie eine
Heute feierte im
Gcrichtssaal.
uni) fechS Einzelpersonen als 'JJiügliebec der Zcntralgenossen-
nachgiebt. Ihren Bräutigam hat die Prinzessin näher kennen gelernt anläßlich der englischen Krönungsfeierlichkeiten. Es
eine Haftsumme von 80 000 Mk. entspricht. Der Reserve- fonds betrug Ende 1902 Mk. 21000, die Betriebsrücklage 41 000 Mk. Der Gesamtwarenbezug, bestehend in der Hauptsache aus Hilfsdünger, Kraftfuttermittel, Sämereien, Kohlen, Torfstreu, Schwefel, Kupfervitriol rc., betrug 378 624 Zentner im Werte von 1 199 896.65 Mk. Ter Aufsichtsrat beantragt bei der Generalversammlung neben einer entsprechenden Dotirung des Reservefonds und der verschiedenen Rücklagen und einer Verzinsung der Geschäftsguthaben mit 5 Prozent eine Warendiv.dende von 3 Prozent. Der Verlauf und die Ergebnisse der geschäftlichen Tätigkeit im Berichtsjahre werden als befriedigend bezeichnet.
•* Darmstadt, 13. Mai. Wie schon gemeldet (vgl.I „AuslandE in Nr. 209) hat sich Prinzessin Alice von Battenberg, eine Nichte des Großherzogs, mit dem Prinzen Andreas von Griechenland in London, wo der Prinz bei ihren Eltern zu Besuch weilt, verlobt. Prinz Andreas, der vierte Sohn des Königs, ist griechischer Leutnant der Kavallerie. Er will demnächst in die deutsche Armee eintreten und zwar beim hiesigen Garde-Tragoner- Regiinent. lieber die junge Braut aus dem Großh. Hause teilt uns unser ^.-Korrespondent folgendes mit: Vor zwei Jahren wurde die Prinzessin in der Jugenheimer Kapelle konfirmiert. Der Großherzog und die nächsten Verwandten, vor allem die Erbach-Schünbergschen Herrschaften, wohnten der feierlichen Handlung bei. Vornehme Gäste und einfache Landbewohner kamen schon damals in ihrem Urteil überein, daß die junge Durchlaucht von ganz besonderer Schönheit sei. Die Darmstädter haben sie eigentlich nur vorübergehend kennen
me genaue PersonarvesHreivung oejipT. Der Frachtkutscher Bath , stellte sich der Polizei und gaB an, dan er die Kiste mit der Höllenmaschine nut einem Gehilfen nach der „Umbria" gefahren habe. Er hat das Gepäckstück aus einer Pension in der 34. Lkratze abgeholt. Bon dem gefährlichen Inhalt hatte er keine Ahnung. Bisher ist die Polizei noch zu keiner Perhastung in der mysteriösen Angelegenheit gekommen. Rosteau ist seit Samstag verschwunden. Man fand in dem Zuruck- gelassenen Koffer Rousseau^ Teile eines Uhrwerks und bie Handschrift des Flüchtigen, gleich derjenigen, die der Warn-
Aus Stadt und Land.
Gießen, am 14. Mai 1903.
** Audienz. Ober bürgermeister Mecum wurde gestern in Darmstadt von Sr. St H. dem Gr o ß- herzog in Audienz empfangen.
** Personalien. Ernannt wurde am 9. Mai Joh. Haack in Darmstadt zum Kanzleiaehilfen am Landgericht der Provinz Starkenburg. — Verliehen wurde der Wärterin im Alicestift in Darmstadt Margarete Keller das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für treue Dienste"".
** Lazarett-Revision. Exz. Prof. Dr. v. Leut- ho ld, Generalstabsarzt der Armee, ist gestern abend aus Berlin zur Revision des hiesigen Lazaretts eingetroffen und im Hotel „Großherzog von Hessen* abgestiegen. Heute ftüh
so war ihm die Uhr gestohlen. (,^L. B.")
H. Aus dem Vogelsberg, 13. Mai. Ein überaus reges Geschäft mit Kartoffeln findet zurzeit statt. Die Nachfrage nach Saatkartoffeln in der Wetterau ist ist seitens unserer Vogelsberger Landleute so stark, daß der Preis für die Kartoffeln eine erstaunliche Höhe erreicht hat. Kaufte man anfangs den Doppelzentner für 5,50 Mk., so kostet er iefot 3 Mk. mehr, also 8,50 Mk.
