Ausgabe 
12.12.1903 Viertes Blatt
 
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Nr. 292 Viertes Blatt.

153. Jahrgang

Samstag 12. Dezember 1903

Erschein, täglich mit Ausnahme des Sonntags.

DGiehc .. Familienblätter" werden dem »Anzeigen viermal wöchentlich beigelegt. Der Hessisch«» Landwirt" erscheint monatlich einmal.

Gießener Anzeiger

Verantwortlich iür den allgemeinen Tell: P. Witt ko; sür den Anzeigenteil: H- Beck.

Rotationsdruck und Verlag der Brü hl'schen Universitätsdruckerer (Pietsch Erben), Dreßen.

Seneral-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen.__

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Kegea die SoldateumchhandLungeu.

Die Freisinnige Volkspartei hat sogleich nach Zu- fantiri en tritt des Reichstags einen Antrag eingebracht, durch den die Soldatenmißijandlungen zur Sprache gebracht und wirksame Maßnahmen zur Betämpfung des Unwesens ver­langt werden sollen. Durch den Antrag wird der Reichs­kanzler ersucht, daraus Bedacht zu nehmen, im Wege der Gesetzgebung und Verwaltung durchgreifender als bisher den unter Mißbrauch der dienstlichen Gewalt statt- sindenden Soldateumighandlungen entgegenzuwirten. Lie Antragsteller erkennen an, daß die Heeresverwaltung be­strebt ist, den Sowateumißh and langen entgegenzuwirken, aber die Erfahrung zeigt, daß die bisher getrogenen Maß­nahmen nicht genügen. Es muß sowohl im Wege der Gesetzgebung durch V er s chär fun g der einschlägigen Be­st immungen des M i l i t ä r st r a s g e s e tz b u ch s, nne durch geeignete Verbesserungen des militärischen Be­schwerderechts durchgreifender als besher dem Miß­brauch der dienstlichen isewalt enigegengerreten werden. In dem Antrag der Freisinnigen VolLspartei wird aus­gesprochen, daß die Soldatenmißhandlungen, die trotz aller bisher dagegen ergriffener Maßnahmen. an Umfang zage- nommeu Haden, wie durch mehrfache Verhandlungen der Militärgerichte festgestellt worden ist, geeignet erscheinen, ebenso weite Kreise des Volkes zu beunruhigen, wie dem guten Ruf der deutschen Armee Eintrag zu tun. £u|e Fassung läßt erkennen, daß der Antrag sich nicht gegen die Heeresverwaltung, noch gegen die Armee selbst richtet, vielmehr im Interesse der Armee Beseitigung der Mirruände erstrebt.

Kürzlich ging durch die Presse eine lieber sicht über die Verurteilungen, die von Militärgerichten wegen Sol­datenmißhandlungen in diesem Jahr ausgesprochen worden sind. Sen dem 1. Januar bis Ende Septemoer waren 159 Verurteilungen ergangen. Lie Summe der erkannten Freiheitsstrafen betrug uU Jahre 9 Monate und^29 Lage. Allein in den drei Monaten Juli, August und September

Reichstag schwerlich ein Echo finden. Wenn z. B. der Reichsrat Frhr. v. Würtzburg glaubte, davor warnen zu ollen, dem Soldaten, der ein rauhes Handwerk treiben müsse, eine übertriebene Empfindlichkeit beizubringen, Io wird eine solche Anschauung im Reichstag auf Widerstand stoßen. Frhr. v. Würtzburg meinte auch, die schlechtesten Elemente seien es gewiß nicht, die sich in der Erregung und im Uebereifer zu solchen Ausschreitungen verleiten ließen. Das sieht wie eine Verteidigung der Mißhandlungen aus eine Anschauung, die Zurückweisung im Interesse des Heeres erheischt.__________________________________

Vermischtes.

