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Nr. 88 Zweites Blatt.
158. Jahrgang
Samstag 14. Februar 1903
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Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
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Air heutige Kummer umfaßt 16 Seiten.
Dolttische Tagesschau.
Dir Regirnmg unb bet Bund bet Landwirte.
Wie ein parlamentarischer Berichterstatter aus Berlin zu melden weiß, erzählt man in politischen Kreisen, daß sich die Regierung neuerdings mit ihrem Verhältnis zum Bunde der Landwirte beschäftigt habe. Es wird ferner behauptet, daß binnen kurzem eine darauf bezügliche Kundgebung, der der Kaiser seine Zustimmung geben werde, angesichts der bevorstehenden Wahlen zum preußischen Landtage und Reichstage zu erwarten sei.
Unser Berliner I. Sr.-Mit arbeit er hat sich an mehreren aut unterrichteten Stellen erkundigt und den Bescheid erhalten, daß von solchen Absichten der preußischen Negierung nichts bekannt sei. Gras Bulow und der Landwirtschastsminister v. Podbielski hätten das Verhältnis zum Bund der Landwirte mit genügender Deutlich- reit präzisiert. Einer besonderen Kundgebung bedürfe es nicht. Vielleicht sei aber hier der Wunsch der Vater des Gedankens. Es möchte vielleicht dem einen oder anderen Parlamentarier, der nicht recht wisse, wie er mit guter Manier vom Bunde loskommen könne, eine solche Erklärung der Regierung vor den Wahlen nickst unwillkommen sein. Aber werde nicht immer von der Regierung gefordert, daß sie sich nicht in die Wahlen einmischen, sondern eine Stellung über den Parteien einnehmen solle ? Endlich sei es die Frage, ob eine Negierungskundgebung gegen den Bund nickst gerade die Wirkung herbeiführen könnte, den Zusammenschluß dieser Vereinigung nur noch fester zu gestalten und neue Anhänger ihr zu gewinnen.
Die Verständigung zwischen Deutschland und Venezuela in der Vorzugssrage gilt jetzt, nach privaten Meldungen, als gesichert. Es heißt, es werde die sofortige Zahlung von 110000 Mk. an alle drei Blockademächte erfolgen. Außerdem erhält Deutschland weitere Vorzugszahlungen zur Tilgung von Ansprüchen, welche als Forderung 1. Klasse anerkannt werden. Es handelt sich hierbei um die im ersten Stadium des Konflikts erhobene Forderung, nach der 1 700000 Dvlivares sofort bezahlt werden sollen. Die Bevorzugung Deutschlands ist darauf begründet, daß die Forderungen 1. Klasse der übrigen Blockademächte durch die Zahlung von 110000 Mk. erledigt sind.
Der englische Premierminister Balfour hat am Freitagabend in einer in Liverpool gehaltenen Rede mitgetellt, er habe vom Minister des Auswärtigen, Landsdowne, die Mitteilung erhalten, daß alle Schwierigkeiten beseitigt seien. Das deutsche und das englische Protokoll seien angenommen. Es bestehe kein Hindernis mehr für die endgiltige Regelung der Angelegenheit in absehbarer Zeit.