W. F. Wimpfen, 13. Mai. Zur Feier der h ändert jährigen Zugehörigkeit der ehemaligen Reichsstadt Wimpfen zu Hessen, ist die Ausführung eines Festspiels geplant, das die reiche Vergangenheit Wimpsens in drainatischen Bildern zur Darstellung bringt. Das Festspiel ist verfaßt von Dr. K. Kemmer und Dr. R.. « . , . „ .. r- .
Weill)recht und behandelt drei wichtige Llbschnitte aus in Frankfurt a. M. gestorben. 3,QS m aur
der Geschichte Wimpfens: Die Glanzzeit, da der Hohen- gefundene Kind des Bie brich er Verwalters Schmidt ist staufe Friedrich II. in der neu erbauten Kaiserpfalz Hof I tatsächlich einem Sittlichkeitsoerbrcchen zum Opfer gefallen hielt, deren herrliche Reste noch jetzt das Auge ent- und liegt schwer krank darnieder. — Die Emser Stadt- zücken; die Zeit des Bauernkriegs, der in dieser Gegend Verwaltung protestiert beim preußischen Ministerium gegen die te.,aÄ S“®‘S w* *
der Ausführung ist Ende August und Anfang September man ^rei ncll9e Dlammutz h Z in Aussicht genommen, also die Reisezeit, die ohnedies!--" ----
jedes ^ahr viele herrlick, gelegene, altertümliche Städt-I chen mit seinen architektonischen Schätzen und semer über-! y
aus anmutigen Umgegend lockt. Die Aufführung des Fest-! ' , " ’
spiels wird dieses Jahr ein weiterer Anziehungspunkt sein, halbe Million Mark zur Errichtung eines zweiten Ge-I kommen, obichon thm vom Kellermeister gesagt worden sei, daß v. Darmstadt, 14. Mai. Die 13. ordentliche General- bäudes für Zwecke der Armenpflege. der Wein stichig und^nicht verkäuflich sei. ^e.enweul habe er nur
öerfanunlung b« Sentralgenofien^aft öcr h-N-jch-n lanb- . 'Kiel, 13. äRat. (Segen knii tr of<: n OTielfer - «V sÄ
wirtschaftlich en Konsumvereine sindet am 18. d. SR. 11 d)m.t b t vom ,,-Ltein'" wurde -lliklage wegen des dallick)cu cc pi<tnmi£ fit. flahricbntc habe die Reaieruna
im .Sarmfiäbter Hoj- h,er flott Wir entnehmen bem «I den -criwrb«« --»»rrch ». Abel er- b„ ffl£,ne“9eftattet.
fihLsirbericht über da« DefchSstSjahr 1S0L, baß am Enbe beä. | m „ OT„; <RnfM „immt „„ | leugen ctftärtcn, bie,«ine H-Iit- em^ Stück^!^AaMrw-m unb
«Ä Lätznrich v. Abel
hoben. . . heugen erklärten, die eine Halste emeS Stuckes sei Natur,vein und
। itt._ r?. . L.ti k 01« I * N e w t) o r k, 13. Mat. ~tc Polizei nimmt jetzt an,Ix andere väiitc wasieriae Zuckerlosung. Sprit und jonNigeStofse
selben 101 landivlitschi st chr ^tnrgtnschasten und -vereine I öag der ihr zugegangeiie Brief, der zur Entdeckung Des ,C[Clt huizugekonunen, yöchsieiis noch 3u 2uer Sudweine. 2 'Anschlages gegen den Dampfer „Umbria" führte, Nachdem Abstich seien 120—180 Laer Tresterwem zum Auiiüllea
schäft angehören. Diese besitzen 160 GeschäftLanreile, welchen! von eurem gewissen G. Ross eo oder Ross eau geschrieben, der Srückfäficr verwendet worden. Der Tresterwein js un übrige»
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I ausschuh wird in d'.en nächsten Tagen einen öffentlichen