feiten des studentischen Lebens begründet sind. Heimweh bei ganz jungen Studenten unmittelbar nach Verlassen des Elternhauses mag bei manchen die Ursache nervöser Störung sein, namentlich, wenn sie sich recht vereinsamt fühlen und jeglichen Anschlusses entbehren, weiter kommen m Betracht übermäßiges geistiges Arbeiten, alkoholische Ex­zesse die Angst vor dem Examen und nervöse Erschütter­ung' nach dem Durchfall bei der Prüfung. Auch bet Geschlechtskrankheiten treten oft schwere getsttge Störungen auf, doch werden diese bei Studenten deswegen selten zur Beobachtung kommen, weil sie sich meist erst im spätem Alter einstellen. Auch Hysterie, Neurasthenie und Epilepsie kommen bei'Studenten vor. Nervenstörungen nach über­mäßigem Alkoholgenuß hat Prof. Cramer bei Studenten selten beobachtet, am häufigsten dagegen sog. degenerattve nervöse Erscheinungen. . . t _

* Amtliche Volksjustrz bet den Mormonen. Masken tragende, in leinene Staubmäntel gehüllte Scharf­schützen beförderten am 20. November im Hofe des Ge­fängnisses in der Salzseestadt den Bauunternehmer Peter Mortensen mittels Pulver und Brei vom Leben zum 2wde. Mortensen ermordete einen jungen Mann, der zu ihm kam, um eine Schuldsorderung einzutreiben, und wurde des­halb zum Tove verurteilt. Er gab Pulver und Blei den Vorzug vor dem Galgen. Im Staate Utah ist den Ver­urteilten die Wahl gelassen, weil die Mormonen der Mern- ung sind, daß das Bibelwort:Wer Aienschenblut ver­gießt, dessen Blut soll wieder vergossen werden" buchstäb- tich zu nehmen sei, sodaß der Tod am Galgen, wobei kein Blut vergossen werde, leine Sühne für eine Bluttat bilde. Zur Vollstreckung des Todesurleus halten sich viele Scharf­schützen gemeldet. Der Sheriff legte die Liste dem Ver­urteilten vor, welcher mit ruyiger Hand die sechs Mann anstrich, zu denen er das Vertrauen hatte, daß sie ihn mitten ins Herz treffen würden. Ntortensen starb, von vier Kugeln ins Herz getroffen, augenblicklich

Lobsten Hai 61 Gedichte zu einem Buche vereinigt, dessen wertvoller Inhalt in der Kinderstube innige Freude er­wecken, und gelernt und gesagt und gesungen werden wird. Findet sich auch manches Gedicht schon in Lesebüchern, o wirkt es doch in dieser Umgebung und in dieser Aus- tattung neu. Der Buchschmuck von M. v. Knigge oe- chränkr sich bescheiden aus Kopfleisten; er ist vortrefflich gelungen und bildet eine edle Zierde des Buches. Das Buch kostet 1.25 Mk.

Tas Tczcinberheft derKunst", Monatshefte jur teie und angewandte Kunst ^Verlagsanstalt F. Bruck- mann A.-G., München, vierteljährlich.6 Mk.) enthalt an erster Stelle eine teniperameutvolle reich illustrierte Wür­digung des Grafen Leopold von Kalctreuth von Gustav Pauli. Max Osborn giot über Stepyan Smding, seinen Werdegang und sein Schäften, einen fioltgeschriebenen Be­richt, der von elf Illustrationen nach Werten des bekann­ten, ' nordischen Bildhauers begleitet wird. Lem 1899 ver­storbenen Pserdemaler Adolf Schreyer widmet Fritz Knapp einen kurzen, gut informierenden Aufsatz, der durch einige Abbildungen von bekannten und typischen Werken des Meisters wieFantasia",Gefährliche Fahrt" u. a. unter­stützt wird. Der dem modernen Kunstgewerbe gewidmete teil bringt diesmal ausschließlich Arbeiten von Münchener Künstlern und Architekten, darunter in zwölf Abbildungen ein von Emanuel Seidl gebautes und sehr luxuriös ein­gerichtetes Mainzer Wohnhaus. Daß der noch immer wiederkehrende Vorwurf, die guten Erzeugnisse des mo­dernen KunsthaiidWerks seien zu teuer, keine Berechtigung mehr hat, beweisen die 13 Ä.bbiuoungen aus einer von Wilhelm Keppler entworfenen behaglichen Wohnungsein- riebtunn von vier Raumen, anerkennenswerte Lösung des schwierigen Problems, guten und wohlfeilen modernen Hausrat zu schaffen. Zahlreiche Abbildungen vdn Sticke­reien, Standuhren, Silbergerate, Schnruaarbeiten, Ta- petcn', Glasmalereien, Schreibtischgarnituren und Meta.ll- arbeilen oer verschiedensten Art veiv^llständigen den außer- ordenAich reichen Inhalt dieses Heftes, dem überdies noch drei farbige Sonderbeilagen beigefügt sind.