Aus die Berliner Börse haben diese Mitteilungen sofort einen befestigenden Eindruck gemacht, sodaß macedonische Alarmnachrichten in den Hintergrund treten. Die Gefahr eines Konflikts mit den Vereinigten Staaten und vielleicht auch noch mit Frankreich ist ernster gewesen, als äußerlich zu erkennen war. Diese Gefahr darf jetzt im wesentlichen als beteiligt gellen. Da dem Reichstag noch ein Nachtrags-Etat wegen der Venezuela-Expedition zugehen sott, ist anzunehmen, daß bei dieser Gelegenheit eine erschöpfende Darlegung über den Verlauf der Drnae gegeben wird. Das Eine hat sich während derVenezuela-Aktion mit aller Deutlichkeit gezeigt, und die europäische Diplomatie muß eS fortan sehr forgfättig in Rechnung ziehen: die Vereinigten Staaten geben der vielerwähnten Monroe-Doktrin eine Anwendung und eine Ausdehnung, daß man bei dem unbedeutendsten Streitfall mit irgend einem amerikanischen Staat auf ein Halt! von Washington aus gefaßt sein muß Diesmal haben sich die Mächte damit abgefunden, weil um einen verhältnismäßig geringen Gegenstand keine Macht eine Störung des Friedens heraufbeschtvören wollte. Es kann aber in der Zucunft schwerer wiegende Veranlassungen geben, Auseinandersetzungen mit amerikanischen Staaten, wobei die Würde einer europäischen Nation derart in Bettacht kommt, daß weder der Bereinigten Staaten-Regie- runa noch der leicht erregbaren Stimmung im Lande Zugeständnisse zu machen sind. Das ist die „amerikanische Ge- fahr" in der internationalen Politik, und diese Gefahr ist bei weitem, kritischerer Art, als diejenige, die der europäi- schen Industrie durch den amerikanischen Wettbewerb droht.
Preußisches Abgeordnetenhaus.
20. Sitzung vom 13. Februar. 11 Uhr.
Minister Schön st edt bemerkt, das Projekt eines neuen Oberlandesgerichts im Westen der Monarchie habe noch keine feste Gestatt angenommen.
Abg. Eckels (n£) geht auf den Fall Nardenkötter ein. — Minister Schön st edt erwidert, daß er über diesen Fall nichts sagen könne, da er ihn nur aus den Zettungen kenne. Die Erwägungen des Gerichts über die Frage, ob Nardenkötter hätte verhaftet werden müssen oder nicht, könne er nicht beurteilen. Vielleicht sei er, der Minister, selbst schuld daran durch [eine Verfügungen, in denen er den Beamten die peinlichste Sorgfalt und die reiflichste Erwägung bei Anordnung von Verhaftungen zur Pflicht gemacht habe. Und diese Verfügungen seien erlassen worden durch die Beschwerden im Reichstage über Verhaftungen unb Behandlung Gefangener. Allen in Frage kommenden Behörden habe er es zur Pflicht gemacht, allen Beschwerden, möchten sie ihnen durch die P.Sse ober sonstwie bekannt werden, nachzugehen unb event. -bHilfe zu schaffen. Zum Schlüsse wendet sich der Minister gegen ben Reichstagsabg.
v. Dziembowski-Pomian, der am 30. Januar im Reichstage behauptet habe, die Gefangenenkost im Gefängnis zu Posen sei derarttg schlecht, daß sie wohi demnächst ein Menschenleben kosten werde. Demgegenüber stelle er fest, bah die Untersuchung ergeben habe, daß die Gefangenen in Posen durchaus einwandfrei, daß der Gefangene, um den es sich handle — ein polnischer, wegen Majestätsbeleidigung mit sechs Monaten Gefängnis bestrafter Redakteur — die lveitestgehcnden Vergünstigungen und Beurlaubungen erhalten habe, daß seine Kost, weil er krank gcivesen, nur nach Weisung des Gesängnisarztes verabfolgt sei. — Abg. Werner (Andis.), bespricht den Konitzer Mord an dem Gymnasiasten Winter, worauf Minister Schönstedt bemerkt, daß er auf diese Angelegenhell nicyt eingehen könne.
Schluß 4 Uhr.
Parlamentär ija-eS.
Berlin, 13. Febr. Die Wahlprüfungskommis- sion Erklärte bie Wahl bes Reichstagsabgeorbneten von Olbenburg-Januscyau im Wahlkreise 1 Danzig-Marien- burg-Elbing für ungiftig. — Die Bubgetkommis- f i o n bes Reichstages beriet ben Militarelat unb lehnte nach ben Anträgen ber Referenten bie vom Kriegsmini st er verteidigten Forderungen 1. für ein Regiment Jäger zu Pferbe unter einem Stabsoffizier unter Zusammenfassung der vorhandenen 5 Eska- drons in Posen, 2. für ein Detachement Jäger zu Pferde unter Zusammenziehung der Eskadrons 1 uno 17 in Grau- denz ab. Tie Referenten hatten betont, daß die Bewilligung eine Aenberung des geltenden Gesetzes erfordere.
