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Kunst und Wissenschaft.
— 9)1 a c ier 11 net als Librettist. Ter ^Gill Blas" will lvissen, da» sJ)iaui*ice X)iaeteilmcf, dessen neuestes Drama .JoyzeUe' «Vertag von Eugen Diedrichs in Leipzig) großes Aussehen erregt hat, den ^ext einer Oper geschrieben ^l, die den selliamen Lite „Ariadne miö Blaubart" sühren sott. Xie Musik dazu schreibt Paul Dukas, einer der talentvollslen äioniponislen der iungiranzo-
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dem Inhalte des ersten Heftes nennen Mr an lricrarischen Beiträgen: Aü Napsilber „Dem Siegel, Friß Stahl „Klern- plasttk" und Osc. Ollendorf „Amazonengruppe , an ruu- slrativen Beittägen seren erwähnt Werke der Brldhaner Nicolaus Friedrich, Johannes Goetz, Herrn. Haase, MH Kruse, Otto Richter und Franz Stuck. Dre neue Zertschrift wird vierteljährlich erscheinen und Zwar zu dem^bonne- mentspreis von 2 Mk. pro Jahr (für 4 Hefte). Alle Barchf- und Kunsthandlungen nehmen Bestellungen entgegen.
— Zeitlosa, eine Familiengeschichte aus dem siebenjährigen Kriege von Karl $ t6£•„ !^^nck zu Schweinsberg. (Verlag von Karl Jugel rn ^-ranksurt.) Treser stattliche Rouuru dielet serneuent eine unae- rnein spannende und fesselnde Unterhaltung. Jedes Kapitel bHiiat neue überraschende Vorgänge und Abenteuer aus einer unruhevollen Zett m der sich das althrsdorrschc Schauspiel des friedericramschen Krieges abspielte. D-re Schlachtengemälde gruppieren sich rund um ein siguren- reiches Familienporrrätt bilden für drese^ gewrssernlaßen eine lebendige Staffage. Dieses packende Familrenbildnts bat ettvas von der Bewegtheit der niederländischen Ge- mäwe von dem Mitreißenden der Rulumsschen Kunst ohne dessen^ glühende Sinnlichkeit und Fleischlichkeit. —o.
Aus Vorposten" nennt Frl. Dr. Ella Mensch, die namentlich bei uns in Hessen, zumal in Gießen bekannte tüchtige Vortämpserin der Frauensache, ihren autobiographischen Roman (Verlag der F-rauen-Rundjchau, Leipzig, Preis ML 2), und es waren in der Tat „Porposten" der Frauenbewegung, als sie in den Mer Jahren in Zürich studierte. Außer den zahlreich eingestreuten typischen Er^ lcbnissen von persönlichster Färbung sind auch die Schilderungen aus der russischen Boheme des Züricher Studentenviertels von Interesse. So ist das Werk dadurch ausgezeichnet, daß es wesentliche Dokumente zur Entwicklung der Frauenbewegung enthält.
OeriHtssaal.
Die UrteilsHründe im gerichtlichen Nach- iviel zum Prozeß Breidenbach. Wie Nur bermts mitoetcitt haben, verurteilte das Miegsgerrcht der ersten Gardediviston den Leutnant u. Hellermann wegen un- vorlchriftsmäßiger Behandlung von Soldaten und Liter, lalsung den Meldungen zu drei Wochen Stuben- ar rost. Der Mitangeklagte Unteroffizier Schmels er- Melt wegen derselben Vergehen drei Tage Mrttel- a r r e it. Las Kriegsgericht hatte es auf Grund der Zeugen- ausfagen für erwiesen erachtet, daß Leutnant v. Hellermann in zwei Fällen die Rekruten Hill- und toloatfi unvorschrists- mäßig «..gefaßt habe. Es fei zwar nicht jeder Schlag od-r Stoß der in ocr Erregung von ernem Vvrgesetzten eurem Soldaten verletzt wird, als MißhanülunH anzusehen, 3m. Fall Hill- sei aber nallMwicsen, daß der Angetlagte den Rekruten tn der Erregung aus dem Glrede gerissen und ihn gerüttelt habe, weil dieser unrasiert zum Dienst gekommen sei und eine zerr-tsfene Schnpvenkette getragen tmbe Fm Falle Sivackr war der Gerichtshof der SUteinuna, . das! Leutnant v. Hellermann diesern Rekruten einen »tog ber’.eöt habe. Ferner wurde seitens des Gerichts ange- t