Aufruf erlassen und die Bürgerschaft bitten, ihre Häuser zu schmücken und zu illuminieren. — Tie Ausschmückung der Festhalle ist im Gange. Tie Halle wird inmitten der gärtnerischen Schmuckbeete ein außerordentlich reizvolles Bild bieten, dessen Wirkung in dem gewaltigen Jnnenraum der Halle sich zu würdevoller und feierlichster Stimmung steigert. Bor der Kaiserloge erheben sich zwei herrliche weibliche Zdealgestalten, die vergoldete Siegespalmen und Lorbeer tragen Tie Loge wird von einem purpurüberspannten, mit der Kaiserkrone geschmückten Baldachin überdacht- lieber dem gegenüberliegenden Sängerpodium befindet sich auf1 stimmungsvollem blauen Grunde eine in Flachrelief ausgeführte Gruppe: Adollo mit den Musen. Tie Schallmuschel wird durch einen Lorbeerstab mit vergoldeten Rosen eingefaßt. Tie gewaltigen, 20 Meter breiten und 7 Meter hohen Fenster der Giebelwände zeigen allegorische Tar- stellungen, welche in ihrer weihevollen Symbolik dem I Jnnenraum hohen poetischen Reiz verleihen, lieber die Ausschmückung der Kaiserräume dürfen wir vorläufig noch nichts verraten, doch werden auch diese sich dem Schmuck des Ganzen würdig anreihen und zeigen, in welch glänzender Weise unsere alte Kaiserstadt dem Kaiser und der seinem Rufe folgenden Sängerschar eine sesllicl-e Stätte bereitet Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Der vortreffliche Pädagoge Karl Oppel, der noch kürzlich die Jubelfeier der Frankfurter Musterschule | in voller Rüstigkeit mstmachte, ist im Alter von 87 Jahren
Ktteratur.
(„Unser Kind".) Bon dieser mit großem Beifalle angenommenen Halbmonal-rjchrist iür Kinderpflege und Erziehung ift soeben die zweite Nummer erschienen; ihr Inhalt bietet besonders jungen Müttern und Allen jenen, welche das Gebiet der Kinderpflege und Erziehung interessiert, eine Fülle anregenden und belehrenden Lesestoffes. Hervormheben sind aus dieser Nummer: Direktor L. Zwillmg, „TaS Böse in der Kmderseele und dessen Bekampsung", Tr. E. Wernee, »Die Wahl der Sommerwohnung für Kinder", L. Sonntag, „Kinder und Tiere',, Dr. H. Löwenstamm, „Etwas über Halsentzündung", A. Atalden, „Gesundheit des Schulkindes" und eine Reihe hygienischer und pädagogischer Notizen. Probenummern versendet bie Geschäftsstelle Wien 1. Walluerstr. 15.
um 10.04 erfolgte die Weiterreise.
*♦ Veterinär-medizinische Klinik. Auf dem ausgedehnten Gelände an der Frankfurterstraße, welches für die Bauten zur Klinik für Tierheilkunde benutzt wird, herrscht seit einigen Wochen eine überaus rege Tätigkeit. Ter gesamte Bauplatz für»die Klinik, der zwischen der Main-Weser- Bahn und der Frankfurterstraße liegt, hat eine Front von ca. 100 Meter und eine Tiefe von etwa 260 Meter, also eine Ausdehnung, wie wir sie in'unserer Stadt selten finden. Im Bau begriffen sind bereits 3 Institute und zwar das normal-anatomische, das patalogische und das chirurgisch- veterinär-medizinische Institut. Zwei der Gebäude sind- bereits über Kellerhöhe aufgemauert, während für das dritte Institut an der Ausschachtung eifrig gearbeitet wird. Ferner soll in allernächster Zeit mit dem Verwaltungsgebäude zu bauen angefangen und alle Bauten in diesem Jahre noch unter Dach gebracht werden.
** Pfarrhäuser. Die beiden in Aussicht genommenen ebang. Pfarrhäuser, das eine in der Liebigstraße, das andere in der Kirchstraße, sind zur Ausführung von der obersten Kirchenbehörde genehmigt worden. Die Pläne stammen von den Architekten Stein und Mayer.