** Der Sabberbecher v on Letzlingen. Das i alte Jagdschloß von Letzlingen, die . Hirschburg, ist bei dem ' gemütlichen Beisammensein der kaiserlichen Jagdgesellschaft der Ort ausgelassensten Frohsinns. Zur Erhöhung des Humors trägt stets derSabberbecher von Letzlingen" bei. I Diesen Becher, bestehend aus dem Stangenende eines mäch­tigen Hirschgeweihes, in dessen ausgehölte Krone ein einen halben Liter Wein fassender silberner Becher eingelassen ist, stiftete einst König Friedrich Wilhelm III. Eine silberne Platte an dem Geweihbecber verkündet:

Bon Seiner Majestät dem König an Ihre Majestät die Königin. Mit der Bitte, gnüdigst gestatten zu wollen, daß dieser problematische Becher bei den großen Jagd­partien in Ihrer Majestät Namen den Jagdjüngsten vor­gesetzt werde, um aus Ihrer Majestät Gesundheit zu trinken, ohne sich zu besabbern. Fritz. Anno 1803."

Ter Becher ist demnach jetzt gerade 100 Jahre alt, und mit der Königin iist die Königin Luise von Preußen gemeint. Der Trunk aus dem Becher ist der Humor vom Ganzen. Ter Rand des Silberkelches liegt nämlich zwischen der Gabel des Geweihes und kann mit den Lippen nur erreicht werden, indem man das Gesicht zwischen die Gabel drängt. Es ist das ein Kunststück zu nennen, denn die meisten Gäste berühren den Rand kaum, sodaß sie sich beim Trinken mit dem köstlichen Naß besabbern. Bei jeder Jagdtafel steht der eabb erb euer vor dem lästerlichen Jagdherrn, der ihn bei passender Gelegenheit dem Jagd- jüngsten zum Trünke auf die Kaiserin reicht. Sobald der Moment des Besabberns eingetreten ist, erfolgt ein viel­stimmiges tzalloh!, in das der Kaiser stets herzhaft mit einstimmt. Auch dem Fürsten Bismarck reichte einst, als er noch Junker war, König. Friedrich Wilhelm IV. den Sabberbecher. Dem Junker Otto gelang indessen die Leerung mustergiltig, ja noch mehr: er stellte sich wie aus Erz gegossen vor seinen König hin und meldete:Noch einen, Majestät!" Ter König antwortete jedoch scherz hast:Na, na, Junker Bismarck, laß er man gut sein, es tonnte ihm sonst nach der Fortsetzung gelüsten!" .

* Nervöse Studenten, lieber die durchschnitt­lichen Gejundheits- und Krankheitsverhältnisse der Stu­dierenden, als Berufs klasse betrachtet, ist wenig bekannt. Von vornherein sollte man bei ihnen auf einen recht günstigen Gesundheitszustand rechnen dürfen, handelt es sich doch um Individuen, die in der Blüte und Vollkraft ihrer Jahre stehen und die meist aus Einern höheren sozialen und daher auch gesundheitlich günstigerem Mi­lieu stammen. Bekannt war bei den Studenten nur das hausige Vorrommen gewisser Krankheiten, deren Betämpf- ung man sich heutigen Tages mit besonderem Eifer widmet und gegen welche auch von Seiten der Universirätsorgane durch Belehrung mit Er,oig geruirrt wurde. Neuerdings hat nun Prof. Cramer in Göttingen sein Augenmerk auf die bei Studenten vortommenden Nerventrant'heiten gerichtet und demnach scheint das Vorkommen dieser Äffettionen nicht so selten zu sein. Es tönnlen hierfür gewisse Ursachen wirksam sein, die in den Cigentumlich-

