Ausgabe 
13.3.1903 Erstes Blatt
 
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Nr. 61 Erstes Blatt.

153. Jahrgang

Freitag 13. März 1 »03

titelet l-gklch äuge» Bonntage.

Den, WieBenet Anzeiger »erben im Lechstl mtl den. hessische» Landwirt bie tiebener Familien- Hättet viermal tn bet Woche beiqelegL

Rotationebrud u. Der* lag bei Brüh Pleben Uriipe rl.-tbud)* u. Stein- bruderfi CÜietlcbürben) lUbattton. ttipebuioe uiib Trude t et

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Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Eichen iM-Z

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Verlegung dcS religiösen Gefühls zu oermciben.

Abg.

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ihm q. taufte Land zu hohe Preise Sali sch (loiif.) bestritt des ent,chieden,

Goth ein, (sreis. Vg.) hasst, daß es zu einem konfessionell getrennten Unterricht sür Geschichte und Lckleralur niemals kommen werde. Abg. Schmidt-Warburg ((Llr.) fordert die Aushebung deS Verbots für katholische Schüler, sich an katholisch-religiösen Vereinen zu beteiligen.

PreujzlschcS AdgividncrcuhauS.

42. Sitzung vom 12. März.

2. Beratung des KultuSetaS. Bei dem Kapitel Höhere Töchterschulen" beschwert sich Abg Roeren (Ltr) darüber, daß es den katholischen Schülern der höheren Lehranstalten noch immer verboten sei, katholischen religiösen Vereinen für die Heranwachsende Jugend beizulreten. Ta. gegen vroiegiere die Regierung direkt die evangelischen Bibel, kränzchen. rbiinister Dr. Studt entgegnet, die Regierung sei mit der Prüfung des Wunsches dcS Vorredners beschäf­tigt. Abg. Barster (frf.) tritt für die Gleichberechtigung aller höheren Lehranstalten ein. Abg. Schall (kons.) fragt den Minister, ob d^e Neuorganisation der höheren Schulen auf der Grundlage der Gleichberechtigung bereits zum Ab­

schlüsse gelangt sei und wie sie sich bewährt habe. Mi- nlsterialdircktor Althoff erwidert, die Befürchtung, daß sich die Abiturienten der Realgymnasien nach Einführung der Gleichberechtigung in der Mehrzahl auf das juristische und medizinische Studium werfen würden, sei unzutreffend, wie die Statistik beweise. Auf eine Acußerung des Abgeord. o. Strombcck erklärt Minister Studt, die vertragsmäßige Festlegung deS konfessionellen Charakters einer höheren Lehr- anstatt werde die Regierung nie zulassen, ebenso sei es aus- geschlosien, daß an den paritätischen Anstalten nicht nnc der Religionsunterricht, sondern auch der GeschichtS. und Litera- lur-Unterricht von katholischen Lehrern, die die mis^io cano­nici haben müßten, erteilt würde. Wenn .Schimpfereien auf den Papst" im Geschichtsunterricht vortämen, so widerspreche das den strikten Weisungen der UuterrichtSoer- waltimg, die olle Lehrer angewiesen habe, jede Schärfe oder

Militätisches im Aeichstag.

Unser D rliner parlamentarischer Mitarbeiter schreibt unterm 12. März:

Ueber das Stuttgarter Amtsgericht wurde heute im Reichstag gesprochen. Cs hatte, wie berichtet, seinerzeit den Lberbürgcrmeister Hegelmeier von Hcklbcinu, d.r den dritten württimbergischcn Wahltreis im Reichstag als Milalied der Reichspartei vertritt, wegen einer g.richtlichen Vorladung zu feiner Vernehmung als Zeuge nut gesetz­lichen Zwonvsmaßregeln bedroht, und ziv.ir oh.. vorgängige Genrhnilgung des Reick-Stags. Tas Parlament crbl.cki in seiner Mehrheit in diesem Verfahren des bctrrffenden Amts­richters einen Eingriff in die Rechte der Abgeordneten. Cs hielt die Angelegenheit für so wichtig, daß es auf den An­