•* Radfahr-Sport. Die Rennbahn an 1
Mainz, 13. Mai. Gestern begann vor der L.Stras- k a m m e r der W e i n s ä l s ch u n g s p r o« e ß gegen Tr. Wilhelm Schlamp aus Nierslein. Vor Eintritt in die Verhandlung beantragte Tr. Niemeyer, den als Sachoerstaudigeii- Zeugeu geladenen Kontrolleur Lekonomierat Tettweiler-Tarmstadt wegen Befangenheit abzulehnen, da Schlamp mit T. einen Be- leidigungsprozeß gehabt habe, der ungünstig für den letzteren ausgefallen sei, auch habe Tettweiler euren von Schlamp entlassenen Küicr abends in seiner Wohnung in Tarmstadt empfangen und bet einer Flasche Wem ausgefragt. Ferner habe T. im Ermittelungs- verfahren gegen den Angeklagten einen Stoss entdeckt, der garnichl eristiere, und zwar Kaffeemelasse. Es wurde voni Gericht verfügt, daß Tettweiler nur als Zeuge vernommen werden foll. Ter Angeklagte bestritt jede Fälschung. Er habe zu feiner eigenen Kreszenz Trauben in Menge hinzuaekauft. Gelatine, Haufenblask und Tannm habe er lediglich zum Zwecke der Klärung verwende^ aber nur in den technisch zulässigen Mengen. Vei allen Weiner guter Jahrgänge habe er keine wässerige Zuckerlösung verwendet sondern sich nach dem jeweiligen Mostgehalt gerichtet. Nach dem alten Wcingefetz habe er auf 860 Liter Wem 2—400 Liter wässeriger Zuckerlösung zugesetzt, bei Eintritt des neuen Weingeseyes nur noch 1—200 Liter. Das sei keine „erhebliche Vermehrung". Rosinen habe er nur 1898 bei 1896 er Wernen, die schwer zum Gären zu I bringen gewesen, beigefügt. Er habe dabei die teuersten Rosinen, Sultaninen, venvcndet, und zwar als Gärungserreger. Mehr als 12 Liter Wasser habe er dem Stücke nicht zugesetzt, und das fei überall in Rhenihesien üblich gewesen. Tie Rosinen habe erhall konzentrierteii 'Most m Fässern aus 'Mannheim bezogen. Auch cüb* meine habe er als reines Traubenprodukt zum Vers^nitt verwendet, er halte dies auch unter dem neuen Gesetze für zulässig, -ter Ron« — trolleur Tettweiler habe bei feinet Probe-Entnahme stichigen Wem,
♦ Berlin, 13. Mai. Die Bürgerschaft bewilligte eine ^r nur zu Brennzwecken benäht werden sollte, den traflem ent- ~ - ----- - । Kellermeister gesagt worden sei, daß
gelernt, da ihre Mutter, Prinzessin Ludwig von Battenberg, älteste Schwester des Grobherzogs, infolge der Stellung ihres. Gemahls in der englischen Riarine den größten Teil des Jahres im Auslande, meist auf Malta, zubringt. Bei dem Aufenthalt in Darmstadt im alten Palais am Luisenplatz,
: „.„mvu.,.. u.< bet Harbt s d-r feiten länger als einige Monate währt, ist bie Prinzessin
(ft für bie tommenbe Saison an ben ehemaligen Rennfahrer Alice aus ber häuslichen, nach eng ischem i emgerich
DenngeS aus Gießeu verpachtet worben. Dieser beabsich. Zurückgezogenheit nur wenig h-rausgekommen Zuerft ah tigt, eine Trainierschule, wie eine solche vor Jahren unter '"an sie ofsiz.ell bei der Den n.al^
ber Leitung von Franz Verhetzen hier bereits bestanb, ein- tember v. Js., wo sie im Furftenzelte ben ihrer hächcheligcn
zurichten unb im Laufe bes Sommers brei große Rennen zu Gr°»mutter nach welcher sie auch benNamenfuhrt g . veranstalten, wovon bas eine bestimmt als Rennen für fp-ndet-n Ehrungen benvohnte. Au w™ b« Berufsfahrer in Aussicht genommen ist. Ter Pächter bes balle m -°r.g-r Satzon tarn b«(Hnmut unb Sportplatzes beabsichtigt, an ber Harbt auch Fußball-Wett. P-rsänl.chk-.t zu pollem Embruck, b° ma.isie unter ben kämpfe, sowie anber- athletische Spiele abhalten zu lasten. führte. A"r «"nzen Erfchemung nach
Von ben Maikäfern, bie in diesem Jahre mancher-Nch'Sgt Prrnzestm Alice ,n b.c Fam, ° Battenberg, bie bafür lei Anzeichen nach im Herbst und zeitigen Frühling massen- bekannt ist, zu den europäischen Fürstenhäusern wtr denken haft auftreten sollen, ist trotz der nun schon länger an- nur an den Ausspruch der Kömgm Viktoria — eine besonders
dauernden gelinden Witterung noch nicht viel zu spüren, gute Rasse gestellt zu haben. In letzterer Zeit sah man
Es hat fast den Anschein, als seien sie unter dem Ein- Prinzessin Alice häufig in Gesellschaft ihrer Cousine, Gräfin
fluß der offenen Winterfröste, vielleicht auch des April- Edda Erbach-Schönberg, die ihr an Liebreiz nichts