nonunen, daß er in mindestens vier Mlen von den Mißhandlungen des Unteroffiziers Breidenbach Kenntnis gehabt, es aber Untertassen habe, hiervon Meldung zu machen. Bei der Stras-umefsung wurde erwogen, da,; dec Augeilagre unter Mißbrauch pincr Tt.enst- aeiutiit gehandelt Hut. Andererseits wurde berücksichtigt, baß Leutnant v. Hellermann die Meldungen aus Gucmuttg- leit unterlassen, daß er jich tadellos geführt ^e uito ein O'rsizier .ei, der seine Untergebenen stets wohlwollend behauoelt habe. Auch bei dem Mitangeklagten Unteroffi- tter Schanels nahni das Gericht an, daß er^aus Gutmütrgkett ehaiidelt habe, um jeinen Kompagnie-Ossizier zu decken, und daß er sich bisher tadellos führte. Ter Vertreter der Antlageoeyöroe Kriegsgerichtsoat Ullmann hatte gegen von Hellermann jechs Wochen Srubenarrest und ßcgcn mel£> 14 Tage Kasernenarrest beanrragt. — Im übrigen sei ün Anschluß hieran erwähnt, daß das Urteil gegen den Unteroffizier Breidenbach von der 11. Kompagnie des Merten Gardereaiments z. F. inzwijchen rechtsträfttg geworden rst, nachdem das Reichsgericht die Revijion verworfen hat. wr war, wie seinerzeit berichtet, wegen Mißhandlung Unter* gebener und Migbrauchs der Tiemstgewalt zu aUyt Zähren Gefängnis unb Degradation verurteilt ivoroen.
,u vun.^n. Attt Rücksicht daraus, daß er täglich von Bahn- bediensteten, als auch anderen Personen stark benutzt wirb, durste baldige Abhilfe am Platze sein. „ .
Einer, der den Wea täglich vier- bi s fünfmal passieren m u
Gustav Freytag. Nun treten wir mit dem Kapitel über Anzengruber in die moderne Tramatik ein. Diesem deutschen volkstümlichen Dichter bringt Friedmann, der ihm ein eigenes Buch gewidmet hat, das liebevollste Verständnis entgegen — „Der Pfarrer von Kirchfeld" und iw „Ledigen Hof" dem Leser #itni vollen Bewußtsein gebracht. Tas folgende Kapitel behmrdelt Adolf Wilbrand. Wenn wrr bei der Beurteilung Heinrich von Kleist im ersten Bande staunen, wie verständnisvoll der Italiener diesen p^bußrsch- deutschen Dichter gewürdigt hat, so wiederholt sich dreses Stauiien, wenn wer die Charakteristik Ernst von Wrlden- bruchs lesen, des Hohenzollerndichtcrs. Bon den zeitgenössischen Tramattkern steht auch in Friedmanns Beurtett- ung Hermann Sudermann am l-öchsten. Bon seinem „Johannes" sagt er, daß „der Mangel an religiösem Gefühl an ihm befremde. Das letzte Kapitel, das Gerl>ard .Hauptmann behandelt, wird einen großen Lesertteis ganz besonders interessieren. Der eine und der andere wird vielleicht ein Wort über „Bor Sonnenaufgang" und „Tas Friedenssest" vermissen und rwöchte es auch ansgesprochen haben, daß die Folge der Hauptmannschen Dvamen keinen eigentlichen Entw-icklungsgang erkennen läßt, daß wir in ihnen vielmehr zum Teil glänzend gelungene Versuck)e haben, die der Dichter, an dem Fr. ,^>ie Kraft der Menschen-- gestaltung" rühmt, in verschiedenen Richtungen macht. Wir 'ivünschen dem ausgezeichneteii Buche eine weite Verbreitung. Ein großer äußerer Erfolg würde es möglich machen, daß Friedmann in einem besonderen Bande noch eine ganze Anzahl rramhafter derttscher Dramatiker des letzten Drittels des vorigell Jahrhunderts behaiidette.
— .,Tie Plastik", eine neue illusttierte Kunstzeitschrift für originale und reproduzierende Bildhauerkunst, beginnt soeben im Verlage der Akt.-Ges. vorn:. H. Gladen- beck u. Sohu, Bildgießcrei, Berlin, zu erscheinen. Bei dem gelvaltigen Aufschwünge, den die Skulptur im letzten Jahrzehnt in Deutschland genommen hat, war em eigenes Organ für die plastische Kunst längst ein Bedürfnis. Aus
Uermischles.