Eckernförde, 13. Febr. (Amtlich.) Bei der am 9. Februar im Wahlkreise SchleSwia-Eckernförde erfolgten Reichstags st ichwahl wurden insgesamt 12 630 Summen abgegeben. Davon entfielen auf den Buchdruckereibesitzer Spethmann- Eckernförde (fr. Vp.) 737b und auf den Gastwirt Hofsmann-Hamburg (Soz.) 6302 Stimmen.
Braunschweig, 13. Febr. Im Landtage stellte der Abg. Schwerdtfeger den Antrag, die Regierung solle im Bundesrat gegen die Aufhebung des Jesuiten gesetzes stimmen.
Stuttgart, 13. Febr. Die Ab geordnet enkam- mer hat heute unter Zustimmung des Kriegsministers einen Antrag angenommen, der die Regierung aussorbert, im Bundesrat zu Gunsten der bedürftigen uriegsinvaliden für baldige Abänderung des Gesetzes über die Verwaltung des Reichsinvalidensonds einzutteten.
Deutsches Keich.
Berlin, 13. Febr. Der Kaiser, die Kaiserin, der Kronprinz, Prinz und Prinzessin Heinrich besuchten heute die Werkzeugmaschinenfabrik von Ludwig Loewe u. Eo. und die Fabrik ber Union Ele ktr izitätsge sell- schaft in Martinikenfelbe,
— Der Kaiser hat bie Wibmung eines Marsches angenommen, ben ber seit zwei Wochen hier weilende sechsjährige Spanier Pepita Arnola ihm persönlich hat überreichen dürfen. „Das werde ich von meinen Trompetern spielen lassen", sagte der Kaiser ^u dem kleinen Künstler. Auch die Kai, er in hat eine kleine Komposition Pepitos, eine Seguidilla, als Widmung angenommen.
— Im Garten der Königl. Charite wurde heute Mittag die von den Direktoren unb Aerzten berselben gestisbelc Bvonze-Büste bes Ministerialdirektors Alt ho ff feierlich enthüllt. Es sprachen Geheimrat Leyden und Generalarzt Schaper.
— Das Material, das der gegenwärtig im Reichsjustizamt tagenden Konferenz unterbreitet wurde, welche bie Frage ber Reform ber Strafprozeßorbnung berät, ist seitens bes genannten Amtes beschafft worben. Die ausgestellten Fragen würben ben Bundesregierungen mitgetellt, mit der Bitte um Ergänzung nach Maßgabe der obwaltenden Wünsche. Infolgedessen hat ber Fragebogen einige, aber durchaus nicht erhebliche Modifikationen erfahren. Im übrigen waren die Mitglieder der Konferenz zum Donnerstagabend beim Staatssekretär des Reichsjustizamts eingeladen. Außer den sechs Reichstagsmitgliedern Bassermann, Gröber, .Himburg, Lenzmann, Opfergelt und Rintelen gehören der Kommission an: Professor v. Calker, Reichsgerichtsrat Kaufsmann, Oberjustizrat Baumbach, Rechtsanwall Baumstark, Landgerichtsdirektor Geringer, Landgerichtsrat Busf-Aarmstadt, Rechtsanwalt Gammers- bach, Oberstaatsanwalt Hecker, Landgerichtsrat Kronecker, Rechtsanwalt Nagel, Landgerichtsdirektor Oppermann, Staatsanwalt Tauchert, Professor Wach, Lberjustizrat Wächter, Rechtsanwalt Wolfssohn. — Als Vertreter des Reichsjustizamts nehmen an den Verhandlungen der Kommission teil außer dem Ministerialdirektor Gucbrod die Geheimen Oberreg ierungsräte Grywacz und v. Tischeiidvrff.