sind 80 Verurteilungen ausgesprocyen. woroen und auf Frei- heirsstrajen von inygejanu 27 Jahren 1 Monat und 10 Tagen erkannt. Dabei sind nur Diejenigen Verhandlungen gezählt, über die ö.jsentlia) berichtet worden isst Wenn man erwägt, daß gar mancher Prozeß und manche Ver­urteilung der Presse unbekannt bleibt und daß die Zahl der Mißkandluiigen größer ist als die Zahl der Prozesse, durch die die Mißhandlungen vor die Oef.entlichkeit gebracht wer­den, so kann es nicht wunder nehmen, daß diese Zustände Leunruhigung Hervorrufen. Was alles möglich ist, hat der Prozeß gegen den Unteroffizier Breidenbach gezeigt. Er hat sich nach der Erklärung des Veryandlungsfuyrers vor dem Obeririegsgerichtgeradezu viehtscher Ausschreit­ungen" gegenüber seinen Untergebenen schuldig gemacht. Rund 150u Fälle von Mißhandlungen, darunter 300 schwerer Art, standen zur Anklage.

lieber die Ursachen dieser Mißstände und über die Wittel zur Beseitigung gehen die Meinungen auseinander. Tie verschiedenen Ursachen sowohl ans dem Gebiete des MUitärstrafrechts u,nd des Beschwerdeverfahrens, wie aus dem Gebiete der Heranziehung und Vorbildung der Unter­offiziere wirken zusamnien. Tie Wurzel des Uebels liegt ebensosehr in den sachlichen Einrichtungen wie nt der Auslese der Personen. Es steht zu erwarten, daß der An­trag der Freisinnigen Vollspartet Gelegenheit gibt, die in Betracht kommenden Fragen gründlich zu erörtern, und Zweifellos wird der Kriegsminister nicht üerjäunteit, die Anschauung der Heeresverwaltung über die Bekämpfung des Uebels offen darzulegen.

Der Reichstag wird voraussichtlich dem Anträge zu­stimmen. Anschauungen, wie sie jüngst im bayerischen Reichsrat in dieser Frage tundgegeben sind, durften int

V Frauen seid gewarnt!

rr-n Die ächten Herkules - Spiralfeder - Corsets tragen alle entsprechenden Stempel oder Etiquette Alle anderen weise man, weil minderwertig, zurück.

fennunq und Behandlung der Krankheiten, über die Be­ziehungen zwischen Arzt und Patient.^ Im zweiten .sveziellen' Teil wird dann auf etwa 1000 Zeiten in alpha­betischer Anordnung das für den Laien Wissenswerte über Cntftel'ung, Verlauf, Heilung und Verhütung der verschie­denen' Krankheiten, über die Krantenpflege, Ernahruligs- letre die mannigfachen Behandlungsmetyodeii (Wasser, Licht' Luft, Massage), erste Hilfe bei Unialten und Er­krankungen, den Zusammenhang zwischen Berus und Krank­heit und vieles andere mehr miigeteilt. 430 tadellose Ab­bildungen, meist nach photographischen Aufnahmen, und 27 farbige Tafeln erleichtern seiner das Verständnis. Das Werk wird aller Kurpfuscherei ben Boden entziehen und auch den Gebildeten befriedigen, der allmählich soweit ge­kommen war, allen Erscheinungen auf diesem Gebiete nnt Mißtrauen zu begegnen. Tas ärztliche 5zausbuch wird em Volksbuch im edelsten Sinne werden uttd unemießlichen Segen stiften. Möge es bald in jedem Hause zu finden fein, der geringe Preis von 15 Mk. wird ihm diesen Siegeszug erleichtern