• Maqdcburg, 11. Dez. Ucbcr HüssenerS plStz- liehe »Abreise- nach Ehrenbreitstein sind allerlei Gerüchte nn Umlauf. Die einen sagen, seine „Versetzung" dorthin sei wieder ein Schritt zur Begnadigung, wahrend andere ihn vom hiesigen Publikum bedroht glaubten. Auf Grund von Erkundigungen an authentischer Stelle können wir dem- gegenüber versichern, daß keine von beiden Meinungen richtig ist. Die hiesige Festungs - Zitadelle ist nur für solche befangene bestimmt, die im Ossiziersrang- stehen. Da Hüssener aus Befehl des obersten Kriegsherrn seine Charge verloren hat, war ein Umzug somit von selbst geboten. Das Publikum konnte ihm aber, solange er hier saß, nicht gefährlich werden, denn er durfte auch nicht eine Minute auS der Zitadelle heraus. Die Kommandantur wie die Festungsverwaltung erhielten fortwährend Drohbriefe, worin dem Hüssener allerlei Schmeichelhaftes angedroht wurde für den Fall, daß er einmal außerhalb der Zitadelle gesehen würde. Auch das trug zum „Wohnungswechsel" bei. Interessant ist, daß der Gefangene, der in Begleitung eines Offiziers hier zweiter Klasse von Kiel ankam, nach seinem neuen Wohnsitz geschafft wurde durch einen Unteroffizier und dritter Klasse. Die Uniform trug er nicht.
• Halle a. d. S., 11. Dez. Wie der Saale-Ztg. berichtet wird, scheiterte die geplante Verlobung des russischen Großfürsten Cyrill mit der geschiedenen Großherzogin von Hessen an dem VetodesZaren, dcr Gründe der Religion und der Verwandtschaft geltend machte.
• Hamburg, 11. Dez. In einem Anfall von Geistesstörung tötete der Kaufmann Sanftleben seine beiden sechs und fünf Jahre alten Knaben dadurch, daß er im Schlafzimmer den Gashahn aufdrehte. Sanftleben wurde
was soll ich nun tun?" .Sehen Sie zu, rote ®te mn lyr fertig werden.' „Das habe ich se,t 17 Wen getan?
Dann haben Sie aller Wahrscheinlichkeit nach das Schlimmste überstanden. Der einzige Grund, sie Ihnen vam Haste zu schaffen, wäre der, wenn Ihre Frau eine Gewohnhestssäuferm wäre." „Das ist sie nicht, aber sie macht mir das Oeben zur Hölle." Drum prüfe wer sich ewig bindet re.
niS gegeben.
**t Einen gelungenen Gaunerstreich voll- führten dieser Tage Zigeuner in einem Dorfe in der Nähe von Gießen. Sie kanrcn in ein Bauernhaus und jammerten, die alte Großmutter sei gestorben, der Bauer solle sie auf seinem Wagen wegbringcn. Um die Zigeuner los zu werden,' spannte dcr Bauer sein Pferd ein, die -Zigeriner luden eine in ein Betttuch gewickelte Last auf den Wagen und fort ging es. Als der Bauer nach Hause kam und m seinen Stallungen seinen gewohnten Gang tat, fehlte ihm sein schwerstes Sckstvein. Er hatte anstatt der alten Großmutter der Zigeuner sein bestes Schwein weggesal)ren. Wer den Sck>aden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.
t Burkhardsfelden, 10. Dez. Gestern und heute sand hier die Schulprüfung statt, bei welck)er die Kreisschulbehörde durch Regierungsrat und Krcisschul- inspettor von Gießen sowie den Dekan von Leihge,rern vertreten war.
)( Schwalheim, 11. Dez. Der Bau einer drrekten Straßenverbindung von hier nach F-riedbevg geht seiner Vollendung entgegen. Durch diesen Straßenbau ist einem dringenden Bedürfnis Rechnung getragen worden, richtet sich doch aller Verkehr nach Friedberg. Der seitherige Feldweg war bei schlechtem Wetter unpassierbar. Tie neue Straße führt über die Wetter, über ivelche eine steinerne Brücke erbaut worden ist. In erster Linie wird unsere arbeitende Bevölkerung, die in Frankfurt und Friedberg beschäftigt ist, diese Straße als eine Wohltat empfinden. Auch der berühmte thiesige Germ ania-
brnnuen erhall dadurch eine direkte Verbirrdung mit
Au? dem Vogelsberg, 11. Dez. , Nach neueren behördlichen Verordnungen darf die „Spinn stube in den Wohnungen von Witwen und rn den, Hausern, in welchen schulpflichtige Kinder wohnen, nicht abgehalten werden Llußerdem müssen die Spinnstuben zur ublrehen Polizeistunde, 10 oder 11 Uhr, geschloßen werden.