Heer und Flotte.
Berlin, 13. Febr. In ben nächsten Tagen sind in den höchsten militärischen KoinmandosteUen wichnge Veränderungen zu erwarten, denn nicht nur das XV. Armeekorps in Stra ßburg wirb neu besetzt, fonbem auch mehrere Divisionen unb Beigaben werben neue Kommandos erhalten. Als Kommandierender soll der Generalleutnant Ritter Hentschel von Gilgenheim in Betracht kommen.
§* Militärdienst Nachrichten. Petzel, Oberst und Kommandeur des Niederrhein. Füs.-Regts. Nr. 39, aus der Armee ausgeschieden unb in der Ostafiat. Befatzungs- Brig. als SWmuidibeur des 2. Ostasiac. Iuf^egi.s. ange> stelle _ p. Oppeln-Br onikowSN, £t v-om 2. Lst-
Qfiat Jns>Negt., aus der Ostasiat. Besaßungsbrigabe aus
geschieben und im Inf.-Regt. Gras Bose (1. Thüring.) Nr. 31 angestellt.
London, 12. Febr. Die aus Anlaß der Auffindung der Leiche eines Soldaten des ersten Bataillons der schottischen Garde in der Themse eingeleitete Untersuchung führte zu dem Ergebnis, daß seit Weihnachten nicht weniger als fünf Mann des genannten Bataillons verschwunden sind. Die Soldaten des 300 Mann zählenden Ba-i taillons benagen sich über schlechte Behandlung und schlechte Nahrung.
Auslanö.
Kopenhagen, 13. Febr. Dem augenblicklichen Besuche der Prinzessin Augusta unb ihres Stiefsohnes, des Prinzen Chlodwig von Hessen-PhilippSthal- Barchfeld, beim Könige von Dänemark wiro vielfach eine weitergehende Bedeutung beigemessen. Man meint, baß ber Bcsucy bes Prinzen Chlodtmg in einem Heiratsplane zwischen bicsern unb einer Tochter bes bänischen Kronprinzenpaares seinen (Stunb habe. Die Prinzessin Augusta ist eine Nichte König Christians, die Tochter seines ältesten Bruders, des Herzogs Friedrich zu Schleswig-Hol- stein-Sonberburg-Glücksburg; sie war bie vierte Gemahlin des Prinzen Wilhelm von Hefsen-PhilippSthal-Barchfeld, aus dessen zn-eiter Ehe mit der Prinzessin Juliane von Bentheim-Steinfurth der jetzt 26jährige Prinz Chlodwig stammt. Prinz Chlodwig ist Oberleutnant im Lcibgarberegiment zu Potsdam. Der Besuch dieser Gäste soll sich über acht Tage erstrecken.
Brüssel, 13. Februar. Zum Beginn der heuttgen Kammersitzung, die letzte dauerte von 1 Uhr mittags bis heute morgen fünf Uhr, hielt der liberale Abg. Baudoin eine Rede, die sich auf Ziffern stützte. Hierauf erklärte der Ministerpräsident, die Ziffern des Abg. Baudouin seien wenigstens loyal, während die gestrigen Redner der Linken illoyale Ziffern vorgebradit hätten. Hierauf bricht auf der Linken em Sturm aus. Abg. Hymans ruft: Das ist eine Frechheit! Der Abg. Professor Hektor Denis ruft: Sie sind ein Lügner, Herr Minister! T-ie ganze Linke einsckließlich der Liberalen klatscht Beifall. Hierauf fordert der Ministerpräsident ben Abg. Denis auf, seine Bezeichnung zurückzunehmen. Dieser hält sie aber aufrecht. Der Präsident ruft Denis zur Ordnung. Janson ruft: Das Benehmen des Ministers ist jesuitisch!