Die von der Union in Stuttgart hcrausgcgebene Univcrsatbibliothek sür die Jugend, die in pädagogischer Auslese und Bearbciinng oas &]te unb Cin» pseülenswerteste dielet, was im Rahnren der deutichen i-ue* * latut snr das Lese- und Bitdnngsbednrsnis der Jugend vorhanden ist, ist soeben durch zwei neue Bändchen, Oie baä Sibert dieser Sammlung abschtießen bereichert wvrdem Es sind Lteistnngen in Torsbildern geschlitoert v-on O. Glaub- reibt iür die reisere Jugend bearoeitet von L,r. Äertl)er, und'zL Geschichten von W, £). °. HEi Prinz Eugen ber eote Ritter" undDeutsche -treue . Die hübsch ge­bundenen schmucken roten Ländll)en werden vielen Kindern Die rechte Lveihnachtsfremde bereiten. Sie kosten gebunden nUr <?*eiTa"e 3eit, Alte und neue Kinderlieber, gesammelt von Wich. Lobsien. Mit Buchschmuck,»on Mary ^reitn Knigge. Bremen, Earl Schünemann.Selige Zeit ch chn schönes Bnai ,ur Kinder von 4-10 Jahren: eine --tufammcnücllung der besten Kin berge dichte. Wir finden m wr u. a. Goethe, Groth, Reinick, Rückert, Seidel, Storm und ^Trojan vertreten. Der fein empfindende Wilhelm

Ktlerawr.

Das erste von Professoren und Aerzten volkstümlich bearbeitete Äerztliche Hausbuch für gesunde und Kranke, mit 430 Abbildungen uud 27 farbigen Tafeln, herausgegeben von Lr. meb. Karl Reißig in Haniburg, ist soeben im Verlage von <5. T. W Vogel, Leipzig, erschienen. Preis in elegantem Cuiband Io Mk. Gegenüber dem in den letzten Jayezehnien in^utschlanb araifierenden Dilettantismus aus dem Gebtete der Heist- runde, alias Kurp,uschertum, konnte es wunoerneymeu, daß von wissenschaftlicher öCite diesem Treiben so lörnig ent- aeacngearbeuiei wurde. ^Nachdem Diejer ^ileitantismus, der Ach namentlich auch in der fogenannten popular-medizini- chen Literatur breit niachte und oen guien Erscheinungen ans diesem Äelbe direkc hinderlich roue, einen Umfang an- aenonunen hatte, der fast einer sozialen Gefahr nahe kommt, ourite Die Wissenschaft diesem Gevahren nicht laiigei. mehr untätig gegenüber,LlM, wörm anders nicht diese vornehme Znrüciyaltung als Schwäche aufgefaßt werden Mte. Bedürinis, einen Einblick in die Funktion des Körpers in gesunden und trauten Tagen zu gewinnen, bei plvplich eintreteifcoen Störungen an sich selb,i oder dem wachsten hie eriic Hilfeleistung vorzunehmen, ist mit der zunehmew

licrteii Da endlich wuroe au. Dem letzten ^rztetag in und°doch^-a^MÄnv^h°ntlichEMist Re^nuny trüge

Kandwirlschafl.

Aus dem Ried, 10. Dez. Der Zuckerrüben-' bau ist, wie aus Zusammenstellungen^ der zuckerbau­treibenden Orte hervoegehst in diesem Jahre bedeutend zurnagegangen. Zweifellos ist der verminderte Anbau der Zuckerrüben auf den von den Zuaerrübenfabrikanten in oen letzten Jahren gezahlten, sehr geringen Preis zurück­zuführen. Während im Vorjahre oer Zentner noch mit 1 Mk. und darüber bezahlt wurde, stettte sich der Preis im vergangenen Herbste durchschnittlich auf nur 80 Psg. Doch sollen die Fabriken für nächstes Jahr den Land­wirten bessere Preise in Aussicht gestellt haben. Die ge­pflanzten Rüben wurden an Die Zuckerfabriken zu Größ­ter au, Gernsheim, Groß-Umstadt uiw Waghäusel abge. liefert. (D. Tgbl.)

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