der Kommission abgegebene Erklärung verlesen hatte, liebet die PositionTruppenübungsplatz für das sechste Armeekorps bei Neu Hamm er" berichtete Abg. Roeren. Cs Hal h.er bekanntlich eine ungewöhnlich hohe EtatS- überschreitung stattgefunden. Die Gesamttosten für den Erwerb des UebungsplatzeS waren seinerzeit auf sechs Millionen Mark veranschlagt worden, sie belaufen sich tat- sächlich auf 9 Millionen. Die Budgetsmm sswn empflch.t, um der Heeresverwaltung die Unzufriedenheit mit der Ctatsüberschreitung zu erkennen zu geben, von der ge­forderten Ctatsrate eine halbe Million Mark abzu- streiche n. Cs ist bekanntlich behauptet worden, der nieder- schlesische G.oßgcundbes tzec Graf Do h n a-M allmi tz habe sür das von ihm g-taufte Land zu hohe Preise erhalten. Abg. v. Sali sch (kons.) bestritt des ent.chieden, Abg. Dr. Sattler (naj.) sand jedoch die Etatsüberschreit­ung so unerhört, daß er um Auskunft ersuchte, ob der Reichskanzler die Ueberschrertung, der Verfassung ge­mäß, gebilligt habe. Die Antwort wird morgen erteilt werden, möglicherweise vom Reichskanzler selbst.

trag deS Abg. Lenzmann (freis. Äo.kSP.) die Verweisung an die G.s^-äftsor^nung^komm.ssivn zur nochmaligen Prüfung uno schrif.lichen B.richt.rsiattung b.f^LB- Außer Herrn Lenzmann äußerten sich die Abgg. Gamp (Reichsp.) und Basiermann (natl.) Legen die amtsrichterliche Ver­fügung, während die Abgg. Singer (Soz.- uno Zehnter (Zentr.) den Fall milder beurteilten. Zn diesem Sinne war auch die Oicjolution gehalten, die von der Geschciftsvrd- nungskommission nach erstmaliger Prüfung der Angelegen­heit bei allerdings nicht voller Bejetzung gefaßt worden war. Zn der alsdann fortgesetzten Beratung des Militär­etats ersuchte Abg. ZakobSkötter (kons.) um tun* lichste Berücksichtigung der Zivilschneider bei Vergebung der .Ailiiärlieferungcn, was Generalmajor v. Gallwitz zu- sagte. Er fügte allerdings hinzu, daß die aus Ziviiwerk- stätien hervorgcgangene arbeit den rorges.hricb.ncn Liefer­ungsbedingung, n, an denen die Militärverwaltung fest- halien müsse, nicht immer genügt habe. Die Diskussion be­lebte sich, als der die Verlegung der Düsseldorfer H u s a r e n der vielbesprochenenTan>-Husaren" nach Krefeld behandelnde Etatstilel zur Erörterung gelangte. Der Vertreter Düsseldorfs, Abg, Kirsch (Zentr.) äußerte sein Befremden, daß die dortigen Kasernements, in denen das Regiment so lange Zähre garnisoniert habe, plötzlich füi ungesund befunden würden, daß die Verlegung angeblich seit geraumer Zeit geplant sei, und daß schließlich oieMilitär- vcrwaltung nach der Erklärung des Kricgsministers mit der Verlegung detz Regiments ein. gutes Geschäft mache. Auf die E.itst^h^n^S^cschichte der B.ck.gung ei.ig.h nd bctannllid) äußerte seinerzeit der Kaiser scherzhaft: ,,Ti. Krefelder Damen sollen bald Osftziere zum Lanzen bekom­men", überreichte Herr Kirsch seinen Kollegen zu deren nicht geringem E.göaen eine Gruppenphoto graphie der Ehrenjungfrauen, die den Kaiser in Krefeld .egrüßt hatten. Herr Kirsch bat die das Bild umdrängenden abgeordneten launigen Tones, übersoviel Schönheit" nicht Oie finanziellen Bedenken zu vergessen. GLiteralmujor von Gallwitz versagte sich ein Eingehen auf die humoristischi Seite des Falles und bemühte (idfo den Venretcr Düsscl-

Dcullchcs Reich.