Paris, 13. Febr. (K ammer.) Binder (fonL) intet» pelliert die Regierung übet die Rolle, die der Minister und andere politische Persönlichkeiten in der Humbert- Cattani-Affäre spielen. Er wirft dem Ministerpräsidenten vor, daß er eine Ch a mä l e o n p o li ti k treibe. Et redet von Statistenrotten und netten parlamentarischen Pflanzen bei der Regierung. Ein Abgeordneter der Mehryeit wendet sich gegen Binder, den er einen Tar tusfe nennt. Binder beschuldigt die Mehrheit, zu einem Führet einen verdächtigen Menschen gewählt zu haben. Auf Antrag beschließt das Haus, dem Redner das Wort zu entziehen. Do Binder sich weigert, die Rednertribüne zu verlassen, bedeckt sich der Präsident und die Sitzung wird aufgehoben. Nach zehn Minuten erfolgt die Wiederaufnahme der Sitzung. Binder ist noch auf der Tribüne und wird vom Präsidenten Lockroy unter Androhung der Ausweisung auf gefordert, dem Willen der Kammer zu gehorchen. Binder will Einspruch erheben. Ter Präsident läßt ihn nicht sprechen, worauf Linder die Tribüne verläßt. Justizminister Balls erllart hierauf: Es ift das dritte Mal, daß ich über die Humbert- affäre interpelliert werde. Ich möchte wissen, ob in diesem Lande der Betrüger unb ber Dieb bas Recht hat, die ehrlichen Leute anzuttagen. (Beifall links.) Man warf mir vor, daß ich die Humberts nicht verhaftete, und wirft mir jetzt vor, daß ich es tat. Es handelt [ich jetzt darum, fest- zustellen, ob die Kämmer sich zur Verfügung der größten Schwindler des Jahrhunderts stellen wird.
Prag, 13. Febr. Die „Narobny Listt" veröffentlichit einen ihr aus Prizrend zugegangenen Originatbericht über bie 3 u ftänbe in Macebonien, ber haarst raubenbe Details enthält. Die vielen von den türkischen Behörden aus ben Gefängnissen entlassenen arnau- tischeu Verbrecher verüben die schrecklichsten Greuel- ta ten. Nicht minder schrecklich haust das türkische Militär. Dasselbe erhält weder Sold noch Proviant und sucht sich durch lieberfäUe der Reisenden, die es beraubt, schadlos zu halten.
Petersburg, 13. Febr. Nach einem Telegramm der Russischen Telegraphenagentur aus Port Arthur ist die auswärts verbreitete Meldung vom Tode der Kaiserin- Witwe von China an amtlicher Stelle in Peking unter dem 7. Februar für unrichtig erllärt worben. An biefem Tage empfing bie Kaiserin-Witwe das diplomatische Korps.
Tanger, 13. Febr. Unter großem Zeremoniell wurde soeben in der Haupimoschee ein Brief beS Sultans, worin ber Sieg vom 26. Januar gepriesen wirb, verlesen. Laut bes Schreibens ist B u H a m a r a auf der Fluckst beim Durchreiten eines Flusses ertrunken. Araber oelachten beim Verlassen ber Moschee biese Nachricht, benn man erwartet für bie nädjfte Zeit einen neuen Kampf im Riatagebiet. Muley Arass Truppcnwerbung bei ben Rifskabyleri verläuft ungünstig. — Eine Melbung ber Agence Havas behauptet, baß es dem Prätendenten gelungen sei, in Fez einzudringen, wo er einige Stunden verweilte. Am folgeuben Tage habe eine Schlacht stattgefunden, in ber bie Truppen des Sultans geschlagen wurden und unter Zurücklassung mehrerer G.fchütze zum Rückzüge nach Fez gelungen se.cn. Der Prä.enocnt b: finde sich jetzt oicr Meilen von Die Kab./len in ber Umgegend von Melilla hatten ein Schreiben pes Prätendenten erhalten, in wcicl-em sie auf^e,ordert werden, Muley Arafa festzunehmen.