schnees, zu Grunde gegangen. 1 — ■
88 Ruppertenrod, 13. Mai.
hiesige, neu errichtete Unterklasse berufen, wirkte er an erscheint, als auch die Mutter der jungen Prinzessin, welcher derselben fünf Jahre lang, und hieraus belleidete er seit die Aussicht auf verschiedene Throne offen stand, lediglich der 20 Jahren die Lehrerstelle der Oberllasse. Somit hat er Stimme ihres Herzens folgte und statt eines regierenden i die 25 Jahre feiner Wirksamleit ununterbrochen im Dienste Herrn ihren Vetter, den Prinzen Ludwig Battenberg wählte, der hiesigen Schule vollbracht. Prinzessin Alice besitzt ein sinniges Gemüt. Mit Vorliebe
t Windhausen, 12. Mai. Der hiesige Gastwirt B. verweilt ihr Interesse bei den Werken der bildenden Kunst/ bestieg in feiner Scheuer eine Leiter, um Heu oder Stroh narnentlick der Malerei
herabzuholen Hierbei glitt die Letter aus, der Wirt fiel fc Heppenheim, a. d. Bergstraße, 13. Mai. Seit herab und brach dre eme Hand dem letzten Sonntag ist ein 12jähriges Mädchen aus
-y. Ober-Ohmen, 13. SMcn. ®a3 ftetig an^teitte ^1^01401, nachdem es hier in der Kirche gewesen war, Regen weiter wird nachgerade zu emer Kalamität für unsere vers chwunden. Man vermutet, daß an dem Mädchen, Landwirte. Die Hafersaat, die rm Marz begonnen wurde, Heimlveg allein antrat, ein Verbrechen begangen
konnte noch, nicht zu Ende geführt werden. An eine Be- ö
flellung der Gersten felder ist vorderhand nicht zu denken. Fr an kf ur t a. M., 13. Mai. ZumSänger-Wett- Die Dungwagen sinken auf den emgeweichten Weckern bis streit wird uns geschrieben: Für den Abend des 3. Juni zu den Raben in die Erde. Sellbst auf^den trockensten Berg- (Mittwoch) ist zur Begrüßung des Kaisers und der aus ganz wiesen rinnenalle Graben voll Wasser. Nur^dre: Wutt^ Deutschland herbeieilenden Sänger eine allgemeine Fest- saai und der Graswuchs entwickeln sich Rup'-' ^bleuchtung der Häuser in Aussicht genommen. Ter Fest-
ist aber meist ausgewintert. Die in voller Blute stehenden | »nirh i« .h’o« «nrhltp-n T/rnpn einen äffentiitfien
Obstbäume, bie übrigens auffallend rasch abblühen, nehmen, voraussichtlich durch die fortwährende ^iässe Schaden. Dabei sind Gewitter eine häufige Erscheinung. Gestern nachmittag ging ein überaus heftiges Gewitter über unsere Gemarkung. Unter anderen Blitzschlägen wurde einer in einen Scheibenstand bei Ruppertenroo festgestellt. Der Blitz hatte hier einen Pflock des Scheibenstandes am Fuße eines Berges getroffen und zerschmettert.