Berlin, 12. März. Der Kaiser hatte heute eine Konferenz mit dem Reichskanzler und hörte später im Schloß die Vorträge des Kriegsministers, des Chefs des Generalstabes und deS Chefs des Militärkabinetts. Um 1 Uhr fand anläßlich des Geburtstages des Prinz-Regenten von Bayern Tafel beim Kai- serpaar statt, zu welcher u. a. die Mitglieder der baye­rischen Gesandtschaft und die hier anwesenden stellver­tretenden Mitglieder des BundeSrats geladen waren.

Kaiser Wilhelm wird bei seinem Besuche Ko­penhagens bet dänischen Königssamilie ein Lunch an Bord derHobcnz-ollern" geben. Der Kaiser beabsich­tigt ferner, dem König sein von Lenbach gemaltes Porträt zu schenken. 'Während seines Besuchs wünscht der Herrscher mebccre Znstilaie in Kopenhagen zu besichtigen, namentlich.sns Lichtinstitut für LupuS.

lieber die Audienz, welche der Kaiser dem Prä­sidenten des Komitees für die Weltausstellung in 2t. Louis, Mr. David R. Francis, am Montag erteilt hat, erfahren wir folgende Einzelheiten: Tie Audienz dauerte eine volle Stunde und trug einen sehr herzlichen Charakter. Präsident FranciS überbrachte dem Kaiser eine Einladung zum Besuch der Ausstellung, welche büfer für seine Person zwar ablehnen mußte, dafür aber versprach, einen Prinzen seines Hauses nach St. LouiS zu entsenden. Zm Laufe der Unterhaltung betonte Kaiser- Wilhelm, er werde dafür sorgen, daß Deutschland na­mentlich in der wichtigsten Abteilung der Weltausstellung, dem Departement für ^rziehungSwefen, hervorragend ver­treten sein werde, und gab wieoerhoit seiner großen Sympathie für den Präsidenten Roosevelt sowie für die impofanie Entwicklung und Arbeitskraft des amerikanischen Volkes Ausdruck.

Bei Hofe ist heute eine Depesche eingelaufen, wo­nach sich daS Befinden deS in Kairo an M a f e r n erkrank­ten Prinzen Eitel Friedrich gebessert hat. Zu ernsten Besorgnissen liegt kein Anlaß vor.

Wie man aus parlamentarischen Kreisen erfährt, hat der bisherige Regierungs-Präsident in Hannover, von Brandenstein, der in gleicher Eigenschaft nach Magde­burg versetzt wurde, feinen Abschied eingerctcht.

DieRordd. Allg. Ztg." schreibt: Zm Reichsamte des Innern trat heute unter dem Vorsitz des Staats­sekretärs Grafen PofadowSky eine Konferenz zur Beratung der in Elsaß-Lothringen gegen die Weiterveroreckung der Reblaus zu ergreifenden Maßnahmen zusammen, an welcher teilnahmen: Vertreter der Retcysverwaltung, Preußens, Banerns, Sachsens, Württembergs, Badens, Hessens, Sachsen-Weimars und Elsaß-Lothringens. G-a, Posadowsly betonte in seiner Erössnungsrebc, daß es sich um den Schutz eines der kostbarsten wirtschaftlichen Güter des Vaterlandes, den Weinvau, handle uno stellte zunächst zur Erörterung, ob die Ausrottung der von der Reblaus befallenen Weingcländ« in der Umgebung von Metz technisch ausführbar und wirtscha.tlich gerechtfertigt sei und wie bejahendenfalls die erforderlichen sehr be­trächtlichen Mittel aufzubringen seien. Vertreter der Reischlande sind Unteriiaatssetretär Zorn v. Bulach, Re­gierungsrat Cronau-Straßburg, Landwirtschasislehrer Wan­ner-Metz, Professor Kulisch-Kuimar.

Leipzig, 12. Diärz. TenL. N. 9t" zufolge, wird der Kaiser am 17. Marz dem Könige von Sachsen einen Gegenbesuch in Dresden ab statten.

Stuttgart, 12. Diarz. General der Infanterie zur Disposition o. Grävenitz ist heute, 72 Jahre alt, zu München g e st or b e n.