L. Marburg, 11. Dez. Die heutige Stadtver- o r d n e t e n st i ch w a h l endigle in it euiem vollständigen Siege der vereinigten Beamten und Lehrer, dre cru $unb» nis mit den Gastwirten eingegangen waren. Es wurden gewählt Kreissekretär Voß mit 258 (stimmen, Hotelbesitzer Brune mit 250 und Metzgermeister S^Wne^ 239 Stimmen. In der Ersatzwätst erhielt Schlossermerster Ferd. Lanbsck)eer 257 Stimmen, während auf den Gegen- tandidaten 213 fielen. Gegen die Giltigkeit der Wahl Kreissetretärs wird jedenfalls Protest erm-beu werden, da er nadi den Ausführungen, die Oberbürgermeister -L>r. Antoni in seiner Ausgabe der Städteordnung für die Provinz Hessen-Rassau gibt, überhaupt nicht wahlbar ist.
Ter eben verstorbene englische Philosoph H. Spencer war es, der u. a. der Hygiene den Vorwurf machte, daß sie rasseverschlechternd dadurch wirke, daß sie mit allen Mitteln der GesundlMspflege, Humanität und der ärztlichen Kunst die minderwertigen Individuen am Leben zu eryalten suche. Die diese Anschauung vertretende Richtung hat nun von jeher in der großen Kindersterblichkeit eine Selbsthilfe der Natur gesehen, die darauf hinausgehe, die lebensschwachcn Elemente von vornherein auszuschalten, um dadurch die Art zu verbessern. Man tyat sogar direkt behauptet. daß die hohe Kiiwersrerblichkeit eine höhere Militärs iensttauglichLeit und eine geringere Sterblichkeit an Tuberkulose zur Folge l-abe. Es war daher ein dankenswertes Unternehmen, daß endlich einmal eine Nachprüfung dieser zwar bisher immer behaupteten, aber nicht bewiesenen Tatsache vorgenommen wurde. Nach stattstischen Untersuchungen Dr. Prinzings ergab sich nun, daß die Hypothese auf falschen Voraussetzungen beruhte. Denn in Italien, Spanien und Oesterreich, welck)e eine hohe Säuglingssterblichkeit aufwcisen, ist auch die Sterblichkeit der Kinder ^uijdjen dem 1. und 5. Lebensjahre sehr groß; ebensowenig ließ sich eine proportionale Veziel)uug zwischen hoher SäuglinMlerblichkert und Militäctauglichkeit nachweisen, endlich kommt in Ländern mit h-vher Kindermorta- lität die Tuberkulose keineswegs weniger häusig vor. Man \yxt demnack/ durck-aus keinen Grund, in den Besttebungen zur Mbminderu^ der Säug-lingssterblichkeit nachzulassen, 11 in Deuchchlmrd, wo Wir sv wie so eine Abnahme der Geburtsziffer zu verzeichnen haben.
— Ter zwette Band des Wertes „Das deutsche Drama des 19. Jahrhunderts" von Professor Dr. Friedmann (Herm. Seemann Nachf. in Leipzig^ beginnt mit Friedrich Halm und bespricht dann Ferdmano ssiaimnnd, Gutzkow, Brachvogel, Rudolf v. GottschaU-, Bauernfeld und
verhaftet. ,
* Paris, 11. Dez. Der Anarchist Bisset, welcher gestern einen Mordversuch auf seinen Arbeitgeber unternahm, ist Mitglied mehrerer Anarchisten-Verbände. In seiner Wohnung wurde eine umfangreiche Korrespondenz be- schlagnahmt, die er mit bekannten Anarchisten gewechselt hatte. Arvelleroewegung.
Auf dem Tische sand man sein Testament. * Arad, 11. ^ez. Zwischen den Streuenden und den neu
* Mord! Wie au§ Lübben in der Lausitz berichtet engagüten Arbeitern einer hiesigen MaschineMabrck haben sich wird, wurde heute morgen dcr Steuer rat Willmer vor blutige' Zufammeustöbe ereignet. Em breitender wurde durch dem dortigen Hauptstcueramt er stoche n aufgefunden. Willmer einen :)ieuuiuei|<i)»|) uenuunuet.^ sollte heute in einem Beleidigungsprozeß als Zeuge ver. x
nommmen werden.