Lauterbach, 14. Mai. Ein aus Gießen stammender Gastwirt, welcher in Frankfurt am Freitag abend den letzten nach dort gehenoen Zug versäumt hatte, setzte sich auf eine Bank in den Bahnhossanlagen. Dort schlief er ein. Als er erivachte, war ihm feine Hose ausgeschnitten und das darin steckende Portemonnaie verschwuiwen. Eben-
ungsbrief aufweist. m
• Eine teure Ohrfeige. Bei einem Berliner Schlack;termeister, so erzählte die „Allg. Fleischerztg."", hatte ein Tieiistmäöchen durch bie Konfusion, mit der sie viele Aufträge erledigte, schon so viel Unamiehmlichkeiten bereuet, daß ihr gegenüber nicht die beste Stimmung obivaltete. Ta vollbracyte das Mädchen eines Tages einen neuen Streich, indem sie fünf zusammengerollte Handtücher in die Ofenröhre legte und dadurch einen solchen Qualm her beiführte, daß die Küche und mehrere Zimmer davon voll waren. 2er Meister gab dem Mädchen eine Ohrfeige. Später ist sie pun in Der Charitee ärztlich behandelt und dort für irrsinnig er Härt worden. Der Irrsinn soll durch die Ohrfeige entstanden sein, und auf diese Annahme gründet sich der gegen den Meister erhobene Anspruch von 2 8 0 00 Mark zur Versorgung des Mädchens. Ta Der Meister die Zahlung ablehnt, so wird m>ohl eine gerichtliche Entscheidung erfolgen.
* Deutsche Städteausstellung zu Dresden j 1 903. In letzter Zeit sind wiederholt Versuche mit draht- loser Telegraphie oorgenommen worden; man hat sogar erst unlängst auf der Strecke Berlin—Zoffen^ zwischen einem fahrenden Eifenbahnzuge und einer festen Station auf drahtlose Welse telegraphiert. Der Gesellschaft für drahtlose Telegraphie, System Professor Braun und Siemens u. Halske, Berlin, war es gelungen, diese Versuche mit glän- zenden Erfolgen zum Abschluß zu bringen. Es wird von großem Interesse sein zu hören, daß die Besucher der dics- sährlgen Deutschen Städteausstellung zu Dresden Gelegenheit haben werden, dieses jüngste Gebiet der Elektrotechnik kennen zu lernen. Dem aufmerksamen Beobachter wirb es nicht entgehen, baß auf bem Ausstellungsgelände, ein etwa 35 m hoher, elegant konstruierter Turm errichtet worben ist. An der Spitze dieses Turmes wirb ein Kupferdraht, der die elektrischen Wellen in ben Raum ausstrahlt, befestigt; bas andere Ende dieses Drahtes führt in ben in einiger Entfernung vom Turme stehenden Pavillon. Die genannte Gesellschaft für drahtlose Telegraphie hat diese Einrichtungen Herstellen lassen unb wirb in dem erbauten Pavillon ihre Apparate unb Instrumente, mit benen sie bisher so große Erfolge erreicht hat, in Betrieb oorführen. Es wirb auch Geleaenheih..^ ^F^»n werben, von dieser Station auf ber Ausstellunat ^ten
I Station, welche sich inmitten ber Stndet, ■ e urc.i Hilfe der drahtlosen Telegraphie Nachrichten auszutauschen. An bem Bau dieser Stationen wirb bereits fleißig gearbeitet unb es ist zu erwarten, baß ber Betrieb in kurzer Zeit eröffnet I wirb.
• Der Fürsten-, Grafen- unb Freiherrentitel ist nach emer Übersicht in ber »Voss. Zig." in Preußen tm Jahre 1902 nicht verliehen worben. 9lur einem französischen Baron (be Schmib?) ist bie Genehmigung ber Weiler- sührung des Titels als Baron in beutscher Form, als Freiherr erteilt worben. Den Abel haben erhalten 14 (1901 46, 1900 43) Personen. Außerdem ist ein italienischer, ein ungarischer unb em früher geführter beutscher Abel anerkannt unb bestätigt worben. Die Zahl ber preußischen Orden unb Ehrenzeichen, bie verliehen worben finb, betrug 12008 gegen 14 001 im Jahre 1901.