München, 12. März. Ter Geburtstag des Prinzregenten wurde hier in herkömmlicherweise durch Aestgottesdienste und eine Parade, welche der Prinz- icgent selost abnahm, gefeiert. Zn Augsburg wurde tn Anwesenheit des Prinzen Ludwig ein Monumenialbrunnen, welchen das Erzscandbild des Prinzeegenten schmückt, feier* lichst enthüllt.

Wahl-Bewegung.

Rach bemDarm,., ^agi. Anz. wird dienational - liberale Partei in Ta.m,taLt SiechLSanwalt Tr. Stein als Kandidat für die Reichstagswahl ans>ellen, und es oll bcgrünoete Aussicht vorhanoen jein, daß anbeie Par­teien, welche die foziaibemokratische Kandidatur betämpfen.

dorfs sachlich zu widerlegen. Abg. Dr. ller-Lagan fftcif. Dolksp.) jkHte sich auf die Seite der Tüsseloaiser und h.elt die Replik dcL 'Jiegierungducnreierä nicht für über­zeugend. Er blieb dabei, daß cuigeheimnisvolles" Motiv bei der geplanten Derlcaung mitspiele, was Generalmajor v. Gallwch auf das Vestimmtcste in Abrede flcLte. Abg Roeren (Zentr.) kam der Regierung zu Hilfe, indem et aus ihm zugegangenem Material na^wieS, daß die ^Ver­legung der Husaren tatsächlich schon feit mehreren Iah en beabsichtigt ist, und Abg. v. S t a u d y nahm für den obersten Kriegsherrn bad alleinige Recht in Anspruch, die Garniso- nierungSfragcn zu enischeiden. Herr Kirsch hingegen lejti sich nochmals für Düsseldorf ins Zeug. Vergeblich. Die Verlegung der Husaren nach Krefeld wurde mit großer Mehih.it genehmigt, nachdem oer Referent, Abg. Okaj R oo n (kons.) noch die vom preußischen Kriegsminister in

für Dr. Stein als Kandidat für die Reichstagswahl eintreten werden.

Ausland.

Kopenhagen, 12. Marz. TieBerlinSke Tidende- schreibt über den bevorstehenden Besuch Kaiser Wil­helms: Tie dänische Regierung und das dänische Volk werden mit aufrichtiger Zufriedenheit den erlauchten Mo­narchen des mächtigen Nachbarreiches willkommen heißen, dess.m Sympaihie sür unicrn hochdetagieu König sich durch den bevorstehenden Besuch bartut. Wir hegen volles Ver­trauen, daß der Kaifcr bei seinem Besuche sich wird über­zeugen können, daß daS danisck)e Volk den ausgezeichneten empfang gewürdigt hat, der von allen Seiten unsecm Kronprinzen zuteil wuide, alS er im Herbst dem Kaiser und der Kaiserin in PotSbam einen Besuch abstattete.

London, 12. Mürz. TaS Unterhaus bewilligte mit 202 gegen ö3 St.mmen einen Kredit von 9 647 000 Pfd. Sierl. zur Beschafjung einer zn»ecktnäßigcn Heeres- bewafsnung.

Rach etner Meldung dcSStandard" aus Konstan­tinopel wurde bei TscherkeStoi, 100 Kilometer von Konjianiinopel entfernt, unter den Eise n d a h n schw e l- len vergraben ein mit Dynamit gefüllter, 28 Pfund schwerer Behstlter anfgefunden. Tas Dynamit war dazu bestimmt, einen nach Saloniki fahrenden Zug, der über üOubOO Mack in barem Gelbe befötoern sockte, in die Lust zu sprengen. Tie Untersuchung über das Vorkommnis wird in Adrianopel geführt.

Paris, 12. Marz. Der Senat nimmt die Beratung der Interpellation über den Gesundheitszustano bei Armee wieder auf. Walveck-Rousseau fuhrt einige oälle an, in denen Soldaten aus Mangel an ärztlicher -pjtcge gestorben seien und erhebt Eil.sprach, daß die Sol- baten, welche tränt gewesen, bcS So.tnlagsurlaubs ver­lustig gehen. Redner bcfpricht das Fehlen hygienischer Vorjchnfien für die Ännee und die Uebcranftrengung der Soldaten.