» Lange Leiden eines Gatten. Die Londoner (Für Form und Jnhau m.r. uurrr tiefer Rubrrk stehend«, Polizeibcrichtc sind bekannt durch die tragikomischen Zwischen- -Artikel übernimmt »l,: ^^attion ibem i^bhfum gegeuub falle, die sich dort häusig absp.elen; speziell ist es Se Ehren k-'nerl« Berantwortong.)
der Herr Richter von Niarylebone-Distrikt, Mr. Plowden, der ^er Mittelweg von der Crednerslraße nach dem gerne eine günstige Gelegenheit roahrnimmt, um den Ernst Wetzlarerweg ist vor Schmutz und Schlamm kaum noch
des Gerichtssaales ein wenig zu erheitern. Kommt da gestern JU passieren. Mit Rücksicht darauf, daßi er täglich von Bahn-
ein Mann zu ihn? in den Gerichtssaal mit der Bitte, .man —«~t benuttt wird, bunte
möge ihm sein Weib vom Halse schaffen.^ Se. Ehren: »Ich
bitte Sie, so spricht man aber doch nicht von seiner Frau." Der Mann: »Ihr Benehmen ist unerträglich." Se. Ehren: „Deswegen kann ich sie Ihnen nicht vom Halse schaffen." „Sie schlug die Fenster ein und bedrohte gestern Nacht die „DaS ist fein Grund." .Mein Leben ist in steter „Immer noch kein Grund, noch etwas?" »Well
__ Der frühere LandtagSabg. VopoliuS ist in das 1 preuß. Herrenhaus berufen worden.
— Die polnische Re ichta gS - Frakti on hat be- schloßen, im Reichstag die Abschaffung des sogen. Kolnzel- . Paragraphen zu beantragen, auf Grund dessen erst kürzlich der , Propst TyczynSki zu einem Monat Festung verurteilt wurde. , Die Polen rechnen dabei auf die Unterstützung des Zentrums.
Berlin, 11. Dez. Die „Germania" meldet, das Mitglied deS preuß. Herrenhauses Frhr. v. Wendt-Papenhausen ist heute morgen in Gevelinghausen (Westfalen) gestorben.__ __
Aus Stadl und Aaud.
Gießen, den 11. Dezember 1903.
t. Der Vorstand des hessischen Oberlehrervereins erläßt soeben die Einladung zum ersten Verbandstage der Vereine akademisch gebildeter Lehrer Deutschlands, der in der Hauptstadt Hessens am 9. April stattfinden soll. In einem physilalischen Experimental- Vortrag wird Realgymnasial-Tireklor Münch (Darmstadt) an diesem Tage neuere Ansichten über die Beschaffenheit der Materie behandeln. An die Beratung der Satzungen, über die die Professoren Dr. Hartmann (Leipzig) und Dr. Kolisch (Stettin) das Referat übernommen haben, schließt sich em Vortrag von Professor Dr. F. Paulsen (Berlin), dessen Thema lautet: „DaS höhere Schulwesen Deiitschlanoö, seine Bedeutung für den Staat und für die geistige Kultur des deutschen Volkes und die daraus sich ergebenden Folgerungen für die Stellung des Lehrerstandes." Einen zweiten Vortrag „über die Anschauung im Unterricht und die Anschauungsmittel" wird Oberlehrer Lauteschlaeger vom Ludwig-Georg-Gymnasium in Darmstadt halten. Endlich ist im Anschlüsse an diesen Vortrag eine Ausstellung von Lehrmitteln vorgesehen. ES ist zu wünschen, daß die deutschen Oberlehrer dieser ersten Tagung ihrer Berufsgenossen, die noch in die Osterferien fällt, möglichst zahlreich beiwohnen.
** Personalren. S. K. Hoheit der Großherzog haben AUergnädigst geruht, den Präsidenten des Großh^ Ober'landesgcrtästs Wirklichen Gel-eimerctt Fwiedrich^-rauz Cour ad c zum Mitglied der Ersten Kammer der Stande des Großli-erzogtums aus Lebenszeit zu ernennen. — Mtt Allerhöchster Ermächtigung S. K. tzohett des Großherzogs wurde der ordenttick-e Professor au der Technischen Hochschule Tr. Rudolf Kautzsch zu Darmstadt gemäß Artikel 32 des Gesetzes vom 16. Juli 1902, den Denkmalsehutz betr., zvm Mitglied des Denkmalrates widerruflich bis auf weiteres bestelll. . M ,
- DemVorstande deSDetarlltsten-Vereinsist es, wie wir hören, gelungen, fast sämtliche Geschäftsinhaber, welche mit dem Eisenbahnkonsumverein daS häufig besprochene Rabattabkommen getroffen hatten, zu bewegen, hiervon zurückzutreten und der Detaillisten-Verein hat dem Vorstände des Eisenbahnkonsumvereins hiervon Kennt-