Paris, 12. März. (K ammer.) Lerolle (klerikal) oertcioigt die Existenz uno Berechtigung der Orden aus menschlichen und hi,ioriscken Rücksichten. Man walle die Orden zerstören, um die Religion zu vernichten, aber der «Staat wevoe unterliegen. Bartou, welcher der demokra­tischen Union angchöri, führt aus, baß ec mit einer Anzahl seiner Parteifreunde für Auflösung aller Orden stimme, großer Lärm rechts, welchem die Linke mit stürmischem Beifall antwortet.- Bartou sähet fort, bie Täiigleit der arbeit zu fchiloern, insbesondere den Handel, welchen die <ZranziSianer mit dem heiligen Antonius von Padua treiben und beiampft die Behaupiung, baß d.e Unterrichtsfreiheit verletzt werde. Tie Republik habe bie Pflicbt, ihre demo- £rati|u>c Jugend vor Hag und Zwietracht zu schützen, welche oie -Ltocndvuiuincn in ihr Gemüt pflanzen wollen.

Tie Groß Herzogin-Witwe von Mecklen­burg-Schwerin, geborene Großfürstin Anastasia von Rußland, ist aus Cannes mit einer Hofdame und einem Kammerherrn hier eingetroffen. Ihr Besuch von Paris scheint das beste Mittel, bie über sic ziituiierenden Gerücyte zu dementieren. UebrigenS war die Groß- Herzogin an Masern erkrankt.

Rom, 12. P^arz. Zm »aale deS Konsistoriums emp­fing der Papst heute 400 französische Pilger. Er hatte ün vortreffliches Ausichsn und ja.)uit sich von seiner Er- kältung völlig erholt zu haben.

Wien, 12. März. In oer ^-uogetdebatte tm Abgeord­netenhause sprach sich der alldeutsu-e Berger gegen die Erhöhung der Zivilliste aus; er jagte u. a., bie Habsburgckci-e Hauspoliiit haße Lcjicrreich in der inneren und in der auswärtigen Politik schwere Wunoen ge­schlagen. Diese HauSpoiitik habe auch den Verlust der Nieocrlande, der Schweiz und Eisaß-Loihringens verschal» bet. Ter Präsident sorderl den Redner zur Mäßigung auf. (Stürmische Protestiufe bei den Alißeuischen.-

Konstantinopel, 12. März. Wie verlautet, Hai die deutsche Regierung daS Ansuchen der Pforie, deutsche Offiziere für ben Genbarmerieoienst in Ma­cedo n i e u einznstclten, ab gelehnt. ES werden daher nur die bereits in türkischen Diensten stehenden deutschen Offiziere bei der Gendarmerie in den europäischen Provin­zen der Türkei Verwendung finden.

Belgrad, 12. Marz. tXc das BlattNacodni Listv" meldet, hat der Kaiser von Rußland Serbien 10 MUlionen Patronen für die dem Lande im Zahre 1893 vom Kaiser Alexander III. geschenkten Gewehre gc, chenkt.

Newyorc, 12. März. Tcr deutsche Gesandte Speck von Sternburg hat das StaatSdepaitement in Washington um Aiiskunft crfucht, ivie sich die Bundes­regierung zu bem argennnifi/tn Vorschlag steckt, daß die Europäer in 5 u b a ni c r i i a nicht berechtigt sein sollen, bei Vermögenschädigungen im Hanoelsver- rehr dieHilfe ihrer hermtschenRegierungen an- zurufen. Prasibent Roosevelt erwiderte durch den 2taat5|etretäT er habe die vrorterung des argentini­schen Vorschlages a b g e x i e | e n , da bie Stellung der eunbesreglecutig bezüglich der südamerikanifchen Geldver­pflichtungen bciannr sei.

Aus ^tniil uiii) zuuü.

Gießen, ben 13. März 1903.

* Einen Ueberschuß von mehr als fünf Millionen verzeichnet d:e Aerinögensrcchnung der Stadt Gießen. Für Etairzwccke tst in der letzten Zeck eine Reu­et n j ch ä § u n g des Vermögens der Stadt Gießer